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Geigenklang und Flötenton - Petöfi, Sándor - Gedichtanalyse

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Geigenklang und Flötenton - Petöfi, Sándor - Gedichtanalyse

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Geigenklang und Flötenton - Petöfi, Sándor - Gedichtanalyse

Kurzbeschreibung: Das Gedicht „Geigenklang und Flötenton“ stammt von Sándor Petőfi. Es beginnt mit Musik und Lebensfreude. Danach geht es um Kummer, Liebe und die Angst vor dem Tod. Am Ende entscheidet sich die lyrische Stimme dafür, das Leben im Jetzt zu genießen.

Textgrundlage: Deutsche Nachdichtung von Ignaz Schnitzer, nachgewiesen in der Ausgabe von 1910, Leipzig. Das Gedicht hat 24 Verse in sechs Strophen.

Zielgruppe: Klasse 9–10, Fach Deutsch

Lernzeit: etwa 2–3 Unterrichtsstunden

Du lernst: den Inhalt zu verstehen, sprachliche Bilder zu erklären und eine kurze Gedichtanalyse mit Textbelegen zu schreiben.

Historisches Porträt von Sándor Petőfi aus dem Jahr 1845. Künstler unbekannt. Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Einleitung

Stell Dir vor: Musik erklingt. Menschen feiern. Doch plötzlich denkt jemand über Sorgen, das Alter und den Tod nach.

Genau diesen Wechsel findest Du in dem Gedicht.

Der ungarische Dichter Sándor Petőfi lebte von 1823 bis 1849. Er schrieb Gedichte über Gefühle, Alltag, Freiheit und Gesellschaft. Er war auch an der ungarischen Revolution von 1848 beteiligt.

Wichtig: Petőfi schrieb auf Ungarisch. Du liest hier eine deutsche Nachdichtung von Ignaz Schnitzer. Sie ist nicht mit dem ungarischen Originaltext gleichzusetzen.

Außerdem spricht im Gedicht eine lyrische Stimme. Ihre Aussagen sind nicht automatisch Petőfis persönliche Meinung.


Lernziele

Nach dieser Lerneinheit kannst Du:

  1. Inhaltsangabe: die sechs Strophen kurz zusammenfassen.
  2. Lyrisches Ich: die Stimme im Gedicht vom Autor unterscheiden.
  3. Metapher: mindestens zwei sprachliche Bilder erklären.
  4. Gedichtanalyse: Beobachtungen mit Versangaben belegen.
  5. Interpretation: unterschiedliche Deutungen begründen.


Quellfassung und Lesefassung


Quellfassung: Historische deutsche Nachdichtung

Autor: Sándor Petőfi (1823–1849)

Deutsche Nachdichtung: Ignaz Schnitzer (1839–1921)

Ausgabe: Petőfi, Gedichte 1842–1843, Leipzig 1910, dokumentiert in der Digitalen Bibliothek TextGrid.

Die Jahreszahlen 1842–1843 bezeichnen die Einordnung der Gedichte im Werkbestand. Sie sind nicht das Erscheinungsjahr der hier benutzten deutschen Ausgabe.

Lies die vollständigen 24 Verse:

Zeno.org: Geigenklang und Flötenton

TextGrid: Vollständige historische Textfassung

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Kurze Textbelege aus der historischen deutschen Fassung:

Vers 1: „Geigenklang und Flötenton und Zimbalschlag,“

Vers 5: „Denn der Kummer ist ein bitterböser Gast,“

Vers 17: „»Tod«, ein schweres, dunkles Rätsel!“

Diese Textstellen zeigen drei Themen: Musik, Kummer und Tod.

Arbeitsauftrag: Lies die vollständige Quellfassung. Nummeriere die Verse von 1 bis 24. Markiere Wörter, die zu Freude gehören, in einer Farbe und Wörter, die zu Sorgen gehören, in einer anderen.

Hilfe: Eine Strophe hat jeweils vier Verse. Nach Vers 4 beginnt die nächste Strophe.


