Gebäudeautomation und Energiemanagement – Energieflüsse im Gebäude sichtbar machen
Gebäudeautomation und Energiemanagement – Energieflüsse im Gebäude sichtbar machen
Einleitung
Wie gelangt Energie ins Gebäude, wo wird sie gespeichert und wer verbraucht sie?
In diesem aiMOOC machst Du Energieflüsse sichtbar, überprüfst Messwerte und löst typische Diagnosefälle aus der Gebäudeautomation.
Zielgruppe: Berufliche Ausbildung in Elektrotechnik, SHK, Mechatronik und Gebäudetechnik.
Lernzeit: 6 Lerneinheiten mit jeweils etwa 10–15 Minuten plus Projektaufgaben.
Dein Lernziel: Du kannst Erzeuger, Speicher, Verbraucher und Messstellen erkennen, Energieflüsse bilanzieren und begründete Verbesserungsvorschläge entwickeln.

Bild: Konzept einer Gebäudeenergiesimulation. Beobachte, wie technische Anlagen und Gebäudeeigenschaften zusammenwirken.
Arbeitsweise: Anschauen → Zuordnen → Berechnen → Diagnostizieren → Begründen.
Sicherheit und Datenschutz: Alle Fallbeispiele verwenden erfundene Gebäude und vollständig fiktive Daten. Arbeite ausschließlich mit lokalen Simulationen, bereitgestellten Beispieldaten oder ausdrücklich autorisierten Testumgebungen. Keine Zugriffe auf fremde Netze, Produktivanlagen, Zugangsdaten oder Kundendaten. Übertrage keine vertraulichen Daten an externe Dienste. Reale elektrische, hydraulische oder hygienerelevante Eingriffe gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachkräfte.
Lerneinheit 1: Das Gebäude als Energiesystem
Leitfrage: Wo kommt Energie her und wohin fließt sie?
Ein Gebäude benötigt elektrische Energie und Wärme. Die Gebäudeautomation erfasst Zustände und Messwerte und kann technische Anlagen bedarfsgerecht regeln.

Bild: Vereinfachtes System mit Photovoltaik, Hybridwechselrichter, Batterie und Verbrauchern.
Anlagenschema: Zwei Energiepfade
| Elektrischer Energiepfad | Thermischer Energiepfad |
|---|---|
| Photovoltaik → Wechselrichter → elektrische Verbraucher | Umweltwärme + elektrischer Antrieb → Wärmepumpe → Heizkreis |
| Photovoltaik → Batteriespeicher → elektrische Verbraucher | Wärmeerzeuger → Wärmespeicher → Heizflächen |
| Stromnetz ↔ Gebäudeanschluss | Raumluft ↔ Lüftungsanlage ↔ Außenluft |
Merke: Strom und Wärme sind unterschiedliche Energieflüsse. Sie werden getrennt erfasst. Für eine Gesamtenergiebilanz müssen Systemgrenze, Energieträger und Umwandlungen klar definiert sein.
Basisauftrag: Zeichne für das dargestellte System drei Pfeile und beschrifte jeweils einen Erzeuger, Speicher und Verbraucher.
Feedback: Eine richtige Darstellung zeigt Energiequellen, Speicherrichtung und Verbraucher. Eine Batterie kann laden und entladen; die Pfeilrichtung hängt vom Betriebszustand ab.
Lerneinheit 2: Erzeuger, Speicher und Verbraucher
Leitfrage: Welche Aufgabe übernimmt jedes Gerät?
| Bauteil | Funktion |
|---|---|
| Photovoltaik | Wandelt Licht in elektrische Energie um |
| Wärmepumpe | Überträgt Umweltwärme mithilfe elektrischer Antriebsenergie auf ein höheres Temperaturniveau |
| Batteriespeicher | Speichert elektrische Energie elektrochemisch |
| Pufferspeicher | Speichert thermische Energie |
| Lüftungsanlage | Fördert und gegebenenfalls konditioniert Luft |
| Beleuchtung | Nutzt elektrische Energie |

Bild: Einfaches Funktionsschema einer Wärmepumpe.

