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Gewerbliche Kälteanlagen und Kälteservice – Kältemittelleckagen sicher einordnen

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Gewerbliche Kälteanlagen und Kälteservice – Kältemittelleckagen sicher einordnen

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Gewerbliche Kälteanlagen und Kälteservice – Kältemittelleckagen sicher einordnen

Ausbildungskurs | Kältetechnik und Kälteservice | ca. 60 Minuten Grundkurs mit Vertiefungsaufgaben | Stand: 11.10.2026

Leitfrage: Wie erkennst Du einen möglichen Kältemittelaustritt, ohne Dich selbst in Gefahr zu bringen – und wer darf welche Maßnahmen übernehmen?

Sicherheitsgrenze: Dieser Kurs trainiert das Einordnen, Abstandhalten, Warnen und Melden. Du öffnest keine Kältekreise, betätigst keine Ventile, quittierst keine Gasalarme, führst keine Lecksuche durch und betrittst keinen möglicherweise belasteten Bereich. Facharbeiten finden ausschließlich durch entsprechend befugte Personen nach Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung statt.

Bildblick: Erkenne an der beispielhaften Gewerbekälte-Ausstattung Bauteile. Das Bild ist keine Freigabe für Arbeiten an einer Anlage.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du Hinweis und Nachweis einer Leckage unterscheiden, die besonderen Risiken von Brand, Stoffwirkung und Druck beschreiben, Fachzuständigkeiten erklären und bei einer Warnmeldung eine sichere Meldeentscheidung treffen.


Lerneinheit 1: Anlage verstehen – 8 Minuten

Bildauftrag: Verfolge nur gedanklich die vier Stationen des geschlossenen Kältekreises.

Bauteil Aufgabe
Verdichter Erhöht den Druck des Kältemitteldampfes.
Verflüssiger Gibt Wärme an die Umgebung ab.
Expansionsventil Senkt den Druck des Kältemittels.
Verdampfer Nimmt Wärme aus dem zu kühlenden Bereich auf.

Detailbild: Ein Verdampfer ist kein ungefährliches Übungsobjekt. Auch Eisbildung allein beweist keine Leckage.

Prozessvideo: Danfoss Climate Solutions zeigt den grundlegenden Kältekreislauf. Achte auf die Bauteile, nicht auf Handgriffe für einen Serviceeinsatz.

Zusätzliche Lernanimation von EarthPen zum Kältekreislauf. Vergleiche die Darstellung mit dem Schema. Das Video ist keine Sicherheitsunterweisung.

Merksatz: Kältemittel zirkuliert in einem geschlossenen System. Eine Leckage ist ein unbeabsichtigter Austritt – nicht jede Betriebsstörung ist eine Leckage.


Lerneinheit 2: Stoffrisiken getrennt prüfen – 10 Minuten

Das Typenschild und die Anlagendokumentation sind wichtig. Die Sicherheitsgruppen nach ISO 817 beziehungsweise EN 378 beschreiben Toxizität und Brennbarkeit, ersetzen aber keine anlagenbezogene Gefährdungsbeurteilung.

Beispiel Einordnung Im Vordergrund
R290 – Propan A3 Hohe Brennbarkeit; mögliche Brand- und Explosionsgefahr bei Freisetzung.
R32 A2L Geringere Brennbarkeit mit niedriger Flammenausbreitungsgeschwindigkeit; Zündgefahren beachten.
R717 – Ammoniak B2L Giftige und reizend-ätzende Wirkung; unter geeigneten Bedingungen auch brennbar.
R744 – Kohlendioxid A1 Hohe Systemdrücke; gesundheitsschädliche Konzentrationen und Erstickungsgefahr.
R404A A1 Keine Flammenausbreitung im Normtest, aber unter anderem Verdrängung von Atemluft und hohe Klimawirkung bei Austritt.

A1 heißt nicht harmlos. Die Kennung steht hier für die Sicherheitsgruppe des Kältemittels, nicht für die gleichnamige Zertifikatsart im Fachkunderecht.


