Gebäudeautomation und Energiemanagement – Beschattung und Kühlung gemeinsam betrachten
Gebäudeautomation und Energiemanagement – Beschattung und Kühlung gemeinsam betrachten
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Einleitung
Gebäudeautomation und Energiemanagement – Beschattung und Kühlung gemeinsam betrachten
Kurzbeschreibung: Solare Lasten und Nutzerwünsche.
Zielgruppe: Ausbildung in Elektrotechnik, Gebäudeautomation, Mechatronik, SHK und technischer Gebäudeausrüstung.
Lernzeit: ca. 90–120 Minuten mit sieben kurzen Lerneinheiten und einem durchgehenden Ausbildungsfall.
Dein Auftrag: Du entwickelst eine Regelstrategie, die Sonnenwärme begrenzt, Kühlenergie einspart und gleichzeitig Tageslicht, Luftqualität und Nutzerwünsche berücksichtigt.
Merksatz: Erst Wärmeeintrag vermeiden, dann bedarfsgerecht kühlen – und dabei Komfort, Hygiene und Sicherheit gewährleisten.

Bildauftrag: Beobachte den Sonnenstand und überlege, welche Fenster zu welchen Tageszeiten besonders belastet sind.
| Lernphase | Kompetenz | Ergebnis |
|---|---|---|
| Basis | Solare Lasten und Komponenten erkennen | Beschriftetes Anlagenschema |
| Anwendung | Beschattung und Kühlung abstimmen | Berechnung und Regelentscheidung |
| Transfer | Nutzerkonflikte und Störungen lösen | Optimierte Funktionsbeschreibung |
Arbeitsumgebung: Alle folgenden Messwerte, Räume, Gebäude und Betriebsprotokolle sind fiktiv. Arbeite ausschließlich mit Papiermodellen, lokalen Simulationen oder ausdrücklich freigegebenen Ausbildungsanlagen. Keine fremden Netzwerke, Produktivanlagen, Kundendaten oder Zugangsdaten verwenden, abrufen oder übertragen.
Lerneinheit 1: Sonnenenergie verstehen
Dauer: 8 Minuten
Sonnenstrahlung gelangt durch Fenster in den Raum. Dabei entstehen solare Wärmegewinne. Sie können im Winter nützlich sein, im Sommer aber zu Überhitzung führen.

Die drei wichtigsten Einflussgrößen:
| Größe | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| A | Bestrahlte Fensterfläche | m² |
| G | Einstrahlung auf die Fensterfläche | W/m² |
| g | Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung | ohne Einheit |
Für eine vereinfachte Abschätzung gilt:
Solarer Wärmeeintrag = A × G × g
Mit Sonnenschutz verwendest Du den Gesamtenergiedurchlassgrad der Kombination aus Verglasung und Sonnenschutz, gtot.
gtot = g × FC
FC ist der Abminderungsfaktor des Sonnenschutzes.
Wichtig: Der tatsächliche Wärmeeintrag hängt auch von Sonnenstand, Verschattung, Einfallswinkel und Bauteileigenschaften ab. Die Formel dient hier als vereinfachtes Ausbildungsmodell und ersetzt keine normgerechte Kühllastberechnung.
Mini-Auftrag
Prüfe am Bild, warum ein Westfenster am späten Nachmittag kritisch sein kann.
Feedback: Die tief stehende Nachmittagssonne kann direkt einstrahlen und gleichzeitig auf bereits erwärmte Räume treffen. Die Fassadenausrichtung ist deshalb wichtig.
Lerneinheit 2: Beschattung als erste Kühlmaßnahme
Dauer: 8 Minuten

| Beschattung | Wirkung | Grenze |
|---|---|---|
| Außenraffstore | Verringert solare Wärmeeinträge und lenkt Tageslicht | Windgrenzen und Lamellenstellung beachten |
| Außenliegender Screen | Verringert Einstrahlung bei möglichem Durchblick | Sicht und Licht hängen vom Gewebe ab |
| Innenrollo | Reduziert Blendung | Meist geringerer sommerlicher Wärmeschutz |
| Feststehende Lamellen | Verschattung ohne Stellmotor | Nicht flexibel an wechselnde Bedingungen anpassbar |

Bildvergleich: Welche Anlage lässt sich automatisch an Sonnenstand und Nutzerwünsche anpassen?
