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Fehlende Daten und unsichere Angaben in Raumtabellen kennzeichnen

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Fehlende Daten und unsichere Angaben in Raumtabellen kennzeichnen

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Einleitung

Raumtabellen wirken oft eindeutig: In einer Zeile steht ein Gebiet, daneben eine Fläche, eine Bevölkerungszahl oder ein Wetterwert. Doch ein Zahlenwert ist nur dann sinnvoll vergleichbar, wenn klar ist, welcher Raum, welcher Zeitpunkt, welche Einheit, welche Herkunft und welcher Datenstatus gemeint sind. Genau hier setzt dieser Werkstattkurs an.

Du lernst, Nullwerte, fehlende Werte, geschätzte Werte und gemessene bzw. beobachtete Werte auseinanderzuhalten. Außerdem prüfst Du, ob sich Bezugsgebiete oder Stichtage zwischen Tabellenzeilen geändert haben. Das Ziel ist nicht, jede Lücke irgendwie mit einer Zahl zu füllen. Das Ziel ist eine transparente, nachvollziehbare Tabelle, in der Unsicherheiten sichtbar bleiben.

Der Kurs ist für den Einstieg ab Klasse 7 angelegt. Aufgaben mit M vertiefen das mittlere Anforderungsniveau. Aufgaben mit E führen zu erweitertem Arbeiten mit Bezugsgebieten, abgeleiteten Kennzahlen, Schätzungen und Qualitätsurteilen.

Bevölkerungsdichte auf Gemeindeebene als Beispiel dafür, dass räumliche Kennzahlen immer an konkrete Gebiete und einen konkreten Zeitpunkt gebunden sind.
Bevölkerungsdichte auf Gemeindeebene als Beispiel dafür, dass räumliche Kennzahlen immer an konkrete Gebiete und einen konkreten Zeitpunkt gebunden sind.

Die Karte ist kein Bestandteil der Übungsdaten. Sie dient als reales Anschauungsbeispiel dafür, dass eine Bevölkerungsdichte nur mit einer definierten räumlichen Gliederung sinnvoll gelesen werden kann.

Das offizielle Erklärvideo des Statistischen Bundesamts zum Zensus zeigt, warum Bevölkerungsdaten für räumliche Entscheidungen wichtig sind. Für die Werkstatt ist besonders wichtig: Bevölkerungszahlen beziehen sich auf definierte Gebiete und Stichtage.


Lernziele

Nach dem Werkstattkurs kannst Du

  1. Datenqualität prüfen, ohne fehlende Informationen zu verstecken.
  2. Nullwerte von fehlenden Werten unterscheiden.
  3. Schätzungen deutlich von Messungen oder direkten Beobachtungen kennzeichnen.
  4. Bezugsgebiete, Stichtage und Einheiten kontrollieren.
  5. aus Bevölkerung und Fläche nur dann eine Bevölkerungsdichte berechnen, wenn beide Werte räumlich und zeitlich zusammenpassen.
  6. Datenherkunft und Bearbeitungsschritte dokumentieren.
  7. Unsicherheiten in einer Tabelle so darstellen, dass andere Deine Entscheidungen prüfen können.
  8. Medien- und Datenrechte bei einer Veröffentlichung mitdenken.


Werkstattregel: Eine Zahl braucht Kontext

Eine Zahl allein ist noch kein belastbarer Datenpunkt. Für eine überprüfbare Tabellenzelle brauchst Du mindestens folgende Informationen:

  1. Merkmal: Was wird angegeben, zum Beispiel Fläche, Bevölkerung oder Lufttemperatur?
  2. Wert: Welche Zahl wurde erfasst?
  3. Einheit: km², Personen, °C, mm oder eine andere Einheit.
  4. Raumbezug: Für welches Gebiet oder welchen Messpunkt gilt der Wert?
  5. Zeitbezug: Für welchen Stichtag, Zeitraum oder Messzeitpunkt gilt der Wert?
  6. Herkunft: Aus welcher Quelle oder aus welchem Bearbeitungsschritt stammt der Wert?
  7. Status: Ist der Wert gemessen, direkt erfasst, geschätzt, berechnet, null oder fehlend?

Ein häufiger Fehler entsteht, wenn zwei Zahlen rechnerisch zusammenpassen, aber unterschiedliche Bezugsgebiete oder Zeitpunkte haben. Ein Taschenrechner erkennt diesen Fehler nicht. Du musst ihn fachlich erkennen.


Vier zentrale Fälle

Fall Beispiel Bedeutung Was Du tun sollst
Gemessen / beobachtet 12,4 °C [M] Ein Wert wurde an einem angegebenen Messpunkt und Zeitpunkt beobachtet. Messort, Zeitpunkt, Einheit und Herkunft dokumentieren.
Geschätzt 12,9 °C [E] Der Wert wurde nicht direkt gemessen, sondern mit einer angegebenen Methode angenähert. Als Schätzung kennzeichnen und Methode oder Grundlage nennen.
Fehlend — [F] Für die Zelle liegt kein verwendbarer Wert vor. Nicht durch 0 ersetzen. Grund nennen, wenn er bekannt ist.
Null 0,0 mm [0M] Es wurde gemessen und das Ergebnis ist tatsächlich null. Als gültigen Wert behalten. Nicht als fehlend behandeln.

