IM5 - Mit Bildern Geschichten erzählen

IM5 - Mit Bildern Geschichten erzählen
IM5 - Mit Bildern Geschichten erzählen
Bilder können Geschichten erzählen, auch wenn nur wenige Wörter dabei stehen. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du mit einer Bildfolge eine verständliche Handlung aufbaust, mit Perspektiven die Wirkung eines Bildes veränderst und aus Fotos, Zeichnungen oder Skizzen eine Fotostory, einen Comic oder ein Storyboard gestaltest. Der Kurs richtet sich an die Klasse 5 und verbindet Medienbildung, Deutsch, Kunst und Fotografie.

Einleitung
Stell Dir vor, Du siehst nur fünf Bilder: Auf dem ersten liegt ein Heft auf einem Tisch, auf dem zweiten greift eine Hand danach, auf dem dritten blättert jemand darin, auf dem vierten wird etwas notiert und auf dem fünften wird das Heft zufrieden geschlossen. Auch ohne langen Text kannst Du wahrscheinlich eine Handlung erkennen. Das funktioniert, weil die Bilder in einer sinnvollen Reihenfolge stehen und jedes Bild eine Aufgabe übernimmt.
Eine gute Bildergeschichte braucht nicht möglichst viele Bilder. Sie braucht die richtigen Bilder. Jedes Bild sollte etwas Neues zeigen: eine Ausgangslage, eine Handlung, eine Veränderung, einen wichtigen Moment oder ein Ergebnis. Fehlt ein entscheidender Schritt, kann die Geschichte unverständlich werden. Werden zu viele fast gleiche Bilder gezeigt, wird die Handlung langsam oder langweilig.
In diesem aiMOOC arbeitest Du mit vier typischen Anwendungen: Lernstory, Sicherheitsanweisung, Erklärgeschichte und Projektpräsentation. Du lernst außerdem, vor einer Aufnahme mit einem Storyboard zu planen, passende Kameraperspektiven auszuwählen und Bilder so zu ordnen, dass andere Menschen die Handlung ohne zusätzliche Erklärung nachvollziehen können.
Lernziele
Nach dem aiMOOC kannst Du eine Bildfolge so planen, dass Anfang, Entwicklung und Ende erkennbar sind. Du kannst zwischen Fotostory, Comic und Storyboard unterscheiden, einfache Einstellungsgrößen und Perspektiven gezielt einsetzen, Bildfolgen auf Verständlichkeit prüfen und eine eigene Bildergeschichte für einen konkreten Zweck gestalten.
| Kompetenz | Das kannst Du am Ende zeigen |
|---|---|
| Bildfolge | Du ordnest Bilder nach Ursache, Handlung und Ergebnis und begründest Deine Reihenfolge. |
| Perspektive | Du nutzt Augenhöhe, Vogelperspektive oder Froschperspektive passend zur beabsichtigten Wirkung. |
| Verständliche Handlung | Du erkennst fehlende Zwischenschritte und ergänzt notwendige Bilder. |
| Planung | Du erstellst vor der Umsetzung ein einfaches Storyboard. |
| Gestaltung | Du kombinierst Bild, kurzer Text, Sprechblase oder Symbol so, dass die Aussage klar bleibt. |
| Medienverantwortung | Du beachtest Privatsphäre, Einwilligung und Urheberrecht bei eigenen Medienprojekten. |
Bildfolgen: Wie aus Einzelbildern eine Handlung wird
Eine Bildfolge ist eine geordnete Reihe von Bildern. Die Reihenfolge ist entscheidend: Wenn Du die Bilder vertauschst, kann sich die Bedeutung verändern. Besonders deutlich wird das bei Bewegungsfolgen. Die historische Serienfotografie von Eadweard Muybridge zeigt, wie einzelne Momentaufnahmen nacheinander eine Bewegung sichtbar machen.



