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Gedicht - Der Rabe - Poe, Edgar Allan

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Der Rabe

Poe, Edgar Allan

Einst in dunkler Mittnachtstunde, · 197 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Poe, Edgar Allan; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Poe, Edgar Allan · Unknown authorUnknown author; Restored by Yann Forget and Adam Cuerden · Public domain Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Theodor Etzel

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Der Rabe

1
Der Rabe
Vorlage S. 116
2
Einst in dunkler Mittnachtstunde,
Vorlage S. 116
3
als ich in entschwundner Kunde
Vorlage S. 116
4
Wunderlicher Bücher forschte,
Vorlage S. 116
5
bis mein Geist die Kraft verlor
Vorlage S. 116
6
Und mir's trübe ward im Kopfe,
Vorlage S. 116
7
kam mir's plötzlich vor, als klopfe
Vorlage S. 116
8
Jemand zag ans Tor, als klopfe –
Vorlage S. 116
9
klopfe jemand sacht ans Tor.
Vorlage S. 116
10
Irgendein Besucher, dacht ich,
Vorlage S. 116
11
pocht zur Nachtzeit noch ans Tor –
Vorlage S. 116
12
Weiter nichts. – So kam mir's vor.
Vorlage S. 116
13
Oh, ich weiß, es war in grimmer
Vorlage S. 116
14
Winternacht, gespenstischen Schimmer
Vorlage S. 116
15
Jagte jedes Scheit durchs Zimmer,
Vorlage S. 116
16
eh es kalt zu Asche fror.
Vorlage S. 116
17
Tief ersehnte ich den Morgen,
Vorlage S. 116
18
denn umsonst war's, Trost zu borgen
Vorlage S. 116
19
Aus den Büchern für das Sorgen
Vorlage S. 116
20
um die einzige Lenor,
Vorlage S. 116
21
Um die wunderbar Geliebte –
Vorlage S. 116
22
Engel nannten sie Lenor –,
Vorlage S. 116
23
Die für immer ich verlor.
Vorlage S. 116
24
Die Gardinen rauschten traurig,
Vorlage S. 116
25
und ihr Rascheln klang so schaurig,
Vorlage S. 116
26
Füllte mich mit Schreck und Grausen,
Vorlage S. 116
27
wie ich nie erschrak zuvor.
Vorlage S. 116
28
Um zu stillen Herzens Schlagen,
Vorlage S. 116
29
sein Erzittern und sein Zagen,
Vorlage S. 116
30
Musst ich murmelnd nochmals sagen:
Vorlage S. 116
31
Ein Besucher klopft ans Tor. –
Vorlage S. 116
32
Ein verspäteter Besucher
Vorlage S. 116
33
klopft um Einlaß noch ans Tor,
Vorlage S. 116
34
Sprach ich meinem Herzen vor.
Vorlage S. 116
35
Alsobald ward meine Seele
Vorlage S. 116
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stark und folgte dem Befehle.
Vorlage S. 116
37
»Herr«, so sprach ich, »oder Dame,
Vorlage S. 116
38
ach, verzeihen Sie, mein Ohr
Vorlage S. 116
39
Hat Ihr Pochen kaum vernommen,
Vorlage S. 116
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denn ich war schon schlafbenommen,
Vorlage S. 116
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Und Sie sind so sanft gekommen –
Vorlage S. 116
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sanft gekommen an mein Tor;
Vorlage S. 116
43
Wusste kaum den Ton zu deuten ...«
Vorlage S. 116
44
Und ich machte auf das Tor:
Vorlage S. 116
45
Nichts als Dunkel stand davor.
Vorlage S. 116
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Starr in dieses Dunkel spähend,
Vorlage S. 116
47
stand ich lange, nicht verstehend,
Vorlage S. 116
48
Träume träumend, die kein irdischer
Vorlage S. 116
49
Träumer je gewagt zuvor;
Vorlage S. 116
50
Doch es herrschte ungebrochen
Vorlage S. 116
51
Schweigen, aus dem Dunkel krochen
Vorlage S. 116
52
Keine Zeichen, und gesprochen
Vorlage S. 116
53
ward nur zart das Wort »Lenor«,
Vorlage S. 116
54
Zart von mir gehaucht – wie Echo
Vorlage S. 116
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flog zurück das Wort »Lenor«.
Vorlage S. 116
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Nichts als dies vernahm mein Ohr.
Vorlage S. 116
