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IM5 - KI-Stimmen erkennen und verantwortungsvoll nutzen

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IM5 - KI-Stimmen erkennen und verantwortungsvoll nutzen




IM5 - KI-Stimmen erkennen und verantwortungsvoll nutzen

KI-Stimmen begegnen Dir heute in Vorlesefunktionen, Navigationssystemen, Lernprogrammen, Videos und Sprachassistenten. Manche klingen deutlich künstlich, andere sehr natürlich. In diesem aiMOOC lernst Du, wie synthetische Sprache entsteht, woran Du mögliche KI-Stimmen erkennen kannst und warum Du Dich nie nur auf Dein Gehör verlassen solltest. Außerdem lernst Du, wie KI-Stimmen sinnvoll für barrierearme Lerntexte und Erklärungen genutzt werden können und welche Regeln bei Zustimmung, Täuschung und Kennzeichnung wichtig sind.

Für diesen Kurs gilt eine klare Schutzregel: Wir klonen keine Stimmen realer Mitschülerinnen, Mitschüler, Lehrkräfte oder anderer Personen. Für Übungen werden nur neutrale, generische Systemstimmen oder bereits ausdrücklich freigegebene Beispiele verwendet.


Was ist synthetische Sprache?

Sprachsynthese bedeutet, dass ein technisches System künstlich gesprochene Sprache erzeugt. Bei Text-to-Speech, kurz TTS, wird geschriebener Text in hörbare Sprache umgewandelt. Vereinfacht läuft das so: Ein System liest einen Text, zerlegt ihn in sprachliche Einheiten, bestimmt Aussprache und Betonung und erzeugt daraus ein Audiosignal.

Ein Beispiel: Aus dem Satz „Der Bus hält an der nächsten Haltestelle.“ kann eine künstliche Stimme eine gesprochene Ansage erzeugen.

Spracherkennung ist etwas anderes. Dabei wird gesprochene Sprache in Text umgewandelt. Du kannst Dir den Unterschied so merken: TTS geht vom Text zur Stimme, Spracherkennung von der Stimme zum Text.

Schon lange vor moderner KI versuchten Menschen, künstliche Sprache zu erzeugen. Heute können lernende Computersysteme deutlich natürlicher klingende Stimmen erzeugen.


Synthetische Stimme und Stimmklon

Nicht jede KI-Stimme ist ein Stimmklon. Eine generische synthetische Stimme soll verständlich sprechen, ohne absichtlich eine bestimmte bekannte Person nachzuahmen. Ein Stimmklon dagegen versucht, die Stimme einer konkreten realen Person möglichst ähnlich nachzubilden.

Für die Schule ist die sichere Regel einfach: Nutze für Lernprojekte generische synthetische Stimmen. Klone keine Stimme einer realen Person.

Das Bild zeigt das Logo eines Projekts für freie deutsche Sprachsynthese. Auch bei frei nutzbaren Stimmen gilt: Prüfe Lizenz und Nutzungsbedingungen und kennzeichne eine künstliche Sprachausgabe verständlich.


Hörbeispiel: Menschliche und synthetische Sprache

Eine menschliche Aufnahme kann als Vergleich helfen. Das folgende Commons-Beispiel spricht nur das Wort „Stimme“ und wurde von einem menschlichen Sprecher aufgenommen:

Das folgende Commons-Beispiel ist eine synthetisch gesprochene Fassung eines niederländischen Wikipedia-Artikels zur Sprachsynthese. Zum Vergleichen reichen wenige Sekunden:

Achte beim Hören nicht darauf, wer eine Stimme sein könnte. Achte stattdessen auf Merkmale wie Sprechtempo, Pausen, Betonung, Aussprache und Natürlichkeit. Eine natürlich klingende Stimme ist kein Beweis dafür, dass ein Mensch gesprochen hat.


So kann Text-to-Speech funktionieren

Ein modernes System kann mehrere Schritte verbinden. Zuerst wird der geschriebene Text verarbeitet. Dann werden Aussprache, Satzmelodie, Pausen und Betonung geplant. Schließlich erzeugt ein Modell ein Audiosignal. Viele heutige Systeme nutzen dafür Verfahren des maschinellen Lernens.

Wichtig ist: Das System versteht eine Aussage nicht automatisch so wie ein Mensch. Es kann sehr überzeugend klingen und trotzdem einen falschen, missverständlichen oder ungeprüften Text vorlesen.