Ergebnis: Ein motorisierter Raffstore kann Behanghöhe und Lamellenstellung verändern. Feststehende Lamellen können Sonnenstrahlung abhalten, lassen sich aber nicht bedarfsgerecht nachführen.
Video: Vergleich verschiedener Beschattungsstrategien
Beobachtungsauftrag: Unterscheide Sonnenschutzglas, außenliegende Verschattung und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.
Lerneinheit 3: Gebäudeautomation verknüpft die Systeme
Dauer: 10 Minuten
Gebäudeautomation verbindet Sensoren, Aktoren, Raumregler und Energiemanagement.

Vereinfachtes Anlagenschema
| Ebene | Komponenten | Aufgabe |
|---|---|---|
| Sensorik | Sonnen-, Temperatur-, Wind- und CO₂-Sensor | Zustände erfassen |
| Raumautomation | Raumcontroller und Regelalgorithmen | Signale bewerten |
| Aktorik | Raffstore-Antrieb und Kühlventil | Stellbefehle ausführen |
| Anlagentechnik | Kälteerzeugung und Lüftungsanlage | Kühlung und Außenluft bereitstellen |
| Management | Energiemonitoring und Diagnose | Betriebszustände auswerten |
Signalweg im Ausbildungsmodell:
| Sonnensensor | → | Raumcontroller | → | Raffstore |
| Temperatursensor | → | Raumcontroller | → | Kühlregelung |
| CO₂-Sensor | → | Lüftungsregelung | → | Außenluftzufuhr |
| Windalarm | → | Sicherheitslogik | → | Schutzposition des Raffstores |
Die Sensoren liefern Messwerte. Die Regelung verarbeitet diese Informationen und steuert die Aktoren.
Eine Rückmeldung über tatsächliche Stellungen und Anlagenzustände erleichtert die Fehlerdiagnose.

Schemaauftrag: Verfolge, wie Gebäudeautomation mehrere Geräte und Räume miteinander verbinden kann.
Wichtig: Die Sicherheitsposition der Beschattung richtet sich nach dem konkreten Produkt und seiner freigegebenen Planung. Sicherheitsfunktionen dürfen nicht durch Komfortbefehle übersteuert werden.
Lerneinheit 4: Kühlung, Tageslicht und Raumluft
Dauer: 10 Minuten
Eine Klimaanlage kann Wärme aus einem Raum abführen. Beschattung vermindert dagegen schon den Wärmeeintrag.

Video: Einfluss der Verschattung auf den Energiebedarf eines Gebäudemodells
Beobachtungsauftrag: Vergleiche das Modell mit und ohne wirksame Verschattung.
Drei getrennte Anforderungen
| Ziel | Maßnahme | Kontrollgröße |
|---|---|---|
| Hitzeschutz | Außenbeschattung | Sonnenstrahlung |
| Temperaturkomfort | Bedarfsgerechte Kühlung | Raumtemperatur |
| Luftqualität | Ausreichende Außenluftzufuhr | CO₂ und weitere Luftqualitätsgrößen |
Merke: Ein reines Umluft-Kühlgerät ersetzt keine ausreichende Frischluftzufuhr.

Ein CO₂-Sensor kann bei durch Personen verursachten Luftbelastungen als Indikator für die Lüftungsqualität dienen. Er misst aber nicht alle Schadstoffe.
Auch die Luftfeuchtigkeit ist wichtig. Unterschreiten kalte Oberflächen den Taupunkt, kann Kondenswasser entstehen.

Vertiefung: Im Feuchtluftdiagramm hängen Temperatur, Feuchtigkeit und Kondensationsrisiko zusammen.
Praxisregel: Nachtlüftung nur nutzen, wenn Außenluftbedingungen, Feuchtigkeit, Sicherheit und betriebliche Freigaben es erlauben.
Lerneinheit 5: Dein Ausbildungsgebäude
Dauer: 10 Minuten
Du arbeitest im fiktiven BTZ Lernhaus. Im Büroraum WEST-204 steigen am Nachmittag die Temperaturen.