Merksatz: Ein fehlender Wert sagt: „Wir haben hier keinen verwendbaren Wert.“ Ein Nullwert sagt: „Wir haben einen Wert, und dieser Wert ist null.“


Werkstatt-Codes für diesen Kurs

Die folgenden Codes sind didaktische Kurscodes. Sie sind keine Behauptung, dass alle Behörden dieselben Zeichen verwenden.

Code Bedeutung
M gemessen oder direkt beobachtet
0M gemessener bzw. beobachteter echter Nullwert
E geschätzt
F fehlend
B aus anderen Werten berechnet
R direkt registriert oder gezählt, zum Beispiel eine Bevölkerungszahl in einem Übungsregister
B/E berechnet, wobei mindestens ein Eingangswert geschätzt ist


Methodische Orientierung an öffentlichen Quellen

Die folgenden Quellen liefern keine Zahlen für die erfundene Lernregion dieses Kurses. Sie dienen als reale methodische Orientierung dafür, wie öffentliche Datenanbieter mit Stichtagen, Gebietsständen, Metadaten, Datenstatus und Nutzungsrechten umgehen.

Das Statistische Bundesamt stellt Zensus-Regionaltabellen mit einem ausdrücklich genannten Stichtag bereit. Die Tabellen unterscheiden räumliche Ebenen wie Gemeinden, Kreise, Länder und Bund und verweisen auf Zeichenerklärungen und methodische Hinweise.[1] Die Zensusdatenbank führt bei Tabellen zu Bevölkerung, Fläche und Bevölkerungsdichte ebenfalls den Gebietsstand als Teil der Tabellenbeschreibung.[2]

Eurostat verwendet in seiner Datenbank besondere Werte und Statuskennzeichen. Dort bedeutet ein Doppelpunkt, dass kein Datenwert verfügbar ist. Der Statuscode e kennzeichnet geschätzte Werte; die Zahl 0 wird ausdrücklich als echter Nullwert behandelt.[3] Diese reale Praxis zeigt, warum ein Nullwert nicht mit einem fehlenden Wert gleichgesetzt werden darf.

Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie veröffentlicht Verwaltungsgebiete mit ausdrücklich genanntem Gebietsstand. Für den Datensatz VG250 werden Verwaltungsgrenzen bis zur Gemeindeebene und ein Stand zum 31.12. beschrieben.[4] Das ist für Raumtabellen entscheidend: Wenn Grenzen wechseln, kann dieselbe Ortsbezeichnung zu verschiedenen Zeitpunkten eine andere Fläche umfassen.

Der Deutsche Wetterdienst stellt im Climate Data Center Stationsdaten und Stationsmetadaten bereit. In Datensatzbeschreibungen wird zwischen bereits qualitätsgeprüften historischen Daten und laufend aktualisierten Daten unterschieden; außerdem werden Stationsverlegungen, Instrumentenwechsel und weitere Metadaten dokumentiert.[5]

Für den späteren Transfer in Museumsdaten ist ebenfalls wichtig, Unsicherheit sichtbar zu machen. Das Deutsche Museum Digital weist bei manchen veröffentlichten Datensätzen ausdrücklich darauf hin, dass Datensätze noch nicht redigiert sein können und die Aktualisierung ein fortlaufender Prozess ist.[6] Die Staatlichen Museen zu Berlin kennzeichnen Nutzungsrechte von Objektabbildungen und Metadaten mit konkreten Rechte- bzw. Lizenzangaben und empfehlen nachvollziehbare Quellenangaben.[7]


Materialpaket A: Fläche und Bevölkerung mit Gebietsänderung

Wichtig: Die Lernregion Quellental und alle folgenden Werte sind vollständig didaktisch erzeugt. Sie stellen keine reale Gemeinde und keine echten Behördenwerte dar.

Zum 01.01.2025 wurde das Gebiet Kiefernried in die Lernregion Quellental eingegliedert. Dadurch änderte sich das Bezugsgebiet von Quellental. Das alte Quellental hatte 40,0 km². Kiefernried hatte 2,0 km². Das neue Quellental umfasst damit 42,0 km².


