Fortis ut mors Dilectio - Gryphius, Andreas - Gedichtanalyse
Einleitung
Kann Liebe stärker sein als Tod, Angst und Reichtum? Diese Frage erforschst du in Andreas Gryphius’ barockem Gedicht Fortis ut mors Dilectio. Du lernst, 30 Verse in fünf Strophen genau zu lesen und eine Deutung mit nachprüfbaren Versangaben zu begründen. Für Klasse 9–10 und als vertiefbare Analyse für Klasse 11–13.
Der vorhandene vollständige Gedichttext: Gedicht – 11. Fortis ut mors Dilectio – Andreas Gryphius. Öffne ihn beim Arbeiten in einem zweiten Fenster. Er wird hier nicht als neue Gedichtseite kopiert. Die wissenschaftliche TextGrid-Fassung dient zur Überprüfung von Zitaten und Verszählung (V. 1–30).

Andreas Gryphius im Kupferstich von Philipp Kilian. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfreies Werk (Public Domain).
Das kannst du danach: Quellfassung und Lesefassung unterscheiden, eine lateinische Übersetzung einordnen, Reime und Bilder untersuchen und einen kurzen Analyseabsatz mit Zitat und Versangabe schreiben.
Der Text: Quelle, Lesefassung, Übersetzung
Quelle und Aufbau
Die historische Überschrift nennt das Gedicht Fortis ut mors Dilectio. Der Untertitel lautet Auff seine vnd seiner Ehegeliebten Vermählung. Er weist auf eine Hochzeit als Anlass hin. In der überlieferten TextGrid-Fassung stehen fünf Strophen mit je sechs Versen – insgesamt 30 Verse. Der Text gehört zu Gryphius’ Oden, drittes Buch, aus dem 17. Jahrhundert. Das Gedicht selbst ist gemeinfrei. Die TextGrid-Aufbereitung hat eigene Lizenzhinweise.
Quellfassung bedeutet: historische Schreibweise und Zeichensetzung möglichst genau übernehmen. Zum Beispiel steht in Vers 1: „Reine Lib' ists/ die nichts zwinget/“. Zitiere für eine Textanalyse die Quellfassung und nenne immer die Versnummer.
Lesefassung bedeutet: die Schreibweise für heutige Leser vorsichtig erklären oder anpassen, ohne den Sinn umzudichten. Zu V. 1 könnte eine ausdrücklich modernisierte Formulierung lauten: „Reine Liebe lässt sich durch nichts erzwingen.“ Das ist keine wörtliche Wiedergabe der Quelle.
Übersetzung bedeutet hier vor allem: Der lateinische Titel lässt sich sinngemäß als „Liebe ist stark wie der Tod“ ins Deutsche übertragen. Er erinnert an das biblische Hohelied 8,6. Die lateinischen Titelwörter und die deutschsprachigen Gedichtverse dürfen nicht miteinander verwechselt werden.
Interpretation ist dagegen eine begründete Aussage über die Bedeutung: Das Gedicht führt verschiedene Gefahren vor, an denen treue Liebe sich bewähren soll. Eine Interpretation muss am Wortlaut überprüfbar bleiben.
Kurzer Leseweg durch die fünf Strophen
| Strophe und Verse | Verständnishilfe in heutiger Sprache | Frage an den Text |
|---|---|---|
| Erste, V. 1–6 | Äußere Gewalt soll aufrichtige Liebe nicht besiegen. | Wie werden Gewalt und Liebe gegeneinandergestellt? |
| Zweite, V. 7–12 | Selbst der Tod kann das Liebesfeuer nicht auslöschen. | Welches Bild erhält der Tod? |
| Dritte, V. 13–18 | Angst und Qual machen die leidenschaftliche Liebe nicht kleiner. | Warum stehen Feuer und Licht so nah beieinander? |
| Vierte, V. 19–24 | Tobendes Meer und Wind sind der Liebe nicht gewachsen. | Warum ist Wasser ein Gegenbild zu Feuer? |
| Fünfte, V. 25–30 | Alle Schätze der Welt wiegen weniger als Liebe. | Was zeigt das Bild der Waage? |
Quellenkontrolle: Suche V. 7, V. 20 und V. 28 im verlinkten Volltext. Notiere, ob die alte Schreibung von deiner Lesefassung abweicht. Verwende in der Belegspalte immer den Originalwortlaut.