Neutrale Sprachbeispiele für sichere Übungen

Für Hörübungen eignen sich neutrale Sätze, die keine persönlichen Informationen enthalten und niemanden imitieren. Lass sie mit einer generischen, schulisch freigegebenen TTS-Stimme vorlesen und kennzeichne die Ausgabe als synthetisch.

  1. Sprachbeispiel Wetter: „Heute ziehen am Nachmittag einige Wolken über den Himmel.“
  2. Sprachbeispiel Schule: „Die Aufgabe besteht aus drei kurzen Schritten.“
  3. Sprachbeispiel Gegenstand: „Auf dem Tisch steht ein blaues Glas.“
  4. Sprachbeispiel Natur: „Im Garten wächst eine gelbe Sonnenblume.“
  5. Sprachbeispiel Verkehr: „Der Bus fährt um acht Uhr an der Haltestelle ab.“
  6. Sprachbeispiel Lernen: „Morgen lesen wir einen kurzen Sachtext.“
  7. Sprachbeispiel Orientierung: „Der Ball liegt neben dem roten Kasten.“
  8. Sprachbeispiel Mathematik: „Ein Rechteck hat vier Ecken.“
  9. Sprachbeispiel Bibliothek: „Das Buch steht im zweiten Regal.“
  10. Sprachbeispiel Experiment: „Das Wasser wird langsam in den Becher gegossen.“


Interaktiver Hörvergleich 1: Zwei synthetische Stimmen

Wähle auf einem schulisch freigegebenen Gerät zwei generische Vorlesestimmen. Beide lesen denselben neutralen Satz:

„Die Aufgabe besteht aus drei kurzen Schritten.“

Kennzeichne beide Beispiele vorher deutlich als synthetische Stimme A und synthetische Stimme B. Vergleiche anschließend:

  1. Sprechtempo: Welche Stimme spricht schneller oder langsamer?
  2. Pausen: Wo hörst Du Pausen?
  3. Betonung: Welche Wörter werden stärker betont?
  4. Verständlichkeit: Welche Ausgabe ist für Dich leichter zu verstehen?
  5. Natürlichkeit: Welche Stimme wirkt natürlicher, ohne daraus auf einen echten Menschen zu schließen?

Das Ziel ist nicht, eine Person zu erraten. Du untersuchst nur Eigenschaften der Sprachausgabe.


Interaktiver Hörvergleich 2: Satzzeichen verändern die Stimme

Lass dieselbe generische synthetische Stimme diese Varianten sprechen:

Variante A: „Heute lernen wir über KI Stimmen.“

Variante B: „Heute lernen wir über KI-Stimmen.“

Variante C: „Heute lernen wir über KI-Stimmen. Danach vergleichen wir zwei Beispiele.“

Vergleiche, wie sich Pausen und Betonung verändern. Du erkennst dabei: Auch Zeichensetzung und Schreibweise beeinflussen, wie eine TTS-Stimme klingt.


Interaktiver Hörvergleich 3: Eine Erklärung barriereärmer machen

Vergleiche zwei Texte, die von derselben generischen synthetischen Stimme vorgelesen werden.

Text A: „Die Photosynthese bezeichnet den biochemischen Prozess, bei dem Pflanzen unter Nutzung von Lichtenergie energiereiche Stoffe aufbauen.“

Text B: „Pflanzen brauchen Licht. Mit Licht stellen sie in ihren Blättern Zucker her. Diesen Vorgang nennt man Photosynthese.“

Frage Dich: Welcher Text ist leichter zu verstehen? Welche Sätze sind kürzer? Wo helfen Pausen? Die synthetische Stimme kann einen Text vorlesen, aber die Gestaltung des Textes bleibt wichtig.


Gute Nutzung: barrierearme Lerntexte

Vorlesefunktionen können Lernenden helfen, wenn längere Texte schwer zu lesen sind oder wenn sie Inhalte zusätzlich hören möchten. Auch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen nutzen Screenreader und Sprachausgabe. Eine Vorlesefunktion kann deshalb ein nützliches Werkzeug für mehr Teilhabe sein.

Wichtig ist aber: Eine Audiodatei allein macht ein Angebot nicht automatisch vollständig barrierefrei. Ein guter Lerninhalt sollte weiterhin als gut strukturierter Text verfügbar sein. Hilfreich sind klare Sprache, kurze Abschnitte, passende Überschriften und verständliche Erklärungen.