Bild: Beispiel für eine Leistungszahl COP von 4. Dies ist ein Beispielwert, keine allgemeine Anlagenzusage.
Rechenidee: Eine Wärmepumpe benötigt 10 kWh Strom und liefert im selben Messintervall 30 kWh Nutzwärme. Die vereinfachte gemessene Arbeitszahl für dieses Intervall ist 30 / 10 = 3.
Die zusätzliche Wärme stammt überwiegend aus der Umwelt. Die Jahresarbeitszahl wird dagegen über einen längeren Zeitraum und mit definierten Bilanzgrenzen bestimmt.
Video: Kurzerklärfilm der Verbraucherzentrale Energieberatung zur Wärmepumpe.
Anwendungsauftrag: Erkläre mithilfe der Grafik, warum 30 kWh Nutzwärme nicht mit 30 kWh Stromverbrauch gleichzusetzen sind.
Feedback: Die Wärmepumpe nutzt elektrische Arbeit und Umweltwärme. Deshalb darf ihre abgegebene Wärme nicht nochmals als elektrischer Verbrauch in dieselbe Strombilanz eingetragen werden.
Lerneinheit 3: Sensoren und Energiemonitoring
Leitfrage: Wie werden unsichtbare Energieflüsse messbar?

Bild: Beispiel eines intelligenten Messsystems mit Zähler und Kommunikationskomponente.
| Messgröße | Typische Einheit | Bedeutung |
|---|---|---|
| Elektrische Leistung | kW | Energieumsatz pro Zeit |
| Elektrische Energie | kWh | Energie innerhalb eines Zeitraums |
| Heizwärme | kWh | Thermische Energiemenge |
| Batterieladezustand | % | Geschätzter Speicherzustand |
| Raumtemperatur | °C | Thermischer Raumzustand |
| Kohlendioxidkonzentration | ppm | Indikator für die Raumluftqualität |
Ein Intelligentes Messsystem besteht in Deutschland aus einer modernen Messeinrichtung und einem Smart-Meter-Gateway. Für Gebäudeautomation werden zusätzlich geeignete Unterzähler, Sensoren und Betriebsdaten benötigt.
Datenweg im Modell:
Sensor oder Zähler → Regler beziehungsweise Datenerfassung → Visualisierung → Diagnose → autorisierte Maßnahme.
Video: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik – Smart-Meter-Gateway.
Basisauftrag: Warum reicht die Anzeige von 5 kW nicht aus, um einen Energieverbrauch von 5 kWh zu behaupten?
Feedback: kW beschreibt Leistung, kWh die Energiemenge. Erst aus Leistung und Zeitverlauf lässt sich die Energie bestimmen. Bei konstanten 5 kW während einer Stunde wären es 5 kWh.
Lerneinheit 4: Energieflüsse sichtbar machen
Leitfrage: Was verrät eine Energiebilanz?
Ein Sankey-Diagramm stellt Mengenströme durch unterschiedlich breite Pfeile dar.

Bild: Prinzipdarstellung eines Sankey-Diagramms. Die Pfeilbreiten veranschaulichen die Mengenverhältnisse.
Vereinfachte Strombilanz:
Energie aus PV + Netzbezug + Batterieentladung = elektrische Verbraucher + Batterieladung.
Dies gilt für eine festgelegte Systemgrenze und ein gemeinsames Zeitintervall, wenn Umwandlungs- und Leitungsverluste im vereinfachten Modell bereits berücksichtigt beziehungsweise vernachlässigt werden.
Merke: Lade- und Entladeverluste sowie Messungenauigkeiten müssen bei einer realen Anlagenbilanz gesondert berücksichtigt werden.
Ausbildungsfall: Bildungszentrum Lernwerk Nord
Dein Auftrag: Du arbeitest als Auszubildende oder Auszubildender in einem Gebäudetechnikbetrieb. Du erhältst einen vollständig fiktiven Datensatz eines Ausbildungsgebäudes.
Das Modell enthält eine PV-Anlage, einen Batteriespeicher, eine Wärmepumpe, Lüftungsventilatoren, Beleuchtung und weitere elektrische Verbraucher.