Brand und Zündquellen

Bei brennbaren Kältemitteln: Gefahrenbereich meiden; dort keine elektrischen Schalter oder Geräte eigenmächtig bedienen und keine möglichen Zündquellen einsetzen. Technische Schutzmaßnahmen legt die verantwortliche Fachstelle fest.


Druck und Kälteeinwirkung

Auch ohne Brandgefahr: Austretende Medien können Druck- und Kälteverletzungen verursachen. Besonders CO₂-Kälteanlagen erfordern eine spezifische Hochdruck-Gefährdungsbeurteilung. Niemals Verbindungen öffnen oder Druck selbst ablassen.


Giftige oder sauerstoffverdrängende Atmosphäre

R717: giftige und ätzende Wirkung.

R744 und weitere Kältemittel: Bei Freisetzung in geschlossenen Bereichen können gefährliche Konzentrationen entstehen. Verlasse Dich weder auf Deinen Geruchssinn noch darauf, dass ein Gas unsichtbar ist.

Die gezeigten GHS-Symbole illustrieren Gefahrenarten. Welche Kennzeichnung im Einzelfall vorgeschrieben ist, ergibt sich aus Stoffeinstufung, Gebinde und Sicherheitsdatenblatt.

Ergänzende Animation zu einer industriellen Ammoniak-Kälteanlage von Maksym Selianynov. Sie zeigt den Prozess, aber keine freigegebene Notfall- oder Reparaturanleitung.


Lerneinheit 3: Hinweise richtig deuten – 7 Minuten

Detailbild: stationäres Gasmessgerät als Beispiel. Der abgebildete Sensor ist nicht automatisch für CO₂ oder jedes Kältemittel geeignet.

Beobachtung aus sicherer Position Sichere Einordnung
Gaswarnmeldung Ernst nehmen, Alarmplan auslösen; nicht zur vermeintlichen Leckstelle gehen.
Kühlraum wird wärmer Betriebsstörung möglich; Ursache bleibt offen.
Eis, Geräusch oder Ölspur Auffälligkeit, aber für sich kein sicherer Leckagenachweis.
Kein auffälliger Geruch Schließt eine gefährliche Atmosphäre nicht aus.

Wichtig: Gaswarntechnik muss zum Kältemittel und zur Anlage passen. Prüfung, Messverfahren und Diagnose übernimmt die fachlich zuständige Person.


Lerneinheit 4: Fachzuständigkeit und Schutz – 10 Minuten

Bildauftrag: Welche Absperr- und Zugangsfragen müsste ein Betrieb für technische Außenbereiche vorab klären? Nicht vor Ort ausprobieren.

Rolle Aufgabe und Grenze
Du als Auszubildende oder Auszubildender Warnzeichen aus sicherer Entfernung melden, Abstand halten, betriebliche Alarmwege kennen; keine eigenständigen Arbeiten am Kältekreis.
Betreiber beziehungsweise Arbeitgeber Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Unterweisung, Alarmorganisation, geeignete Schutztechnik und Beauftragung qualifizierter Unternehmen sicherstellen.
Sachkundiges und befugtes Fachpersonal Nur die von Sachkunde, Tätigkeit, Betrieb und Schutzkonzept abgedeckten Prüf- und Servicearbeiten durchführen.
Einsatzkräfte Akute Gefahrenlagen nach Einsatzkonzept beurteilen und sichern.

Rechtsstand Deutschland, Oktober 2026: Die EU-F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 regelt unter anderem Leckagevermeidung, bestimmte Dichtheitskontrollen und Zertifizierungen. Die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2215 enthält tätigkeitsbezogene Zertifikatsarten. Die neue deutsche ChemKlimaschutzV vom 14. April 2026 gilt seit 17. April 2026 und konkretisiert unter anderem Sachkunde, Unternehmen und Betreiberpflichten.

Ob eine bestimmte Anlage prüfpflichtig ist, muss anhand von Stoff, Bauart, Füllmenge und Ausnahmen im aktuellen Recht geprüft werden. Für natürliche Kältemittel gelten zusätzlich die einschlägigen Arbeitsschutz- und Sicherheitsanforderungen.