Beim Geschichtenerzählen gilt ein ähnliches Prinzip. Zwischen zwei Bildern denken Betrachterinnen und Betrachter automatisch weiter. Zeigst Du zuerst eine volle Trinkflasche und danach eine leere, wird vermutet, dass jemand getrunken hat. Soll aber gezeigt werden, wer getrunken hat oder warum die Flasche leer ist, brauchst Du möglicherweise ein zusätzliches Bild.
Die fünf Aufgaben einer klaren Bildfolge
| Funktion eines Bildes | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Ausgangslage | Wer oder was ist zu sehen und wo beginnt die Handlung? | Ein Schüler sitzt vor einem ungeordneten Schreibtisch. |
| Auslöser | Was setzt die Handlung in Gang? | Er entdeckt, dass sein Arbeitsblatt fehlt. |
| Handlung | Was tut die Figur? | Er durchsucht Hefter und Tasche. |
| Wendepunkt oder Schlüsselmoment | Was verändert die Situation? | Das Blatt steckt zwischen zwei Büchern. |
| Ergebnis | Wie endet die Handlung? | Das Blatt liegt bereit und die Aufgabe kann beginnen. |
Ein Bild muss nicht immer genau einer Funktion entsprechen. Kurze Geschichten können mehrere Funktionen in einem Bild bündeln. Entscheidend ist, dass Zuschauerinnen und Zuschauer nicht raten müssen, was der wichtigste Handlungsschritt sein soll.
Mini-Fotostory: Der verschwundene Stift
Diese kleine Fotostory lässt sich mit Gegenständen und Händen umsetzen, ohne Gesichter zu fotografieren.
| Bildidee | Was ist zu sehen? | Warum ist das Bild wichtig? |
|---|---|---|
| Start | Ein leeres Mäppchen liegt neben einem Arbeitsblatt. | Das Problem wird sichtbar. |
| Suche | Eine Hand schaut unter ein Heft. | Die Handlung beginnt. |
| Hinweis | Unter dem Tisch ist die Spitze eines Stiftes zu erkennen. | Ein neuer Hinweis führt weiter. |
| Fund | Eine Hand hebt den Stift auf. | Das Problem wird gelöst. |
| Ende | Der Stift liegt auf dem ausgefüllten Arbeitsblatt. | Das Ergebnis ist eindeutig. |
Merksatz: Wenn ein Bild entfernt werden kann, ohne dass sich die Handlung oder das Verständnis verändert, ist es vielleicht nicht notwendig.
Fotostory, Comic und Storyboard
Fotostory, Comic und Storyboard erzählen alle mit mehreren Bildern, haben aber unterschiedliche Aufgaben.
| Form | Typische Merkmale | Hauptzweck |
|---|---|---|
| Fotostory | Fotografien in einer geplanten Reihenfolge, oft mit kurzen Texten oder Sprechblasen | Eine Handlung mit realen oder inszenierten Fotos erzählen |
| Comic | Gezeichnete oder digital gestaltete Panels, Sprechblasen, Denkblasen, Geräuschwörter und Bildsymbole | Eine Handlung verdichten und visuell erzählen |
| Storyboard | Vereinfachte Skizzen einzelner Einstellungen mit Hinweisen zu Handlung, Perspektive oder Text | Eine spätere Fotostory, Präsentation oder Filmsequenz vorbereiten |
Comics: Erzählen in Panels
Ein einzelnes Bild im Comic wird häufig als Panel bezeichnet. Zwischen Panels liegt ein Zwischenraum. Dort ist oft nicht sichtbar, was genau passiert. Du ergänzt diesen fehlenden Schritt beim Lesen im Kopf. Deshalb müssen die ausgewählten Bilder zusammen genug Hinweise geben, damit der Übergang verständlich bleibt.
Sprechblasen helfen, kurze Dialoge sichtbar zu machen. Sie sollten nicht das ganze Bild erklären, sondern nur ergänzen, was die Figur sagt oder denkt.
Storyboards: Erst planen, dann gestalten
Ein Storyboard ist eine visuelle Planung. Du zeichnest die wichtigsten Bilder zunächst grob vor. Strichfiguren reichen. Wichtiger als perfekte Zeichnungen sind die Reihenfolge, die Perspektive und die geplante Handlung.



