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IM6 - Deepfakes und synthetische Medien

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IM6 - Deepfakes und synthetische Medien




IM6 - Deepfakes und synthetische Medien


Einleitung

Bilder, Stimmen und Videos wirken oft wie Beweise: „Ich habe es doch gesehen!“ oder „Ich habe es doch gehört!“ Aber digitale Medien können verändert oder vollständig künstlich erzeugt werden. Besonders leistungsfähig sind heute Verfahren der Künstlichen Intelligenz. Solche künstlich erzeugten oder stark veränderten Inhalte nennt man synthetische Medien. Ein Deepfake ist eine besondere Form davon: Bild-, Ton- oder Videoinhalte werden mit KI so erzeugt oder verändert, dass reale Personen, Orte, Dinge oder Ereignisse täuschend echt nachgeahmt werden können.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Bild-, Audio- und Videomanipulation funktionieren, warum ein überzeugender Clip trotzdem falsch sein kann und wie Du mit einem systematischen Faktencheck reagierst. Außerdem geht es um Persönlichkeitsrechte, das Recht am eigenen Bild, Täuschung, Betrug und die Folgen für einzelne Menschen und die Gesellschaft.

Wichtig: Die Beispiele in diesem aiMOOC sind entweder ausdrücklich als fiktive Unterrichtsbeispiele gekennzeichnet oder stammen aus überprüfbaren Quellen. Es werden keine Anleitungen gegeben, mit denen Du echte Personen heimlich nachahmen oder täuschen sollst.

Das Bild von Wikimedia Commons trägt die Beschreibung „Manipulated Content: Is It Real or Fake?“ und eignet sich als Einstieg in die Frage: Woran erkenne ich, ob ein Medieninhalt vertrauenswürdig ist?


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was synthetische Medien und Deepfakes sind. Du kannst zwischen einfacher Bearbeitung, falschem Kontext und KI-Manipulation unterscheiden. Du kannst verdächtige Bilder, Audios und Videos mit mehreren Quellen prüfen und weißt, warum technische Auffälligkeiten nur Hinweise, aber keine sicheren Beweise sind. Du kannst außerdem begründen, warum Einwilligung, Kennzeichnung und der Schutz der Persönlichkeit wichtig sind.


Was sind synthetische Medien?

Synthetische Medien sind Medieninhalte, die ganz oder teilweise mit Computersystemen erzeugt oder verändert wurden. Dazu gehören zum Beispiel künstlich erzeugte Bilder, Stimmen, Musik, Texte und Videos. Der Begriff ist weiter als „Deepfake“.

Ein Deepfake kann etwa ein Gesicht, eine Stimme oder Lippenbewegungen so verändern, dass es aussieht oder klingt, als habe eine reale Person etwas gesagt oder getan, was in Wirklichkeit nicht passiert ist. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Verbindung von „Deep Learning“ und „Fake“. Heute wird „Deepfake“ häufig breiter für täuschend realistische KI-Manipulationen von Bild, Ton und Video verwendet.

Merksatz: Nicht jede Bearbeitung ist ein Deepfake. Ein zugeschnittenes Foto, ein Farbfilter oder ein altes Video mit falscher Überschrift kann täuschen, ohne ein Deepfake zu sein.

Medienform Was kann verändert oder erzeugt werden? Beispiel Wichtiger Prüfgedanke
Bild Gesicht, Hintergrund, Gegenstände, ganze Szene Eine Person erscheint an einem Ort, an dem sie nie war. Gibt es eine überprüfbare Originalquelle?
Audio Stimme, Betonung, gesprochener Text Eine Stimme klingt wie die eines Familienmitglieds. Kann ich die Person über einen bekannten Weg zurückrufen?
Video Gesicht, Lippenbewegung, Stimme, ganze Handlung Eine Person scheint eine Aussage zu machen, die sie nie gemacht hat. Gibt es das Video bei der Originalquelle und in seriösen Berichten?


Künstliche Gesichter als anschauliches Beispiel

Sicher gekennzeichnetes Beispiel: Laut Wikimedia Commons sind die dargestellten Gesichter computergeneriert und zeigen keine realen Personen. Gerade deshalb eignet sich das Bild gut für den Unterricht: Ein Gesicht kann glaubwürdig aussehen, obwohl die dargestellte Person nicht existiert.