Rohdatentabelle A1

ID Bezugsgebiet Fläche Flächenstand Bevölkerung Bevölkerungsstichtag Status Bevölkerung Herkunft
A1 Quellental, alte Grenze 40,0 km² 31.12.2024 8.000 Personen 31.12.2024 R Übungsregister Q-2024
A2 Kiefernried, vor Eingliederung 2,0 km² 31.12.2024 260 Personen 31.12.2024 R Übungsregister K-2024
A3 Quellental, neue Grenze 42,0 km² 31.12.2025 8.400 Personen 31.12.2025 R Übungsregister Q-2025
A4 Westbezirk, neue Grenze 17,5 km² 31.12.2025 — 31.12.2025 F Teilregister W-2025 unvollständig
A5 Ostbezirk, neue Grenze 24,5 km² 31.12.2025 4.980 Personen 31.12.2025 E Schätzung aus Haushaltslisten, Übungsmethode

Die Tabelle enthält drei typische Probleme:

  1. Quellental bezeichnet 2024 und 2025 nicht exakt dieselbe Fläche.
  2. Im Westbezirk fehlt die Bevölkerungszahl.
  3. Die Zahl des Ostbezirks ist eine Schätzung und darf nicht als direkt registrierter Wert ausgegeben werden.


Werkstattfrage A: Ist Quellental gewachsen?

Wenn Du nur 8.000 und 8.400 vergleichst, erhältst Du rechnerisch einen Zuwachs von 5 %. Dieser Vergleich vermischt jedoch Bevölkerungsveränderung und Gebietsveränderung.

Für einen räumlich vergleichbaren Ausgangswert auf der neuen Grenze kannst Du die 2024er Werte von altem Quellental und Kiefernried zusammenführen:

8.000+260=8.260 Personen.

Nun beziehen sich 8.260 Personen für 2024 und 8.400 Personen für 2025 auf dasselbe zusammengesetzte Bezugsgebiet von 42,0 km².

8.400−8.2608.260⋅100≈1,7%

M: Erkläre mit eigenen Worten, warum 5 % hier irreführend wäre.

E: Unterscheide in einem kurzen Kommentar zwischen einer echten Bevölkerungsveränderung und einer Veränderung durch neue Verwaltungsgrenzen.


Transparente Ergebnistabelle A2

Gebiet in vergleichbarer Abgrenzung Fläche Bevölkerung Bezugszeit Status Herkunft / Bearbeitung Bevölkerungsdichte
Quellental, neue Grenze 42,0 km² 8.260 Personen 31.12.2024 B aus R A1 + A2; alte Grenze und Kiefernried zusammengeführt 196,7 Personen/km²
Quellental, neue Grenze 42,0 km² 8.400 Personen 31.12.2025 R A3 200,0 Personen/km²

Die Dichte darf hier verglichen werden, weil Zähler und Nenner jeweils auf dasselbe Bezugsgebiet bezogen wurden.


Materialpaket B: Wetterdaten mit Nullwert, Fehlwert und Schätzung

Eine automatische Wetterstation als Beispiel für die Entstehung gemessener Wetterdaten.
Eine automatische Wetterstation als Beispiel für die Entstehung gemessener Wetterdaten.

Die Übungsdaten stammen nicht von der abgebildeten Station. Sie wurden eigens für diesen Kurs erstellt.


Rohdatentabelle B1

Für den 14.05.2026 wurden in der fiktiven Lernregion zwei Messpunkte verwendet. Talpunkt P1 liegt im Tal. Bergpunkt P2 liegt höher. Die angegebenen Unsicherheitsbereiche sind ebenfalls didaktische Übungswerte und keine Gerätespezifikation eines realen Herstellers.

ID Raumbezug Zeitpunkt Lufttemperatur Status Temperatur Niederschlag seit 06:00 Status Niederschlag Herkunft
W1 Talpunkt P1 14.05.2026, 07:00 10,2 °C M, Übungsunsicherheit ±0,3 °C 0,0 mm 0M Übungsstation P1
W2 Bergpunkt P2 14.05.2026, 07:00 — F 1,6 mm M Temperatursensor ohne verwertbaren Wert; Niederschlag gemessen
W3 Talpunkt P1 14.05.2026, 14:00 18,4 °C M, Übungsunsicherheit ±0,3 °C 0,0 mm 0M Übungsstation P1
W4 Bergpunkt P2 14.05.2026, 14:00 12,9 °C E, Übungsunsicherheit ±1,5 °C 4,2 mm M Temperatur aus Nachbarzeiten geschätzt; Niederschlag gemessen
W5 Mittel aus P1 und P2 14.05.2026, 14:00 15,7 °C B/E — F arithmetisches Mittel aus W3 und W4; Niederschlagsmittel nicht gebildet
Ein einfacher Niederschlagsmesser. Ein gemessener Wert von 0 mm bedeutet nicht automatisch, dass ein Messwert fehlt.
Ein einfacher Niederschlagsmesser. Ein gemessener Wert von 0 mm bedeutet nicht automatisch, dass ein Messwert fehlt.


Was ist hier besonders wichtig?

0,0 mm in W1 und W3 ist ein echter Nullwert: Es wurde ein gültiger Messwert eingetragen, und dieser ist null. Die leere Temperatur in W2 ist dagegen ein Fehlwert. Die 12,9 °C in W4 sind eine Schätzung. W5 ist keine Messung an einem dritten Ort, sondern ein berechneter Mittelwert, der selbst von einer Schätzung abhängt.