Liebe, Tod und starke Bilder
Tod und Feuer
In V. 7 wird der Tod als Handelnder dargestellt: „Spannt der Tod schon seinen Bogen/“. Das ist eine Personifikation. Tod kann in Wirklichkeit keinen Bogen spannen. Durch das Bild wird er zur bedrohend wirkenden Figur. In V. 11–12 wird zugleich beschrieben, dass die Glut der Liebe selbst dann weiterbrennt, wenn der Mensch zu Erde und Asche wird. Der Gegensatz lautet also Sterblichkeit gegen Beständigkeit.
In der dritten Strophe werden Glut, Flammen, Licht und Feuer in Beziehung zur Liebe gesetzt (V. 17–18). Feuer ist hier eine Metapher für starke Gefühle und Lebenskraft. Die religiöse Bildsprache erlaubt eine weitere Deutung: Liebe wird mit etwas Göttlichem verbunden. Prüfe diese Deutung an V. 17–18; sie ist keine zusätzliche Gedichtzeile.
Wasser gegen Feuer
In V. 19–24 treffen Wind, Meer und Wellen auf den „Brand der Liebe“ (V. 24). Wasser könnte ein Feuer löschen – hier gelingt das gerade nicht. Der Gegensatz verstärkt die Aussage: Die Liebe erscheint stärker als Naturgewalten. Die direkte Anrede der Meere in V. 20 macht die Szene laut und lebendig.

Bewegte Wasseroberfläche als Anschauung für das Wellenbild, nicht als historische Illustration des Gedichts. Thorsten Lindner, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Mini-Übung: Erkläre in zwei Sätzen, warum ausgerechnet Wasser als Gegner des Liebesfeuers gut geeignet ist. Nenne V. 19–24 als Beleg.
Barock, lyrisches Sprechen und Anlass
Andreas Gryphius (1616–1664) zählt zur Barockliteratur. Das 17. Jahrhundert war von Kriegen, Unsicherheit und religiöser Bildsprache geprägt. In vielen Barocktexten geht es um Vanitas, die Vergänglichkeit von Leben und Reichtum. Diese Ode setzt dem Tod jedoch die Beständigkeit der Liebe entgegen. Wichtig: Nicht jedes Gedicht von Gryphius ist ein Sonett. Dieses Gedicht umfasst fünf sechszeilige Strophen.

Jacques Linard: Vanitas-Stillleben, 17. Jahrhundert. Vergleichsbild für Vergänglichkeit, nicht eine Abbildung aus Gryphius’ Gedicht. Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Lyrisches Sprechen: Ein Gedicht wird von einer Sprechstimme gestaltet. Sie muss nicht mit der historischen Person identisch sein. In V. 11 benutzt die Stimme ein „wir“. In der vierten Strophe richtet sie sich direkt an Meer und Wellen. Das Gedicht argumentiert, lobt und fordert heraus; es erzählt keine ausführliche Handlung.
Hochzeitsgedicht: Der Untertitel nennt eine Vermählung. Das erklärt den festlichen Gedanken an Treue. Dennoch sind Todes-, Höllen- und Sturmbilder überraschend stark. Frage: Ist diese Liebe eher ein persönliches Gefühl, ein moralisches Ideal oder ein religiöses Versprechen? Mehrere Deutungen sind möglich, wenn sie belegt sind.
