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Gedicht - Die Verwandlung - Klopstock, Friedrich Gottlieb

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Originalwerk · Lesefassung

Die Verwandlung

Klopstock, Friedrich Gottlieb

Als ich unter den Menschen noch war, da war ich ein Jüngling, · 66 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Klopstock, Friedrich Gottlieb; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Klopstock, Friedrich Gottlieb · William Blake · Public domain Bildquelle ↗

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Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Die Verwandlung

1
Die Verwandlung
Vorlage S. 31
2
Als ich unter den Menschen noch war, da war ich ein Jüngling,
Vorlage S. 49
3
Weiblich und zart von Gefühl,
Vorlage S. 49
4
Ganz zur Empfindung der Liebe geschaffen. So zärtlich und fühlend
Vorlage S. 49
5
War kein Sterblicher mehr.
Vorlage S. 49
6
Also sah ich ein göttliches Mädchen; so zärtlich und fühlend
Vorlage S. 49
7
War keine Sterbliche mehr.
Vorlage S. 49
8
Aber ein unerbittliches Schicksal, ein eisernes Schicksal
Vorlage S. 49
9
Gab mir ein hartes Gesetz,
Vorlage S. 49
10
Ewig zu schweigen, und einsam zu weinen. So zärtlich und elend
Vorlage S. 49
11
War kein Sterblicher mehr.
Vorlage S. 49
12
Einst sah ich sie im Haine; da ging ich seitwärts und weinte
Vorlage S. 49
13
Seitwärts ins Einsame hin,
Vorlage S. 49
14
Tief in den dunkelsten Hain, der den bängsten Schmerzen geweiht war,
Vorlage S. 49
15
Und dem erbebenden Geist.
Vorlage S. 49
16
Ach, vergebens erschaffne – wenn jene, die die Natur dir
Vorlage S. 49
17
Gleich schuf, ewig dich flieht –
Vorlage S. 49
18
Ach, vergebens unsterbliche Seele! wenn ewig einsam
Vorlage S. 49
19
Dir die Unsterblichkeit ist.
Vorlage S. 49
20
Wenn du, da du die Seelen erschufst, zwo Seelen von vielen,
Vorlage S. 49
21
Mütterliche Natur,
Vorlage S. 49
22
Zärtlicher und sich ähnlich erschufst, und gleichwohl sie trenntest,
Vorlage S. 49
23
Sage, was dachtest du da,
Vorlage S. 49
24
Mütterliche Natur? Sonst immer weise, mir aber
Vorlage S. 49
25
Hier nicht weise genug,
Vorlage S. 49
26
Hier nicht zärtlich genug! nicht mehr die liebende Mutter,
Vorlage S. 49
27
Die du immer sonst warst!
Vorlage S. 49
28
Ach, wenn dich noch Tränen erweichten! und wenn ein vor Wehmut
Vorlage S. 49
29
Bang erbebendes Herz
Vorlage S. 49
30
Dich und dein eisernes Schicksal und seine Donner versöhnte,
Vorlage S. 49
31
Wenn du Mutter noch wärst!
Vorlage S. 49
32
Wenn, wie vormals, dein Ohr, zur Zeit des goldenen Alters,
Vorlage S. 49
33
Stammelnde Seufzer vernähm'!
Vorlage S. 49
34
Aber du bleibst unerbittlich und ernst. So sei es denn ewig!
Vorlage S. 49
35
Sei's! nicht mehr Mutter, Natur!
Vorlage S. 49
36
Warum hast du mich nicht, wie diesen Hain hier, erschaffen,
Vorlage S. 49
37
Ruhig und ohne Gefühl?
Vorlage S. 49
38
Warum nicht, wie den Sänger des Hains? Er fühlt sich vielleicht nicht,
Vorlage S. 49
39
Oder ist es Gefühl,
Vorlage S. 49
40
Was er tönet; sinds zärtliche Klagen, die seufzend sein Mund singt,
Vorlage S. 49
41
Ach, so wird er gehört!
Vorlage S. 49
42
Ach, so lieben ihn Sängerinnen! so donnert kein Schicksal
Vorlage S. 49
43
Sie zu trennen daher!
Vorlage S. 49
44
Ach, so fühlt er kein menschliches Elend! – Auf, lass mich wie er sein!
Vorlage S. 49
45
Nicht mehr Mutter, Natur,
Vorlage S. 49
46
Schaffe zur Nachtigall mich! doch lass mir die menschliche Seele,
Vorlage S. 49
47
Diese Seele nicht mehr!
Vorlage S. 49
48
Also sagt' ich, und wurde verwandelt, doch blieb mir die Seele
Vorlage S. 49
49
Und mein zu fühlendes Herz;
Vorlage S. 49
50
Und, nicht glücklicher, klag' ich noch einsam, und weine die Nacht durch
Vorlage S. 49
51
Und den mir nächtlichen Tag.
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52
Wenn der Morgen dahertaut, wenn glücklichern Vögeln und Menschen
Vorlage S. 49
53
Du, o Abendstern, winkst,
Vorlage S. 49
54
Geht, die ich lieb', im Haine daher; dann sing' ich ihr Klagen,
Vorlage S. 50
55
Aber sie höret mich nicht.
Vorlage S. 50
56
O so höre mich, Jupiter, dann, du, des hohen Olympus
Vorlage S. 50
57
Donnerer, höre du mich:
Vorlage S. 50
58
Schaffe zum Adler mich um, lass deinen Donner mich tragen,
Vorlage S. 50
59
Dass sein kriegrischer Schall
Vorlage S. 50
60
Hart und fühllos mich mache, dass in den hohen Gewittern
Vorlage S. 50
61
Zärtlich mein Herz nicht mehr bebt,
Vorlage S. 50
62
Dass ich die ehernen donnernden Wagen des Zeus nur erblicke,
Vorlage S. 50
63
Aber kein blühend Gesicht,
Vorlage S. 50
64
Und kein lächelndes Auge, das seelenvoll redt, und die Sprache
Vorlage S. 50
65
Der Unsterblichen spricht.–
Vorlage S. 50
66
Also sang er und wurde zum Adler, und an dem Olympus
Vorlage S. 50
67
Zog sich ein Wetter herauf.
Vorlage S. 50

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Also sah ich ein göttliches …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Einst sah ich sie im Haine; da ging ich seitwärts und weinte Seitwärts ins Einsame hin, Tief in den […] Hain, der den bängsten Schmerzen geweiht war, Und dem erbebenden Geist.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

3. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Also sagt' ich, und wurde verwandelt, doch blieb mir die Seele« B: »Aber ein unerbittliches Schicksal, ein eisernes Schicksal« C: »Hier nicht zärtlich genug! nicht mehr die liebende Mutter,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Und, nicht glücklicher, klag' ich noch …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »O so höre mich, Jupiter, dann, du, des hohen Olympus Donnerer, höre …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

9. Welcher Ausschnitt verweist mit einer Zeitangabe ausdrücklich auf eine frühere Zeit? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗

10. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Als ich unter den […] noch war, da war ich ein Jüngling,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Die Verwandlung

Friedrich Gottlieb Klopstock: Ausgewählte Werke. Herausgegeben von Karl August Schleiden, München: Hanser, 1962. Klopstock, Friedrich Gottlieb 31- München

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.