Handwerkzeuge schärfen und pflegen - Schmied


Handwerkzeuge schärfen und pflegen - Schmied
Handwerkzeuge schärfen und pflegen - Schmied
Einleitung
In einer Schmiede werden Handwerkzeuge durch hohe Temperaturen, Hammerschläge, Zunder, Schleifstaub und Feuchtigkeit stark beansprucht. Ein stumpfer Meißel, ein lockerer Hammerstiel oder eine zugesetzte Feile erschweren nicht nur die Arbeit, sondern können auch zu fehlerhaften Werkstücken und Unfällen führen. Deshalb gehören das Prüfen, Reinigen, Schärfen, Abrichten, Konservieren und sachgerechte Lagern von Werkzeugen zu den grundlegenden beruflichen Kompetenzen in der Ausbildung.
Dieser Lernkurs richtet sich an Auszubildende in der Metalltechnik, besonders an angehende Metallbauerinnen und Metallbauer, Kunstschmiedinnen und Kunstschmiede sowie Fachkräfte, die mit traditionellen Schmiedewerkzeugen arbeiten. Du lernst, den Zustand eines Werkzeugs fachlich zu beurteilen, geeignete Pflege- und Schärfverfahren auszuwählen und die Arbeiten sicher auszuführen.
Wichtiger Sicherheitshinweis: Arbeiten am Schleifbock dürfen nur nach Unterweisung und entsprechend der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden. Die Betriebsanleitung, die festgelegte persönliche Schutzausrüstung und die Anweisungen der ausbildenden Fachkraft haben Vorrang.
Lernziele
Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du den Verschleißzustand typischer Schmiedewerkzeuge beurteilen, Fachbegriffe zur Schneidengeometrie verwenden und geeignete Instandhaltungsmaßnahmen planen. Du kannst erklären, wie Meißel, Schrot, Durchschläge, Dorne, Hämmer, Zangen und Feilen gepflegt werden. Außerdem kannst Du Gefährdungen beim maschinellen Schleifen erkennen und eine abschließende Funktionskontrolle dokumentieren.
Fachbegriffe der Werkzeugpflege
Schärfen bedeutet, eine stumpfe oder beschädigte Schneide durch gezielten Materialabtrag wieder in die vorgesehene Geometrie zu bringen. Beim Schleifen tragen gebundene oder lose Schleifkörner kleine Späne ab. Das Abziehen ist eine feinere Nachbearbeitung, bei der Schleifriefen und der feine Schneidengrat vermindert werden. Das Abrichten einer Schleifscheibe stellt ihre Form und Schneidfähigkeit wieder her und darf nur von unterwiesenen Personen mit geeigneten Abrichtwerkzeugen ausgeführt werden.
Zur Schneidengeometrie gehören die Schneide, die angeschliffene Fase, der Keilwinkel und die angrenzenden Werkzeugflächen. Ein kleiner Keilwinkel erzeugt eine leicht eindringende, aber empfindlichere Schneide. Ein größerer Keilwinkel erhöht die Stabilität, verlangt jedoch mehr Kraft. Die richtige Geometrie richtet sich nach Werkzeugart, Werkstoff, Arbeitstemperatur und Herstellerangabe.
Ein Grat ist eine scharfe Materialaufwerfung an einer Kante. Am Schlagkopf eines Meißels kann durch wiederholte Hammerschläge ein pilzförmiger Rand entstehen. Dieser wird im Handwerk häufig Bart genannt. Von einem solchen Bart können Splitter abspringen. Beschädigte Schlagköpfe müssen deshalb rechtzeitig fachgerecht nachgearbeitet oder ausgesondert werden.[1]
Werkzeuge systematisch prüfen
Vor der Benutzung und vor jeder Instandhaltungsarbeit wird das Werkzeug gereinigt und bei gutem Licht geprüft. Die Beurteilung erfolgt nicht nur an der Schneide. Auch Werkzeugkörper, Angel, Auge, Stiel, Keil, Niet, Gelenk und Griffbereiche gehören zur Prüfung.
- Sichtprüfung: Suche nach Rissen, Ausbrüchen, Verformungen, starkem Rost, scharfkantigen Graten und Überhitzungsspuren.
