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Fahrerassistenz Sensorik und Fahrzeugsoftware – Kundinnen und Kunden über Grenzen informieren

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Fahrerassistenz Sensorik und Fahrzeugsoftware – Kundinnen und Kunden über Grenzen informieren

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Fahrerassistenz Sensorik und Fahrzeugsoftware – Kundinnen und Kunden über Grenzen informieren

Interaktiver Lernkurs für die Ausbildung in der Kfz-Mechatronik

Leitfrage: Was darfst Du Kundinnen und Kunden über Fahrerassistenzsysteme versprechen – und wo musst Du Grenzen erklären?

Zielgruppe: Auszubildende im Kfz-Gewerbe

Lernzeit: 60–90 Minuten inklusive Übungen

Material: Bilder, Fachvideos, simulierte Diagnosedaten und Werkstattfälle


Einleitung

Fahrerassistenzsysteme können warnen, bremsen und beim Lenken unterstützen. Sie sind jedoch nicht automatisch zum selbstständigen Fahren geeignet.

Merksatz: Assistenz ist kein Freibrief für Unaufmerksamkeit.

Video: ADAC – Assistenzsysteme im Auto: In diesen Situationen versagen sie (noch). Beobachte besonders Baustellen, Sensorgrenzen und unerwartete Systemreaktionen.

Sicherheitshinweis: Dieser Kurs ist ausschließlich für theoretisches und simulationsgestütztes Lernen bestimmt. Sicherheitsrelevante Fahrzeugarbeiten, Hochvoltsysteme, Rückhaltesysteme, Kalibrierungen und Fahrfreigaben bleiben entsprechend qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten. Verbindlich sind die aktuellen fahrzeugbezogenen Herstellervorgaben und geltenden Vorschriften. Der Kurs erteilt keine Zulassungs-, Reparatur- oder Fahrfreigabe. Führe keine eigenständigen Fahrversuche oder Sicherheitsprüfungen durch.


Deine Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du Sensorarten und ihre Grenzen erklären, simulierte Diagnoseinformationen bewerten, Vermutungen von gesicherten Befunden unterscheiden und ein sachliches Kundengespräch führen.


Lerneinheit 1: Unterstützen statt selbst fahren

Lernzeit: 6 Minuten

Beispiel einer ACC-Anzeige: Die Darstellung ist fahrzeugspezifisch.

Funktion Unterstützung Wichtige Grenze
ACC Geschwindigkeit und Abstand regeln Nicht jede Verkehrssituation wird sicher erkannt
Spurhalteassistent Vor Spurabweichung warnen oder lenkend unterstützen Fahrbahnmarkierungen können fehlen oder falsch interpretiert werden
Notbremsassistent Vor Kollisionen warnen oder Bremsungen auslösen Keine Garantie, jede Kollision zu verhindern

Basisfrage: Warum ersetzt ACC nicht Deine Beobachtung des Verkehrs?

Feedback: ACC ist eine begrenzte Unterstützungsfunktion. Besonders komplexe oder unerwartete Situationen können seine Möglichkeiten überschreiten.


Lerneinheit 2: Sensorik verstehen

Lernzeit: 8 Minuten

Historisches, fahrzeugspezifisches Systembeispiel: Radarbereiche blau, Stereokameras rot. Keine allgemeingültige Sensoranordnung.


Radar

Radar wird häufig zur Erfassung von Abständen und Relativgeschwindigkeiten eingesetzt. Verschmutzungen, ungünstige Reflexionen und bestimmte Umgebungsbedingungen können die Erfassung beeinträchtigen.


Kamera

Kameras liefern Bildinformationen, etwa für Fahrbahnmarkierungen und die Erkennung bestimmter Objekte. Blendung, Nebel, schlechte Markierungen und verdeckte Sichtfelder können ihre Funktion begrenzen.


Bildauswertung durch Software

Beispiel einer bildbasierten Fahrspurerkennung.

Die Fahrzeugsoftware interpretiert Sensordaten. Dabei können mehrere Quellen miteinander kombiniert werden. Diese Sensorfusion reduziert manche Unsicherheiten, beseitigt aber nicht alle Erkennungsgrenzen.

Mini-Aufgabe: Ordne zu: Radar – Kamera – Software. Welche Komponente misst, welche erkennt Bildmerkmale und welche verarbeitet Informationen?

Feedback: Radar liefert unter anderem Abstandsinformationen, Kameras liefern Bilddaten und Software wertet die Signale aus. Die konkrete Aufgabenteilung ist modellabhängig.


