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Gedicht - Auf die Phantasie - Keats, John

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Auf die Phantasie

Keats, John

Lass die Phantasie nur schweifen, · 94 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Keats, John; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Keats, John · Joseph Severn · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Gisela Etzel

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Auf die Phantasie

1
Auf die Phantasie
Vorlage S. 26
2
Lass die Phantasie nur schweifen,
Vorlage S. 26
3
Freude will zuhaus nicht reifen;
Vorlage S. 26
4
Denk, dein kleines Glück zerfließt:
Vorlage S. 26
5
Regen, der aufs Pflaster gießt.
Vorlage S. 26
6
Drum lass Phantasie nur streifen,
Vorlage S. 26
7
Weiter als Gedanken schweifen,
Vorlage S. 26
8
Riegle auf des Geistes Tor –
Vorlage S. 26
9
Lichtwärts segelt sie empor.
Vorlage S. 26
10
Süße Phantasie lass frei,
Vorlage S. 26
11
Sommers Freude flieht vorbei,
Vorlage S. 26
12
Und des Lenzes liebe Lust
Vorlage S. 26
13
Welkt wie all sein Blütenblust;
Vorlage S. 26
14
Herbstes rote Früchte auch –
Vorlage S. 26
15
Rot von Tau und Nebelrauch –
Vorlage S. 26
16
Sind dir Überdruß. Was nun?
Vorlage S. 26
17
Still am Herde sollst du ruhn,
Vorlage S. 26
18
Wenn die Glut zu Glanz entfacht
Vorlage S. 26
19
Geistert durch die Winternacht.
Vorlage S. 26
20
Wenn die Erde stumm und kalt
Vorlage S. 26
21
Und der Schnee sich klebrig ballt
Vorlage S. 26
22
Um des Bauern plumpen Schuh,
Vorlage S. 26
23
Nacht sich dehnt der Mittnacht zu
Vorlage S. 26
24
Und aus ihrem Dunkelland
Vorlage S. 26
25
Alles Wirkliche verbannt,
Vorlage S. 26
26
Ruhe dann und lass von hinnen –
Vorlage S. 26
27
Ehrfurcht leite dies Beginnen –
Vorlage S. 26
28
Phantasie zu hohem Flug!
Vorlage S. 26
29
Genien dienen ihr genug.
Vorlage S. 26
30
Winter weiß nur Frost zu weben –
Vorlage S. 26
31
Sie wird Schönheit wiedergeben,
Vorlage S. 26
32
Alles bringt sie wieder dar:
Vorlage S. 26
33
Sommer, der dir glühend war,
Vorlage S. 26
34
All des Maimonds Blütenlast,
Vorlage S. 26
35
Tauigen Stiel und dornigen Ast;
Vorlage S. 27
36
All des Herbstes reifen Segen,
Vorlage S. 27
37
Frucht und Duft und sanften Regen,
Vorlage S. 27
38
Mischt sie dir zu seligem Trank –
Vorlage S. 27
39
Schlürfe ihn und sag ihr Dank.
Vorlage S. 27
40
Schlürfe ihn – und zu dir zieht,
Vorlage S. 27
41
Ferneher ein Erntelied;
Vorlage S. 27
42
Reife Halme hörst du fallen,
Vorlage S. 27
43
Hörst den Sang der Nachtigallen,
Vorlage S. 27
44
Lerchenlust, die im April
Vorlage S. 27
45
Nie den Jubel enden will;
Vorlage S. 27
46
Hörst den rauhen Ruf der Krähen,
Vorlage S. 27
47
Die nach Halm und Reisig spähen,
Vorlage S. 27
48
Und du siehst im ersten Grün
Vorlage S. 27
49
Enzian und Primeln blühn,
Vorlage S. 27
50
Lilien in weißer Pracht,
Vorlage S. 27
51
Rose, die zur Sonne lacht,
Vorlage S. 27
52
Und das mailiche Frohlocken
Vorlage S. 27
53
Blauer Hyazinthenglocken,
Vorlage S. 27
54
Zweige, Blätter, Blütentaschen,
Vorlage S. 27
55
Die der Regen blank gewaschen.
Vorlage S. 27
56
Siehst die Feldmaus, die erwacht
Vorlage S. 27
57
Lugt aus ihrem Winterschacht,
Vorlage S. 27
58
Schlange, die vom Schlafen mager,
Vorlage S. 27
59