Ein gutes Storyboard beantwortet für jedes Bild vier Fragen: Was passiert? Wer oder was ist zu sehen? Aus welcher Perspektive wird gezeigt? Welche Information soll das Bild vermitteln?
Storyboard-Vorlage für Klasse 5

| Feld | Was trägst Du ein? |
|---|---|
| Bild | Eine schnelle Skizze der wichtigsten Szene |
| Handlung | Ein kurzer Satz: Was passiert? |
| Perspektive | Zum Beispiel Augenhöhe, Vogelperspektive oder Froschperspektive |
| Text | Nur wenn nötig: Sprechblase, Überschrift oder kurzer Hinweis |
| Übergang | Was muss im nächsten Bild klar werden? |
Perspektive: Wo steht die Kamera?
Die Position der Kamera verändert, wie ein Motiv wirkt. Diese Wirkung ist nicht bei jedem Menschen exakt gleich, aber bestimmte Perspektiven werden häufig ähnlich wahrgenommen.
Augenhöhe
Bei der Augenhöhe befindet sich die Kamera ungefähr auf der Höhe des Motivs. Diese Perspektive kann ruhig, direkt und sachlich wirken. Sie eignet sich gut, wenn eine Figur oder ein Gegenstand ohne starke Übertreibung gezeigt werden soll.
Vogelperspektive
Bei der Vogelperspektive schaut die Kamera von oben auf das Motiv. Sie eignet sich besonders für Übersicht: Wo liegen Gegenstände? Wie sind mehrere Schritte angeordnet? Wo befindet sich eine Figur im Raum? Eine Person kann dabei kleiner oder weniger mächtig erscheinen.
Froschperspektive
Bei der Froschperspektive befindet sich die Kamera tief und schaut nach oben. Ein Motiv kann dadurch größer, stärker oder beeindruckender wirken. Diese Perspektive kann in einer Geschichte bewusst eingesetzt werden, wenn ein Gegenstand oder eine Figur besonders wichtig erscheinen soll.

Perspektiven vergleichen
Fotografiere denselben ungefährlichen Gegenstand dreimal: einmal auf Augenhöhe, einmal von oben und einmal von unten. Vergleiche anschließend, welches Bild am besten zu einer neutralen Erklärung, zu einem Überblick und zu einem dramatischen Moment passt. So erkennst Du, dass Perspektive nicht nur Dekoration ist, sondern eine erzählerische Entscheidung.
Einstellungsgrößen: Wie viel zeigst Du?
Neben der Perspektive ist wichtig, wie nah die Kamera am Motiv ist.
| Einstellungsgröße | Gut geeignet für | Beispiel |
|---|---|---|
| Totale | Ort und Situation zeigen | Der ganze Arbeitsplatz mit Tisch, Stuhl und Materialien |
| Halbnahe Einstellung | Figur und Handlung gemeinsam zeigen | Eine Person sortiert Material |
| Nahaufnahme | Gesicht, Hand oder wichtigen Gegenstand betonen | Eine Hand steckt ein Kabel in den richtigen Anschluss |
| Detailaufnahme | Einen sehr kleinen, entscheidenden Punkt zeigen | Ein Schalter steht auf Aus |
Eine verständliche Bildfolge wechselt häufig zwischen Übersicht und Detail. Zeigst Du nur Details, fehlt der Ort. Zeigst Du nur weite Bilder, sind wichtige Handlungsschritte schwer zu erkennen.
