Gewerbliche Kälteanlagen und Kälteservice – Expansionsorgane nach Funktion vergleichen
Gewerbliche Kälteanlagen und Kälteservice – Expansionsorgane nach Funktion vergleichen
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Einleitung
Gewerbliche Kälteanlagen und Kälteservice – Expansionsorgane nach Funktion vergleichen
Zielgruppe: Ausbildung zum Mechatroniker bzw. zur Mechatronikerin für Kältetechnik und verwandte Berufe.
Lernziel: Du vergleichst feste, mechanisch geregelte und elektronisch geregelte Expansionsorgane nach Aufbau, Funktion, Regelverhalten und Einsatzbereich.
Lernweg: 6 kurze Lerneinheiten mit Bildern, Animationen, einem Ausbildungsfall, Modellaufgaben und Feedback.
Sicherheitsgrenze: Du arbeitest ausschließlich mit Zeichnungen, Videos, bereitgestellten Messdaten und spannungsfreien Anschauungsmodellen. Keine eigenständigen Arbeiten am Kältekreis, keine Eingriffe in Steuerungen oder Sicherheitseinrichtungen.
Lerneinheit 1: Aufgabe des Expansionsorgans
Merke: Das Expansionsorgan drosselt das Kältemittel vom Hochdruckbereich zum Niederdruckbereich. Dabei sinkt der Druck. Ein Teil der Flüssigkeit kann verdampfen.

Bildauftrag: Suche Verdichter, Verflüssiger, Expansionsorgan und Verdampfer.
Kältekreislauf:
- Verdichter: Verdichtet das gasförmige Kältemittel.
- Verflüssiger: Gibt Wärme ab.
- Expansionsventil: Drosselt den Kältemittelstrom.
- Verdampfer: Nimmt Wärme auf.
Prozessanimation: Kältekreislauf
The Engineering Mindset: Basic Refrigeration Cycle. Englische Animation mit realen Bauteilansichten.
Basisfrage: Warum befindet sich das Expansionsorgan vor dem Verdampfer?
Musterantwort: Es stellt den Druckabfall auf das für die Verdampfung benötigte Niederdruckniveau bereit.
Feedback: Richtig ist die Verbindung von Druckänderung und Verdampfung. Das Expansionsorgan erzeugt nicht selbst die gesamte Kälteleistung.
Lerneinheit 2: Mechanische Expansionsorgane
Kapillarrohr
Ein Kapillarrohr besitzt einen fest vorgegebenen Strömungswiderstand. Es passt seine Öffnung nicht aktiv an die Kühllast an.

Bildauftrag: Vergleiche das Kapillarrohr mit dem daneben dargestellten thermostatischen Expansionsventil.
Geeignet: Einfachere Anlagen mit konstruktiv abgestimmten Betriebsbedingungen.
Grenze: Keine selbsttätige Überhitzungsregelung bei wechselnder Last.
Thermostatisches Expansionsventil – TEV
Das TEV regelt die Kältemittelzufuhr abhängig von der Überhitzung am Verdampferaustritt.

Schnittschema: Erkenne Membran, Ventilöffnung und die mechanische Kraftübertragung.

Berufsspezifisches Detailbild: TEV mit äußerem Druckausgleich.
Drei wirksame Drücke:
- Fühlerdruck: Wirkt in Öffnungsrichtung.
- Verdampferdruck: Wirkt in Schließrichtung.
- Federkraft: Wirkt ebenfalls in Schließrichtung.
Bei steigender Überhitzung öffnet das TEV unter vergleichbaren Betriebsbedingungen tendenziell weiter.
Bei sinkender Überhitzung schließt es tendenziell weiter.

Verfolge die Verbindung zwischen Fühler, äußerem Druckausgleich und Verdampferaustritt.

Detailaufnahme einer TEV-Anordnung mit äußerem Druckausgleich. Nur Bildanalyse, keine Montageanleitung.
Funktionsvideo: Thermostatisches Expansionsventil
The Engineering Mindset: How TXV works.
Lernfrage: Warum ist der Fühler am Verdampferaustritt wichtig?
Musterantwort: Er liefert die temperaturabhängige Druckinformation für die mechanische Überhitzungsregelung.
Feedback: Der Fühler allein reicht nicht aus: Auch Verdampferdruck und Federkraft beeinflussen den Öffnungsgrad.
