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Gewicht und Schwerpunkt von Bauteilen bestimmen - Schmied

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Gewicht und Schwerpunkt von Bauteilen bestimmen - Schmied




Gewicht und Schwerpunkt von Bauteilen bestimmen - Schmied


Einleitung

Beim Schmieden entstehen Werkstücke und Bauteile, die vor dem Transport, beim Einrichten am Amboss, beim Spannen, beim Wenden und beim Heben sicher beurteilt werden müssen. Dazu gehören zwei Fragen: Wie groß ist die Masse des Bauteils? und Wo liegt sein Schwerpunkt? Beide Größen beeinflussen die Auswahl von Zange, Anschlagmittel, Hebezeug, Ablage und Arbeitsposition.

Im Werkstattalltag wird häufig vom „Gewicht“ in Kilogramm gesprochen. Fachlich ist jedoch zu unterscheiden: Die Masse wird in Kilogramm angegeben, die Gewichtskraft in Newton. Für Berechnungen an Schmiedeteilen wird meist zuerst die Masse aus Werkstoffdichte und Bauteilvolumen ermittelt. Danach kann die Gewichtskraft berechnet werden. Der Schwerpunkt ist der gedachte Punkt, in dem die Masse für viele statische Betrachtungen zusammengefasst werden kann.


Lernziele

Nach diesem Lernkurs kannst Du Masse und Gewichtskraft fachlich unterscheiden, Volumina einfacher und zusammengesetzter Bauteile berechnen, Werkstoffdichten richtig verwenden, Aussparungen berücksichtigen und den Schwerpunkt rechnerisch oder praktisch bestimmen. Außerdem kannst Du beurteilen, warum Schwerpunktlage, Stützfläche und Anschlagpunkt für eine sichere Schmiedearbeit wichtig sind.


Bedeutung in der Schmiedepraxis

Ein Schmiedeteil kann äußerlich handlich wirken und trotzdem eine große Masse besitzen. Besonders bei Stahl, langen Hebeln, Werkzeugköpfen, Beschlägen, Ringen oder asymmetrischen Freiformteilen liegt der Schwerpunkt nicht immer in der geometrischen Mitte. Eine falsche Einschätzung kann dazu führen, dass ein Bauteil aus der Zange kippt, auf dem Amboss verdreht, beim Kranhub pendelt oder auf einer Ablage umstürzt.

Für die Arbeitsplanung sind vor allem folgende Zusammenhänge wichtig: Die Masse bestimmt zusammen mit der Beschleunigung die Gewichtskraft. Die Schwerpunktlage bestimmt, wie sich das Bauteil beim Aufnehmen, Abstützen, Drehen und Anschlagen ausrichtet. Ein sicherer Stand liegt nur dann vor, wenn die senkrechte Projektion des Schwerpunkts innerhalb der Stützfläche bleibt.


Fachbegriffe und Größen

Die Masse m beschreibt die Menge an Materie und wird in Kilogramm angegeben. Die Dichte ρ ist die Masse je Volumen. Für Stahl wird in überschlägigen Werkstattrechnungen häufig mit etwa 7,85kg/dm3 gerechnet; der genaue Wert hängt vom Werkstoff ab. Das Volumen V beschreibt den Rauminhalt des Bauteils.

Die Gewichtskraft ergibt sich aus

FG=mg

mit der Erdbeschleunigung g9,81N/kg. Die Einheit der Gewichtskraft ist Newton. Eine Masse von 10kg übt nahe der Erdoberfläche eine Gewichtskraft von ungefähr 98,1N aus.


Masse und Gewichtskraft nicht verwechseln

Eine Waage zeigt in der Werkstatt gewöhnlich einen Massenwert in Kilogramm an. Für die Auslegung von Hebezeugen, Zangen oder Auflagen sind Herstellerangaben und betriebliche Vorgaben maßgeblich. Tragfähigkeiten dürfen niemals allein aus einer groben Überschlagsrechnung abgeleitet werden. Die Rechnung dient der Arbeitsvorbereitung und muss bei sicherheitsrelevanten Lasten durch verlässliche Bauteildaten oder eine geeignete Wägung abgesichert werden.