Weder Ausbildung noch Kursbesuch allein berechtigen zu zertifizierungspflichtigen Arbeiten.


Das sichere Melde-Schema

  1. Abstand: Bleibe außerhalb des möglichen Gefahrenbereichs oder verlasse ihn, ohne andere zu gefährden.
  2. Warnung: Informiere andere über den vorgesehenen sicheren Alarmweg.
  3. Meldung: Nenne Ort, Warnsignal, Zeitpunkt und den aus Unterlagen bekannten Kältemitteltyp – nur soweit sicher verfügbar.
  4. Absicherung: Halte andere fern, soweit das ohne Eigengefährdung möglich ist; keine Ventile, Schalter, Lüftung oder Alarmrückstellung eigenmächtig bedienen.
  5. Übergabe: Zuständige Stelle verständigen; bei akuter Gefahr gemäß Notfallplan die 112 wählen. Erst nach ausdrücklicher Freigabe zurückkehren.

Schutzmaßnahmen: Technische Lösungen wie passende Gasüberwachung und geplante Lüftung, organisatorische Maßnahmen wie Unterweisung und Zugangsregeln sowie gegebenenfalls persönliche Schutzausrüstung werden aus der Gefährdungsbeurteilung abgeleitet.

Persönliche Schutzausrüstung erlaubt Dir keine eigenständige Lecksuche.


Lerneinheit 5: Ausbildungsfall – 10 Minuten

Fiktiver Fall „Supermarkt Kühlpunkt“:

Im Markt zeigt ein Display Gaswarnung Maschinenraum. In der freigegebenen Anlagendokumentation steht R744 (CO₂). Parallel meldet die Marktleitung einen Temperaturanstieg am Kühlmöbel.

Du bist im ersten Ausbildungsjahr; Deine Ausbilderin ist telefonisch erreichbar. Ein Kollege sagt: „Geh kurz in den Maschinenraum und sieh nach.“

Deine Entscheidung: Du betrittst den Raum nicht. Du meldest die Warnung über den Alarmweg, hältst andere fern, soweit gefahrlos möglich, und übergibst die Informationen an die verantwortliche Stelle.

Der Temperaturanstieg beweist keinen Kältemittelverlust. Bei CO₂ sind vor allem gefährliche Gaskonzentrationen und hohe Systemdrücke zu bedenken.


Modellaufgabe Basis

Frage: Was ist hier sicher bekannt – und was nur vermutet?

Hilfe 1: Trenne Anzeige, Dokumentation und Schlussfolgerung.
Hilfe 2: Ein Alarm ist ein Handlungsanlass, aber keine eigenständige Leckort-Bestimmung.
Begründetes Feedback: Sicher bekannt sind Gaswarnung, dokumentiertes Kältemittel und gemeldete Temperaturänderung. Die konkrete Leckstelle und selbst das genaue Fehlerbild sind nicht gesichert. Wer eine Leckstelle behauptet, verwechselt Hinweis und Nachweis.


Modellaufgabe Anwendung

Auftrag: Formuliere eine sichere Meldung mit höchstens 35 Wörtern, ohne eine Leckstelle zu behaupten.

Hilfe 1: Wo? Was wurde angezeigt? Wann? Welcher Stoff ist laut Unterlage angegeben?
Hilfe 2: Beende die Nachricht mit Deiner sicheren Position und einer Bitte um Übernahme.
Begründetes Feedback: Beispiel: „Supermarkt Kühlpunkt: Gaswarnung am Maschinenraum, R744 laut Anlagendokumentation, Kühlmöbeltemperatur steigt. Ich bin außerhalb des Bereichs. Bitte Alarmorganisation und zuständigen Fachservice übernehmen lassen.“ Das ist präzise, ohne eine Ursache zu erfinden.


Modellaufgabe Transfer

Variante: Auf einem anderen freigegebenen Anlagenblatt steht R290 statt R744. Was ändert sich an der Risikobewertung – und was bleibt gleich?