Ein sinnvoller Schul-Use-Case ist deshalb:

  1. Lerntext: Ein kurzer Sachtext wird gut strukturiert geschrieben.
  2. Vorlesefunktion: Eine generische synthetische Stimme liest ihn vor.
  3. Kennzeichnung: Direkt beim Audio steht „Synthetische Stimme“.
  4. Wahlmöglichkeit: Lernende können lesen, hören oder beides nutzen.
  5. Kontrolle: Eine Person prüft, ob Aussprache und Inhalt verständlich und korrekt sind.


Gute Nutzung: kurze Erklärungen

Auch eine Erklärung zu einem Fachbegriff kann mit TTS ausgegeben werden. Beispiel:

Text: „Ein Vulkan ist eine Öffnung in der Erdkruste. Durch sie können heißes Gestein, Gase und Asche an die Oberfläche gelangen.“

Kennzeichnung: „Diese Erklärung wird von einer synthetischen Stimme vorgelesen.“

So weiß jede Person sofort, wie die Stimme entstanden ist. Es wird niemand vorgetäuscht.


Woran kannst Du eine mögliche KI-Stimme erkennen?

Manchmal fallen unnatürliche Pausen, gleichförmige Betonung, ungewöhnliche Aussprache oder kleine Klangfehler auf. Solche Hinweise können nützlich sein. Sie sind aber kein sicherer Beweis. Moderne synthetische Stimmen können sehr natürlich klingen.

Darum gilt die wichtigste Regel: Prüfe nicht nur den Klang, sondern auch Quelle, Kontext und Kennzeichnung.

  1. Quelle prüfen: Woher stammt die Audiodatei?
  2. Kontext prüfen: Passt die Aussage zur Situation?
  3. Kennzeichnung suchen: Steht dabei, dass die Stimme künstlich erzeugt wurde?
  4. Vergleichen: Gibt es dieselbe Information auch bei einer verlässlichen Quelle?
  5. Nicht vorschnell teilen: Wenn Du unsicher bist, frage eine erwachsene Vertrauensperson oder eine Lehrkraft.

Das BSI-Video behandelt Deepfakes und zeigt, warum täuschend echte Medien schwer zu beurteilen sein können. Für Klasse 5 eignet sich eine kurze, von der Lehrkraft ausgewählte Sequenz oder eine gemeinsame Zusammenfassung.


Täuschung: Wenn künstlich wie echt wirken soll

Problematisch wird eine KI-Stimme besonders dann, wenn Menschen absichtlich glauben sollen, eine reale Person habe etwas gesagt. Eine manipulierte oder künstlich erzeugte Audioaufnahme kann Teil eines Deepfakes sein.

Beispiel für Täuschung: Eine künstliche Stimme wird so präsentiert, als stamme sie wirklich von einer bestimmten Person, obwohl diese Person den Satz nie gesprochen hat.

Beispiel ohne Täuschung: Eine Lern-App sagt klar „Synthetische Stimme“ und liest einen Sachtext mit einer generischen Stimme vor.

Du solltest Audio niemals allein deshalb glauben, weil eine Stimme vertraut oder überzeugend klingt.


Zustimmung: Stimmen gehören zu Menschen

Wenn eine echte Person aufgenommen wird, betrifft das ihre Privatsphäre und Persönlichkeit. Deshalb gilt für Schulprojekte: Nimm keine Stimme einer anderen Person auf oder lade sie in ein KI-System hoch, ohne dass die Nutzung eindeutig erlaubt ist.

Noch sicherer ist dieser Kursstandard: Für KI-Stimmen werden keine Stimmen realer Mitschülerinnen, Mitschüler oder Lehrkräfte verwendet oder geklont. Nutze nur generische synthetische Stimmen, die ausdrücklich für solche Zwecke vorgesehen sind.

Wenn Du eine Audiodatei aus dem Internet verwenden möchtest, prüfe zusätzlich, ob sie genutzt werden darf und unter welcher Lizenz sie steht.


