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IM5 - KI beim Storyboard nutzen

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IM5 - KI beim Storyboard nutzen




IM5 - KI beim Storyboard nutzen


Einleitung

Ein Storyboard ist ein Plan für ein Video, einen Film, eine Animation oder eine Geschichte. Es zeigt wichtige Szenen in einer Reihenfolge. Oft besteht ein Storyboard aus kleinen Bildern oder Skizzen und kurzen Notizen zu Handlung, Text, Ton, Kamera oder Bewegung. Dadurch kannst Du schon vor dem Filmen oder Gestalten prüfen, ob Deine Idee verständlich ist.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie KI beim Planen eines Storyboards helfen kann. Dabei gilt eine besonders wichtige Regel:

Zuerst denkst Du selbst. Danach lässt Du Dir von einer KI Vorschläge machen. Anschließend vergleichst, prüfst und verbesserst Du.

Die KI ist also nicht die Autorin oder der Autor Deines Projekts. Du bleibst die Person, die entscheidet.

Du arbeitest mit vier konkreten Projekten:

  1. Erklärvideo: Du erklärst einen Sachverhalt verständlich.
  2. Werbeclip: Du entwickelst Werbung für ein fiktives Produkt.
  3. Lernvideo: Du planst ein Video, mit dem andere etwas lernen können.
  4. Kurzgeschichte: Du entwickelst eine kurze Handlung mit Figuren, Problem und Lösung.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. erklären, was ein Storyboard ist und wozu es dient.
  2. eine eigene Storyboard-Idee entwickeln, bevor Du KI verwendest.
  3. einen verständlichen Prompt formulieren.
  4. unterschiedliche Storyboardvarianten passend zu einem Projekt auswählen.
  5. KI-Vorschläge mit eigenen Ideen vergleichen.
  6. KI-Ausgaben auf Verständlichkeit, Logik, Fairness und Richtigkeit prüfen.
  7. Storyboards für Erklärvideo, Werbeclip, Lernvideo und Kurzgeschichte planen.
  8. begründen, welche Ideen Du von der KI übernimmst, veränderst oder ablehnst.
  9. persönliche Daten schützen und nur schulisch erlaubte KI-Werkzeuge verwenden.


Was ist ein Storyboard?

Ein Storyboard ist eine Bildfolge zur Planung. Es macht sichtbar, was später in welcher Reihenfolge passieren soll. Im Film kann ein Storyboard zum Beispiel zeigen, welche Person zu sehen ist, wie nah die Kamera an einer Person ist, welche Bewegung stattfindet und welcher Satz gesprochen wird.

Ein Storyboard muss nicht schön gezeichnet sein. Strichfiguren, Pfeile, Symbole und kurze Stichwörter reichen oft völlig aus. Entscheidend ist, dass andere Menschen Deinen Plan verstehen können.


Typische Bestandteile eines Storyboards

Bestandteil Frage, die Du Dir stellen kannst Beispiel
Szene Was passiert gerade? Ein Kind stellt eine Frage.
Bild Was soll man sehen? Ein Glas Wasser und ein Eiswürfel.
Handlung Was verändert sich? Der Eiswürfel beginnt zu schmelzen.
Text Was wird gesagt oder eingeblendet? „Wärme verändert den Aggregatzustand.“
Ton Welche Geräusche oder Musik passen? Leises Tropfen.
Kamera Wie wird die Szene gezeigt? Nahaufnahme des Eiswürfels.
Dauer Wie lange dauert die Szene ungefähr? Fünf Sekunden.


Einstellungsgrößen einfach erklärt

Für ein Storyboard reichen in Klasse 5 zunächst vier einfache Einstellungsgrößen:

Einstellung Wirkung Geeignet für
Totale Zeigt viel von einem Ort. Anfang einer Szene, Orientierung
Halbnah Zeigt eine Person und einen Teil ihrer Umgebung. Gespräche und Handlungen
Nahaufnahme Zeigt ein Gesicht oder einen Gegenstand groß. Gefühle und wichtige Informationen
Detail Zeigt einen sehr kleinen Ausschnitt. Hinweise, Spannung, genaue Beobachtung


Viele Storyboardvarianten

Es gibt nicht nur eine richtige Form. Wähle die Variante, die zu Deinem Projekt passt.