Eine Mitarbeiterin meldet:
„Es ist zu warm. Wenn die Jalousien ganz geschlossen sind, fehlt mir aber Tageslicht und ich möchte weiterhin nach draußen sehen.“
Gebäudemodell

| Zone | Fenster | Besonderheit |
|---|---|---|
| WEST-204 | 10 m² Westverglasung | Hohe Nachmittagseinstrahlung |
| SÜD-101 | 6 m² Südverglasung | Unterschiedliche Sonnenstände |
| FLUR-01 | Keine direkte Fassadenverglasung | Geringe direkte solare Last |
Alle folgenden Werte sind erfundene Übungsdaten und keine allgemein gültigen Betriebsgrenzen.
| Mess- oder Vorgabewert | WEST-204 |
|---|---|
| Uhrzeit | 15:00 Uhr |
| Außentemperatur | 31 °C |
| Raumtemperatur | 28 °C |
| Übungs-Kühlsollwert | 25 °C |
| Sonnenstrahlung auf das Fenster | 600 W/m² |
| Verglasungswert g | 0,60 |
| Sonnenschutzfaktor FC | 0,25 |
| CO₂-Konzentration | 900 ppm |
| Relative Luftfeuchtigkeit | 52 % |
| Windalarm | Inaktiv |
| Nutzerwunsch | Tageslicht und möglichst freie Sicht |
Dein Regelungsauftrag
Entwirf eine Strategie, die den solaren Wärmeeintrag verringert, den Kühlbedarf begrenzt und Blendung möglichst vermeidet.
Bevor Du entscheidest, prüfe die Prioritäten.
| Priorität | Anforderung |
|---|---|
| Sicherheitsfunktionen | Wind-, Wetter- und weitere freigegebene Schutzfunktionen einhalten |
| Gesundheit und Hygiene | Luftqualität und Feuchteschutz gewährleisten |
| Nutzerkomfort | Temperatur, Blendfreiheit, Tageslicht und Sicht berücksichtigen |
| Energieeffizienz | Unnötige Kühlung und Beleuchtung vermeiden |
Hinweis: Die Reihenfolge ist eine didaktische Entscheidungshilfe. Tatsächliche Sicherheitsverriegelungen, Mindestanforderungen und Anlagenfunktionen sind verbindlich einzuhalten.
Lerneinheit 6: Interaktiver Energiefall
Dauer: 12 Minuten
Fall A: Wie viel Wärme hält die Beschattung zurück?
Berechne die solare Leistung für WEST-204.
| Größe | Ohne Beschattung | Mit Beschattung |
|---|---|---|
| Fläche | 10 m² | 10 m² |
| Einstrahlung | 600 W/m² | 600 W/m² |
| Energiedurchlassgrad | 0,60 | 0,60 × 0,25 |
| Leistung | ? | ? |
Entscheide:
A – Raffstore so einstellen, dass der solare Wärmeeintrag reduziert und nutzbares Tageslicht möglichst erhalten wird.
B – Raffstore vollständig öffnen und den Kühlsollwert stark absenken.
C – Lüftung abschalten, damit weniger Energie benötigt wird.
Gestufte Hilfen – zum Öffnen anklicken
- Hilfe 1: Vergleiche die solare Leistung mit und ohne Sonnenschutz.
- Hilfe 2: Berechne zuerst gtot = 0,60 × 0,25.
- Hilfe 3: Nutze die Formel P = A × G × gtot.
Lösung und begründetes Feedback – aufklappen
Ohne Beschattung: 10 × 600 × 0,60 = 3.600 W.
Mit Beschattung: gtot = 0,15.
10 × 600 × 0,15 = 900 W.
Vermiedener solarer Wärmeeintrag: 2.700 W.
Bei zwei Stunden konstanten Modellbedingungen entspricht das 5,4 kWh vermiedenem Wärmeeintrag.
Antwort A ist richtig, weil sie die Wärmelast vor der aktiven Kühlung reduziert und zugleich Nutzerwünsche berücksichtigt.
Antwort B ist ungünstig, weil zusätzliche solare Wärmelasten durch verstärkte Kühlung kompensiert werden müssten.
