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IM6 - Das kann ich in Informatik und Medienbildung 6

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IM6 - Das kann ich in Informatik und Medienbildung 6




IM6 - Das kann ich in Informatik und Medienbildung 6

Dieser aiMOOC ist Dein persönlicher Kompetenz-Parcours am Ende der Klasse 6. Du zeigst nicht nur, was Du weißt, sondern vor allem, was Du selbstständig anwenden, erklären, prüfen, gestalten und verbessern kannst. Acht Bereiche stehen im Mittelpunkt: Recherche, KI, Mediengestaltung, Kommunikation, Netze, Daten, Codierung und Programmierung.

Am Ende entsteht aus Deinen Arbeitsergebnissen ein individuelles Kompetenzprofil. Daraus leitest Du passende MOOCwiki-Lernkurse, Vertiefungsprojekte und persönliche Ziele für Informatik und Medienbildung ab Klasse 7 ab.


Einleitung

Digitale Kompetenz bedeutet mehr, als ein Gerät bedienen zu können. Du solltest digitale Werkzeuge sinnvoll nutzen, ihre grundlegende Funktionsweise verstehen und ihre Wirkungen auf Menschen und Gesellschaft beurteilen können. Diese drei Blickrichtungen helfen Dir bei jeder Station dieses Kurses.

Für das Schuljahr 2026/27 dient in Baden-Württemberg eine Lesehilfe für die Klassen 5 bis 7 als Orientierung für das neue Fach Informatik und Medienbildung. Sie ersetzt noch nicht die weiterhin geltenden Bildungspläne. In den Klassen 5 und 6 stehen der sichere, verantwortungsvolle und reflektierte Umgang mit Medien, Informationen, Daten, Kommunikation und digitalen Werkzeugen sowie erste Schritte mit Algorithmen im Mittelpunkt. In Klasse 7 werden informatische und medienbildnerische Fragestellungen stärker miteinander verbunden.

Wichtig: Dein Kompetenzprofil ist ein Lernwerkzeug und kein öffentliches Ranking. Trage in einem offenen Wiki keinen vollständigen Namen, keine privaten Kontaktdaten, keine Passwörter und keine persönlichen Geheimnisse ein. Persönliche Punktwerte kannst Du auf einem privaten Arbeitsblatt oder in einem geschützten schulischen Bereich festhalten.


So funktioniert der Kompetenz-Parcours

Du bearbeitest acht Stationen. Jede Station enthält Wissen, ein Medium und eine praktische Mission. Für jede Station kannst Du 0 bis 4 Kompetenzpunkte ermitteln.

Punkte Bedeutung Woran Du es erkennst
0 Noch nicht bearbeitet Es gibt noch keinen verwertbaren Arbeitsnachweis.
1 Start Du löst Teile der Aufgabe mit viel Hilfe.
2 Basis Du löst wesentliche Teile und kannst einzelne Entscheidungen erklären.
3 Sicher Du arbeitest weitgehend selbstständig, erklärst Dein Vorgehen und prüfst Dein Ergebnis.
4 Vertiefung Du arbeitest selbstständig, begründest, überprüfst, verbesserst und kannst Dein Vorgehen auf eine neue Situation übertragen.

Regel für faire Selbsteinschätzung: Punkte zählen nur, wenn Du einen konkreten Nachweis hast, zum Beispiel eine Tabelle, eine Quellenprüfung, eine Skizze, einen erklärten Code, ein Medienprodukt, ein Testprotokoll oder eine begründete Entscheidung.


Lernziele

  1. Recherche: Du kannst Suchanfragen verbessern, Suchergebnisse vergleichen und die Vertrauenswürdigkeit von Quellen anhand nachvollziehbarer Kriterien einschätzen.
  2. Künstliche Intelligenz: Du kannst KI-Werkzeuge zielgerichtet einsetzen, Ergebnisse kritisch überprüfen und erklären, warum eine KI-Antwort nicht automatisch wahr ist.
  3. Mediengestaltung: Du kannst ein digitales Medienprodukt adressatengerecht gestalten und Urheberrecht, Quellenangaben sowie Lizenzen beachten.
  4. Digitale Kommunikation: Du kannst respektvoll, sicher und situationsgerecht kommunizieren und bei Konflikten oder Cybermobbing angemessen handeln.
  5. Computernetzwerk: Du kannst wichtige Bestandteile eines Netzes beschreiben und das Client-Server-Prinzip an einem Alltagsbeispiel erklären.
  6. Daten: Du kannst Daten erfassen, ordnen, prüfen, darstellen und zwischen personenbezogenen und unkritischen Daten unterscheiden.
  7. Codierung: Du kannst erklären, warum Informationen nach Regeln codiert werden, und einfache Codes codieren sowie decodieren.
  8. Programmierung: Du kannst präzise Algorithmen formulieren, Anweisungen und Schleifen einsetzen, Programme testen und Fehler systematisch suchen.


Kompetenz-Parcours


Station A: Recherche – Finden ist nicht gleich Wissen

Eine Suchmaschine durchsucht nicht in diesem Moment das gesamte Internet. Sie arbeitet meist mit einem zuvor aufgebauten Index und sortiert Treffer nach verschiedenen Kriterien. Ein Browser dagegen ist das Programm, mit dem Du Webseiten aufrufst und darstellst. Gute Recherche beginnt deshalb schon bei der Suchanfrage.

