Zum Inhalt springen

Entwurfszeichnungen für Schmiedearbeiten - Schmied

Aus MOOCsWiki Staging

Entwurfszeichnungen für Schmiedearbeiten - Schmied




Entwurfszeichnungen für Schmiedearbeiten - Schmied


Einleitung

Eine gute Entwurfszeichnung verbindet die gestalterische Idee mit der späteren Herstellung. Bei Schmiedearbeiten muss sie nicht nur zeigen, wie ein Werkstück aussehen soll. Sie muss außerdem erkennen lassen, welche Formen schmiedbar sind, welche Halbzeuge benötigt werden, wie Bauteile gefügt werden und an welchen Stellen Maße, Anschlüsse oder Befestigungen besonders wichtig sind.

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im Schmiede- und Metallhandwerk, besonders an Lernende der Fachrichtung Metallgestaltung. Du lernst, einen Auftrag zu erfassen, Ideenskizzen zu entwickeln, Ansichten und Schnitte auszuwählen, Maße fachgerecht einzutragen und eine Gestaltung in verwertbare Werkstattunterlagen zu überführen.

Nach der Bearbeitung kannst Du:

  1. Auftragsklärung: Anforderungen, Einbausituation und Gestaltungswünsche erfassen.
  2. Freihandskizze: mehrere Varianten schnell und verständlich darstellen.
  3. Technisches Zeichnen: Ansichten, Schnitte, Linienarten, Maßstäbe und Bemaßungen anwenden.
  4. Schmiedegerechte Gestaltung: Formen, Querschnitte, Übergänge und Verbindungen fertigungsgerecht planen.
  5. Arbeitsplanung: Zeichnungen mit Stückliste, Materialermittlung und Arbeitsfolge verbinden.
  6. Qualitätssicherung: Entwurfs- und Fertigungsunterlagen systematisch prüfen.


Bedeutung in der Ausbildung

Das Lesen, Anfertigen und Anwenden technischer Unterlagen gehört zur beruflichen Handlungskompetenz. In der Fachrichtung Metallgestaltung werden unter anderem Schmiedefeuer und schmiedbare Werkstoffe gehandhabt, Schmiedeteile manuell oder maschinell hergestellt, Werkzeuge eingesetzt und Bauteile montiert. Eine belastbare Zeichnung hilft Dir dabei, diese Tätigkeiten selbstständig zu planen, durchzuführen und zu kontrollieren.

Eine Entwurfszeichnung ist dabei noch nicht automatisch eine vollständige Fertigungszeichnung. Sie kann bewusst gestalterische Varianten zeigen. Für die Herstellung müssen jedoch alle notwendigen Angaben in einer Werkstatt-, Einzelteil- oder Detailzeichnung ergänzt werden.


Vom Auftrag zur fertigungsgerechten Zeichnung

Der Zeichnungsprozess beginnt nicht mit einer schönen Linie, sondern mit einer eindeutigen Aufgabenstellung. Kläre zuerst Funktion, Einbauort, Abmessungen, gewünschte Wirkung, Werkstoff, Oberfläche, Budget, Termin und rechtliche oder bauliche Vorgaben.

  1. Aufmaß: Du erfasst vorhandene Maße, Winkel, Höhen, Befestigungspunkte und mögliche Abweichungen am Einbauort.
  2. Ideenskizze: Du entwickelst mehrere Lösungen, ohne Dich zu früh auf Details festzulegen.
  3. Vorentwurf: Du wählst eine Variante aus und prüfst Proportion, Rhythmus, Funktion und Herstellbarkeit.
  4. Entwurfszeichnung: Du stellst die Gesamtwirkung maßstäblich und nachvollziehbar dar.
  5. Ausarbeitung: Du ergänzt Ansichten, Schnitte, Einzelteile, Werkstoffe, Maße und Verbindungen.
  6. Arbeitsvorbereitung: Du leitest Stückliste, Materialbedarf, Schablonen und Arbeitsfolge ab.
  7. Änderungsmanagement: Du dokumentierst Korrekturen mit Datum und Änderungsstand.