Lerneinheit 3: Anzeigen richtig erklären

Lernzeit: 5 Minuten

Beispiel einer Spurassistenz-Anzeige und eines entsprechenden Symbols. Die Bedeutung von Farben, Meldungen und Zuständen ist der jeweiligen Betriebsanleitung zu entnehmen.

Zustand Kundeninformation
Bereit Die Funktion kann unter den vorgesehenen Bedingungen verfügbar sein
Aktiv Die Funktion unterstützt innerhalb ihrer Grenzen
Eingeschränkt Die Unterstützung ist möglicherweise begrenzt
Nicht verfügbar Auf diese Funktion darf aktuell nicht vertraut werden

Wichtig: Eine fehlende Warnmeldung beweist weder vollständige Fehlerfreiheit noch die sichere Funktionsfähigkeit aller Assistenzsysteme.


Lerneinheit 4: Automatisierungslevel und Betriebsgrenzen

Lernzeit: 7 Minuten

Level Bedeutung Rolle des Menschen
1 Einzelne Fahraufgabe wird unterstützt Verantwortlich und überwachend
2 Längs- und Querführung können gleichzeitig unterstützt werden Ständig überwachen und eingriffsbereit sein
3 System übernimmt die Fahraufgabe innerhalb seines vorgesehenen Betriebsbereichs Bei vorgesehener Übernahmeaufforderung wieder übernehmen
4 Hochautomatisierte Bewältigung der Fahraufgabe innerhalb eines definierten Bereichs Keine menschliche Rückfallebene während des bestimmungsgemäßen Systembetriebs erforderlich

ODD bedeutet Operational Design Domain – der definierte Betriebsbereich eines automatisierten Fahrsystems.

Ein Level-3-System darf nur unter den hierfür genehmigten und vom Hersteller vorgesehenen Bedingungen bestimmungsgemäß genutzt werden. Funktionsumfang, Übernahmebedingungen und Zulassungsstatus müssen fahrzeugbezogen geprüft werden.

Entscheidungsfrage: Ein Kunde sagt: „Mein Auto lenkt und bremst selbst. Ich kann beim Fahren Nachrichten schreiben.“

Feedback: Diese Aussage ist bei Level 2 falsch. Gleichzeitige Längs- und Querführung bedeutet keine Erlaubnis, die Aufmerksamkeit vom Verkehr abzuwenden. Level-3-Regeln dürfen nicht auf Level 2 übertragen werden.


Lerneinheit 5: Fahrzeugsoftware und Werkstattgrenzen

Lernzeit: 7 Minuten

Symbolbeispiel für eine Störung der adaptiven Geschwindigkeitsregelung.

Steuergeräte verarbeiten Informationen, überwachen Systemzustände und speichern gegebenenfalls Diagnoseeinträge.

Ein Diagnoseeintrag ist ein Hinweis – keine fertige Ursachenanalyse.

Softwareupdates können Funktionen und Fehlerverhalten beeinflussen. Ein dokumentiertes Update beweist jedoch nicht die korrekte Funktion des gesamten Fahrerassistenzsystems.

Video: Bosch Mobility – ADAS-Kalibrierung der Zukunft. Beobachtungsauftrag: Warum sind Herstellerdaten, Fachausrüstung und Dokumentation erforderlich? Keine praktische Arbeitsanleitung für Lernende.

Die UN-Regelung Nr. 156 behandelt das Softwareupdate-Management. Für automatisierte Spurhaltesysteme ist unter anderem die UN-Regelung Nr. 157 relevant.

Werkstattregel: Diagnoseverfahren, Softwarestände, Kalibrieranforderungen und Nachweise sind fahrzeugbezogen durch qualifiziertes Fachpersonal anhand aktueller Herstellervorgaben zu beurteilen.


Lerneinheit 6: Ausbildungsfall – Assistenzsystem zeitweise nicht verfügbar

Lernzeit: 12 Minuten


Kundenauftrag

Eine Kundin berichtet:

„Bei Schneematsch erschien die Meldung, dass der Abstandstempomat nicht verfügbar ist. Später war die Warnung weg. Mein Auto fährt doch praktisch von selbst – kann ich mich darauf verlassen?“

Du erhältst einen vollständig erfundenen Diagnose-Datensatz. Er dient nur der Fehlereingrenzung auf dem Papier.