Storyboardvariante Aufbau Besonders geeignet für
4-Bilder-Miniplan Anfang – Entwicklung – Höhepunkt – Ende Sehr kurze Geschichten und erste Übungen
6-Felder-Basisboard Sechs aufeinanderfolgende Szenen Erklärvideos, Lernvideos und einfache Clips
8-Felder-Filmboard Acht Szenen mit mehr Zwischenschritten Genauere Videoplanung
3-Akt-Storyboard Anfang – Problem – Lösung Kurzgeschichten
Problem-Lösung-Board Problem – Ursache – Idee – Lösung – Ergebnis Erklärvideos und Werbeclips
Frage-Antwort-Board Frage – Vermutung – Erklärung – Beispiel – Antwort Lernvideos
Vorher-Nachher-Board Ausgangslage – Veränderung – Ergebnis Werbeclips und Erklärungen
Audio-Bild-Board Pro Szene getrennte Planung von Bild und Ton Lernvideos, Erklärvideos
Perspektivwechsel-Board Dieselbe Situation aus verschiedenen Blickwinkeln Kurzgeschichten und Filmszenen
Entscheidungs-Storyboard Eine Situation führt zu zwei möglichen Wegen Interaktive Geschichten und Erklärungen


Die Grundregel: Erst ich, dann KI

Wenn Du sofort eine KI fragst, bekommst Du schnell Vorschläge. Das kann bequem sein. Du riskierst aber, dass Du Deine eigene Idee gar nicht erst entwickelst. Deshalb nutzt Du in diesem aiMOOC die 5-Schritt-Methode.

Schritt Was Du tust Warum das wichtig ist
1. Eigene Idee Du skizzierst selbst mindestens drei Szenen. Deine Kreativität startet vor der KI.
2. Klarer Prompt Du beschreibst Ziel, Zielgruppe, Länge und gewünschte Form. Die KI erhält einen verständlichen Auftrag.
3. KI-Vorschlag Du lässt Dir eine Alternative geben. Du bekommst neue Möglichkeiten.
4. Vergleich und Prüfung Du suchst Stärken, Schwächen und Fehler. Du übernimmst nicht alles ungeprüft.
5. Eigene Endfassung Du kombinierst, änderst oder verwirfst Vorschläge. Du bleibst verantwortlich für Dein Ergebnis.

Merksatz: Eine KI kann Ideen anbieten. Sie kann aber nicht wissen, welche Idee für Dein Projekt wirklich die beste ist. Diese Entscheidung triffst Du.


Sicher und fair mit KI arbeiten

In Klasse 5 sollte KI nur in einer von Schule oder Lehrkraft erlaubten und altersgerechten Umgebung eingesetzt werden. Gib keine privaten Informationen ein.

Gute Regel Beispiel
Keine privaten Daten Keine Adresse, Telefonnummer oder privaten Zugangsdaten eingeben.
Fiktive Figuren nutzen „Ein Kind namens Alex“ statt echter Namen aus der Klasse.
KI-Ausgaben prüfen Passt die Reihenfolge? Sind Fakten korrekt? Fehlt etwas?
Klischees erkennen Werden Mädchen, Jungen oder andere Gruppen immer gleich dargestellt?
KI-Anteil nennen Schreibe bei einem Projekt dazu, wenn KI Vorschläge geliefert hat.
Eigene Entscheidung erklären Begründe, warum Du einen Vorschlag übernimmst oder ablehnst.


Gute Prompts für Storyboards

Ein Prompt ist eine Anweisung oder Frage an eine KI. Ein guter Storyboard-Prompt sollte nicht nur das Thema nennen. Je genauer Dein Auftrag ist, desto besser kannst Du das Ergebnis später prüfen.


Der Prompt-Baukasten

Ein hilfreicher Prompt kann aus sechs Bausteinen bestehen:

Baustein Leitfrage Beispiel
Aufgabe Was soll die KI tun? Erstelle einen Storyboardvorschlag.
Thema Worum geht es? Wasserkreislauf.
Ziel Was sollen Zuschauende danach verstehen? Verdunstung und Niederschlag erklären.
Zielgruppe Für wen ist das gedacht? Klasse 5.
Form Wie soll das Ergebnis aufgebaut sein? Sechs Szenen als Tabelle.
Grenzen Was soll die KI beachten? Kurze Sätze, keine erfundenen Fakten.