Ein Auftrag für ein Geländer benötigt beispielsweise andere Unterlagen als ein einzelner Kerzenhalter. Bei einem Geländer sind Einbaumaße, Anschlusspunkte, Teilungen und Sicherheitsanforderungen entscheidend. Bei einem Einzelstück können Formverlauf, Schwerpunkt, Standfestigkeit und Oberflächenwirkung stärker im Vordergrund stehen.


Zeichnungsarten und ihre Aufgaben

Zeichnungsart Aufgabe Typischer Inhalt
Freihandskizze schnelle Entwicklung oder Erklärung Formidee, Bewegung, Proportion, kurze Notizen
Aufmaßskizze Dokumentation einer vorhandenen Situation Ist-Maße, Winkel, Anschlüsse, Bezugspunkte
Entwurfszeichnung Darstellung der gewählten Gestaltung Gesamtform, Hauptmaße, Materialwirkung, Einbaubezug
Gesamtzeichnung Übersicht über das vollständige Werk Baugruppen, Positionsnummern, Gesamtmaße
Einzelteilzeichnung eindeutige Herstellung eines Bauteils Form, Fertigmaße, Ausgangsquerschnitt, Werkstoff, Bearbeitung
Detailzeichnung Vergrößerung einer wichtigen Stelle Verbindung, Übergang, Lochung, Niet, Anschlusspunkt
Schablone unmittelbare Formübertragung Kurven, Schnecken, Bögen oder Ornamente häufig im Maßstab 1:1

Eine anschauliche räumliche Darstellung unterstützt Kundengespräche und die Formfindung. Die Werkstatt benötigt zusätzlich eindeutige orthogonale Ansichten und Maße.


Schmiedegerechte Gestaltung

Eine schmiedegerechte Gestaltung nutzt die Möglichkeiten des warmen Umformens. Material soll nicht nur wie eine beliebige Kontur aussehen, sondern einen nachvollziehbaren Formfluss besitzen. Übergänge können zeigen, wie der Werkstoff gereckt, gestaucht, abgesetzt, gebogen, gelocht, gespalten oder tordiert wurde.

Wichtige Gestaltungsmerkmale sind:

  1. Proportion: Verhältnis von Höhe, Breite, Materialstärke und Zwischenräumen.
  2. Rhythmus: Wiederholung und Variation von Stäben, Bögen, Blättern oder Voluten.
  3. Symmetrie: bewusste Spiegelung oder gezielte Abweichung.
  4. Materialgerechtigkeit: Form und Querschnitt passen zu Werkstoff und Umformverfahren.
  5. Formübergang: Verjüngungen, Verdickungen und Absätze verlaufen kontrolliert.
  6. Funktion: Griff, Haken, Tor, Geländer oder Leuchter erfüllt seine Aufgabe sicher.
  7. Fügung: Nieten, Bünde, Durchsteckungen, Verschraubungen oder Schweißverbindungen sind konstruktiv eingeplant.
  8. Oberfläche: Hammerschlag, Zunderbild, Bürstung und Beschichtung werden gestalterisch berücksichtigt.

Zu enge Innenradien, unzugängliche Verbindungsstellen oder abrupte Querschnittssprünge können die Herstellung erschweren. Prüfe deshalb jede Form nicht nur optisch, sondern auch anhand der vorgesehenen Werkzeuge, Erwärmungen, Spannmöglichkeiten und Arbeitsfolgen.


Ansichten, Projektion und Schnitte

Die Hauptansicht soll die Form und Funktion möglichst eindeutig zeigen. Ergänzend werden Draufsicht und Seitenansicht verwendet. In Europa ist bei technischen Zeichnungen häufig die Projektionsmethode nach dem ersten Winkel anzutreffen. Maßgeblich sind jedoch die im Betrieb und in der Schule eingeführten aktuellen Zeichnungsregeln.

Eine räumliche oder perspektivische Darstellung vermittelt die Gesamtwirkung, ersetzt aber keine eindeutige Fertigungsdarstellung. Bei komplexen Bauteilen können mehrere Ansichten oder ein Schnitt notwendig sein.

Ein Schnitt ist besonders nützlich, wenn ein Querschnitt, eine Bohrung, eine Durchsteckung, ein Bund, eine verdeckte Nietverbindung oder ein Anschluss nicht eindeutig sichtbar ist. Schnittflächen werden schraffiert. Die Lage der Schnittebene und die Blickrichtung müssen klar gekennzeichnet sein.