Diagnose-Datensatz A – Simulation

Information Ereignis A Ereignis B
Wetter laut Kundenbericht Schneematsch Trocken
ACC-Anzeige Nicht verfügbar Verfügbar
Kamera-Sichtqualitätsstatus Eingeschränkt Unauffällig
Radar-Erfassungsqualität Eingeschränkt Unauffällig
Kommunikationsstatus Unauffällig Unauffällig
Gespeicherter Ereignishinweis Zeitweise Funktionsbegrenzung Historischer Eintrag
Softwareversion Nicht dokumentiert Nicht dokumentiert

Alle Angaben und Statusbezeichnungen sind didaktisch erfunden. Es handelt sich um keine echten Diagnosecodes, Messwerte oder Herstellerspezifikationen.


Deine Fehlereingrenzung

Aufgabe A – Basis: Welche zwei Sensorinformationen fallen beim Ereignis A auf?

Aufgabe B – Anwendung: Begründe eine plausible Ursache für die vorübergehende Einschränkung.

Aufgabe C – Transfer: Welche Aussagen gegenüber der Kundin sind bereits zulässig, und welche bleiben offen?


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Beobachten: Vergleiche Wetter, Anzeige und Qualität beider Sensoren.

Hilfe 2 – Verknüpfen: Die Einschränkungen treten in derselben dokumentierten Situation auf. Überlege, ob die Umgebungsbedingungen dazu passen.

Hilfe 3 – Bewerten: Trenne eine plausible Sichtbeeinträchtigung von einem nachgewiesenen Sensordefekt. Was lässt sich ohne qualifizierte Prüfung nicht entscheiden?


Musterlösung und begründetes Feedback

Basis: Kamera und Radar melden eine eingeschränkte Qualität. Das ist korrekt, weil diese beiden Einträge die stärksten direkten Hinweise darstellen.

Anwendung: Schneematsch oder zeitweilig beeinträchtigte Sensorerfassung sind plausible Ursachen. Die Übereinstimmung von Wetter und Status stützt die Hypothese, beweist sie aber nicht.

Transfer: Du kannst erklären, dass ACC nur unter geeigneten Bedingungen unterstützt. Du darfst weder einen konkreten Defekt ausschließen noch vollständige Funktionsfähigkeit, autonomes Fahren oder eine Fahrfreigabe zusagen.

Fachliche Grenze: Die weitere fahrzeugbezogene Prüfung und jede sicherheitsrelevante Entscheidung liegen beim qualifizierten Fachpersonal.


Lerneinheit 7: Zwei kurze Werkstattfälle

Lernzeit: 7 Minuten

Fall Dokumentierter Hinweis Begründete Eingrenzung Offene Frage
B – Nach Scheibentausch Spurassistenz zeitweise nicht verfügbar; Kalibriernachweis fehlt Kalibrierstatus ist zu klären Welche Herstelleranforderungen gelten für dieses Fahrzeug?
C – Nach Softwareupdate Update als abgeschlossen gemeldet; Kundin berichtet weiterhin eine Störung Ein erfolgreicher Updateeintrag ersetzt keine Funktionsbewertung Welche Diagnose- und Herstellernachweise fehlen?

Feedback zu B: Ein fehlender Nachweis beweist nicht, dass eine Kalibrierung unterblieben ist. Er verhindert aber eine sichere Aussage über ihren dokumentierten Status.

Feedback zu C: Aus dem Abschluss eines Softwareupdates folgt nicht, dass jede beanstandete Funktion fehlerfrei arbeitet.

Gemeinsame Konsequenz: Keine Reparaturanweisung und keine Fahrfreigabe aus dem Kurs ableiten.


Lerneinheit 8: Das professionelle Kundengespräch

Lernzeit: 6 Minuten

Darstellung eines Spurwarnsystems. Nutze das Bild, um Unterstützung und menschliche Verantwortung auseinanderzuhalten.

Vier Schritte guter Kommunikation:

Schritt Aussage
Nutzen „Das System kann Sie unterstützen.“
Grenze „Bei schwierigen Bedingungen kann seine Erkennung eingeschränkt sein.“
Befund „Die dokumentierten Daten weisen auf eine zeitweise Einschränkung hin.“
Weiteres Vorgehen „Für eine abschließende Bewertung ist eine Prüfung nach Herstellervorgaben erforderlich.“

Rollenspiel: Eine Person spielt die Kundin, eine den Werkstattmitarbeiter. Erkläre in 45 Sekunden die Grenzen des ACC.