Nützliche Suchstrategien sind präzise Suchbegriffe, passende Wortkombinationen, das Vergleichen mehrerer Treffer und das Nachschlagen unbekannter Begriffe. Ein Treffer ganz oben ist nicht automatisch die beste Quelle. Prüfe unter anderem Urheber oder Institution, Veröffentlichungsdatum, Belege, Absicht, Aktualität und Plausibilität. Bei wichtigen Aussagen solltest Du mehrere voneinander unabhängige Quellen vergleichen.


Praxis-Mission A: Der Drei-Quellen-Check

Wähle eine unkritische Sachfrage aus dem Unterricht, zum Beispiel „Warum ist der Himmel manchmal rot?“ oder „Wie entsteht ein Regenbogen?“.

  1. Formuliere drei unterschiedlich genaue Suchanfragen und notiere, wie sich die Treffer verändern.
  2. Wähle drei Quellen unterschiedlicher Art, zum Beispiel eine offizielle Institution, ein Lexikon und ein journalistisches Angebot.
  3. Erstelle eine Tabelle mit Urheber, Datum, Belegen, möglicher Absicht und Deiner Einschätzung der Vertrauenswürdigkeit.
  4. Formuliere eine Antwort in eigenen Worten und kennzeichne, auf welche Quellen Du Dich stützt.

Kompetenzpunkt 4 erreichst Du, wenn Du zusätzlich einen Widerspruch oder Unterschied zwischen Quellen findest, ihn untersuchst und begründet erklärst, welcher Aussage Du eher vertraust.


Station B: KI – Hilfreich, aber prüfpflichtig

Künstliche Intelligenz bezeichnet Verfahren, mit denen Computersysteme Aufgaben bearbeiten, für die oft menschliche Fähigkeiten wie Erkennen, Vorhersagen, Sprachverarbeitung oder Problemlösen nötig erscheinen. Viele heutige KI-Systeme lernen Muster aus großen Datenmengen. Ein Sprachmodell erzeugt Antworten, indem es Wahrscheinlichkeiten für passende sprachliche Fortsetzungen nutzt. Das bedeutet: Eine flüssig formulierte Antwort ist kein Wahrheitsbeweis.

Ein guter Arbeitsauftrag an eine KI wird häufig als Prompt bezeichnet. Ein hilfreicher Prompt nennt Ziel, Kontext, gewünschte Form und wichtige Grenzen. Trotzdem musst Du Ergebnisse prüfen. KI-Systeme können veraltete, unvollständige oder erfundene Angaben liefern. Gib außerdem keine privaten Daten, Passwörter, privaten Fotos oder vertraulichen Informationen in frei zugängliche KI-Dienste ein.


Praxis-Mission B: KI-Prüflabor

  1. Stelle einer zugelassenen KI eine fachliche Frage, deren Antwort Du mit verlässlichen Quellen überprüfen kannst.
  2. Formuliere anschließend einen verbesserten Prompt mit Ziel, Zielgruppe, gewünschter Länge und der Aufforderung, Unsicherheiten kenntlich zu machen.
  3. Vergleiche beide Antworten: Was wurde klarer, was blieb unklar, welche Aussagen müssen geprüft werden?
  4. Kontrolliere mindestens zwei konkrete Aussagen mit Quellen außerhalb der KI und dokumentiere das Ergebnis als „bestätigt“, „unklar“ oder „widerlegt“.

Kompetenzpunkt 4 erreichst Du, wenn Du zusätzlich erklären kannst, warum Suchmaschine und KI-Assistent unterschiedliche Stärken, Schwächen und Prüfanforderungen haben.


Station C: Mediengestaltung – Wirkung bewusst planen

Ein gutes digitales Medienprodukt passt zu Ziel, Zielgruppe und Medium. Eine Präsentation braucht eine andere Gestaltung als ein Podcast, eine Infografik oder ein Erklärvideo. Farben, Bildausschnitt, Schriftgröße, Ton, Musik, Schnitt und Reihenfolge beeinflussen die Wirkung.

Auch rechtliche Regeln gehören zur Gestaltung. Das Urheberrecht schützt kreative Werke. Creative Commons bietet standardisierte Lizenzen, mit denen Urheber festlegen können, unter welchen Bedingungen ein Werk weiterverwendet werden darf. Eine freie Lizenz bedeutet nicht, dass jede Nutzung ohne Bedingungen erlaubt ist. Prüfe die konkrete Lizenz und gib die verlangten Informationen an.


Praxis-Mission C: Ein Inhalt – zwei Wirkungen

Wähle eine harmlose Information aus dem Schulalltag, zum Beispiel einen Hinweis auf eine Bücherbörse oder einen Projekttag.

  1. Gestalte zuerst eine sachliche Infografik, die schnell und klar informiert.
  2. Gestalte danach eine zweite Version mit bewusst anderer Wirkung, zum Beispiel besonders spannend oder besonders ruhig.
  3. Verwende nur eigene oder rechtmäßig nutzbare Medien und dokumentiere Quelle sowie Lizenz.
  4. Lass eine andere Person beide Versionen vergleichen und notiere, welche Gestaltungsmittel tatsächlich wahrgenommen wurden.