Lerneinheit 3: Elektronische Expansionsorgane
Ein elektronisches Expansionsventil, kurz EEV, nutzt eine elektronische Regelung.
Typischer Regelkreis:
Temperaturfühler und Drucksensor → Regler → elektrischer Stellantrieb → Ventilöffnung → Verdampfer → neue Messwerte.
Wichtige Bauteile:
- Temperatursensor: Liefert die Temperatur am Verdampferaustritt.
- Drucksensor: Liefert den für die Regelung benötigten Druck.
- Regler: Berechnet die Regelabweichung.
- Schrittmotor oder Magnetantrieb: Verändert den wirksamen Durchfluss.
- Ventilsitz und Ventilnadel: Bestimmen die Durchflussöffnung.
Wichtig: Elektronische Expansionsventile können beispielsweise motorisch mit vielen Stellpositionen oder durch pulsweitenmoduliertes Öffnen und Schließen arbeiten.
Funktionsvideo: Elektronisches Expansionsventil
The Engineering Mindset: How EEV works. Achte auf Sensoren, Regler und Antrieb.
Fachlich geprüfte Herstelleranimationen:
Danfoss – Animationen zu TEV, AKV und ETS
Detailbilder und 3D-Ansichten:
Danfoss – Elektronische ETS-Expansionsventile
Die Herstellerbilder werden verlinkt, nicht als frei lizenzierte Bilder übernommen.
Anwendungsfrage: Was kann bei einem unplausiblen Drucksensorsignal passieren?
Musterantwort: Der Regler könnte aus falschen Eingangsdaten eine ungeeignete Stellgröße berechnen. Die tatsächlich wirksame Reaktion hängt von der integrierten Fehlerbehandlung ab.
Feedback: Eine Störung darf nicht durch Überbrücken oder eigenständiges Verändern von Regelparametern kompensiert werden.
Lerneinheit 4: Expansionsorgane vergleichen
| Kriterium | Kapillarrohr | TEV | EEV |
|---|---|---|---|
| Prinzip | Feste Drossel | Mechanische Regelung | Elektronische Regelung |
| Eingangsgröße | Keine aktive Messgröße | Fühlertemperatur und Druckkräfte | Sensorwerte und Regelalgorithmus |
| Stellglied | Fester Querschnitt | Membran und Ventilnadel | Elektrisch betätigtes Ventil |
| Stromversorgung für die Regelung | Nicht erforderlich | Nicht erforderlich | Erforderlich |
| Anpassung an Laständerungen | Nicht aktiv | Selbsttätig | Programmierbar und sensorabhängig |
| Vorteile | Einfacher Aufbau | Eigenständige mechanische Regelung | Flexible und präzise Regelmöglichkeiten |
| Grenzen | Eingeschränkte Anpassung | Mechanische Kennlinie und Auslegungsgrenzen | Abhängigkeit von Sensorik, Elektronik und Versorgung |
| Typische Anwendung | Einfache abgestimmte Systeme | Gewerbliche Direktverdampfungsanlagen | Anlagen mit hohen Anforderungen an variable Betriebszustände |
Merksatz: Ein EEV ist nicht automatisch in jeder Anlage die bessere Wahl. Kältemittel, Druckbereich, Regelstrategie, Dimensionierung, Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit entscheiden.
Überhitzung verstehen
Die Überhitzung ist die Differenz zwischen der tatsächlichen Temperatur des Kältemitteldampfes am Verdampferaustritt und der zum zugehörigen Druck gehörenden Sättigungstemperatur.
Formel:
Überhitzung = Austrittstemperatur − Sättigungstemperatur
Bei zeotropen Kältemittelgemischen wird für die gasförmige Austrittsüberhitzung die passende Taupunkttemperatur verwendet.
Modellrechnung:
Sättigungstemperatur: −10 °C
Austrittstemperatur: −4 °C
Überhitzung: 6 K
Feedback: Die Temperaturdifferenz beträgt 6 Kelvin. Ob dieser Wert im Betrieb richtig ist, lässt sich ohne Anlagendaten und Herstellervorgaben nicht entscheiden.

TEV-Schnittzeichnung: Ordne den mechanischen Kraftvergleich der Überhitzungsregelung zu.
