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Gedicht - Ode an eine Nachtigall - Keats, John

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Ode an eine Nachtigall

Keats, John

Ein Herz tut weh, und schläfriges Erlahmen, · 80 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Keats, John; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Keats, John · Joseph Severn · Public domain Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Gisela Etzel

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Ode an eine Nachtigall

1
Ode an eine Nachtigall
Vorlage S. 12
2
Ein Herz tut weh, und schläfriges Erlahmen,
Vorlage S. 12
3
Als hätt ich Gift getrunken, quält mich sehr.
Vorlage S. 12
4
Betäubte mich ein Trank aus giftigen Samen?
Vorlage S. 12
5
Mich hüllt Vergessenheit, ich weiß nichts mehr.
Vorlage S. 12
6
Doch ist's nicht Neid auf dein so glücklich Los –
Vorlage S. 12
7
Nur füllt so schwer mit Glück dein Glück mich an:
Vorlage S. 12
8
Dass du, des Walds beflügelte Dryade,
Vorlage S. 12
9
In lieblich kühlem Schoß,
Vorlage S. 12
10
Im Schatten, den das Buchengrün dir spann,
Vorlage S. 12
11
Der Freiheit jubeln kannst, der Sommergnade.
Vorlage S. 12
12
O Wein jetzt! Jungen Wein, den Erde kühlte,
Vorlage S. 12
13
Den dunkelkühl ein langes Jahr gereift,
Vorlage S. 12
14
Der sonngebräunten Frohsinn tanzen fühlte,
Vorlage S. 12
15
Und der des Provençalen Lied begreift;
Vorlage S. 12
16
O einen Becher warmen Südens jetzt!
Vorlage S. 12
17
O Hippokrene, die zum Rande schäumt
Vorlage S. 12
18
Und gern und gut Begeisterung bereitet
Vorlage S. 12
19
Mit Lippen rot benetzt,
Vorlage S. 12
20
Dich will ich trinken, dass ich ungesäumt
Vorlage S. 12
21
Zum Wald entschweben kann, von dir geleitet.
Vorlage S. 12
22
Entschweben, ganz vergehn – und ganz vergessen,
Vorlage S. 12
23
Was du in deinem Walde nie gekannt:
Vorlage S. 12
24
Die Menschennot, die Mühen unermessen,
Vorlage S. 12
25
Das Sorgenfieber, das die Herzen bannt;
Vorlage S. 12
26
Du weißt nicht, wie gelähmtes Alter stöhnt,
Vorlage S. 12
27
Wie Denken immer nur Sich-härmen heißt,
Vorlage S. 12
28
Wie Jugend bleicht und schleicht und siecht und schwindet,
Vorlage S. 12
29
Und wie Verzweiflung höhnt,
Vorlage S. 12
30
Wo Schönheit, wenn ihr Blick das Leben preist,
Vorlage S. 12
31
Um Liebe weinen lernt und bald erblindet.
Vorlage S. 12
32
Hinweg! Zu dir! Doch soll nicht Bacchus Wagen
Vorlage S. 13
33
Mit Pantherkraft mich ziehn, nein! Poesie
Vorlage S. 13
34
Soll mich auf unsichtbaren Schwingen tragen,
Vorlage S. 13
35
Drückt auch dies Hirn noch müde Apathie.
Vorlage S. 13
36
Schon bin ich bei dir! Milde ist die Nacht,
Vorlage S. 13
37
Und Luna thront mit lächelndem Gesicht
Vorlage S. 13
38
Und überblickt ihr Sternenvolk voll Gnade,
Vorlage S. 13
39
Doch hat sie hier nicht Macht:
Vorlage S. 13
40
Nur manchmal bläst ein Windhauch etwas Licht
Vorlage S. 13
41
Durch grüne Dämmernis auf moosige Pfade.
Vorlage S. 13
42
Ich sehe nicht, was blüht zu meinen Fußen,
Vorlage S. 13
43
Welch süßer Balsam rings an Zweigen hängt;
Vorlage S. 13
44
Doch auch im Dunkel ahn ich, was an süßen