Simulierte Energiedaten in kWh:
| Energiefluss | 08–12 Uhr | 18–22 Uhr |
|---|---|---|
| PV-Erzeugung | 24 | 0 |
| Stromnetzbezug | 0 | 13 |
| Batterieladung | 4 | 0 |
| Batterieentladung | 0 | 3 |
| Wärmepumpe Strom | 10 | 8 |
| Lüftung | 5 | 3 |
| Beleuchtung | 3 | 3 |
| Sonstige Verbraucher | 2 | 2 |
| Gesamter Verbrauch | 20 | 16 |
Die beiden Zeitfenster sind getrennte Ausschnitte. Die übrigen Stunden sind nicht dargestellt. Die Werte sind didaktisch gerundet und ohne zusätzliche Umwandlungsverluste modelliert.
Basisfall: Prüfe die Strombilanz zwischen 08 und 12 Uhr.
Anwendungsfall: Prüfe die Strombilanz zwischen 18 und 22 Uhr.
Transferfall: Erkläre, warum die Batterie trotz PV-Erzeugung nicht jederzeit entladen oder geladen werden sollte.
Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall
Hilfe 1 – Orientierung anzeigen
Suche zuerst alle Energiequellen. Unterscheide danach Verbraucher und Energiespeicherung.
Hilfe 2 – Rechenweg anzeigen
Addiere die Energie auf der Eingangsseite. Vergleiche das Ergebnis mit der Summe aus Verbrauch und Batterieladung.
Hilfe 3 – Kontrollwerte anzeigen
Vormittag: 24 = 20 + 4. Abend: 13 + 3 = 16. Beide Strombilanzen sind im vereinfachten Modell geschlossen.
Lösungen und begründetes Feedback
Feedback zu Basis, Anwendung und Transfer öffnen
Basis: 24 kWh PV-Erzeugung werden zu 20 kWh Verbrauch und 4 kWh Batterieladung. Die Bilanz stimmt.
Anwendung: 13 kWh Netzbezug plus 3 kWh Batterieentladung ergeben 16 kWh Verbrauch. Die Bilanz stimmt.
Transfer: Die Batterie sollte abhängig von Ladezustand, Energiebedarf, Erzeugungsprognose, technischen Betriebsgrenzen und Verlusten genutzt werden. Ein höherer Eigenverbrauch allein beweist noch nicht die wirtschaftlich oder energetisch beste Betriebsstrategie.
Lerneinheit 5: Diagnostizieren statt raten
Leitfrage: Ist eine auffällige Anzeige bereits ein technischer Defekt?
Diagnosefall A: Abweichende Verbrauchsanzeige
Im Vormittagsmodell zeigt ein zusätzliches Dashboard plötzlich 22 kWh Gesamtverbrauch statt 20 kWh an. Die PV-Anzeige steht weiterhin bei 24 kWh, die Batterieladung bei 4 kWh.
Dein Auftrag: Berechne die Abweichung und entscheide, welche Prüfung zuerst sinnvoll ist.
Prüfkette:
Zeitfenster vergleichen → Messstellen prüfen → Einheit und Vorzeichen kontrollieren → Datenqualität bewerten → Ursache dokumentieren.
Gestufte Diagnosehilfen öffnen
Hilfe 1: Prüfe, ob alle Zahlen wirklich denselben Zeitraum betreffen.
Hilfe 2: Berechne 24 − 22 − 4.
Hilfe 3: Die Abweichung beträgt −2 kWh. Mögliche Erklärungen sind unterschiedliche Zeitstempel, ein falsch zugeordneter Zähler oder eine fehlerhafte Summenbildung. Daraus allein folgt kein Anlagendefekt.
Begründetes Feedback: Zuerst wird die Datenqualität geprüft. Ohne unabhängige Messung lässt sich nicht entscheiden, welches Signal falsch ist. Unbegründete Stellwertänderungen würden die Diagnose verschlechtern.
Diagnosefall B: Lüftung und Innenraumhygiene

Bild: Gebäudemodell mit thermischen Zonen. Unterschiedliche Räume können verschiedene Nutzungs- und Lüftungsbedingungen haben.