Lesefassung in einfacher Sprache

Hinweis: Diese Lesefassung ist eine eigene vereinfachte Inhaltswiedergabe für den Unterricht. Sie ist keine historische Übersetzung und keine wortgetreue Übertragung.

Strophe 1 – Verse 1–4: Musik gegen Sorgen

Musik macht das Leben fröhlich. Wer traurig ist, soll die Sorgen für einen Moment vergessen. Die Stimme verspricht Hilfe.

Strophe 2 – Verse 5–8: Kummer tut weh

Sorgen können Menschen stark belasten. Die Stimme stellt sich Kummer wie einen störenden Besucher vor. Sie sucht nach Wegen, ihn loszuwerden.

Strophe 3 – Verse 9–12: Freude und Liebe

Die Stimme verbindet Freude mit Wein und Küssen. Liebe erscheint wie Wärme und neue Lebenskraft.

Strophe 4 – Verse 13–16: Das Leben vergeht

Ein Baum mit grünen Blättern steht für Lebendigkeit. Ein kahler Baum erinnert an Verlust, Alter und Tod.

Strophe 5 – Verse 17–20: Was kommt nach dem Tod?

Die Stimme stellt große Fragen. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Niemand kann ihr eine sichere Antwort geben.

Strophe 6 – Verse 21–24: Das Leben jetzt genießen

Die Stimme möchte nicht ständig an den Tod denken. Sie wendet sich wieder Musik, Nähe und Lebensfreude zu.

Merksatz: Das Gedicht bewegt sich von Lebensfreude über Angst und Unsicherheit wieder zur Lebensfreude.


Lesehilfe: Schwierige Wörter

Wort Einfache Erklärung
Gram Tiefe Traurigkeit oder Kummer.
Zimbal Eine Form des Hackbretts, dessen Saiten angeschlagen werden.
Jenseits Eine mögliche Existenz nach dem Tod.
Vergänglichkeit Alles Leben und viele schöne Momente haben ein Ende.
Lyrische Stimme Die Person oder Stimme, die im Gedicht spricht.
Nachdichtung Eine freie literarische Übertragung in eine andere Sprache.

Sprachhinweis: Der letzte Vers enthält eine historische Fremdbezeichnung für Roma und Sinti, die heute als diskriminierend wahrgenommen wird und nicht als neutrale Bezeichnung verwendet werden sollte. Untersuche, wie der Text eine musikalische Rolle und eine ethnische Zuschreibung verbindet.


Gedichtanalyse


Aufbau: Sechs Strophen

Das Gedicht besteht aus sechs Vierzeilern. Es verwendet viele klangliche Endreime, oft in Paaren. Nicht alle Reimpaare klingen vollkommen gleich.

Die Themen wechseln:

  1. Lebensfreude: Musik und der Wunsch, Sorgen zu vergessen.
  2. Kummer: Belastende Gefühle.
  3. Liebe: Freude und Wärme.
  4. Vergänglichkeit: Der Baum als Bild für das Leben.
  5. Tod: Fragen nach dem Jenseits.
  6. Lebensgenuss: Die Rückkehr zur Gegenwart.

Analyse-Tipp: Frage bei jeder Strophe: Was sagt die Stimme? Wie sagt sie es? Welche Wirkung entsteht?


Musik als Anfangsbild

Am Anfang nennt die Stimme Geige, Flöte und Zimbal. Die Instrumente lassen eine lebhafte Szene entstehen.

Geige: Die Saiten werden mit einem Bogen gestrichen.

Hörbeispiel: Die vier leeren Geigensaiten.

Historische Querflöte aus den Jahren 1860–1865.

Hörbeispiel: Kurze Flötenklänge.

Ein modernes Cimbalom. Seine Saiten werden mit kleinen Schlägeln angeschlagen.