Das bedeutet aber nicht, dass jedes ungewöhnliche Gesicht automatisch KI-generiert ist. Einzelne Merkmale wie seltsame Haare, ungleiche Ohrringe oder auffällige Schatten können Hinweise sein. Ein sicherer Quellencheck ist wichtiger als das bloße Raten nach dem Aussehen.


Bildmanipulation

Bei Bildern können Programme einzelne Teile verändern oder eine komplette Szene neu erzeugen. Möglichkeiten sind zum Beispiel das Austauschen eines Gesichts, das Hinzufügen oder Entfernen von Gegenständen oder das Erzeugen einer vollständig künstlichen Aufnahme.

Ein manipuliertes Bild kann eine wahre Aussage unterstützen, etwa wenn eine Illustration klar als Montage gekennzeichnet ist. Es kann aber auch zur Täuschung eingesetzt werden. Entscheidend sind Kontext, Kennzeichnung und Absicht.

Dokumentiertes Beispiel – künstlich erzeugt, nicht echt: Wikimedia Commons beschreibt dieses Bild als KI-generiertes Hoax-Bild, das während der Waldbrände in Kalifornien 2025 in sozialen Medien verbreitet wurde. Es darf deshalb nicht als echte Aufnahme des Ereignisses verstanden werden. Dieses Beispiel zeigt, warum die Aussage „Das Bild sieht echt aus“ kein ausreichender Beweis ist.


Audiomanipulation und gefälschte Stimmen

Bei Voice Cloning oder künstlicher Spracherzeugung kann ein System eine Stimme nachahmen oder eine neue Stimme erzeugen. Dadurch kann eine Aufnahme so klingen, als spreche eine bekannte Person. Kriminelle können solche Verfahren für Betrugsversuche missbrauchen, etwa bei Schockanrufen oder gefälschten Sprachnachrichten.

Die Grafik zeigt vereinfacht einen technischen Ablauf zur synthetischen Stimmerzeugung. Für Dich ist weniger wichtig, jedes technische Detail zu verstehen. Wichtig ist: Eine vertraut klingende Stimme ist kein sicherer Identitätsbeweis.

Auch automatische Erkennungssysteme versuchen, echte und künstlich erzeugte Audiodateien zu unterscheiden. Solche Systeme können hilfreich sein, sind aber nicht unfehlbar. Deshalb solltest Du Dich nicht auf ein einziges Erkennungsprogramm verlassen.


Sicheres Unterrichtsbeispiel: gefälschte Stimme

Fiktiv – keine reale Person, kein echter Vorfall: Du bekommst eine Sprachnachricht. Eine Stimme klingt wie Dein älterer Bruder und sagt, sein Handy sei kaputt. Du sollst sofort einen Gutschein-Code schicken.

Ein sinnvoller Reaktionsweg ist: Nicht antworten, nichts bezahlen und keinen Code schicken. Sprich mit einer erwachsenen Vertrauensperson und rufe Deinen Bruder über eine bekannte Nummer an. Bei überraschendem Zeitdruck gilt: erst prüfen, dann handeln.

Die Polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt bei verdächtigen Deepfake-Anrufen unter anderem, die Verbindung zu beenden und die echte Person über einen bekannten Kontaktweg zurückzurufen. Ein innerhalb der Familie vereinbartes Codewort kann zusätzlich helfen.


Videomanipulation

Bei Videos können Bild und Ton gleichzeitig verändert werden. Ein Gesicht kann ausgetauscht werden, Lippenbewegungen können an einen neuen Text angepasst werden und eine Stimme kann künstlich erzeugt werden. Dadurch kann eine Person scheinbar etwas sagen, was sie nie gesagt hat.

Typische sichtbare Auffälligkeiten können unpassende Lippenbewegungen, merkwürdige Übergänge, unstimmige Schatten oder unnatürliche Bewegungen sein. Diese Merkmale werden jedoch mit besserer Technik immer schwerer zu erkennen.

Deshalb gilt: Ein technischer Fehler ist ein Hinweis, aber das Fehlen eines Fehlers ist kein Beweis für Echtheit.

Das Video des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik behandelt Deepfakes, Erkennungsmöglichkeiten und Risiken. Für Klasse 6 können einzelne Abschnitte gemeinsam im Unterricht betrachtet werden.