Kompetenzpunkt 4 erreichst Du, wenn Du Dein Produkt nach dem Feedback sichtbar überarbeitest und Deine Änderungen begründest.


Station D: Kommunikation – digital fair und sicher handeln

Digitale Kommunikation kann sehr schnell sein und viele Menschen gleichzeitig erreichen. Gleichzeitig fehlen oft Blickkontakt, Tonfall und Körpersprache. Dadurch können Missverständnisse leichter entstehen. Gute Netiquette bedeutet, respektvoll, verständlich und situationsgerecht zu schreiben.

Fotos, Sprachnachrichten oder Screenshots anderer Personen dürfen nicht einfach beliebig veröffentlicht oder weitergeleitet werden. Privatsphäre, das Recht am eigenen Bild und schulische Regeln müssen beachtet werden. Bei Cybermobbing ist Wegsehen keine gute Lösung. Sichere Beweise, blockiere oder melde problematische Inhalte, hole Hilfe bei einer vertrauenswürdigen erwachsenen Person und unterstütze Betroffene, ohne verletzende Inhalte weiterzuverbreiten.


Praxis-Mission D: Klassenchat-Werkstatt

  1. Formuliere eine missverständliche oder unhöfliche Beispielnachricht so um, dass sie klar und respektvoll wird.
  2. Entwickle mit einer Partnerperson fünf Regeln für einen fairen Klassenchat.
  3. Bearbeite einen erfundenen Konfliktfall und entscheide, was privat geklärt, was gemeldet und wann Hilfe geholt werden sollte.
  4. Erkläre bei einer Beispiel-Screenshot-Situation, welche Daten vor einer Weitergabe entfernt oder gar nicht erst geteilt werden sollten.

Kompetenzpunkt 4 erreichst Du, wenn Du die Regeln auf einen neuen Fall überträgst und erklären kannst, warum dieselbe Nachricht in einem privaten Chat und in einer großen Gruppe unterschiedlich wirken kann.


Station E: Netze – Wie Geräte miteinander sprechen

Ein Computernetzwerk verbindet digitale Geräte, damit sie Daten austauschen und Dienste nutzen können. Das Internet ist ein sehr großes Netz aus miteinander verbundenen Netzen. In einem Schulnetz können zum Beispiel Endgeräte, Zugangspunkte, Switches, Router und Server zusammenarbeiten.

Beim Client-Server-Modell fordert ein Client einen Dienst an und ein Server stellt ihn bereit. Wenn Du eine Webseite aufrufst, sendet Dein Gerät eine Anfrage; ein Server liefert passende Daten zurück. Dateien können lokal auf einem Gerät, auf einem Server im Schulnetz oder bei einem Cloud-Dienst gespeichert sein. Diese Speicherorte unterscheiden sich unter anderem bei Verfügbarkeit, Zusammenarbeit, Kontrolle und Sicherheit.


Praxis-Mission E: Menschen werden zum Netzwerk

  1. Verteilt Rollen wie Client, Switch oder Router und Server in der Klasse und verwendet Papierkarten als Datenpakete.
  2. Lasst einen Client eine fiktive Datei beim Server anfordern und dokumentiert den Weg der Karten.
  3. Baut absichtlich eine Unterbrechung ein und untersucht, an welcher Stelle die Kommunikation scheitert.
  4. Zeichne anschließend ein vereinfachtes Netzdiagramm und erkläre in drei Sätzen den Unterschied zwischen Client, Netzwerkweg und Server.

Kompetenzpunkt 4 erreichst Du, wenn Du zusätzlich lokale Speicherung, Schulserver und Cloud anhand von mindestens drei sinnvollen Kriterien vergleichst.


Station F: Daten – sammeln, prüfen, darstellen

Daten sind Zeichen, Werte oder Messungen, die nach Regeln dargestellt und verarbeitet werden können. Erst durch Zusammenhang und Deutung werden Daten zu Informationen. Gute Datenarbeit beginnt vor dem Diagramm: Sind die Werte vollständig? Gibt es Tippfehler, doppelte Einträge oder unklare Einheiten?

Diagramme können Zusammenhänge sichtbar machen, aber auch täuschen. Eine ungeeignete Skala oder eine unklare Auswahl kann einen falschen Eindruck erzeugen. Besonders vorsichtig musst Du mit personenbezogenen Daten umgehen. Für Übungsprojekte reichen oft anonyme oder künstlich erzeugte Datensätze.


Praxis-Mission F: Datenlabor

Verwende einen kleinen, unkritischen Datensatz, zum Beispiel die Seitenzahlen von zehn Büchern, tägliche Temperaturen oder erfundene Fahrzeiten.

  1. Prüfe den Datensatz auf fehlende Werte, Dopplungen, ungewöhnliche Werte und einheitliche Einheiten.
  2. Bereinige die Tabelle, ohne unbemerkt Werte zu erfinden.
  3. Erstelle ein passendes Diagramm und gib ihm Titel, Achsenbeschriftungen und Einheiten.
  4. Schreibe zwei Aussagen, die das Diagramm tatsächlich stützt, und eine Aussage, die man daraus nicht ableiten darf.