Simulierte CO2-Werte eines Unterrichtsraums:
| Zeitabschnitt | CO2-Mittelwert |
|---|---|
| 08:30–09:30 | 850 ppm |
| 09:30–10:30 | 1400 ppm |
Der gleichgewichtet berechnete Mittelwert beträgt 1125 ppm. Für Unterrichtsräume nennt das Umweltbundesamt 1000 ppm als planerischen CO2-Mittelwert über die Dauer einer Nutzungseinheit.
Anwendungsauftrag: Welcher Schritt ist richtig?
- Lüftungssituation, Raumbelegung, Messort und Sensorqualität überprüfen.
- Danach geeignete, autorisierte Maßnahmen für ausreichenden Luftwechsel bewerten.
- Energieverbrauch und Raumluftqualität gemeinsam betrachten.
Begründetes Feedback: Ein auffälliger CO2-Verlauf spricht für die Prüfung der Lüftungssituation. Er beweist weder eine konkrete Infektionsgefahr noch einen Ventilatordefekt. Einzelne Momentanwerte dürfen nicht mit zeitlichen Mittelwerten verwechselt werden.
Diagnosefall C: Trinkwasserhygiene vor Energieeinsparung
Im fiktiven Gebäude wird in einer angenommenen zentralen Trinkwasser-Großanlage über einen längeren Zeitraum eine Zirkulationstemperatur von 48 °C angezeigt.
Transferfrage: Darf die Temperatur zur Energieeinsparung dauerhaft abgesenkt werden?
Feedback: Nein. Für solche Großanlagen nennen die einschlägigen technischen Regeln grundsätzlich mindestens 60 °C am Austritt des Trinkwassererwärmers und 55 °C im Zirkulationssystem. Der fiktive Messwert erfordert eine fachkundige Prüfung von Messung, Anlagenzustand und Hygiene. Er allein beweist keinen Legionellenbefall. Eine bloße kurzzeitige Aufheizung ersetzt keine hygienisch geeignete Betriebsweise. Eine reale Anlage darf nicht eigenmächtig verändert werden.
Wichtig: Raumluft- und Trinkwasserhygiene unterliegen unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben.
Lerneinheit 6: Energie intelligent nutzen
Leitfrage: Wie wird aus Messwerten eine gute Betriebsentscheidung?

Bild: Grundstruktur einer Photovoltaikanlage mit Wechselrichter und Gebäudeanschluss.
Video: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – Smart Meter und intelligente Stromnutzung.
| Beobachtung | Mögliche Maßnahme im Modell | Was muss geprüft werden? |
|---|---|---|
| PV-Erzeugung hoch | Verschiebbare Lasten zeitlich anpassen | Betriebsgrenzen und Bedarf |
| Lüftung läuft ohne Belegung | Bedarfsregelung untersuchen | Luftqualität und Mindestanforderungen |
| Hoher Wärmepumpenverbrauch | Heizkurve und Betriebszeiten analysieren | Raumkomfort und Wärmebedarf |
| Batterieverluste auffällig | Lade- und Entladeprofil auswerten | Messgrenzen und Wirkungsgrad |
Transferauftrag: Entwickle zwei Verbesserungen für das Lernwerk Nord. Bewerte sie anhand von Energiebedarf, Komfort, Hygiene und Betriebssicherheit.