Drei konkrete Use-Cases


Use-Case 1: Der fragwürdige Social-Media-Clip

Fiktiv – keine reale Schule und kein echter Ort: Ein zwölf Sekunden langer Clip wird in einem Klassenchat geteilt. Darin scheint eine Schulleitung zu sagen: „Morgen fällt der Unterricht wegen eines Trinkwasseralarms aus.“ Unter dem Video steht: „Schnell teilen, bevor es gelöscht wird!“

Hier sind mehrere Warnzeichen vorhanden: Der Clip erzeugt Zeitdruck, die Originalquelle fehlt und die Behauptung betrifft ein Ereignis, das leicht über offizielle Kanäle überprüft werden kann.

So gehst Du vor: Du teilst den Clip nicht weiter. Du prüfst die offizielle Schulhomepage oder einen bekannten Schulkanal. Du suchst nach einer Mitteilung der zuständigen Stadt oder Behörde. Du vergleichst, ob seriöse lokale Medien darüber berichten. Erst wenn mehrere verlässliche Quellen übereinstimmen, ist die Behauptung besser abgesichert.

Wichtig: Auch ein echtes Video kann mit einer falschen Bildunterschrift täuschen. Ein 2026 von CORRECTIV untersuchter Fall zeigte beispielsweise alte Unwetteraufnahmen, die in sozialen Medien fälschlich als aktuelle Aufnahmen aus München verbreitet wurden. Dafür war kein Deepfake nötig. Das ist eine Kontextmanipulation.


Use-Case 2: Die gefälschte Stimme

Fiktiv – keine reale Person: Eine erwachsene Person erhält einen Anruf. Die Stimme klingt wie ein Familienmitglied. Angeblich sei etwas Schlimmes passiert und sofort werde Geld benötigt.

Hier ist die wichtigste Regel: Gefühlter Zeitdruck ist kein Grund, die Prüfung abzukürzen. Die betroffene Person sollte auflegen, über eine bekannte Telefonnummer zurückrufen und keine Zahlungs- oder Kontodaten weitergeben.

Für Dich als Schüler oder Schülerin gilt: Wenn eine Nachricht Angst macht, Geld fordert oder Dich zur Geheimhaltung drängt, hole sofort eine erwachsene Vertrauensperson dazu.


Use-Case 3: Das vermeintliche Prominentenvideo

Fiktiv – die Person „Lina Licht“ ist erfunden: In einem kurzen Video scheint die berühmte Sängerin „Lina Licht“ ein „Wunder-Gewinnspiel“ zu empfehlen. Wer in den nächsten zehn Minuten auf einen Link klicke, bekomme angeblich garantiert einen wertvollen Preis.

Prüfe zuerst: Findet sich die Aussage auf einem offiziellen Kanal der Person? Berichten seriöse Medien darüber? Führt der Link zu einer nachvollziehbaren, seriösen Seite? Wird mit extremen Versprechen oder Zeitdruck gearbeitet?

Die Verbraucherzentralen warnen vor realen Deepfake-Werbungen, in denen bekannte Personen scheinbar Finanzprodukte oder andere Angebote empfehlen, obwohl sie von dieser Werbung nichts wissen. Ein prominentes Gesicht ist deshalb kein Beweis für Seriosität.

Die PULS-Reportage des Bayerischen Rundfunks zeigt in einem Selbstexperiment, wie KI-Fakes entstehen können und wie man sie überprüft. Für Klasse 6 empfiehlt sich eine Auswahl geeigneter Ausschnitte durch die Lehrkraft.


Der Quellencheck: STOPP vor dem Teilen

Für diesen aiMOOC nutzen wir die Unterrichtsregel STOPP. Sie ist eine Merkhilfe für einen gründlichen Quellencheck:

  1. S – Stoppen: Teile einen überraschenden oder aufregenden Inhalt nicht sofort weiter.
  2. T – Träger und Quelle prüfen: Wer hat den Beitrag veröffentlicht? Ist der Account echt, nachvollziehbar und zuständig?
  3. O – Original suchen: Gibt es die ursprüngliche Aufnahme, einen längeren Ausschnitt oder eine frühere Version?
  4. P – Parallelquellen suchen: Bestätigen andere seriöse und voneinander unabhängige Quellen die Behauptung?
  5. P – Plausibilität prüfen: Passen Ort, Datum, Sprache und Situation zusammen? Wird mit Angst, Wut oder künstlichem Zeitdruck gearbeitet?