Lerneinheit 5: Ausbildungsfall – Kühlraum im Lebensmittelmarkt
Situation: In einem Lebensmittelmarkt wird ein Kühlraum bei wechselndem Warenumschlag betrieben. Die Auszubildenden vergleichen ein vorhandenes TEV mit einer möglichen elektronischen Regelung – ausschließlich am digitalen Modell.
Arbeitsauftrag: Werte die fiktiven Messdaten aus. Es erfolgen keine Messungen oder Eingriffe an der realen Kälteanlage.
| Betriebszustand | Sättigungstemperatur | Austrittstemperatur | Überhitzung |
|---|---|---|---|
| Modell A: Ausgangslast | −10 °C | −4 °C | 6 K |
| Modell B: Höhere Last | −10 °C | 0 °C | 10 K |
| Modell C: Nach Regelreaktion | −10 °C | −3 °C | 7 K |
Alle Werte sind didaktisch erfunden und keine Sollwerte für reale Anlagen.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – Beobachten: Vergleiche die Temperaturen und die Überhitzungen.
Hilfe 2 – Verknüpfen: Eine höhere Überhitzung kann bei sonst vergleichbaren Bedingungen ein Zeichen für geringere Verdampferbeaufschlagung im Verhältnis zur Wärmelast sein.
Hilfe 3 – Anwenden: Rechne: 0 °C − (−10 °C) = 10 K. Überlege anschließend, wie TEV und EEV auf eine steigende Überhitzung reagieren sollen.
Hilfe 4 – Bewerten: Trenne beabsichtigte Regelreaktion, mögliche Fehlerursachen und nachgewiesene Störung. Ein einzelner Zahlenwert beweist keinen Ventildefekt.
Basisaufgaben mit Feedback
Aufgabe B1: Bestimme den Ort des Expansionsorgans im Kreislauf.
Lösung: Zwischen Hochdruck-Flüssigkeitsseite und Verdampfer.
Feedback: Hier wird die Druckdifferenz für die Verdampfung genutzt.
Aufgabe B2: Berechne die Überhitzung im Modell B.
Lösung: 10 K.
Feedback: Temperaturen in °C subtrahieren; das Ergebnis als Temperaturdifferenz in K angeben.
Aufgabe B3: Nenne den Stellmechanismus von TEV und EEV.
Lösung: TEV: mechanischer Kraftvergleich. EEV: elektronisch ausgelöste Ventilbetätigung.
Feedback: Entscheidend ist, wie die Öffnung verändert wird.
Anwendungsaufgaben mit Feedback
Aufgabe A1: Erkläre den Anstieg von 6 K auf 10 K im Modell.
Musterlösung: Die Austrittstemperatur steigt bei gleichbleibender modellierter Sättigungstemperatur. Die Überhitzung nimmt zu.
Feedback: Das beschreibt die Messwerte korrekt, belegt aber noch keine einzelne Ursache.
Aufgabe A2: Beschreibe die erwartete Reaktion eines korrekt arbeitenden TEV.
Musterlösung: Es öffnet bei steigender Überhitzung tendenziell weiter und ermöglicht mehr Kältemittelzufuhr.
Feedback: Die tatsächliche Wirkung hängt zusätzlich von Druckverhältnissen, Auslegung und Anlagenzustand ab.
Aufgabe A3: Welche Informationen benötigt eine typische elektronische Überhitzungsregelung?
Musterlösung: Austrittstemperatur, zugehörigen Druck und hinterlegte Kältemitteleigenschaften.
Feedback: Die Regelung bildet daraus die Überhitzung und bestimmt eine Stellgröße.
Transferaufgaben mit Feedback
Aufgabe T1: Begründe, wann ein EEV im Kühlraum Vorteile haben könnte.
Musterlösung: Bei stark wechselnder Last kann eine passend ausgelegte elektronische Regelung flexibler reagieren und Betriebsdaten für die Auswertung bereitstellen.
Feedback: Eine pauschale Energieeinsparung ohne konkrete Anlagenprüfung ist nicht nachgewiesen.
Aufgabe T2: Ein elektronischer Regler meldet widersprüchliche Sensorwerte. Entscheide über das Vorgehen.
Musterlösung: Störung dokumentieren, verantwortliche Fachperson informieren und die vorgesehenen Sicherheitsabläufe einhalten.
Feedback: Richtig ist die sichere Eingrenzung ohne Sensorüberbrückung oder Veränderung an der Anlage.
Aufgabe T3: Vergleiche den Aufwand einer möglichen Umrüstung von TEV auf EEV.