Promptbeispiele: schwach und stark

Weniger hilfreicher Prompt Verbesserter Prompt Warum besser?
„Mach ein Storyboard über Wasser.“ „Erstelle einen Vorschlag für ein Storyboard mit sechs Szenen zum Wasserkreislauf für Klasse 5. Jede Szene soll Bildidee, Sprechertext und ungefähre Dauer enthalten. Verwende kurze, einfache Sätze.“ Ziel, Zielgruppe und Form sind klar.
„Mach Werbung.“ „Entwickle sechs Storyboardszenen für einen 30-sekündigen Werbeclip über das fiktive Produkt SolarSip, eine erfundene Trinkflasche. Die Werbung soll lustig sein, darf aber keine falschen Versprechen machen.“ Produkt, Länge und Regel sind genannt.
„Erklär Brüche.“ „Plane ein Lernvideo mit sechs Szenen für Klasse 5 zum Thema gleichnamige Brüche. Beginne mit einer Alltagsfrage, zeige ein einfaches Beispiel und ende mit einer Merkhilfe.“ Lernweg und Ziel sind klar.
„Schreib eine Geschichte.“ „Schlage ein 8-Felder-Storyboard für eine kurze Abenteuergeschichte über ein verlorenes Fahrradlicht vor. Es soll einen überraschenden Wendepunkt geben. Die Hauptfigur soll das Problem selbst lösen.“ Handlung, Länge und gewünschte Wirkung sind beschrieben.


Prompts zum Verbessern statt nur zum Erzeugen

Besonders hilfreich sind Prompts, mit denen Du einen vorhandenen Plan prüfen lässt.

Promptbeispiel 1: „Hier ist mein eigenes 6-Felder-Storyboard. Nenne zwei Stellen, die unklar sein könnten. Ändere noch nichts.“

Promptbeispiel 2: „Vergleiche Variante A und Variante B. Welche Variante erklärt das Thema für Klasse 5 verständlicher? Begründe mit drei Kriterien.“

Promptbeispiel 3: „Prüfe dieses Storyboard auf unlogische Sprünge. Markiere nur die problematischen Stellen.“

Promptbeispiel 4: „Finde mögliche Klischees oder einseitige Darstellungen in meinem Storyboard und schlage neutralere Alternativen vor.“

Promptbeispiel 5: „Gib mir drei alternative Kameraideen für Szene 4, ohne die Handlung zu verändern.“

Promptbeispiel 6: „Kürze den Sprechertext jeder Szene auf höchstens zwei kurze Sätze. Erhalte alle wichtigen Informationen.“


Use-Case 1: Erklärvideo

Ein Erklärvideo vermittelt einen Sachverhalt möglichst klar. Ein gutes Storyboard verhindert, dass zu viele Informationen gleichzeitig vorkommen.


Erst Deine eigene Idee

Beispielthema: Warum gibt es Tag und Nacht?

Bevor Du eine KI nutzt, zeichnest Du selbst sechs leere Felder und beantwortest:

  1. Was ist die wichtigste Frage?
  2. Welche drei Informationen müssen unbedingt vorkommen?
  3. Welches Bild hilft beim Verstehen?
  4. Wie endet das Video mit einem klaren Merksatz?


Storyboardvariante A: Frage – Modell – Erklärung – Merksatz

Szene Bildidee Handlung oder Text
1 Kind schaut morgens aus dem Fenster. „Warum wird es eigentlich hell und dunkel?“
2 Erde und Sonne als einfaches Modell. Sonne und Erde werden eingeführt.
3 Eine Hälfte der Erde ist beleuchtet. Die Seite zur Sonne hat Tag.
4 Die Erde dreht sich. Andere Orte kommen ins Licht.
5 Vergleich mit einer Kugel und Taschenlampe. Das Modell wird wiederholt.
6 Erde mit Pfeil für Drehbewegung. Merksatz: Die Erdrotation führt zum Wechsel von Tag und Nacht.


