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Grundlagen des Treibens von Metall - Schmied

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Grundlagen des Treibens von Metall - Schmied




Einleitung

Treiben ist ein spanloses Umformverfahren, bei dem Metall durch gezielte Hammerschläge, Punzen oder Treibeisen plastisch verformt wird. Im Schmiede- und Metallgestaltungsbereich werden damit vor allem Bleche zu Schalen, Gefäßen, Wölbungen, Reliefs oder Bauteilen mit räumlicher Form verarbeitet. Anders als beim klassischen Schmieden, bei dem häufig erwärmtes Vollmaterial auf dem Amboss umgeformt wird, arbeitet man beim Treiben oft mit Blech und überwiegend im kalten Zustand. Je nach Werkstoff, Form und Umformgrad sind jedoch wiederholte Glühbehandlungen erforderlich.

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in der Metalltechnik, insbesondere an Lernende in der Fachrichtung Metallgestaltung, im Metallbildnerhandwerk sowie in kunsthandwerklichen Schmiede-, Kupfer-, Gold- und Silberschmiedewerkstätten. Du lernst, Treibarbeiten fachgerecht zu planen, Werkzeuge auszuwählen, den Werkstoffzustand zu beurteilen, typische Fehler zu vermeiden und Arbeitsschutzmaßnahmen anzuwenden.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses Lernkurses kannst Du das Treiben als Umformverfahren einordnen, die wichtigsten Treibtechniken unterscheiden, geeignete Werkzeuge und Unterlagen auswählen, Kaltverfestigung und Zwischenglühen erklären, einen einfachen Arbeitsablauf für eine getriebene Schale planen, Qualitätsmerkmale prüfen und Gefährdungen am Arbeitsplatz begründet beurteilen.


Fachliche Grundlagen


Treiben als Umformverfahren

Beim Treiben wird die Form eines Werkstücks geändert, ohne dass dabei gezielt Späne abgenommen werden. Das Volumen des Metalls bleibt annähernd erhalten, während sich Wanddicke, Oberfläche, Krümmung und Werkstoffzustand verändern können. Die bleibende Formänderung heißt plastische Verformung. Sie setzt ein, wenn die im Werkstoff wirkenden Spannungen die elastische Grenze überschreiten.

Für die Ausbildung ist die Abgrenzung zu verwandten Verfahren wichtig:

  1. Treiben: Freies, meist handwerkliches Umformen durch wiederholte Schläge mit Hammer, Punze oder Treibeisen.
  2. Schmieden: Umformen von meist massivem Metall zwischen Werkzeugflächen, häufig im erwärmten Zustand.
  3. Tiefziehen: Blechumformung mit Stempel, Matrize und Niederhalter; nicht mit dem handwerklichen Tiefen in einer Mulde verwechseln.
  4. Metalldrücken: Rotationssymmetrisches Umformen einer Ronde auf einem Drückfutter.
  5. Ziselieren: Modellieren und Gestalten einer Metalloberfläche mit Hammer und Punzen, häufig für Linien, Strukturen und Reliefs.
  6. Dengeln: Örtliches Strecken und Schärfen dünner Schneiden, beispielsweise an Sensen.


Werkstoffverhalten beim Treiben

Gut treibbare Werkstoffe besitzen ausreichende Duktilität. In der Praxis werden unter anderem Kupfer, Messing, Aluminium, Silber und geeignete weiche Stahlbleche verarbeitet. Die Eignung hängt nicht nur von der Metallart ab, sondern auch von Legierung, Blechdicke, Gefüge, Vorbehandlung und gewünschter Form.

Beim Kalttreiben steigt durch die plastische Verformung die Versetzungsdichte im Metall. Der Werkstoff wird härter und fester, zugleich nimmt seine weitere Verformbarkeit ab. Dieser Vorgang heißt Kaltverfestigung. Typische Anzeichen sind ein steigender Kraftbedarf, stärkeres Rückfedern und eine wachsende Rissgefahr.

Durch fachgerechtes Rekristallisationsglühen kann ein kaltverfestigter Werkstoff wieder verformbarer werden. Die zulässige Temperaturführung ist werkstoff- und legierungsabhängig. Deshalb arbeitest Du nach Werkstoffangabe, betrieblicher Arbeitsanweisung und Unterweisung. Ein zu frühes Weiterarbeiten am stark verfestigten Blech kann Randrisse, Bodenrisse oder unkontrollierte Falten verursachen.


