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Gedicht - Göckingk an Bürger - Bürger, Gottfried August

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Originalwerk · Lesefassung

Göckingk an Bürger

Bürger, Gottfried August

Verdammte Versemacherei! · 68 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Gottfried August Bürger; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Gottfried August Bürger · Johann Heinrich Tischbein · Public domain Bildquelle ↗

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Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Göckingk an Bürger

1
Göckingk an Bürger
2
Verdammte Versemacherei!
3
Was hast du angerichtet?
4
Uns unsers Lebens einz'gen Mai
5
Zum Kuckuck hingedichtet?
6
Gevatter Bürger! sagt einmal,
7
Sind wir nicht brave Thoren,
8
Dass wir, durch selbgemachte Qual,
9
Den schönen Mai verloren?
10
Was hat man von dem Dichten? Hum!
Vorlage S. 229
11
Vielleicht das bisschen Ehre:
Vorlage S. 229
12
Gekannt zu sein von Publikum? –
Vorlage S. 229
13
Ich dachte, was mir wäre!
Vorlage S. 229
14
Mag sein, dass man bei Tafel spricht,
Vorlage S. 229
15
Wann den durchlauchten Bäuchen
Vorlage S. 229
16
Die Zeit lang währt: Ist Bürger nicht
Vorlage S. 229
17
Amtmann zu Altengleichen?
Vorlage S. 229
18
Ein Fräulein tut dir wohl sogar
Vorlage S. 229
19
Die Gnad' und fragt nicht minder:
Vorlage S. 229
20
Trägt denn der Bürger eignes Haar?
Vorlage S. 229
21
Hat er schon Frau und Kinder?
Vorlage S. 229
22
Ein Amtsauditor geht, bepackt
Vorlage S. 229
23
Mit deinem Buch, zu Schönen
Vorlage S. 229
24
Und lieset, dass der Balken knackt
Vorlage S. 229
25
Und alle Fenster dröhnen.
Vorlage S. 229
26
Das hört denn ein Student und schreit:
Vorlage S. 229
27
»Und wohnt' er bei den Sternen!
Vorlage S. 229
28
Ich muss – ist Altengleichen weit? –
Vorlage S. 229
29
Muss Bürgern kennen lernen.«
Vorlage S. 229
30
Und eh' Herr Bürger sich's versieht
Vorlage S. 229
31
Kömmt mein Signor geritten,
Vorlage S. 229
32
Und Bürger, für sein herrlich Lied,
Vorlage S. 229
33
Muss ihn zum Essen bitten.
Vorlage S. 229
34
Da schlingt er nun den Truthahn ein,
Vorlage S. 229
35
Den du mir aufbewahrtest,
Vorlage S. 229
36
Und trinkt, – hol' ihn der Fuchs! – den Wein,
Vorlage S. 229
37
Den du für mich erspartest.
Vorlage S. 229
38
Er rühmt dir baß sein gutes Herz,
Vorlage S. 229
39
Will Freundschaft mit dir treiben,
Vorlage S. 229
40
Und droht sogar – o Höllenschmerz! –
Vorlage S. 229
41
Recht oft an dich zu schreiben.
Vorlage S. 229
42
Das macht: Manch ehrliches Journal
Vorlage S. 229
43
Ließ laut dein Lob erschallen;
Vorlage S. 229
44
Allein, wann las denn wohl einmal
Vorlage S. 229
45
Herr Bürger Eins von allen?
Vorlage S. 229
46
Und ließ' ich dich in Kupfer, schier
Vorlage S. 229
47
Von Bausen selber, stechen:
Vorlage S. 229
48
Hilft dir es etwas, wenn von dir
Vorlage S. 229
49
Die Leut' ein Weilchen sprechen?
Vorlage S. 229
50
Was hast du von dem allen? Sklav!
Vorlage S. 230
51
Wenn ich's zusammenpresse,
Vorlage S. 230
52
Was ist es, als: Despotenschlaf
Vorlage S. 230
53
Und Inquisiten-Blässe?
Vorlage S. 230
54
Hör' auf! Ich gab mein Herz dir hin,
Vorlage S. 230
55
Eh' du ein Blatt geschrieben;
Vorlage S. 230
56
Hör' auf! Und die Frau Amtmannin
Vorlage S. 230
57
Wird dich noch lieber lieben.
Vorlage S. 230
58
Hör' auf! Als Dichter kennt man dich,
Vorlage S. 230
59
Als Mensch lebst du verborgen;
Vorlage S. 230
60
Kein Christenkind bekümmert sich
Vorlage S. 230
61
Um alle deine Sorgen.
Vorlage S. 230
62
Ja! solltest du auch den Homer
Vorlage S. 230
63
In Jamben übersetzen,
Vorlage S. 230
64
Drob werden dich kein Haarbreit mehr
Vorlage S. 230
65
Die Herrn Minister schätzen.
Vorlage S. 230
66
Du würdest dennoch nach wie vor
Vorlage S. 230
67
Amtmann zu Gleichen bleiben;
Vorlage S. 230
68
Drum, trauter Bürger, sei kein Thor,
Vorlage S. 230
69
Und trinke, statt zu schreiben.
Vorlage S. 230

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Und trinkt, – hol' ihn der Fuchs! – den Wein,« B: »Ein Fräulein tut dir wohl sogar Die Gnad' und fragt nicht minder: Trägt denn der Bürger eignes Haar?« C: »Als Dichter kennt man dich, Als Mensch lebst du verborgen;«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

8. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Göckingk an Bürger

Bürgers Gedichte in zwei Teilen. Teil 1: Gedichte 1789. Herausgegeben von Ernst Cosentius, 2. Auflage, Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart: Bong, 1914. Bürger, Gottfried August 229- Stuttgart

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.