Evangelium nach Matthäus, Kapitel 6 - Übersetzung nach Habermas


Evangelium nach Matthäus, Kapitel 6 - Übersetzung nach Habermas
Einleitung
Evangelium nach Matthäus, Kapitel 6 / Übersetzung nach Habermas ist ein aiMOOC zur Auslegung von Matthäus Kapitel 6 im Neuen Testament. Im Zentrum stehen die Themen Gebet, Vaterunser, Almosen, Fasten, Gerechtigkeit, Schatz im Himmel, Mammon, Sorge und die Frage, wie religiöse Praxis glaubwürdig, kommunikativ und verantwortungsvoll verstanden werden kann. Der Zusatz Übersetzung nach Habermas wird in diesem Lernkurs als philosophisch-hermeneutische Perspektive verstanden: Der biblische Text wird nicht nur nach seinem religiösen Sinn gefragt, sondern auch danach, wie er öffentliche Anerkennung, innere Aufrichtigkeit, Kommunikation, Diskurs, Ethik und gesellschaftliche Verantwortung berührt. Dabei wird nicht behauptet, Jürgen Habermas habe selbst eine kanonische Bibelübersetzung verfasst; vielmehr geht es um eine didaktische Übertragung und Deutung im Licht zentraler Begriffe wie kommunikatives Handeln, Öffentlichkeit, Diskursethik, Vernunft und Religion in der Moderne.
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Das Bild zeigt eine Seite des Codex Sinaiticus, eines sehr alten griechischen Bibelcodex, in dem auch Abschnitte aus Matthäus 6 überliefert sind. Für das Verständnis des Kapitels ist wichtig: Der Text gehört zur Bergpredigt, also zu einer großen Lehrrede Jesu im Evangelium nach Matthäus. Matthäus 6 fragt danach, wie Menschen handeln, beten, verzichten, besitzen und sorgen, wenn sie ihr Leben vor Gott, vor anderen Menschen und vor sich selbst verantworten.
Thema und Lernziele
In diesem aiMOOC lernst Du, Matthäus 6 in seinem biblischen Zusammenhang zu verstehen und zugleich eine philosophische Perspektive einzunehmen. Du untersuchst, wie der Text zwischen äußerer religiöser Darstellung und innerer Wahrhaftigkeit unterscheidet. Du vergleichst religiöse Aussagen mit Fragen moderner Gesellschaft, Medienkultur und Öffentlichkeit. Besonders wichtig ist die Frage: Was bedeutet es, wenn religiöse Praxis nicht auf Selbstdarstellung, sondern auf Wahrhaftigkeit, Vertrauen und verantwortliches Handeln zielt?
Nach der Bearbeitung kannst Du:
- Matthäus 6 als Teil der Bergpredigt einordnen.
- die Themen Almosen, Gebet, Vaterunser, Fasten, Schatz im Himmel und Sorge erklären.
- den Gegensatz zwischen äußerer Anerkennung und innerer Wahrhaftigkeit erläutern.
- die Perspektive einer Übersetzung nach Habermas als diskursive, philosophische Deutung beschreiben.
- Verbindungen zwischen Bibel, Ethik, Religionsunterricht, Philosophie und Medienbildung herstellen.
- eigene Positionen zu Glaubwürdigkeit, Konsum, Solidarität, Gebet und öffentlicher Religion formulieren.
Biblischer Kontext: Matthäus 6 in der Bergpredigt
Matthäus 6 steht in der Mitte der Bergpredigt, die im Evangelium nach Matthäus die Kapitel Matthäus 5, Matthäus 6 und Matthäus 7 umfasst. Die Bergpredigt beginnt mit den Seligpreisungen und entfaltet anschließend eine Ethik, die nicht allein auf äußere Regelbefolgung zielt, sondern auf eine erneuerte innere Haltung. Gerechtigkeit bedeutet hier nicht bloß, gesellschaftlich korrekt zu wirken. Sie wird als Beziehung zu Gott, zu den Mitmenschen und zu sich selbst verstanden.