Musterlösung: Zusätzliche Komponenten, Regelungsintegration, Verträglichkeit, Sicherheitsfunktionen, Wirtschaftlichkeit und erforderliche Fachkunde müssen durch den Fachbetrieb geprüft werden.
Feedback: Ein Ventiltausch ist keine isolierte Komponentenentscheidung.
Lerneinheit 6: Kälteservice, Risiken und Fachkunde
Grundregel: Vor realen Arbeiten müssen das konkrete Kältemittel, die Betriebsbedingungen, die Gefährdungsbeurteilung, die Herstellerunterlagen und die erforderliche Qualifikation geklärt sein.
Kältemittelrisiken getrennt beurteilen
| Beispiel | Wesentliche Gefährdung | Konsequenz für die Ausbildung |
|---|---|---|
| R290 – Propan | Hohe Entzündbarkeit, mögliche explosionsfähige Atmosphäre | Keine Arbeiten an kältemittelführenden Teilen; Brandschutzkonzept und Fachkunde erforderlich |
| R744 – Kohlendioxid | Hohe Betriebsdrücke, Erstickungsgefahr durch verdrängten Sauerstoff | Druckrisiken und Schutzkonzept nur anhand freigegebener Unterlagen bewerten |
| R717 – Ammoniak | Toxizität, Verätzungsgefahr und zusätzliche Brandrisiken | Schutzmaßnahmen und Notfallorganisation durch Fachkundige festlegen |
Weitere Gefahren: Kälteverbrennungen, austretende Kältemittel, Druckenergie, elektrische Spannung und unbeabsichtigter Anlagenanlauf.
Nicht zulässige eigenständige Lernhandlungen:
- Kältekreis öffnen, befüllen, entleeren oder absichtlich Kältemittel freisetzen.
- Ventile am laufenden System verstellen oder Druckleitungen lösen.
- Sensoren, Schutzschalter oder Alarmfunktionen überbrücken.
- Reglerparameter ohne fachliche Freigabe ändern.
Zulässige Lernformen: Schaltbilder auswerten, Herstelleranimationen analysieren, Simulationen bedienen und ausschließlich von der Lehrkraft freigegebene Anschauungsmodelle untersuchen.
Aktueller Rechtsrahmen – Stand 11. Oktober 2026
EU: Die Verordnung (EU) 2024/573 regelt fluorierte Treibhausgase. Die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2215 enthält Mindestanforderungen an bestimmte Zertifizierungen, auch im Zusammenhang mit Alternativen zu F-Gasen.
Deutschland: Die neu gefasste Chemikalien-Klimaschutzverordnung trat am 17. April 2026 in Kraft. Sie regelt unter anderem Sachkunde, Zertifizierung und Übergangsbestimmungen.
Arbeitsschutz: Zusätzlich sind unter anderem die Betriebssicherheitsverordnung, Gefährdungsbeurteilung, anlagenspezifische Sicherheitsvorschriften und die jeweils einschlägigen technischen Regeln zu beachten.
Wichtig: Ausbildung allein ersetzt weder einen erforderlichen Sachkundenachweis noch eine Berechtigung zur eigenständigen Arbeit. Konkrete Anforderungen hängen von Tätigkeit, Kältemittel, Anlage und Übergangsregelungen ab.