Antwort C ist falsch, weil die erforderliche Außenluftzufuhr nicht einfach zur Energieeinsparung abgeschaltet werden darf.
Wichtig: 5,4 kWh vermiedener Wärmeeintrag sind nicht automatisch 5,4 kWh eingesparter Strom. Dafür wären weitere Angaben zu Kühlsystem, Betriebsbedingungen und Wirkungsgrad nötig.
Fall B: Hygiene trotz Sommerhitze
Neue fiktive Messwerte:
| Messgröße | Wert |
|---|---|
| Raumtemperatur | 28 °C |
| Außentemperatur | 31 °C |
| CO₂-Konzentration | 1.650 ppm |
| Kühlgerät | In Betrieb, reine Umluft |
| Außenluftversorgung | Zu prüfen |
Was tust Du?
A – Nur die Kühlleistung erhöhen.
B – Außenluftversorgung und Lüftungsbedarf prüfen sowie Beschattung und Kühlung getrennt optimieren.
C – Außenluftzufuhr unterbrechen, damit keine warme Luft eindringt.
Gestufte Hilfen
- Hilfe 1: Was sagt der CO₂-Wert über einen belegten Raum aus?
- Hilfe 2: Unterscheide Kühlen und Lüften.
- Hilfe 3: Überlege, welche Funktion für Frischluft zuständig ist.
Lösung und Feedback
Antwort B ist richtig. Die erhöhte CO₂-Konzentration deutet auf Handlungsbedarf bei der Lüftung hin. Die Ursache und erforderliche Außenluftzufuhr müssen geprüft werden.
A löst das Luftqualitätsproblem nicht, weil Umluftkühlung allein keine ausreichende Außenluftversorgung schafft.
C ist falsch, weil Energiesparen die notwendigen Hygieneanforderungen nicht außer Kraft setzt.
Eine bedarfsgerechte Lüftung und eine energieeffiziente Kühlung müssen zusammen geplant werden.
Fall C: Diagnose bei überhitztem Raum
Fiktives Diagnoseprotokoll:
| Zeitpunkt | Signal | Zustand |
|---|---|---|
| 14:00 | Sonnenstrahlung | 610 W/m² |
| 14:00 | Windalarm | Inaktiv |
| 14:00 | Raffstore | Geöffnet |
| 14:00 | Handbetrieb | Aktiv |
| 15:00 | Raumtemperatur | 28 °C |
| 15:00 | Kühlanforderung | Hoch |
Welche Diagnose prüfst Du zuerst?
A – Handbetrieb und Freigabelogik prüfen.
B – Sofort einen defekten Sonnensensor annehmen.
C – Den Kühlsollwert ohne Ursachenprüfung stark absenken.
Gestufte Hilfen
- Hilfe 1: Vergleiche Sonnenstrahlung und Raffstorestellung.
- Hilfe 2: Suche nach einem Signal, das eine automatische Beschattung verhindern könnte.
- Hilfe 3: Beachte besonders die Meldung Handbetrieb aktiv.
Lösung und Feedback
Antwort A ist richtig. Der aktive Handbetrieb ist eine plausible Erklärung dafür, warum der Raffstore trotz starker Einstrahlung geöffnet bleibt. Prüfe die vorgesehene Dauer und Rückkehr zur Automatik.
B ist nicht belegt, weil der Sonnensensor einen plausiblen hohen Einstrahlungswert liefert.
C behandelt nur eine mögliche Folge, ohne die Ursache zu klären.
Die Diagnose erfolgt ausschließlich an fiktiven Daten oder ausdrücklich freigegebenen Testsystemen.
Lerneinheit 7: Regelstrategie optimieren
Dauer: 10 Minuten
Eine gute Regelstrategie benötigt mehrere Bedingungen und eindeutige Freigaben.