Begründetes Feedback: Eine gute Antwort nennt den Nutzen, erklärt die Einschränkung, unterscheidet Vermutung und Befund und vermeidet jede unbelegte Sicherheitszusage.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage trifft auf Level 2 zu? (Die fahrende Person muss das System ständig überwachen) (!Das Fahrzeug übernimmt jede Verantwortung) (!Die fahrende Person darf dauerhaft schlafen) (!Das Fahrzeug fährt unbegrenzt autonom)




Welche Information kann Radar häufig erfassen? (Abstand und Relativgeschwindigkeit) (!Die Absicht aller Verkehrsteilnehmer) (!Den Verschleiß aller Bremsbeläge) (!Die Aufmerksamkeit aller Passagiere)




Welcher Sensor liefert Bilddaten für die Fahrspurerkennung? (Kamera) (!Kraftstofftank) (!Anlasser) (!Lichtmaschine)




Was beschreibt die ODD? (Den definierten Betriebsbereich eines Fahrsystems) (!Die Garantie für autonomes Fahren überall) (!Die Größe des Diagnosegeräts) (!Den Fahrzeugverkaufspreis)




Was ist bei einer vorübergehenden Sichtbeeinträchtigung fachlich richtig? (Sie ist eine mögliche Erklärung für die Einschränkung) (!Ein Steuergerät ist damit eindeutig defekt) (!Jedes Assistenzsystem funktioniert weiterhin sicher) (!Eine vollständige Reparatur ist damit bestätigt)




Was bedeutet ein fehlender Diagnosefehlercode? (Eine Fehlerfreiheit ist damit nicht bewiesen) (!Eine Funktionsprüfung ist niemals erforderlich) (!Alle Sensoren sind garantiert kalibriert) (!Alle Fehlerursachen sind ausgeschlossen)




Was ist nach einem Scheibentausch bei betroffenen Kamerasystemen entscheidend? (Die fahrzeugbezogenen Herstellervorgaben) (!Eine beliebige allgemeine Kalibrierannahme) (!Allein der optische Eindruck) (!Die Fahrleistung des letzten Monats)




Was beweist ein dokumentiertes Softwareupdate allein? (Nicht die vollständige Fehlerfreiheit aller Assistenzfunktionen) (!Die sichere Erkennung sämtlicher Hindernisse) (!Die vollständige Kalibrierung aller Sensoren) (!Die unbegrenzte Zulassung zum autonomen Fahren)




Welche Formulierung ist gegenüber Kundinnen und Kunden angemessen? (Das System unterstützt innerhalb bestimmter Grenzen) (!Das System verhindert garantiert jeden Unfall) (!Das Fahrzeug fährt unter allen Bedingungen allein) (!Warnmeldungen dürfen grundsätzlich ignoriert werden)




Wer beurteilt sicherheitsrelevante Fahrzeugarbeiten und Fahrfreigaben? (Entsprechend qualifiziertes Fachpersonal nach verbindlichen Vorgaben) (!Jede lernende Person nach einem Onlinequiz) (!Automatisch jedes beliebige Diagnoseprogramm) (!Alle Kundinnen und Kunden ohne Fachprüfung)





Memory

Radar Abstand und Relativgeschwindigkeit
Frontkamera Bildbasierte Spurerkennung
ODD Definierter Betriebsbereich
Diagnoseeintrag Gespeicherter Systemhinweis
Kalibrierung Herstellergebundene Sensorausrichtung
Level zwei Ständige Fahrerüberwachung
Softwarestand Dokumentierte Programmversion





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Sensorfusion Kombination unterschiedlicher Sensordaten
Statusanzeige Information über einen Systemzustand
Zeitstempel Zeitpunkt eines dokumentierten Ereignisses
Herstellervorgabe Fahrzeugspezifische technische Anforderung
Kundenkommunikation Verständliche Erklärung von Nutzen und Grenzen





Kreuzworträtsel

RADAR Welcher Sensor erfasst häufig Abstände und Relativgeschwindigkeiten?
KAMERA Welches Bauteil liefert Bildinformationen für die Spurerkennung?
SOFTWARE Was verarbeitet und interpretiert Sensordaten in Steuergeräten?
KALIBRIERUNG Wie heißt die fachgerechte Ausrichtung beziehungsweise Anpassung eines Sensorsystems nach vorgeschriebenem Verfahren?
DIAGNOSE Wie heißt die systematische Eingrenzung einer technischen Beanstandung?
SPUR Was soll ein Spurhalteassistent unterstützen einzuhalten?