Vier konkrete Use-Cases
Die gleichen Grundregeln lassen sich für unterschiedliche Ziele verwenden.
| Use-Case | Ziel | Gute Bildlogik | Typischer Stolperstein |
|---|---|---|---|
| Lernstory | Einen Lernweg als kleine Geschichte zeigen | Problem → Versuch → Erkenntnis → Anwendung | Nur das Ergebnis zeigen und den Lernweg auslassen |
| Sicherheitsanweisung | Eine sichere Handlung eindeutig vermitteln | Situation → sichere Vorbereitung → Handlung → Kontrolle | Gefährliche oder missverständliche Zwischenschritte nicht zeigen |
| Erklärgeschichte | Einen Ablauf oder Zusammenhang verständlich machen | Ausgangszustand → Veränderung → Zwischenschritt → Ergebnis | Zu viele Informationen in ein Bild packen |
| Projektpräsentation | Entwicklung und Ergebnis eines Projekts zeigen | Idee → Planung → Umsetzung → Ergebnis → Rückblick | Nur das fertige Produkt zeigen |
Use-Case Lernstory: Vokabel lernen
Eine Lernstory macht Lernen sichtbar. Beispiel: Eine Schülerin kann sich ein neues Wort zunächst nicht merken. Sie entdeckt eine passende Eselsbrücke, zeichnet ein kleines Symbol dazu, probiert das Wort erneut und kann es am Ende richtig verwenden.
| Bild | Fotostory-Idee | Geeignete Einstellung |
|---|---|---|
| Problem | Karteikarte mit schwierigem Wort und einem Fragezeichen auf einem Notizzettel | Nahaufnahme |
| Idee | Eine kleine Zeichnung entsteht neben dem Wort | Detailaufnahme |
| Übung | Mehrere Karteikarten werden sortiert | Vogelperspektive |
| Erfolg | Das Wort wird in einem passenden Beispielsatz verwendet | Nahaufnahme |
| Transfer | Die Karte wandert in den Stapel Kann ich | Totale oder Vogelperspektive |
Use-Case Sicherheitsanweisung als Fotostory: Hände richtig waschen
Eine Sicherheits- oder Hygieneanweisung ist keine spannende Abenteuergeschichte. Hier steht Eindeutigkeit im Vordergrund. Jeder notwendige Schritt sollte sichtbar sein, und die Reihenfolge darf nicht verwechselt werden.

Für eigene schulische Anweisungen gilt: Verwende nur Abläufe, die von Deiner Lehrkraft bestätigt wurden. Erfinde keine Sicherheitsregeln und stelle gefährliche Handlungen nicht nach.
Use-Case Erklärgeschichte als Fotostory: Vom Samen zur Pflanze
Eine Erklärgeschichte kann einen sachlichen Ablauf als Bildfolge zeigen.
| Phase | Bildidee | Erklärfunktion |
|---|---|---|
| Ausgang | Ein trockener Samen liegt in Erde. | Ausgangszustand |
| Veränderung | Die Erde wird gegossen. | Bedingung wird sichtbar |
| Keimung | Eine kleine Wurzel tritt aus. | Erster beobachtbarer Schritt |
| Wachstum | Ein Spross kommt aus der Erde. | Veränderung wird fortgesetzt |
| Ergebnis | Erste Blätter sind sichtbar. | Vorläufiges Ergebnis |
Die Bilder sollten denselben Topf oder einen klar wiedererkennbaren Aufbau zeigen. So verstehen Betrachterinnen und Betrachter, dass es sich um dieselbe Entwicklung handelt.
Use-Case Projektpräsentation als Fotostory: Unser Klassenprojekt
Eine Projektpräsentation wirkt oft stärker, wenn sie nicht nur das fertige Ergebnis zeigt. Die Bildfolge kann den Weg dorthin erzählen: Idee, Planung, Arbeit, Problem, Lösung und Ergebnis.
| Bildfunktion | Beispiel für ein Projekt |
|---|---|
| Idee | Eine Skizze zeigt, was gebaut oder gestaltet werden soll. |
| Planung | Material und Aufgaben werden auf dem Tisch geordnet. |
| Umsetzung | Ein wichtiger Arbeitsschritt wird gezeigt. |
| Problem | Ein Teil passt noch nicht oder eine Idee muss verändert werden. |
| Lösung | Das Team findet eine neue Variante. |
| Ergebnis | Das fertige Produkt wird übersichtlich präsentiert. |
| Rückblick | Ein kurzer Satz nennt, was beim nächsten Mal verbessert würde. |
Verständliche Handlung: So prüfst Du Deine Geschichte
Eine Bildergeschichte ist gelungen, wenn eine andere Person die wichtigsten Handlungsschritte ohne zusätzliche mündliche Erklärung erkennt. Teste deshalb Deine Geschichte mit einer Person, die Deine Planung nicht kennt.