Masse eines Bauteils berechnen

Für einen homogenen Körper gilt:

m=ρV

Der sichere Rechenweg lautet: Bauteil in einfache Grundkörper zerlegen, alle Maße in zusammenpassende Einheiten umrechnen, Teilvolumina berechnen, Aussparungen abziehen und das Gesamtvolumen mit der Dichte multiplizieren. Bei Bauteilen aus mehreren Werkstoffen wird jede Teilmasse getrennt berechnet und anschließend addiert.


Häufige Grundkörper

Grundkörper Volumen Typische Anwendung
Quader V=lbh Flachstahl, Vierkant, Platte
Zylinder V=πd24l Rundstahl, Bolzen, Zapfen
Rohr oder Ring V=πD2d24l Hülse, Ringabschnitt
Prisma V=AGl Gleichbleibender Querschnitt


Rechenbeispiel: Flachstahlrohling

Ein Flachstahlrohling ist 800mm lang, 60mm breit und 20mm dick. Die Maße werden zweckmäßig in Dezimeter umgerechnet:

l=8dm, b=0,6dm, h=0,2dm

Damit beträgt das Volumen:

V=80,60,2=0,96dm3

Mit ρ=7,85kg/dm3 ergibt sich:

m=7,850,96=7,536kg

Die Masse beträgt gerundet 7,54kg. Die Gewichtskraft beträgt ungefähr:

FG=7,5369,8173,9N

Bei einem realen Schmiedeteil können Zunderverlust, Grat, Bearbeitungszugaben, Bohrungen und Formänderungen die tatsächliche Masse beeinflussen. Für genaue Werte wird das fertige oder vorbereitete Bauteil gewogen.


Aussparungen und zusammengesetzte Körper

Bohrungen, Durchbrüche und Ausklinkungen werden als negative Volumina behandelt. Bei einem Bauteil mit mehreren massiven Bereichen gilt:

Vges=VmassivVAussparung

Für unterschiedliche Werkstoffe gilt:

mges=ρiVi

Ein typischer Fehler besteht darin, Millimetermaße direkt mit einer Dichte in Kilogramm je Kubikdezimeter zu kombinieren. Vor der Rechnung müssen alle Längen- und Volumeneinheiten zueinander passen.


Schwerpunkt eines Bauteils bestimmen

Der Massenmittelpunkt ist das mit den Teilmassen gewichtete Mittel ihrer Lage. Bei einem homogenen Bauteil mit gleichmäßiger Dichte fällt er mit dem geometrischen Schwerpunkt zusammen. Bei unterschiedlichen Werkstoffen, ungleichmäßiger Wanddicke, angeschweißten Teilen oder asymmetrischer Form kann er deutlich von der geometrischen Mitte abweichen.


Schwerpunkt durch Symmetrie erkennen

Bei einem homogenen Quader liegt der Schwerpunkt im Schnittpunkt seiner drei Symmetrieebenen. Bei einem Zylinder liegt er auf der Achse in halber Länge. Besitzt ein Bauteil nur eine Symmetrieebene, liegt der Schwerpunkt zwar in dieser Ebene, seine genaue Position muss aber noch bestimmt werden. Bei zwei sich schneidenden Symmetrieebenen liegt der Schwerpunkt auf ihrer Schnittlinie.


Rechnerische Schwerpunktbestimmung

Für mehrere Teilmassen auf einer Achse gilt:

xS=miximi

Im Raum werden die Koordinaten getrennt berechnet:

xS=miximi, yS=miyimi, zS=mizimi

Die Lage xi, yi und zi wird immer auf dasselbe Koordinatensystem bezogen. Aussparungen können bei gleicher Dichte mit negativer Masse oder negativer Fläche angesetzt werden.


Rechenbeispiel: asymmetrisches Bauteil

Ein vereinfacht betrachtetes Bauteil besteht aus zwei Bereichen. Teil 1 besitzt eine Masse von 4kg und seinen Schwerpunkt bei x1=150mm. Teil 2 besitzt eine Masse von 8kg und seinen Schwerpunkt bei x2=650mm.

xS=4150+86504+8=483,3mm

Der Gesamtschwerpunkt liegt bei rund 483mm vom gewählten Ursprung. Er liegt näher am schwereren Teil 2. Genau diese Verschiebung ist bei Werkzeugköpfen, Haken, Krümmern und einseitig verdickten Schmiedeteilen zu erwarten.