Bilder und Videos rückwärts prüfen

Eine Bilderrückwärtssuche kann zeigen, ob ein Bild schon früher im Internet erschienen ist. Bei Videos kann man geeignete Einzelbilder aus dem Clip prüfen. So lässt sich manchmal feststellen, dass ein angeblich aktueller Inhalt in Wirklichkeit älter ist oder aus einem anderen Land stammt.

Eine Rückwärtssuche beweist aber nicht automatisch, dass ein Bild echt ist. Sie liefert Spuren, die Du mit weiteren Quellen vergleichen musst.


Warum ein KI-Detektor nicht genügt

Programme zur Deepfake-Erkennung können sich irren. Neue Erzeugungsverfahren und neue Erkennungsmethoden entwickeln sich ständig weiter. Deshalb solltest Du nie sagen: „Das Tool zeigt 80 Prozent Fake, also ist es sicher falsch.“

Besser ist eine Beweiskette: Quelle + Original + Gegencheck + Kontext + technische Hinweise. Je mehr voneinander unabhängige Hinweise zusammenpassen, desto stärker wird Dein Urteil.


Täuschung und ihre Folgen

Deepfakes können harmlos oder kreativ sein, wenn alle Beteiligten einverstanden sind und der künstliche Charakter klar gemacht wird. Sie können aber auch zur Täuschung eingesetzt werden.

Für einzelne Menschen können gefälschte Inhalte peinlich, belastend oder rufschädigend sein. Eine falsche Stimme kann bei Familien Angst auslösen. Ein gefälschtes Werbevideo kann zu Betrug führen. Ein manipuliertes Video kann jemanden so darstellen, als habe er etwas gesagt oder getan, was nie passiert ist.

Für die Gesellschaft entsteht ein weiteres Problem: Wenn viele Menschen ständig mit Fälschungen rechnen, können sie irgendwann auch echten Aufnahmen misstrauen. Deshalb ist Medienkompetenz nicht nur „Fake erkennen“, sondern auch begründet entscheiden, welchen Quellen man vertrauen kann.


Persönlichkeitsrechte

In Deutschland schützt das Recht am eigenen Bild Menschen davor, dass erkennbare Bildnisse ohne Weiteres verbreitet oder öffentlich gezeigt werden. § 22 des Kunsturhebergesetzes nennt grundsätzlich die Einwilligung der abgebildeten Person. Es gibt gesetzliche Ausnahmen, unter anderem in § 23, die im Einzelfall geprüft werden müssen.

Auch Stimme, Name und persönliche Identität können durch das allgemeine Persönlichkeitsrecht geschützt sein. Wer eine echte Person täuschend nachahmt, kann deshalb Rechte dieser Person verletzen. Welche rechtlichen Folgen genau entstehen, hängt vom konkreten Fall ab.

Merksatz für die Schule: Benutze Gesicht oder Stimme einer realen Person nicht heimlich für einen Fake. Frage vorher um Erlaubnis, kennzeichne künstliche Inhalte deutlich und veröffentliche nichts, das andere bloßstellt, bedroht oder täuscht.


Kennzeichnung von Deepfakes in der EU

Die EU-KI-Verordnung definiert Deepfakes als KI-erzeugte oder manipulierte Bild-, Ton- oder Videoinhalte, die wirklichen Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähneln und fälschlich echt oder wahr wirken können.

Seit dem 2. August 2026 gilt die Verordnung grundsätzlich. Artikel 50 Absatz 4 verlangt für Deepfakes, dass offengelegt wird, dass die Inhalte künstlich erzeugt oder manipuliert wurden. Für offensichtlich künstlerische, kreative, satirische oder fiktionale Werke gelten besondere Regeln für die Art dieser Offenlegung. Weitere Ausnahmen sind gesetzlich geregelt.

Für Dich bedeutet das vor allem: Kennzeichnung ist ein wichtiges Schutzsignal, ersetzt aber nicht den Quellencheck. Ein fehlendes Label beweist nicht, dass ein Inhalt echt ist.