Form, Klang und Sprache untersuchen
Strophenbau: Fünf Strophen mit jeweils sechs Versen. Die Endreime folgen weithin dem Muster ababcc: Vier abwechselnd gereimte Verse werden von einem Reimpaar abgeschlossen. Kontrolliere dieses Muster selbst an den Wortenden der ersten Strophe. Frühe Schreibweisen und damalige Aussprache können den Klangeindruck verändern.
Rhythmus: Lies zunächst eine Strophe laut. Du hörst einen deutlich gegliederten, liedhaften Takt. Beschreibe Betonungen an zwei Versen, statt ohne Prüfung ein starres Metrum für alle Verse zu behaupten.
Sprachliche Mittel:
- Personifikation: Der Tod wird zum Bogenschützen (V. 7).
- Metapher: Die Liebe erscheint als Brand oder Glut (V. 11, V. 24).
- Anrede und Imperativ: Das Meer wird herausgefordert (V. 19–20).
- Gegensatz: Wasser gegen Feuer, Tod gegen Liebe (V. 7–12 und 19–24).
- Wiederholung: „Lieb“ leitet wichtige Aussagen der fünften Strophe ein (V. 25 und V. 28).
- Vergleich und Wertbild: Gold und eine Waage führen den Wert der Liebe vor Augen (V. 25–30).
Merksatz: Beschreibe nie nur das Stilmittel. Erkläre immer seine Wirkung auf die Kernaussage.
Mit Quellen lesen und selbst deuten
So gelingt ein Analyseabsatz
Behauptung – Beleg – Erklärung: „In der zweiten Strophe erscheint der Tod als Bedrohung. Das zeigt die Vorstellung eines Bogens in V. 7. Weil der Tod als handelnde Figur gezeigt wird, wirkt die Bedrohung greifbar; die behauptete Stärke der Liebe gewinnt dadurch an Gewicht.“ Diese Beispielanalyse erfindet keine weiteren Verse.
Drei gestufte Hilfen:
- Hilfe 1 – Finden: Suche in der verlinkten Originalfassung zwei Stellen über Feuer, Wasser oder Tod. Markiere jeweils die Versnummer.
- Hilfe 2 – Benennen: Formuliere: „Das Bild von … in V. … zeigt …“. Prüfe, ob Personifikation, Metapher oder Gegensatz passt.
- Hilfe 3 – Deuten: Ergänze: „Dadurch wirkt die Liebe …, weil …“. Suche eine zweite Stelle, die deine Aussage stützt oder einschränkt.
Fehler vermeiden: Versnummern nach der 30-zeiligen Vorlage zählen; keine Textstelle frei erfinden; historische Schreibung im Zitat beibehalten; eine Lesefassung nicht als Original ausgeben; die Aufnahme eines anderen Gryphius-Gedichts nicht als Vertonung dieser Ode bezeichnen.
Hören und vergleichen
Tonbeispiel aus einem anderen Gedicht: Die Aufnahme Abend veranschaulicht, wie man barocke Lyrik betont liest. Sie ist keine Aufnahme von Fortis ut mors Dilectio.
Vortrag des anderen Gedichts „Abend“, Gerste94, Wikimedia Commons, CC BY 3.0.
Video zum Vergleich: In diesem YouTube-Beitrag wird Gryphius’ anderes Gedicht Es ist alles eitel vorgestellt. Vergleiche dessen Vergänglichkeitsmotiv mit der Liebe in unserer Ode. Das Video ist kein Textzeuge des hier behandelten Gedichts.
Quelle: Sonja Hubmann, „Deutsche Literatur: Es ist alles eitel – Andreas Gryphius“, YouTube. Nur verlinkte Einbettung; keine freie Nachnutzungslizenz behauptet.
Weiterführendes Video zur Methode: In einem Erklärvideo wird ein anderes Gryphius-Gedicht als Beispiel für die Analyse von Barocklyrik verwendet. Übertrage nur die Methode, nicht dessen Strophenform oder Aussagen.
