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Gegen Morgen - Lichtenstein, Alfred - Gedichtanalyse

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Gegen Morgen - Lichtenstein, Alfred - Gedichtanalyse

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Einleitung

Gegen Morgen - Lichtenstein, Alfred - Gedichtanalyse

Fach: Deutsch | Klasse: 9–10 | Thema: Expressionismus und Gedichtanalyse

In dem Gedicht „Gegen Morgen“ von Alfred Lichtenstein erlebt eine lyrische Stimme eine regnerische Stadt am frühen Morgen. Sie nimmt Zeitungsjungen, Autos, Regen und eine Kirche wahr.

Das Gedicht hat 25 Verse. Auffällig sind die ungewöhnlichen Sprachbilder.

Du lernst, den Text zu verstehen, Textstellen zu belegen und eine eigene Gedichtinterpretation zu schreiben.

Alfred Lichtenstein, Fotografie von 1914. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Deine Lernziele

  1. Lyrisches Ich: Du unterscheidest die Stimme des Gedichts vom Autor.
  2. Sprachliche Mittel: Du erkennst Metaphern, Personifikationen und Gegensätze.
  3. Gedichtanalyse: Du begründest Deine Aussagen mit Versangaben.
  4. Expressionismus: Du erkennst Merkmale der Literatur um 1910.


Quellen und Textfassungen


Wann entstand das Gedicht?

Alfred Lichtenstein lebte von 1889 bis 1914. Er gehört zur Literatur des frühen Expressionismus.

Nach den bibliografischen Angaben der TextGrid Digitalen Bibliothek entstand „Gegen Morgen“ 1912. Der Erstdruck erschien nach diesen Angaben 1919 in der von Kurt Lubasch herausgegebenen Sammlung „Gedichte und Geschichten“ im Georg Müller Verlag in München.

Wichtig: Die Gedichtgruppe „Die Dämmerung“, in der TextGrid das Gedicht einordnet, ist nicht mit Lichtensteins gleichnamigem Gedichtband von 1913 identisch.

Die folgende Quellfassung folgt dem überprüfbaren Wortlaut der TextGrid-Edition, die eine Ausgabe von 1962 dokumentiert und den Erstdruck von 1919 nachweist. Sie wird nicht als Faksimile des Erstdrucks ausgegeben.

Quellen:

  1. Zeno.org: Gegen Morgen – vom Nutzer vorgegebener Ausgangspunkt
  2. TextGrid: Gedichtwortlaut und bibliografischer Nachweis
  3. TextGrid: Gedichtgruppe Die Dämmerung
  4. Digitale Bearbeitung der Erstausgabe von 1919

Historisches Titelblatt des Gedichtbandes „Die Dämmerung“ (1913). Nicht mit der später zusammengestellten Gedichtgruppe verwechseln. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Quellfassung: Gegen Morgen

Alfred Lichtenstein – Gegen Morgen

Was kümmern mich die flinken Zeitungsjungen.
Mich ängstet nicht das Nahen verspäteter Autotiere.
Ich ruhe auf meinen schreitenden Beinen.
Verregnet ist mein Gesicht.
Grünliche Reste der Nacht
Kleben um meine Augen.
So hab ich mich gern –
Wie die spitzen, heimlichen
Wassertropfen auf tausend Wänden knacken.
Von tausend Dächern plumpsen.
Auf blinkenden Straßen hüpfen ...
Und alle grämlichen Häuser
Horchen auf ihren
Ewigen Gesang.
Dicht hinter mir ist die brennende Nacht verdorben ...
An meinem Rücken lagert ihr dunstiger Leichnam.
Doch über mir fühl ich den rauschenden,
Kühlen Himmel.
Siehe – ich bin vor einer
Strömenden Kirche.
Groß und still empfängt sie mich.
Hier will ich etwas verweilen.
Versunken sein in ihre Träume.
Träume aus grauer
Glanzloser Seide ...

Textnachweis: TextGrid Repository, „Gegen Morgen“, Edition auf Grundlage der Ausgabe Zürich 1962; dort als Entstehungsjahr 1912 und als Erstdruck die Ausgabe München 1919 angegeben.

Rechte: Der Gedichttext ist gemeinfrei, da Alfred Lichtenstein 1914 starb. Die TextGrid-Daten und Metadaten haben eigene Lizenzhinweise.


Lesefassung mit Versnummern

Die Lesefassung enthält denselben Text. Die Wörter wurden nicht vereinfacht und nicht übersetzt. Nur die Versnummern und die zusätzlichen Leseabschnitte wurden ergänzt.

01 Was kümmern mich die flinken Zeitungsjungen.
02 Mich ängstet nicht das Nahen verspäteter Autotiere.
03 Ich ruhe auf meinen schreitenden Beinen.

04 Verregnet ist mein Gesicht.
05 Grünliche Reste der Nacht
06 Kleben um meine Augen.
07 So hab ich mich gern –

08 Wie die spitzen, heimlichen
09 Wassertropfen auf tausend Wänden knacken.
10 Von tausend Dächern plumpsen.
11 Auf blinkenden Straßen hüpfen ...
12 Und alle grämlichen Häuser
13 Horchen auf ihren
14 Ewigen Gesang.

15 Dicht hinter mir ist die brennende Nacht verdorben ...
16 An meinem Rücken lagert ihr dunstiger Leichnam.
17 Doch über mir fühl ich den rauschenden,
18 Kühlen Himmel.

19 Siehe – ich bin vor einer
20 Strömenden Kirche.
21 Groß und still empfängt sie mich.

22 Hier will ich etwas verweilen.
23 Versunken sein in ihre Träume.
24 Träume aus grauer
25 Glanzloser Seide ...

Hinweis: Die fünf Leseabschnitte sind eine zusätzliche Lernhilfe. Sie sind keine Behauptung über die ursprüngliche Stropheneinteilung.


Schwierige Wörter einfach erklärt

Autotiere: Autos werden sprachlich wie Tiere dargestellt.

Grämlich: traurig oder missmutig.

Dunstig: neblig oder von feuchter Luft umgeben.

Verweilen: eine Zeit lang an einem Ort bleiben.

Glanzlos: ohne Glanz oder Leuchten.

Strömende Kirche: Ein ungewöhnliches Sprachbild. Die Kirche wird nicht einfach als feststehendes Gebäude beschrieben. Welche Wirkung das hat, musst Du am Text untersuchen.


Den Inhalt verstehen


Anfang: Die Stadt erwacht

In den Versen 1–3 begegnet die lyrische Stimme dem städtischen Alltag. Sie erwähnt Zeitungsjungen und Autos.

In Vers 3 heißt es: „Ich ruhe auf meinen schreitenden Beinen.“

Das klingt widersprüchlich. Die Beine bewegen sich, aber die Stimme empfindet Ruhe.

Mögliche Deutung: Die Stimme findet trotz der Bewegung in der Stadt einen Moment innerer Ruhe.

Historische Ansicht des Berliner Alexanderplatzes von 1911. Sie zeigt die Zeitumgebung des Gedichts, nicht seinen nachgewiesenen Schauplatz. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Der Regen: Geräusche werden lebendig

In den Versen 8–14 hört die lyrische Stimme den Regen.

Wassertropfen „knacken“ (V. 9), „plumpsen“ (V. 10) und „hüpfen“ (V. 11).

Die Häuser hören scheinbar zu.

Mögliche Wirkung: Der Regen wirkt lebendig. Aus einzelnen Geräuschen entsteht ein großer Klang.

Hörbeispiel: Regengeräusch, Aufnahme von Effib (2014), CC BY-SA 3.0. Keine Aufnahme des Gedichts.

Höraufgabe: Höre die Aufnahme. Welche zwei Verben aus den Versen 9–11 passen zu dem Geräusch? Begründe Deine Wahl.

Animation von Autos im Regen, 15jan1993, gemeinfrei. Moderne Veranschaulichung, keine historische Aufnahme.

Lesser Ury: „Unter den Linden mit Droschken im Regen“. Ein Gemälde als Vergleich zur Regenstimmung. Es illustriert nicht nachweislich das Gedicht. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Die Nacht und der Himmel

In den Versen 15–18 verändert sich die Wahrnehmung.

Die vergangene Nacht erscheint als „dunstiger Leichnam“ (V. 16).

Darüber spürt die Stimme einen „Kühlen Himmel“ (V. 18).

Mögliche Deutung: Die Bilder verbinden das Ende der Nacht mit einem neuen, kühleren Gefühl.

Das Todesbild ist kein Beweis dafür, dass eine wirkliche Person gestorben ist.


Die Kirche: Ein Ort der Ruhe?

Die Verse 19–25 beschreiben eine Kirche.

In Vers 20 heißt sie „Strömenden Kirche“. In Vers 21 „empfängt“ sie die lyrische Stimme.

Die Stimme möchte dort verweilen und sich in Träume versenken.

Mögliche Deutung: Die Kirche könnte ein Ort der Ruhe oder des Rückzugs sein. Sicher ist nur, was der Text beschreibt.

Historische Berliner Kirchenansicht von 1910. Vergleichsbild; die im Gedicht gemeinte Kirche ist nicht identifiziert. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Die Sprache untersuchen


Auffällige Sprachbilder

Textstelle Sprachliche Beobachtung Mögliche Wirkung
„Autotiere“ (V. 2) Metapher Autos wirken wie lebendige Wesen.
„ruhe auf meinen schreitenden Beinen“ (V. 3) Scheinbarer Widerspruch Bewegung und Ruhe stehen nebeneinander.
„grämlichen Häuser“ (V. 12) Personifikation Häuser erhalten menschliche Eigenschaften.
„dunstiger Leichnam“ (V. 16) Metapher Die vergangene Nacht erscheint wie ein toter Körper.
„empfängt sie mich“ (V. 21) Personifikation Die Kirche wirkt wie ein lebendiges Gegenüber.

Merke: Eine gute Analyse nennt nicht nur ein Stilmittel. Sie erklärt auch seine Wirkung.


Form und Aufbau

Das Gedicht umfasst 25 Verse.

Die Verse sind unterschiedlich lang. Ein durchgehendes Endreimschema ist nicht erkennbar. Auch ein streng regelmäßiges Versmaß drängt sich beim Lesen nicht auf.

Das passt zur offenen Gestaltung vieler expressionistischer Gedichte.

Auffällig sind die Zeilenumbrüche. Das Bild „Strömenden Kirche“ erstreckt sich über die Verse 19 und 20.

Leseversuch: Lies die Verse 19–21 einmal mit einer langen Pause nach Vers 19 und einmal ohne Pause. Was verändert sich?


Die lyrische Stimme ist nicht der Autor

Alfred Lichtenstein hat das Gedicht geschrieben.

Das lyrische Ich ist die Stimme, die im Gedicht „ich“ sagt.

Du darfst nicht ohne Beleg behaupten, dass Lichtenstein selbst genau diesen Spaziergang erlebt oder dieselben Gefühle gehabt hat.

Wichtig für Deine Analyse: Schreibe „Die lyrische Stimme empfindet ...“ statt „Lichtenstein fühlt ...“.

Studyflix: „Lyrisches Ich | einfach erklärt“ (2022). Ergänzendes Lernvideo, nicht speziell zu „Gegen Morgen“.


Das Gedicht im Expressionismus

Der Expressionismus ist eine künstlerische und literarische Strömung des frühen 20. Jahrhunderts.

In vielen Werken werden starke Gefühle, ungewöhnliche Bilder und Erfahrungen in der modernen Großstadt dargestellt.

In „Gegen Morgen“ findest Du dafür Beispiele: die „Autotiere“ (V. 2), die „grämlichen Häuser“ (V. 12) und die „Strömenden Kirche“ (V. 19–20).

Vorsicht: Nicht jedes Bild hat eine einzige feste Bedeutung. Der historische Zusammenhang hilft beim Deuten, ersetzt aber keinen Textbeleg.

Studyflix: „Expressionismus Gedichte | Literatur einfach erklärt“ (2022). Das Video bietet allgemeine Analysetipps.

Datei:So wohnten die Berliner in der Kaiserzeit (CC BY 4.0).webm

ZDF/Terra X: „So wohnten die Berliner in der Kaiserzeit“ (2020), 49 Sekunden, CC BY 4.0. Moderne historische Darstellung mit deutschen Untertiteln.

Medienfrage: Welche Veränderungen und Gegensätze im städtischen Leben zeigt der Film? Welche davon kannst Du mit einer Textstelle aus „Gegen Morgen“ verbinden?


Deine Gedichtanalyse schreiben


Schritt für Schritt

Einleitung: Nenne Titel, Autor, Entstehungszeit und Thema. Unterscheide Entstehung und Erstdruck.

Hauptteil: Erkläre den Inhalt und untersuche zwei oder drei wichtige Sprachbilder. Belege jede Beobachtung mit Versangaben.

Schluss: Formuliere Deine Deutung. Kennzeichne, was sicher im Text steht und was Du daraus erschließt.

Beispiel für eine begründete Beobachtung:

In Vers 12 werden die Häuser als „grämlich“ bezeichnet. Durch diese Personifikation wirken sie wie missmutige Menschen. Das kann die Stimmung der Stadt beeinflussen.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Leicht: Markiere die Wörter „ich“, „Regen“, „Nacht“, „Himmel“ und „Kirche“. Überlege, welche Gefühle dazu passen könnten.

Hilfe 2 – Standard: Verbinde zwei Bilder miteinander. Vergleiche zum Beispiel die „Autotiere“ (V. 2) und die „Strömenden Kirche“ (V. 19–20).

Hilfe 3 – Schreibhilfe: Nutze diesen Satzanfang:

In Vers ... steht „...“. Das ist auffällig, weil ... . Eine mögliche Wirkung ist ... .

Merksatz: Beobachtung + Textbeleg + Erklärung = eine begründete Analyse.


Interaktive Aufgaben

Die folgenden geschlossenen Aufgaben prüfen Textverständnis und Grundbegriffe. Bei offenen Schreibaufgaben gibt es bewusst keine automatische Bewertung.


Quiz: Teste Dein Wissen

Lernpunkt 1: Wer wird in Vers 1 genannt? (Zeitungsjungen) (!Fabrikarbeiter) (!Polizisten) (!Schulkinder)




Lernpunkt 2: Welches ungewöhnliche Wort steht in Vers 2 für Autos? (Autotiere) (!Autovögel) (!Motorhunde) (!Fahrmaschinen)




Lernpunkt 3: Was ist an Vers 3 auffällig? (Ruhe und Bewegung stehen nebeneinander) (!Der Vers berichtet von einem Unfall) (!Die Stimme schläft in ihrem Bett) (!Die Beine werden ausdrücklich verletzt)




Lernpunkt 4: Was beschreibt die Stimme in Vers 4 als verregnet? (Ihr Gesicht) (!Ihre Schuhe) (!Den Himmel) (!Die Kirche)




Lernpunkt 5: Was tun die Wassertropfen laut Vers 9? (Knacken) (!Singen im Chor) (!Gefrieren) (!Verschwinden)




Lernpunkt 6: Wer horcht in den Versen 12 bis 14 auf den Gesang? (Die Häuser) (!Die Zeitungsjungen) (!Die Autofahrer) (!Die Vögel)




Lernpunkt 7: Was wird in Vers 16 bildlich als Leichnam beschrieben? (Die vergangene Nacht) (!Ein Zeitungsjunge) (!Die Kirche) (!Ein Tier auf der Straße)




Lernpunkt 8: Wie wird der Himmel in Vers 18 beschrieben? (Kühl) (!Rotglühend) (!Staubtrocken) (!Sternenlos)




Lernpunkt 9: Was tut die Kirche in Vers 21? (Sie empfängt die Stimme) (!Sie öffnet ihre Fenster) (!Sie stürzt zusammen) (!Sie beginnt zu läuten)




Lernpunkt 10: Was möchte die lyrische Stimme am Ende tun? (Etwas verweilen) (!Eine Zeitung verkaufen) (!Schnell nach Hause fahren) (!Vor den Autos fliehen)





Memory

Finde die passenden Paare.

Autotiere Bild für Autos
Zeitungsjungen Verkäufer von Zeitungen
Wassertropfen Geräusche des Regens
Grämliche Häuser Vermenschlichte Gebäude
Dunstiger Leichnam Bild für die vergangene Nacht
Kühlen Himmel Empfindung über der Stimme
Strömende Kirche Ungewöhnliches Gebäudebild
Glanzlose Seide Bild für die Träume





Drag and Drop

Ordne die Begriffe den passenden Beobachtungen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Beobachtung
Autotiere Moderne Fahrzeuge als Lebewesen
Grämliche Häuser Personifikation einer Stadtansicht
Dunstiger Leichnam Bild für das Ende der Nacht
Schreitende Beine Gegensatz von Bewegung und Ruhe
Graue Seide Bildmaterial der Träume





Kreuzworträtsel

Löse die Fragen zum Gedicht.

Autotiere Welches Wort bezeichnet die Autos im Gedicht bildlich als Lebewesen?
Wassertropfen Was knackt auf den Wänden und plumpst von den Dächern?
Häuser Welche Gebäude werden als grämlich bezeichnet?
Leichnam Welches Wort nutzt der Text für das Bild der vergangenen Nacht?
Kirche Vor welchem Gebäude steht die lyrische Stimme am Ende?
Seide Welcher Stoff wird im letzten Vers genannt?





LearningApps

Suche nach weiteren Lernübungen zum Gedicht und seinem Autor. Die Suche ist kein Nachweis für eine bereits vorhandene geprüfte Übung.


Lückentext

Ergänze die Begriffe aus dem Lerntext. Pro Satz fehlt genau ein Wort.

Vervollständige den Text.
Das Gedicht „Gegen Morgen“ stammt von Alfred

.
Die TextGrid-Edition nennt das Jahr

als Entstehungsjahr.
Das Gedicht besitzt insgesamt

Verse.
Die sprechende Stimme nennen wir das lyrische

.
In Vers 2 werden Autos als

bezeichnet.
Die Wassertropfen lassen den

hörbar werden.
Den Häusern werden menschliche Eigenschaften gegeben. Dieses Stilmittel heißt

.
Das Wort Leichnam ist ein Bild für die vergangene

.
Am Ende steht die Stimme vor einer

.
Eine gut begründete Gedichtanalyse arbeitet mit einem

.




Offene Aufgaben

Hinweis: Diese Aufgaben werden nicht automatisch bewertet. Besprich Deine Ergebnisse mit einer anderen Person oder Deiner Lehrkraft.


Leicht

  1. Sinneseindrücke: Zeichne ein Bild zur Regenszene in den Versen 8–14. Schreibe zwei passende Versangaben dazu.
  2. Wortschatz: Erkläre „Autotiere“, „grämlich“ und „verweilen“ in Deinen eigenen Worten.
  3. Vorlesen: Lies die Verse 15–25 zweimal vor. Verändere Tempo und Pausen. Beschreibe, welche Fassung ruhiger wirkt.
  4. Stimmung: Schreibe vier Sätze über die Stimmung am Anfang und Ende des Gedichts. Nutze mindestens zwei Versangaben.


Standard

  1. Gedichtanalyse: Schreibe einen Absatz zu einem Sprachbild. Nenne das Zitat, den Vers und eine mögliche Wirkung.
  2. Kreatives Schreiben: Schreibe ein eigenes Stadtgedicht mit acht bis zwölf Versen. Verwende zwei Personifikationen und erkläre sie.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen inneren Monolog aus der Sicht der lyrischen Stimme vor der Kirche. Trenne Deine Ergänzungen vom Originaltext.
  4. Bildanalyse: Vergleiche das Regenbild von Lesser Ury mit den Versen 8–14. Beschreibe zwei Gemeinsamkeiten und einen Unterschied.


Schwer

  1. Interpretation: Verfasse eine vollständige kurze Gedichtinterpretation von etwa 250 bis 350 Wörtern mit mindestens vier Textbelegen.
  2. Vergleichende Gedichtanalyse: Vergleiche „Gegen Morgen“ mit „Die Dämmerung“ von Alfred Lichtenstein. Untersuche zwei Unterschiede in der Stadtwahrnehmung.
  3. Medienprojekt: Gestalte ein Storyboard mit sechs Bildern zur Entwicklung vom Stadteindruck bis zur Kirche. Verwende nur selbst gezeichnete Bilder oder nachgeprüfte freie Medien und nenne deren Herkunft.
  4. Literarische Argumentation: Schreibe zwei mögliche Deutungen der Kirche. Begründe jede mit Textstellen und erkläre, welche Fragen offenbleiben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Diese Aufgaben prüfen nicht nur Fakten. Du sollst Zusammenhänge erklären und Dein Wissen anwenden.

  1. Gegensätze: Erkläre, wie der Gegensatz von Ruhe und Bewegung in Vers 3 die Wahrnehmung der lyrischen Stimme prägt.
  2. Metapher: Warum könnte der Autor statt „Autos“ das Wort „Autotiere“ gewählt haben? Belege Deine Vermutung.
  3. Personifikation: Vergleiche die lebendig wirkenden Häuser mit der Kirche. Was verändert sich in der Darstellung?
  4. Stimmungswechsel: Untersuche, ob sich die Stimmung zwischen den Versen 1–3 und 22–25 verändert. Nenne zwei Textbelege.
  5. Quellenkritik: Erkläre den Unterschied zwischen dem Entstehungsjahr 1912, dem Erstdruck 1919 und der heutigen digitalen Textfassung.
  6. Transfer: Schreibe drei Verse über eine moderne Großstadt. Verwende ein Sprachbild und erkläre, wie es auf Lesende wirken könnte.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine eigene kurze, zitiergestützte Gedichtanalyse.

Deine Arbeit sollte zeigen, dass Du:

  1. Autor, Titel, Entstehungszeit und Erstdruck richtig unterscheidest.
  2. den Inhalt in eigenen Worten wiedergibst.
  3. das lyrische Ich nicht mit dem Autor gleichsetzt.
  4. mindestens drei Textstellen mit Versangaben untersuchst.
  5. Beobachtungen und mögliche Deutungen unterscheidest.
  6. den Aufbau Deiner Analyse in Einleitung, Hauptteil und Schluss gliederst.
  7. verwendete Quellen und Medien nachvollziehbar nennst.

Selbstkontrolle: Kann eine andere Person anhand Deiner Versangaben überprüfen, was Du behauptest?




OERs zum Thema

Eine eigene Wikipedia-Seite nur zum Gedicht „Gegen Morgen“ wird hier nicht vorausgesetzt. Deshalb führt das folgende iFrame zum Artikel über den Autor.

Weitere Quellen und Lernmaterialien:

  1. TextGrid: Gegen Morgen – Text und Editionsdaten
  2. Zeno.org: Gegen Morgen
  3. Wikisource: Werke und historische Ausgaben
  4. Erstausgabe 1919 in digitaler Bearbeitung
  5. Wikimedia Commons: Alfred Lichtenstein


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Quellprüfung: Die folgenden Commons-Dateien sind mit ihren Dateiseiten und dort genannten Lizenzinformationen aufgeführt. Die eingebundenen Medien wurden nicht für diesen aiMOOC verändert.

  1. Porträt: Alfred Lichtenstein 1914.jpg. Fotograf unbekannt, 1914; Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  2. Historischer Buchtitel: Die Dämmerung, 1913. Alfred Lichtenstein, historischer Druck; Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  3. Historische Stadtansicht: Berliner Alexanderplatz, 1911. Historische Postkarte, Urheber unbekannt; Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  4. Regengeräusch: Sound of rain.ogg. Effib, 2014; CC BY-SA 3.0, Lizenz.
  5. Regenanimation: Rain.gif. 15jan1993; vom Urheber als gemeinfrei veröffentlicht.
  6. Regengemälde: Unter den Linden mit Droschken im Regen. Lesser Ury (1861–1931); Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  7. Kirchenbild: Garnisonkirche Berlin 1910. Historische Fotografie; Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  8. Film: So wohnten die Berliner in der Kaiserzeit. ZDF/Terra X/Story House Productions/Jochen Ruderer/Jürgen Rehberg/Ronald Rist/Eike Wichmann/Fritz Göran Vöpel/Martin Wolkinger/Jörg Barton/Roger Grein; CC BY 4.0, Lizenz.
  9. YouTube – Lyrisches Ich: Studyflix, 2022, https://www.youtube.com/watch?v=zT01UGl0HDg.
  10. YouTube – Expressionismus-Gedichte: Studyflix, 2022, https://www.youtube.com/watch?v=hK4KTtHD11w.

Rechtehinweis: Die YouTube-Videos werden nur über die YouTube-Einbettung gezeigt. Sie werden nicht als frei nachnutzbare OER ausgegeben. Vor einer eigenen Weiterverwendung musst Du die jeweiligen Nutzungsrechte prüfen. Bei Medien unter CC-Lizenz sind Urhebernennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Angaben zu Änderungen erforderlich.

Die TextGrid-Lizenz für die annotierten Daten ist von der Gemeinfreiheit des literarischen Textes zu unterscheiden. Auch eigene neue Bearbeitungen müssen klar als solche gekennzeichnet werden.



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