Vorlage S. 13
45
Duftwellen atmend in die Mainacht drängt
Vorlage S. 13
46
Aus wildem Beerenbaum und Gras und Strauch:
Vorlage S. 13
47
Ich atme Weißdornduft und Rosenblühn
Vorlage S. 13
48
Und Veilchen, die in Blätterbetten sterben,
Vorlage S. 13
49
Und Moschusrosen auch,
Vorlage S. 13
50
In denen morgens bunte Tropfen glühn
Vorlage S. 13
51
Und abends Sommerfliegen sich umwerben.
Vorlage S. 13
52
Im Dunkel lausche ich; und wie Verlangen
Vorlage S. 13
53
Mich oft schon fasste nach dem stillen Grab,
Vorlage S. 13
54
Wie ich dem Tod, mich herzlich zu umfangen,
Vorlage S. 13
55
Schon oft in Liedern liebe Namen gab,
Vorlage S. 13
56
So scheint mir Sterben jetzt besonders schön.
Vorlage S. 13
57
Ach, schmerzlos mich zu lösen in die Nacht,
Vorlage S. 13
58
Indeß dein Sang in heiligen Ekstasen
Vorlage S. 13
59
Beschüttet Tal und Höhn
Vorlage S. 13
60
Und doch mein Herz nicht höher schlagen macht,
Vorlage S. 13
61
Das nur als Duft noch schwingt im blumigen Rasen.
Vorlage S. 13
62
Du Vöglein wurdest nicht zum Tod geboren!
Vorlage S. 13
63
Nein, dich zertritt kein hungerndes Geschlecht.
Vorlage S. 13
64
Was diese Nacht mir tönt, sang in die Ohren
Vorlage S. 14
65
Dem ersten König schon, dem ersten Knecht,
Vorlage S. 14
66
Und ist vielleicht derselbe Sang, der tief
Vorlage S. 14
67
Der heimwehkranken Ruth zum Herzen klang,
Vorlage S. 14
68
Als sie in Tränen schritt durch fremde Gassen,
Vorlage S. 14
69
Derselbe Sang, der tief
Vorlage S. 14
70
Bezaubernd sich um Märchenschlösser schwang
Vorlage S. 14
71
Und Feenreiche, die nun längst verlassen.
Vorlage S. 14
72
Verlassen! Ach, dies Wort ist wie das Klingen
Vorlage S. 14
73
Trostloser Glocken, das zu mir mich mahnt!
Vorlage S. 14
74
Auch Phantasie kann nicht Erlösung bringen,
Vorlage S. 14
75
Wenn ihr nicht Hoffnung einen Weg gebahnt.
Vorlage S. 14
76
Lebwohl! Lebwohl! Dein Schmerzgesang entschwebt
Vorlage S. 14
77
Zum Wiesengrund aus Waldes hohem Dom,
Vorlage S. 14
78
Ins Tal hinab und schweigt am dunklen Bache.
Vorlage S. 14
79
Ward mir ein Traum belebt?
Vorlage S. 14
80
Betrog die wachen Sinne ein Phantom?
Vorlage S. 14
81
Wer sagt mir, ob ich schlafe oder wache!
Vorlage S. 14

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Doch ist's nicht Neid …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Und doch mein Herz nicht höher schlagen macht,« B: »Als hätt ich Gift getrunken, quält mich sehr.« C: »Doch soll nicht Bacchus Wagen Mit Pantherkraft mich ziehn, nein!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Ach, schmerzlos mich zu lösen in die Nacht, Indeß dein Sang in …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

8. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Was diese Nacht mir tönt, sang in die Ohren Dem ersten König …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft und Übersetzung nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Ode an eine Nachtigall

Keats, John: Gedichte. Übertragen von Gisela Etzel, Leipzig: Insel Verlag, [1910]. Keats, John 12- Leipzig

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.