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Figureninterviews mit KI im Deutschunterricht

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Figureninterviews mit KI im Deutschunterricht



Einleitung

Figureninterviews mit KI sind eine handlungs- und produktionsorientierte Methode für den Deutschunterricht, bei der Du eine literarische Figur mithilfe eines KI-Chatbots befragst. Die KI übernimmt dabei nicht das Denken für Dich, sondern eröffnet einen dialogischen Zugang zu Textverständnis, Figurenanalyse, Perspektivübernahme, Sprache und Medienbildung. Du stellst Fragen an eine Figur, prüfst die Antworten am literarischen Text, erkennst Unsicherheiten und entwickelst daraus eigene Deutungen. So wird sichtbar, dass Lesen nicht nur bedeutet, Informationen zu finden, sondern Zusammenhänge, Motive, innere Konflikte und sprachliche Gestaltung zu verstehen.

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Das Video behandelt Figureninterviews mit KI im Deutschunterricht und eignet sich besonders für die Klassen 5 bis 10. Im Mittelpunkt stehen Zukunftskompetenz, Sprachbildung, Lesekompetenz, Schreibkompetenz und eine reflektierte Medienkompetenz. Denn generative KI kann Texte erzeugen, Fragen beantworten, Rollen simulieren und Gesprächssituationen nachbilden. Gerade deshalb musst Du lernen, KI-Antworten kritisch zu prüfen, statt sie einfach zu übernehmen.


Ziel des aiMOOCs

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du ein Figureninterview mit KI planst, durchführst, auswertest und kritisch reflektierst. Du erfährst, wie Du gute Prompts formulierst, wie Du die Antworten einer KI mit Textstellen vergleichst und wie Du daraus eine begründete Interpretation entwickelst. Außerdem beschäftigst Du Dich mit Datenschutz, Urheberrecht, KI-Halluzinationen, Bias und der Frage, welche Verantwortung Menschen beim Einsatz von KI im Unterricht behalten.


Lernziele

Kompetenzbereich Das lernst Du
Lesekompetenz Du entnimmst literarischen Texten Informationen über Figuren, Beziehungen, Konflikte, Motive und Entwicklungen.
Schreibkompetenz Du entwickelst Fragen, dokumentierst Antworten und formulierst eigene begründete Deutungen.
Sprechkompetenz Du führst Interviews, präsentierst Ergebnisse und diskutierst unterschiedliche Lesarten.
Medienkompetenz Du nutzt KI als Werkzeug, prüfst Ergebnisse kritisch und erkennst Grenzen automatischer Textproduktion.
Sprachbewusstsein Du untersuchst, ob die Sprache der KI zur Figur, zur Situation und zum literarischen Text passt.
Urteilskompetenz Du entscheidest, welche KI-Antworten plausibel, ungenau, erfunden oder textwidrig sind.


Was ist ein Figureninterview?

Ein Figureninterview ist eine Methode, bei der eine Figur aus einem literarischen Text so befragt wird, als könnte sie selbst sprechen. Im klassischen Unterricht übernimmt eine Schülerin oder ein Schüler die Rolle der Figur, ähnlich wie beim Heißen Stuhl. Beim Figureninterview mit KI übernimmt ein KI-System diese Rolle. Die KI erzeugt Antworten aus der Perspektive der Figur. Diese Antworten wirken oft überzeugend, müssen aber immer mit dem Ausgangstext verglichen werden.

Ein gutes Figureninterview ist kein Ratespiel und keine reine Spielerei. Es hilft Dir, genauer zu lesen: Welche Ziele verfolgt die Figur? Was weiß sie? Was verschweigt sie? Wie spricht sie? Welche Beziehungen hat sie zu anderen Figuren? Welche Konflikte prägen ihr Handeln? Welche Entwicklung macht sie im Verlauf der Handlung durch? Gerade weil die KI Antworten erzeugen kann, die im Text gar nicht eindeutig belegt sind, ist der anschließende Quellencheck besonders wichtig.


Warum passt die Methode in den Deutschunterricht?

Der Deutschunterricht fördert das Verstehen von Texten, den bewussten Umgang mit Sprache und die Fähigkeit, eigene Urteile zu begründen. Figureninterviews mit KI verbinden diese Ziele mit digitaler Bildung. Du arbeitest mit literarischen Texten, formulierst präzise Fragen, analysierst Antworten, überprüfst Textbezüge und reflektierst den Einsatz digitaler Werkzeuge. Dadurch entsteht ein Lernsetting, in dem Lesen, Schreiben, Sprechen, Zuhören und Medienreflexion zusammenwirken.