Begründetes Feedback: Eine gute Lösung senkt nicht einfach jeden Sollwert. Sie überprüft zuerst Messqualität, notwendige Versorgung, Nutzung, Sicherheit und tatsächliche Wirkung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Anlage erzeugt aus Sonnenlicht elektrische Energie? (Photovoltaikanlage) (!Pufferspeicher) (!Heizkreisverteiler) (!Lüftungskanal)
Welche Aufgabe besitzt ein elektrischer Batteriespeicher? (Elektrische Energie zeitversetzt bereitstellen) (!Wärme direkt aus der Außenluft gewinnen) (!Den Stromverbrauch immer auf null reduzieren) (!Kohlendioxid aus der Raumluft entfernen)
Welche Einheit beschreibt elektrische Energie? (kWh) (!kW) (!ppm) (!Grad Celsius)
Was ist die Funktion eines Sensors in der Gebäudeautomation? (Einen physikalischen Zustand erfassen) (!Jeden Messwert automatisch korrigieren) (!Jede technische Störung selbst reparieren) (!Den Netzbezug grundsätzlich verhindern)
Wie groß ist im Ausbildungsfall die Batterieladung am Vormittag? (4 kWh) (!3 kWh) (!13 kWh) (!20 kWh)
Wie hoch ist der gesamte elektrische Verbrauch am Abend? (16 kWh) (!13 kWh) (!20 kWh) (!24 kWh)
Was bedeutet eine Abweichung in der Energiebilanz zunächst? (Die Messdaten und Bilanzgrenzen müssen geprüft werden) (!Die Wärmepumpe ist sicher defekt) (!Alle Verbraucher müssen ausgeschaltet werden) (!Die Batterie ist immer vollständig entladen)
Welche Darstellung verwendet proportional breite Flusspfeile? (Sankey-Diagramm) (!Stundenplan) (!Raumbelegungsplan) (!Schaltzeitenliste)
Welche Aussage zu erhöhten CO2-Werten im Unterrichtsraum ist fachlich richtig? (Sie geben Anlass zur Prüfung der Lüftungssituation) (!Sie beweisen immer einen defekten Ventilator) (!Sie zeigen unmittelbar den Stromverbrauch) (!Sie machen jede weitere Prüfung überflüssig)
Welche Vorgehensweise ist bei einem hygienekritischen Warmwasserbefund richtig? (Fachkundige Prüfung und hygienisch sichere Betriebsweise) (!Temperatur ohne Prüfung dauerhaft absenken) (!Alle Warnmeldungen dauerhaft deaktivieren) (!Nur den Strompreis betrachten)
Memory
Ordne die zusammengehörenden Begriffe zu.
| Photovoltaik | Stromerzeugung aus Licht |
| Batteriespeicher | Elektrochemische Energiespeicherung |
| Wärmepumpe | Wärmebereitstellung mithilfe elektrischer Antriebsenergie |
| Zweirichtungszähler | Erfassung von Netzbezug und Einspeisung |
| CO2-Sensor | Indikator für die Raumluftqualität |
| Wärmemengenzähler | Messung thermischer Energiemengen |
| Sankey-Diagramm | Mengenbezogene Darstellung von Flusspfeilen |
Drag and Drop
Ordne den Anlagenfunktionen die technischen Komponenten zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Anlagenkomponente |
|---|---|
| Elektrischer Erzeuger | Solarmodul |
| Elektrochemischer Speicher | Lithium-Ionen-Akkumulator |
| Thermischer Speicher | Heizwasserpuffer |
| Elektrischer Verbraucher | Lüftungsventilator |
| Messgerät für Raumluft | Kohlendioxidfühler |
| Energiewandler | Hybridwechselrichter |
Kreuzworträtsel
| Batterie | Welches Bauteil speichert elektrische Energie elektrochemisch? |
| Sensor | Wie nennt man ein Bauteil zur Erfassung physikalischer Größen? |
| Sankey | Welcher Diagrammtyp zeigt Mengenströme durch proportional breite Pfeile? |
| Watt | Wie heißt die SI-Einheit der Leistung? |
| Wechselrichter | Welches Gerät wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um? |
| Ventilator | Welches Gerät fördert Luft mit einem rotierenden Laufrad? |
LearningApps
Ergänzende Übungen und vorhandene Lernmaterialien suchen:
Hinweis: Die Suche garantiert nicht, dass bereits passende Lernspiele vorhanden sind. Verwende keine Kunden- oder Anlagendaten auf externen Lernplattformen.
Lückentext
Projektwerkstatt: Basis, Anwendung und Transfer
Basisaufgabe: Energiesystem beschriften
Zeichne das Lernwerk Nord als Blockschema und beschrifte PV, Netz, Batterie, Wärmepumpe, Lüftung, Beleuchtung und Stromzähler.
Erwartung: Mindestens sieben richtig zugeordnete Komponenten und erkennbare Flussrichtungen.
Feedback: Erzeugung, Speicherung und Verbrauch müssen unterscheidbar sein. Prüfe bei der Batterie beide möglichen Flussrichtungen.