Quelle: Textaussage.de, Video zur Analyse barocker Gedichte; Rechte verbleiben beim jeweiligen Anbieter.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz: Lesen und belegen
Was sagt die erste Gedichtzeile über reine Liebe aus? (Sie lässt sich nicht durch äußere Macht erzwingen) (!Sie entsteht nur durch großen Reichtum) (!Sie endet immer beim ersten Streit) (!Sie benötigt einen strengen Befehl)
Welche sinngemäße deutsche Übersetzung passt zum lateinischen Titel? (Liebe ist stark wie der Tod) (!Das Meer ist tiefer als die Erde) (!Reichtum ist das Ziel der Liebe) (!Das Licht verschwindet am Morgen)
Welchen Anlass nennt der historische Untertitel? (Eine Vermählung) (!Einen Kriegsbeginn) (!Ein Begräbnis) (!Eine Seereise)
Wie ist das Gedicht nach der verlinkten Quelle aufgebaut? (Fünf Strophen mit jeweils sechs Versen) (!Vier Strophen mit jeweils vier Versen) (!Zwei Strophen mit jeweils fünf Versen) (!Ein Sonett mit vierzehn Versen)
Welches Stilmittel zeigt Vers 7 mit dem Tod als Bogenschützen? (Personifikation) (!Alliteration ohne Bild) (!Sachliche Zeitungsnotiz) (!Wörtliches Naturgesetz)
Welches Reimschema passt überwiegend zu den sechszeiligen Strophen? (ababcc) (!aabb) (!abbaabba) (!abcdef ohne Endreime)
Welche Rolle spielen Meer und Wind in Vers 19 bis 24? (Sie sind Mächte die das Liebesfeuer nicht löschen können) (!Sie belegen eine wissenschaftliche Wetterprognose) (!Sie zeigen dass der Sprecher auf einem Schiff reist) (!Sie machen die Liebe ausdrücklich wertlos)
Wofür stehen Gold und Waage am Gedichtende? (Der Wert der Liebe lässt sich nicht mit Geld aufwiegen) (!Geld ist die wichtigste Bedingung jeder Liebe) (!Die Liebenden besitzen nachweislich Goldminen) (!Die Strophe erklärt historische Gewichtseinheiten)
Was ist bei der Wendung mit dem Wir in Vers 11 wichtig? (Die Sprechstimme schließt Menschen in ein gemeinsames Schicksal ein) (!Damit ist der historische Autor zweifelsfrei selbst gemeint) (!Der Text wechselt an dieser Stelle zum Drama) (!Der Vers nennt die Namen aller Hochzeitsgäste)
Wie verwendest du eine modernisierte Lesefassung wissenschaftlich korrekt? (Du kennzeichnest sie als Bearbeitung und zitierst nach der Quelle) (!Du gibst eigene Wörter als originale Verse aus) (!Du verzichtest grundsätzlich auf Versnummern) (!Du änderst den Titel und erfindest ein neues Gedicht)
Memory: Begriffe und Bedeutungen
Finde die sechs passenden Zuordnungen.
| Quellfassung | Historische Schreibweise des überlieferten Texts |
| Lesefassung | Verständnishilfe in heutiger Sprache |
| Personifikation | Ein Abstraktum handelt wie ein Mensch |
| Metapher | Bildhafter Ausdruck ohne wörtliche Gleichsetzung |
| Vanitas | Vorstellung von der Vergänglichkeit des Irdischen |
| Vermählung | Im Untertitel genannter Hochzeitsanlass |
Drag and Drop: Bild und Wirkung
Ordne fünf Stilmittel ihrer Wirkung im Gedicht zu.