- Sitzprüfung: Kontrolliere, ob Hammerkopf, Stiel, Keile, Zangenniet und Griffe fest sitzen.
- Geometrieprüfung: Vergleiche Schneidenbreite, Symmetrie, Fasenwinkel und Achsverlauf mit einer intakten Vorlage oder Herstellerangabe.
- Funktionsprüfung: Prüfe das Werkzeug kontrolliert an geeignetem Probestahl oder durch eine Bewegungsprüfung ohne gefährliche Belastung.
- Entscheidung: Lege fest, ob Reinigen, Nachschärfen, Instandsetzen, Teiletausch oder Aussondern erforderlich ist.
Werkzeuge mit Rissen, lockeren Köpfen oder schwerwiegenden Verformungen dürfen nicht weiterverwendet werden. Eine Reparatur darf die Werkstoffeigenschaften und die vorgesehene Geometrie nicht unkontrolliert verändern.

Schneidende und trennende Schmiedewerkzeuge
In der Schmiede werden unter anderem Flachmeißel, Kreuzmeißel, Warm- und Kaltschrot, Abschrote, Schaber und spezielle Schneidwerkzeuge eingesetzt. Warmarbeitswerkzeuge sind für erhitzte Werkstücke ausgelegt. Kaltarbeitswerkzeuge müssen bei der Bearbeitung kalter Werkstoffe höheren Schneidkräften widerstehen. Beide Werkzeugarten dürfen nicht verwechselt werden.
Vor dem Schärfen wird geklärt, welche ursprüngliche Schneidenform vorlag. Ein Meißel darf nicht einfach möglichst spitz geschliffen werden. Für Kaltmeißel nennt die DGUV als Orientierung Keilwinkel von etwa 30 Grad bei weichen Werkstoffen bis zu etwa 70 Grad bei harten Werkstoffen. Der tatsächlich erforderliche Winkel richtet sich jedoch nach Einsatz, Werkstoff, Werkzeugausführung und betrieblicher Vorgabe.[1]
Beim Schärfen werden Ausbrüche zunächst entfernt und die Fase gleichmäßig hergestellt. Beide Seiten müssen zur Werkzeugachse passen. Einseitiger Materialabtrag führt zu einer seitlich ziehenden Schneide. Abschließend wird der Schleifgrat reduziert und die Schneide kontrolliert. Die Schneide wird niemals mit dem Finger entlang ihrer Kante geprüft.

Mit der Markiermethode kann die vorhandene Fase vor dem Schleifen dünn eingefärbt werden. Nach wenigen Schleifzügen zeigt das Abtragsbild, ob der gewählte Winkel die gesamte Fase erfasst. Diese Methode ersetzt keine Winkelvorgabe, erleichtert aber die Kontrolle einer gleichmäßigen Bearbeitung.
Durchschläge, Dorne, Setzwerkzeuge und Punzen
Durchschläge, Dorne, Setzhämmer, Voller und Punzen besitzen meist keine klassische Schneide. Ihre Arbeitsflächen müssen dennoch regelmäßig abgerichtet werden. Pilzförmige Schlagköpfe, scharf ausgebrochene Kanten oder schief abgenutzte Spitzen verändern die Kraftübertragung und können Splitter erzeugen.
Beim Nacharbeiten muss die ursprüngliche Form erhalten bleiben. Ein runder Dorn soll rund und zentrisch bleiben, ein Vierkantdorn seine Kanten gleichmäßig behalten. Punzen dürfen nicht so stark nachgeschliffen werden, dass ihre Arbeitsform oder die erforderliche Festigkeit verloren geht. Werkzeuge mit tiefen Rissen oder stark reduzierten Querschnitten werden ausgesondert.