Hilfe 1: Vergleiche die Sicherheitsgruppen A3 und A1.
Hilfe 2: Denke an mögliche Zündquellen und an unveränderte Zuständigkeitsgrenzen.
Begründetes Feedback: Bei R290 rückt die Brand- und mögliche Explosionsgefahr in den Vordergrund. Gleich bleibt: nicht eintreten, keine Schalthandlungen im möglichen Gefahrenbereich, melden und zuständige Kräfte handeln lassen. Auch CO₂ war nicht ungefährlich.


Interaktive Aufgaben

Regel für alle Übungen: Nur Dokumente, Modellbilder und fiktive Fälle verwenden – keine Messungen oder Eingriffe an realen Anlagen.


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt eine Kältemittelleckage? (Einen unbeabsichtigten Austritt aus dem Kältekreis) (!Jeden Temperaturanstieg am Kühlmöbel) (!Jede Abschaltung eines Verdichters) (!Das geplante Abtauen eines Verdampfers)




Welche Beobachtung beweist für sich allein eine Leckstelle? (Keine einzelne der genannten Auffälligkeiten) (!Eine vereiste Stelle) (!Ein ungewöhnliches Geräusch) (!Ein gestiegener Kühlraumwert)




Wie verhältst Du Dich bei Gaswarnung am Maschinenraum? (Gefahrenbereich meiden und vorgesehenen Alarmweg nutzen) (!Selbst in den Raum gehen und die Quelle suchen) (!Die Warnanlage zurückstellen und weiterarbeiten) (!Am Kältekreis eine Verbindung kontrollieren)




Welches Risiko ist bei R290 besonders zu beachten? (Brand und mögliche Explosion nach Freisetzung) (!Ausschließlich eine hohe Treibhauswirkung) (!Nur eine erhöhte Betriebslautstärke) (!Keine relevante Gefährdung)




Was ist bei R744 besonders wichtig? (Hohe Drücke und gefährliche Kohlendioxidkonzentrationen) (!Eine besonders hohe Entzündlichkeit) (!Dass Leckagen stets am Geruch erkennbar sind) (!Dass Druck keine Rolle spielt)




Welches Risiko ist bei R717 wesentlich? (Giftige und ätzende Einwirkung) (!Vollständige gesundheitliche Unbedenklichkeit) (!Ausschließlich eine Geräuschbelastung) (!Nur Umweltverschmutzung durch Kunststoff)




Was bedeutet die Kältemittel-Sicherheitsgruppe A1? (Geringere Toxizität und keine Flammenausbreitung im Normtest) (!Eine allgemeine Freigabe für Auszubildende) (!Eine Garantie für ungefährlichen Gasaustritt) (!Eine Erlaubnis zum Öffnen von Rohrleitungen)




Wer darf vorgeschriebene Dichtheitskontrollen an einschlägigen F-Gas-Anlagen übernehmen? (Eine Person mit der dafür erforderlichen Sachkundebescheinigung) (!Jede Person nach einem Onlinequiz) (!Alle Beschäftigten mit Werkstattzugang) (!Jede Person mit einem beliebigen Gasmessgerät)




Welche Aussage über den Temperaturanstieg im Fall ist korrekt? (Er ist ein Hinweis auf eine Störung, aber kein Leckagenachweis) (!Er belegt eine Undichtigkeit am Verdampfer) (!Er beweist einen Defekt am Gaswarngerät) (!Er erlaubt den Zutritt zum Maschinenraum)




Was darfst Du nach einem Gasalarm nicht eigenmächtig tun? (Den Alarm zurückstellen oder den Bereich freigeben) (!Die zuständige Person verständigen) (!Dich in einen sicheren Bereich begeben) (!Andere ohne Selbstgefährdung warnen)





Memory

Verdichter Erhöht den Kältemitteldruck
Verdampfer Nimmt Wärme aus dem Kühlbereich auf
Gaswarnanlage Signalisiert eine erkannte Gasgefahr
R290 Brennbares Propan
R744 Kohlendioxid mit besonderem Druckrisiko
Sachkundebescheinigung Tätigkeitsbezogener Fachkundenachweis
Räumung Verlassen eines gefährdeten Bereichs