Strecken, Stauchen und Biegen

Die Formänderung beim Treiben lässt sich durch drei grundlegende Wirkungen erklären:

  1. Strecken: Das Metall wird in der Fläche vergrößert und örtlich dünner. Beim Tiefen einer Ronde in einer Mulde wird vor allem gestreckt.
  2. Stauchen oder Einziehen: Der Umfang eines Bereichs wird verringert. Das Material muss kontrolliert aufgenommen werden; andernfalls entstehen Falten.
  3. Biegen: Das Blech wird gekrümmt, ohne dass eine starke Änderung der Wanddicke beabsichtigt ist.

In realen Treibarbeiten treten diese Wirkungen oft gemeinsam auf. Deine Aufgabe besteht darin, Schlagrichtung, Hammerform, Auflagepunkt und Arbeitsfolge so zu wählen, dass die gewünschte Wirkung überwiegt.


Verfahren des Treibens


Tiefen oder Eindellen

Beim handwerklichen Tiefen wird eine ebene Ronde in eine Mulde, auf einen Sandsack oder über eine andere nachgiebige Unterlage geschlagen. Das Material wird hauptsächlich gestreckt. Die Schale wird tiefer, während die Wanddicke besonders in stark beanspruchten Bereichen abnehmen kann.

Du arbeitest in gleichmäßigen, sich überlappenden Schlagbahnen. Das Werkstück wird fortlaufend gedreht. Ungeordnete Einzelschläge erzeugen leicht Beulen, dünne Stellen und eine unsymmetrische Form. Tiefe Formen dürfen nicht in einem einzigen Durchgang erzwungen werden.


Aufziehen oder Einziehen

Beim Aufziehen wird der Umfang eines vorgeformten Blechs schrittweise verkleinert. Dazu wird das Werkstück über einem Treibstock, Sperrhaken oder einer geeigneten Ambossform bearbeitet. Das Material wird überwiegend gestaucht; die Wandhöhe nimmt zu. Kleine kontrollierte Materialwellen können während des Einziehens entstehen, müssen aber rechtzeitig und systematisch zurückgearbeitet werden. Eine scharf umgelegte Falte ist ein Fehler, weil sie sich beim weiteren Treiben schließen und einen Riss verursachen kann.


Treiben von Reliefs

Beim Relief wird die Form häufig von der Rückseite herausgetrieben und von der Vorderseite nachgearbeitet. Als Unterlage dienen je nach Aufgabe Treibkitt, Treibpech oder eine andere zugelassene elastische Masse. Punzen mit unterschiedlichen Querschnitten erzeugen Linien, Flächen, Wölbungen und Übergänge. Das anschließende Ziselieren präzisiert Konturen und Oberflächen.

Historisch wurde auch Blei als weiche Unterlage verwendet. Wegen der Gesundheitsgefahren darfst Du bleihaltige Unterlagen in der Ausbildung nicht eigenmächtig einsetzen. Maßgeblich sind Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und zugelassene Ersatzstoffe.

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Datei:八寳紋銀盤-Cup Stand with the Eight Buddhist Treasures MET DP148284.jpg


Planieren und Schlichten

Nach dem Formen wird die Oberfläche mit einem Schlichthammer oder Planierhammer auf einer glatten Gegenform verdichtet und geglättet. Die Schläge sind leichter und dichter gesetzt als beim groben Treiben. Hammerbahn und Unterlage müssen sauber, poliert und passend gerundet sein. Jede Beschädigung der Werkzeugfläche kann sich im Werkstück abzeichnen.

Das Planieren verbessert die Formtreue und erzeugt eine gleichmäßige Oberfläche. Es ist jedoch kein Ersatz für eine fehlerhafte Vorform. Tiefe Falten, starke Wanddickenunterschiede oder Risse lassen sich nicht durch bloßes Glätten beseitigen.