In Matthäus 6 verschiebt sich der Blick auf konkrete religiöse Praktiken. Jesus spricht über Almosen, Gebet und Fasten. Diese Handlungen waren im antiken Judentum bekannte Formen religiöser Frömmigkeit. Der Text kritisiert sie nicht grundsätzlich. Kritisiert wird vielmehr eine Praxis, die vor allem gesehen werden will. Der zentrale Gegensatz lautet: Handeln Menschen vor Gott oder inszenieren sie sich vor Menschen? Diese Frage bleibt auch in einer modernen Welt relevant, in der Anerkennung, Sichtbarkeit und soziale Bewertung durch soziale Medien, Statussymbole und öffentliche Meinung stark wirken.
Aufbau von Matthäus 6
Matthäus 6 lässt sich in mehrere Sinnabschnitte gliedern. Jeder Abschnitt behandelt eine Spannung zwischen äußerer Erscheinung und innerer Orientierung.
- Almosen im Verborgenen: Wohltätigkeit soll nicht zur Bühne persönlicher Selbstdarstellung werden.
- Gebet und Vaterunser: Gebet soll nicht als religiöse Vorführung verstanden werden, sondern als vertrauensvolle Ausrichtung auf Gott.
- Fasten im Verborgenen: Verzicht soll nicht zur moralischen Selbstinszenierung werden.
- Schätze im Himmel: Der Text fragt, woran das Herz eines Menschen hängt.
- Das Auge als Licht des Leibes: Wahrnehmung, Orientierung und innere Klarheit werden miteinander verbunden.
- Gott und Mammon: Niemand kann zugleich zwei letzten Loyalitäten dienen.
- Vom Sorgen: Vertrauen auf Gott wird der lähmenden Sorge entgegengestellt, ohne verantwortliches Handeln aufzuheben.
Matthäus 6,5-21 als Schwerpunkt
Der im Video besonders hervorgehobene Abschnitt Matthäus 6,5-21 verbindet drei Themen: Gebet, Fasten und Schatz im Himmel. Diese Themen zeigen, dass der Text nicht bei einer privaten Frömmigkeit stehen bleibt. Es geht um die Frage, welche Orientierung das Leben eines Menschen prägt.
Beim Gebet warnt der Text vor einer Form religiöser Rede, die nicht wirklich auf Gott ausgerichtet ist, sondern auf Beifall. Beim Vaterunser wird dann ein Gegenmodell entfaltet: ein knappes, gemeinschaftliches und vertrauensvolles Gebet. Beim Fasten wird eine religiöse Praxis beschrieben, die gerade nicht durch demonstrative Leidensmiene Aufmerksamkeit sucht. Bei den Schätzen im Himmel wird schließlich nach dem Zentrum des Menschen gefragt: Wo Dein Schatz ist, da ist auch Dein Herz.
Diese Aussage ist für eine philosophische Deutung besonders wichtig. Sie verbindet Ethik, Anthropologie und Gesellschaftskritik. Der Mensch wird nicht nur durch das bestimmt, was er besitzt, sondern durch das, woran er sein Herz bindet. In einer konsumorientierten Gesellschaft kann diese Frage lauten: Welche Dinge, Ziele, Bilder, Plattformen oder Anerkennungssysteme bestimmen mein Leben?
Die Perspektive einer Übersetzung nach Habermas
Eine Übersetzung nach Habermas kann in diesem aiMOOC als Versuch verstanden werden, religiöse Sprache in eine moderne, diskursfähige Sprache zu übertragen. Jürgen Habermas hat sich in seinem Werk mit kommunikativem Handeln, Öffentlichkeit, Vernunft, Demokratie und dem Verhältnis von Religion und säkularer Gesellschaft beschäftigt. Für die Auslegung von Matthäus 6 bedeutet das: Der Text wird nicht nur als private Glaubenslehre gelesen, sondern als Beitrag zur Frage, wie Menschen wahrhaftig sprechen, handeln und miteinander leben können.
In dieser Perspektive erhält Matthäus 6 eine besondere Aktualität. Der Text kritisiert eine religiöse Praxis, die auf Anerkennung und Wirkung zielt. In moderner Sprache könnte man sagen: Der Text kritisiert strategisches Handeln dort, wo kommunikative Wahrhaftigkeit nötig wäre. Wer betet, fastet oder hilft, um gesehen zu werden, verwandelt eine Beziehung in eine Inszenierung. Wer aber im Verborgenen handelt, entzieht seine Praxis dem Zwang der öffentlichen Bewertung.