Das Zimbal oder Zymbal gehört zur Familie der Hackbretter. Die moderne Konzertform entstand erst nach der Entstehungszeit des Gedichts. Das Bild und die Videos sind deshalb Klangbeispiele, keine Rekonstruktion der historischen Aufführung.

Video: Cimbalom in Ungarn

Video: Cimbalom-Solo

Hörauftrag: Beschreibe die Unterschiede zwischen Geige, Flöte und Cimbalom. Welche Klänge passen für Dich zur fröhlichen Stimmung am Gedichtanfang?


Wie entsteht Musik?

Eine Geigensaite schwingt, wenn sie gestrichen wird. Die folgende Animation zeigt stehende Wellen auf einer gespannten Saite.

Beobachte: Wie verändert sich die Bewegung der Saite? Überlege, warum verschiedene Instrumente unterschiedlich klingen.

Die Animation erklärt einen physikalischen Vorgang. Sie stellt nicht den Inhalt des Gedichts dar.


Kummer als Besucher

In den Versen 5–8 wird Kummer wie ein unangenehmer Gast dargestellt. Der Gram erscheint als nagender Wurm.

Das sind sprachliche Bilder.

Metapher: Ein Ausdruck wird bildlich verwendet. Der Wurm steht hier für ein Gefühl, das einen Menschen innerlich belastet.

Personifikation: Etwas Nichtmenschliches bekommt menschliche Eigenschaften. Kummer erscheint hier wie ein menschlicher Besucher.

Wirkung: Die Gefühle wirken stark, bedrohlich und schwer abzuschütteln.

Hilfe: Schreibe einen eigenen Satz nach diesem Muster: Das Bild macht deutlich, dass ...


Liebe, Wein und neue Lebenskraft

Die Verse 9–12 verbinden Lebensfreude mit Küssen, Wein und Wärme.

Wein ist in dieser historischen Nachdichtung ein Symbol für Genuss und ausgelassene Stimmung. Das ist eine Aussage über die Bildwelt des Textes, keine Empfehlung zum Alkoholkonsum.

Die Wärme der Küsse wird mit der Sonne verglichen. Dadurch entsteht das Bild eines Baumes, der wieder lebendig wird.

Wirkung: Die dunklen Gedanken werden vorübergehend durch Wärme und Freude verdrängt.

Denkfrage: Kann Liebe tatsächlich neue Kraft geben? Begründe Deine Antwort, ohne die Aussage des Gedichts unkritisch zu übernehmen.


Der Baum als Bild für das Leben

Ein kahler Baum als Bild für Vergänglichkeit.

Die Verse 13–16 zeigen frische Zweige und einen entlaubten Baum.

Mögliche Deutung: Frische Blätter stehen für Leben und Wachstum. Der kahle Stamm kann an Alter, Verlust und Tod erinnern.

Dies ist eine Interpretation. Die genaue Bedeutung muss mit den Versen begründet werden.

Schreibhilfe:

In den Versen 13–16 verwendet die lyrische Stimme das Bild eines Baumes. Dieses Bild könnte zeigen, dass ...


Die Frage nach dem Tod

In den Versen 17–20 denkt die Stimme über das Ende des Lebens nach.

Sie fragt nach einem möglichen Jenseits. Eine sichere Antwort findet sie nicht.

Hier verändert sich die Stimmung: Auf Freude und Liebe folgen Zweifel und Unsicherheit.

Sprachliches Mittel: Fragen und Ausrufe verstärken die innere Unruhe. Nicht jede dieser Fragen ist eindeutig rhetorisch; manche drücken echte Unsicherheit aus.

Unterscheide:

Textbeobachtung: Die Stimme fragt, ob es ein Jenseits gibt.

Interpretation: Die offenen Fragen können ihre Angst vor dem Unbekannten zeigen.


Der Schluss: Zurück zum Leben

In den Versen 21–24 will die Stimme die Gedanken an den Tod zurückstellen.

Sie konzentriert sich erneut auf Musik und Freude.

Das ist ein deutlicher Stimmungswechsel.