Besonders geeignet ist die Methode für Erzählungen, Kurzgeschichten, Jugendromane, Märchen, Dramen und literarische Auszüge. In Klasse 5 und 6 kann das Interview helfen, einfache Figurenmerkmale und Gefühle zu verstehen. In Klasse 7 und 8 können Motive, Konflikte und Beziehungen genauer untersucht werden. In Klasse 9 und 10 kann die Methode zur vertieften Interpretation, zur kritischen Textanalyse und zur Auseinandersetzung mit Erzählperspektive, Figurenrede und Mehrdeutigkeit eingesetzt werden.


Künstliche Intelligenz als Dialogpartner

Künstliche Intelligenz bezeichnet im schulischen Zusammenhang häufig Systeme, die mithilfe großer Datenmengen und algorithmischer Verfahren Sprache verarbeiten und neue Texte erzeugen. Ein großes Sprachmodell kann Fragen beantworten, Rollen simulieren und sprachlich passende Antworten formulieren. Es versteht einen literarischen Text jedoch nicht wie ein Mensch. Es berechnet wahrscheinliche sprachliche Fortsetzungen. Deshalb kann eine KI hilfreich sein, aber auch ungenaue, einseitige oder erfundene Antworten erzeugen.

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Wenn Du mit KI arbeitest, bist Du nicht nur Nutzerin oder Nutzer, sondern auch Prüferin oder Prüfer. Du musst entscheiden, ob die Antwort zur Figur passt, ob sie durch den Text gedeckt ist und ob sie sprachlich angemessen wirkt. Genau darin liegt der Lernwert: Du lernst, KI nicht als Autorität zu behandeln, sondern als Werkzeug, das überprüft, gesteuert und begrenzt werden muss.


Der Rollenprompt

Ein Prompt ist eine Eingabe, mit der Du einem KI-System eine Aufgabe stellst. Beim Figureninterview ist der Rollenprompt besonders wichtig. Er legt fest, welche Figur die KI darstellen soll, aus welchem Werk die Figur stammt, welche Textgrundlage gilt und wie sie antworten darf. Je genauer der Prompt ist, desto besser kannst Du die Antworten später auswerten.

Prompt-Baustein Funktion Beispiel
Rolle Die KI bekommt eine klare Perspektive. Du übernimmst die Rolle einer Figur aus dem gelesenen Text.
Textgrundlage Die KI soll sich auf den literarischen Text beziehen. Antworte nur mit Informationen, die zur Handlung und zur Figur passen.
Grenze Die KI darf Unsicherheiten benennen. Wenn etwas im Text nicht klar belegt ist, sage, dass Du es nicht sicher weißt.
Sprache Die Antwort soll alters- und figurgerecht sein. Antworte in kurzen Sätzen und aus der Ich-Perspektive.
Reflexion Die KI soll Belege ermöglichen. Nenne nach jeder Antwort, welche Textstelle ungefähr dafür spricht.

Ein verantwortlicher Rollenprompt kann so formuliert werden: Übernimm die Rolle einer literarischen Figur aus unserem gelesenen Text. Antworte aus der Ich-Perspektive. Nutze nur Informationen, die aus dem Text hervorgehen oder sich vorsichtig daraus erschließen lassen. Wenn eine Frage über den Text hinausgeht, sage deutlich, dass Du es nicht sicher weißt. Erfinde keine Ereignisse. Antworte so, dass ich Deine Aussagen anschließend am Text überprüfen kann.


Gute Interviewfragen entwickeln

Ein gutes Figureninterview lebt von guten Fragen. Reine Wissensfragen führen oft nur zu oberflächlichen Antworten. Besser sind Fragen, die Gefühle, Motive, Entscheidungen, Beziehungen und Widersprüche sichtbar machen. Du solltest außerdem zwischen offenen und geschlossenen Fragen unterscheiden. Geschlossene Fragen lassen sich knapp beantworten. Offene Fragen regen zu längeren, differenzierten Antworten an.

