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Gedicht 1. Wilde Rosen - Aston, Louise - Gedichtanalyse

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Gedicht 1. Wilde Rosen - Aston, Louise - Gedichtanalyse

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Einleitung

Gedicht 1. Wilde Rosen - Aston, Louise - Gedichtanalyse

Fach: Deutsch · Klassen: 9–10 · Thema: Gedichtanalyse, Freiheit, Vormärz

Louise Astons Gedicht „1. Wilde Rosen“ beginnt mit den Worten „Ich begrüße euch, ihr Rosen“. Es hat 48 Verse in sechs Strophen und erschien 1846 im Gedichtband Wilde Rosen. Zwölf Gedichte.

Die wilden Rosen stehen im Gedicht nicht nur für Blumen. Sie werden auch zu einem Bild für freie Gedanken, schwierige Erfahrungen und die Kraft des Schreibens.

Das lernst Du: Du verstehst den Text, erkennst sprachliche Bilder und schreibst eine kurze Gedichtanalyse mit Zitaten.

Louise Aston, Stahlstich von Auguste Hüssener, vermutlich 1851. Quelle: Stiftung Stadtmuseum Berlin. Gemeinfrei. Wikimedia Commons

Eine Hundsrose als Beispiel einer Wildrose. Foto: Sten Porse, CC BY-SA 3.0. Quelle und Lizenz

Wichtig: Das Bild zeigt eine reale Rosenart. Das Gedicht nennt keine bestimmte botanische Rosenart.


Textgrundlage

Autorin: Louise Aston (1814–1871)

Historische Ausgabe: Wilde Rosen. Zwölf Gedichte, Berlin, W. Moeser und Kühn, 1846.

Gedicht: „1. Wilde Rosen“, das erste Gedicht des Bandes.

Quellen:

  1. Zeno.org: 1. Wilde Rosen
  2. TextGrid: digitale Gedichtfassung
  3. TextGrid: Gedichtband und Editionsangaben

Die Quellfassung unten folgt der historischen Schreibweise der digitalen TextGrid-Fassung zum Druck von 1846. Sie wurde nicht zusätzlich mit einem Bildscan jeder Originaldruckseite verglichen.

Die zweite Fassung ist eine redaktionell modernisierte Lesefassung. Sie ändert einzelne alte Schreibweisen, aber nicht den Inhalt und nicht die Reihenfolge der Verse. Sie ist keine Übersetzung. Für genaue historische Zitate verwendest Du die Quellfassung.


Quellfassung: 1846

Louise Aston: 1. Wilde Rosen

Ich begrüße euch, ihr Rosen,
In der Freiheit wilder Pracht,
Eingewiegt von Sturmestosen,
Großgesäugt vom Thau der Nacht!
Nicht im traulichen Gehege,
In des Gartens Mutterschoß,
Ohne eines Gärtners Pflege
Wird das Kind der Berge groß.

Wolken, die sich niedersenken,
Wolken voll Gewitterglut,
Müssen seine Kelche tränken,
Tränken mit lebend'ger Flut.
Drüberhin im Abendrothe
Träumerisch die Höh'n erglüh'n,
Und der Blitz, der irre Bote,
Grüßt es im Vorüberflieh'n.

Einen Kranz von wilden Rosen
Wand das Schicksal mir in's Haar,
Mir, der Fremden, Heimathlosen,
In den Stürmen der Gefahr.
Wilde Rosen: – die Gedanken,
Voll von Lebens-Uebermuth,
Wuchernd auf in üpp'gen Ranken,
Prangend in Gewitterglut!

Doch zu früh ins wilde Leben
Trieb mich eine finstre Macht;
Meiner Jugend Bilder schweben
Einsam durch den Traum der Nacht!
Und von Mißgeschick zerschmettert
Klagt in Trauer mein Gemüth:
Meine Rosen sind entblättert,
Ihre Farbenpracht verglüht!