M: Markiere in B1 alle vier Fälle Null, fehlend, geschätzt und gemessen.

E: Begründe, warum W5 nicht mit dem Status M bezeichnet werden darf.


Materialpaket C: Problematische Raumtabelle

Auch diese Daten sind vollständig didaktisch erzeugt.

ID Gebiet Fläche Bezugsstand Fläche Bevölkerung Bezugsstand Bevölkerung Datenstatus
C1 Nordraum 12,0 km² Grenze 2024 2.600 Personen Grenze 2025 beide Werte vorhanden, aber räumlich nicht direkt vergleichbar
C2 Südraum 15,0 km² Grenze 2025 3.300 Personen Grenze 2025 R
C3 Zentrum — Grenze 2025 1.800 Personen Grenze 2025 Fläche F
C4 Seerand 5,0 km² Grenze 2025 0 Personen Grenze 2025 echter Nullwert R
C5 Höhenwald 10,0 km² Grenze 2025 920 Personen Grenze 2025 E


Prüfauftrag zu Material C

Entscheide für jede Zeile, ob Du eine Bevölkerungsdichte berechnen darfst.

ID Dichte berechnen? Begründung
C1 Nein, noch nicht Fläche und Bevölkerung beziehen sich auf unterschiedliche Gebietsstände.
C2 Ja Fläche und Bevölkerung beziehen sich auf denselben Gebietsstand.
C3 Nein Die Fläche fehlt.
C4 Ja 0 Personen ist ein gültiger Nullwert; bei 5,0 km² ergibt sich 0 Personen/km².
C5 Ja, aber mit Kennzeichnung Die Dichte kann aus 920 Personen und 10,0 km² berechnet werden, muss aber als aus einer geschätzten Bevölkerungszahl abgeleitet kenntlich bleiben.


Werkstattverfahren: Von der Rohdatei zur transparenten Tabelle


Schritt 1: Original erhalten

Ändere die Rohdaten nicht stillschweigend. Bewahre eine unveränderte Ausgangstabelle auf. So bleibt später nachvollziehbar, was ursprünglich vorlag und was Du bearbeitet hast.


Schritt 2: Einheiten prüfen

Vergleiche keine 500 ha mit 5 km², ohne die Einheiten zu vereinheitlichen. Schreibe die Einheit in die Spaltenüberschrift oder direkt zum Wert. Für Flächen gilt zum Beispiel:

1km2=100ha


Schritt 3: Zeitbezug prüfen

Ein Jahreswert, ein Monatswert und ein Messwert um 14:00 sind unterschiedliche Zeitbezüge. Schreibe den Stichtag oder Zeitraum sichtbar in die Tabelle.


Schritt 4: Raumbezug prüfen

Prüfe, ob die Gebietsgrenzen zwischen zwei Zeitpunkten gleich geblieben sind. Ein gleich lautender Gebietsname garantiert noch keine gleiche Fläche.


Schritt 5: Datenstatus kennzeichnen

Trage nicht einfach Zahlen ein. Mache sichtbar, ob ein Wert gemessen, geschätzt, berechnet oder fehlend ist. Ein echter Nullwert bleibt eine Zahl.


Schritt 6: Herkunft dokumentieren

Eine Spalte Herkunft kann kurze, aber überprüfbare Angaben enthalten, zum Beispiel:

  1. Übungsregister Q-2025
  2. Messpunkt P1, 14.05.2026, 14:00
  3. berechnet aus A1 und A2
  4. Schätzung aus Nachbarzeiten nach vorgegebener Übungsmethode


Schritt 7: Nur vergleichbare Kennzahlen bilden

Eine Bevölkerungsdichte wird berechnet als:

Bevölkerungsdichte=BevölkerungFläche

Die Formel ist einfach. Die fachliche Prüfung davor ist der schwierigere Teil.


Produkt: Deine transparente Raumtabelle

Dein Werkstattprodukt soll so aufgebaut sein, dass eine andere Person jeden Wert prüfen kann.

Gebiet / Messpunkt Merkmal Wert Einheit Zeitpunkt / Zeitraum Gebietsstand / räumlicher Bezug Status Herkunft Bearbeitung / Hinweis
Beispiel Lufttemperatur 12,9 °C 14.05.2026, 14:00 Bergpunkt P2 E Material B, W4 aus Nachbarzeiten geschätzt

M-Mindeststandard: Jede Zeile enthält Einheit, Zeit, Raum, Status und Herkunft.

E-Erweiterung: Ergänze eine Spalte Vergleichbarkeit mit den Einträgen ja, nein oder nur unter Bedingung und begründe kritische Fälle.


Drei kurze Auswahlaufgaben mit Hilfen und Lösungen


Auswahlaufgabe 1: Null oder fehlend?