Das bedeutet nicht, dass Religion vollständig privat sein müsse. Vielmehr wird unterschieden zwischen öffentlicher Verantwortung und öffentlicher Selbstdarstellung. Religiöse Praxis kann gesellschaftlich wirksam sein, wenn sie solidarisch, ehrlich, dialogfähig und gerecht bleibt. Sie verliert ihre Glaubwürdigkeit, wenn sie andere Menschen manipuliert oder nur dem eigenen Ansehen dient.
Religiöse Praxis und Öffentlichkeit
Matthäus 6 beginnt mit der Warnung, die eigene Gerechtigkeit nicht vor den Menschen zu üben, um von ihnen gesehen zu werden. Diese Warnung ist kein Verbot öffentlicher Verantwortung. Sie ist eine Kritik an der Absicht, religiöse oder moralische Praxis als Bühne zu nutzen. Entscheidend ist nicht allein, was jemand tut, sondern auch, warum und in welcher Haltung es geschieht.
Für die Gegenwart lässt sich diese Frage auf soziale Medien, Influencer-Kultur, Spendenkampagnen, politische Kommunikation und öffentliche Moral übertragen. Hilfe kann notwendig öffentlich sein, etwa wenn Aufmerksamkeit für Notlagen geschaffen wird. Problematisch wird sie, wenn Bedürftige nur als Mittel zur Selbstdarstellung dienen. Der Text fordert daher eine Prüfung der Motive: Dient die Handlung dem Guten oder vor allem der eigenen Wirkung?
Das Vaterunser als Zentrum
Das Vaterunser steht im Zentrum von Matthäus 6,5-15. Es ist eines der bekanntesten Gebete des Christentums und verbindet Gottesbeziehung, Weltverantwortung und menschliche Bedürftigkeit. Die Anrede Gottes als Vater stellt Vertrauen her. Die Bitte um das tägliche Brot erinnert an konkrete Lebensgrundlagen. Die Bitte um Vergebung verbindet das Verhältnis zu Gott mit dem Verhältnis zu anderen Menschen. Die Bitte um Bewahrung vor Versuchung zeigt, dass der Mensch nicht völlig aus eigener Kraft lebt.

In einer habermasnahen Deutung kann das Vaterunser als Gegenbild zu leerer religiöser Selbstdarstellung verstanden werden. Es ist knapp, gemeinschaftlich und existenziell. Es macht den Menschen nicht groß, sondern stellt ihn in Beziehung: zu Gott, zu anderen Menschen, zu Schuld, Vergebung, Bedürftigkeit und Hoffnung. Es ist daher nicht nur ein religiöser Text, sondern auch ein Sprachmodell: Es zeigt, wie eine Sprache aussehen kann, die nicht manipuliert, sondern verbindet.
Fasten: Verzicht ohne Inszenierung
Fasten ist in vielen Religionen eine Form der Besinnung, der Selbstprüfung und der Konzentration auf Wesentliches. In Matthäus 6,16-18 wird nicht das Fasten selbst kritisiert, sondern dessen demonstrative Zurschaustellung. Wer fastet, soll daraus keine öffentliche Bühne machen. Diese Aussage lässt sich auf viele moderne Formen des Verzichts übertragen: nachhaltiger Konsum, digitale Auszeiten, bewusste Ernährung oder Engagement für Klimaschutz können wertvoll sein. Sie werden jedoch fragwürdig, wenn sie nur dazu dienen, sich moralisch überlegen zu präsentieren.
Der Text fordert eine Ethik der inneren Stimmigkeit. Verzicht soll helfen, freier zu werden, nicht andere zu beschämen. Er soll den Blick auf Gott, Mitmenschen und das Wesentliche öffnen. So wird Fasten zu einer Praxis der Freiheit gegen die Herrschaft von Konsum, Vergleich und Anerkennungsdruck.
Schätze im Himmel und die Frage nach dem Herzen
Matthäus 6,19-21 stellt irdische und himmlische Schätze gegenüber. Irdische Schätze können vergehen, gestohlen werden oder ihre Bedeutung verlieren. Himmlische Schätze stehen für Werte, die nicht einfach zerstört werden können: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Vertrauen, Solidarität, Wahrhaftigkeit und Liebe. Der entscheidende Satz lautet sinngemäß: Wo der Schatz eines Menschen ist, dort ist auch sein Herz.