Eine mögliche Deutung lautet: Weil das Leben begrenzt ist, möchte die Stimme die Gegenwart bewusst erleben.

Diese Lebenshaltung wird auch mit dem Begriff Carpe diem beschrieben.

Frage: Ist das ein mutiger Umgang mit dem Tod oder eine Flucht vor unangenehmen Gedanken? Beide Deutungen sind möglich, wenn Du sie am Text begründest.


Lyrische Stimme und Autor unterscheiden

Nicht jede Aussage eines Gedichts ist ein persönliches Bekenntnis des Autors.

Sándor Petőfi ist der historische Verfasser des ungarischen Werks.

Ignaz Schnitzer hat die hier gelesene deutsche Nachdichtung gestaltet.

Die lyrische Stimme spricht im Gedicht über Freude, Liebe und Tod.

Du als Leserin oder Leser entwickelst eine Deutung auf Grundlage des Textes.

Video: Das lyrische Ich einfach erklärt

Merke: Schreibe in einer Analyse besser „Die lyrische Stimme wünscht sich ...“ als „Petőfi wollte persönlich ...“.


Kurze Musteranalyse

Das Gedicht zeigt einen Wechsel zwischen Freude und Nachdenken über den Tod. In den ersten Versen entsteht durch die Musikinstrumente eine ausgelassene Stimmung.

Später verwendet die lyrische Stimme Bilder für Kummer und Vergänglichkeit. Der Baum kann als Symbol für das menschliche Leben verstanden werden.

Am Schluss wendet sich die Stimme erneut der Lebensfreude zu. Das lässt sich als Wunsch deuten, trotz der Unsicherheit über den Tod bewusst in der Gegenwart zu leben.

Wichtig: Diese Musteranalyse ist ein Beispiel. Eine eigene Interpretation sollte genauere Textbelege mit Versangaben enthalten.


Zitiergestütztes Lesequiz

So arbeitest Du: Öffne die historische Quellfassung. Beantworte die Fragen mit einem kurzen Satz und einer passenden Textstelle. Verwende die Angabe V. für Vers.

Die Antworten werden nicht automatisch bewertet.

  1. Verse 1–4: Wie will die Stimme mit Traurigkeit umgehen? Suche einen passenden Beleg.
  2. Verse 5–8: Welche zwei Bilder stehen für belastende Gefühle? Nenne die Versnummern.
  3. Verse 9–12: Wie werden Küsse mit der Natur verbunden? Erkläre den Vergleich.
  4. Verse 13–16: Was könnte der kahle Baum bedeuten? Begründe Deine Deutung.
  5. Verse 17–20: Welche Frage bleibt unbeantwortet? Belege Deine Antwort.
  6. Verse 21–24: Welche Entscheidung trifft die Stimme? Erkläre den Stimmungswechsel.

Hilfe 1: Suche zuerst das Schlüsselwort im angegebenen Versbereich.

Hilfe 2: Schreibe: In Vers ... wird deutlich, dass ...

Hilfe 3: Ergänze: Das sprachliche Bild lässt vermuten, dass ...


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Beantworte die zehn Fragen. Nutze bei Fragen zu einzelnen Versen die Quellfassung.

Was wird in Vers 1 neben Geige und Flöte genannt? (Zimbalschlag) (!Trommelwirbel) (!Glockengeläut) (!Klavierspiel)




Wie möchte die lyrische Stimme in den Versen 1–4 mit Sorgen umgehen? (Sie möchte die Sorgen vertreiben) (!Sie möchte alle Menschen alleinlassen) (!Sie möchte die Musik beenden) (!Sie möchte ihre Sorgen vergrößern)




Welches Bild wird in Vers 5 für Kummer verwendet? (Ein unangenehmer Gast) (!Ein ruhiger Fluss) (!Eine helle Lampe) (!Ein freundlicher Hund)




Womit wird der Gram in Vers 7 verglichen? (Mit einem nagenden Wurm) (!Mit einer Blume) (!Mit einem Stern) (!Mit einem Vogel)