Anwendungsaufgabe: Energiebilanz visualisieren
Erstelle auf Papier oder mit einer lokalen Tabellenkalkulation zwei Balkendiagramme für die Zeitfenster des Ausbildungsfalls.
Erwartung: Gleiche Einheiten, beschriftete Zeiträume und rechnerisch passende Summen.
Feedback: Vormittags werden 24 kWh verteilt, abends 16 kWh verbraucht. Batterieenergie muss entsprechend ihrer Lade- oder Entladerichtung eingeordnet werden.
Transferaufgabe: Verbesserungen abwägen
Vergleiche eine optimierte Lüftungsregelung mit dem zeitlichen Verschieben eines geeigneten Stromverbrauchers.
Erwartung: Begründete Auswahl anhand von Energie, Komfort, Hygiene, Messqualität und Sicherheit.
Feedback: Die beste Lösung ist nicht zwingend die mit dem niedrigsten Verbrauch zu einem einzigen Zeitpunkt. Entscheidend sind der tatsächliche Bedarf und die gesamten Auswirkungen.
Offene Aufgaben
Bearbeite die Aufgaben ausschließlich mit fiktiven Daten, Zeichnungen und lokalen, freigegebenen Testmitteln.
Leicht
- Energiefluss: Zeichne ein einfaches Haus und markiere drei Energieflüsse mit Pfeilen.
- Photovoltaik: Erstelle eine beschriftete Skizze von PV-Modul, Wechselrichter und Stromverbraucher.
- Energiespeicher: Gestalte zwei Bildkarten für einen Batterie- und einen Wärmespeicher.
- Sensor: Erstelle einen Steckbrief mit Messgröße, Einheit und Zweck eines ausgewählten Sensors.
Standard
- Energiebilanz: Berechne beide Zeitfenster des Lernwerks und dokumentiere den Rechenweg.
- Sankey-Diagramm: Visualisiere die fiktive Vormittagsbilanz mit proportionalen Pfeilbreiten.
- Energiemonitoring: Entwirf ein lokales Dashboard mit den wichtigsten Messwerten und sinnvollen Einheiten.
- Fehlerdiagnose: Dokumentiere drei mögliche Ursachen der fiktiven Abweichung von 2 kWh und formuliere geeignete Prüfschritte.
Schwer
- Gebäudeautomation: Entwickle ein Anlagenmodell mit Erzeugung, Speicherung, Verbrauch, Messpunkten und Datenschnittstellen ohne Verbindung zu realen Systemen.
- Regelungstechnik: Formuliere eine beispielhafte Lastverschiebungsstrategie für hohe PV-Erzeugung einschließlich technischer Grenzen.
- Raumluftqualität: Erstelle einen Diagnosebericht zum fiktiven CO2-Verlauf und begründe hygienisch geeignete Maßnahmen.
- Energiemanagement: Produziere ein Erklärvideo oder eine Präsentation, die zwei Energieoptimierungen einschließlich Zielkonflikten bewertet.


Lernkontrolle
Hier zählt Deine Begründung, nicht das bloße Erinnern von Begriffen.
- Systemgrenze: Erläutere, weshalb dieselbe Wärmemenge nicht als zusätzlicher elektrischer Verbrauch in die Strombilanz aufgenommen werden darf.
- Messdatenqualität: Beschreibe, wie unterschiedliche Zeitstempel eine scheinbare Energiebilanzabweichung verursachen können.
- Energiespeicherung: Vergleiche zwei unterschiedliche Speicherstrategien und diskutiere Vor- und Nachteile.
- Gebäudeautomation: Entwirf ein Diagnoseverfahren, das eine auffällige Anzeige von einer bestätigten technischen Störung unterscheidet.
- Raumluftqualität: Begründe, warum Energieeinsparung nicht zu unzureichender Lüftung führen darf.
- Trinkwasserhygiene: Erläutere anhand eines fiktiven Großanlagenfalls, warum eine Temperaturabsenkung kein uneingeschränkt zulässiges Energiesparverfahren ist.
- Energieeffizienz: Bewerte, welche zusätzlichen Messwerte notwendig wären, um die Wirksamkeit einer vorgeschlagenen Optimierung nachzuweisen.