Werkzeuge und Arbeitsmittel


Hämmer und Punzen

Treibwerkzeuge werden nach gewünschter Formwirkung ausgewählt. Zu den typischen Werkzeugen gehören:

  1. Treibhammer: Unterschiedlich gewölbte oder ballige Bahnen für die räumliche Formgebung.
  2. Schweifhammer: Schmale, längliche Hammerbahn für gerichtete Formänderungen und schwer zugängliche Bereiche.
  3. Schlichthammer: Glatte, polierte Bahn zum Planieren und Verdichten.
  4. Punze: Handgeführtes Werkzeug zum Übertragen von Schlägen auf kleine Flächen, Konturen oder Reliefbereiche.
  5. Treibeisen: Geformtes Werkzeug für örtliche Wölbungen, Kehlen und Übergänge.
  6. Holzhammer: Schonendes Vorformen, wenn möglichst wenige Metallabdrücke entstehen sollen.

Vor Arbeitsbeginn kontrollierst Du Hammerstiel, Keilung, Hammerkopf und Bahn. Lockere Köpfe, beschädigte Stiele, scharfe Grate oder aufgestauchte Schlagflächen sind nicht zulässig. Schlagwerkzeuge dürfen nur bestimmungsgemäß eingesetzt werden.


Unterlagen und Gegenformen

Die Unterlage bestimmt maßgeblich, ob das Blech gestreckt, gestaucht, gebogen oder nur geglättet wird.

  1. Amboss und Treibamboss bieten feste, definierte Gegenformen.
  2. Anke und Punzen eignen sich zum Auftiefen kleiner runder oder länglicher Werkstücke.
  3. Treibstock, Kugel- und Sperrhaken stützen Hohlkörper beim Aufziehen und Planieren.
  4. Holzmulde und Sandsack ermöglichen ein nachgiebiges Tiefen.
  5. Treibkitt oder Treibpech stützt Reliefarbeiten flächig und elastisch.

Die Auflagefläche muss zur gewünschten Innen- oder Außenkontur passen. Ein zu kleiner Radius führt zu örtlicher Überdehnung; eine zu große Auflage kann die Formwirkung abschwächen.

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Arbeitsablauf: Einfache getriebene Schale

Eine einfache Schale aus einer Metallronde eignet sich als Ausbildungsprojekt. Der folgende Ablauf ist ein Planungsmodell und ersetzt keine betriebliche Unterweisung.

  1. Auftrag klären: Zeichnung, Maße, Werkstoff, Blechdicke, Oberfläche und zulässige Abweichungen prüfen.
  2. Ronde vorbereiten: Zuschnitt anreißen, ausschneiden, Kanten vollständig entgraten und Mittelpunkt markieren.
  3. Arbeitsfolge planen: Treibtechnik, Werkzeuge, Unterlagen, Prüfschritte und Glühfolgen festlegen.
  4. Werkstück vorformen: Ronde in gleichmäßigen Bahnen tiefen oder für das Aufziehen vorbereiten.
  5. Form aufbauen: Werkstück nach jedem Schlagbereich drehen und symmetrisch in mehreren Umformstufen arbeiten.
  6. Werkstoffzustand prüfen: Bei deutlicher Kaltverfestigung Arbeit unterbrechen und nach Arbeitsanweisung zwischenglühen.
  7. Falten kontrollieren: Kleine Wellen geordnet zurücktreiben; scharfe Umschläge vermeiden.
  8. Zwischenprüfen: Durchmesser, Tiefe, Rundlauf, Randhöhe und sichtbare Fehler nach jedem Durchgang kontrollieren.
  9. Planieren: Oberfläche mit leichten, überlappenden Schlägen auf passender Gegenform glätten.
  10. Fertigstellen: Rand ausrichten, Endmaß herstellen, Oberfläche reinigen und Qualitätsprüfung dokumentieren.

Eine gute Treibarbeit entsteht nicht durch maximale Schlagkraft, sondern durch eine nachvollziehbare Arbeitsfolge, einen passenden Schlagwinkel und viele kontrollierte Schläge.


Schlagtechnik und Körperhaltung

Der Hammer wird so geführt, dass die Bahn möglichst vollflächig und im vorgesehenen Winkel auftrifft. Ein schräger Treffer kann das Blech seitlich verschieben, Kerben erzeugen oder eine Punze wegspringen lassen. Beim Arbeiten mit Punzen müssen Schlagender und Werkzeugkopf zueinander passen.

Achte auf eine stabile, aufrechte Haltung. Die Arbeitshöhe soll ermöglichen, den Schlag ohne hochgezogene Schulter und ohne stark gebeugten Rücken auszuführen. Wechsle bei längeren Arbeiten zwischen Formen, Prüfen und Planieren, damit einseitige Belastungen reduziert werden.