Entscheidungsmodell
| Situation | Beschattung | Kühlung und Lüftung |
|---|---|---|
| Starke Sonne, hohe Raumtemperatur | Wirksam verschatten, Tageslicht beachten | Kühlung nach tatsächlichem Bedarf |
| Starke Sonne, Nutzer meldet Blendung | Lamellenstellung anpassen | Kühlsollwert nicht unnötig verändern |
| Windalarm | Vorgegebene Sicherheitsstellung | Temperaturbedarf unabhängig prüfen |
| Außenluft kühler als Raumluft | Abhängig von Sonneneinstrahlung | Freie Kühlung oder Nachtlüftung nur bei geeigneten und freigegebenen Bedingungen prüfen |
| Hohe CO₂-Konzentration | Sonnenschutz unabhängig optimieren | Außenluftversorgung sicherstellen |
| Keine Belegung | Energie- und Wetterschutzbetrieb | Komfortbetrieb bedarfsgerecht reduzieren |
Regelungsqualität verbessern:
| Funktion | Begründung |
|---|---|
| Hysterese | Verhindert häufiges Hin- und Herschalten nahe einer Schaltschwelle |
| Mindestlaufzeit | Reduziert unnötige Schaltvorgänge |
| Zeitlich begrenzter Handbetrieb | Vereint Nutzerwunsch und automatische Rückkehr zum Energiesparbetrieb |
| Sicherheitsverriegelung | Verhindert unzulässige Stellbefehle |
| Rückmeldung der Aktorstellung | Ermöglicht Soll-Ist-Vergleiche |
| Energiemonitoring | Unterstützt den Nachweis tatsächlicher Einsparungen |
Vertiefungsvideo: Solar Shading for Thermal Resilience in Buildings
Optionaler Vertiefungsauftrag: Erkläre, wie Verschattung die Überhitzungsgefahr eines Gebäudes verringern kann.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Maßnahme verringert solare Wärmegewinne besonders wirksam, bevor sie den Innenraum erreichen? (Außenliegender Sonnenschutz) (!Innenliegender dunkler Vorhang) (!Erhöhte Kühlleistung) (!Dauerbetrieb der Raumbeleuchtung)
Welche Größe beschreibt die Sonneneinstrahlung auf eine Fläche? (Bestrahlungsstärke) (!CO2 Konzentration) (!Luftwechselrate) (!Ventildurchfluss)
Was beschreibt der g-Wert einer Verglasung? (Gesamtenergiedurchlassgrad) (!Elektrischen Stromverbrauch) (!Windgeschwindigkeit) (!Raumluftwechsel)
Welche Information benötigt eine sonnenstandsabhängige Beschattung? (Sonnenstand und Fassadenausrichtung) (!Nur den Kältemitteldruck) (!Nur die Anzahl der Heizkörper) (!Nur den Strompreis)
Was muss bei einem für den Raffstore relevanten Windalarm Vorrang haben? (Die vorgesehene Sicherheitsfunktion) (!Der manuelle Wunsch nach Verschattung) (!Die letzte gespeicherte Lamellenstellung) (!Die maximale Tageslichtmenge)
Warum sind Beschattung und Kühlung gemeinsam zu regeln? (Weil geringere Wärmeeinträge den Kühlbedarf reduzieren können) (!Weil Kühlung automatisch frische Luft liefert) (!Weil Sonnenschutz jeden Energieverbrauch verhindert) (!Weil beide Systeme immer gleichzeitig laufen müssen)
Welcher Messwert kann Hinweise auf unzureichende Lüftung bei Personenbelegung geben? (CO2 Konzentration) (!Lamellenwinkel) (!Fensterfläche) (!Motorlaufzeit)
Was kann passieren, wenn eine gekühlte Oberfläche unter den Taupunkt fällt? (Kondenswasser kann entstehen) (!Die Sonnenstrahlung steigt automatisch) (!Der Raffstore fährt grundsätzlich ein) (!Die Raumtemperatur ist immer optimal)
Welche Aussage zur berechneten Verringerung solarer Wärmegewinne ist richtig? (Sie entspricht nicht automatisch einer gleich großen Stromeinsparung) (!Sie ist immer identisch mit dem eingesparten Kühlstrom) (!Sie ist unabhängig vom Sonnenschutz) (!Sie beweist die ausreichende Lüftung)
Welche Maßnahme verbessert die Diagnose einer automatischen Beschattung? (Vergleich von Sollstellung und tatsächlicher Rückmeldung) (!Vollständiger Verzicht auf Sensorwerte) (!Dauerhaftes Abschalten der Sicherheitsfunktionen) (!Unkontrolliertes Verändern sämtlicher Sollwerte)
Memory
Finde sechs passende Fachbegriffspaare.