Kennzeichnung: Sag klar, was künstlich ist

Eine gute Kennzeichnung steht direkt beim Audio und ist leicht verständlich. Geeignete Beispiele sind:

„Synthetische Stimme – mit Text-to-Speech erzeugt.“

„Diese Erklärung wird von einer KI-generierten Stimme vorgelesen.“

„Audio künstlich erzeugt; keine reale Person spricht diese Aufnahme.“

Seit dem 2. August 2026 gelten in der Europäischen Union Transparenzpflichten der KI-Verordnung. Bei Deepfakes aus Bild, Ton oder Video muss offengelegt werden, dass der Inhalt künstlich erzeugt oder manipuliert wurde. Für die Schule ist die einfachste und sicherste Regel: Kennzeichne jede synthetische Stimme deutlich, auch wenn die Rechtslage im Einzelfall komplizierter sein kann.


Fünf Klassenregeln für KI-Stimmen

  1. Regel 1 - Kennzeichnen: Schreibe immer dazu, wenn eine Stimme synthetisch ist.
  2. Regel 2 - Nicht klonen: Klone keine Stimmen realer Mitschülerinnen, Mitschüler oder Lehrkräfte.
  3. Regel 3 - Zustimmung beachten: Nutze echte Aufnahmen anderer Menschen nur mit klarer Erlaubnis.
  4. Regel 4 - Quellen prüfen: Glaube einer Stimme nicht nur, weil sie echt klingt.
  5. Regel 5 - Sinnvoll einsetzen: Nutze TTS vor allem dort, wo es Lernen, Verständlichkeit oder Teilhabe unterstützt.


Mini-Hörlabor für den Unterricht

Für ein sicheres Hörlabor brauchst Du keine persönlichen Aufnahmen. Nutze zwei generische Systemstimmen und drei neutrale Texte:

Text 1: „Im Klassenraum stehen zwölf Tische.“

Text 2: „Der Mond umkreist die Erde.“

Text 3: „Eine Erklärung ist hilfreich, wenn sie klar und verständlich ist.“

Erstelle für jeden Text zwei synthetische Versionen. Kennzeichne alle sechs Audios schon vor dem Abspielen. Vergleiche anschließend Verständlichkeit, Tempo, Pausen und Betonung. Schreibe zu jedem Beispiel einen Satz Beobachtung. Vermeide Aussagen wie „Diese Stimme klingt wie Person X“. Es geht um Spracheigenschaften, nicht um Identitäten.

Das Video zeigt grundsätzlich, wie Text-to-Speech Text in computergenerierte Sprache umwandeln kann. Nutze für Unterrichtsübungen nur schulisch freigegebene Werkzeuge und keine Sprachklon-Funktionen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Text-to-Speech? (Text wird in gesprochene Sprache umgewandelt) (!Gesprochene Sprache wird immer übersetzt) (!Eine echte Stimme wird automatisch geklont) (!Ein Bild wird in Musik umgewandelt)




Welche Stimme ist für eine sichere Schulübung am besten geeignet? (Eine generische synthetische Stimme) (!Die geklonte Stimme eines Mitschülers) (!Die geklonte Stimme einer Lehrkraft) (!Eine heimlich aufgenommene Stimme)




Warum sollte eine KI-Stimme gekennzeichnet werden? (Damit klar ist, dass die Stimme künstlich erzeugt wurde) (!Damit sie automatisch echter klingt) (!Damit niemand den Text lesen kann) (!Damit die Datei größer wird)




Was ist bei einer verdächtigen Audiodatei besonders wichtig? (Quelle und Kontext prüfen) (!Nur auf die Lautstärke achten) (!Die Datei sofort weiterleiten) (!Immer glauben, was die Stimme sagt)




Was beweist eine sehr natürlich klingende Stimme? (Nicht sicher, ob ein Mensch oder ein System gesprochen hat) (!Dass garantiert ein Mensch gesprochen hat) (!Dass die Aussage wahr sein muss) (!Dass die Aufnahme von einer Lehrkraft stammt)




Was solltest Du tun, bevor Du die echte Stimme einer anderen Person aufnimmst oder hochlädst? (Eine klare Erlaubnis einholen) (!Die Aufnahme verstecken) (!Die Stimme ohne Hinweis verändern) (!Die Datei sofort veröffentlichen)




Welcher Einsatz von TTS kann Lernen unterstützen? (Einen Lerntext vorlesen lassen) (!Eine Mitschülerin imitieren) (!Eine falsche Nachricht glaubwürdiger machen) (!Eine Lehrkraft heimlich nachahmen)