LearningApps

Die Suche kann weitere Übungen anzeigen. Deren fachliche Qualität und Nutzungsrechte sind gesondert zu prüfen.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Fahrerassistenzsystem dient der

beim Fahren.
Ein Radarsensor kann die

anderer erfasster Objekte bestimmen.
Für bildbasierte Fahrbahnmarkierungserkennung wird häufig eine

verwendet.
Bei Level zwei ist eine ständige

durch die fahrende Person erforderlich.
Die Abkürzung ODD bezeichnet einen definierten

.
Schneematsch kann die Erfassung eines

beeinträchtigen.
Ein Diagnoseeintrag ist zunächst ein technischer

.
Ein Softwareupdate ersetzt nicht automatisch eine fachgerechte

.
Nach bestimmten Arbeiten können laut Herstellervorgaben Prüfungen oder eine

erforderlich sein.
Eine abschließende sicherheitsrelevante Entscheidung gehört in die Hände von qualifiziertem

.



Offene Aufgaben


Leicht – Basisaufgaben

  1. Fahrerassistenzsystem: Gestalte eine Bildkarte zu ACC mit einer Unterstützung und zwei Grenzen.
  2. Radar: Beschrifte ein vereinfachtes Systembild und erkläre die Aufgabe des Sensors.
  3. Spurhalteassistent: Entwirf drei Warnhinweise für ein Kundengespräch.
  4. Automatisiertes Fahren: Formuliere den Unterschied zwischen Level zwei und Level drei in eigenen Worten.

Feedbackkriterien: Fachbegriffe sind korrekt; Unterstützung und Grenzen werden klar getrennt; keine uneingeschränkten Sicherheitsversprechen.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Fahrzeugdiagnose: Erstelle eine Tabelle zum simulierten Diagnose-Datensatz A mit Beobachtung, Hypothese und offener Frage.
  2. Sensorfusion: Entwickle ein Poster, das Radar, Kamera und Software miteinander verbindet.
  3. Kundenberatung: Nimm ein einminütiges Beratungsgespräch über die Grenzen eines Abstandstempomaten auf.
  4. Fahrzeugsoftware: Vergleiche die Aussagen „Update abgeschlossen“ und „Funktion nachweislich geprüft“ anhand des Falles C.

Feedbackkriterien: Die Deutung stützt sich auf dokumentierte Informationen; alternative Erklärungen bleiben möglich; fehlende Nachweise werden benannt.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Fehlerdiagnose: Entwickle für Fall B ein begründetes Entscheidungsschema zur Weitergabe an qualifiziertes Fachpersonal, ohne selbst technische Arbeiten vorzunehmen.
  2. Verkehrssicherheit: Analysiere eine reale Herstellerbeschreibung eines Assistenzsystems auf mögliche missverständliche Erwartungen und belege Deine Aussagen.
  3. Medienkompetenz: Produziere ein Erklärvideo über drei typische Grenzen von Fahrerassistenzsystemen unter Verwendung selbst erstellter oder nachweislich lizenzierter Materialien.
  4. Kfz-Mechatronik: Plane eine simulierte Werkstatt-Kundenbesprechung mit Befunddokumentation, Unsicherheiten, Herstellernachweisen und klarer Zuständigkeitsgrenze.

Feedbackkriterien: Die Lösungen wägen Risiken ab, nennen belastbare Quellen, unterscheiden Hypothese und Nachweis und vermeiden unzulässige Reparatur- oder Fahrfreigaben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die folgenden Aufgaben schriftlich und begründe jede Entscheidung.

  1. Fahrerassistenzsystem: Warum kann ein zeitweilig korrekt arbeitendes System in einer anderen Umgebung eingeschränkt sein? Erkläre den Zusammenhang zwischen Sensorqualität, Software und Situation.
  2. Fehlerdiagnose: Zwei Sensoren melden gleichzeitig eine eingeschränkte Qualität. Entwickle zwei plausible Hypothesen und erkläre, welche Informationen zu ihrer Unterscheidung fehlen.
  3. Automatisiertes Fahren: Ein Kunde verwechselt Level zwei mit Level drei. Formuliere eine fachlich korrekte Erklärung der unterschiedlichen Überwachungs- und Übernahmebedingungen.
  4. Fahrzeugsoftware: Bewerte die Behauptung, ein erfolgreich abgeschlossenes Update garantiere vollständige Funktionsfähigkeit. Nenne die Grenzen dieser Aussage.
  5. Kundenkommunikation: Verfasse eine verständliche Antwort auf die Beanstandung aus Datensatz A und erkläre, welche sicherheitsrelevanten Aussagen Du ausdrücklich nicht treffen darfst.
  6. Werkstattorganisation: Begründe, warum nach bestimmten Eingriffen Herstellerinformationen, qualifiziertes Fachpersonal und dokumentierte Nachweise entscheidend sein können.