Hämmer und Vorschlaghämmer pflegen
Ein Hammer wird nicht im üblichen Sinn geschärft. Seine Bahn und Finne werden jedoch geprüft und bei Bedarf fachgerecht abgerichtet. Scharfe Randgrate, Ausbrüche oder Risse sind unzulässig. Die Schlagfläche soll zur vorgesehenen Hammerform passen und darf nicht eigenmächtig gehärtet oder stark umgeformt werden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Hammerstiel. Er muss trocken, rissfrei, passend zum Auge und sicher verkeilt sein. Ein lockerer Hammerkopf darf nicht durch Behelfsmaßnahmen wie Schrauben, Draht oder Klebstoff gesichert werden. Der beschädigte Stiel wird durch einen passenden Stiel ersetzt und fachgerecht verkeilt. Die DGUV weist darauf hin, dass der Hammer vor Arbeitsbeginn auf einen festen Sitz am Stiel zu kontrollieren ist.[1]
Holzstiele werden sauber und griffig gehalten. Lackierte oder stark geölte Griffflächen können rutschig werden. Leichte raue Stellen lassen sich glätten, tiefe Kerben, Brandstellen oder Risse erfordern einen Austausch.
Schmiedezangen warten
Bei Schmiedezangen werden Maulform, Schenkel, Niet oder Bolzen und die Beweglichkeit geprüft. Die Zange muss das vorgesehene Werkstück sicher und flächig halten. Schief stehende Backen oder ein ausgeschlagenes Gelenk können dazu führen, dass heißes Material herausrutscht.
Zunder und Schmutz werden mechanisch entfernt. Das Gelenk kann nach betrieblicher Vorgabe sparsam geschmiert werden. Auf den Greifflächen darf kein Ölfilm verbleiben. Kleine Formkorrekturen werden fachgerecht vorgenommen; stark ausgedünnte, rissige oder überdehnte Zangen werden nicht weiterbenutzt.
Feilen reinigen und schützen
Eine Feile ist ein vielschneidiges Zerspanungswerkzeug. Ihre Zähne werden als Hieb bezeichnet. Metallspäne, die sich zwischen den Zähnen festsetzen, vermindern die Schneidwirkung und können tiefe Riefen im Werkstück erzeugen. Feilen werden mit einer geeigneten Feilenbürste oder Feilenkarte in Hiebrichtung gereinigt. Fest sitzende Späne dürfen nur mit einem dafür geeigneten weichen Reinigungswerkzeug entfernt werden.
Feilen dürfen nicht als Hebel, Meißel oder Schlagwerkzeug verwendet werden. Feilen ohne fest sitzendes Heft bergen Verletzungsgefahr durch die spitze Angel. Beim Lagern sollten sich die Hiebe nicht gegenseitig berühren. Ein dicker Ölfilm auf den Zähnen bindet Schleifstaub und Späne; Korrosionsschutz wird deshalb nur nach betrieblicher Vorgabe sehr sparsam eingesetzt und vor der Benutzung entfernt.

Schärfen auf Bankstein und Abziehstein
Für kleinere Schneidenkorrekturen eignen sich Banksteine, Wassersteine, Ölsteine oder diamantbeschichtete Schleifplatten. Das Schleifmittel muss zum Werkzeugstahl und zum vorgesehenen Schmier- oder Kühlmittel passen. Ein Wasserstein wird nicht ohne Prüfung mit Öl verwendet, da sich seine Poren dauerhaft zusetzen können.
Der Stein wird rutschfest aufgelegt. Die Fase liegt möglichst vollflächig an und wird mit kontrolliertem Druck über die nutzbare Steinfläche geführt. Grobe Körnungen beseitigen Ausbrüche und stellen die Form her. Feinere Körnungen glätten die Fase und reduzieren den Grat. Ein ungleichmäßig abgenutzter Stein wird nach Herstellerangabe abgerichtet.

Beim Schärfen ist nicht die Zahl der Schleifzüge entscheidend, sondern das gleichmäßige Abtragsbild. Zu hoher Druck beschleunigt die Arbeit nur scheinbar und kann die Schneidenform verschlechtern.
Sicher am Schleifbock arbeiten
Ein Schleifbock ist eine ortsfeste Schleifmaschine mit rotierenden Schleifscheiben. Vor Arbeitsbeginn werden Schutzhaube, Schutzscheibe, Werkstückauflage, Schleifscheibe und Not-Halt beziehungsweise Ausschalter kontrolliert. Der Abstand zwischen Werkstückauflage und Schleifscheibe darf höchstens 3 Millimeter betragen. Der vordere Abstand der nachstellbaren Schutzhaube zur Schleifscheibe darf höchstens 5 Millimeter betragen.[2]
Es dürfen nur Schleifscheiben verwendet werden, die für Maschine, Drehzahl, Werkstoff und Arbeitsaufgabe geeignet sind. Eine beschädigte oder ungeeignete Scheibe darf nicht benutzt werden. Das Montieren und Abrichten erfolgt nur durch befugte und unterwiesene Personen. Seitliches Schleifen ist nur zulässig, wenn die Schleifscheibe ausdrücklich dafür vorgesehen ist.
Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören mindestens geeigneter Augen- oder Gesichtsschutz und je nach Gefährdungsbeurteilung Gehörschutz, Schutzkleidung und Sicherheitsschuhe. Lange Haare werden gebunden, Schmuck abgelegt und weite Kleidung vermieden. Ob Handschuhe getragen werden dürfen, hängt von Werkstückgröße, Einzugsgefahr, Betriebsanleitung und Gefährdungsbeurteilung ab. Kleine Werkstücke dürfen nicht so gehalten werden, dass die Hände in die Nähe der rotierenden Scheibe geraten.
Die Funkenflugrichtung wird so gewählt, dass keine Personen, Gasschläuche, brennbaren Stoffe oder empfindlichen Einrichtungen gefährdet werden. Beim Anlauf steht die Bedienperson nicht direkt in der möglichen Bruchrichtung der Scheibe. Die BGHM fordert unter anderem eine standsichere Befestigung, geeignete Schleifkörper und die Beachtung der zulässigen Arbeitshöchstgeschwindigkeit.[3]

Beim Schleifen gehärteter Schneiden entsteht Reibungswärme. Kurze Schleifkontakte, geringer Druck und rechtzeitiges Kühlen vermindern die Gefahr einer Überhitzung. Deutliche Anlassfarben an der Schneide können auf eine unerwünschte Erwärmung hinweisen. Eine blau angelaufene Schneidkante muss von einer Fachkraft beurteilt werden, weil Härte und Standzeit beeinträchtigt sein können.
Rost entfernen und Korrosion vermeiden
Leichter Flugrost wird nach der Zustandsprüfung mit geeigneten Bürsten, Schleifvlies oder feinem Schleifmittel entfernt. Tiefer Lochfraß an hoch belasteten Werkzeugen kann die Festigkeit beeinträchtigen und muss fachlich bewertet werden. Nach dem Reinigen werden blanke Stahlflächen dünn mit einem geeigneten Korrosionsschutz versehen. Schneiden, Schlagflächen und Zangengreifflächen werden vor der Benutzung wieder sauber und griffig gemacht.
Werkzeuge werden trocken, übersichtlich und so gelagert, dass Schneiden und Hiebe nicht gegeneinanderschlagen. Feuchte Ledertaschen, Zunderreste und aggressiver Schleifstaub fördern Korrosion. Eine saubere Werkzeugwand, beschriftete Halterungen und getrennte Ablagen für scharfe Werkzeuge unterstützen die Arbeitssicherheit.
Betrieblicher Arbeitsablauf
Ein sinnvoller Pflegeablauf folgt einer festen Reihenfolge: Werkzeug identifizieren, reinigen, Schaden beurteilen, Instandhaltungsmaßnahme festlegen, sicher bearbeiten, reinigen, konservieren, Funktionskontrolle durchführen und Ergebnis dokumentieren. So wird verhindert, dass ein Werkzeug nur optisch verbessert wird, obwohl ein sicherheitsrelevanter Schaden bestehen bleibt.
Für die Dokumentation eignen sich Werkzeugnummer, Werkzeugart, festgestellter Mangel, ausgeführte Maßnahme, Prüfergebnis, Datum und Name der ausführenden Person. Bei sicherheitsrelevanten Mängeln wird das Werkzeug bis zur Freigabe eindeutig gesperrt.
Qualitätskontrolle nach dem Schärfen
Nach dem Schärfen wird geprüft, ob die vorgesehene Schneidenform wiederhergestellt ist. Die Fase soll gleichmäßig, die Schneide zur Werkzeugachse passend und frei von sichtbaren Ausbrüchen sein. Ein verbliebener Grat wird kontrolliert entfernt. Anschließend erfolgt eine vorsichtige Funktionsprobe an geeignetem Probewerkstoff unter sicheren Bedingungen.