Bewertungsmaßstab: Fachliche Richtigkeit, nachvollziehbare Bilanzgrenzen, sichere Vorgehensweise, transparente Annahmen und begründete Entscheidungen.
Lernnachweis
Für einen erfolgreichen Lernnachweis erstellst Du ein kleines Energiefluss-Portfolio.
- Ein beschriftetes Gebäudemodell mit Erzeugern, Speichern, Verbrauchern und Messpunkten.
- Ein Stromflussschema mit eindeutig gekennzeichneten Richtungen.
- Zwei korrekt berechnete Energiebilanzen des fiktiven Ausbildungsfalls.
- Ein Diagramm mit Einheiten, Zeiträumen und einer erklärten Systemgrenze.
- Eine Diagnose mit mindestens zwei überprüfbaren Fehlerhypothesen.
- Einen Verbesserungsvorschlag mit Betrachtung von Energie, Komfort und Hygiene.
- Eine kurze Reflexion zu Datensicherheit, zulässigen Testumgebungen und fachlichen Verantwortlichkeiten.
Nachweisregel: Nutze keine vertraulichen Betriebs- oder Kundendaten. Reale Anlagenänderungen sind nicht Teil des Lernnachweises.
OERs zum Thema
Wikipedia: Gebäudeautomation
Wikipedia: Energiemanagement
Fachlich geprüfte Grundlagen
- ISO 52120-1:2021: Beitrag von Gebäudeautomation, Regelung und Gebäudemanagement zur Energieeffizienz. Eine Überarbeitung ist in Entwicklung.
- Umweltbundesamt – Energiemanagementsysteme: Energieflüsse erfassen, Einsparpotenziale analysieren und Maßnahmen bewerten.
- AMEV – Gebäudeautomation: Hinweise für Planung, Ausführung und Betrieb öffentlicher Gebäude.
- Bundesnetzagentur – Intelligentes Messsystem: Aufbau moderner intelligenter Strommesssysteme.
- Verbraucherzentrale – Wärmepumpe: Grundlagen von Funktion und Effizienz.
- Umweltbundesamt – Lüftung in Bildungseinrichtungen: Anforderungen und CO2-Zielwerte.
- Umweltbundesamt – Warmwasser: Energieeinsparung unter Beachtung hygienischer Anforderungen.
- BSI – Gebäudeautomation: Sicherheitsanforderungen und Schutzbedarf von Gebäudeautomationssystemen.
Mediennachweise und Nutzungsrechte
Die folgenden Abbildungen wurden anhand ihrer Wikimedia-Commons-Dateibeschreibungen und Lizenzangaben ausgewählt. Ein Bild beschreibt jeweils ein Prinzip und bildet nicht das fiktive Lernwerk Nord ab.
- Gebäudeenergiesimulation – Anaijazi, CC BY-SA 4.0.
- Hybridwechselrichter und Speicher – GliderMaven, CC0 1.0.
- Wärmepumpenschema – MikeRun, CC BY-SA 4.0.
- Wärmepumpen-COP – MikeRun, CC BY-SA 4.0.
- Intelligentes Messsystem – Achimsh, CC BY-SA 4.0.
- Sankey-Diagramm – Ladyt, gemeinfrei.
- Thermische Gebäudezonen – IanVG, CC BY-SA 4.0.
- PV-Anlagenschema – S-kei, CC0 1.0.
Lizenzhinweis: Beachte bei CC BY-SA die Urheberangabe, Lizenzverlinkung und gegebenenfalls die Kennzeichnung von Änderungen sowie die Weitergabe unter kompatibler Lizenz.
Videoquellen: Verbraucherzentrale Energieberatung, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Videos werden als externe YouTube-Inhalte eingebunden; daraus folgt keine freie Nachnutzung der Videodateien.
Datenschutzhinweis: Externe Video- und iFrame-Einbettungen können Verbindungs- oder Nutzungsdaten an Drittanbieter übertragen. Für die Übungen werden keine externen Plattformen und keine realen Gebäudedaten benötigt. Eine datensparsame Durchführung ist anhand der lokalen Falltabellen und frei lizenzierten Schaubilder möglich.
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