Maßstab, Zeichnungsformat und Schriftfeld

Der Maßstab beschreibt das Verhältnis zwischen Zeichnung und wirklichem Werkstück.

  1. 1:1 bedeutet natürliche Größe.
  2. 1:2 oder 1:5 bedeutet verkleinerte Darstellung.
  3. 2:1 bedeutet vergrößerte Darstellung eines kleinen Details.

Große Tore oder Geländer werden meist verkleinert dargestellt. Geschmiedete Schnecken, Bögen, Ornamente oder wiederkehrende Motive werden häufig zusätzlich auf einer Schablone im Maßstab 1:1 ausgearbeitet. So kannst Du die warme Form direkt kontrollieren.

Das Schriftfeld enthält mindestens Benennung, Zeichnungsnummer, Name, Datum und Maßstab. Je nach Betrieb kommen Werkstoff, Blattnummer, Änderungsindex, Allgemeintoleranz, Oberflächenangabe oder Freigabevermerk hinzu. Bei einem Ausdruck aus dem CAD-System muss kontrolliert werden, ob wirklich im angegebenen Maßstab gedruckt wurde.


Linienarten

Linien haben in einer technischen Zeichnung unterschiedliche Bedeutungen. Eine übliche Grundzuordnung ist:

Linienart Typische Verwendung
Breite Volllinie sichtbare Kanten und Umrisse
Schmale Volllinie Maßlinien, Maßhilfslinien, Hinweislinien und Schraffuren
Schmale Strichlinie verdeckte Kanten und verdeckte Umrisse
Schmale Strichpunktlinie Mittellinien, Symmetrieachsen und Teilkreise
Freihandlinie oder Zickzacklinie begrenzte Ansicht oder Bruchdarstellung

Verwende Linien konsequent. Eine sichtbare Außenkante darf nicht wie eine Maßlinie wirken. Achsen sollen über die Kontur hinausreichen, und verdeckte Kanten werden nur eingetragen, wenn sie für das Verständnis notwendig sind.


Bemaßung für Schmiedearbeiten

Eine Zeichnung wird zwar maßstäblich angelegt, die Fertigung richtet sich jedoch nach den eingetragenen Maßen. Maße dürfen deshalb nicht einfach mit dem Lineal aus einer Zeichnung entnommen werden. Entscheidend sind Maßzahl, Bezug und gegebenenfalls Toleranz.

Eine gute Bemaßung ist vollständig, eindeutig und fertigungsgerecht. Sie enthält weder unnötige Doppelmaße noch widersprüchliche Maßketten. Für Schmiedearbeiten können besonders wichtig sein:

  1. Gesamtbreite und Gesamthöhe.
  2. Achs-, Teilungs- und Befestigungsmaße.
  3. Ausgangsquerschnitt des Halbzeugs.
  4. Endquerschnitt oder gewünschte Verjüngung.
  5. Radien, Durchmesser, Winkel und Bogenlagen.
  6. Lage von Löchern, Schlitzen, Absätzen oder Nietstellen.
  7. Einbau-, Funktions- und Kontrollmaße.
  8. Bezugslinien für unsymmetrische Formen.

Ein Maß soll dort stehen, wo es für die Herstellung oder Prüfung gebraucht wird. Bei symmetrischen Werkstücken kann eine Symmetrieachse die Darstellung vereinfachen. Bei freien organischen Formen können Hilfsraster, Koordinaten, Radienfolgen oder eine Schablone zweckmäßiger sein als eine überladene Maßkette.


Werkstoff, Halbzeug und Materialermittlung

Schreibe in einer Fertigungsunterlage nicht nur allgemein „Eisen“. Gib den vorgesehenen Werkstoff nach betrieblicher Vorgabe sowie Form und Abmessung des Ausgangsmaterials an, zum Beispiel Rundstahl, Vierkantstahl, Flachstahl, Blech oder Rohr.

Beim Schmieden verändert sich der Querschnitt. Durch Recken wird ein Werkstück länger und dünner, durch Stauchen kürzer und dicker. Deshalb ist die Fertiglänge nicht automatisch die benötigte Zuschnittlänge. Zusätzlich können Besäumzugaben, Trennverluste, Probierstücke und Schmiedeverluste zu berücksichtigen sein.