57
Wandte mich zurück ins Zimmer,
Vorlage S. 116
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und mein Herz erschrak noch schlimmer,
Vorlage S. 116
59
Da ich wieder klopfen hörte,
Vorlage S. 117
60
etwas lauter als zuvor.
Vorlage S. 117
61
»Sollt ich«, sprach ich, »mich nicht irren,
Vorlage S. 117
62
hörte ich's am Fenster klirren;
Vorlage S. 117
63
Oh, ich werde bald entwirren
Vorlage S. 117
64
dieses Rätsels dunklen Flor –
Vorlage S. 117
65
Herz, sei still, ich will entwirren
Vorlage S. 117
66
dieses Rätsels dunklen Flor.
Vorlage S. 117
67
Tanzt ums Haus der Winde Chor?«
Vorlage S. 117
68
Hastig stieß ich auf die Schalter –
Vorlage S. 117
69
flatternd kam herein ein alter,
Vorlage S. 117
70
Stattlich großer, schwarzer Rabe,
Vorlage S. 117
71
wie aus heiliger Zeit hervor,
Vorlage S. 117
72
Machte keinerlei Verbeugung,
Vorlage S. 117
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nicht die kleinste Dankbezeigung,
Vorlage S. 117
74
Flog mit edelmännischer Neigung
Vorlage S. 117
75
zu dem Pallaskopf empor,
Vorlage S. 117
76
Grade über meiner Türe
Vorlage S. 117
77
auf den Pallaskopf empor –
Vorlage S. 117
78
Saß – und still war's wie zuvor.
Vorlage S. 117
79
Doch das wichtige Gebaren
Vorlage S. 117
80
dieses schwarzen Sonderbaren
Vorlage S. 117
81
Löste meines Geistes Trauer,
Vorlage S. 117
82
und ich schalt ihn mit Humor:
Vorlage S. 117
83
»Alter, schäbig und geschoren,
Vorlage S. 117
84
sprich, was hast du hier verloren?
Vorlage S. 117
85
Niemand hat dich herbeschworen
Vorlage S. 117
86
aus dem Land der Nacht hervor.
Vorlage S. 117
87
Tu mir kund, wie heißt du, Stolzer
Vorlage S. 117
88
aus Plutonischem Land hervor?«
Vorlage S. 117
89
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
Vorlage S. 117
90
Dass er sprach so klar verständlich –
Vorlage S. 118
91
ich erstaunte drob unendlich,
Vorlage S. 118
92
Kam die Antwort mir auch wenig
Vorlage S. 118
93
sinnvoll und erklärend vor.
Vorlage S. 118
94
Denn noch nie war dies geschehen:
Vorlage S. 118
95
über seiner Türe stehen
Vorlage S. 118
96
Hat wohl keiner noch gesehen
Vorlage S. 118
97
solchen Vogel je zuvor –
Vorlage S. 118
98
Über seiner Stubentüre
Vorlage S. 118
99
auf der Büste je zuvor,
Vorlage S. 118
100
Mit dem Namen »Nie du Tor«.
Vorlage S. 118
101
Doch ich hört in seinem Krächzen
Vorlage S. 118
102
seine ganze Seele ächzen,
Vorlage S. 118
103
War auch kurz sein Wort, und brachte
Vorlage S. 118
104
er auch nichts als dieses vor.
Vorlage S. 118
105
Unbeweglich sah er nieder,
Vorlage S. 118
106
rührte Kopf nicht noch Gefieder,
Vorlage S. 118
107
Und ich murrte, murmelnd wieder:
Vorlage S. 118
108
»Wie ich Freund und Trost verlor,
Vorlage S. 118
109
Werd ich morgen ihn verlieren –
Vorlage S. 118
110
wie ich alles schon verlor.«
Vorlage S. 118
111
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
Vorlage S. 118
112
Seine schroff gesprochnen Laute
Vorlage S. 118
113
klangen passend, dass mir graute.
Vorlage S. 118
114
»Aber«, sprach ich, »nein, er plappert
Vorlage S. 118
115
nur sein einzig Können vor,
Vorlage S. 118
116
Das er seinem Herrn entlauschte,
Vorlage S. 118
117
dessen Pfad ein Unstern rauschte,
Vorlage S. 118
118
Bis er letzten Mut vertauschte
Vorlage S. 118
119
gegen trüber Lieder Chor –
Vorlage S. 118
120
Bis er trostlos trauerklagte in verstörter Lieder Chor
Vorlage S. 119
121
Mit dem Kehrreim: ›Nie du Tor.‹«
Vorlage S. 119
122
Da der Rabe das bedrückte
Vorlage S. 119
123
Herz zu Lächeln mir berückte,
Vorlage S. 119
124
Rollte ich den Polsterstuhl zu
Vorlage S. 119
125
Büste, Tür und Vogel vor,
Vorlage S. 119
126
Sank in Samtsitz, nachzusinnen,
Vorlage S. 119
127
Traum mit Träumen zu verspinnen
