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Gedicht - Ode an Psyche - Keats, John

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Ode an Psyche

Keats, John

O Göttin! lausche diesem armen Lied, · 67 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Keats, John; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Keats, John · Joseph Severn · Public domain Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Gisela Etzel

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Ode an Psyche

1
Ode an Psyche
Vorlage S. 17
2
O Göttin! lausche diesem armen Lied,
Vorlage S. 17
3
Das lieb Erinnern, süßer Zwang geboren;
Vorlage S. 17
4
Verzeih, das dein Geheimnis es erriet
Vorlage S. 17
5
Und wiederkündet deinen eignen Ohren:
Vorlage S. 17
6
Ich träumte heut – denn sollte wacher Sinn
Vorlage S. 17
7
Wohl je die lichtbeschwingte Psyche schauen? –
Vorlage S. 17
8
In lichtem Walde schritt ich für mich hin,
Vorlage S. 17
9
Da plötzlich fasste mich ehrfürchtig Grauen:
Vorlage S. 17
10
Eng Seit an Seite lag ein schönes Paar
Vorlage S. 17
11
Ins Gras gebettet, über ihnen spann
Vorlage S. 17
12
Das Laub ein flüsternd Dach, ein Bächlein rann
Vorlage S. 17
13
Durchs Grün, kaum wahrnehmbar.
Vorlage S. 17
14
Auf blumiger Au, die bunt und silberklar
Vorlage S. 17
15
Und kühl und duftend in die Stille sann,
Vorlage S. 17
16
Sanftatmend lagen sie, die Flügel bogen
Vorlage S. 17
17
Sich aneinander und die Arme auch,
Vorlage S. 17
18
Die Lippen trennte nur ein Atemhauch,
Vorlage S. 17
19
Als halbe Schlummer Mund von Mund gezogen,
Vorlage S. 17
20
Als würden jungerwachte Liebeswogen
Vorlage S. 17
21
Zu neuem seligen Küssen sie beglücken.
Vorlage S. 17
22
Den Knaben kannte ich;
Vorlage S. 17
23
Du Taube doch, du lieblichstes Entzücken,
Vorlage S. 17
24
Warst Psyche sicherlich!
Vorlage S. 17
25
O letztgebornes lieblichstes Gesicht
Vorlage S. 17
26
Hoch über des Olymps verbleichter Pracht!
Vorlage S. 17
27
O schöner du als erstes Sternenlicht,
Vorlage S. 17
28
Das wie ein Glühwurm in den Abend wacht.
Vorlage S. 17
29
Ja schöner du! Obgleich nicht ein Altar
Vorlage S. 17
30
Noch Opfer dir geschichtet
Vorlage S. 17
31
Und nächtens keine süße Mädchenschar
Vorlage S. 17
32
Zu dir Gesänge richtet:
Vorlage S. 17
33
Kein Wort, kein Flötenspiel, kein frommer Rauch,
Vorlage S. 18
34
Der sanft aus schwingenden Gefäßen wellte,
Vorlage S. 18
35
Kein Schrein, kein Hain, nicht ein inbrünstiger Hauch,
Vorlage S. 18
36
Der eines bleichen Priesters Träumen schwellte.
Vorlage S. 18
37
O Strahlendste! Zu spät für jene Zeit,
Vorlage S. 18
38
Zu spät, zu spät auch für leichtgläubige Leier,
Vorlage S. 18
39
Die heilig sprach des Waldes Einsamkeit,
Vorlage S. 18
40
Heilig die Luft, das Wasser und das Feuer.
Vorlage S. 18
41
Doch selbst in unsern Tagen, die so ferne
Vorlage S. 18
42
Von froher Frömmigkeit, erglänzt dein Flug,
Vorlage S. 18
43
Der über stürzenden Olymp dich trug,
Vorlage S. 18
44
Nun meinen Augen, und ich bete gerne.
Vorlage S. 18
45
So lass mich sein die süße Mädchenschar,
Vorlage S. 18
46
Die betet am Altar,
Vorlage S. 18
47
Dein Wort, dein Flötenspiel, dein frommer Rauch,
Vorlage S. 18
48
Den dir ein schwingend Weihgefäß entsendet,
Vorlage S. 18
49
Dein Schrein, dein Hain und dein inbrünstiger Hauch,
Vorlage S. 18
50
Den eines bleichen Priesters Traum dir spendet.
Vorlage S. 18
51
Ich will, dein Priester, dir den Tempel richten
Vorlage S. 18
52
In meiner Seele unbegangnem Hain:
Vorlage S. 18
53
Verschlungene Gedanken sind die Fichten,
Vorlage S. 18
54
Die flüsternd schützen deinen heiligen Stein,
Vorlage S. 18
55
In dunklen Gruppen sollen all die Bäume
Vorlage S. 18
56
Die steilen Bergesklüfte dicht befiedern,
Vorlage S. 18
57
Und schlummernde Dryaden wiegt in Träume
Vorlage S. 18
58
Der Wind, der Strom, der Wald mit seinen Liedern.
Vorlage S. 18
59
Und in der Mitte dieser weiten Stille
Vorlage S. 18
60
Baut dir ein rosiges Heiligtum mein Wille
Vorlage S. 18
61
Mit allem, was inbrünstiges Hirn ersinnt,
Vorlage S. 18
62
Umrankten Gittern, seltnen Blütenglocken.
Vorlage S. 18
63
Im Blumenhain, den Phantasie dir spinnt,
Vorlage S. 18
64
Ist alles Blühen ewiges Frohlocken,
Vorlage S. 18
65
Und dort ist dein allsüße Seligkeit,
Vorlage S. 19
66
So weit wie Träume fassen,
Vorlage S. 19
67
Und Fackel nachts und Fenster, das bereit,
Vorlage S. 19
68
Die Liebe einzulassen.
Vorlage S. 19

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Obgleich« in diesem Textausschnitt? »Obgleich nicht ein Altar Noch Opfer dir geschichtet Und nächtens keine süße Mädchenschar Zu dir Gesänge richtet: Kein Wort, kein Flötenspiel, kein frommer Rauch, Der sanft aus schwingenden Gefäßen wellte,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Den eines bleichen Priesters Traum dir spendet.« B: »Eng Seit an Seite lag ein schönes Paar Ins Gras gebettet, über ihnen spann Das Laub ein flüsternd Dach, ein Bächlein rann Durchs Grün, kaum wahrnehmbar.« C: »Kein Schrein, kein Hain, nicht ein inbrünstiger Hauch,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »So lass mich sein die süße Mädchenschar, Die betet am Altar, Dein …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

8. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Ich will, dein Priester, dir den Tempel richten In meiner Seele unbegangnem …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗

9. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich etwas, das trotz eines Gegengrunds gilt? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft und Übersetzung nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Ode an Psyche

Keats, John: Gedichte. Übertragen von Gisela Etzel, Leipzig: Insel Verlag, [1910]. Keats, John 17- Leipzig

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.