Gute und verantwortungsvolle Anwendungen

Synthetische Medien sind nicht automatisch schlecht. Sie können zum Beispiel in Film und Kunst, bei barrierefreien Angeboten, bei Übersetzungen, in Lernmaterialien oder für deutlich gekennzeichnete fiktionale Figuren eingesetzt werden.

Verantwortungsvoll ist die Nutzung besonders dann, wenn die Beteiligten zugestimmt haben, niemand getäuscht oder herabgesetzt wird, die künstliche Herkunft erkennbar ist und Rechte anderer beachtet werden.


Quellencheck des aiMOOC

Die wichtigsten Aussagen dieses aiMOOCs wurden mit Fach-, Rechts- und Bildungsquellen gegengeprüft.

Aussage Prüfhilfe / Quelle Ergebnis
Deepfakes können Bild-, Audio- und Videoinhalte betreffen. Wikipedia: Deepfake und BSI: Deepfakes Bestätigt
Technische Auffälligkeiten sind Hinweise, aber keine sichere Echtheitsprüfung. klicksafe: Deepfakes erkennen Bestätigt; Kontext- und Quellenprüfung bleibt nötig
Eine Rückwärtssuche kann frühere Verwendungen eines Bildes zeigen. CORRECTIV: Bilderrückwärtssuche Bestätigt
§ 22 KunstUrhG nennt grundsätzlich die Einwilligung für die Verbreitung und öffentliche Zurschaustellung von Bildnissen. Gesetze im Internet: § 22 KunstUrhG und bpb: Recht am eigenen Bild Bestätigt; Ausnahmen und Einzelfälle beachten
Die EU-KI-Verordnung enthält Transparenzpflichten für Deepfakes. EUR-Lex: KI-Verordnung, konsolidierte Fassung Bestätigt, insbesondere Artikel 50
Gefälschte Stimmen können für Betrugsversuche verwendet werden. Polizeiliche Kriminalprävention: Deepfake-Betrug Bestätigt
Promi-Deepfakes werden für Fake-Werbung missbraucht. Verbraucherzentrale: Promi-Deepfakes Bestätigt


Geeignetes Material für Klasse 6

Das klicksafe-Plakat „Achtung Deepfakes“ wurde gemeinsam mit ZDF logo! für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren entwickelt. Es passt deshalb besonders gut zur Zielgruppe dieses aiMOOCs.

klicksafe und ZDF logo!: Achtung Deepfakes

klicksafe und ZDF logo!: Quiz zu Deepfakes und Co.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was sind synthetische Medien? (Medien, die ganz oder teilweise künstlich erzeugt oder verändert wurden) (!Nur handgezeichnete Bilder) (!Nur gedruckte Zeitungen) (!Nur echte Live-Aufnahmen)




Was beschreibt einen Deepfake am besten? (Einen täuschend echt wirkenden KI-erzeugten oder manipulierten Bild-, Ton- oder Videoinhalt) (!Jede unscharfe Aufnahme) (!Jeden Tippfehler in einem Text) (!Jede Werbung im Internet)




Was ist bei einer verdächtigen Sprachnachricht mit Geldforderung besonders sinnvoll? (Über einen bekannten Kontaktweg zurückrufen und eine erwachsene Vertrauensperson einbeziehen) (!Sofort Geld oder Gutscheincodes schicken) (!Die Nachricht ungeprüft an alle Kontakte weiterleiten) (!Die unbekannte Nummer als neue Hauptnummer speichern)




Was bedeutet eine unpassende Lippenbewegung in einem Video? (Sie kann ein Hinweis auf Manipulation sein, ist aber allein kein Beweis) (!Sie beweist immer einen Deepfake) (!Sie beweist immer die Echtheit) (!Sie zeigt, dass das Video alt ist)




Was ist der erste Schritt der STOPP-Regel? (Nicht sofort teilen) (!Sofort kommentieren) (!Sofort bezahlen) (!Sofort den Account kopieren)




Welche Aussage zum Recht am eigenen Bild ist richtig? (Für die Veröffentlichung erkennbarer Bildnisse ist grundsätzlich die Einwilligung wichtig) (!Jedes Foto darf immer ohne Zustimmung veröffentlicht werden) (!Nur berühmte Personen haben Persönlichkeitsrechte) (!Im Internet gelten keine Rechte am eigenen Bild)