In einer Wettertabelle steht für Talpunkt P1 0,0 mm [0M], für einen anderen Messpunkt steht — [F]. Welche Bearbeitung ist fachlich richtig?

Option Aussage
A Beide Einträge werden durch 0 ersetzt.
B 0,0 mm bleibt als echter Nullwert erhalten; — bleibt als fehlender Wert gekennzeichnet.
C Beide Einträge werden aus dem Mittelwert der Nachbarstationen geschätzt.
D Beide Zeilen werden gelöscht, weil sie keine positiven Werte enthalten.

Hilfestufe 1: Frage Dich, ob bei 0,0 mm ein gültiges Messergebnis vorliegt.

Hilfestufe 2: Eurostat unterscheidet einen echten Nullwert von einem nicht verfügbaren Datenwert.[8]

Belegstelle: Eurostat führt 0 als realen Nullwert und einen besonderen Platzhalter für nicht verfügbare Werte.

Erläuterte Lösung: Option B ist richtig. Ein gemessener Niederschlag von 0,0 mm enthält Information. Ein Fehlwert enthält diese Information gerade nicht. Wer beide Fälle gleichsetzt, verändert die Bedeutung der Daten.


Auswahlaufgabe 2: Vergleich trotz Gebietsänderung

Quellental hat 2024 in alter Grenze 8.000 Personen. Kiefernried mit 260 Personen wird 2025 eingegliedert. 2025 hat Quellental in neuer Grenze 8.400 Personen. Welcher Vergleich ist fachlich am besten?

Option Aussage
A 8.000 mit 8.400 vergleichen und sofort 5 % Wachstum melden.
B Zuerst einen 2024er Vergleichswert für die neue Grenze bilden und dann mit 2025 vergleichen.
C Nur die Flächen vergleichen und auf die Bevölkerungszahlen verzichten.
D Beide Bevölkerungszahlen mitteln und diesen Mittelwert als Wachstum verwenden.

Hilfestufe 1: Prüfe, ob beide Bevölkerungszahlen für dieselbe Fläche gelten.

Hilfestufe 2: Das BKG veröffentlicht Verwaltungsgebiete ausdrücklich mit einem Gebietsstand. Auch Zensusdaten nennen den Gebietsstand als Teil der räumlichen Definition.[9]

Belegstelle: BKG und Zensusangebote dokumentieren räumliche Gebietsstände, weil räumliche Vergleichbarkeit davon abhängt.

Erläuterte Lösung: Option B ist richtig. 8.000 Personen beziehen sich auf die alte Grenze. Für einen Vergleich auf neuer Grenze wird Kiefernried hinzugenommen: 8.000 + 260 = 8.260. Erst 8.260 und 8.400 sind räumlich vergleichbar.


Auswahlaufgabe 3: Messung oder Schätzung?

Der Temperatursensor von Bergpunkt P2 liefert um 14:00 keinen gültigen Messwert. Aus Nachbarzeiten wird 12,9 °C geschätzt. Wie soll der Wert in der Ergebnistabelle erscheinen?

Option Aussage
A 12,9 °C mit Kennzeichen E und kurzer Angabe der Schätzgrundlage.
B 12,9 °C ohne Kennzeichen, damit die Tabelle übersichtlich bleibt.
C 12,9 °C als gemessener Wert M, weil die Zahl plausibel ist.
D 0,0 °C, weil kein gültiger Messwert vorlag.

Hilfestufe 1: Ein plausibler Wert ist nicht automatisch ein gemessener Wert.

Hilfestufe 2: Der DWD dokumentiert Messdaten zusammen mit Metadaten und Qualitätsinformationen. Bei Datenbeständen ist die Information über Bearbeitungs- und Prüfstatus Teil der fachlichen Einordnung.[10]

Belegstelle: DWD-Datensätze werden mit Metadaten und Qualitätsstatus dokumentiert.

Erläuterte Lösung: Option A ist richtig. Der Zahlenwert kann für eine Aufgabe nutzbar sein, aber seine Herkunft muss sichtbar bleiben. Ohne Kennzeichnung würde eine Schätzung fälschlich wie eine Messung wirken.


Freie Urteile: Wann ist eine Schätzung gut genug?

Nicht jede Qualitätsfrage hat genau eine richtige Antwort. Ob eine Schätzung für eine Entscheidung ausreicht, hängt vom Verwendungszweck ab. Eine Schätzung für eine grobe Schulkarte kann akzeptabel sein, während dieselbe Unsicherheit für eine sicherheitskritische Entscheidung ungeeignet sein kann.

Nutze für freie Urteile dieses Prüfmodell:

  1. Zweck: Welche Frage soll mit den Daten beantwortet werden?
  2. Raumbezug: Gilt die Schätzung für genau das benötigte Gebiet?
  3. Zeitbezug: Passt der Zeitpunkt oder Zeitraum?
  4. Methode: Ist nachvollziehbar, wie geschätzt wurde?
  5. Unsicherheit: Ist eine Größenordnung oder ein Unsicherheitsbereich angegeben?
  6. Folgen: Was passiert, wenn die Schätzung deutlich danebenliegt?
  7. Transparenz: Kann eine andere Person erkennen, dass es sich um eine Schätzung handelt?
  8. Alternative: Gibt es einen besseren Messwert oder eine geeignetere Quelle?