Qualität und Fehleranalyse


Qualitätsmerkmale

Eine fachgerechte Treibarbeit wird nicht nur nach ihrem Aussehen beurteilt. Wichtige Prüfmerkmale sind Formtreue, Symmetrie, Maßhaltigkeit, gleichmäßiger Randverlauf, angemessene Wanddickenverteilung, riss- und faltenfreie Oberfläche sowie die vereinbarte Oberflächenstruktur. Sichtprüfung, Tasten, Schablonen, Messschieber, Tiefenmaß und Radiuslehren können kombiniert werden.


Typische Fehler und Ursachen

  1. Risse: Häufige Ursachen sind zu starke Kaltverfestigung, scharfe Kanten, zu kleine Radien, grobe Schläge oder Materialfehler. Bei Rissanzeichen wird die Arbeit sofort unterbrochen.
  2. Scharfe Falten: Sie entstehen durch unkontrolliertes Stauchen oder zu große Umformschritte. Materialwellen müssen frühzeitig verteilt und zurückgearbeitet werden.
  3. Tiefe Hammerschläge: Ursachen sind beschädigte Hammerbahnen, zu hohe Schlagkraft, falscher Hammer oder ein schräger Auftreffwinkel.
  4. Asymmetrische Form: Sie entsteht oft durch ungleichmäßige Schlagbahnen, fehlendes Drehen oder eine ungeeignete Auflage.
  5. Dünne Stellen: Sie weisen auf örtliche Überdehnung hin. Weitere Schläge an derselben Stelle verschärfen den Fehler.
  6. Welliger Rand: Mögliche Ursachen sind ungleichmäßige Umfangsänderung, falsche Reihenfolge oder fehlende Zwischenkontrolle.

Fehler werden nicht verdeckt, sondern beurteilt und dokumentiert. Ob Nacharbeit, Reparatur oder Neuanfertigung zulässig ist, richtet sich nach Auftrag, Werkstoff und Qualitätsanforderung.


Arbeitsschutz und Umweltschutz

Treibarbeiten verursachen Lärm, können Metallteilchen oder Zunder lösen und beanspruchen Hände, Arme, Rücken und Gehör. Beim Glühen kommen Hitze, Brandgefahr, heiße Werkstücke und gegebenenfalls Dämpfe hinzu.

  1. Trage die nach Gefährdungsbeurteilung vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung, insbesondere Augen- und Gehörschutz sowie Sicherheitsschuhe.
  2. Prüfe Hammer, Punzen, Amboss und Werkstückauflage vor dem Einsatz.
  3. Halte den Schlagbereich frei und sichere kleine Werkstücke gegen Verrutschen.
  4. Lege heiße Werkstücke gekennzeichnet und nur an vorgesehenen Plätzen ab; benutze geeignete Zangen.
  5. Trage eng anliegende Arbeitskleidung, binde lange Haare zusammen und entferne Schmuck.
  6. Beachte beim Glühen, Beizen, Reinigen und Arbeiten mit Treibkitt die Betriebsanweisung und die erforderliche Lüftung oder Absaugung.
  7. Verwende Handschuhe nur entsprechend der konkreten Tätigkeit und Unterweisung; bei rotierenden Maschinen können Handschuhe eine zusätzliche Einzugsgefahr darstellen.
  8. Trenne Metallreste nach Werkstoff und vermeide unnötiges Schleifen, Ausschuss und übermäßigen Materialabtrag.
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Berufsbezug

Das Treiben ist in mehreren Ausbildungs- und Tätigkeitsfeldern relevant. Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung fertigen und restaurieren geschmiedete Bauteile und gestaltete Metallarbeiten. Metallbildnerinnen und Metallbildner arbeiten je nach Fachrichtung unter anderem mit Gürtler-, Metalldrück- und Ziseliertechniken. Auch in Gold- und Silberschmiedewerkstätten, in Restaurierung, Denkmalpflege, Bühnenplastik und künstlerischer Metallgestaltung werden Treibtechniken eingesetzt.