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kältekreislauf Geschlossenes System
Auffälligkeit Noch kein Leckagenachweis
Gaswarnung Unverzüglicher Alarmweg
Betreiber Organisation des sicheren Betriebs
Fachpersonal Berechtigte technische Prüfung





Kreuzworträtsel

Verdichter Welches Bauteil erhöht den Druck des Kältemitteldampfes?
Verdampfer Welches Bauteil nimmt Wärme aus dem Kühlbereich auf?
Verflüssiger Welches Bauteil gibt Wärme an die Umgebung ab?
Propan Wie heißt das Kältemittel mit der Kennung R290?
Ammoniak Welcher Stoff hat die Kältemittelkennung R717?
Gaswarnanlage Wie heißt eine technische Einrichtung zur Meldung einer erkannten Gasgefahr?





LearningApps

Suchansicht für ergänzende Übungen; einzelne externe Lernangebote müssen vor Unterrichtseinsatz fachlich geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der

erhöht den Druck des Kältemitteldampfes.
Im

nimmt das Kältemittel Wärme aus der Umgebung auf.
Eine auffällige Temperatur ist noch kein sicherer

.
R290 wird als

bezeichnet.
Bei R744 sind besonders hohe

zu beachten.
R717 heißt

und kann schwere Gesundheitsschäden verursachen.
Bei Gaswarnung meidest Du den

.
Das sichere Weitergeben von Beobachtungen heißt

.
Vorgeschriebene Facharbeiten erfordern passende

.
Eine Wiederfreigabe erfolgt erst nach Entscheidung der

.




Offene Aufgaben

Alle Aufgaben sind papiergestützt, digital oder an drucklosen Unterrichtsmodellen ohne Kältemittel durchzuführen.


Leicht

  1. Kältekreislauf: Beschrifte auf einem Ausdruck des Schemas vier Hauptbauteile mit je einem Tätigkeitsverb.
  2. Gefahrensymbol: Gestalte eine Bildkarte zu Brennbarkeit, Druck oder gesundheitlichen Gefahren; erkläre, warum ein Symbol allein nicht die ganze Anlage beschreibt.
  3. Kältemittel: Ordne R290, R717 und R744 auf Karten den Stoffnamen und Hauptgefahren zu.
  4. Betriebsanweisung: Formuliere drei Fragen, die Du Deiner Ausbilderin zum betrieblichen Alarmweg stellen würdest.


Standard

  1. Fehlerdiagnose: Unterscheide in einem fiktiven Störungsprotokoll zwischen Beobachtung, Vermutung und bestätigtem Befund.
  2. Kälteservice: Zeichne einen Zuständigkeitsplan für Auszubildende, Betreiber, sachkundige Fachkräfte und Einsatzkräfte.
  3. Gefährdungsbeurteilung: Entwickle für den Modellfall eine kurze Meldekarte mit ausschließlich sicher verfügbaren Informationen.
  4. Unterweisung: Erstelle eine 45-Sekunden-Audioansage zum Verhalten bei Gaswarnung, ohne Reparaturschritte zu nennen.