Was ist in diesem aiMOOC ausdrücklich ausgeschlossen? (Das Klonen realer Stimmen von Mitschülern oder Lehrkräften) (!Das Vergleichen zweier generischer Systemstimmen) (!Das Vorlesen eines neutralen Lerntexts) (!Das Kennzeichnen einer synthetischen Stimme)




Was macht Spracherkennung? (Gesprochene Sprache wird in Text umgewandelt) (!Text wird in gesprochene Sprache umgewandelt) (!Eine Stimme wird automatisch geklont) (!Eine Audiodatei wird zu einem Foto)




Wann liegt eine Täuschung mit einer KI-Stimme nahe? (Wenn künstliches Audio absichtlich als echte Aussage einer Person dargestellt wird) (!Wenn ein Lerntext klar als synthetisch gekennzeichnet ist) (!Wenn zwei generische Stimmen im Unterricht verglichen werden) (!Wenn eine Vorlesefunktion einen Sachtext liest)





Memory

Text-to-Speech Text wird gesprochene Sprache
Kennzeichnung Hinweis auf künstliche Erzeugung
Zustimmung Erlaubnis vor Nutzung einer echten Stimme
Barrierearm Zugang zu Lerninhalten erleichtern
Deepfake Künstlicher oder manipulierter Inhalt wirkt echt
Quelle Herkunft einer Information
Sprechtempo Geschwindigkeit beim Sprechen
Stimmklon Nachbildung einer bestimmten realen Stimme





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kennzeichnung Künstlichen Ursprung deutlich nennen
Zustimmung Vor Nutzung einer echten Stimme Erlaubnis einholen
Quellenprüfung Herkunft und Kontext kontrollieren
Text-to-Speech Geschriebenen Text vorlesen lassen
Täuschung Künstliches Audio absichtlich als echt ausgeben
Barrierearme Nutzung Lerntext zusätzlich hörbar machen






Kreuzworträtsel

Synthese Wie heißt die künstliche Erzeugung von Sprache in einem Wort?
Quelle Was solltest Du bei einer verdächtigen Audiodatei zuerst prüfen?
Zustimmung Was brauchst Du vor der Nutzung einer echten fremden Stimme?
Deepfake Wie heißt ein künstlich erzeugter oder manipulierter Inhalt, der echt wirken kann?
Kennzeichnung Wie heißt ein klarer Hinweis auf künstlich erzeugtes Audio?
Vorlesefunktion Wie heißt eine Funktion, die geschriebenen Text hörbar macht?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei Text-to-Speech wird geschriebener Text in

umgewandelt.
Eine künstlich erzeugte Stimme nennt man auch

.
Eine natürlich klingende Stimme ist noch kein sicherer Beweis für einen

.
Vor der Nutzung einer echten fremden Stimme brauchst Du eine klare

.
Eine künstliche Stimme sollte direkt am Audio als

gekennzeichnet werden.
Wenn künstliches Audio absichtlich wie eine echte Aussage wirken soll, kann das eine

sein.
Bei verdächtigen Aufnahmen solltest Du die

prüfen.
Vorlesefunktionen können Lerntexte für manche Menschen leichter

machen.
Im Unterricht verwenden wir zum Üben nur

synthetische Stimmen.
Die Stimmen realer Mitschülerinnen, Mitschüler oder Lehrkräfte werden nicht

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Lass zwei generische synthetische Stimmen denselben neutralen Satz sprechen und notiere Unterschiede bei Tempo, Pausen und Verständlichkeit.
  2. Kennzeichnung gestalten: Entwirf drei kurze und leicht verständliche Hinweise, mit denen eine synthetische Stimme gekennzeichnet werden kann.
  3. Neutrale Sprachsätze: Schreibe fünf neue neutrale Sätze für eine TTS-Übung, ohne Namen, private Daten oder Anspielungen auf reale Personen.
  4. Quellencheck: Untersuche eine bereitgestellte Audiodatei und notiere, welche Informationen Du über Quelle, Datum, Kontext und Kennzeichnung brauchst.


Standard

  1. Barrierearmer Lerntext: Formuliere einen kurzen Sachtext aus einem Schulfach in klarer Sprache und plane eine synthetisch vorgelesene Version mit Kennzeichnung.
  2. Hörvergleich: Vergleiche dieselbe generische TTS-Stimme bei zwei unterschiedlich gesetzten Satzzeichen und erkläre, was sich an Pausen und Betonung verändert.
  3. Audio-Regelplakat: Gestalte ein Plakat mit fünf Klassenregeln für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI-Stimmen.
  4. Täuschung erkennen: Erfinde zwei kurze Fallsituationen, eine transparente Nutzung und eine täuschende Nutzung von KI-Stimmen, und begründe den Unterschied.