M: Formuliere ein Urteil mit mindestens drei Kriterien.

E: Formuliere zwei mögliche Urteile für zwei unterschiedliche Verwendungszwecke und zeige, warum dieselbe Schätzung einmal ausreichend und einmal nicht ausreichend sein kann.


Transferfall: Unsichere Angaben in einer Museumstabelle

Bei Museumsdaten können andere Unsicherheiten auftreten: Ein Herstellungsjahr ist möglicherweise nur ungefähr bekannt, ein Maß wurde direkt am Objekt gemessen, ein früherer Katalogeintrag ist noch nicht redigiert oder für ein Bild sind die Nutzungsrechte noch nicht abschließend geklärt.

Die folgende Tabelle ist vollständig didaktisch erzeugt. Sie beschreibt keine realen Museumsobjekte.

Objekt-ID Objektbezeichnung Datierung Status Datierung Länge Status Länge Datenherkunft Medienrecht Übungsabbildung
M01 Rechenstab um 1910 E 30,2 cm M fiktive Inventarkarte + Übungsmessung eigenes Übungsfoto, Freigabe dokumentiert
M02 Modellmotor — F 42,8 cm M fiktiver Altbestand Rechteprüfung offen
M03 Taschenuhr 1926 R — F fiktiver Zugangskatalog kein Bild veröffentlicht
M04 Messgerät 1960er Jahre E 18,0 cm E Schätzung aus Vergleichsobjekt Rechteangabe muss vor Veröffentlichung geprüft werden

Die Methode bleibt dieselbe wie bei Raumtabellen: Nichtwissen wird nicht als Gewissheit ausgegeben. Für reale Museumsdaten muss zusätzlich die Rechtekennzeichnung des konkreten Objekts oder Digitalisats geprüft werden. Die Staatlichen Museen zu Berlin zeigen beispielsweise, dass Objektabbildungen unterschiedliche Rechtekennzeichnungen tragen können und die jeweilige Kennzeichnung beachtet werden muss.[11]


Medien und Rechte in diesem Kurs

Die eingebundenen Medien dienen der fachlichen Veranschaulichung. Für eine Weiterverwendung außerhalb der Wiki-Einbindung muss jeweils die Dateibeschreibungsseite bzw. Rechteangabe geprüft werden.

  1. Bevölkerungsdichtekarte: auf Wikimedia Commons, Lizenz laut Dateibeschreibungsseite CC BY-SA 4.0, Urheberangaben auf der Commons-Seite.[12]
  2. Weather station system.jpg: Wikimedia Commons, Michael L. Umbricht / Ladd Observatory; unter anderem CC BY-SA 4.0 laut Dateibeschreibungsseite.[13]
  3. Rain gauge.JPG: Wikimedia Commons, Ksd5; CC0 1.0 laut Dateibeschreibungsseite.[14]
  4. Zensus-Video: Das Video wird über YouTube eingebettet und bleibt beim Anbieter. Aus der Einbettung folgt keine freie Lizenz für eine eigene Kopie. Für eine Weiterverwendung außerhalb der Einbettung sind die Rechte- und Nutzungsangaben des Videos zu prüfen.
  5. Eigene Übungstabellen: Die Lernregion Quellental, alle Werkstattwerte und die Museumstransfertabelle wurden für diesen Kurs erstellt. Sie sind keine kopierten Behörden- oder Museumsdatensätze.


Vertiefung M/E


Mittleres Niveau

  1. Prüfe eine Tabelle auf fehlende Einheiten, Zeitangaben und Quellen.
  2. Unterscheide Nullwert, Fehlwert, Schätzung und Messung.
  3. Berechne Dichten nur für räumlich passende Werte.
  4. Schreibe zu jeder bereinigten Zeile eine kurze Herkunftsangabe.
  5. Erkläre einen Datenfehler so, dass eine Mitschülerin oder ein Mitschüler ihn nachvollziehen kann.


E: Erweitertes Niveau

  1. Harmonisiere einen Gebietswechsel, bevor Du eine zeitliche Veränderung berechnest.
  2. Unterscheide Messunsicherheit, Schätzunsicherheit und fehlende Information.
  3. Prüfe, ob aus einem geschätzten Eingangswert eine abgeleitete Kennzahl ebenfalls als unsicher markiert werden muss.
  4. Entwickle Regeln für eine Spalte Vergleichbarkeit.
  5. Begründe, wann Du einen Wert trotz Unsicherheit verwendest und wann Du auf eine Berechnung verzichtest.