| Gesuchtes Stilmittel | Bild oder Funktion |
|---|---|
| Personifikation | Der Tod spannt einen Bogen und wirkt wie ein Angreifer |
| Metapher | Das Feuer steht für leidenschaftliche Liebe |
| Direkte Anrede | Das Meer wird als Gegenüber herausgefordert |
| Gegensatz | Das Wasser bedroht den Brand der Liebe |
| Wiederholung | Die Liebesaussage wird am Schluss erneut aufgegriffen |
Kreuzworträtsel: Fachsprache
Trage für jede Erklärung ein passendes Wort ein.
| Barock | Wie heißt die literarische Epoche des siebzehnten Jahrhunderts? |
| Strophe | Wie heißt ein zusammenhängender Abschnitt aus mehreren Gedichtversen? |
| Metapher | Wie heißt ein sprachliches Bild wie das Feuer der Liebe? |
| Anrede | Wie heißt es wenn die Sprechstimme das Meer direkt anspricht? |
| Reim | Wie nennt man ähnlichen Klang am Ende von Versen? |
| Vanitas | Welcher Fachbegriff bezeichnet die Vergänglichkeit alles Irdischen? |
LearningApps: Weitere Übungen
Finde passende externe Übungen. Prüfe sie kritisch: Nicht jede gefundene App behandelt genau dieses Gedicht.
Lückentext: Sicheres Grundwissen
Offene Aufgaben
Drei Haupt-Schreibaufträge: Wähle je nach Lernstand den ersten Auftrag in Leicht, Standard oder Schwer. Alle übrigen Aufgaben bieten weitere Wege zur Vertiefung. Belege Textbehauptungen mit der verlinkten Quellfassung.
Leicht
- Schreibauftrag – drei Sätze: Erkläre, warum die Liebe stark erscheint. Nutze die Satzanfänge „In V. … steht …“, „Das Bild zeigt …“, „Deshalb wirkt …“. Schreibe 70 bis 100 Wörter.
- Wortschatz: Erstelle eine kleine Tabelle mit fünf altertümlichen Wörtern, einer heutigen Form und der Versnummer.
- Bilder finden: Sammle je ein Bild für Tod, Feuer und Meer und erkläre mündlich ihre Wirkung.
- Strophenüberschriften: Gib jeder der fünf Strophen eine Überschrift mit höchstens sechs Wörtern und begründe eine Wahl.
Standard
- Schreibauftrag – Analyseabsatz: Untersuche das Verhältnis von Tod und Liebe in V. 7–12. Schreibe 150 bis 220 Wörter mit Einleitung, zwei kurzen Originalbelegen und Wirkungserklärung.
- Form untersuchen: Markiere die Endreime der ersten und vierten Strophe. Prüfe das Muster ababcc an der Quelle.
- Stilmittelwerkstatt: Erkläre Personifikation, Metapher und direkte Anrede an je einer nachprüfbaren Textstelle.
- Vergleich: Vergleiche das Vanitas-Gemälde mit einer Bildstelle dieser Ode. Benenne eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied.
Schwer
- Schreibauftrag – begründete Deutung: Diskutiere in 280 bis 400 Wörtern, ob das Gedicht Liebe als menschliches Gefühl oder als religiöses Ideal gestaltet. Untersuche mindestens drei Strophen und eine Gegenlesart.
- Sprechsituation: Analysiere den Wechsel zwischen allgemeiner Behauptung, dem „wir“ in V. 11 und der Meeresanrede in V. 19–20.
- Quellenkritik: Vergleiche eine historisch geschriebene Stelle mit einer eigenen modernen Lesefassung. Trenne exaktes Zitat, Modernisierung und Deutung.
- Intertextualität: Vergleiche den lateinischen Titel mit Hohelied 8,6. Erläutere, was sich dadurch an der Deutung von Feuer und Treue ändern kann.


Lernkontrolle
- Belegprüfung: Zeige anhand zweier Stellen, warum Wasser und Feuer nicht bloße Naturbeschreibung sind. Gib die Versnummern an.