Flächenschwerpunkt bei gleichmäßiger Dicke

Bei Blechen oder flachen Bauteilen mit überall gleicher Dicke und Dichte können statt der Teilmassen die Teilflächen verwendet werden:

xS=AixiAi

Aussparungen werden als negative Flächen eingesetzt. Bei veränderlicher Dicke oder unterschiedlichen Werkstoffen ist diese Vereinfachung nicht zulässig; dann muss mit Teilmassen gerechnet werden.


Praktische Schwerpunktbestimmung

Bei einem handhabbaren, kalten und sicher aufhängbaren Bauteil kann der Schwerpunkt durch das Lotverfahren gefunden werden. Das Teil wird nacheinander an mindestens zwei geeigneten Punkten frei aufgehängt. Von jedem Aufhängepunkt wird die Lotrichtung markiert. Der Schnittpunkt der Lotlinien kennzeichnet in der betrachteten Ebene die Schwerpunktlage.

Eine zweite Möglichkeit ist das vorsichtige Ausbalancieren auf einer schmalen, tragfähigen Auflage. Befindet sich die Auflage unter dem Schwerpunkt, entsteht näherungsweise Gleichgewicht. Dieses Verfahren ist nur für geeignete, standsichere und gegen Abrutschen gesicherte Teile zulässig. Heiße, scharfkantige oder schwere Bauteile werden nicht improvisiert ausbalanciert.


Schwerpunkt, Kippgefahr und Anschlagen

Ein Körper steht stabil, solange die Wirkungslinie der Gewichtskraft innerhalb der Stützfläche verläuft. Wandert die senkrechte Schwerpunktprojektion über eine Kippkante hinaus, entsteht ein kippendes Moment. Eine tiefe Schwerpunktlage und eine große Stützfläche erhöhen in der Regel die Standsicherheit.

Beim Heben richtet sich ein frei hängendes Bauteil so aus, dass sein Schwerpunkt senkrecht unter dem wirksamen Aufhängepunkt liegt. Liegt der Anschlagpunkt seitlich vom Schwerpunkt, kann das Teil beim Anheben drehen oder pendeln. Deshalb müssen geeignete Anschlagpunkte, zugelassene Anschlagmittel, Tragfähigkeiten, Neigungswinkel und betriebliche Hebeanweisungen beachtet werden. Die Schwerpunktberechnung ersetzt weder eine Gefährdungsbeurteilung noch die Qualifikation zum Anschlagen von Lasten.


Arbeitsablauf für die Werkstatt

  1. Bauteilgeometrie erfassen: Zeichnung, Maße, Werkstoff, Bohrungen, Aussparungen und zusätzliche Teile prüfen.
  2. Volumen bestimmen: Das Bauteil in bekannte Grundkörper zerlegen und alle Teilvolumina mit einheitlichen Maßen berechnen.
  3. Masse berechnen oder wiegen: Werkstoffdichte verwenden, Teilmassen addieren und das Ergebnis nach Möglichkeit durch Wägung prüfen.
  4. Schwerpunkt ermitteln: Symmetrie nutzen, Teilmassen tabellarisch auswerten oder ein geeignetes praktisches Verfahren anwenden.
  5. Handhabung planen: Greifstelle, Ablage, Stützfläche, Anschlagpunkt und mögliche Drehbewegung beurteilen.
  6. Sicherheit prüfen: Nur geeignete Arbeitsmittel verwenden und betriebliche Vorgaben einhalten.


Typische Fehler

  1. Einheitenfehler: Millimeter, Zentimeter, Dezimeter und Meter werden ohne Umrechnung vermischt.
  2. Masse und Gewichtskraft: Kilogramm und Newton werden gleichgesetzt.
  3. Aussparungen: Bohrungen oder Hohlräume werden nicht abgezogen.
  4. Falscher Schwerpunkt: Die geometrische Mitte wird trotz ungleicher Massenverteilung angenommen.
  5. Ungeeigneter Anschlagpunkt: Die Last kann beim Anheben kippen, drehen oder pendeln.
  6. Scheingenauigkeit: Überschlagswerte werden ohne Wägung oder Zeichnungsprüfung als exakte Werte behandelt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche physikalische Größe wird in Kilogramm angegeben? (Masse) (!Gewichtskraft) (!Drehmoment) (!Druck)