Ein gutes Arbeitsergebnis zeigt sich nicht nur durch eine scharfe Schneide. Auch geringe Erwärmung, symmetrischer Materialabtrag, saubere Oberflächen, unveränderte Werkzeuglänge im zulässigen Bereich und ein sicherer Griff gehören zur Qualität.
Quellen und fachliche Vertiefung
- BGHM: Arbeitsschutz kompakt – Arbeiten am Schleifbock
- DGUV: Themenfeld Schleifen, Bürsten und Schleifwerkzeuge
- DGUV: Metall – Ein Handbuch für Lehrkräfte
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Maßnahme steht vor dem Schärfen eines Werkzeugs? (Werkzeug reinigen und auf Schäden prüfen) (!Schneide sofort stark erwärmen) (!Werkzeug ohne Prüfung einspannen) (!Schlagfläche einölen)
Wie wird der pilzförmige Rand an einem Meißelkopf häufig genannt? (Bart) (!Hieb) (!Fase) (!Angel)
Wovon hängt der richtige Keilwinkel eines Meißels ab? (Von Werkzeugart Werkstoff und Einsatz) (!Nur von der Werkzeuglänge) (!Nur von der Farbe des Stahls) (!Nur vom Gewicht des Hammers)
Womit werden zugesetzte Feilen fachgerecht gereinigt? (Mit einer Feilenbürste) (!Mit einem Vorschlaghammer) (!Mit einer Schweißflamme) (!Mit einer Trennscheibe)
Welcher maximale Abstand gilt zwischen Werkstückauflage und Schleifscheibe? (Drei Millimeter) (!Zehn Millimeter) (!Zwanzig Millimeter) (!Dreißig Millimeter)
Was kann eine blaue Anlassfarbe an einer gehärteten Schneide anzeigen? (Eine unerwünschte Überhitzung) (!Eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit) (!Eine korrekte Lagerung) (!Eine besonders grobe Feilenzahnung)
Was ist bei einer Schmiedezange besonders zu prüfen? (Maulform Gelenk und sicherer Werkstückhalt) (!Nur die Farbe der Schenkel) (!Nur das Gesamtgewicht) (!Nur die Länge der Griffe)
Wie werden Feilen gelagert? (So dass ihre Hiebe nicht gegeneinanderschlagen) (!Lose übereinander in einer Kiste) (!Dauerhaft in Wasser) (!Mit stark geölten Zähnen im Schleifstaub)
Was ist beim Schleifen an einer normalen Umfangsschleifscheibe richtig? (Die vorgesehene Umfangsfläche benutzen) (!Grundsätzlich an jeder Seitenfläche schleifen) (!Die Schutzhaube entfernen) (!Die Scheibe mit einem Hammer prüfen während sie läuft)
Wann muss ein Handwerkzeug ausgesondert werden? (Bei einem sicherheitsrelevanten Riss) (!Bei einer abwischbaren Verschmutzung) (!Nach jeder einzelnen Benutzung) (!Bei einer lesbaren Werkzeugnummer)
Memory
| Fase | Angeschliffene Fläche an einer Schneide |
| Bart | Pilzförmige Verformung am Schlagkopf |
| Feilenkarte | Reinigungswerkzeug für den Feilenhieb |
| Keilwinkel | Winkel der Werkzeugschneide |
| Korrosion | Schädigung eines Metalls durch chemische Reaktion |
| Werkstückauflage | Abstützung vor der Schleifscheibe |
| Abziehen | Feine Nachbearbeitung einer geschliffenen Schneide |
| Anlassfarbe | Hinweis auf die Erwärmung einer Stahloberfläche |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Sichtprüfung | Risse Ausbrüche und Verformungen erkennen |
| Reinigen | Zunder Öl und Späne entfernen |
| Schärfen | Vorgesehene Schneidengeometrie wiederherstellen |
| Abziehen | Feinen Grat und Schleifriefen vermindern |
| Konservieren | Blanke Flächen vor Korrosion schützen |
| Funktionsprüfung | Werkzeug kontrolliert auf Eignung testen |
| Dokumentieren | Mangel Maßnahme und Ergebnis festhalten |
Kreuzworträtsel
| Schleifbock | Welche ortsfeste Maschine besitzt rotierende Schleifscheiben? |
| Feilenbürste | Womit wird der Hieb einer Feile gereinigt? |
| Keilwinkel | Welcher Winkel bestimmt Stabilität und Eindringvermögen einer Schneide? |
| Korrosion | Wie heißt die chemisch verursachte Schädigung eines Metalls? |
| Werkstückauflage | Welche Einrichtung stützt das Werkzeug vor der Schleifscheibe? |
| Schneide | Welcher Teil eines Meißels trennt den Werkstoff? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Werkzeugkontrolle: Untersuche drei unterschiedliche Handwerkzeuge und notiere jeweils zwei mögliche Verschleißmerkmale.