KI-Prompt für eine Alternative

Promptbeispiel: „Erstelle eine alternative Version eines 6-Felder-Storyboards für ein Erklärvideo für Klasse 5 zum Thema Tag und Nacht. Nutze pro Szene eine Bildidee und höchstens zwei kurze Sätze Sprechertext. Verwende ein anschauliches Modell und keine unnötigen Fachbegriffe.“


Vergleich: Dein Entwurf gegen den KI-Vorschlag

Prüfe beide Versionen mit diesen Kriterien:

Kriterium Mein Entwurf KI-Vorschlag Meine Entscheidung
Einstieg macht neugierig
Erklärung ist verständlich
Bilder helfen wirklich
Keine unnötigen Szenen
Schluss enthält einen Merksatz


Use-Case 2: Werbeclip für ein fiktives Produkt

Ein Werbeclip soll Aufmerksamkeit erzeugen und ein Produkt interessant darstellen. Dabei solltest Du erkennen, dass Werbung bewusst beeinflussen will. Gute schulische Werbung bleibt fair und erfindet keine angeblichen Fakten.

Fiktives Produkt: SolarSip – eine erfundene Trinkflasche mit einer kleinen Solarleuchte im Deckel.


Storyboardvariante B: Problem – Produkt – Nutzen – Abschluss

Szene Bildidee Funktion
1 Ein Kind sucht im dunklen Zelt seine Trinkflasche. Problem zeigen
2 Die fiktive SolarSip leuchtet. Produkt vorstellen
3 Deckel wird tagsüber ins Licht gehalten. Funktionsidee zeigen
4 Flasche wird beim Zelten wiedergefunden. Nutzen darstellen
5 Drei Kinder lachen am Zeltplatz. Positive Stimmung
6 Produktname und ehrlicher Slogan. Abschluss

Beispielslogan: „SolarSip – Licht am Deckel, wenn Du Deine Flasche suchst.“


Zwei verschiedene KI-Prompts

Prompt A: „Erstelle ein sechsteiliges Storyboard für einen kurzen Werbeclip über die erfundene Trinkflasche SolarSip. Die Zielgruppe ist Klasse 5. Die Werbung soll humorvoll sein und keine falschen Wirkungsversprechen enthalten.“

Prompt B: „Erstelle drei verschiedene Ideen für Szene 1 eines Werbeclips über SolarSip: eine lustige, eine spannende und eine ruhige Version. Verändere das Produkt selbst nicht.“

Vergleiche anschließend: Welche KI-Idee passt wirklich zu Deiner Zielgruppe? Welche wirkt übertrieben? Welche ist klar?


Werbecheck

Prüffrage Ja Noch verbessern
Ist deutlich, dass das Produkt erfunden ist?
Wird nichts versprochen, was nicht gezeigt werden kann?
Wird niemand abgewertet?
Passt die Sprache zu Klasse 5?
Ist die wichtigste Botschaft nach wenigen Sekunden erkennbar?


Use-Case 3: Lernvideo

Ein Lernvideo soll nicht nur Informationen zeigen. Es soll einen Lernweg unterstützen. Hilfreich ist deshalb ein Storyboard, das Frage, Beispiel, Erklärung, Übung und Merksatz verbindet.

Beispielthema: Brüche vergleichen


Storyboardvariante C: Aktivierendes Lernvideo

Szene Bild Lernfunktion
1 Zwei unterschiedlich geteilte Pizzen. Frage stellen
2 Zwei Brüche werden eingeblendet. Vermutung anregen
3 Gleich große Stücke werden gezeigt. Vergleich erklären
4 Zweites Beispiel mit Schokoladentafeln. Übertragen
5 Kurze Pause mit einer Aufgabe. Selbst denken
6 Lösung und Merksatz. Sichern


Erst selbst, dann KI

Schreibe zuerst eine eigene Aufgabe für Szene 5.

Danach kannst Du eine KI fragen:

Promptbeispiel: „Schlage drei kurze Übungsfragen für Szene 5 eines Lernvideos über Brüche für Klasse 5 vor. Die Aufgaben sollen ohne Taschenrechner lösbar sein. Gib zunächst keine Lösungen an.“

Prüfe die Vorschläge selbst. Rechne jede Aufgabe nach. Verwende nur Aufgaben, deren Lösung Du verstehst und erklären kannst.


KI als Prüfhilfe

Promptbeispiel: „Prüfe die Reihenfolge meines Lernvideos. Gibt es eine Stelle, an der Lernende etwas wissen müssten, das vorher noch nicht erklärt wurde? Nenne nur diese Stelle und begründe.“

So nutzt Du KI nicht als Ersatz für Dein Denken, sondern als zweite Prüfperspektive.