| Prüffrage | Woran erkennst Du eine gute Lösung? |
|---|---|
| Ist der Anfang klar? | Man erkennt Ort, Figur oder Ausgangssituation. |
| Verändert sich von Bild zu Bild etwas? | Jedes Bild trägt eine neue Information bei. |
| Fehlt ein Zwischenschritt? | Der Übergang zwischen zwei Bildern ist nachvollziehbar. |
| Ist der wichtigste Moment sichtbar? | Der Wendepunkt oder Kernschritt bekommt genug Aufmerksamkeit. |
| Passt die Perspektive? | Die Kameraposition unterstützt die gewünschte Aussage. |
| Ist Text wirklich nötig? | Bilder tragen die Handlung; Text ergänzt nur wichtige Informationen. |
| Ist das Ende erkennbar? | Ergebnis oder Abschluss ist eindeutig. |
Bildgestaltung mit Verantwortung
Wenn Du Menschen fotografierst oder filmst, brauchst Du für schulische Projekte klare Absprachen. Frage vorher, ob die Person fotografiert werden möchte, und beachte die Regeln Deiner Schule. Nutze für Veröffentlichungen nur Material, das freigegeben ist. Persönliche Daten wie vollständige Namen, Adressen, Stundenpläne oder private Nachrichten gehören nicht in eine Fotostory.
Bei Bildern aus dem Internet musst Du außerdem das Urheberrecht beachten. Für eigene Projekte sind selbst erstellte Bilder oder frei nutzbare Medien mit passenden Lizenzangaben besonders geeignet. Wenn Gesichter nicht nötig sind, kannst Du Geschichten auch mit Gegenständen, Papierfiguren, Händen oder gezeichneten Figuren erzählen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist die wichtigste Aufgabe einer Bildfolge? (Eine Handlung oder Entwicklung in verständlicher Reihenfolge zu zeigen) (!Möglichst viele Bilder zu sammeln) (!Jedes Bild mit einem langen Text zu erklären) (!In jedem Bild dieselbe Perspektive zu verwenden)
Wozu dient ein Storyboard vor allem? (Zur Planung von Bildern und Handlung vor der Umsetzung) (!Zum nachträglichen Löschen aller Fotos) (!Zum Messen der Dateigröße) (!Zum Auswendiglernen von Kameramodellen)
Welche Perspektive zeigt ein Motiv von oben? (Vogelperspektive) (!Froschperspektive) (!Augenhöhe) (!Nahaufnahme)
Welche Perspektive zeigt ein Motiv typischerweise von unten? (Froschperspektive) (!Vogelperspektive) (!Totale) (!Detailaufnahme)
Welche Einstellung eignet sich besonders, um einen kleinen wichtigen Gegenstand hervorzuheben? (Detailaufnahme) (!Totale) (!Vogelperspektive) (!Storyboard)
Was macht einen Übergang zwischen zwei Bildern verständlich? (Genügend Hinweise auf Ursache und nächsten Handlungsschritt) (!Ein zufälliger Wechsel von Ort und Figur) (!Möglichst viele Sprechblasen) (!Ein völlig anderer Gegenstand in jedem Bild)
Was ist für eine Sicherheitsanweisung besonders wichtig? (Eindeutige und richtige Reihenfolge der notwendigen Schritte) (!Ein überraschendes Ende) (!Eine geheimnisvolle Handlung) (!Möglichst dramatische Perspektiven)
Was sollte eine Projektpräsentation zusätzlich zum Ergebnis zeigen? (Wichtige Schritte des Entstehungsprozesses) (!Nur die Namen aller Beteiligten) (!Nur ein einziges Detailfoto) (!Möglichst viele fremde Bilder aus dem Internet)
Wann ist zusätzlicher Text in einer Bildergeschichte sinnvoll? (Wenn er eine wichtige Information ergänzt, die im Bild nicht klar wird) (!Wenn jedes Bild vollständig beschrieben werden soll) (!Wenn die Reihenfolge der Bilder zufällig ist) (!Wenn die Bilder nicht zum Thema passen)