Fragetyp Beispiel Lernwert
Wissensfrage Was ist in der Szene passiert? Du überprüfst das Textverständnis.
Gefühlsfrage Wie hast Du Dich in diesem Moment gefühlt? Du untersuchst innere Vorgänge.
Motivfrage Warum hast Du so gehandelt? Du analysierst Beweggründe.
Beziehungsfrage Was bedeutet Dir die andere Figur? Du verstehst Figurenkonstellationen.
Entwicklungsfrage Wie hast Du Dich im Verlauf der Handlung verändert? Du erkennst Figurenentwicklung.
Konfliktfrage Worin besteht Dein größtes Problem? Du deutest zentrale Konflikte.
Sprachfrage Warum sprichst Du in dieser Situation so? Du untersuchst Sprache und Wirkung.

Besonders ergiebig sind Fragen, die nicht nur nach was, sondern nach warum und wie fragen. So kommst Du von der Inhaltswiedergabe zur Interpretation.


Durchführung eines Figureninterviews mit KI

Ein Figureninterview mit KI sollte in klaren Schritten durchgeführt werden. Zuerst wählst Du eine Figur und sicherst die Textgrundlage. Dann sammelst Du Hinweise aus dem Text: Aussagen der Figur, Handlungen, Beschreibungen, Beziehungen und wichtige Konflikte. Erst danach formulierst Du den Rollenprompt und die Interviewfragen. Während des Interviews dokumentierst Du die Antworten. Anschließend vergleichst Du jede wichtige Antwort mit dem Text.

Phase Aufgabe Leitfrage
Vorbereitung Figur auswählen und Textstellen markieren Was weiß der Text sicher über die Figur?
Prompting Rolle, Grenzen und Sprachform festlegen Wie verhindere ich erfundene Antworten?
Interview Fragen stellen und Antworten speichern Welche Aussagen der KI sind interessant?
Textprüfung Antworten mit Textbelegen vergleichen Was ist belegt, plausibel oder falsch?
Auswertung Ergebnisse zusammenfassen und deuten Was habe ich über die Figur gelernt?
Reflexion KI-Nutzung kritisch beurteilen Wo hat die KI geholfen und wo nicht?


Textbelege und Plausibilität

Der wichtigste Schritt ist die Prüfung der KI-Antworten. Eine Antwort ist textnah, wenn sie klar durch eine Textstelle gestützt wird. Sie ist plausibel, wenn sie nicht direkt im Text steht, aber sinnvoll aus dem Text abgeleitet werden kann. Sie ist problematisch, wenn sie ohne Grundlage etwas hinzufügt, eine Figur falsch darstellt oder Widersprüche zum Text erzeugt.

Prüfkategorie Bedeutung Beispielhafte Frage
Textbeleg Die Aussage lässt sich am Text zeigen. Welche Stelle stützt diese Antwort?
Plausibilität Die Aussage ist nachvollziehbar, aber nicht eindeutig belegt. Passt diese Deutung zur Handlung?
Widerspruch Die Aussage passt nicht zum Text. Gibt es eine Textstelle, die dagegen spricht?
Erfindung Die KI fügt unbelegte Informationen hinzu. Hat die KI etwas erfunden?
Perspektive Die Antwort bleibt in der Rolle der Figur. Spricht die Figur wirklich so?

Durch diese Prüfung wird das Figureninterview zu einer anspruchsvollen Analyse und nicht zu einer bloßen Unterhaltung mit einem Chatbot.


Chancen der Methode

Figureninterviews mit KI können Motivation schaffen, weil literarische Figuren scheinbar antworten. Sie helfen Dir, Fragen zu entwickeln, Leerstellen zu erkennen und mehrere Deutungen zu vergleichen. Die Methode kann besonders Lernenden helfen, die Schwierigkeiten haben, über Figuren zu sprechen oder eigene Interpretationen zu formulieren. Sie bietet außerdem viele Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung, weil Fragen, Antwortlänge, Sprache und Hilfestellung angepasst werden können.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Metakognition. Du denkst nicht nur über die Figur nach, sondern auch über Deinen eigenen Leseprozess: Welche Frage habe ich gestellt? Warum überzeugt mich die Antwort? Wo brauche ich einen Textbeleg? Welche Annahmen mache ich selbst? Dadurch wird Lesen bewusster und aktiver.