Kompetenzpunkt 4 erreichst Du, wenn Du eine zweite Darstellungsform vergleichst und begründest, welche Darstellung für die Fragestellung geeigneter ist.


Station G: Codierung – Informationen nach Regeln darstellen

Bei einer Codierung wird Information nach einer vereinbarten Vorschrift dargestellt. Im Alltag begegnen Dir zum Beispiel Barcodes, QR-Codes, Morsecode, Brailleschrift, Dateiformate oder Zeichenkodierungen. Entscheidend ist, dass die Regeln bekannt und möglichst eindeutig sind.

Codierung ist nicht dasselbe wie Verschlüsselung. Eine Codierung dient vor allem einer geeigneten Darstellung oder Verarbeitung. Verschlüsselung soll den Inhalt vor unbefugtem Lesen schützen und verwendet dafür ein Verfahren sowie einen Schlüssel.


Praxis-Mission G: Codewerkstatt

  1. Wähle einen kurzen, unpersönlichen Satz und übertrage ihn mit einer bekannten Codierung, zum Beispiel Morsecode.
  2. Gib Deine codierte Nachricht an eine Partnerperson und prüfe, ob sie eindeutig decodiert werden kann.
  3. Erfinde danach eine eigene kleine Codierung für mindestens acht Zeichen und schreibe die Regeln exakt auf.
  4. Teste Deine Codierung mit einer zweiten Nachricht und verbessere Regeln, die zu Missverständnissen führen.

Kompetenzpunkt 4 erreichst Du, wenn Du erklären kannst, warum Umkehrbarkeit für fehlerfreies Codieren und Decodieren wichtig ist und worin sich Dein Code von einer echten Verschlüsselung unterscheidet.


Station H: Programmierung – aus Ideen werden genaue Anweisungen

Ein Algorithmus ist eine präzise Folge von Handlungsvorschriften zur Lösung einer Aufgabe. In Programmen werden solche Abläufe in einer Programmiersprache formuliert. In Klasse 6 eignen sich blockbasierte Umgebungen wie Scratch, weil Du Anweisungen, Sequenzen und Schleifen direkt sehen und verändern kannst.

Eine Sequenz führt Schritte nacheinander aus. Eine Schleife wiederholt Schritte. Beim Programmieren gehört das Testen dazu: Du sagst voraus, was passieren soll, führst das Programm aus, vergleichst Erwartung und Ergebnis und suchst bei Abweichungen systematisch nach dem Fehler.


Praxis-Mission H: Mini-Programm mit Testprotokoll

  1. Plane einen kleinen Ablauf, zum Beispiel eine Figur, die ein Quadrat zeichnet oder eine kurze Animation ausführt.
  2. Schreibe vor dem Programmieren in Alltagssprache auf, welche Schritte und Wiederholungen nötig sind.
  3. Setze den Ablauf in einer blockbasierten Programmierumgebung um und teste mindestens drei Fälle.
  4. Verändere absichtlich einen Block, beobachte die Wirkung und dokumentiere, wie Du den Fehler wieder findest.

Kompetenzpunkt 4 erreichst Du, wenn Du Wiederholungen sinnvoll vereinfachst, Dein Programm einer anderen Person erklärst und nach einem Test selbstständig verbesserst.


Mein individuelles Kompetenzprofil

Trage nach jeder Station Deine begründete Punktzahl ein. Ein Profil wie R3 – KI2 – M4 – K3 – N2 – D3 – C4 – P2 ist aussagekräftiger als eine einzige Gesamtnote, weil Du sofort erkennst, wo Deine Stärken und nächsten Lernschritte liegen.

Bereich Nachweis aus der Mission Meine Punkte Mein nächster Lernschritt
Recherche Quellenvergleich und begründetes Ergebnis __ / 4
KI Prompt-Vergleich und Faktenprüfung __ / 4
Mediengestaltung Medienprodukt mit Lizenz- und Wirkungsprüfung __ / 4
Kommunikation Chatregeln und begründete Konfliktlösung __ / 4
Netze Netzskizze und Client-Server-Erklärung __ / 4
Daten Bereinigte Tabelle und begründete Visualisierung __ / 4
Codierung Eigene reversible Codierung mit Test __ / 4
Programmierung Funktionierendes Programm mit Testprotokoll __ / 4


So wertest Du Dein Profil aus

  1. Markiere alle Bereiche mit 3 oder 4 Punkten als aktuelle Stärken.
  2. Markiere alle Bereiche mit 0 bis 2 Punkten als mögliche Entwicklungsfelder.
  3. Wähle höchstens zwei Entwicklungsfelder als nächste Schwerpunkte, damit Deine Ziele realistisch bleiben.
  4. Wähle zusätzlich einen starken Bereich, den Du in einem Vertiefungsprojekt einsetzen kannst.
  5. Formuliere für jeden Schwerpunkt ein Ziel nach dem Muster: „Ich kann …; ich zeige das durch …; ich prüfe meinen Fortschritt an …“.