Verwende keinen pauschalen Zuschlag ohne Begründung. Ermittle den Bedarf durch Volumenbetrachtung, Probestück, Erfahrungswert des Betriebs oder dokumentierte Vergleichswerte. Bei komplizierten Formen ist ein Versuchsstück häufig zuverlässiger als eine scheinbar genaue Schätzung.

Eine Stückliste kann folgende Angaben enthalten:

Position Menge Benennung Werkstoff Halbzeug Zuschnitt oder Rohmaß Bemerkung
Beispiel Beispiel Beispielbauteil nach Vorgabe Querschnitt und Form ermitteltes Rohmaß Bearbeitung oder Oberfläche


Fertigungsplanung aus der Zeichnung

Eine Zeichnung soll mit der tatsächlichen Arbeitsfolge zusammenpassen. Teile das Gesamtwerk in sinnvolle Einzelteile oder Baugruppen. Lege anschließend fest, welche Bauteile zuerst hergestellt, wann sie geprüft und in welcher Reihenfolge sie verbunden werden.

  1. Positionierung: Bauteile werden mit eindeutigen Positionsnummern bezeichnet.
  2. Umformfolge: Erwärmungen und Schmiedeschritte werden sinnvoll geordnet.
  3. Hilfswerkzeug: Gesenke, Dorne, Schablonen, Lehren oder Biegevorrichtungen werden eingeplant.
  4. Fügen: Verbindungen werden mit Zugänglichkeit, Wärmeeinfluss und Montagefolge abgestimmt.
  5. Prüfen: Kontrollmaße und Lehren werden vor der Endmontage festgelegt.
  6. Oberflächenbehandlung: Entzundern, Bürsten, Schleifen, Beschichten oder Konservieren wird berücksichtigt.
  7. Montage: Anschlusspunkte und Einbaubezüge werden mit dem Aufmaß verglichen.

Bei maschinellem Schmieden muss die Zeichnung zusätzlich zur geplanten Maschine, zum Gesenk und zur sicheren Handhabung des Werkstücks passen.


Entwurf, Probestück und Überarbeitung

Bei anspruchsvollen Schmiedearbeiten ist der erste Entwurf selten die endgültige Lösung. Ein Probestück kann zeigen, wie stark sich ein Querschnitt beim Recken verändert, ob eine Schnecke harmonisch ausläuft oder ob eine Verbindung montagegerecht ist.

Dokumentiere die Ergebnisse:

  1. Welche Maße wurden erreicht?
  2. Wo weicht das Werkstück vom Entwurf ab?
  3. Welche Werkzeugfolge war geeignet?
  4. Welche Materialzugabe war notwendig?
  5. Muss die Zeichnung, Schablone oder Stückliste geändert werden?

Jede freigegebene Änderung erhält einen nachvollziehbaren Änderungsstand. Alte und neue Fassung dürfen in der Werkstatt nicht verwechselt werden.


Analoge und digitale Zeichenwerkzeuge

Für Freihandskizzen und Werkstattzeichnungen eignen sich Bleistift, Radiergummi, Lineal, Geodreieck, Zirkel, Kurvenlineal, Maßband und Zeichenkarton. Für große Ornamente kann auf einer ebenen Platte, einem Reißboden oder einer geeigneten Schablonenfläche im Maßstab 1:1 gearbeitet werden.

CAD-Programme erleichtern Varianten, Symmetrien, Wiederholungen, Bemaßungen und Änderungen. Sinnvoll sind getrennte Ebenen für Kontur, Achsen, Maße, Schraffur, Text und Hilfskonstruktion. Automatische Fangpunkte und Spiegelungen sparen Zeit, müssen aber kontrolliert werden.

Eine digital erzeugte Zeichnung ist nicht automatisch richtig. Prüfe vor der Freigabe mindestens Maßstab, Einheiten, Linienbreiten, Schriftgröße, Ansichtsbezug, Druckbereich und ein bekanntes Kontrollmaß.