Einsam, wie dem Geisterzuge
Blinde Seher einst gelauscht;
Lausch' ich dem Gedankenfluge,
Der im Sturm vorüberrauscht –
Meines Lebens irre Geister,
Haltet ein auf mein Geheiß!
Euch beschwört der Zaubermeister,
Bannt euch in der Dichtung Kreis!

Und aus schönen, glüh'nden Nächten,
Und aus Träumen frei und kühn,
Will ich wilde Rosen flechten,
Die in ihrem Thau erblüh'n!
Flechten mir der Dichtung Rosen
In der Freiheit wilder Pracht,
Eingewiegt von Liebeskosen,
Großgesäugt vom Thau der Nacht!

Verszählung: Jede Strophe hat acht Verse. Die erste Strophe umfasst V. 1–8, die zweite V. 9–16 und so weiter.


Lesefassung: behutsam modernisierte Rechtschreibung

Ich begrüße euch, ihr Rosen,
In der Freiheit wilder Pracht,
Eingewiegt von Sturmestosen,
Großgesäugt vom Tau der Nacht!
Nicht im traulichen Gehege,
In des Gartens Mutterschoß,
Ohne eines Gärtners Pflege
Wird das Kind der Berge groß.

Wolken, die sich niedersenken,
Wolken voll Gewitterglut,
Müssen seine Kelche tränken,
Tränken mit lebend'ger Flut.
Drüberhin im Abendrote
Träumerisch die Höh'n erglüh'n,
Und der Blitz, der irre Bote,
Grüßt es im Vorüberflieh'n.

Einen Kranz von wilden Rosen
Wand das Schicksal mir ins Haar,
Mir, der Fremden, Heimatlosen,
In den Stürmen der Gefahr.
Wilde Rosen: – die Gedanken,
Voll von Lebens-Übermut,
Wuchernd auf in üpp'gen Ranken,
Prangend in Gewitterglut!

Doch zu früh ins wilde Leben
Trieb mich eine finstre Macht;
Meiner Jugend Bilder schweben
Einsam durch den Traum der Nacht!
Und von Missgeschick zerschmettert
Klagt in Trauer mein Gemüt:
Meine Rosen sind entblättert,
Ihre Farbenpracht verglüht!

Einsam, wie dem Geisterzuge
Blinde Seher einst gelauscht;
Lausch' ich dem Gedankenfluge,
Der im Sturm vorüberrauscht –
Meines Lebens irre Geister,
Haltet ein auf mein Geheiß!
Euch beschwört der Zaubermeister,
Bannt euch in der Dichtung Kreis!

Und aus schönen, glüh'nden Nächten,
Und aus Träumen frei und kühn,
Will ich wilde Rosen flechten,
Die in ihrem Tau erblüh'n!
Flechten mir der Dichtung Rosen
In der Freiheit wilder Pracht,
Eingewiegt von Liebeskosen,
Großgesäugt vom Tau der Nacht!

Lesehinweis: Alte poetische Formen wie „Sturmestosen“, „erblüh'n“ oder „in der Dichtung Kreis“ bleiben erhalten. Ihre Bedeutung wird im nächsten Abschnitt erklärt.


Schwierige Wörter einfach erklärt

Wort im Gedicht Einfache Erklärung
Thau Tau, kleine Wassertropfen
Sturmestosen heftige Stürme
Gehege geschützter, abgegrenzter Bereich
Gewitterglut starkes Leuchten beim Gewitter
Heimathlosen Menschen ohne feste Heimat
Lebens-Uebermuth sehr große Lebensfreude und Kühnheit
Gemüth innere Gefühle und Gedanken
entblättert die Blütenblätter verloren
Geheiß Befehl oder Aufforderung
Dichtung künstlerisches Schreiben, besonders Gedichte


Inhalt: Das Gedicht verstehen


Erster Abschnitt: Wilde Rosen und Freiheit

Verse 1–8

Die Rosen wachsen ohne Gärtner und ohne geschützten Garten. Sie sind frei, müssen aber auch Stürme aushalten.

Textbeleg: „Ohne eines Gärtners Pflege“ (V. 7).

Mögliche Deutung: Selbstständigkeit braucht Mut. Freiheit bedeutet nicht immer Sicherheit.

Botanische Zeichnung von Otto Wilhelm Thomé aus dem Jahr 1885. Gemeinfrei. Wikimedia Commons

Denkfrage: Ist die Rose eher schwach oder stark? Suche zwei Wörter als Belege.


Zweiter Abschnitt: Kraft aus dem Gewitter

Verse 9–16

Wolken, Regen und Blitz umgeben die Rosen. Die Natur wirkt schön und gefährlich zugleich.

Textbeleg: „Wolken voll Gewitterglut“ (V. 10).

Mögliche Deutung: Schwierige Erfahrungen können auch Kraft geben.

Gewitterwolken. Foto: Gerda Arendt, CC0 1.0. Wikimedia Commons

Hörbeispiel: Gewitterklang

Naturaufnahme von User:Caesar, 2006. Gemeinfrei. Wikimedia Commons

Hörauftrag: Höre die Geräusche und lies danach V. 9–16 laut. Welche Wörter wirken jetzt besonders stark?

Die Tonaufnahme ist ein modernes Naturgeräusch, keine historische Gedichtlesung.


Dritter Abschnitt: Rosen als Gedanken

Verse 17–24

Jetzt spricht das Ich über sich selbst. Es nennt sich fremd und heimatlos.

Textbeleg: „Wilde Rosen: – die Gedanken“ (V. 21).

Mögliche Deutung: Die Rosen stehen für wilde, freie und mutige Gedanken. Das Bild wechselt von der Natur zur inneren Welt.

Denkfrage: Warum könnten freie Gedanken auch unbequem sein?


Vierter Abschnitt: Verlust und Trauer

Verse 25–32

Die Stimmung verändert sich. Das Ich spricht über eine schwere Vergangenheit und über Trauer.

Textbeleg: „Meine Rosen sind entblättert“ (V. 31).

Mögliche Deutung: Die verlorenen Blüten können für enttäuschte Hoffnungen stehen.

Verwelkte Hagebutten im Herbst als Naturbild für Veränderung. Foto: W.carter, CC0 1.0. Wikimedia Commons

Denkfrage: Wie verändert sich das Rosenbild zwischen V. 1 und V. 31?


Fünfter Abschnitt: Gedanken ordnen

Verse 33–40

Das Ich erlebt seine Gedanken als unruhig. Es möchte sie durch das Dichten festhalten und ordnen.

Textbeleg: „Bannt euch in der Dichtung Kreis!“ (V. 40).

Mögliche Deutung: Schreiben hilft dem Ich, seinen Erfahrungen eine Form zu geben.

Die Figur „Zaubermeister“ in V. 39 ist ein Bild für Gestaltungsmacht. Sie beweist nicht, dass die sprechende Person männlich ist.


Sechster Abschnitt: Neue Rosen durch Dichtung

Verse 41–48

Am Ende entstehen neue Rosen durch Träume und Dichtung.

Textbeleg: „Will ich wilde Rosen flechten“ (V. 43).

Mögliche Deutung: Aus Erfahrungen und Erinnerungen kann Kunst entstehen. Das Gedicht endet wieder mit Bildern von Freiheit und Wachstum.

Zeitraffer einer sich öffnenden Rose. Urheber: BY-YOUR-⌘, CC BY 2.0. Wikimedia Commons

Sehauftrag: Was kann das Öffnen einer Rose im Zusammenhang mit V. 41–48 symbolisieren? Das Video ist eine Veranschaulichung, keine Darstellung des Gedichts aus dem Jahr 1846.


Gedichtanalyse


Aufbau und Reim

Das Gedicht besteht aus sechs Strophen mit jeweils acht Versen. Die Endreime bilden in jeder Strophe zwei Gruppen von Kreuzreimen.

Beispiel aus V. 1–4:

Rosen – a
Pracht – b
Sturmestosen – a
Nacht – b

Das Reimschema lautet abab. Für die gesamte Strophe ergibt sich abab cdcd.

Die regelmäßige Form kann im Gegensatz zur wilden Natur stehen. Das ist eine mögliche Interpretation, keine feststehende Tatsache.

Lernvideo: Reimschema bestimmen – Diego Hagen

Videoauftrag: Bestimme selbst die Endreime in V. 25–32 und vergleiche Dein Ergebnis mit dem Kreuzreim.


Sprachliche Mittel

Mittel Textbeleg Mögliche Wirkung
Metapher „Wilde Rosen: – die Gedanken“ (V. 21) Gedanken erhalten ein anschauliches Naturbild.
Personifikation „der Blitz, der irre Bote“ (V. 15) Der Blitz erscheint wie ein handelndes Wesen.
Wiederholung „In der Freiheit wilder Pracht“ (V. 2 und 46) Anfang und Ende werden verbunden.
Symbol „Meine Rosen sind entblättert“ (V. 31) Die Blüten können verlorene Hoffnung darstellen.
Ausruf „Haltet ein auf mein Geheiß!“ (V. 38) Die Stimme wirkt entschlossen.

Merksatz: Ein Stilmittel nur zu nennen reicht nicht. Erkläre immer, was es an dieser Textstelle bewirken könnte.


Lyrische Stimme und Autorin unterscheiden

Louise Aston ist die historische Autorin. Das lyrische Ich ist die Stimme innerhalb des Gedichts.

Die Formulierung „Mir, der Fremden, Heimathlosen“ (V. 19) zeigt eine weiblich bezeichnete Sprecherfigur. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jede Aussage ein Bericht aus Astons wirklichem Leben ist.

Merke: Autorschaft ist eine Tatsache. Eine biografische Deutung muss begründet werden.


Eine Deutung mit Zitaten schreiben

Nutze drei Schritte:

  1. Beobachtung: Was fällt Dir auf?
  2. Textbeleg: Welche Wörter und Verszahlen beweisen Deine Beobachtung?
  3. Deutung: Was könnte das bedeuten?

Kurzes Beispiel:

Die wilden Rosen werden zum Bild für freie Gedanken. Das zeigt die Formulierung „Wilde Rosen: – die Gedanken“ (V. 21). So verbindet das Gedicht die Kraft der Natur mit der inneren Freiheit des Menschen.

Gestufte Hilfen:

Hilfe 1: Markiere ein auffälliges Wort.

Hilfe 2: Suche ein zweites Wort, das dazu passt oder einen Gegensatz bildet.

Hilfe 3: Schreibe: „Das Wort ... in Vers ... könnte zeigen, dass ...“


Louise Aston und ihre Zeit

Louise Aston lebte von 1814 bis 1871. Sie war Schriftstellerin und setzte sich für Selbstbestimmung und Rechte von Frauen ein.

1846 erschien ihr Band Wilde Rosen. Im selben Jahr wurde Aston aus Berlin ausgewiesen. Sie wehrte sich gegen gesellschaftliche und staatliche Einschränkungen.

Historische Quelle: Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung.

Die Literatur des Vormärz beschäftigte sich unter anderem mit Freiheit, Kritik an Herrschaft und gesellschaftlichen Veränderungen. Astons Gedicht lässt sich in diesem historischen Zusammenhang lesen. Seine Bilder haben aber auch persönliche und poetische Bedeutungen.

Historische Darstellung der Berliner Märzereignisse von 1848 nach der Leipziger Illustrierten Zeitung. Gemeinfrei. Wikimedia Commons

Achtung zur Zeitfolge: Das Bild zeigt Ereignisse von 1848, also zwei Jahre nach dem Druck des Gedichts. Es erklärt den größeren historischen Zusammenhang, nicht die genaue Entstehung einer Gedichtzeile.

Lernvideo: Vormärz – EinfachSchule

Lernvideo: Revolution 1848/49 – MrWissen2go

Videoauftrag: Notiere zwei Freiheitsforderungen aus dem historischen Zusammenhang. Erkläre danach, welche davon Du mit V. 1–24 verbinden könntest. Kennzeichne Deine Verbindung als Interpretation.


Interaktive Aufgaben

Die folgenden Übungen kontrollieren Textverständnis und Fachbegriffe. Bei offenen Deutungen sind auch andere gut begründete Antworten möglich.


Quiz: Teste Dein Wissen

10 Fragen mit konkreten Versbelegen

Was zeigt „Ohne eines Gärtners Pflege“ in V. 7? (Die Rosen wachsen ohne menschliche Pflege.) (!Die Rosen werden im Gewächshaus gezüchtet.) (!Die Rosen werden täglich geschnitten.) (!Die Rosen wachsen nur in einer Vase.)




Welches Reimschema zeigen „Rosen“, „Pracht“, „Sturmestosen“, „Nacht“ in V. 1–4? (Kreuzreim) (!Paarreim) (!Umarmender Reim) (!Reimlose Verse)




Wofür stehen die Rosen ausdrücklich in V. 21? (Für Gedanken) (!Für wertvolle Edelsteine) (!Für historische Gebäude) (!Für einen Rosenmarkt)




Wer windet dem Ich nach V. 17–18 einen Rosenkranz ins Haar? (Das Schicksal) (!Ein König) (!Ein Gärtner) (!Ein fremder Bote)




Wie beschreibt sich das Ich in V. 19? (Als fremd und heimatlos) (!Als reich und mächtig) (!Als glücklich verheiratet) (!Als Herrscherin über ein Land)




Was kann „Meine Rosen sind entblättert“ in V. 31 ausdrücken? (Verlust und Enttäuschung) (!Einen Sieg im Krieg) (!Die Pflege eines Gartens) (!Den Beginn einer Hochzeitsfeier)




Was beschreibt „Gedankenfluge“ in V. 35 im Zusammenhang der Strophe? (Unruhige und bewegte Gedanken) (!Den Flug eines echten Vogelschwarms) (!Eine lange Schiffsreise) (!Einen geregelten Schulunterricht)




Was möchte das Ich mit „Bannt euch in der Dichtung Kreis!“ in V. 40 erreichen? (Seine Gedanken dichterisch gestalten und festhalten) (!Alle Rosen aus dem Garten entfernen) (!Eine Stadtmauer errichten) (!Ein Gewitter vorhersagen)




Womit verbindet das Ich die Rosen in V. 45? (Mit der Dichtung) (!Mit einer Geldzahlung) (!Mit einem politischen Amt) (!Mit einem Handwerksvertrag)




Welche Formulierung verbindet den Anfang mit dem Schluss in V. 2 und 46? (In der Freiheit wilder Pracht) (!Meine Rosen sind entblättert) (!Haltet ein auf mein Geheiß) (!Wolken voll Gewitterglut)





Memory

Finde sieben passende Paare.

Wilde Rosen als Bild Gedanken
Gärtnerloses Wachsen Selbstständigkeit
Gewitterglut Heftige Naturkraft
Entblätterte Blüte Verlorene Hoffnung
Lyrische Stimme Sprechende Figur im Text
Kreuzreim Abwechselnde Endreime
Dichtung Künstlerisches Gestalten mit Sprache





Drag and Drop

Ordne die Bilder den passenden Aussagen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Freies Wachsen Rosen außerhalb eines geschützten Gartens
Gewitter Wolken und Blitz
Selbstbild Wilde Rosen als Gedanken
Trauer Entblätterte Blüten
Neubeginn Neue Rosen durch Dichtung





Kreuzworträtsel

Rosen Welche Blumen stehen im Mittelpunkt des Gedichts?
Freiheit Welcher Wert wird in Vers 2 ausdrücklich genannt?
Gedanken Was bezeichnet das Ich in Vers 21 als wilde Rosen?
Schicksal Wer windet dem Ich den Rosenkranz ins Haar?
Dichtung Wodurch will das Ich seine inneren Geister bannen?
Blitz Welches Naturereignis erscheint als irrer Bote?





LearningApps

Suche nach ergänzenden Übungen zum Gedicht und zur Gedichtanalyse. Die Treffer der externen Suche sind nicht einzeln geprüft.


Lückentext

Vervollständige den Text. Nutze die Quellfassung als Hilfe.

Vervollständige den Text.
Louise Astons Gedichtband erschien im Jahr

.
Das Gedicht hat insgesamt

Verse.
Es besteht aus sechs

.
Am Anfang begrüßt die Stimme die wilden

.
Die Blumen wachsen ohne die Pflege eines

.
In Vers 21 werden die Rosen mit den

verbunden.
Das lyrische Ich bezeichnet sich als

.
Die entblätterten Rosen können einen

ausdrücken.
Der Zaubermeister ist eine bildhafte

.
Die Stimme möchte ihre Gedanken durch

ordnen.
Die wiederholte Freiheitsformulierung verbindet Anfang und

.
Eine begründete Gedichtanalyse braucht einen

.




Offene Aufgaben

Diese Schreibaufgaben haben keine automatische Bewertung. Du kannst verschiedene Deutungen entwickeln. Wichtig sind Deine Begründungen und, wo passend, genaue Versangaben.


Leicht

  1. Rosen beschreiben: Schreibe drei Sätze über die Rosen in V. 1–8. Hilfe: Wo wachsen sie? Wer pflegt sie? Was macht sie stark?
  2. Freiheitswörter: Sammle fünf Wörter aus dem Gedicht, die zu Freiheit oder Unruhe passen. Erkläre zwei davon.
  3. Stimme kennenlernen: Schreibe vier Sätze darüber, was die sprechende Stimme erlebt. Hilfe: Nutze V. 17–32.
  4. Rosenbotschaft: Schreibe aus Sicht einer wilden Rose einen kurzen Brief an eine Gartenrose. Umfang: 60–80 Wörter.


Standard

  1. Bildsprache erklären: Erkläre in 80–100 Wörtern, warum die Rosen auch Gedanken sein können. Nutze V. 21–24 als Beleg.
  2. Stimmungswechsel untersuchen: Vergleiche V. 1–8 mit V. 25–32. Formuliere drei Unterschiede und erkläre einen davon mit einem Zitat.
  3. Anfang und Ende vergleichen: Vergleiche V. 1–4 mit V. 45–48. Untersuche besonders „Sturmestosen“ und „Liebeskosen“. Schreibe etwa 120 Wörter.
  4. Tagebucheintrag: Verfasse einen erfundenen Tagebucheintrag aus Sicht des lyrischen Ichs nach V. 32. Umfang: 100–140 Wörter. Kennzeichne den Text als Fiktion.


Schwer

  1. Deutungsthese: Untersuche, ob das Gedicht Freiheit eher als Glück oder als Belastung darstellt. Nutze mindestens drei Belege und schreibe 150–200 Wörter.
  2. Historischer Zusammenhang: Recherchiere eine gesicherte Tatsache zu Louise Aston und den Freiheitsforderungen ihrer Zeit. Schreibe einen Absatz dazu und einen zweiten Absatz, der klar als mögliche Interpretation des Gedichts erkennbar ist.
  3. Antwortgedicht: Schreibe ein eigenes Gedicht mit acht Versen zum Thema „Freiheit und Widerstand“. Ergänze eine kurze Erklärung zu einem selbst verwendeten Sprachbild. Dein Gedicht ist eine neue Arbeit, kein historischer Originaltext.
  4. Schreiben als Kraft: Diskutiere in 180–220 Wörtern, ob Schreiben Menschen helfen kann, schwierige Erfahrungen zu ordnen. Verbinde V. 33–48 mit einem selbst gewählten Beispiel, ohne die Gedichtstimme mit Aston gleichzusetzen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Begründe Deine Antworten. Es geht um Zusammenhänge, nicht nur um Faktenwissen.