Was solltest Du tun, bevor Du eine erkennbare Person für eine Fotostory fotografierst? (Vorher eine klare Einwilligung und die schulischen Regeln beachten) (!Das Bild sofort öffentlich hochladen) (!Den vollständigen Namen ins Bild schreiben) (!Heimlich fotografieren, damit es natürlicher wirkt)
Memory
| Storyboard | Planung einer späteren Bildfolge |
| Vogelperspektive | Blick von oben |
| Froschperspektive | Blick von unten |
| Totale | Überblick über Ort und Situation |
| Detailaufnahme | Kleiner wichtiger Bildausschnitt |
| Panel | Einzelbild eines Comics |
| Fotostory | Geschichte aus geordneten Fotografien |
| Sprechblase | Sichtbarer gesprochener Text im Comic |
Drag and Drop
Reihenfolge einer Lernstory
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Lernstory |
|---|---|
| Ausgangsproblem | Ein schwieriges Wort kann noch nicht erinnert werden. |
| Lernidee | Eine passende Eselsbrücke wird entwickelt. |
| Übungsphase | Das Wort wird mit der Eselsbrücke erneut geübt. |
| Lernerfolg | Das Wort wird richtig verwendet. |
| Transfer | Die Methode wird bei einem neuen Wort ausprobiert. |
Reihenfolge einer Sicherheitsanweisung
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Sicherheitsanweisung |
|---|---|
| Situation prüfen | Die sichere Ausgangslage wird gezeigt. |
| Vorbereitung | Notwendige Schutz- oder Hygienemaßnahmen werden sichtbar. |
| Handlungsschritt | Die vorgesehene Handlung wird korrekt ausgeführt. |
| Kontrolle | Das Ergebnis wird auf Sicherheit geprüft. |
| Abschluss | Der sichere Endzustand wird gezeigt. |
Reihenfolge einer Erklärgeschichte
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Erklärgeschichte |
|---|---|
| Ausgangszustand | Der Samen liegt in der Erde. |
| Bedingung | Die Erde erhält Wasser. |
| Keimung | Eine erste Wurzel wird sichtbar. |
| Wachstum | Der Spross wächst aus der Erde. |
| Ergebnis | Erste Blätter sind zu sehen. |
Reihenfolge einer Projektpräsentation
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Projektpräsentation |
|---|---|
| Projektidee | Eine Skizze zeigt das geplante Ergebnis. |
| Planung | Material und Aufgaben werden vorbereitet. |
| Umsetzung | Ein wichtiger Arbeitsschritt wird dokumentiert. |
| Problemlösung | Eine Schwierigkeit wird verändert oder gelöst. |
| Präsentation | Das Ergebnis und eine kurze Rückschau werden gezeigt. |
Kreuzworträtsel
| Storyboard | Wie heißt die gezeichnete Planung einer späteren Bildfolge? |
| Perspektive | Wie nennt man den Blickwinkel, aus dem ein Motiv gezeigt wird? |
| Fotostory | Wie heißt eine Geschichte, die vor allem aus geordneten Fotos besteht? |
| Sprechblase | Wo steht in einem Comic häufig der gesprochene Text? |
| Vogelperspektive | Wie heißt der Blick von oben auf ein Motiv? |
| Froschperspektive | Wie heißt der Blick von unten auf ein Motiv? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bildfolge ordnen: Zeichne fünf einfache Bilder zu der Handlung „Ein Buch fällt herunter und wird wieder aufgehoben“. Tausche zwei Bilder und erkläre, warum die Geschichte dadurch unklarer wird.
- Perspektiven ausprobieren: Fotografiere denselben Gegenstand auf Augenhöhe, von oben und von unten. Schreibe zu jedem Bild einen Satz über seine Wirkung.
- Comic in vier Panels: Zeichne einen kurzen Comic, in dem eine Figur etwas sucht und findet. Nutze höchstens zwei Sprechblasen.