Vorlage S. 119
128
Über solchen Tiers Beginnen:
Vorlage S. 119
129
was es wohl gewollt zuvor –
Vorlage S. 119
130
Was der alte ungestalte
Vorlage S. 119
131
Vogel wohl gewollt zuvor
Vorlage S. 119
132
Mit dem Krächzen: »Nie du Tor.«
Vorlage S. 119
133
Saß, der Seele Brand beschwichtend,
Vorlage S. 119
134
keine Silbe an ihn richtend,
Vorlage S. 119
135
Seine Feueraugen wühlten
Vorlage S. 119
136
mir das Innerste empor.
Vorlage S. 119
137
Saß und kam zu keinem Wissen,
Vorlage S. 119
138
Herz und Hirn schien fortgerissen,
Vorlage S. 119
139
Lehnte meinen Kopf aufs Kissen
Vorlage S. 119
140
lichtbegossen – das Lenor
Vorlage S. 119
141
Pressen sollte – lila Kissen,
Vorlage S. 119
142
das nun nimmermehr Lenor
Vorlage S. 119
143
Pressen sollte wie zuvor!
Vorlage S. 119
144
Dann durchrann, so schien's, die schale
Vorlage S. 119
145
Luft ein Duft aus Weihrauchschale
Vorlage S. 119
146
Edler Engel, deren Schreiten
Vorlage S. 119
147
rings vom Teppich klang empor.
Vorlage S. 119
148
»Narr!« so schrie ich, »Gott bescherte
Vorlage S. 119
149
dir durch Engel das begehrte
Vorlage S. 119
150
Glück Vergessen: das entbehrte
Vorlage S. 120
151
Ruhen, Ruhen vor Lenor!
Vorlage S. 120
152
Trink, o trink das Glück: Vergessen
Vorlage S. 120
153
der verlorenen Lenor!«
Vorlage S. 120
154
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
Vorlage S. 120
155
»Weiser!« rief ich, »sonder Zweifel
Vorlage S. 120
156
Weiser! – ob nun Tier, ob Teufel –
Vorlage S. 120
157
Ob dich Höllending die Hölle
Vorlage S. 120
158
oder Wetter warf hervor,
Vorlage S. 120
159
Wer dich nun auch trostlos sandte
Vorlage S. 120
160
oder trieb durch leere Lande
Vorlage S. 120
161
Hier in dies der Höll verwandte
Vorlage S. 120
162
Haus – sag, eh ich dich verlor:
Vorlage S. 120
163
Gibt's – o gibt's in Gilead Balsam? –
Vorlage S. 120
164
Sag mir's, eh ich dich verlor!«
Vorlage S. 120
165
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
Vorlage S. 120
166
»Weiser!« rief ich, »sonder Zweifel
Vorlage S. 120
167
Weiser! – ob nun Tier, ob Teufel –
Vorlage S. 120
168
Schwör's beim Himmel uns zu Häupten –
Vorlage S. 120
169
schwör's beim Gott, den ich erkor –
Vorlage S. 120
170
Schwör's der Seele so voll Grauen:
Vorlage S. 120
171
soll dort fern in Edens Gauen
Vorlage S. 120
172
Ich ein strahlend Mädchen schauen,
Vorlage S. 120
173
die bei Engeln heißt Lenor? –
Vorlage S. 120
174
Sie, die Himmlische, umarmen,
Vorlage S. 120
175
die bei Engeln heißt Lenor?«
Vorlage S. 120
176
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
Vorlage S. 120
177
»Sei dies Wort dein letztes, Rabe
Vorlage S. 120
178
oder Feind! Zurück zum Grabe!
Vorlage S. 120
179
Fort! zurück in Plutons Nächte!«
Vorlage S. 120
180
schrie ich auf und fuhr empor.
Vorlage S. 120
181
»Lass mein Schweigen ungebrochen!
Vorlage S. 121
182
Deine Lüge, frech gesprochen,
Vorlage S. 121
183
Hat mir weh das Herz durchstochen. –
Vorlage S. 121
184
Fort, von deinem Thron hervor!
Vorlage S. 121
185
Heb dein Wort aus meinem Herzen –
Vorlage S. 121
186
heb dich fort, vom Thron hervor!«
Vorlage S. 121
187
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«
Vorlage S. 121
188
Und der Rabe rührt sich nimmer,
Vorlage S. 121
189
sitzt noch immer, sitzt noch immer
Vorlage S. 121
190
Auf der blassen Pallasbüste,
Vorlage S. 121
191
die er sich zum Thron erkor.
Vorlage S. 121
192
Seine Augen träumen trunken
Vorlage S. 121
193
wie Dämonen traumversunken;
Vorlage S. 121
194
Mir zu Füßen hingesunken
Vorlage S. 121
195
droht sein Schatten tot empor.
Vorlage S. 121
196
Hebt aus Schatten meine Seele
Vorlage S. 121
197
je sich wieder frei empor? –
Vorlage S. 121
198
Nimmermehr – oh, nie du Tor!
Vorlage S. 121