Schwer

  1. Risikobeurteilung: Vergleiche die Szenarien R290 und R744 in einer Matrix zu Brand, Druck, gesundheitlichen Risiken und gemeinsamen Verhaltensregeln.
  2. Rechtskunde: Prüfe anhand der verlinkten Normtexte, weshalb eine Sicherheitsgruppe A1 nicht mit einem Zertifikat A1 gleichgesetzt werden darf.
  3. Kältemittelleckage: Entwickle einen verzweigten Entscheidungsbaum für drei fiktive Meldungen mit begründeten sicheren Übergaben, jedoch ohne Eingriffsschritte.
  4. Arbeitssicherheit: Produziere ein Plakat oder Erklärvideo für neue Auszubildende; lasse Fachbehauptungen, Medienrechte und Alarmgrenzen von einer Lehrkraft prüfen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: In zwei Anlagen zeigt das Kühlmöbel dieselbe Temperaturabweichung; nur eine hat Gasalarm. Begründe die unterschiedlichen Sofortentscheidungen.
  2. Gefährdungsbeurteilung: Erkläre, warum eine geeignete Gaswarnanlage, eine Betriebsanweisung und persönliche Schutzausrüstung unterschiedliche Funktionen besitzen.
  3. Fachkunde: Ein Kollege beruft sich auf seine Berufserfahrung, kann aber keinen passenden Tätigkeitsnachweis zeigen. Erläutere die erforderliche Klärung durch den Betrieb.
  4. Brandgefahr: Begründe, warum die Sicherheitsbewertung bei einer fiktiven Umstellung von R744 auf R290 überprüft werden muss.
  5. Kommunikation: Verbessere die unsichere Meldung „Das Rohr ist undicht, ich gehe nachsehen“ zu einer sachlich richtigen Alarmmeldung.
  6. Sicherheitskultur: Zeige, warum ein korrekt ausgelöster Alarm auch dann sinnvoll war, wenn Fachkräfte später keine Leckage nachweisen.

Bewertungsmaßstab: Gute Antworten trennen Fakten von Vermutungen, nennen den stoffbezogenen Schwerpunkt, wahren die eigene Zuständigkeitsgrenze und begründen den sicheren Alarmweg.




Lernnachweis

  1. Du kannst das Schema einer Gewerbekälteanlage in Grundzügen erklären.
  2. Du unterscheidest Beobachtungen von fachlich bestätigten Leckagen.
  3. Du begründest die besonderen Gefahren von R290, R717 und R744.
  4. Du erläuterst Betreiberverantwortung und erforderliche tätigkeitsbezogene Sachkunde.
  5. Du gibst für einen neuen Modellfall eine sichere Meldung und eine begründete Übergabe ab.
  6. Du belegst wichtige Aussagen mit aktuellen Rechts- oder Fachquellen und dokumentierst verwendete Bildlizenzen.




OERs zum Thema

Fachlich geprüfte Ausgangsquellen (Abruf und Abgleich: 11.10.2026):

  1. EU-Verordnung 2024/573 – Leckagevermeidung, Dichtheitskontrollen und Zertifizierung; jeweils Geltungsbereich prüfen.
  2. EU-Durchführungsverordnung 2024/2215 – tätigkeitsbezogene Zertifikatsarten für F-Gase und Alternativen.
  3. ChemKlimaschutzV vom 14.04.2026 – seit 17.04.2026 geltendes deutsches Durchführungsrecht, insbesondere §§ 5, 10 und 14.
  4. DGUV-Sachgebiet Kälteanlagen – Arbeitsschutz, Betriebsanweisungen und Notfallmaßnahmen; Verweis auf DGUV Regel 100-500 Kapitel 2.35.
  5. DGUV: Sicher arbeiten mit Kältemitteln – Gefährdungsbeurteilung, persönliche Schutzmaßnahmen und Freisetzungsrisiken.
  6. BAuA: Technische Regeln für Gefahrstoffe – insbesondere Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen.
  7. Danfoss: Hersteller-Animationen – Bauteile und Funktionen; kein Ersatz für die betriebliche Sicherheitsunterweisung.

Wikipedia-Grundlagen zum Nachlesen:

Bildnachweise und Rechte: Die Dateien sind auf Wikimedia Commons einzeln nachgewiesen.

  1. Gewerbekälte-Bauteile – Mesadbal, CC BY 4.0.
  2. Kältekreis-Schema – Kaboldy, CC BY-SA 3.0.
  3. Verdampfer-Detail – Echoray, CC BY-SA 3.0.
  4. Stationärer Gasdetektor – Cjp24, CC BY-SA 3.0.
  5. Technischer Außenbereich – Bob Harvey, CC BY-SA 2.0.
  6. Flamme, Gasflasche, Totenkopf und Ätzwirkung – Wikimedia Commons, gemeinfrei.

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