Eine Gesamtsumme von maximal 32 Punkten darfst Du zur Orientierung berechnen, aber sie soll Dein Profil nicht ersetzen. Zwei Lernende mit derselben Summe können völlig unterschiedliche Stärken besitzen.


Persönliche MOOCwiki-Lernwege

Nutze für jeden Bereich Deine Punktzahl. Bei 0 bis 2 Punkten wählst Du zuerst einen Grundlagenkurs. Bei 3 bis 4 Punkten kannst Du direkt eine Vertiefung oder ein Projekt beginnen.

Bereich Bei 0–2 Punkten Bei 3–4 Punkten Passendes Vertiefungsprojekt Ziel für den Übergang ab Klasse 7
Recherche Quellenbewertung Nutzung von KI und Suchmaschinen in der Schule Faktencheck-Dossier mit drei Quellentypen Vertrauenswürdigkeit, Interessen und Hinweise auf Desinformation begründet einschätzen
KI KI Künstliche Intelligenz KI-Prüflabor mit dokumentierten Gegenchecks KI-Ausgaben von überprüfbaren Quellen unterscheiden und algorithmische Einflussnahme reflektieren
Mediengestaltung OER Creative Commons Erklärmedium mit sauberem Lizenznachweis Medienwirkung analysieren und Medien gezielt, rechtssicher und transparent verändern
Kommunikation Cybermobbing Netiquette Klassenchat-Leitfaden mit Fallbeispielen digitale Konflikte, Datenschutz und sichere Kommunikation begründet bearbeiten
Netze Computernetzwerk Client-Server-Modell Modell eines Schulnetzes mit Datenwegen Netze, Dienste und Speicherorte als zusammenhängende digitale Infrastruktur erklären
Daten Daten Datenanalyse Datensatz bereinigen, visualisieren und kritisch deuten digitale Daten als codierte Informationen verstehen und Datenmengen einordnen
Codierung Codierung Binärsystem Code-Museum mit mehreren Codierungsregeln Text und Bilder schrittweise als Bitfolgen verstehen und Codierung von Verschlüsselung unterscheiden
Programmierung Algorithmen Scratch eigenes Miniprogramm mit Test- und Fehlerprotokoll Schleifen, Verzweigungen, Ausdrücke und Datentypen in Programmen zielgerichtet einsetzen


Vertiefungsprojekte passend zu Deinem Profil


Projekt 1: Faktencheck-Redaktion

Geeignet, wenn Du Recherche oder KI vertiefen möchtest. Untersuche eine überprüfbare Behauptung, dokumentiere Suchwege, Quellenkriterien und Widersprüche und erstelle am Ende eine kurze Faktencheck-Karte. Wenn Du KI nutzt, kennzeichne ihren Beitrag und prüfe jede zentrale Tatsachenbehauptung unabhängig.


Projekt 2: KI-Prüflabor

Geeignet bei Interesse an Künstliche Intelligenz. Entwickle drei Prompts zur gleichen Frage, vergleiche die Antworten und erstelle eine Tabelle mit belegten, unklaren und falschen Aussagen. Das Ziel ist nicht der „beste Trick“, sondern ein nachvollziehbarer Prüfprozess.


Projekt 3: OER-Erklärmedium

Geeignet für Mediengestaltung. Produziere ein Poster, eine Audioerklärung, eine Animation oder ein kurzes Video zu einem Schulthema. Verwende eigene oder frei lizenzierte Bestandteile, dokumentiere alle Quellen und prüfe, ob Form und Inhalt zur Zielgruppe passen.


Projekt 4: Faire digitale Klasse

Geeignet für Digitale Kommunikation. Entwickle mit anderen einen kurzen Leitfaden für digitale Gruppenkommunikation. Ergänze drei realistische Konfliktfälle mit begründeten Handlungsoptionen und einer Notfallregel für Cybermobbing.


Projekt 5: Unser Netz als Modell

Geeignet für Computernetzwerk. Baue mit Karten, Schnüren oder einer Zeichnung ein vereinfachtes Modell aus Clients, Verbindungen, Router und Server. Simuliere Anfragen, Ausfälle und verschiedene Speicherorte und erkläre, welche Rolle jede Komponente spielt.


Projekt 6: Daten erzählen eine Geschichte

Geeignet für Daten. Arbeite mit anonymen, öffentlichen oder künstlich erzeugten Daten. Bereinige sie, visualisiere sie in zwei Formen und erkläre, wie Darstellungsentscheidungen die Wahrnehmung verändern können.


Projekt 7: Codierungs-Museum

Geeignet für Codierung. Stelle mehrere Codierungen wie Morsecode, QR-Code und eine selbst entworfene Codierung gegenüber. Zeige jeweils Regel, Zweck, Beispiel, Decodierung und Grenzen. Private Geheimnisse gehören nicht in die Beispiele.


Projekt 8: Programmieren mit Testplan

Geeignet für Programmierung. Entwickle ein kleines Spiel, eine Animation oder ein interaktives Lernprodukt. Plane den Algorithmus, setze ihn blockbasiert um und führe ein Testprotokoll mit Fehler, Ursache, Änderung und Ergebnis.