Qualitätsprüfung der Zeichnung

Prüffrage Qualitätsmerkmal
Ist die Form eindeutig? notwendige Ansichten und Schnitte sind vorhanden
Kann das Werkstück gefertigt werden? Umformwege, Werkzeugzugang und Fügefolge sind plausibel
Sind alle wichtigen Maße vorhanden? Funktions-, Fertigungs-, Einbau- und Kontrollmaße sind nachvollziehbar
Sind Werkstoff und Halbzeug eindeutig? Werkstoffbezeichnung, Querschnitt und Ausgangsform sind angegeben
Stimmen Zeichnung und Stückliste überein? Benennungen, Positionen und Mengen passen zusammen
Ist der Änderungsstand klar? Datum, Index und Freigabe sind erkennbar
Ist der Ausdruck verwendbar? Maßstab, Lesbarkeit und Blattaufteilung wurden geprüft

Eine Zeichnungsprüfung sollte möglichst von einer zweiten Person durchgeführt werden. In der Werkstatt gilt: Unklare Angaben werden vor der Fertigung geklärt und nicht stillschweigend interpretiert.


Praxisbeispiel: geschmiedeter Wandhaken

Für einen geschmiedeten Wandhaken könnte der Zeichnungssatz aus folgenden Unterlagen bestehen:

  1. Eine Freihandskizze mit drei Formvarianten.
  2. Eine Entwurfszeichnung mit Gesamtproportion und gewünschter Wirkung.
  3. Eine Aufmaßangabe zum vorgesehenen Befestigungsort.
  4. Eine Einzelteilzeichnung mit Ausgangsquerschnitt, Fertigmaßen und Biegeradien.
  5. Eine Detailzeichnung der Befestigungsbohrung oder Nietverbindung.
  6. Eine Schablone für den Hakenverlauf im Maßstab 1:1.
  7. Eine Stückliste mit Grundkörper, Befestigungsteil und Verbindungsmitteln.
  8. Eine Arbeitsfolge mit Recken, Absetzen, Biegen, Lochen und Oberflächenbehandlung.
  9. Ein Prüfplan mit Lochabstand, Gesamthöhe, Ausladung und Sichtprüfung.

Die endgültige Ausführung erfolgt nur an einem eingerichteten Arbeitsplatz, mit geeigneter persönlicher Schutzausrüstung und unter Beachtung der betrieblichen Sicherheitsregeln.


Häufige Fehler und Verbesserungen

Fehler Mögliche Folge Verbesserung
Nur eine dekorative Ansicht Herstellung bleibt unklar Ansichten, Schnitte und Einzelteile ergänzen
Maße aus dem Bild geschätzt Bauteile passen nicht zusammen verbindliche Maßzahlen und Bezugspunkte eintragen
Ausgangs- und Fertigquerschnitt verwechselt falscher Materialzuschnitt Rohmaß und Fertigmaß eindeutig unterscheiden
Zu enge Radien Form ist mit vorgesehenem Werkzeug kaum herstellbar Radius durch Probe oder Schablone prüfen
Verbindung erst nachträglich gewählt schlechte Zugänglichkeit oder unruhige Gestaltung Fügung bereits im Entwurf integrieren
Stückliste und Zeichnung haben verschiedene Bezeichnungen Verwechslungen in der Werkstatt Positionsnummern und Benennungen abgleichen
CAD-Ausdruck ohne Maßstabskontrolle Schablone oder Kontrollmessung ist falsch bekanntes Kontrollmaß nachmessen


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Hauptaufgabe hat eine Entwurfszeichnung für Schmiedearbeiten? (Sie verbindet Gestaltungsidee und planbare Ausführung) (!Sie ersetzt jede weitere Fertigungsunterlage) (!Sie dient ausschließlich als Schmuckbild) (!Sie legt nur die Oberflächenfarbe fest)




Welche Unterlage dokumentiert Maße einer vorhandenen Einbausituation? (Aufmaßskizze) (!Stückliste) (!Oberflächenprobe) (!Werkzeugkarte)




Welche Linie kennzeichnet typischerweise sichtbare Kanten? (Breite Volllinie) (!Schmale Strichpunktlinie) (!Schmale Strichlinie) (!Freihandlinie)




Was bedeutet der Maßstab 1 zu 1? (Zeichnung und Werkstück sind gleich groß) (!Die Zeichnung ist halb so groß) (!Die Zeichnung ist doppelt so groß) (!Alle Maße werden verdoppelt)