Risiken und Grenzen

KI-Systeme können überzeugend klingen, auch wenn ihre Antworten falsch sind. Dieses Phänomen wird häufig als Halluzination bezeichnet. Beim Figureninterview kann die KI Eigenschaften, Ereignisse oder Gefühle erfinden, die nicht im Text stehen. Außerdem können stereotype Vorstellungen, unpassende Sprache oder moderne Denkweisen in eine historische oder literarische Figur hineingetragen werden. Deshalb ist der kritische Vergleich mit dem Text unverzichtbar.

Auch Datenschutz und Urheberrecht sind wichtig. Du solltest keine privaten Daten, echten Namen, sensiblen Informationen oder vollständigen urheberrechtlich geschützten Texte in frei zugängliche KI-Systeme eingeben, wenn dies nicht erlaubt ist. In der Schule gelten die Vorgaben der Lehrkraft, der Schule und des jeweiligen Bundeslandes. KI darf außerdem nicht heimlich als Ersatz für eigene Leistungen verwendet werden. Transparenz bedeutet: Du machst kenntlich, wann und wie KI eingesetzt wurde.


Qualitätskriterien für ein gutes Figureninterview

Ein gutes Figureninterview ist nicht daran erkennbar, dass die KI besonders lange Antworten gibt. Entscheidend ist, ob die Antworten textnah, plausibel, reflektiert und sprachlich passend sind. Ebenso wichtig ist Deine Auswertung. Du musst zeigen, was Du aus dem Interview gelernt hast und wie Du die KI-Antworten beurteilst.

Kriterium Woran Du es erkennst
Textnähe Die Aussagen lassen sich mit Textstellen begründen.
Figurenverständnis Motive, Gefühle und Konflikte der Figur werden nachvollziehbar.
Sprachangemessenheit Die Antworten passen zur Figur, zur Situation und zur Aufgabe.
Kritikfähigkeit Fehler, Unsicherheiten und Erfindungen werden erkannt.
Transparenz Die KI-Nutzung wird offengelegt und nicht verschleiert.
Eigenleistung Die Deutung stammt nicht nur von der KI, sondern wird von Dir begründet.


Beispiel für eine Unterrichtssequenz

Eine Unterrichtssequenz kann mit einer gemeinsamen Lektüre beginnen. Danach markierst Du Textstellen zu einer Figur und formulierst erste Vermutungen. In einer Partnerarbeit entstehen Interviewfragen. Anschließend wird ein Rollenprompt entwickelt, der die KI auf die Figur und die Textgrundlage begrenzt. Die KI-Antworten werden gesammelt, geordnet und mit dem Text verglichen. Zum Abschluss verfasst Du eine kurze Figurenanalyse oder präsentierst ein reflektiertes Interview als Podcast, Szenisches Spiel, Lernplakat oder Portfolio.

Für jüngere Lernende kann der Schwerpunkt auf Gefühlen, Handlungen und einfachen Belegen liegen. Für ältere Lernende können Erzählperspektive, Symbolik, Sprachstil, soziale Konflikte, historische Kontexte und Mehrdeutigkeit einbezogen werden. So kann dieselbe Methode auf unterschiedlichen Niveaustufen eingesetzt werden.


Sprachliche Gestaltung

Beim Figureninterview ist Sprache nicht nur Mittel zum Zweck, sondern Lerngegenstand. Du kannst untersuchen, ob eine Figur eher knapp, ausführlich, höflich, aggressiv, unsicher, ironisch oder bildhaft spricht. Du kannst prüfen, ob die KI diese Sprache passend nachbildet oder ob sie zu modern, zu sachlich oder zu erklärend klingt. Gerade dabei wird deutlich, wie wichtig Figurenrede, Erzählperspektive und Stil für literarisches Verstehen sind.

Eine gute Auswertung fragt daher nicht nur: Was sagt die Figur? Sie fragt auch: Wie sagt sie es? und Warum wirkt diese Sprache passend oder unpassend?


Reflexion: Mensch und KI

Figureninterviews mit KI zeigen, dass KI ein Werkzeug für Lernen sein kann, aber keine eigene literarische Verantwortung trägt. Die Verantwortung bleibt beim Menschen: Du wählst die Fragen, prüfst die Antworten, entscheidest über Belege und formulierst Deine eigene Deutung. KI kann Dich zum Nachdenken anregen, aber sie ersetzt nicht Dein Lesen, Deine Urteilskraft und Deine Kreativität.