Ein echtes altes Video wird mit einer falschen aktuellen Ortsangabe geteilt. Was ist richtig? (Das kann täuschen, ohne ein Deepfake zu sein) (!Es ist automatisch ein Deepfake) (!Es ist automatisch wahr) (!Das Alter des Videos spielt nie eine Rolle)




Wie prüfst Du ein vermeintliches Prominentenvideo am besten? (Du suchst die Originalquelle und vergleichst mit seriösen unabhängigen Quellen) (!Du glaubst es, weil die Person bekannt aussieht) (!Du glaubst es, wenn viele Emojis darunter stehen) (!Du teilst es zuerst und prüfst später)




Was verlangt Artikel 50 der EU-KI-Verordnung bei Deepfakes grundsätzlich? (Es soll offengelegt werden, dass der Inhalt künstlich erzeugt oder manipuliert wurde) (!Deepfakes müssen immer geheim bleiben) (!Deepfakes dürfen nie gekennzeichnet werden) (!Nur gedruckte Medien brauchen Hinweise)




Welche mögliche Folge von Deepfakes ist realistisch? (Menschen können getäuscht, geschädigt oder verunsichert werden) (!Alle Online-Informationen werden automatisch falsch) (!Jeder Deepfake wird sofort erkannt) (!Persönlichkeitsrechte spielen keine Rolle)





Memory

Deepfake KI-Manipulation
Voice Cloning Stimmnachahmung
Quellencheck Herkunftsprüfung
Einwilligung Zustimmung
Rückwärtssuche Frühere Fundstellen
Kennzeichnung Herkunftshinweis
Kontext Zusammenhang
Persönlichkeitsrecht Identitätsschutz





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Quellenangabe Wer hat den Inhalt veröffentlicht?
Originalfund Wo ist die ursprüngliche oder frühere Version zu finden?
Gegencheck Bestätigen unabhängige seriöse Quellen die Behauptung?
Zeitprüfung Passen Datum, Ort und Ereignis zusammen?
Handlungsdruck Sollst Du angeblich sofort klicken, zahlen oder teilen?




...


Kreuzworträtsel

Deepfake Wie heißt eine täuschend echt wirkende KI-Manipulation von Bild, Ton oder Video?
Quelle Was solltest Du prüfen, bevor Du einen überraschenden Clip glaubst?
Einwilligung Welche Zustimmung ist beim Umgang mit Bildnissen anderer Menschen grundsätzlich wichtig?
Täuschung Wie nennt man das absichtliche Erwecken eines falschen Eindrucks?
Rückwärtssuche Welche Suchmethode hilft, frühere Fundstellen eines Bildes zu finden?
Kennzeichnung Welcher Hinweis macht künstlich erzeugte Inhalte erkennbarer?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Medien, die ganz oder teilweise künstlich erzeugt oder verändert wurden, nennt man

.
Ein täuschend echt wirkender KI-manipulierter Bild-, Ton- oder Videoinhalt kann ein

sein.
Eine künstlich nachgeahmte Stimme wird häufig als

bezeichnet.
Ein technischer Fehler in einem Video ist nur ein

und kein sicherer Beweis.
Vor dem Teilen eines überraschenden Clips solltest Du zuerst die

prüfen.
Eine Bilderrückwärtssuche kann frühere

eines Bildes zeigen.
Bei einer unerwarteten Geldforderung solltest Du über einen bekannten Kontaktweg

.
Für die Veröffentlichung erkennbarer Bildnisse ist grundsätzlich die

wichtig.
Die EU-KI-Verordnung verlangt bei Deepfakes grundsätzlich eine

der künstlichen Erzeugung oder Manipulation.
Mehrere unabhängige Belege machen einen

zuverlässiger.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffe erklären: Erstelle eine Karte mit den Begriffen „synthetische Medien“, „Deepfake“ und „Kontextmanipulation“. Formuliere zu jedem Begriff eine Erklärung in höchstens zwei Sätzen.
  2. Warnzeichen sammeln: Notiere sechs Warnzeichen, bei denen Du einen Social-Media-Beitrag vor dem Teilen genauer prüfen würdest.
  3. STOPP-Plakat: Gestalte ein Papier- oder Digitalplakat zur STOPP-Regel dieses aiMOOCs. Verwende nur selbst erstellte Symbole oder frei nutzbare Bilder.
  4. Rechte im Alltag: Schreibe drei Situationen aus dem Schulalltag auf, in denen Du vor dem Veröffentlichen eines Bildes oder einer Aufnahme erst fragen solltest.