  1. Freiheit und Sicherheit: Erkläre anhand von zwei Textstellen, warum die wilden Rosen zugleich frei und gefährdet sind.
  2. Metaphernanalyse: Untersuche, wie sich die Bedeutung der Rosen vom Anfang über V. 31 bis zum Schluss verändert.
  3. Form und Wirkung: Erkläre, wie die regelmäßigen Kreuzreime zur Wirkung eines Gedichts über wilde Natur und unruhige Gedanken passen könnten.
  4. Lyrisches Ich und Biografie: Eine Person behauptet: „Vers 19 beweist, dass Aston über genau dieses eigene Erlebnis schreibt.“ Prüfe die Behauptung und formuliere eine vorsichtigere Aussage.
  5. Schreiben und Erinnerung: Entwickle eine Deutung, warum das Ich seine Gedanken in V. 33–48 nicht einfach vergisst, sondern in Dichtung verwandeln möchte.
  6. Literatur des Vormärz: Erkläre, wie das Freiheitsmotiv historisch verstanden werden kann und warum das Gedicht trotzdem mehr als eine politische Aussage enthält.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis kannst Du folgende Arbeiten abgeben:

  1. Eine kurze Inhaltsübersicht zu den sechs Strophen.
  2. Eine markierte Textstelle mit mindestens drei sprachlichen Auffälligkeiten.
  3. Einen Analyseabsatz mit Behauptung, genauem Zitat und Deutung.
  4. Einen Vergleich zwischen dem Rosenbild am Anfang und am Ende.
  5. Eine kurze Erklärung zum Unterschied zwischen Autorin und lyrischem Ich.
  6. Eine eigene Schreibaufgabe mit einer Reflexion über Deine Entscheidungen.
  7. Eine Quellenangabe zur Ausgabe von 1846 und zu einem verwendeten Medium.

Wichtige Kriterien: Sachliche Richtigkeit, passende Versangaben, verständliche Sprache, nachvollziehbare Deutungen und klare Unterscheidung von Fakten und Vermutungen.




OERs zum Thema


Wikipedia und historische Texte

Wikipedia-Biografie: Louise Aston

Der Wikipedia-Eintrag behandelt die Autorin. Der gleichnamige Wikipedia-Artikel „Wilde Rosen“ behandelt einen Walzer und ist deshalb keine passende Quelle für diese Gedichtanalyse.

Weitere Quellen:

  1. Zeno.org: historische Gedichtfassung
  2. TextGrid: Text des Gedichts
  3. TextGrid: Quellen- und Editionsangaben
  4. Wikisource: Werke von Louise Aston
  5. Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung: historischer Hintergrund
  6. Wikipedia: Vormärz


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Die folgenden Medien stammen von Wikimedia Commons. Die Dateiseiten dokumentieren die Urheberangaben und Nutzungsrechte.

Medium Urheber bzw. Quelle Lizenz oder Status
Auguste Hüssener; Stiftung Stadtmuseum Berlin Gemeinfrei
Sten Porse CC BY-SA 3.0
Otto Wilhelm Thomé Gemeinfrei
Gerda Arendt CC0 1.0
W.carter CC0 1.0
User:Caesar Gemeinfrei
BY-YOUR-⌘ CC BY 2.0
Leipziger Illustrierte Zeitung, 1848 Gemeinfrei

Wichtig zur Nachnutzung: Bei CC-BY- und CC-BY-SA-Medien müssen Urheber, Lizenz und Quelle genannt werden. Änderungen müssen kenntlich gemacht werden. Die genauen Bedingungen stehen auf den verlinkten Lizenzseiten.

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Die historischen Gedichtverse sind aufgrund des Alters des Werks gemeinfrei. Die genannte TextGrid-Transkription ist als digitale Editionsquelle ausgewiesen; ihre editorischen Zusatzdaten unterliegen eigenen Nutzungsbedingungen.


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