Ziele für Informatik und Medienbildung ab Klasse 7

Die Lesehilfe 2026/27 nennt für Klasse 7 Bereiche, die informatische und medienbildnerische Perspektiven verbinden. Sie ist eine Orientierung und kein bereits in Kraft gesetzter neuer Bildungsplan. Aus Deinem Klasse-6-Profil kannst Du besonders gut auf folgende Lernziele hinarbeiten:

  1. Desinformation: Du kannst Interessen von Akteuren, algorithmische Einflussnahme, Werbung, manipulativ verbreitete Falschmeldungen und Deepfakes untersuchen und Deinen eigenen Umgang damit reflektieren.
  2. Digitale Daten: Du kannst erklären, wie Text oder einfache Bilder als Bitfolgen dargestellt werden, und Begriffe wie Bit, Byte sowie Größenordnungen von Datenmengen sinnvoll verwenden.
  3. ASCII: Du kannst nachvollziehen, wie Zeichen nach einer vereinbarten Vorschrift als Zahlen beziehungsweise Bitfolgen codiert und wieder decodiert werden.
  4. Algorithmische Grundbausteine: Du kannst Anweisungen, Schleifen mit fester Anzahl oder Bedingung, Verzweigungen und einfache Ausdrücke beschreiben und zielgerichtet einsetzen.
  5. Datentyp: Du kannst Werte wie Zeichenketten, Zahlen und Wahrheitswerte unterscheiden und ihren Einfluss auf einen Programmablauf untersuchen.
  6. Kryptografie: Du kannst Zweck und Grundbegriffe von Verschlüsselung erklären, einfache Verfahren untersuchen und Codierung von Verschlüsselung unterscheiden.
  7. Medienmanipulation: Du kannst beschreiben, wie Filter, Ausschnitte oder andere technische Veränderungen die Wirkung eines Medienprodukts verändern, und solche Veränderungen transparent analysieren.
  8. Projektarbeit: Du kannst ein digitales Produkt planen, umsetzen, testen, präsentieren, Feedback nutzen und Deine Entscheidungen reflektieren.


Mein Zielplan ab Klasse 7

Priorität Mein Ziel So übe ich Daran erkenne ich Fortschritt
Entwicklungsfeld 1 Ich kann ... MOOCwiki-Lernkurs und Praxisaufgabe Ich zeige ...
Entwicklungsfeld 2 Ich kann ... MOOCwiki-Lernkurs und Praxisaufgabe Ich zeige ...
Stärke ausbauen Ich kann ... Vertiefungsprojekt Ich erkläre oder vermittle ...


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist bei einer Internetrecherche ein sinnvoller erster Qualitätscheck? (Urheber Herkunft und Belege der Information prüfen) (!Immer nur den ersten Treffer verwenden) (!Nur auf die Länge des Textes achten) (!Jede Aussage mit vielen Bildern für wahr halten)




Wie solltest Du mit einer sachlichen Antwort eines KI-Systems umgehen? (Wichtige Aussagen mit verlässlichen Quellen überprüfen) (!Jede flüssig formulierte Antwort ungeprüft übernehmen) (!Private Daten ergänzen damit die Antwort genauer wird) (!Quellenprüfung vermeiden weil KI immer aktuell ist)




Wozu dient eine Creative-Commons-Lizenz? (Sie beschreibt Bedingungen für die Nutzung eines Werkes) (!Sie macht jedes Werk automatisch gemeinfrei) (!Sie ersetzt jede Quellenangabe) (!Sie erlaubt grundsätzlich jede Bearbeitung ohne Bedingungen)




Was ist bei verletzenden Nachrichten in einem Klassenchat sinnvoll? (Beweise sichern Hilfe holen und problematische Inhalte nicht weiterverbreiten) (!Die Nachricht an möglichst viele Personen weiterleiten) (!Mit einem noch verletzenderen Kommentar antworten) (!Alle Beweise sofort löschen und niemandem etwas sagen)




Was beschreibt das Client-Server-Prinzip am besten? (Ein Client fordert einen Dienst an und ein Server stellt ihn bereit) (!Jeder Client ist immer gleichzeitig der Internetanbieter) (!Ein Server kann niemals Daten speichern) (!Ein Netzwerk benötigt grundsätzlich nur ein einziges Gerät)




Was ist ein sinnvoller Vergleich von Speicherorten? (Verfügbarkeit Zusammenarbeit Kontrolle und Sicherheit berücksichtigen) (!Nur die Farbe des Geräts vergleichen) (!Cloud immer automatisch als sicherer einstufen) (!Lokale Speicherung immer als überall verfügbar betrachten)




Was ist eine Codierung? (Eine regelbasierte Darstellung von Informationen) (!Immer eine geheime Verschlüsselung) (!Ein zufälliges Vertauschen ohne Regeln) (!Nur eine Methode zum Löschen von Daten)




Was bedeutet Sequenz beim Programmieren? (Anweisungen werden in einer festgelegten Reihenfolge ausgeführt) (!Alle Anweisungen werden zufällig ausgewählt) (!Ein Programm wird grundsätzlich ohne Schritte ausgeführt) (!Eine Datei wird automatisch verschlüsselt)