Standard

  1. Clip-Prüfplan: Entwickle für den fiktiven Trinkwasser-Clip aus dem aiMOOC einen Prüfplan mit mindestens fünf Schritten und begründe die Reihenfolge.
  2. Stimmen-Fall: Schreibe einen kurzen Dialog, in dem eine Person auf eine verdächtige Sprachnachricht sicher reagiert. Es dürfen keine echten Namen verwendet werden.
  3. Promi-Werbung prüfen: Erfinde eine eindeutig fiktive Werbeanzeige mit einer erfundenen Person und markiere anschließend alle Stellen, die bei einem echten Beitrag einen Quellencheck auslösen müssten.
  4. Bildspur untersuchen: Suche mit einem frei nutzbaren Wikimedia-Commons-Bild nach früheren Fundstellen und dokumentiere, welche Informationen über Quelle, Datum und Lizenz auffindbar sind.


Schwer

  1. Deepfake oder Kontextfake: Vergleiche zwei erfundene Fälle: einen KI-manipulierten Clip und ein echtes altes Video mit falscher Beschriftung. Erkläre, warum beide täuschen können, obwohl nur einer ein Deepfake ist.
  2. Rechte-Abwägung: Entwickle einen Fall, in dem eine klar gekennzeichnete Satire eine fiktive Person zeigt. Erkläre anschließend, welche zusätzlichen Fragen entstehen würden, wenn stattdessen eine reale Person dargestellt würde.
  3. Klassenkodex: Entwirf einen Klassenkodex mit acht Regeln für den fairen Umgang mit KI-Bildern, Stimmen und Videos.
  4. Mini-Faktencheck: Wähle eine unkritische öffentliche Behauptung aus einem Schul- oder Freizeitthema, finde die Originalquelle sowie zwei unabhängige Bestätigungen und dokumentiere, wie sich Dein Urteil entwickelt hat.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Social Media: Ein kurzer Clip behauptet, morgen werde eine Schule geschlossen. Erkläre, welche Informationen Dir fehlen, welche Quellen Du zuerst prüfen würdest und warum das Weiterleiten vor der Prüfung problematisch sein kann.
  2. Transfer gefälschte Stimme: Eine vertraut klingende Stimme bittet überraschend um Geld. Entwickle einen sicheren Handlungsplan und begründe jeden Schritt.
  3. Begriffsabgrenzung: Erkläre an zwei selbst erfundenen Beispielen den Unterschied zwischen Deepfake und Kontextmanipulation.
  4. Rechte und Verantwortung: Beurteile den Fall, dass jemand ohne Erlaubnis die Stimme eines Mitschülers künstlich nachahmt und die Aufnahme im Klassenchat teilt. Welche Rechte und sozialen Folgen sind berührt?
  5. Beweiskette: Entwirf eine Beweiskette aus mindestens vier voneinander unabhängigen Prüfschritten für ein vermeintliches Prominentenvideo.
  6. Vertrauen und Gesellschaft: Erkläre, warum Deepfakes nicht nur gefährlich sind, wenn Menschen Fakes für echt halten, sondern auch dann, wenn Menschen echte Aufnahmen vorschnell für Fakes halten.




Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern sie in neuen Situationen anwenden kannst.

Kompetenz Das solltest Du zeigen können
Begriffe Du erklärst synthetische Medien, Deepfake, Voice Cloning und Kontextmanipulation in eigenen Worten.
Unterscheiden Du erkennst, dass nicht jede Fälschung ein Deepfake und nicht jede Bearbeitung eine Täuschung ist.
Quellen prüfen Du nutzt mehrere Schritte wie Originalsuche, Gegencheck, Datumsprüfung und Kontextprüfung.
Sicher reagieren Du weißt, wie Du bei verdächtigen Stimmen, Clips und Geldforderungen handelst.
Rechte beachten Du kannst erklären, warum Einwilligung, Kennzeichnung und Persönlichkeitsrechte wichtig sind.
Folgen beurteilen Du kannst Auswirkungen auf einzelne Menschen, Familien, Schule und Gesellschaft beschreiben.
Verantwortung Du kannst Regeln für eine faire und transparente Nutzung synthetischer Medien begründen.




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