Use-Case 4: Kurzgeschichte

Bei einer Kurzgeschichte ist ein Storyboard besonders hilfreich, um Handlung, Figuren und Spannung zu planen.

Beispielidee: Das verschwundene Fahrradlicht


Storyboardvariante D: Anfang – Problem – Suche – Wendung – Lösung

Szene Handlung Wirkung
1 Mila will nach Hause fahren. Ausgangssituation
2 Das Fahrradlicht fehlt. Problem
3 Mila sucht auf dem Schulhof. Spannung steigt
4 Eine Spur aus kleinen Reflektoren führt zur Turnhalle. Wendepunkt
5 Dort findet Mila das Licht neben einer Fundkiste. Lösung beginnt
6 Mila merkt, dass sie es beim Sport selbst abgelegt hatte. Auflösung
7 Sie befestigt das Licht wieder. Abschluss
8 Letztes Bild: Sie beschriftet künftig ihre Sachen. kleiner Ausblick


KI-Ideen gezielt begrenzen

Ungünstiger Prompt: „Mach die Geschichte spannender.“

Besserer Prompt: „Nenne drei mögliche Wendepunkte für meine Geschichte über ein verschwundenes Fahrradlicht. Die Hauptfigur soll das Problem selbst lösen. Keine Gewalt, keine übernatürlichen Kräfte und keine neuen Hauptfiguren.“

Dadurch bleibt Deine Grundidee erhalten.


Perspektivwechsel als zweite Storyboardvariante

Du kannst dieselbe Geschichte auch anders planen:

Szene Perspektive Neue Wirkung
1 Mila Wir erleben das Problem direkt.
2 Fahrrad Das leere Licht-Halterung fällt besonders auf.
3 Hausmeister Er sieht Mila suchen, kennt aber die Lösung noch nicht.
4 Mila Sie entdeckt die Reflektoren.
5 Fundkiste Das Licht wird zum Mittelpunkt.
6 Mila Auflösung und Erkenntnis.


Weitere Storyboardideen zum Ausprobieren


Variante E: Nur Bilder

Plane sechs Szenen ohne Sprechertext. Prüfe, ob die Handlung allein durch Bilder verständlich wird. Danach kann eine KI beschreiben, was sie aus Deinem Storyboard versteht. Vergleiche ihre Beschreibung mit Deiner Absicht.

Promptbeispiel: „Ich beschreibe Dir sechs Bilder meines Storyboards. Sage mir nur, welche Handlung Du daraus verstehst. Erfinde keine zusätzlichen Ereignisse.“


Variante F: Nur Ton zuerst

Schreibe zuerst Sprechertext, Geräusche und Musikideen. Entwickle danach Bilder dazu. Diese Variante eignet sich besonders für ein Lernvideo.

Promptbeispiel: „Hier ist der Sprechertext meines Lernvideos. Schlage für jeden Satz eine einfache Bildidee vor. Verwende Gegenstände, die man in einem Klassenzimmer darstellen könnte.“


Variante G: Drei verschiedene Einstiege

Plane für dasselbe Video drei mögliche erste Szenen:

  1. eine Frage
  2. eine überraschende Beobachtung
  3. ein kleines Problem

Erst danach lässt Du Dir drei KI-Einstiege geben und vergleichst.

Promptbeispiel: „Gib mir drei unterschiedliche Einstiege für ein Erklärvideo zum Thema Recycling für Klasse 5: eine Frage, eine Alltagssituation und eine überraschende Beobachtung. Schreibe noch keine weiteren Szenen.“


Variante H: Ein Storyboard, zwei Zielgruppen

Plane eine Szene zuerst für Deine Klasse. Danach überlegst Du, wie dieselbe Szene für jüngere Kinder aussehen müsste.

Promptbeispiel: „Vergleiche diese Storyboardszene für Klasse 5 mit einer Version für Klasse 2. Was müsste bei Sprache, Bild und Tempo verändert werden?“


Variante I: Fehlersuche-Storyboard

Eine KI darf absichtlich einen unvollständigen Vorschlag liefern. Deine Aufgabe ist es, die Schwächen zu finden.