Welche Dinge verbindet die Stimme in den Versen 9–12 mit Lebensfreude? (Wein und Küsse) (!Schule und Arbeit) (!Geld und Macht) (!Schnee und Eis)




Was bewirkt die Wärme der Küsse im Bild der Verse 11–12? (Sie lässt den Lebensbaum erblühen) (!Sie verwandelt den Baum in Stein) (!Sie bringt den Fluss zum Gefrieren) (!Sie verdunkelt die Sonne)




Welches Naturbild erinnert in den Versen 13–16 an Vergänglichkeit? (Ein entlaubter Baum) (!Ein voller Obstkorb) (!Ein heller Regenbogen) (!Ein schneebedeckter Berg)




Worüber denkt die lyrische Stimme in den Versen 17–20 nach? (Über Tod und Jenseits) (!Über eine lange Reise) (!Über eine Schulprüfung) (!Über den Bau eines Hauses)




Wie verändert sich die Haltung der Stimme am Gedichtende? (Sie wendet sich wieder der Lebensfreude zu) (!Sie lehnt jede Musik ab) (!Sie löst das Rätsel des Todes) (!Sie plant eine gefährliche Reise)




Welche Aussage über die lyrische Stimme ist richtig? (Sie ist nicht automatisch mit dem Autor identisch) (!Sie ist immer der Übersetzer) (!Sie muss eine historische Person sein) (!Sie vertritt immer die Meinung aller Leser)





Memory

Finde die passenden Begriffspaare.

Geige Gestrichene Saiten
Flöte Geblasene Luft
Zimbal Angeschlagene Saiten
Personifikation Kummer als menschlicher Besucher
Metapher Gram als nagender Wurm
Vergänglichkeit Alles Leben ist zeitlich begrenzt
Lyrische Stimme Sprechende Instanz des Gedichts





Drag and Drop

Ordne die Entwicklung des Gedichts zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Inhalt der Strophe
Klangauftakt Musik soll Sorgen verdrängen
Kummerbilder Belastende Gefühle werden bildlich beschrieben
Liebesfreude Nähe und Wärme schenken neue Lebenskraft
Baumsymbol Wachstum und Verlust stehen sich gegenüber
Todesfragen Die Stimme zweifelt am Wissen über das Jenseits
Schlussentscheidung Die Gegenwart wird wieder wichtig





Kreuzworträtsel

Finde sechs Begriffe aus dem Gedicht.

Geige Welches Streichinstrument steht am Anfang des Gedichts?
Zimbal Welches mit Schlägeln gespielte Saiteninstrument gehört zum musikalischen Auftakt?
Kummer Welches belastende Gefühl wird wie ein Gast dargestellt?
Wurm Welches Tier dient als Bild für den Gram?
Strophe Wie nennt man einen Abschnitt aus mehreren Gedichtversen?
Jenseits Welcher Begriff bezeichnet eine mögliche Existenz nach dem Tod?





LearningApps

Suche weitere Lernspiele zum Thema Gedichtanalyse.


Lückentext

Setze die passenden Begriffe ein.

Vervollständige den Text.
Das Gedicht wurde von Sándor

verfasst.
Die hier untersuchte deutsche Nachdichtung stammt von Ignaz

.
Das Gedicht umfasst sechs

.
Jede dieser Strophen besteht aus vier

.
Zu Beginn erklingt in der Vorstellung der lyrischen Stimme lebhafte

.
Kummer wird wie ein unangenehmer

dargestellt.
Der Gram erscheint bildlich als nagender

.
Die Wärme der Küsse wird mit der

verglichen.
Ein kahler Baum kann als Zeichen der

verstanden werden.
Die Stimme beschäftigt sich später mit dem

.
Sie fragt, ob es ein

gibt.
Am Schluss steht die Freude an der

wieder im Mittelpunkt.
Die sprechende Instanz eines Gedichts heißt lyrische

.
Eine bildhafte sprachliche Übertragung nennt man

.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben einzeln oder in einer Gruppe. Deine Ergebnisse werden nicht automatisch bewertet.