| Sonnensensor | Erfassung der Sonneneinstrahlung |
| Raffstore | Verstellbare Außenbeschattung |
| Raumregler | Verarbeitung von Messwerten und Sollwerten |
| Kühlventil | Regelung eines Kühlmittelstroms |
| CO₂-Sensor | Hinweis auf personenbedingte Luftbelastung |
| Windalarm | Schutzfunktion für wettergefährdete Anlagen |
Drag and Drop
Ordne die Funktionen den passenden Komponenten zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion |
|---|---|
| Temperatursensor | Erfasst die Raumtemperatur |
| Jalousieaktor | Bewegt die Außenbeschattung |
| Automationsstation | Verarbeitet die Regelungslogik |
| Kälteerzeuger | Stellt die benötigte Kühlleistung bereit |
| Energiezähler | Erfasst den Energieverbrauch |
|}
Kreuzworträtsel
Löse die sechs Begriffsfragen.
| Raffstore | Wie heißt eine außenliegende Beschattung mit verstellbaren Lamellen? |
| Taupunkt | Welche Temperatur markiert bei gegebenem Wasserdampfgehalt den Beginn möglicher Kondensation? |
| Sensor | Wie heißt ein Bauteil, das Messgrößen erfasst? |
| Hysterese | Welches Regelungsprinzip nutzt unterschiedliche Ein- und Ausschaltschwellen? |
| Wetterstation | Welche Einrichtung kann Wind und Sonnenstrahlung am Gebäude erfassen? |
| Luftwechsel | Welcher Begriff beschreibt den Austausch von Raumluft durch zugeführte Luft? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite die Aufgaben in steigender Schwierigkeit. Jede Aufgabe enthält ein Kriterium für begründetes Feedback.
Leicht
Basisaufgaben
- Sonnenschutz: Zeichne ein Fenster mit außenliegender Beschattung und markiere den Strahlungsweg. Feedback: Die Skizze ist richtig, wenn die Abfangwirkung vor der Verglasung sichtbar wird, weil dadurch weniger Sonnenwärme ins Gebäude gelangt.
- Gebäudeautomation: Beschrifte in einem eigenen Schema Sonnenfühler, Raumregler und Raffstore-Antrieb. Feedback: Ordne Messung, Verarbeitung und Stellbewegung korrekt zu, weil dies der Grundaufbau eines automatischen Regelkreises ist.
- Kühlung: Erstelle ein Bild mit den Unterschieden zwischen Beschattung, Kühlung und Lüftung. Feedback: Unterscheide Wärmeeintrag, Wärmeabfuhr und Luftaustausch, weil diese Funktionen unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
- Tageslicht: Formuliere drei Wünsche einer Person an eine automatische Beschattung. Feedback: Berücksichtige Licht, Blendfreiheit und Sicht, weil eine rein energetische Optimierung Nutzerbedürfnisse verfehlen kann.
Standard
Anwendungsaufgaben
- Solare Wärmegewinne: Berechne mit den fiktiven Werten von WEST-204 den Wärmeeintrag mit und ohne Beschattung. Feedback: Richtig sind 3.600 W und 900 W; die Differenz zeigt die mögliche Entlastung der Kühlung unter den vereinfachten Modellannahmen.
- Regelungstechnik: Entwerfe ein kleines Ablaufdiagramm für Sonne, Raumtemperatur und Windalarm. Feedback: Die Sicherheitsfunktion muss beachtet werden, bevor Komfortbefehle wirken können, weil Anlagen andernfalls beschädigt werden könnten.
- Luftqualität: Erstelle eine Entscheidungskarte für einen warmen Raum mit erhöhter CO₂-Konzentration. Feedback: Die Karte muss Lüftung und Kühlung unterscheiden, weil Temperaturregelung allein keine ausreichende Luftqualität garantiert.
- Fehlerdiagnose: Schreibe ein Diagnoseprotokoll zum fiktiven Fall eines trotz Sonneneinstrahlung geöffneten Raffstores. Feedback: Prüfe Handbetrieb, Freigaben und Rückmeldungen zuerst, weil diese Daten im Fall eine nachvollziehbare Fehlerhypothese ermöglichen.