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Fachquellen und Mediennachweise

  1. Wikipedia: Treiben
  2. Wikipedia: Anke
  3. BIBB: Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung
  4. BIBB: Drücken, Treiben und Ziselieren
  5. BGHM: Arbeitsschutz an Ambossen
  6. BGHM: Arbeitsschutz am Schmiedehammer
  7. Wikimedia Commons: Repoussé


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welchem Fertigungsverfahren wird das Treiben zugeordnet? (Umformen) (!Trennen) (!Beschichten) (!Urformen)




Was geschieht bei der Kaltverfestigung? (Festigkeit und Härte steigen, die Verformbarkeit sinkt) (!Das Metall schmilzt örtlich auf) (!Die Wanddicke wird überall gleich) (!Die Oberfläche wird automatisch poliert)




Welche Wirkung überwiegt beim handwerklichen Tiefen in einer Mulde? (Strecken) (!Spanen) (!Löten) (!Härten durch Abschrecken)




Welche Aufgabe hat das Planieren? (Die Form und Oberfläche mit leichten dichten Schlägen zu glätten) (!Das Werkstück mit einer Säge zu trennen) (!Eine Schweißnaht vollständig zu ersetzen) (!Das Metall in einer Form zu gießen)




Warum werden Blechkanten vor dem Treiben entgratet? (Um Verletzungen und Rissansätze zu vermeiden) (!Um das Werkstück magnetisch zu machen) (!Um die Schmelztemperatur zu erhöhen) (!Um die Legierung zu verändern)




Welches Werkzeug dient häufig als elastische Unterlage für Reliefarbeiten? (Treibkitt) (!Bohrfutter) (!Schraubenschlüssel) (!Reißnadel)




Was ist bei einer scharf umgelegten Falte zu tun? (Arbeit unterbrechen und den Fehler fachgerecht beurteilen) (!Mit maximaler Kraft weiterschlagen) (!Die Falte ohne Prüfung zuschweißen) (!Das Werkstück sofort abschrecken)




Wodurch entsteht häufig eine asymmetrische Schale? (Ungleichmäßige Schlagbahnen und fehlendes Drehen) (!Durch regelmäßige Zwischenmessungen) (!Durch eine polierte Hammerbahn) (!Durch einen entgrateten Rand)




Welche persönliche Schutzausrüstung ist bei lauten Treibarbeiten besonders wichtig? (Augen- und Gehörschutz) (!Krawatte und Armbanduhr) (!Offene Schuhe) (!Lose Ärmel)




Worin unterscheidet sich Treiben typischerweise vom klassischen Schmieden? (Treiben formt häufig Blech und erfolgt oft kalt) (!Treiben ist immer ein spanendes Verfahren) (!Treiben ist nur mit Maschinen möglich) (!Treiben verändert grundsätzlich kein Metall)





Memory

Kaltverfestigung Zunehmende Härte bei sinkender Verformbarkeit
Tiefen Strecken des Blechs in einer Mulde
Aufziehen Kontrolliertes Einziehen des Umfangs
Schlichthammer Glätten und Verdichten der Oberfläche
Treibkitt Elastische Unterlage für Reliefarbeiten
Anke Werkzeug mit Vertiefungen zum Auftiefen
Punze Überträgt Schläge auf kleine Formbereiche
Zwischenglühen Wiederherstellen ausreichender Umformbarkeit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ronde entgraten Vorbereitung
Gleichmäßige Schlagbahnen setzen Vorformen
Werkstoffzustand prüfen Zwischenkontrolle
Schlichthammer einsetzen Planieren
Maße und Oberfläche dokumentieren Endprüfung






Kreuzworträtsel

Treiben Wie heißt das spanlose Umformen von Metall durch gezielte Schläge?
Ronde Wie heißt ein kreisförmiger Blechzuschnitt?
Punze Welches Werkzeug überträgt Hammerschläge auf einen kleinen Bereich?
Amboss Welche feste Unterlage wird beim Schmieden und Treiben verwendet?
Planieren Wie heißt das Glätten durch leichte dicht gesetzte Hammerschläge?
Duktilität Welche Werkstoffeigenschaft beschreibt gute plastische Verformbarkeit?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Treiben gehört zu den

. Beim handwerklichen Tiefen wird das Blech überwiegend

. Durch die Bearbeitung im kalten Zustand entsteht eine

. Ein geeigneter Glühvorgang kann die

wieder erhöhen. Für das Glätten der Oberfläche wird häufig ein

verwendet. Eine kreisförmige Blechscheibe heißt

. Beim Einziehen muss besonders auf die Vermeidung scharfer

geachtet werden. Zur Qualitätsprüfung gehören Maßhaltigkeit, Symmetrie und eine rissfreie