Leicht

  1. Stimmungsbild: Zeichne zwei kleine Bilder. Eines zeigt den fröhlichen Anfang, das andere die nachdenkliche Mitte des Gedichts.
  2. Wortschatz: Suche fünf schwierige Wörter im Gedicht und erkläre sie mit eigenen einfachen Sätzen.
  3. Gedichtvortrag: Lies eine Strophe laut vor. Verändere Deine Stimme passend zur Stimmung. Du kannst Deinen Vortrag aufnehmen.
  4. Musikvergleich: Höre zwei der Klangbeispiele. Beschreibe ihre Klänge mit mindestens vier Adjektiven.


Standard

  1. Gedichtanalyse: Schreibe eine Analyse der Verse 5–8. Erkläre die sprachlichen Bilder mit Versangaben.
  2. Dialog: Verfasse ein kurzes Gespräch zwischen einer fröhlichen und einer nachdenklichen Person über den Wert des Augenblicks.
  3. Bildinterpretation: Gestalte ein Bild zum Baummotiv und erläutere die Bedeutung von grünen und kahlen Zweigen.
  4. Gedichtvergleich: Suche ein anderes Gedicht zum Thema Vergänglichkeit. Vergleiche die Aussagen der lyrischen Stimmen.


Schwer

  1. Interpretation: Schreibe einen Text von etwa 250 Wörtern darüber, ob die Stimme den Tod akzeptiert oder verdrängt. Begründe beide Sichtweisen.
  2. Kreatives Schreiben: Schreibe eine eigene moderne Strophe über Musik, Freude und Zukunftsängste. Erkläre anschließend Deine sprachlichen Bilder.
  3. Medienprojekt: Erstelle eine kommentierte Präsentation mit drei vorhandenen frei lizenzierten Bildern. Nenne bei jedem Bild Urheber und Lizenz.
  4. Übersetzungskritik: Untersuche die historische deutsche Nachdichtung. Vergleiche mit einer belegbaren neueren Übertragung oder fachkundig erschlossenen ungarischen Textstelle. Zeige, wo sich Wortwahl und Wirkung unterscheiden. Kennzeichne klar, welche Übersetzung Du verwendest.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Hilfen für Deine Schreibaufgaben


Hilfe A: Eine Deutung beginnen

Nutze diesen Satzanfang:

Die lyrische Stimme beschäftigt sich in den Versen ... mit dem Thema ...


Hilfe B: Einen Textbeleg erklären

Schreibe zuerst Deine Beobachtung, dann die Versangabe und schließlich die Wirkung.

Beispielstruktur:

Das Bild in Vers ... zeigt ... Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass ...


Hilfe C: Eine eigene Meinung begründen

Eine mögliche Deutung ist ..., weil ...

Eine andere Sichtweise wäre ..., denn ...

Ich halte die erste oder zweite Deutung für überzeugender, weil ...


Lernkontrolle

Diese Aufgaben prüfen Dein Verständnis und Deine Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen.

  1. Stimmungswechsel: Erkläre, wie sich die Stimmung vom Anfang bis zum Schluss verändert. Beziehe mindestens drei Strophen ein.
  2. Bildsprache: Vergleiche das Bild des nagenden Wurms mit dem Bild des Baumes. Was zeigen beide über menschliches Leben?
  3. Transfer: Beschreibe eine heutige Situation, in der Musik Menschen hilft, mit unangenehmen Gefühlen umzugehen. Wo liegen Grenzen dieser Hilfe?
  4. Interpretation: Prüfe, ob die letzten vier Verse eher Hoffnung, Verdrängung oder Lebensmut ausdrücken. Begründe Deine Entscheidung.
  5. Perspektive: Erkläre, warum die Aussagen der lyrischen Stimme nicht ohne Weiteres dem Autor zugeschrieben werden dürfen.
  6. Historische Sprache: Untersuche die Fremdbezeichnung am Gedichtende. Erkläre, warum historische Texte auch kritisch gelesen werden müssen.
  7. Übersetzungsvergleich: Erkläre, warum die Wortwahl von Ignaz Schnitzer nicht automatisch mit der ungarischen Wortwahl Petőfis gleichgesetzt werden darf.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du das Gedicht verstanden hast und selbstständig interpretieren kannst.

Wichtig sind:

  1. Eine kurze Inhaltsangabe aller sechs Strophen.
  2. Eine Erklärung des Stimmungswechsels.
  3. Mindestens zwei sprachliche Bilder mit Versangaben.
  4. Eine klare Unterscheidung von Autor, Nachdichter und lyrischer Stimme.
  5. Eine eigene, begründete Deutung des Schlusses.
  6. Ein reflektierter Umgang mit historischer Sprache.
  7. Eine nachvollziehbare Verwendung der angegebenen Textgrundlage.

Mögliche Abgabe: eine Gedichtanalyse von einer bis zwei Seiten oder eine kurze mündliche Präsentation.

Bewertungsschwerpunkte: Textverständnis, Belege, Erklärung der Wirkung, eigenständiges Denken und verständliche Sprache.




OERs zum Thema


Wikipedia: Sándor Petőfi


Weitere offene und wissenschaftliche Quellen

  1. Zeno.org: Historische deutsche Gedichtfassung.
  2. TextGrid Repository: Digitalisierter Gedichttext mit bibliografischem Nachweis.
  3. TextGrid, Gedichte 1842–1843: Ausgabe Leipzig 1910 mit Angabe zur Nachdichtung von Ignaz Schnitzer.
  4. Österreichische Gesellschaft für Literatur: Biografische Informationen zu Petőfi.
  5. Universität Würzburg: Informationen zum Cimbalom und Beispiele aus der Musikpraxis.
  6. Wikipedia: Zymbal: Instrumentenbau und musikalische Verwendung.

Rechtehinweis zum Gedicht: Die historische Nachdichtung ist aufgrund des lange zurückliegenden Todes von Petőfi (1849) und Schnitzer (1921) gemeinfrei. Die zusätzlichen wissenschaftlichen Metadaten und Annotationen des TextGrid-Datenbestandes stehen laut TextGrid unter CC BY 3.0 Deutschland mit Namensnennung von TextGrid. Die vereinfachte Lesefassung dieser Lernseite ist eine eigenständige Inhaltswiedergabe und keine historische Übersetzung.


Wikimedia Commons: Medienrechte und Namensnennung

Die folgenden Medien stammen aus Wikimedia Commons. Die Urheber- und Lizenzangaben wurden anhand der jeweiligen Dateiseiten geprüft.

  1. Petőfi-Porträt 1845: Künstler unbekannt; gemeinfrei. Dateiseite und Rechte.
  2. Violin front.jpg: Foto A. Kniesel; CC BY-SA 3.0. Dateiseite und Lizenz.
  3. Flute MET 53745.jpg: Metropolitan Museum of Art, historische Querflöte; CC0 1.0. Dateiseite und Rechte.
  4. Hungary-0223 - Cimbalom (7338659240).jpg: Dennis G. Jarvis; CC BY-SA 2.0. Dateiseite und Lizenz.
  5. Wineglass.svg: Twisp; gemeinfrei. Dateiseite und Rechte.
  6. Bare Tree.jpg: CopyrightFreePhotos; gemeinfrei. Dateiseite und Rechte.
  7. Standing waves on a string.gif: Adjwilley; CC BY-SA 3.0. Dateiseite und Lizenz.
  8. G, D, A and E on violin.ogg: Mutatis mutandis / Pierre Vigué; CC BY 2.5 als wählbare Lizenz. Dateiseite und Lizenz.
  9. Flute.ogg: hokuspokus; gemeinfrei. Dateiseite und Rechte.

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