Diese Aussage ist nicht nur religiös, sondern auch anthropologisch stark. Sie beschreibt den Menschen als Wesen der Bindung. Wir werden geprägt durch das, was wir begehren, worauf wir hoffen und wofür wir Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit einsetzen. In einer modernen Deutung fragt der Text: Welche Systeme gewinnen mein Herz? Geld, Ruhm, Sicherheit, Erfolg, Likes, Kontrolle oder eine Lebensform, die auf Gerechtigkeit und Vertrauen ausgerichtet ist?
Gott und Mammon
Matthäus 6,24 spricht von Gott und Mammon. Mammon bezeichnet nicht einfach Geld als neutrales Mittel, sondern Geld und Besitz, wenn sie zur bestimmenden Macht werden. Der Text sagt nicht, dass wirtschaftliches Handeln grundsätzlich böse sei. Er warnt davor, dass Besitz zu einer letzten Loyalität werden kann. Dann bestimmt nicht mehr der Mensch den Umgang mit Geld, sondern Geld bestimmt den Menschen.
In einer gesellschaftlichen Deutung berührt dieser Satz Fragen nach Kapitalismus, Konsum, sozialer Ungleichheit, Arbeitswelt, Armut und Wohlstand. Der Text fordert, wirtschaftliche Mittel nicht mit dem Sinn des Lebens zu verwechseln. Er eröffnet damit eine ethische Kritik an jeder Ordnung, in der Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität dem Profit untergeordnet werden.
Vom Sorgen: Vertrauen und Verantwortung
Der letzte Abschnitt von Matthäus 6 spricht vom Sorgen. Dabei geht es nicht um verantwortungsloses Nichtstun. Der Text fordert nicht, Nahrung, Kleidung, Zukunft und Sicherheit zu ignorieren. Er unterscheidet vielmehr zwischen verantwortlicher Vorsorge und lähmender Sorge. Sorge wird problematisch, wenn sie den Menschen vollständig beherrscht und das Vertrauen zerstört.
Der Blick auf Vögel und Lilien ist poetisch und theologisch zugleich. Er erinnert daran, dass Leben mehr ist als Kontrolle. Menschen sind verletzlich und angewiesen. In moderner Sprache kann man sagen: Der Text unterbricht eine Logik permanenter Selbstoptimierung. Er lädt dazu ein, Verantwortung zu übernehmen, ohne sich selbst zum absoluten Sicherungszentrum des Lebens zu machen.
Hermeneutik: Wie kann man den Text heute lesen?
Hermeneutik bedeutet die Kunst und Theorie des Verstehens. Bei einem biblischen Text wie Matthäus 6 sind mehrere Ebenen wichtig. Eine historische Ebene fragt nach dem antiken Kontext. Eine literarische Ebene fragt nach Aufbau, Sprache und Motiven. Eine theologische Ebene fragt nach Gottesbild, Menschenbild und Glaubenspraxis. Eine ethische Ebene fragt nach Orientierung für heutiges Handeln. Eine philosophische Ebene fragt nach Vernunft, Öffentlichkeit und Kommunikation.
Die Übersetzung nach Habermas kann als Brücke zwischen religiöser Sprache und moderner Reflexion verstanden werden. Sie versucht, den Sinn des Textes so zu erschließen, dass auch Menschen ohne kirchliche Bindung diskutieren können, welche ethischen Impulse darin liegen. Dabei bleibt wichtig: Eine Übersetzung oder Deutung darf den biblischen Text nicht beliebig machen. Sie muss am Text selbst, an seinem Kontext und an nachvollziehbaren Gründen orientiert bleiben.
Gegenwartsbezug: Selbstdarstellung, Anerkennung und digitale Kultur
Matthäus 6 ist für Medienbildung besonders ergiebig. Viele Aussagen des Kapitels kreisen um Sichtbarkeit. Menschen tun Gutes, beten, fasten oder verzichten und können dabei in Versuchung geraten, daraus eine Identitätsinszenierung zu machen. Moderne digitale Räume verstärken diese Dynamik: Likes, Followerzahlen, Kommentare und öffentliche Reaktionen können zu Maßstäben werden, an denen Menschen ihren Wert messen.
Der Text fordert zu einer kritischen Frage heraus: Was bleibt von meinem Handeln, wenn niemand zusieht? Diese Frage ist nicht gegen Öffentlichkeit gerichtet, sondern gegen Abhängigkeit von öffentlicher Bewertung. Sie hilft, zwischen echtem Engagement und bloßer Wirkung zu unterscheiden. Gerade deshalb kann Matthäus 6 im Religionsunterricht, in Ethik, Philosophie und politischer Bildung produktiv diskutiert werden.