Promptbeispiel: „Erstelle ein 6-Felder-Storyboard für ein Lernvideo über Mülltrennung. Baue absichtlich drei erkennbare Planungsfehler ein, zum Beispiel einen unklaren Übergang oder eine unnötige Szene. Verrate die Fehler erst, nachdem ich sie gesucht habe.“


Variante J: Zwei KI-Vorschläge gegeneinander prüfen

Lass Dir nicht nur einen, sondern zwei deutlich unterschiedliche Vorschläge geben.

Promptbeispiel: „Erstelle zwei verschiedene 6-Felder-Storyboards zum Thema Wassersparen. Version A soll sachlich sein, Version B soll eine kleine Alltagshandlung erzählen. Nutze dieselben Kerninformationen.“

Danach entscheidest Du mit Kriterien, welche Version besser geeignet ist.


Storyboards vergleichen

Ein Vergleich ist stärker als die Frage „Gefällt mir das?“. Verwende Kriterien.

Kriterium Leitfrage
Verständlichkeit Kann jemand die Handlung ohne zusätzliche Erklärung verstehen?
Reihenfolge Baut jede Szene sinnvoll auf der vorherigen auf?
Bild und Text Ergänzen sich Bild und Text?
Zielgruppe Passt die Sprache zu den Zuschauenden?
Länge Gibt es unnötige Szenen?
Richtigkeit Stimmen die Informationen?
Fairness Werden Personen respektvoll und ohne unnötige Klischees dargestellt?
Originalität Ist noch erkennbar, was Deine eigene Idee ist?


Die Ampelprüfung

Du kannst jede Szene mit einer Ampel prüfen:

Farbe Bedeutung Handlung
Grün Die Szene ist klar und notwendig. Behalten
Gelb Die Szene hat eine gute Idee, ist aber noch unklar. Verbessern
Rot Die Szene ist falsch, unnötig oder unpassend. Ersetzen oder streichen


Von der KI-Idee zur eigenen Endfassung

Ein guter Arbeitsprozess kann so aussehen:

Phase Produkt
Eigene Skizze Dein erster Entwurf
KI-Alternative Ein Vorschlag zum Vergleichen
Kriteriencheck Notizen zu Stärken und Schwächen
Überarbeitung Eine bessere Kombination
Begründung Erklärung Deiner Entscheidungen
Endfassung Dein fertiges Storyboard

Wichtig: Die Endfassung sollte nicht einfach die KI-Ausgabe sein. Sie sollte zeigen, dass Du ausgewählt, geprüft und selbst gestaltet hast.


Interaktive Aufgaben


Interaktive Vergleiche


Vergleich 1: Eigene Idee oder KI-Schritt?

Ordne die passende Phase zu. Handlung
Eigene Idee Drei erste Szenen ohne KI skizzieren
Prompt Der KI Zielgruppe und gewünschte Form nennen
KI-Vorschlag Eine alternative Szenenfolge erzeugen lassen
Prüfung Unklare oder falsche Stellen markieren
Endfassung Entscheidungen selbst treffen und begründen





Vergleich 2: Welcher Prompt ist genauer?

Ordne die Beschreibung zu. Prompt
Unklar „Mach ein Video über Wasser.“
Zielgruppenbezogen „Plane ein Erklärvideo über Wasser für Klasse 5.“
Strukturiert „Plane sechs Szenen mit Bildidee und Sprechertext.“
Prüfend „Finde zwei unklare Übergänge in meinem Storyboard.“
Begrenzend „Schlage nur neue Kameraideen vor und ändere die Handlung nicht.“





Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Storyboard? (Eine geplante Folge von Bildern und Notizen für Szenen) (!Ein fertiger Film) (!Eine Sammlung zufälliger Bilder) (!Eine Liste mit Passwörtern)




Was solltest Du in diesem aiMOOC tun, bevor Du eine KI nach Storyboardideen fragst? (Eigene Ideen entwickeln) (!Alle Entscheidungen der KI überlassen) (!Private Daten eingeben) (!Das fertige Video veröffentlichen)




Was macht einen Storyboard-Prompt besonders hilfreich? (Klare Angaben zu Ziel Thema Zielgruppe und Form) (!Möglichst wenige Informationen) (!Nur ein einzelnes Stichwort) (!Ein zufälliger Satz ohne Aufgabe)




Welche Information gehört nicht in einen KI-Prompt für ein Schulprojekt? (Private Zugangsdaten) (!Das Thema des Videos) (!Die gewünschte Zahl der Szenen) (!Die Zielgruppe)