Wozu dient eine Schleife in einem Programm? (Sie wiederholt Anweisungen nach einer festgelegten Regel) (!Sie löscht automatisch jeden Programmfehler) (!Sie wandelt jede Zahl in einen Text um) (!Sie ersetzt immer alle Bedingungen)




Was gehört zu guter Datenarbeit? (Daten auf Fehler Einheiten und Plausibilität prüfen) (!Fehlende Werte ohne Kennzeichnung frei erfinden) (!Personenbezogene Daten möglichst vollständig veröffentlichen) (!Jedes Diagramm unabhängig von der Fragestellung verwenden)





Memory

Browser zeigt Webseiten an
Suchmaschine durchsucht einen Index
Prompt Arbeitsauftrag an eine KI
Creative Commons standardisiertes Lizenzsystem
Client fordert einen Dienst an
Server stellt einen Dienst bereit
Codierung regelbasierte Darstellung
Schleife wiederholt Anweisungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Quellenvergleich Recherche
überprüfter Prompt-Test KI
Infografik mit Lizenznachweis Mediengestaltung
faire Chatregel Kommunikation
Client-Server-Skizze Netze
bereinigte Tabelle Daten
decodierte Nachricht Codierung
getestetes Miniprogramm Programmierung






Kreuzworträtsel

Browser Welches Programm stellt Webseiten dar?
Prompt Wie heißt ein Arbeitsauftrag an ein KI-System?
Lizenz Welcher Begriff regelt Bedingungen zur Nutzung eines Werkes?
Server Welcher Rechner oder Dienst stellt im Client-Server-Modell Leistungen bereit?
Codierung Wie heißt die regelbasierte Darstellung von Informationen?
Schleife Welcher Programmbaustein wiederholt Anweisungen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine

hilft dabei, Informationen über einen Index zu finden.
Ein

stellt Webseiten auf Deinem Gerät dar.
Bei einer Recherche solltest Du die Herkunft einer

prüfen.
Eine Antwort einer

ist nicht automatisch wahr.
Wichtige Tatsachenbehauptungen solltest Du mit anderen Quellen

.
Das

schützt kreative Werke.
Eine

beschreibt Bedingungen für die erlaubte Nutzung eines Werkes.
Persönliche Informationen gehören zur

.
Ein

fordert in einem Netzwerk einen Dienst an.
Ein

kann diesen Dienst bereitstellen.
Ein entfernter Speicher- oder Rechendienst wird häufig als

bezeichnet.
Vor einer Auswertung sollten

auf Fehler und Plausibilität geprüft werden.
Ein

stellt Informationen nach festgelegten Regeln dar.
Eine regelbasierte Darstellung von Information heißt

.
Eine genaue Handlungsvorschrift zur Lösung einer Aufgabe ist ein

.
Mehrere nacheinander ausgeführte Schritte bilden eine

.
Eine

wiederholt Anweisungen.
Beim Programmieren hilft ein

, Fehler und Verbesserungen nachvollziehbar zu dokumentieren.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Suchstrategie: Recherchiere eine Sachfrage mit drei unterschiedlich formulierten Suchanfragen und erkläre, welche Formulierung die nützlichsten Treffer erzeugt hat.
  2. KI-Kompetenz: Erstelle eine Prüfkarte mit fünf Fragen, die Du Dir vor dem Übernehmen einer KI-Antwort stellst, und teste sie an einem Beispiel.
  3. Netiquette: Schreibe aus drei problematischen Chatnachrichten jeweils eine respektvolle und eindeutige Alternative.
  4. Codierung: Finde fünf Codierungen aus Deinem Alltag, fotografiere keine personenbezogenen Inhalte und erkläre jeweils Zweck und verwendete Zeichen.


Standard

  1. Creative Commons: Gestalte ein digitales Lernplakat mit mindestens einem selbst erstellten und einem korrekt lizenzierten Medienelement und dokumentiere die Herkunft.
  2. Datenanalyse: Erstelle aus einem unkritischen Datensatz eine bereinigte Tabelle und zwei Diagramme und begründe, welches Diagramm die Frage besser beantwortet.
  3. Client-Server-Modell: Baue ein Modell eines kleinen Netzes und produziere eine einminütige Erklärung, in der ein Datenweg vom Client zum Server nachvollziehbar wird.
  4. Scratch: Entwickle eine kleine Animation oder ein Spiel mit Sequenz und Schleife und dokumentiere drei Tests sowie mindestens eine Fehlerkorrektur.