Bewertungsmaßstab: Gute Antworten verbinden technische Informationen mit nachvollziehbaren Schlussfolgerungen und benennen ausdrücklich bestehende Unsicherheiten.


Lernnachweis

Dein Lernnachweis umfasst einen kurzen Fachbericht zum Ausbildungsfall A, eine begründete Fehlereingrenzung, ein schriftliches Kundengespräch, eine Reflexion der Sicherheitsgrenzen und ein Quellenverzeichnis.

Kriterium Anteil
Fachlich richtige Erklärung der Assistenzgrenzen 25 Prozent
Begründete Auswertung der simulierten Diagnosedaten 25 Prozent
Verständliche und ehrliche Kundenkommunikation 25 Prozent
Sicherheitsbewusstsein und korrekte Quellenangaben 25 Prozent

Mindestanforderung: Keine Aussage darf aus einer bloßen Vermutung eine gesicherte Fehlerursache oder Fahrfreigabe machen.

Der Lernnachweis bescheinigt ausschließlich erworbene theoretische Lernkompetenzen und keine Qualifikation für sicherheitsrelevante Arbeiten oder Freigabeentscheidungen.


OERs zum Thema


Fachliche Quellen

  1. ADAC – Grenzen moderner Fahrerassistenzsysteme: Praxisbeispiele und typische Wahrnehmungsgrenzen.
  2. ADAC – Fahrerassistenzsysteme im Überblick: Funktionen und Anwendungsbedingungen.
  3. ADAC – Automatisierungslevel: Unterscheidung assistierter und automatisierter Fahrfunktionen.
  4. UNECE – UN-Regelung Nr. 157: Anforderungen an Automated Lane Keeping Systems.
  5. UNECE – UN-Regelung Nr. 156: Softwareupdates und deren Management.
  6. EU-Verordnung 2019/2144: Rechtlicher Rahmen für verschiedene Fahrzeugsicherheitssysteme.
  7. Bosch Automotive Aftermarket – Fahrerassistenzsysteme: Fachinformationen zur professionellen ADAS-Kalibrierung.

Quellenhinweis: Allgemeine Quellen ersetzen keine aktuellen fahrzeug-, ausstattungs- und softwarestandspezifischen Herstellervorgaben. Geltungsbereich und aktuellen Rechtsstand prüfen.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Die folgenden Bilddateien stammen aus Wikimedia Commons. Lizenzbedingungen, Urhebernennung und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen sind zu beachten.

Medium Urheber beziehungsweise Quelle Lizenz
Adaptive Cruise Control.jpg Nozilla CC BY-SA 3.0
Lexus Pre-Collision System frontal.jpg Altair78 / Tim Wang, Bearbeitung CC BY-SA 2.0
ACC Sensor.jpg Nozilla CC BY-SA 3.0
Lane Guidance Camera PCB.jpg Binarysequence CC BY-SA 3.0
Lane Detection Example.jpg Vidyakv CC BY-SA 4.0
Lane Assist.jpg Nozilla CC BY-SA 3.0
ISO 7000 - Ref-No 3128.svg Mrmw, Vektorisierung Gemeinfrei
ISO 7000 - Ref-No 2581.svg Mrmw, Vektorisierung CC0
Lane Departure Warning.jpg Ford Motor Company CC BY 2.0

Videonachweise: „Assistenzsysteme im Auto: In diesen Situationen versagen sie (noch)“ vom ADAC und „ADAS Kalibrierung der Zukunft“ von Bosch Mobility sind über ihre überprüften YouTube-Seiten eingebunden. Die Einbettung macht diese Videos nicht zu frei lizenzierten OER. Die Videos dürfen nicht ohne entsprechende Rechte heruntergeladen, verändert oder weiterveröffentlicht werden. YouTube-Nutzungsbedingungen, Einbettungserlaubnis und Verfügbarkeit beachten.

Didaktische Eigenmaterialien: Alle Diagnose-Datensätze und Werkstattfälle dieses Kurses sind fiktive Lernbeispiele, keine echten Fahrzeugmessungen oder technischen Freigaben.


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