- Fachwortplakat: Gestalte ein Plakat mit Schneide, Fase, Keilwinkel, Grat, Bart und Angel.
- Werkzeugordnung: Entwirf eine übersichtliche Werkzeugwand für Hämmer, Zangen, Meißel und Feilen.
- Fotodokumentation: Fotografiere unter Aufsicht ein Werkzeug vor und nach der Reinigung und beschrifte die sichtbaren Veränderungen.
Standard
- Prüfprotokoll: Entwickle ein betrieblich nutzbares Formular zur Zustandskontrolle von Schmiedewerkzeugen.
- Schärfversuch: Schärfe unter Anleitung einen Übungsmeißel und dokumentiere Winkel, Schleifmittel, Kühlung und Prüfergebnis.
- Feilenpflege: Vergleiche die Arbeitswirkung einer gereinigten und einer zugesetzten Feile an zwei gleichartigen Probestücken.
- Gefährdungsanalyse: Kennzeichne an einem Schleifbock Gefahrenstellen und ordne passende Schutzmaßnahmen zu.
Schwer
- Instandhaltungsplan: Erstelle für eine Ausbildungsschmiede einen Wochen- und Monatsplan zur Werkzeugpflege.
- Fehleranalyse: Untersuche eine absichtlich unsymmetrisch geschliffene Schneide und erkläre ihre Auswirkungen auf die Werkzeugführung.
- Unterweisung: Plane eine zehnminütige praktische Unterweisung zum sicheren Schärfen eines Meißels.
- Werkzeugprojekt: Fertige unter fachlicher Anleitung ein einfaches Schmiedewerkzeug an und entwickle dafür eine Pflege- und Prüfanweisung.


Lernkontrolle
- Arbeitsplanung: Plane die Instandsetzung eines stumpfen Kaltschrotmeißels mit leichtem Bart am Schlagkopf. Begründe Reihenfolge, Werkzeuge und Schutzmaßnahmen.
- Fehlerbewertung: Ein Meißel wurde so lange geschliffen, bis seine Schneide blau anlief. Erkläre mögliche Folgen und entscheide über das weitere Vorgehen.
- Werkzeugauswahl: Vergleiche Bankstein und Schleifbock für das Nachschärfen einer leicht stumpfen Schneide. Begründe, welches Verfahren Du bevorzugst.
- Unfallprävention: Eine Schmiedezange hält ein heißes Werkstück nur an einer kleinen Kante. Analysiere die Ursachen und entwickle eine sichere Lösung.
- Qualitätssicherung: Entwirf Kriterien, mit denen eine Ausbilderin oder ein Ausbilder ein nachgeschärftes Werkzeug beurteilen kann.
- Betrieblicher Transfer: Entwickle ein System, mit dem beschädigte Werkzeuge sofort gesperrt, gekennzeichnet, repariert und wieder freigegeben werden.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Leistungen wichtig:
- Fachgerechte Zustandsbeurteilung verschiedener Schmiedewerkzeuge
- Sichere Auswahl von Schleifmittel und Bearbeitungsverfahren
- Erhaltung der vorgesehenen Schneiden- oder Arbeitsgeometrie
- Beachtung von Arbeitsschutz Betriebsanweisung und persönlicher Schutzausrüstung
- Kontrollierter Umgang mit Schleifwärme und Gratbildung
- Fachgerechte Pflege von Hämmern Zangen Feilen und Meißeln
- Nachvollziehbare Dokumentation von Mangel Maßnahme und Prüfergebnis
- Sichere Funktionskontrolle und begründete Entscheidung über Freigabe oder Aussonderung
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