Ein sinnvoller Umgang mit KI im Deutschunterricht bedeutet daher: nutzen, prüfen, begründen, kennzeichnen und reflektieren. Genau diese Haltung gehört zu einer zeitgemäßen Medienbildung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das zentrale Ziel eines Figureninterviews mit KI? (Eine literarische Figur durch Fragen genauer verstehen) (!Den Originaltext durch KI ersetzen) (!Eine Klassenarbeit automatisch schreiben) (!Eine Figur ohne Textgrundlage erfinden)




Was ist ein Rollenprompt? (Eine Eingabe, die der KI eine bestimmte Figur und Aufgabe zuweist) (!Ein Textbeleg aus dem Roman) (!Eine Bewertung der Lehrkraft) (!Ein gedrucktes Arbeitsblatt ohne Aufgabe)




Warum müssen KI-Antworten im Figureninterview überprüft werden? (Weil KI überzeugend klingende Fehler erzeugen kann) (!Weil KI niemals vollständige Sätze schreiben kann) (!Weil literarische Texte keine Deutungen erlauben) (!Weil Interviews im Deutschunterricht verboten sind)




Welche Frage eignet sich besonders gut für ein vertieftes Figureninterview? (Warum hast Du in dieser Situation so gehandelt) (!Welche Farbe hat das Buchcover) (!Wie viele Seiten hat der Text) (!Wie heißt die Schule der Klasse)




Was ist ein Textbeleg? (Eine Stelle im Text, die eine Aussage stützt) (!Eine erfundene Antwort der KI) (!Eine beliebige Meinung ohne Begründung) (!Ein technischer Fehler im Chatbot)




Was bedeutet Halluzination im Zusammenhang mit KI? (Eine erfundene oder falsche Ausgabe eines KI-Systems) (!Eine besonders kreative Textstelle im Original) (!Eine sichere Quellenangabe) (!Eine Methode des stillen Lesens)




Welche Information sollte nicht unbedacht in offene KI-Systeme eingegeben werden? (Personenbezogene Daten) (!Der Titel eines bekannten Märchens) (!Eine selbst formulierte Frage) (!Ein allgemeines Unterrichtsziel)




Welche Kompetenz wird durch Figureninterviews mit KI besonders gefördert? (Kritisches Prüfen von Sprache und Textbezügen) (!Auswendiglernen ohne Textverständnis) (!Abschreiben fremder Lösungen) (!Vermeiden eigener Deutungen)




Woran erkennst Du eine plausible KI-Antwort? (Sie passt zum Text und lässt sich begründen) (!Sie ist immer sehr lang) (!Sie enthält möglichst viele Fremdwörter) (!Sie widerspricht der Handlung deutlich)




Welche Rolle hat der Mensch beim Lernen mit KI? (Der Mensch steuert, prüft und verantwortet die Ergebnisse) (!Der Mensch muss nichts mehr lesen) (!Der Mensch übernimmt alle KI-Antworten ungeprüft) (!Der Mensch darf keine eigenen Fragen stellen)





Memory

Rollenprompt Vorgabe für die Perspektive der Figur
Textbeleg Nachweis im literarischen Text
Halluzination Erfundene KI-Aussage
Figurenanalyse Untersuchung von Eigenschaften und Motiven
Datenschutz Schutz persönlicher Informationen
Perspektivübernahme Denken aus Sicht einer Figur
Medienreflexion Kritisches Nachdenken über digitale Werkzeuge





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Textgrundlage Vorbereitung des Interviews
Rollenprompt Festlegung der KI-Perspektive
Interviewfragen Steuerung des Dialogs
Textbelege Prüfung der Antworten
Reflexion Bewertung der KI-Nutzung
Eigenleistung Begründete eigene Deutung






Kreuzworträtsel

Prompt Wie nennt man die Eingabe, mit der eine KI gesteuert wird?
Figur Wer wird in einem literarischen Interview befragt?
Dialog Welche Gesprächsform entsteht zwischen Lernendem und KI?
Quelle Was muss zur Prüfung einer KI-Antwort herangezogen werden?
Sprache Was muss zur Figur und Situation passen?
Kritik Welche Haltung brauchst Du gegenüber KI-Antworten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Figureninterview mit KI verbindet literarisches Lesen mit einem künstlich erzeugten

. Die KI darf eine Figur nur auf Grundlage des

darstellen. Ein guter Rollenprompt nennt Figur, Werk, Situation und gewünschte

. Jede Antwort muss anschließend mit Belegen aus dem literarischen

überprüft werden. Besonders wichtig sind Datenschutz, Transparenz und ein kritischer Blick auf mögliche