Warum darf ein Fertigungsmaß nicht nur aus der Zeichnung abgemessen werden? (Die eingetragene Maßzahl ist verbindlich) (!Jede Zeichnung ist absichtlich verzerrt) (!Maßlinien haben keine Bedeutung) (!Werkstücke werden immer ohne Maße gefertigt)




Welche Angabe gehört in eine Stückliste? (Position und Menge eines Bauteils) (!Farbe des Zeichenstifts) (!Name des verwendeten Hammers) (!Temperatur des Zeichenraums)




Wozu dient eine Schnittdarstellung? (Sie zeigt innere oder verdeckte Formmerkmale) (!Sie ersetzt alle Maßzahlen) (!Sie zeigt nur die Oberflächenfarbe) (!Sie vergrößert automatisch das Werkstück)




Wofür ist eine Schablone im Maßstab 1 zu 1 besonders geeignet? (Zum Kontrollieren von Bögen und Ornamenten) (!Zum Berechnen der Raumtemperatur) (!Zum Kennzeichnen der Werkzeugkiste) (!Zum Ersetzen der Stückliste)




Wie sollte ein Schmiedeverlust berücksichtigt werden? (Durch begründete Erfahrungswerte oder Versuche) (!Durch einen immer gleichen beliebigen Zuschlag) (!Durch Weglassen der Materialermittlung) (!Durch Verdoppeln aller Fertigmaße)




Was muss bei einem CAD-Ausdruck kontrolliert werden? (Der tatsächliche Druckmaßstab) (!Die Lautstärke des Computers) (!Die Farbe der Tastatur) (!Die Anzahl geöffneter Programme)





Memory

Entwurfszeichnung Gestaltungsidee und Gesamtlösung
Aufmaßskizze vorhandene Einbausituation
Schriftfeld Verwaltungsdaten der Zeichnung
Strichpunktlinie Achse und Symmetrie
Schnittdarstellung innerer Aufbau
Schablone Formübertragung in Originalgröße
Stückliste Bauteile und Materialien
Änderungsindex dokumentierter Bearbeitungsstand





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Verwendung
Breite Volllinie sichtbare Werkstückkante
Schmale Volllinie Maßlinie
Schmale Strichlinie verdeckte Werkstückkante
Schmale Strichpunktlinie Symmetrieachse
Schraffur geschnittene Fläche





Kreuzworträtsel

Entwurf Wie heißt die ausgearbeitete gestalterische Vorstufe einer Fertigungszeichnung?
Maßstab Welcher Begriff bezeichnet das Größenverhältnis zwischen Zeichnung und Werkstück?
Schablone Welche Vorlage überträgt eine Kontur häufig in Originalgröße?
Schriftfeld Wo stehen Zeichnungsnummer, Datum, Name und Maßstab?
Bemaßung Wie heißt die vollständige Eintragung der erforderlichen Maße?
Stückliste Welche Übersicht nennt Positionen, Mengen, Werkstoffe und Halbzeuge?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine schnelle Darstellung der ersten Formidee heißt

. Eine Zeichnung der vorhandenen Einbausituation wird als

bezeichnet. Das Verhältnis zwischen Zeichnung und wirklicher Größe nennt man

. Sichtbare Kanten werden üblicherweise mit einer

dargestellt. Achsen und Symmetrien erscheinen als

. Eine Darstellung des inneren Aufbaus heißt

. Verbindlich für die Herstellung ist die eingetragene

. Eine Vorlage in Originalgröße wird als

verwendet. Bauteile und Materialangaben werden in einer

zusammengefasst. Korrekturen werden durch einen neuen

dokumentiert.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Formensammlung: Fotografiere oder skizziere fünf geschmiedete Alltagsgegenstände und markiere Symmetrie, Rhythmus und Formübergänge.
  2. Variantenzeichnung: Entwickle drei unterschiedliche Freihandskizzen für einen einfachen Wandhaken.
  3. Linienartenblatt: Zeichne ein kleines Übungswerkstück mit sichtbaren Kanten, verdeckten Kanten, Achse, Maßlinien und Schraffur.
  4. Aufmaßübung: Vermesse unter Anleitung ein vorhandenes Metallbauteil und fertige eine beschriftete Aufmaßskizze an.