Warum sollst Du KI-Vorschläge prüfen? (Weil sie unpassende oder falsche Vorschläge enthalten können) (!Weil jeder KI-Vorschlag automatisch richtig ist) (!Weil ein Storyboard keine Reihenfolge braucht) (!Weil Bilder in Storyboards verboten sind)




Welche Storyboardstruktur passt gut zu einem Erklärvideo? (Frage Erklärung Beispiel Merksatz) (!Nur Abspann) (!Zufällige Szenen ohne Zusammenhang) (!Nur Produktname)




Was ist bei einem Werbeclip für ein fiktives Produkt wichtig? (Keine erfundenen Wirkungsversprechen als Fakten darstellen) (!Alle Zuschauer unter Druck setzen) (!Echte private Daten verwenden) (!Das Produkt als wirklich verkauft darstellen)




Was macht ein Lernvideo besonders lernwirksam? (Eine verständliche Reihenfolge mit Beispiel und Übung) (!Möglichst viele Fachwörter ohne Erklärung) (!Nur Hintergrundmusik) (!Ein Ende ohne Zusammenfassung)




Welche Aufgabe hat ein Wendepunkt in einer Kurzgeschichte? (Er verändert den Verlauf der Handlung) (!Er löscht alle Figuren) (!Er ersetzt jede Szene durch Werbung) (!Er verhindert jede Spannung)




Welche Rolle sollte KI beim Storyboard in diesem aiMOOC haben? (Ideenpartnerin und Prüfhilfe) (!Alleinige Entscheiderin) (!Ersatz für eigenes Denken) (!Quelle für private Daten)





Memory

Storyboard Szenenplan
Prompt Arbeitsauftrag
Totale Überblick
Nahaufnahme Gefühl
Zielgruppe Publikum
Wendepunkt Richtungswechsel
Kriteriencheck Qualitätsprüfung
Endfassung Überarbeitungsergebnis





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Erklärvideo Sachverhalt verständlich machen
Werbeclip Fiktives Produkt interessant präsentieren
Lernvideo Lernen mit Erklärung Beispiel und Übung unterstützen
Kurzgeschichte Handlung mit Problem Wendung und Lösung entwickeln
KI-Prüfung Vorschläge vergleichen und Schwächen finden






Kreuzworträtsel

Storyboard Wie heißt ein gezeichneter oder skizzierter Szenenplan?
Prompt Wie heißt eine Anweisung an eine KI?
Perspektive Wie nennt man den Blickwinkel auf eine Szene?
Zielgruppe Wie nennt man die Menschen für die ein Video gedacht ist?
Szenenfolge Wie heißt die geordnete Reihe mehrerer Szenen?
Prüfen Was solltest Du mit KI-Vorschlägen machen bevor Du sie übernimmst?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein

hilft Dir dabei, Szenen vor einer Produktion zu planen.
Bevor Du eine KI nach Ideen fragst, entwickelst Du zuerst eine

Idee.
Eine Anweisung an eine KI nennt man

.
Ein genauer Prompt nennt möglichst klar die gewünschte

.
Bei einem Storyboard werden einzelne Teile der Handlung in

gegliedert.
Eine Nahaufnahme kann besonders gut ein

oder einen wichtigen Gegenstand zeigen.
KI-Vorschläge solltest Du immer kritisch

.
Bei einem Lernvideo kann eine kurze Aufgabe die Zuschauenden zum eigenen

anregen.
Ein Werbeclip darf keine falschen

als Tatsachen darstellen.
Am Ende entsteht durch Auswahl und Überarbeitung Deine eigene

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Storyboard-Skizze: Zeichne ein 4-Bilder-Storyboard für den Weg von Deinem Klassenzimmer bis zum Pausenhof. Nutze keine KI.
  2. Prompt verbessern: Formuliere den unklaren Auftrag „Mach ein Lernvideo“ zu einem genauen Storyboard-Prompt für Klasse 5 um.
  3. Szenen sortieren: Erfinde sechs Szenen für ein Mini-Erklärvideo zum Thema Händewaschen und bringe sie in eine sinnvolle Reihenfolge.
  4. Kamerablick: Zeichne dieselbe Handlung einmal als Totale und einmal als Nahaufnahme. Erkläre, wie sich die Wirkung verändert.