Belegstellen


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet ein gemessener Niederschlagswert von 0,0 mm? (Es liegt ein gültiger Nullwert vor) (!Der Wert fehlt) (!Der Wert wurde automatisch geschätzt) (!Die Einheit ist unbekannt)




Was muss bei einem fehlenden Wert in einer transparenten Tabelle geschehen? (Er muss als fehlend kenntlich bleiben) (!Er wird immer durch null ersetzt) (!Er wird ohne Hinweis aus der Zeile gelöscht) (!Er wird grundsätzlich mit dem Mittelwert ersetzt)




Wann sind zwei Bevölkerungszahlen räumlich direkt vergleichbar? (Wenn sie auf dasselbe Bezugsgebiet bezogen sind) (!Wenn beide größer als null sind) (!Wenn sie in derselben Tabellenfarbe stehen) (!Wenn die größere Zahl später erhoben wurde)




Wofür steht der Kurscode E? (Geschätzt) (!Exakt) (!Einheit) (!Ersetzt)




Welche Angabe gehört zu einem transparent dokumentierten Datenwert? (Die Datenherkunft) (!Nur die Schriftfarbe) (!Nur die Tabellenposition) (!Nur die Anzahl der Nachkommastellen)




Warum darf aus einer fehlenden Bevölkerungszahl nicht einfach eine Bevölkerungsdichte berechnet werden? (Weil der notwendige Zähler fehlt) (!Weil Flächen nie verwendet werden dürfen) (!Weil Dichten immer ganze Zahlen sein müssen) (!Weil fehlende Werte automatisch null sind)




Was ist bei einer Gebietsänderung vor einem Zeitvergleich zuerst zu prüfen? (Ob beide Werte auf dieselbe räumliche Abgrenzung bezogen sind) (!Ob beide Tabellen gleich breit sind) (!Ob alle Werte aufgerundet wurden) (!Ob der Gebietsname gleich geschrieben ist)




Was bedeutet B/E in diesem Kurs? (Ein berechneter Wert enthält mindestens einen geschätzten Eingangswert) (!Ein Wert wurde gleichzeitig gelöscht und gemessen) (!Ein Wert hat keine Einheit) (!Ein Wert stammt immer aus einer Behörde)




Welche Aussage zu einem Nullwert ist richtig? (Ein Nullwert kann ein vollständig gültiger Messwert sein) (!Ein Nullwert ist immer ein Datenfehler) (!Ein Nullwert muss immer geschätzt werden) (!Ein Nullwert besitzt nie eine Einheit)




Warum wird ein Stichtag in einer Raumtabelle angegeben? (Damit erkennbar ist, für welchen Zeitpunkt der Wert gilt) (!Damit die Tabelle automatisch sortiert wird) (!Damit fehlende Werte zu null werden) (!Damit jede Schätzung zur Messung wird)





Memory

Nullwert gültiger Wert mit dem Zahlenwert null
Fehlwert kein verwendbarer Datenwert vorhanden
Schätzung angenäherter Wert mit offenzulegender Grundlage
Messung direkt beobachteter Wert an Ort und Zeitpunkt
Stichtag Zeitpunkt, für den eine Angabe gilt
Bezugsgebiet räumliche Einheit, auf die sich ein Wert bezieht





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Echter Nullwert 0,0 mm wurden gültig gemessen
Fehlwert Temperaturwert ist nicht verfügbar
Schätzwert Wert wurde aus Nachbarzeiten angenähert
Gebietswechsel Verwaltungsgrenze hat sich zwischen zwei Stichtagen verändert
Datenherkunft Quelle oder Bearbeitungsschritt eines Wertes






Kreuzworträtsel

Nullwert Wie heißt ein gültiger Datenwert mit dem Zahlenwert null?
Fehlwert Wie heißt eine Stelle ohne verfügbaren Datenwert?
Schätzung Wie heißt ein angenäherter statt direkt gemessener Wert?
Stichtag Wie heißt der festgelegte Zeitpunkt einer statistischen Angabe?
Metadaten Wie heißen Zusatzangaben zu Herkunft, Zeit, Einheit oder Status von Daten?
Bezugsgebiet Wie heißt die räumliche Einheit, für die ein Tabellenwert gilt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein gültig gemessener Wert von 0,0 mm ist ein

und kein Fehlwert. Fehlt eine verwendbare Beobachtung vollständig, wird sie als

gekennzeichnet. Ein angenäherter Wert wird als

ausgewiesen. Vor dem Vergleich zweier Bevölkerungszahlen muss geprüft werden, ob dasselbe

gilt. Die zeitliche Gültigkeit eines Wertes wird durch einen

oder Zeitraum beschrieben. Die Einheit einer Fläche kann zum Beispiel

sein. Eine aus Bevölkerung und Fläche berechnete Kennzahl ist die

. Angaben über Quelle, Status und Bearbeitung gehören zu den

. Wenn sich Verwaltungsgrenzen ändern, kann ein scheinbarer Zuwachs teilweise durch einen

entstehen. Eine transparente Tabelle macht ihre

sichtbar.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Nullwert erkennen: Erstelle vier eigene Mini-Beispiele, in denen jeweils ein echter Nullwert und ein fehlender Wert vorkommen. Erkläre den Unterschied in einem Satz.
  2. Tabellenprüfung: Markiere in Material B alle Stellen, an denen Messort, Zeitpunkt, Einheit und Status erkennbar sind.
  3. Datenlegende: Gestalte eine kleine Legende für die Codes M, 0M, E, F, B und R.
  4. Quellenzeile: Formuliere für drei Zeilen aus Material A eine vollständige Herkunftsangabe.