- Epochenvergleich: Erkläre, wie Vanitas und die behauptete Beständigkeit der Liebe gleichzeitig im Gedicht erscheinen können.
- Form und Wirkung: Prüfe eine Strophe auf sechs Verse und ababcc. Erläutere, wie die Form die eindringliche Aussage unterstützt.
- Deutungsalternative: Formuliere zwei plausible Lesarten des Hochzeitsgedichts und belege jede mit mindestens einer Stelle.
- Quellentreue: Unterscheide an V. 1 Originalschreibung, Modernisierung und Interpretation. Begründe, warum nur die Originalschreibung als wörtliches Gedichtzitat gilt.
- Transfer: Vergleiche die Haltung zu Vergänglichkeit in Fortis ut mors Dilectio und im verlinkten Beispiel Es ist alles eitel, ohne Zeilen aus dem anderen Werk dem ersten zuzuschreiben.
Lernnachweis
Wissen: Du kannst Autor, Epoche, Hochzeitsanlass, die fünf Strophen und die 30 Verse nennen.
Können: Du unterscheidest Quelltext, Lesefassung, Übersetzung und Interpretation. Du erkennst Personifikation, Metapher, Gegensatz und direkte Anrede und ordnest sie mit überprüfbaren Versbelegen ein.
Lernprodukte: Gib deinen differenzierten Schreibauftrag ab, ergänze eine Belegtabelle (Vers – sprachliches Bild – Wirkung) und eine kurze Reflexion über eine alternative Deutung.
Qualitätskriterien: Richtige Verszählung; keine erfundenen Zitate; erklärter Zusammenhang von Beleg und Aussage; korrekte Medienquellen und Namensnennung.
OER und Wikipedia
Volltext und Quellen:
- Vorhandene Gedichtseite auf MOOCwiki.
- TextGrid: 11. Fortis ut mors Dilectio, Originaltext mit fünf Strophen, bibliografischen Hinweisen und Lizenzinformation. TextGrid nennt die Bearbeitungsdaten als CC BY 3.0 DE, unter Namensnennung TextGrid und editura.de; das historische Gedicht selbst ist gemeinfrei.
- Wikipedia: Andreas Gryphius (Biografie) und Wikipedia: Barockliteratur (Kontext).
- Vorhandener MOOCwiki-Lernbereich zu Epochenmerkmalen und Vorhandener Barock-Lernbereich.
Mediennachweise und Nutzungsrechte: Die Quellenlinks führen jeweils zur Datei- oder Videoseite. Bei Commons-Dateien gelten die dort ausgewiesenen Lizenzen. Fremde YouTube-Videos werden nur über den offiziellen Player eingebettet; sie werden nicht als frei lizenzierte Dateien ausgegeben.
| Medium | Nachprüfbare Quelle | Urheber oder Anbieter | Lizenz und Namensnennung |
|---|---|---|---|
| File:Andreas Gryphius.jpg | Commons-Dateiseite | Philipp Kilian | Gemeinfrei; Urheber und Commons genannt |
| File:Jacques Linard Vanitas.jpg | Commons-Dateiseite | Jacques Linard | Gemeinfrei; Urheber und Commons genannt |
| File:Waves at the Fox Island boat launch animated.gif | Commons-Dateiseite | Thorsten Lindner | CC BY-SA 4.0; Urheber, Lizenz und Quelle genannt |
| File:De-Abend-Gryphius-wikisource.ogg | Commons-Dateiseite | Gerste94 | CC BY 3.0; Vergleichsgedicht ausdrücklich benannt |
| https://www.youtube.com/watch?v=4hhdP8BrKws | Originalvideo | Sonja Hubmann | Rechte beim Anbieter; nur YouTube-Einbettung |
| https://www.youtube.com/watch?v=Ft6c8CuRy-E | Urheberseite | Textaussage.de | Rechte beim Anbieter; nur YouTube-Einbettung |
Wikipedia zum Nachlesen:
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