. Augen- und

gehören bei lauten Treibarbeiten zur wichtigen persönlichen Schutzausrüstung.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugkarte Treibhammer: Fotografiere oder zeichne drei Treibhämmer und beschrifte Bahn, Finne, Auge und Stiel.
  2. Begriffsplakat Treiben: Gestalte ein Plakat, das Strecken, Stauchen und Biegen mit einfachen Skizzen erklärt.
  3. Sicherheitscheck Schmiedewerkstatt: Erstelle eine Checkliste für Arbeitsplatz, Werkzeuge und persönliche Schutzausrüstung.
  4. Oberflächenvergleich: Vergleiche an Probestücken grobe Treibschläge und feine Planierhiebe und dokumentiere die Unterschiede.


Standard

  1. Arbeitsplan Kupferschale: Erstelle einen vollständigen Arbeitsplan mit Werkzeugen, Prüfpunkten und begründeten Glühpausen.
  2. Fehlerkatalog Treiben: Dokumentiere Risse, Falten, Hammerschläge und Asymmetrien anhand eigener Skizzen oder freier Bilder.
  3. Interview Metallgestaltung: Befrage eine Fachkraft zu Treibtechniken, Werkstoffauswahl und typischen Ausbildungsfehlern.
  4. Videotutorial Schlagbahnen: Produziere ein kurzes Lehrvideo, das die systematische Drehung eines Übungswerkstücks zeigt.


Schwer

  1. Konstruktionsvergleich Hohlkörper: Vergleiche Tiefen, Aufziehen und Metalldrücken für denselben Hohlkörper und begründe die Verfahrenswahl.
  2. Messprotokoll Wanddicke: Untersuche die Wanddickenverteilung eines getriebenen Probestücks und leite die vorherrschende Formänderung ab.
  3. Restaurierungskonzept Metallrelief: Entwickle ein dokumentiertes Vorgehen für die Untersuchung und behutsame Nachbildung eines historischen Reliefs.
  4. Ausbildungsprojekt Treibarbeit: Plane, fertige und präsentiere ein eigenes Werkstück mit Zeichnung, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsproben und Qualitätsnachweis.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Verfahrensauswahl Hohlkörper: Entscheide für eine vorgegebene Schalenform zwischen Tiefen, Aufziehen und Metalldrücken und begründe Deine Wahl anhand von Stückzahl, Oberfläche, Werkstoff und Werkzeugausstattung.
  2. Fehlerdiagnose Randriss: Analysiere einen Fall, in dem nach mehreren Treibgängen Randrisse auftreten, und entwickle eine fachlich begründete Korrektur des Arbeitsplans.
  3. Gefährdungsbeurteilung Treibplatz: Bewerte einen beschriebenen Arbeitsplatz mit beschädigtem Hammerstiel, fehlendem Gehörschutz und ungesichertem Werkstück nach dem TOP-Prinzip.
  4. Qualitätsprüfung Schale: Erstelle für eine getriebene Schale einen Prüfplan mit Merkmal, Prüfmittel, Zeitpunkt, Toleranz und Dokumentation.
  5. Werkstoffvergleich Treiben: Vergleiche Kupferblech und weiches Stahlblech für ein Ausbildungsprojekt und leite Auswirkungen auf Schlagkraft, Glühplanung und Oberflächenbearbeitung ab.
  6. Transfer Reliefgestaltung: Übertrage die Grundlagen des Treibens auf ein flaches Metallrelief und erkläre, welche Werkzeuge, Unterlagen und Arbeitsschritte sich ändern.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du die Fachbegriffe sicher verwenden, das Verfahren von Schmieden, Tiefziehen, Metalldrücken und Ziselieren abgrenzen, einen Arbeitsauftrag lesen, eine geeignete Werkzeug- und Werkstoffauswahl begründen, den Ablauf in Umformstufen planen, Kaltverfestigung und Zwischenglühen erklären, Gefährdungen beurteilen sowie Form, Maße, Wanddicke und Oberfläche eines Werkstücks prüfen. Besonders aussagekräftig ist eine Projektdokumentation mit Zeichnung, Arbeitsplan, Fotos der Umformstufen, Prüfprotokoll, Fehleranalyse und Reflexion.




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