- Storyboard-Skizze: Plane mit fünf groben Skizzen eine Fotostory zum Thema „Vorbereitung auf den Unterricht“.
Standard
- Lernstory gestalten: Entwickle eine Fotostory mit fünf bis sieben Bildern, die zeigt, wie jemand eine neue Lernstrategie ausprobiert und erfolgreich anwendet.
- Sicherheitsanweisung visualisieren: Wähle gemeinsam mit Deiner Lehrkraft eine harmlose und bestätigte Schulregel und gestalte daraus eine eindeutige Bilderfolge.
- Erklärgeschichte entwickeln: Erkläre einen einfachen natürlichen oder technischen Ablauf in sechs Bildern und prüfe mit einer Partnerperson, ob die Reihenfolge ohne Zusatzwissen verstanden wird.
- Projektprozess dokumentieren: Dokumentiere bei einem kleinen Klassenprojekt mindestens vier verschiedene Phasen und gestalte daraus eine kurze Projektpräsentation.
Schwer
- Perspektive als Erzählmittel: Erzähle dieselbe kurze Handlung zweimal. Nutze in Version A überwiegend Augenhöhe und in Version B bewusst Vogel- und Froschperspektive. Vergleiche die Wirkung.
- Bildfolge testen und überarbeiten: Erstelle eine Fotostory, mische anschließend die Bilder und lasse eine andere Gruppe die Reihenfolge rekonstruieren. Überarbeite alle unklaren Übergänge.
- Multimodale Geschichte: Kombiniere Fotos, gezeichnete Panels, kurze Texte und Symbole in einer zusammenhängenden Erklärgeschichte. Begründe, warum Du welches Medium eingesetzt hast.
- Projektpräsentation mit Reflexion: Plane und gestalte eine achtteilige Bildfolge zu einem eigenen Projekt. Zeige nicht nur das Ergebnis, sondern auch eine Schwierigkeit, die Lösung und einen Verbesserungsvorschlag.


Lernkontrolle
- Bildfolge begründen: Du erhältst sechs Bilder einer Geschichte in falscher Reihenfolge. Ordne sie und begründe bei mindestens drei Übergängen, welche sichtbaren Hinweise Deine Entscheidung stützen.
- Fehlendes Bild ergänzen: Zwischen zwei Bildern einer Handlung fehlt ein wichtiger Schritt. Beschreibe oder zeichne das fehlende Bild und erkläre, warum die Geschichte ohne dieses Bild missverständlich wäre.
- Perspektive übertragen: Eine Figur soll einmal hilfsbedürftig und einmal besonders selbstbewusst wirken. Plane zwei verschiedene Perspektiven und begründe, welche Wirkung Du jeweils erwartest.
- Use-Case vergleichen: Vergleiche eine Lernstory mit einer Sicherheitsanweisung. Erkläre, warum Spannung bei der einen Form hilfreich sein kann, während bei der anderen Eindeutigkeit wichtiger ist.
- Storyboard analysieren: Prüfe ein fremdes Storyboard auf Anfang, Übergänge, Perspektive und Ende. Nenne zwei Stärken und zwei konkrete Verbesserungsvorschläge.
- Projektpräsentation verbessern: Eine Gruppe zeigt nur ein Foto ihres fertigen Produkts. Entwickle eine Bildfolge, mit der der Entstehungsprozess nachvollziehbar wird, und begründe Deine Auswahl.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- Eine eigene Bildfolge mit klar erkennbarem Anfang, Verlauf und Ende.
- Ein Storyboard, das die spätere Umsetzung vorbereitet.
- Mindestens zwei bewusst gewählte Perspektiven mit kurzer Begründung.
- Sichtbare und verständliche Übergänge zwischen den Bildern.
- Eine Gestaltung, die zum gewählten Use-Case passt.
- Ein kurzer Test mit einer anderen Person und eine dokumentierte Überarbeitung.
- Ein verantwortungsvoller Umgang mit Einwilligung, Privatsphäre und verwendeten Medien.
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