Lauert im durchsonnten Lager;
Vorlage S. 27
60
Siehst den Dornbusch Nestchen wiegen,
Vorlage S. 27
61
Drin gefleckte Eier liegen,
Vorlage S. 27
62
Und im moosigen Bett versteckt
Vorlage S. 27
63
Feldhuhn, das die Flügel streckt.
Vorlage S. 27
64
Hörst die Bienen, die im Grün
Vorlage S. 27
65
Summend hin und wieder ziehn,
Vorlage S. 27
66
Eicheln, die zu Boden schlagen,
Vorlage S. 27
67
Und des Herbstwinds Sang und Klagen.
Vorlage S. 27
68
Süße Phantasie, lass frei!
Vorlage S. 27
69
Alles wird zum Einerlei,
Vorlage S. 28
70
Selbst der Liebsten rosige Wangen
Vorlage S. 28
71
Scheinen nicht wie einst zu prangen.
Vorlage S. 28
72
Wo ist wohl der reife Mund,
Vorlage S. 28
73
Der dir neu zu jeder Stund?
Vorlage S. 28
74
Wo ein Antlitz, noch so hold,
Vorlage S. 28
75
Dem man stets begegnen wollt?
Vorlage S. 28
76
Wo die Stimme, noch so lieb,
Vorlage S. 28
77
Die uns stets ein Wohlklang blieb?
Vorlage S. 28
78
Denk dein kleines Glück zerfließt:
Vorlage S. 28
79
Regen, der aufs Pflaster gießt.
Vorlage S. 28
80
Drum lass Phantasie sich schwingen,
Vorlage S. 28
81
Sie wird dir ein Traumbild bringen,
Vorlage S. 28
82
Süß, wie einst Proserpina,
Vorlage S. 28
83
Eh der Gott der Qual sie sah,
Vorlage S. 28
84
Weiß von Leib und weiß von Lenden,
Vorlage S. 28
85
So wie Hebe, als in Händen
Vorlage S. 28
86
Sie den Becher hob und klirrend,
Vorlage S. 28
87
Jupiter den Sinn verwirrend,
Vorlage S. 28
88
Dass sein Blick sich Sehnsucht trank,
Vorlage S. 28
89
Gürtel ihr und Kleid entsank.
Vorlage S. 28
90
Auf das Netz! Gib frei die Zügel!
Vorlage S. 28
91
Schon hebt Phantasie die Flügel.
Vorlage S. 28
92
Tore auf! Sie will entschweben,
Vorlage S. 28
93
Um dir all dies Glück zu geben. – –
Vorlage S. 28
94
Lass die Phantasie nur schweifen,
Vorlage S. 28
95
Freude will zuhaus nicht reifen.
Vorlage S. 28

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Drum lass Phantasie nur streifen, Weiter als Gedanken schweifen, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗

3. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗ Textstelle 18 ↗ Textstelle 19 ↗

4. Welcher Ausschnitt verweist mit einer Zeitangabe ausdrücklich auf eine frühere Zeit? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗

5. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Hörst den rauhen Ruf der Krähen, Die nach Halm und Reisig spähen, Und du siehst im ersten Grün Enzian und […] blühn, Lilien in weißer Pracht, Rose, die zur Sonne lacht, Und das mailiche Frohlocken«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Süße Phantasie lass frei, Sommers Freude flieht vorbei,« B: »All des Herbstes reifen Segen, Frucht und Duft und sanften Regen, Mischt sie dir zu seligem Trank – Schlürfe ihn und sag ihr Dank.« C: »Alles wird zum Einerlei, Selbst der Liebsten rosige Wangen Scheinen nicht wie einst zu prangen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Siehst den Dornbusch Nestchen wiegen, Drin gefleckte …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft und Übersetzung nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Auf die Phantasie

Keats, John: Gedichte. Übertragen von Gisela Etzel, Leipzig: Insel Verlag, [1910]. Keats, John 26- Leipzig

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.