Zusammenfassung
Matthäus 6 ist ein Schlüsseltext der Bergpredigt. Er behandelt religiöse Praxis, innere Haltung und Lebensausrichtung. Die Themen Almosen, Gebet, Vaterunser, Fasten, Schatz im Himmel, Mammon und Sorge zeigen, dass Glaube nicht bloß aus sichtbaren Handlungen besteht. Entscheidend ist die Orientierung des Herzens. In einer Übersetzung nach Habermas wird dieser Text als Impuls für wahrhaftige Kommunikation, kritische Öffentlichkeit und verantwortliche Lebensführung gelesen. Er fragt: Handle ich, um gesehen zu werden, oder handle ich aus einer Wahrheit, die auch ohne Applaus trägt?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Zu welcher größeren Rede gehört Matthäus 6 im Evangelium nach Matthäus? (Bergpredigt) (!Abschiedsrede) (!Tempelrede) (!Pfingstpredigt)
Welches Gebet steht im Zentrum von Matthäus 6,5-15? (Vaterunser) (!Magnificat) (!Credo) (!Psalmgebet)
Was kritisiert Matthäus 6 besonders an religiöser Praxis? (Selbstdarstellung) (!Stille) (!Barmherzigkeit) (!Vergebung)
Was bedeutet der Begriff Mammon im Zusammenhang von Matthäus 6? (Besitz als beherrschende Macht) (!Ein römischer Statthalter) (!Ein jüdisches Fest) (!Ein Gebirge in Galiläa)
Was meint der Ausdruck Schätze im Himmel vor allem? (Bleibende Werte vor Gott) (!Versteckte Münzen) (!Astronomische Zeichen) (!Politische Herrschaft)
Welche religiöse Praxis wird in Matthäus 6 neben Gebet und Almosen thematisiert? (Fasten) (!Pilgern) (!Opfern) (!Predigen)
Was ist in diesem aiMOOC mit Übersetzung nach Habermas gemeint? (Eine philosophisch diskursive Deutung) (!Eine amtliche Kirchenübersetzung) (!Eine mittelalterliche Handschrift) (!Eine archäologische Methode)
Welche Frage passt besonders gut zu Matthäus 6,1-18? (Warum tue ich das Gute?) (!Wie baue ich einen Tempel?) (!Wer gewinnt einen Krieg?) (!Welche Sprache spricht Rom?)
Welche moderne Herausforderung lässt sich gut mit Matthäus 6 verbinden? (Anerkennungsdruck in sozialen Medien) (!Berechnung von Sternbahnen) (!Herstellung von Papyrus) (!Römische Münzprägung)
Was unterscheidet verantwortliche Vorsorge von lähmender Sorge? (Vertrauen trotz realer Verantwortung) (!Ablehnung jeder Planung) (!Flucht vor allen Aufgaben) (!Gleichgültigkeit gegenüber Not)
Memory
| Vaterunser | gemeinschaftliches Gebet |
| Mammon | beherrschender Besitz |
| Fasten | Verzicht ohne Inszenierung |
| Almosen | Hilfe für Bedürftige |
| Schatz | Orientierung des Herzens |
| Sorge | Angst vor der Zukunft |
| Diskurs | begründete Verständigung |
| Hermeneutik | Kunst des Verstehens |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Almosen | Hilfe ohne Selbstdarstellung |
| Gebet | Vertrauen statt religiöser Show |
| Vaterunser | gemeinsame Sprache vor Gott |
| Fasten | Verzicht ohne moralische Bühne |
| Schatz | Bindung des Herzens |
| Mammon | Geld als letzte Macht |
| Sorge | Angst zwischen Kontrolle und Vertrauen |
...
Kreuzworträtsel
| Bergpredigt | Zu welcher Rede gehört Matthäus 6? |
| Vaterunser | Welches zentrale Gebet steht in Matthäus 6? |
| Mammon | Welcher Begriff steht für Besitz als beherrschende Macht? |
| Fasten | Welche Praxis bedeutet religiösen Verzicht? |
| Herz | Was ist dort, wo auch der Schatz ist? |
| Diskurs | Wie nennt man begründete öffentliche Verständigung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffsklärung: Erstelle ein Glossar mit zehn Begriffen aus Matthäus 6, zum Beispiel Gebet, Fasten, Almosen, Mammon, Sorge und Schatz.