Welche Formel beschreibt die Masse eines homogenen Bauteils? (m gleich Dichte mal Volumen) (!m gleich Kraft mal Weg) (!m gleich Volumen durch Dichte) (!m gleich Dichte durch Volumen)




In welcher Einheit wird die Gewichtskraft angegeben? (Newton) (!Kilogramm) (!Kubikdezimeter) (!Pascal)




Wo liegt der Schwerpunkt eines homogenen Quaders? (Im Schnittpunkt der Symmetrieebenen) (!Immer an einer Außenkante) (!Immer auf der größten Fläche) (!Am höchsten Punkt)




Wie werden Bohrungen bei der Volumenberechnung behandelt? (Als abzuziehende Volumina) (!Als zusätzliche Massen) (!Als unveränderte Vollkörper) (!Als Gewichtskräfte)




Welche Formel bestimmt eine Schwerpunktkoordinate aus Teilmassen? (Summe aus Masse mal Lage geteilt durch Gesamtmasse) (!Gesamtmasse geteilt durch Gesamtvolumen) (!Kraft mal Hebelarm) (!Länge mal Breite mal Höhe)




Wann darf bei einem flachen Bauteil mit Teilflächen gerechnet werden? (Bei gleicher Dichte und gleicher Dicke) (!Bei beliebig wechselnder Dicke) (!Nur bei unterschiedlichen Werkstoffen) (!Nur bei hohlen Bauteilen)




Was geschieht mit einer frei hängenden Last? (Der Schwerpunkt richtet sich unter dem Aufhängepunkt aus) (!Der Schwerpunkt wandert dauerhaft nach oben) (!Die Masse wird kleiner) (!Die Dichte wird größer)




Wann beginnt ein abgestelltes Bauteil zu kippen? (Wenn die Schwerpunktprojektion die Stützfläche verlässt) (!Wenn die Masse in Kilogramm angegeben wird) (!Wenn die Dichte konstant bleibt) (!Wenn eine Symmetrieachse vorhanden ist)




Welche Aussage zur praktischen Schwerpunktbestimmung ist richtig? (Lotlinien aus mehreren Aufhängungen schneiden sich im Schwerpunkt) (!Eine einzige beliebige Kante liefert immer den Schwerpunkt) (!Heiße Bauteile werden frei von Hand ausbalanciert) (!Der Schwerpunkt liegt immer in der Bauteilmitte)





Memory

Masse Kilogramm
Gewichtskraft Newton
Dichte Stoffkennwert
Volumen Rauminhalt
Massenmittelpunkt Gewichtetes Lagemittel
Symmetrieachse Lagehilfe
Lotverfahren Aufhängeversuch
Stützfläche Standbereich





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Fachgröße oder Einheit
Masse Kilogramm
Gewichtskraft Newton
Dichte Kilogramm je Kubikdezimeter
Volumen Kubikdezimeter
Schwerpunktkoordinate Millimeter






Kreuzworträtsel

Dichte Welcher Stoffkennwert verbindet Masse und Volumen?
Volumen Wie heißt der Rauminhalt eines Bauteils?
Newton Welche Einheit hat die Gewichtskraft?
Symmetrie Welche Eigenschaft erleichtert das Auffinden des geometrischen Schwerpunkts?
Lotlinie Welche Linie wird beim Aufhängeverfahren markiert?
Hebelarm Welcher Abstand ist für ein Drehmoment maßgeblich?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die physikalische Größe mit der Einheit Kilogramm heißt