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Tief ersehnte ich den Morgen, denn umsonst war's, Trost zu borgen Aus …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗

3. Was bedeutet »nimmermehr« in diesem Ausschnitt? »Pressen sollte – lila Kissen, das nun nimmermehr Lenor Pressen sollte wie zuvor!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗

5. Was bedeutet »Nimmermehr« in diesem Ausschnitt? »Hebt aus Schatten meine Seele je sich wieder frei empor? – Nimmermehr – oh, nie du Tor!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Um zu stillen Herzens Schlagen, sein Erzittern und sein Zagen, Musst ich murmelnd nochmals sagen: Ein Besucher klopft ans Tor. –« B: »Doch das wichtige Gebaren dieses schwarzen Sonderbaren Löste meines Geistes Trauer,« C: »Pressen sollte – lila Kissen, das nun nimmermehr Lenor Pressen sollte wie zuvor!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »»Aber«, sprach ich, »nein, er plappert nur sein einzig Können vor, Das …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Trink, o trink das Glück: Vergessen der […] Lenor!« Sprach der Rabe: »Nie du Tor.« »Weiser!« rief ich, »sonder Zweifel Weiser! – ob nun Tier, ob Teufel – Ob dich Höllending die Hölle oder Wetter warf hervor, Wer dich nun auch trostlos sandte oder trieb durch leere Lande«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Deine Lüge, frech gesprochen, Hat mir weh …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft und Übersetzung nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Der Rabe

Edgar Allan Poes Werke. Gesamtausgabe der Dichtungen und Erzählungen, Band 1: Gedichte, Herausgegeben von Theodor Etzel, Berlin: Propyläen-Verlag, [1922]. Poe, Edgar Allan 116- Berlin

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.