Standard

  1. Raumvergleich: Erstelle aus Material A eine eigene Vergleichstabelle für Quellental 2024 und 2025 auf gleicher Gebietsgrenze.
  2. Fehlerbericht: Schreibe einen kurzen Prüfbericht zu Material C und benenne mindestens drei Gründe, warum einzelne Zeilen nicht sofort vergleichbar sind.
  3. Wetterprotokoll: Entwirf ein Tabellenblatt für eine eintägige Schulhofmessung mit Ort, Zeit, Einheit, Status und Herkunft.
  4. Dateninterview: Befrage eine Person aus Schule, Verwaltung, Verein oder Betrieb dazu, wie dort fehlende Angaben gekennzeichnet werden. Dokumentiere nur freiwillig freigegebene Informationen.


Schwer

  1. Gebietsänderung analysieren: Entwickle ein eigenes Beispiel mit einer Grenzänderung und zeige, wie ein falscher und ein fachlich korrigierter Wachstumswert entstehen.
  2. Schätzregel entwickeln: Entwirf eine nachvollziehbare Regel, wann ein fehlender Wetterwert geschätzt werden darf und welche Kennzeichnung danach notwendig ist.
  3. Datenqualitätsaudit: Prüfe einen öffentlich zugänglichen Datensatz einer Behörde oder eines Museums auf Einheiten, Zeitbezug, räumliche Definition, Statuszeichen, Quellenangabe und Nutzungsrechte.
  4. Transparente Veröffentlichung: Erstelle eine kleine Karte, Tabelle oder Infografik aus eigenen oder offen lizenzierten Daten und füge Datenquelle, Bearbeitungshinweis, Unsicherheiten und Medienrechte hinzu.




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Lernkontrolle

  1. Grenzwechsel erklären: Zwei Tabellen nennen für dasselbe Gebiet unterschiedliche Bevölkerungszahlen. Entwickle ein Prüfverfahren, mit dem Du entscheidest, ob echte Bevölkerungsveränderung, ein Gebietswechsel oder beides vorliegt.
  2. Fehlwertstrategie begründen: Eine Mitschülerin möchte alle leeren Zellen durch null ersetzen. Erkläre anhand zweier unterschiedlicher Merkmale, welche Folgen das für Auswertung und Interpretation haben kann.
  3. Schätzung bewerten: Beurteile mit dem Prüfmodell dieses Kurses, ob die geschätzte Temperatur W4 für eine Schulhofgrafik verwendet werden darf. Begründe Dein Urteil und nenne mindestens eine Bedingung.
  4. Dichtevergleich prüfen: Eine Karte zeigt Dichten für zwei Jahre, aber die Gemeindegrenzen haben sich verändert. Beschreibe, welche zusätzlichen Informationen Du benötigst, bevor Du eine Entwicklung behauptest.
  5. Transfer auf Museumsdaten: Übertrage die Begriffe fehlend, geschätzt, gemessen und Herkunft auf die Museumstabelle und erläutere, warum Medienrechte eine zusätzliche Qualitätsdimension darstellen.
  6. Transparenzregel entwickeln: Formuliere fünf verbindliche Regeln für eine Tabelle, die von anderen Lernenden ohne Rückfrage überprüft werden können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst Nullwert, Fehlwert, Schätzung, Messung, Berechnung und direkte Registrierung fachlich unterscheiden.
  2. Du prüfst Einheiten, Stichtage, Zeiträume und Gebietsstände.
  3. Du berechnest Kennzahlen nur aus räumlich und zeitlich passenden Eingangswerten.
  4. Du kennzeichnest abgeleitete Werte, wenn geschätzte Eingangswerte enthalten sind.
  5. Du dokumentierst Datenherkunft und Bearbeitungsschritte.
  6. Du kannst eine Gebietsänderung von einer tatsächlichen zeitlichen Veränderung unterscheiden.
  7. Du formulierst Unsicherheiten sichtbar, statt sie zu verbergen.
  8. Du begründest offene Qualitätsurteile mit transparenten Prüfkriterien.
  9. Du beachtest bei veröffentlichten Daten und Bildern die konkrete Rechte- oder Lizenzangabe.




OERs zum Thema

Als ergänzende Orientierung zu räumlicher Datenqualität kann der Wikipedia-Artikel zu Datenqualität in GIS genutzt werden:



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