Schwer

  1. Fake News: Produziere eine eindeutig als Lernbeispiel gekennzeichnete erfundene Meldung ohne reale Personen, analysiere ihre möglichen Täuschungsmittel und erstelle anschließend einen Faktencheck dazu.
  2. KI und Suchmaschine: Untersuche dieselbe Forschungsfrage mit einer Suchmaschine und einem zugelassenen KI-Werkzeug, vergleiche Arbeitsweise, Nachprüfbarkeit und Fehlerquellen und formuliere Regeln für einen sinnvollen kombinierten Einsatz.
  3. Netzwerksicherheit: Entwirf für ein fiktives Schulnetz ein Sicherheitskonzept mit Zugängen, Speicherorten, Updates, Datensicherung und Verhalten bei verdächtigen Nachrichten, ohne Angriffe auf echte Systeme durchzuführen.
  4. Digitales Projekt: Plane und realisiere ein Lernprodukt, das mindestens vier Bereiche aus Recherche, KI, Mediengestaltung, Kommunikation, Netzen, Daten, Codierung und Programmierung sinnvoll verbindet, und dokumentiere Entscheidungen, Tests und Verbesserungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Quellenbewertung: Zwei Webseiten widersprechen sich zu derselben Sachfrage. Entwickle ein Prüfverfahren, mit dem Du entscheidest, welche Aussage belastbarer ist, und begründe die Reihenfolge Deiner Prüfschritte.
  2. Künstliche Intelligenz: Eine KI nennt eine überraschende Zahl ohne nachvollziehbaren Beleg. Entwickle einen Plan, wie Du die Aussage überprüfen würdest, und erkläre, welche Ergebnisse Deine Einschätzung verändern würden.
  3. Digitale Kommunikation: In einer Klassengruppe wird ein peinliches Bild ohne Zustimmung weitergeleitet. Entwickle eine Handlungskette, die Betroffene schützt und zugleich eine weitere Verbreitung möglichst verhindert.
  4. Computernetzwerk: Eine Webseite lässt sich auf einem Gerät nicht öffnen, auf einem zweiten aber schon. Formuliere mehrere mögliche Ursachen und eine sichere Reihenfolge zur Fehlersuche, ohne Netzwerkschutz zu umgehen.
  5. Datenvisualisierung: Zwei Diagramme zeigen denselben Datensatz, wirken aber unterschiedlich dramatisch. Erkläre, welche Gestaltungsentscheidungen dafür verantwortlich sein könnten und wie eine faire Darstellung aussehen sollte.
  6. Codierung und Verschlüsselung: Ein Mitschüler behauptet, Morsecode sei automatisch eine sichere Verschlüsselung. Widerlege oder bestätige die Aussage mit einer begründeten Unterscheidung von Zweck, Regel und Geheimhaltung.
  7. Algorithmisches Denken: Ein Alltagsablauf funktioniert nur bei gutem Wetter. Formuliere ihn so um, dass später eine Entscheidung für zwei verschiedene Situationen ergänzt werden kann, und erkläre, warum diese Struktur für Programme nützlich ist.
  8. Programmtest: Ein Programm funktioniert in zwei Tests, scheitert aber in einem dritten. Entwickle ein Testverfahren, mit dem Du die Fehlerursache eingrenzt, und begründe, warum „noch einmal starten“ allein keine ausreichende Fehlersuche ist.




Lernnachweis

Ein guter Lernnachweis zeigt nicht nur fertige Produkte, sondern auch Deinen Weg zum Ergebnis. Er kann als geschütztes digitales Portfolio oder als Unterrichtsmappe geführt werden.

Bestandteil Mindestnachweis Qualitätsmerkmal
Recherche Quellenvergleich mit Begründung Kriterien werden sichtbar angewendet
KI überprüfte KI-Aussage oder begründeter KI-Verzicht Prüfung ist unabhängig nachvollziehbar
Mediengestaltung eigenes Medienprodukt Zielgruppe, Wirkung, Quelle und Lizenz sind berücksichtigt
Kommunikation begründete Lösung eines digitalen Konfliktfalls Schutz, Respekt und Verantwortlichkeit werden berücksichtigt
Netze Netz- oder Client-Server-Modell Rollen und Datenweg werden korrekt erklärt
Daten bereinigte Daten und Visualisierung Darstellung passt zur Frage und Grenzen werden genannt
Codierung codierte und decodierte Information Regel ist eindeutig und Umkehrbarkeit wird geprüft
Programmierung Programm plus Testprotokoll Fehleranalyse und Verbesserung sind dokumentiert
Kompetenzprofil acht begründete Teilwerte Nachweise passen zu den Punktwerten
Zukunftsplan zwei Entwicklungsziele und eine Stärke Ziele enthalten konkrete nächste Schritte

Für den Lernnachweis ist besonders wichtig, dass Du zwischen Behauptung und Beleg, Produkt und Prozess sowie Selbsteinschätzung und tatsächlichem Nachweis unterscheiden kannst. Ein besonders starkes Portfolio zeigt mindestens eine Stelle, an der Du Deine erste Lösung nach Feedback oder einem Test verbessert hast.




OERs zum Thema

Die folgenden Angebote eignen sich zum Nachschlagen und Vertiefen:

  1. Ministerium für Kultus Baden-Württemberg: Informatik und Medienbildung
  2. Internet-ABC: Suchen und Finden im Internet
  3. klicksafe: Fake News und Desinformation
  4. fragFINN: Lernmodul Fake News
  5. Wikimedia Commons: frei lizenzierte und gemeinfreie Medien


Mediennachweise und Weiterverwendung

Die in diesem aiMOOC eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Über die jeweilige Dateiseite findest Du Urheber- und Lizenzinformationen. Prüfe bei einer eigenen Weiterverwendung immer die konkrete Lizenz. Eingebundene Lernvideos stammen hier aus Bildungsangeboten des WDR und werden als YouTube-Einbettungen genutzt.


Verknüpfte Lernbereiche


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