Amtliche Fachquellen:
- Umweltbundesamt – F-Gas-Verordnung, aktualisiert am 02.10.2026
- EUR-Lex – Verordnung (EU) 2024/573
- EUR-Lex – Durchführungsverordnung (EU) 2024/2215
- Bundesrecht – ChemKlimaschutzV 2026
- DGUV – Sicher arbeiten mit Kältemitteln
- BAuA – Technische Regeln für Betriebssicherheit
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Hauptaufgabe erfüllt ein Expansionsorgan im Kältekreislauf? (Drosselung auf ein niedrigeres Druckniveau) (!Verdichtung des Kältemitteldampfes) (!Abgabe der Wärme an die Umgebung) (!Antrieb des Verdichterelektromotors)
Wo wird der Temperaturfühler eines üblichen TEV für die Überhitzungsregelung angebracht? (Am Verdampferaustritt) (!Am Ausgang des Verflüssigers) (!An der Druckgasleitung) (!Am Gehäuse des Verdichters)
Wie groß ist die Überhitzung bei minus zehn Grad Sättigungstemperatur und minus vier Grad Austrittstemperatur? (Sechs Kelvin) (!Vier Kelvin) (!Zehn Kelvin) (!Vierzehn Kelvin)
Welche Informationen nutzt eine typische elektronische Überhitzungsregelung? (Temperatur und Druck) (!Nur die Uhrzeit) (!Nur die Raumbeleuchtung) (!Nur die Ventilfarbe)
Welches Expansionsorgan passt seinen Durchflussquerschnitt nicht aktiv an Laständerungen an? (Kapillarrohr) (!Thermostatisches Expansionsventil) (!Elektronisches Schrittmotorventil) (!Elektronisches Pulsventil)
Welche Aufgabe hat ein äußerer Druckausgleich am TEV? (Erfassung des passenden Verdampferaustrittsdrucks) (!Erhöhung des Verdichterdrucks) (!Kühlung des Ventilgehäuses) (!Abschaltung der Netzspannung)
Welche Aussage zu einer erhöhten Überhitzung ist fachlich richtig? (Sie muss im Zusammenhang mit weiteren Anlagendaten bewertet werden) (!Sie beweist immer einen defekten Verdichter) (!Sie beweist immer Kältemittelmangel) (!Sie macht jede weitere Prüfung unnötig)
Wie verhältst Du Dich bei einer unplausiblen Sensoranzeige? (Störung dokumentieren und die Fachperson informieren) (!Sensor sofort überbrücken) (!Schutzfunktion dauerhaft abschalten) (!Ventil ohne Freigabe verstellen)
Welche besondere Gefahr besteht bei R290? (Hohe Entzündbarkeit) (!Keine Brandgefahr) (!Grundsätzlich druckloser Betrieb) (!Vollständige Ungiftigkeit aller Verbrennungsprodukte)
Welche Aussage zur Arbeit am Kältekreis ist richtig? (Erforderliche Fachkunde und Sicherheitsvorgaben müssen erfüllt sein) (!Jede auszubildende Person darf allein Kältemittel einfüllen) (!Eine Videoanleitung ersetzt die Sachkunde) (!Der verwendete Kältemitteltyp ist unwichtig)
Memory
| Thermofühler | Temperaturabhängiger Druckimpuls beim TEV |
| Membran | Übertragung mechanischer Druckkräfte |
| Ausgleichsleitung | Erfassung des Austrittsdrucks |
| Schrittmotor | Veränderung der Ventilstellung |
| Drucksensor | Elektronische Druckinformation |
| Kapillarrohr | Nicht aktiv geregelte Drossel |
| Überhitzung | Temperaturdifferenz über dem Sättigungszustand |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion |
|---|---|
| Fühlerdruck | Öffnungskraft beim TEV |
| Federkraft | Schließkraft beim TEV |
| Schrittmotor | Elektrischer Stellantrieb |
| Regelalgorithmus | Verarbeitung elektronischer Eingangssignale |
| Ventilsitz | Begrenzung der Durchflussöffnung |
Kreuzworträtsel
| Verdampfer | In welchem Bauteil nimmt das Kältemittel die zu kühlende Wärme auf? |
| Membran | Welches bewegliche Element überträgt beim TEV Druckkräfte? |
| Fühler | Welches Bauteil liefert dem TEV eine temperaturabhängige Information? |
| Regler | Welches elektronische Bauteil berechnet eine Stellgröße? |
| Sensor | Wie heißt ein Bauteil zur elektrischen Messwerterfassung? |
| Verdichter | Welches Bauteil erhöht den Druck des gasförmigen Kältemittels? |
LearningApps
Die Suchansicht stellt keine vorab geprüfte einzelne LearningApp dar.
Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite alle Aufgaben ohne Eingriff in reale Kälteanlagen.
Leicht
- Kältekreislauf: Zeichne die vier Hauptkomponenten und markiere das Expansionsorgan.
- Kapillarrohr: Erstelle eine Bildkarte zum festen Drosselprinzip.
- Thermostatisches Expansionsventil: Beschrifte eine ausgedruckte TEV-Schnittzeichnung.
- Elektronisches Expansionsventil: Gestalte ein Plakat mit Sensor, Regler und Stellglied.
Standard
- Überhitzung: Erstelle drei eigene Modellrechnungen und überprüfe die Einheiten.
- Regelungstechnik: Entwickle ein Flussdiagramm für die elektronische Überhitzungsregelung.