. Die Gewichtskraft wird in der Einheit

angegeben. Für einen homogenen Körper wird die Masse aus Dichte und

berechnet. Die Dichte von Stahl wird für Überschlagsrechnungen häufig mit etwa 7,85 Kilogramm je

angesetzt. Bohrungen werden bei der Volumenrechnung als

abgezogen. Der Massenmittelpunkt ist das gewichtete Mittel der Lagen aller

. Bei einem homogenen Quader liegt der Schwerpunkt im Schnittpunkt seiner

. Beim Aufhängeversuch wird von jedem Aufhängepunkt eine

eingezeichnet. Eine Last richtet sich so aus, dass ihr Schwerpunkt unter dem

liegt. Ein Bauteil kippt, wenn die Schwerpunktprojektion die

verlässt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffe erklären: Erstelle eine Karteikarte, die Masse, Gewichtskraft, Dichte, Volumen und Schwerpunkt fachlich voneinander abgrenzt.
  2. Grundkörper erkennen: Fotografiere oder skizziere vier kalte Werkstücke aus der Werkstatt und ordne ihnen geeignete geometrische Grundkörper zu.
  3. Einheiten prüfen: Entwickle eine Umrechnungshilfe für Millimeter, Dezimeter sowie die zugehörigen Quadrat- und Kubikeinheiten.
  4. Symmetrie untersuchen: Markiere an drei Bauteilskizzen mögliche Symmetrieachsen und schätze die Schwerpunktlage.


Standard

  1. Masse berechnen: Berechne die Masse eines Flachstahls und überprüfe das Ergebnis mit einer geeigneten Waage.
  2. Aussparung berücksichtigen: Entwirf ein Bauteil mit Bohrung, berechne Vollvolumen, Hohlraum und tatsächliche Masse.
  3. Schwerpunktversuch: Bestimme den Schwerpunkt eines leichten, kalten und sicher aufhängbaren Bauteils mit zwei Lotlinien und dokumentiere die Abweichung zur Schätzung.
  4. Werkstattvergleich: Vergleiche zwei ähnlich große Bauteile aus unterschiedlichen Werkstoffen und erkläre den Einfluss der Dichte.


Schwer

  1. Zusammengesetztes Schmiedeteil: Zerlege ein asymmetrisches Bauteil in Teilkörper und berechne seine dreidimensionale Schwerpunktlage.
  2. Anschlagkonzept bewerten: Analysiere an einem Modell, wie verschiedene Aufhängepunkte die Lage und mögliche Drehbewegung einer Last verändern.
  3. Fehleranalyse: Entwickle ein Rechenbeispiel mit drei typischen Fehlern und formuliere eine fachlich korrekte Korrektur.
  4. Digitale Dokumentation: Erstelle ein kurzes Lernvideo, das Berechnung, praktische Prüfung und sicherheitstechnische Grenzen der Schwerpunktbestimmung erklärt.




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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Masse: Ein Schmiedeteil wird von Stahl auf einen Werkstoff geringerer Dichte umgestellt, die Geometrie bleibt gleich. Erkläre die Auswirkungen auf Masse, Gewichtskraft und Schwerpunkt.
  2. Transferaufgabe Aussparung: Eine Bohrung wird außerhalb der Bauteilmitte eingebracht. Begründe, in welche Richtung sich der Schwerpunkt verschiebt.
  3. Transferaufgabe Stabilität: Vergleiche zwei Ablagepositionen desselben Bauteils und entscheide anhand von Schwerpunkt und Stützfläche, welche sicherer ist.
  4. Transferaufgabe Handhabung: Ein asymmetrischer Haken dreht sich beim Anheben unerwartet. Analysiere die Ursache und leite geeignete Planungsmaßnahmen ab.
  5. Transferaufgabe Messung: Rechnerischer und gewogener Massenwert stimmen nicht überein. Entwickle eine systematische Fehlersuche.
  6. Transferaufgabe Fertigung: Erkläre, wie Gratentfernung, Zunderverlust und spanende Nacharbeit Masse und Schwerpunkt eines Schmiedeteils verändern können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du Fachbegriffe korrekt verwendest, Einheiten sicher umrechnest, Volumina und Teilmassen nachvollziehbar berechnest, Aussparungen richtig abziehst und Schwerpunktkoordinaten mit einem einheitlichen Bezugssystem bestimmst. Wichtig sind außerdem eine fachlich begründete Beurteilung von Stützfläche, Kippgefahr und Lastlage sowie das Erkennen der Grenzen von Überschlagsrechnung und praktischen Versuchen. Ein vollständiger Lernnachweis enthält Rechenweg, Skizze, Einheiten, Ergebnisprüfung und eine kurze sicherheitstechnische Bewertung.




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