. Am Ende reflektierst Du, wie das Interview Dein Verständnis der

verändert hat.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Figurensteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einer literarischen Figur und notiere Eigenschaften, Gefühle, Ziele und wichtige Beziehungen.
  2. Interviewfragen: Formuliere zehn Fragen, die Du einer Figur stellen würdest, und markiere Deine drei stärksten Fragen.
  3. Textbelege: Suche zu drei Aussagen über eine Figur passende Textstellen und erkläre kurz, warum sie als Beleg geeignet sind.
  4. Rollensprache: Schreibe fünf Sätze, die zur Sprache einer Figur passen könnten, und vergleiche sie mit der Sprache im Originaltext.


Standard

  1. Rollenprompt: Entwickle einen präzisen Rollenprompt für ein Figureninterview und erkläre, welche Grenzen Du der KI setzt.
  2. KI-Interview: Führe ein Figureninterview mit einer KI durch, speichere die Antworten und ordne sie nach Gefühlen, Motiven und Konflikten.
  3. Quellenprüfung: Prüfe fünf KI-Antworten am literarischen Text und kennzeichne sie als textnah, plausibel, unklar oder falsch.
  4. Podcast: Gestalte aus einem geprüften Figureninterview einen kurzen Podcast mit Einleitung, Interviewausschnitten und kritischem Kommentar.


Schwer

  1. Figurenanalyse: Verfasse eine Analyse, in der Du KI-Antworten, Textbelege und eigene Deutung zu einem Gesamtbild der Figur verbindest.
  2. Vergleich: Vergleiche zwei KI-Interviews zur gleichen Figur und untersuche, wie unterschiedliche Prompts die Antworten verändern.
  3. Medienkritik: Schreibe einen Kommentar darüber, ob KI literarisches Lernen vertiefen kann oder ob sie zu oberflächlichen Deutungen verleitet.
  4. Unterrichtsprojekt: Entwickle ein eigenes Unterrichtsprojekt zu Figureninterviews mit KI, inklusive Ablaufplan, Regeln, Reflexionsbogen und Bewertungsraster.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Übertrage die Methode des Figureninterviews auf einen anderen literarischen Text und begründe, welche Figur sich besonders eignet.
  2. Urteilsaufgabe: Beurteile eine KI-Antwort, die zwar überzeugend klingt, aber keinen Textbeleg enthält, und formuliere eine verbesserte Antwort.
  3. Vergleichsaufgabe: Vergleiche ein klassisches Rollenspiel im Unterricht mit einem KI-gestützten Figureninterview und erläutere Vor- und Nachteile.
  4. Konzeptaufgabe: Entwickle Regeln für den verantwortlichen Einsatz von KI im Deutschunterricht und begründe jede Regel mit einem konkreten Unterrichtsbeispiel.
  5. Analyseaufgabe: Erkläre, wie ein Figureninterview helfen kann, innere Konflikte, Beziehungen und Entwicklungen einer Figur besser zu verstehen.
  6. Reflexionsaufgabe: Beschreibe, an welcher Stelle KI Dein Lernen unterstützt hat und an welcher Stelle Deine eigene Lesekompetenz wichtiger war.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio zum Figureninterview mit KI. Es enthält Deine vorbereitenden Textnotizen, den Rollenprompt, mindestens acht Interviewfragen, ausgewählte KI-Antworten, passende Textbelege und eine abschließende Reflexion. Entscheidend ist nicht, dass die KI besonders gute Antworten liefert, sondern dass Du zeigen kannst, wie Du die Antworten prüfst und zu einer eigenen Deutung kommst.

  1. Portfolio: Sammle alle Arbeitsschritte übersichtlich und kennzeichne, welche Teile von Dir und welche mithilfe von KI entstanden sind.
  2. Interviewdokumentation: Füge die wichtigsten Fragen und Antworten ein und ordne sie thematisch.
  3. Textprüfung: Belege mindestens fünf Aussagen mit passenden Textstellen oder begründe, warum eine Aussage nicht sicher belegbar ist.
  4. Reflexion: Erkläre, welche Chancen und Grenzen der KI-Einsatz für Dein Textverständnis hatte.
  5. Präsentation: Stelle Dein Ergebnis mündlich, als Lernplakat, Podcast oder kurze digitale Präsentation vor.




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Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

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  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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