- Kälteservice: Vergleiche TEV und EEV anhand von fünf fachlichen Kriterien.
- Fehleranalyse: Entwirf einen Meldebogen für eine unplausible Sensoranzeige ohne praktische Eingriffe.
Schwer
- Kälteanlagentechnik: Erarbeite für den Ausbildungsfall eine begründete Entscheidungsmatrix für TEV und EEV.
- Energieeffizienz: Analysiere, welche zusätzlichen Daten benötigt werden, um mögliche Energieeinsparungen nachzuweisen.
- Arbeitssicherheit: Gestalte eine Gefährdungsübersicht für R290, R744 und R717 mit überprüften Fachquellen.
- Fachkunde: Entwickle ein kurzes Erklärvideo zur Grenze zwischen sicheren Modellaufgaben und zertifizierungspflichtigen Tätigkeiten.


Lernkontrolle
- Systemverständnis: Erkläre, warum ein Expansionsorgan sowohl den Kältemittelstrom beeinflusst als auch eine Druckgrenze zwischen Hoch- und Niederdruckbereich bildet.
- Regelverhalten: Vergleiche die Reaktionen von TEV und EEV auf eine modellierte Laststeigerung und erläutere die Voraussetzungen Deiner Aussage.
- Fehlerdiagnose: Begründe, weshalb eine erhöhte Überhitzung allein keinen Kältemittelmangel oder Ventildefekt beweist.
- Anlagenplanung: Entscheide für zwei fiktive Kühlräume mit unterschiedlichem Lastprofil, welches Regelprinzip jeweils sinnvoll erscheint, und begründe Grenzen und offene Fragen.
- Sicherheitskompetenz: Entwickle einen sicheren Handlungsablauf für die Meldung einer Störung, ohne Eingriffe in den Kältekreis vorzusehen.
- Quellenkritik: Vergleiche eine Herstelleranimation mit einer amtlichen Sicherheitsquelle und unterscheide technische Funktionserklärung von verbindlichen Anforderungen.
Bewertung: Fachlich richtige Zusammenhänge, begründete Entscheidungen, nachvollziehbare Modellrechnungen, Benennung von Unsicherheiten und Einhaltung der Sicherheitsgrenzen.
Lernnachweis
Für einen erfolgreichen Lernnachweis zeigst Du:
- Ein korrekt beschriftetes Schema des Kältekreislaufs.
- Einen fachlichen Vergleich von Kapillarrohr, TEV und EEV.
- Die Erklärung der mechanischen und elektronischen Überhitzungsregelung.
- Zwei richtige Modellrechnungen zur Überhitzung.
- Eine begründete Auswertung des Ausbildungsfalls.
- Die Unterscheidung zwischen Messwert, Verdacht und gesicherter Diagnose.
- Eine nachvollziehbare Entscheidung mit technischen und wirtschaftlichen Kriterien.
- Den sicheren Umgang mit Modellaufgaben sowie Kenntnis der Grenzen Deiner Fachkunde.
Empfohlene Dokumentation: Digitales Lernportfolio mit Zeichnungen, Rechenwegen, Entscheidungsbegründungen und Quellenangaben.
OERs zum Thema
Wikipedia: Thermostatisches Expansionsventil
Weitere technische Grundlagen:
- Danfoss – Funktionsprinzip des TEV
- Danfoss – Elektronische Überhitzungsregler
- Danfoss – Produktanimationen
Medienrechte und Quellenprüfung:
Die eingebundenen Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateibeschreibungsseiten geprüft. Alle hier aufgeführten Bilder werden unverändert verwendet.
- Refrigerator-cycle1.svg – Kaboldy, CC BY-SA 3.0.
- Thermostatic expansion valve.svg – MasterTriangle12, CC BY-SA 4.0.
- Thermostatic valve in system.svg – MasterTriangle12, CC BY-SA 4.0.
- Capilar.jpg – Neurotronix, CC BY-SA 4.0.
- Válvula TE5.jpg – Neurotronix, CC BY-SA 4.0.
- Montaje VET.jpg – Neurotronix, CC BY-SA 4.0.
- Esquema VET.jpg – Neurotronix, CC BY-SA 4.0.
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Herstellerunterlagen sind fachliche Primärquellen, aber nicht automatisch frei lizenziert. Technische Kenndaten gelten nur für die jeweils bezeichneten Geräte.
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