Schwer
Transferaufgaben
- Energiemanagement: Entwickle eine Regelstrategie für einen Raum mit wechselnder Belegung und verschiedenen Nutzerwünschen. Feedback: Gut ist eine Strategie mit Komfortgrenzen, Sicherheitsfunktionen und begrenzten Handübersteuerungen, weil Energiesparen nur im Gesamtsystem sinnvoll ist.
- Gebäudesimulation: Vergleiche drei fiktive Tagesprofile mit unterschiedlichen Beschattungszeiten und zeichne die berechneten solaren Wärmegewinne als Diagramm. Feedback: Gleiche Randbedingungen und transparente Annahmen sind entscheidend, weil sonst die Varianten nicht vergleichbar sind.
- Gebäudetechnik: Entwickle eine Funktionsbeschreibung, die Außenbeschattung, bedarfsgerechte Kühlung, Tageslichtregelung und Lüftung verbindet. Feedback: Achte auf getrennte Anforderungen und eindeutige Signale, weil widersprüchliche Stellbefehle Energie verschwenden oder Komfort und Hygiene beeinträchtigen können.
- Projektarbeit: Gestalte ein dreiminütiges Lernvideo oder ein digitales Gebäudemodell, in dem Du eine geeignete Beschattungs- und Kühlstrategie begründest. Feedback: Überzeugend sind nachvollziehbare Messgrößen, korrekt erklärte Wirkzusammenhänge und ausdrücklich fiktive Daten, weil dadurch eine überprüfbare und sichere Lösung entsteht.


Lernkontrolle
Bearbeite die folgenden Transferaufgaben ohne direkten Rückgriff auf die Quizantworten.
- Sommerlicher Wärmeschutz: Vergleiche zwei fiktive Büroräume mit identischer Fensterfläche, aber unterschiedlicher Ausrichtung. Begründe, warum ihre kritischen Beschattungszeiten nicht identisch sein müssen.
- Energetische Optimierung: Eine neue automatische Beschattung reduziert die solare Wärmelast, aber die Beleuchtungsenergie steigt. Erkläre den Zielkonflikt und entwickle eine Verbesserung.
- Raumlufttechnik: In einem Besprechungsraum ist die Temperatur angenehm, die CO₂-Konzentration aber erhöht. Erkläre, warum weiterhin Handlungsbedarf besteht.
- Sicherheitsfunktion: Ein Nutzer will bei Windalarm die Raffstoren manuell absenken. Beschreibe eine fachgerechte Reaktion und begründe die Priorität.
- Regelkreis: In einem Raum bleibt die tatsächliche Raffstorestellung von der Sollstellung abweichend. Leite eine strukturierte Diagnose aus Sensor-, Steuerungs- und Aktordaten ab.
- Kühlenergie: Begründe, weshalb eine Verringerung des solaren Wärmeeintrags um 5,4 kWh nicht automatisch einer elektrischen Energieeinsparung um 5,4 kWh entspricht.
- Gebäudemanagement: Entwickle ein geeignetes Auswertungskonzept für Raumtemperatur, Beschattungsstellung, Kühlenergie und Nutzerbeschwerden. Erkläre, wie Du Einsparungen und Komfort getrennt überprüfst.
Bewertungsraster
| Kriterium | Erwartete Leistung |
|---|---|
| Fachlicher Zusammenhang | Beschattung, Wärmegewinn, Kühlung und Lüftung werden korrekt unterschieden |
| Problemlösung | Entscheidungen sind durch fiktive Messdaten begründet |
| Sicherheit und Hygiene | Schutzfunktionen und Luftqualitätsanforderungen werden berücksichtigt |
| Transfer | Lösungsansatz ist auf neue Gebäude und Nutzungssituationen übertragbar |
| Nachvollziehbarkeit | Annahmen, Berechnungen und Grenzen der Aussage werden dokumentiert |
Lernnachweis
Dein Lernnachweis besteht aus einer kleinen, eigenständig erstellten Projektdokumentation.