Standard

  1. Erklärvideo planen: Entwickle zuerst selbst ein 6-Felder-Storyboard zu einem Sachthema. Lass Dir danach eine KI-Alternative geben und markiere drei Unterschiede.
  2. Werbeclip gestalten: Erfinde ein Produkt und entwickle dafür einen fairen 30-Sekunden-Werbeclip. Prüfe, ob Deine Werbung ohne falsche Versprechen auskommt.
  3. Lernvideo vergleichen: Erstelle zwei verschiedene Storyboardvarianten für dasselbe Lernziel. Entscheide mit mindestens vier Kriterien, welche besser ist.
  4. Kurzgeschichte überarbeiten: Entwirf eine kurze Geschichte mit Wendepunkt. Bitte eine KI nur um drei alternative Wendepunkte und begründe, welchen Du auswählst oder warum Du Deinen eigenen behältst.


Schwer

  1. Mensch-KI-Vergleich: Erstelle zu demselben Thema ein eigenes Storyboard und einen KI-Vorschlag. Bewerte beide mit Verständlichkeit, Originalität, Logik, Zielgruppenbezug und Fairness.
  2. Prompt-Experiment: Teste drei unterschiedlich genaue Prompts für dieselbe Storyboardaufgabe. Dokumentiere, wie sich die Ergebnisse verändern und formuliere eine Regel für gute Prompts.
  3. Storyboard-Regie: Plane acht Szenen für ein Erklär- oder Lernvideo und ergänze Einstellungsgröße, Ton, Dauer und Übergang. Lass die KI nur die Übergänge prüfen.
  4. KI-Redaktion: Tausche Storyboards in der Klasse. Eine Person prüft fachlich, eine Person prüft die Bildfolge und eine KI darf zusätzliche Hinweise liefern. Erstellt danach eine gemeinsame Endfassung und kennzeichnet, welche Änderungen von Menschen und welche von der KI vorgeschlagen wurden.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Storyboard begründen: Du hast für ein Lernvideo zwei mögliche Einstiege: eine Frage oder eine lange Definition. Entscheide Dich für einen Einstieg und begründe Deine Wahl mit Zielgruppe und Wirkung.
  2. KI-Vorschlag bewerten: Eine KI schlägt für ein Erklärvideo drei zusätzliche Szenen vor. Zwei wiederholen nur bereits Gesagtes. Erkläre, wie Du entscheiden würdest, welche Szene bleibt.
  3. Werbung prüfen: In einem Storyboard steht „Dieses erfundene Getränk macht Dich garantiert schlauer“. Erkläre, warum diese Aussage problematisch ist, und formuliere eine faire Alternative.
  4. Prompt übertragen: Formuliere aus einem Prompt für ein Erklärvideo einen passenden Prompt für eine Kurzgeschichte. Erkläre, welche Angaben Du verändern musst.
  5. Zielgruppenwechsel: Ein Storyboard wurde für Erwachsene geplant. Beschreibe mindestens drei Änderungen, die für Klasse 5 nötig wären.
  6. Eigene Entscheidung: Eine KI schlägt eine spannende Szene vor, die aber nicht zum Lernziel passt. Begründe, ob Du sie übernimmst, veränderst oder streichst.
  7. Perspektivwechsel: Zeige an einem eigenen Beispiel, wie eine Nahaufnahme und eine Totale dieselbe Handlung unterschiedlich wirken lassen können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du zeigen kannst:

  1. Du entwickelst zunächst eine eigene Storyboardidee.
  2. Du kannst ein Storyboard sinnvoll in Szenen gliedern.
  3. Du nutzt mindestens eine passende Storyboardvariante bewusst.
  4. Du formulierst einen klaren Prompt mit Ziel, Zielgruppe und gewünschter Form.
  5. Du vergleichst einen eigenen Entwurf mit mindestens einem KI-Vorschlag.
  6. Du prüfst KI-Ausgaben auf Verständlichkeit, Logik, Richtigkeit und Fairness.
  7. Du erklärst, welche KI-Vorschläge Du übernimmst, veränderst oder ablehnst.
  8. Du schützt persönliche Daten und hältst schulische Regeln zur KI-Nutzung ein.
  9. Du erstellst eine überarbeitete Endfassung, die Deine eigenen Entscheidungen erkennen lässt.
  10. Du kannst Deinen Arbeitsprozess kurz reflektieren.




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