- Textverständnis: Fasse Matthäus 6,5-21 in eigenen Worten zusammen, ohne den Bibeltext wörtlich abzuschreiben.
- Bildimpuls: Beschreibe das Bild zur Bergpredigt von Carl Bloch und erkläre, wie es die Lehrsituation Jesu darstellt.
- Alltagsbezug: Notiere drei Situationen, in denen Menschen Gutes tun könnten, um gesehen zu werden, und drei Situationen, in denen Hilfe still geschieht.
Standard
- Vergleich: Vergleiche die Themen Gebet, Fasten und Almosen. Erkläre, was sie gemeinsam haben und worin sie sich unterscheiden.
- Medienanalyse: Untersuche, wie soziale Medien Anerkennung erzeugen. Verbinde Deine Beobachtungen mit der Kritik an Selbstdarstellung in Matthäus 6.
- Vaterunser: Erkläre die Bitten des Vaterunser in heutiger Sprache und achte darauf, keine bloße Nacherzählung zu schreiben.
- Diskursethik: Formuliere Regeln für ein Gespräch über Religion, in dem gläubige, zweifelnde und nichtreligiöse Menschen respektvoll miteinander sprechen können.
Schwer
- Hermeneutik: Entwickle eine eigene Deutung von Matthäus 6,19-24 und erkläre, wie Besitz, Herz und Freiheit zusammenhängen.
- Philosophie und Religion: Erläutere, wie eine Übersetzung nach Habermas religiöse Sprache in eine öffentliche, diskutierbare Sprache übertragen kann.
- Projektarbeit: Plane eine Unterrichtssequenz oder einen Workshop zum Thema Wahrhaftigkeit statt Selbstdarstellung.
- Transfer: Schreibe einen Essay zur Frage, ob Matthäus 6 eine Kritik moderner Konsum- und Aufmerksamkeitskultur enthält.

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Lernkontrolle
- Deutungskompetenz: Erkläre, warum Matthäus 6 nicht einfach religiöse Praxis ablehnt, sondern nach der Haltung hinter der Praxis fragt.
- Transferleistung: Wende die Aussage über Schätze im Himmel auf eine heutige Entscheidungssituation an, etwa Berufswahl, Konsum oder digitale Selbstdarstellung.
- Urteilskompetenz: Beurteile, ob öffentliches Spenden grundsätzlich problematisch ist, und entwickle Kriterien für glaubwürdige Solidarität.
- Vergleichskompetenz: Vergleiche das Vaterunser mit einer modernen Form politischer oder persönlicher Selbstverpflichtung.
- Philosophische Reflexion: Erkläre, inwiefern Habermas Begriffe wie Öffentlichkeit, Diskurs und kommunikatives Handeln helfen können, Matthäus 6 heute zu verstehen.
- Gestaltungskompetenz: Entwirf eine kleine Kampagne gegen Anerkennungsdruck, die den Grundgedanken von Matthäus 6 kreativ aufnimmt.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Fakten wiedergibst, sondern den Zusammenhang zwischen Bibeltext, Auslegung und Gegenwart verstehst. Dein Lernnachweis kann als Portfolio, Präsentation, Essay, Podcast, Video, Lernplakat oder digitales Lernprodukt gestaltet werden.
Wichtig sind folgende Bestandteile:
- Sachkompetenz: Du ordnest Matthäus 6 in die Bergpredigt und das Evangelium nach Matthäus ein.
- Textkompetenz: Du erklärst zentrale Motive wie Gebet, Vaterunser, Fasten, Mammon, Sorge und Schatz.
- Hermeneutische Kompetenz: Du zeigst, wie ein alter religiöser Text in heutige Fragen übersetzt werden kann.
- Philosophische Kompetenz: Du nutzt Begriffe wie Diskurs, Öffentlichkeit, Kommunikation und Anerkennung sachgerecht.
- Urteilskompetenz: Du formulierst eine begründete eigene Position zu Selbstdarstellung, Konsum, Sorge und Wahrhaftigkeit.
- Medienkompetenz: Du gehst kritisch mit Bildern, Videos, Bibelübersetzungen und digitalen Deutungen um.
- Gestaltungskompetenz: Du präsentierst Deine Ergebnisse klar, kreativ und nachvollziehbar.
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