| Bestandteil | Nachweis |
|---|---|
| Gebäudemodell | Raumskizze mit Fensterorientierung und Beschattung |
| Anlagenschema | Sensoren, Raumcontroller, Aktoren, Kühlung und Lüftung |
| Energieberechnung | Solare Leistung ohne und mit Beschattung sowie nachvollziehbare Einheiten |
| Regelstrategie | Bedingungen für Beschattung, Kühlanforderung und Nutzerbedienung |
| Sicherheitsnachweis | Berücksichtigung von Windalarm und verbindlichen Schutzfunktionen |
| Hygienebewertung | Unterscheidung zwischen Kühlung und ausreichender Außenluftversorgung |
| Diagnose | Begründete Fehlerhypothese aus fiktiven Betriebsdaten |
| Reflexion | Beurteilung von Energieeinsparung, Tageslicht und Nutzerkomfort |
Abschlussfrage: Warum ist eine gute Gebäudeautomation mehr als das automatische Einschalten einer Klimaanlage?
Erwartete Kernaussage: Sie stimmt verschiedene Gewerke so ab, dass Sicherheit, Gesundheit, Komfort und Energieeffizienz gemeinsam berücksichtigt werden.
OERs zum Thema
Wikipedia-Grundlagen:
Fachquellen
Die folgenden Quellen liefern die fachliche Grundlage. Bei Planungen und Arbeiten an tatsächlichen Anlagen sind stets die jeweils gültigen Normen, Herstellervorgaben und gesetzlichen Anforderungen zu prüfen.
- Umweltbundesamt – Sommerlicher Wärmeschutz und passive Kühlung: Außenschutz, Verminderung von Wärmeeinträgen und nächtliche Wärmeabfuhr.
- BauNetz Wissen – Abminderungsfaktor: Verhältnis von g-Wert und Gesamtenergiedurchlassgrad mit Sonnenschutz.
- BAuA – ASR A3.5 Raumtemperatur: Anforderungen und Maßnahmen bei sommerlicher Wärmebelastung am Arbeitsplatz.
- BAuA – ASR A3.6 Lüftung: Raumluftqualität und Bedeutung der CO₂-Konzentration.
- Gesetzlicher Rahmen – Sommerlicher Wärmeschutz: Rechtliche Anforderungen und Verweis auf Berechnungsverfahren.
- Gesetzlicher Rahmen – Gebäudeenergie und Gebäudeautomation: Gültige Regelungen in der jeweils aktuellen Fassung.
- U.S. Department of Energy – Window Types and Technologies: Fensterkennwerte und energetische Wirkungen unterschiedlicher Verglasungen.
Medienrechte und Quellenprüfung
Wikimedia-Commons-Dateien: Die nachfolgenden Bilddateien wurden anhand ihrer Commons-Dateibeschreibungen geprüft. Beim Weiterverwenden sind die jeweilige Namensnennung, Lizenzverlinkung und gegebenenfalls Kennzeichnung von Änderungen zu beachten.
| Medium | Urheberangabe | Lizenz |
|---|---|---|
| Sun Path in Architecture | Stilfehler | CC BY-SA 4.0 |
| Solar Heat Gain V2 | Jncstuart | CC BY-SA 4.0 |
| Exterior Venetian Blind | Insyncsolar | CC BY-SA 4.0 |
| Exterior Solar Shading Fins | Student3132021 | CC BY-SA 4.0 |
| Gebäudeautomation | Iggy-x | CC BY-SA 3.0 / GFDL |
| RiserDiagram | Mat the w, nach KarenW | CC BY-SA 3.0 / GFDL |
| Air Conditioning Unit DE | MartinThoma, nach Pbroks13 | CC BY 3.0 |
| CO₂ Sensor SCD30 | Sensirion AG | CC BY-SA 4.0 |
| Psychrometric Chart | ArthurOgawa | Gemeinfrei |
| Sun and Shadow Analysis | Invaders~nlwiki | CC BY-SA 4.0 |
YouTube-Medien: Die drei verlinkten Videos sind über auffindbare YouTube-Einträge identifiziert. Für sie wird keine freie Creative-Commons-Lizenz behauptet. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; eine Einbettung ist von einer eigenen Weiterverwertung zu unterscheiden.
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