Schwer

  1. Lernstation KI-Stimmen: Plane eine Lernstation mit drei Hörbeispielen, eindeutiger Kennzeichnung, Beobachtungsbogen und Abschlussfrage, ohne reale Stimmen zu klonen.
  2. Barrierearme Erklärung: Erstelle zu einem schwierigen Fachbegriff zwei Textfassungen, vergleiche ihre Verständlichkeit und begründe, welche Fassung besser für eine Vorlesefunktion geeignet ist.
  3. Prüfstrategie: Entwickle eine Schrittfolge für den Fall, dass Dir eine überraschende Sprachnachricht zugeschickt wird, und begründe jeden Prüfschritt.
  4. Medienprojekt Verantwortung: Produziere mit einer generischen synthetischen Stimme eine kurze gekennzeichnete Audio-Erklärung zu einem Unterrichtsthema und dokumentiere Quelle, Text, verwendete Stimme und Kennzeichnung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferfall Lernplattform: Eine Lernplattform liest Texte mit einer generischen KI-Stimme vor. Entwickle Regeln, damit die Nutzung transparent, verständlich und barrierearm ist.
  2. Transferfall Sprachnachricht: Du erhältst eine überraschende Audionachricht, die wie eine bekannte Person klingt. Erkläre, wie Du vorgehst, ohne die Nachricht vorschnell für echt zu halten.
  3. Vergleich Mensch und System: Begründe, warum einzelne Klangmerkmale wie Pausen oder Betonung Hinweise geben können, aber keinen sicheren Beweis für eine KI-Stimme liefern.
  4. Entscheidung Zustimmung: Beurteile, warum das Klonen der Stimme eines Mitschülers ohne Erlaubnis problematisch wäre, selbst wenn das Ergebnis nur als Scherz gedacht ist.
  5. Barrierearme Gestaltung: Überarbeite einen schwierigen Sachtext so, dass er sich besser vorlesen lässt, und erkläre Deine Änderungen.
  6. Kennzeichnung bewerten: Vergleiche die Hinweise „Audio“ und „Synthetische Stimme – mit Text-to-Speech erzeugt“. Begründe, welche Kennzeichnung transparenter ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst erklären, was Sprachsynthese und Text-to-Speech bedeuten.
  2. Du kannst Text-to-Speech von Spracherkennung unterscheiden.
  3. Du kannst begründen, warum natürlich klingende Sprache nicht automatisch menschlich oder wahr sein muss.
  4. Du kannst mehrere Prüfschritte für verdächtige Audiodateien anwenden.
  5. Du kannst erklären, warum Zustimmung vor der Nutzung echter Stimmen wichtig ist.
  6. Du kannst passende Kennzeichnungen für synthetische Stimmen formulieren.
  7. Du kannst sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für barrierearme Lerntexte und Erklärungen nennen.
  8. Du hältst die Regel ein, keine Stimmen realer Mitschülerinnen, Mitschüler oder Lehrkräfte zu klonen.
  9. Du kannst eine eigene kleine TTS-Lernanwendung planen, die transparent und verantwortungsvoll gestaltet ist.




OERs zum Thema


Weitere freie und seriöse Materialien

  1. Wikimedia Commons – Speech synthesis: Freie Medien zur Sprachsynthese.
  2. BSI – Künstliche Intelligenz und Deepfakes: Hintergrund zu manipulierten Stimmen und Medien.
  3. klicksafe – Deepfakes erkennen: Hinweise zum Prüfen von Quellen und Kontext.
  4. klicksafe und ZDF logo! – Quiz zu Deepfakes: Interaktives Material für etwa 10- bis 14-Jährige.
  5. Fraunhofer AISEC – Deepfake Total: Hörvergleich mit bereitgestellten Beispielen. Für Klasse 5 nur angeleitet nutzen und keine eigenen Stimmen hochladen.
  6. Aktion Mensch – Assistive Technologien: Informationen zu Vorlesefunktionen und barrierearmer Bildung.
  7. EUR-Lex – Europäische KI-Verordnung: Artikel 50 enthält Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.



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