Standard

  1. Entwurfsmappe: Erstelle für einen Kerzenhalter eine Anforderungsliste, drei Varianten und einen begründeten Vorentwurf.
  2. Schablonenarbeit: Übertrage eine geschwungene Kontur im Maßstab 1:1 auf Karton und prüfe ihren Verlauf mit einer Vergleichskurve.
  3. Einzelteilzeichnung: Fertige eine vollständig bemaßte Zeichnung eines einfachen geschmiedeten Bauteils mit Schriftfeld an.
  4. Materialplanung: Erstelle zu Deinem Bauteil eine Stückliste und begründe Rohmaß, Zuschnitt und erforderliche Zugaben.


Schwer

  1. Geländerfeldprojekt: Entwickle ein Geländerfeld mit Gesamtzeichnung, Einzelteilen, Anschlussdetails, Stückliste und Änderungsindex.
  2. Probestückanalyse: Fertige unter fachlicher Aufsicht ein Probestück an, vergleiche es mit der Zeichnung und dokumentiere notwendige Korrekturen.
  3. CAD-und-Handzeichnung: Erstelle denselben Entwurf von Hand und digital, drucke ihn maßstäblich aus und bewerte Unterschiede in Lesbarkeit und Änderbarkeit.
  4. Kundenpräsentation: Präsentiere zwei technisch machbare Entwurfsvarianten, begründe Gestaltung, Fertigungsweg, Materialwahl und voraussichtlichen Aufwand.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fehleranalyse: Du erhältst eine unvollständige Zeichnung eines geschmiedeten Gitters. Ermittle fehlende Ansichten, Maße, Werkstoffangaben und Verbindungsdetails und begründe Deine Ergänzungen.
  2. Variantenvergleich: Vergleiche zwei optisch ähnliche Ornamente hinsichtlich Materialfluss, Werkzeugzugang, Zahl der Erwärmungen und Eignung für eine Serienfertigung.
  3. Änderungsauftrag: Ein Einbaumaß wird nachträglich kleiner. Beschreibe, welche Zeichnungen, Stücklistenpositionen, Schablonen und Kontrollmaße geändert werden müssen.
  4. Darstellungsentscheidung: Wähle für ein Bauteil Hauptansicht, Nebenansicht, Schnitt und Maßstab aus und begründe jede Entscheidung.
  5. Materialermittlung: Entwickle ein Verfahren, mit dem Du das Rohmaß eines verjüngten Schmiedeteils ohne unbegründeten Pauschalzuschlag bestimmst.
  6. Qualitätssicherung: Erstelle einen Prüfplan, der Zeichnungsprüfung, Probestück, Zwischenkontrolle, Endmaßprüfung und Änderungsdokumentation verbindet.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Bestandteile wichtig:

  1. Auftragsanalyse: Anforderungen, Funktion, Einbausituation und Randbedingungen sind nachvollziehbar erfasst.
  2. Ideenentwicklung: Mehrere Varianten zeigen eine eigenständige gestalterische Auseinandersetzung.
  3. Entwurfsbegründung: Die ausgewählte Lösung wird mit Funktion, Proportion und Herstellbarkeit begründet.
  4. Zeichnungssatz: Gesamtzeichnung, notwendige Ansichten, Schnitte, Einzelteile und Details sind vollständig.
  5. Bemaßungsqualität: Maße sind eindeutig, widerspruchsfrei und fertigungsgerecht angeordnet.
  6. Werkstoffplanung: Werkstoff, Halbzeug, Rohmaße und Materialermittlung sind dokumentiert.
  7. Stückliste: Positionen, Mengen und Benennungen stimmen mit der Zeichnung überein.
  8. Arbeitsplanung: Umform-, Füge-, Prüf- und Oberflächenfolge ist plausibel.
  9. Schablone oder Lehre: Eine geeignete Kontrollhilfe wurde entwickelt und korrekt angewendet.
  10. Änderungsdokumentation: Überarbeitungen sind mit Änderungsstand und Begründung nachvollziehbar.
  11. Reflexion: Abweichungen, Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten werden fachlich bewertet.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen