Elektropneumatik und Elektrohydraulik – Relaissteuerungen im Simulator untersuchen
Elektropneumatik und Elektrohydraulik – Relaissteuerungen im Simulator untersuchen
Kurzbeschreibung: Du untersuchst Kontaktlogik und Selbsthaltung einer Relaissteuerung zuerst im elektrischen Steuerkreis und überträgst sie anschließend auf elektropneumatische und elektrohydraulische Leistungsteile. Du arbeitest in kurzen Lerneinheiten mit Funktionsanimationen, Schaltbildern, einem konkreten Ausbildungsfall und sicheren Fehlersimulationen.
Zielgruppe: Ausbildung in Mechatronik, Elektronik, Industriemechanik und verwandten Metall- und Elektroberufen.
Sicherheitsrahmen: Alle Schalt-, Fehler- und Diagnoseaufgaben dieses Kurses sind für einen Simulator oder ein druckloses Ausbildungsmodell formuliert. Reale Arbeiten an druckbeaufschlagten pneumatischen oder hydraulischen Anlagen, reale Druckprüfungen und Eingriffe in gespeicherte Energie dürfen nur nach betrieblicher Freigabe, Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung sowie durch fachlich geeignete, beauftragte Personen bzw. unter fachkundiger Aufsicht erfolgen.
Einleitung
Ein elektrischer Steuerkreis entscheidet, wann ein Aktor arbeiten soll. Pneumatik oder Hydraulik stellt die Energie für die Bewegung bereit. Ein Relais verbindet beide Ebenen: Seine Spule wird elektrisch angesteuert; seine Kontakte schalten weitere elektrische Strompfade, zum Beispiel die Magnetspule eines Wegeventils.

In diesem Kurs lernst Du vor allem den Signalweg: STOP → START oder Selbsthaltekontakt → Relaisspule → Ventilspule → Wegeventil → Zylinder. Der Schwerpunkt liegt nicht auf schnellem Verdrahten, sondern auf begründetem Lesen, Simulieren und Diagnostizieren.
Lernziele
| Nach dem Kurs kannst Du ... | Nachweis |
|---|---|
| Schließer, Öffner, Spule und Hilfskontakt im Stromlaufplan deuten. | Signalweg markieren und Schaltzustände begründen. |
| eine Relais-Selbsthaltung im Simulator erklären. | START, Haltezweig und STOP logisch beschreiben. |
| elektrischen Steuerteil und fluidischen Leistungsteil trennen. | Fehlerursachen systematisch einem Teilbereich zuordnen. |
| typische Fehler gefahrlos simulieren. | Soll-/Ist-Zustände vergleichen und Messpunkte begründen. |
| gespeicherte Druck- und Bewegungsenergie als Gefährdung erkennen. | sichere Freigabebedingungen formulieren. |
| die Relaislogik von Elektropneumatik auf Elektrohydraulik übertragen. | Gemeinsamkeiten und Unterschiede fachlich begründen. |
Kurze Lerneinheiten
| Einheit | Fokus | Richtzeit |
|---|---|---|
| 1 | Relais und Kontaktlogik lesen | 8 min |
| 2 | Selbsthaltung verstehen | 10 min |
| 3 | Elektropneumatischen Ausbildungsfall simulieren | 12 min |
| 4 | Fehler sicher diagnostizieren | 15 min |
| 5 | Logik auf Elektrohydraulik übertragen | 10 min |
| 6 | Energiezustände und sichere Freigabe beurteilen | 10 min |
Lerneinheit 1: Relais und Kontaktlogik
Ein Relais ist ein elektrisch betätigter Schalter. Wird die Spule K1 erregt, ändern die zu K1 gehörenden Kontakte ihren Zustand. Ein Schließer ist in Ruhestellung offen und schließt bei Betätigung. Ein Öffner ist in Ruhestellung geschlossen und öffnet bei Betätigung.

Kontaktlogik lesen: Kontakte in Reihe wirken für den Strompfad wie eine UND-Bedingung. Parallele Zweige ermöglichen alternative Strompfade und entsprechen in einfacher Kontaktlogik einer ODER-Verknüpfung.
Mini-Auftrag: Erstelle im Simulator einen Steuerstromkreis mit Versorgung, STOP-Öffner S0, START-Schließer S1 und Relaisspule K1. Beobachte nur den Zustand von K1. Noch keine Druckversorgung anschließen.
Lerneinheit 2: Selbsthaltung
Bei der Selbsthaltung liegt ein eigener K1-Schließer parallel zum START-Taster S1. Drückst Du START, zieht K1 an. Dadurch schließt der K1-Hilfskontakt und bildet einen zweiten Stromweg. Nach dem Loslassen von START bleibt K1 erregt. Betätigst Du STOP, wird der gemeinsame Strompfad unterbrochen und K1 fällt ab.
| Zustand | S0 STOP | S1 START | K1-Hilfskontakt | K1-Spule |
|---|---|---|---|---|
| Ruhe | geschlossen | offen | offen | aus |
| START gedrückt | geschlossen | geschlossen | schließt | ein |
| START losgelassen | geschlossen | offen | geschlossen | ein |
| STOP gedrückt | offen | beliebig | fällt anschließend ab | aus |
Merksatz: Die Selbsthaltung speichert keinen Druck. Sie speichert einen elektrischen Schaltzustand, solange die Versorgung und der Freigabepfad bestehen.
Schaltbild lesen statt raten

Verfolge bei jeder Diagnose denselben Pfad: Versorgung → STOP → START/Selbsthaltezweig → K1-Spule → Rückleiter. Erst wenn K1 logisch korrekt arbeitet, prüfst Du die Ansteuerung der Ventilspule.
Lerneinheit 3: Ausbildungsfall – Ausschieber einer Sortierstation
Auftrag: In einer Sortierstation soll ein doppeltwirkender Zylinder einen Werkstückträger ausschieben. START aktiviert den Betriebszustand, der über K1 selbstgehalten wird. K1 schaltet die Magnetspule Y1 eines Wegeventils. STOP hebt die Selbsthaltung auf; die Steuerung kehrt in den sicheren Ausgangszustand zurück.


Simulationsauftrag Elektropneumatik
| Schritt | Handlung im Simulator | Erwartung |
|---|---|---|
| A | Baue zuerst nur den elektrischen Steuerkreis mit S0, S1 und K1. | K1 hält nach START selbst. |
| B | Ergänze den K1-Arbeitskontakt zur Ansteuerung von Y1. | Y1 folgt dem gehaltenen Betriebszustand. |
| C | Ergänze 5/2-Wegeventil und doppeltwirkenden Zylinder. | Der Zylinder folgt der Ventilstellung. |
| D | Drücke STOP. | K1 und Y1 fallen ab; das Ventil geht in seine vorgesehene Ausgangslage. |
| E | Speichere den fehlerfreien Sollzustand als Referenz. | Spätere Fehler werden gegen diesen Zustand verglichen. |
Lerneinheit 4: Sichere Fehlerdiagnose im Simulator
Diagnoseregel: Erst Signalzustände prüfen, dann Baugruppen eingrenzen. Im realen System niemals für eine Lernaufgabe eine Schutzfunktion überbrücken, unter Druck Leitungen lösen oder Bewegungsräume betreten.
| Simulierter Fehler | Beobachtung | Begründete Diagnose | Sicheres Feedback |
|---|---|---|---|
| S0 bleibt offen | K1 zieht nie an. | Der gemeinsame Freigabepfad ist unterbrochen. | Im Simulator Kontaktzustand prüfen; real keine Überbrückung als Diagnoseabkürzung. |
| K1-Hilfskontakt bleibt offen | K1 ist nur während START aktiv. | Der Haltezweig kann den START-Taster nicht überbrücken. | Fehler im Selbsthaltezweig suchen, nicht am Zylinder. |
| Leitung zu Y1 unterbrochen | K1 hält, Y1 bleibt aus. | Elektrische Logik bis K1 funktioniert; Ausgangspfad zu Y1 ist gestört. | Erst elektrische Ursache klären; keine Druckseite öffnen. |
| Y1 aktiv, Ventilzustand falsch eingestellt | Relaislogik ist plausibel, Zylinderbewegung passt nicht. | Fehler liegt hinter dem Steuerkontakt im fluidischen Teil bzw. in dessen Simulation. | Ventilstellung und Anschlusslogik ausschließlich im Simulator korrigieren. |
| Zylinder mechanisch blockiert simuliert | Y1 und Ventil schalten, Bewegung bleibt aus. | Elektrischer Signalweg erklärt die fehlende Bewegung nicht. | Reale Blockaden können Kräfte speichern; nur drucklos/freigegeben untersuchen. |
| Hydraulikspeicher im Modell bleibt geladen | Versorgung ist aus, Druck kann dennoch vorhanden sein. | Trennen der Energiequelle beseitigt gespeicherte Energie nicht automatisch. | Reale Arbeiten erst nach vorgeschriebener Druckentlastung und Freigabe. |
Gestufte Hilfen
| Hilfe | Nutze sie erst, wenn Du festhängst. |
|---|---|
| Stufe 1 | Frage: Welcher erste Baustein im Signalweg zeigt einen anderen Zustand als im fehlerfreien Referenzlauf? |
| Stufe 2 | Prüfe nacheinander S0, den Parallelzweig aus S1 und K1-Hilfskontakt, die K1-Spule und danach den Ausgang zu Y1. |
| Stufe 3 | Wenn K1 nur beim gedrückten START aktiv ist, liegt der Verdacht beim Selbsthaltezweig. Wenn K1 hält, Y1 aber aus bleibt, suche hinter K1 im Ausgangspfad. |
| Stufe 4 | Wenn elektrische Zustände und Ventilsignal plausibel sind, verlagere die Diagnose auf das simulierte Fluid- und Bewegungsmodell. Reale Druckenergie bleibt dabei tabu. |
Diagnoseprotokoll
| Soll | Ist | Erster abweichender Punkt | Vermutung | Simulationsprüfung | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| START setzt K1 | |||||
| K1 hält selbst | |||||
| K1 schaltet Y1 | |||||
| Ventil folgt Y1 | |||||
| Zylinder folgt Ventil |
Lerneinheit 5: Übertragung auf Elektrohydraulik
Die Relaislogik kann gleich bleiben: S0, S1, K1, Selbsthaltekontakt und ein Ausgangskontakt zu Y1 funktionieren nach derselben elektrischen Logik. Der Unterschied liegt im Leistungsteil: Hydraulik nutzt eine nahezu inkompressible Flüssigkeit im Kreislauf und kann hohe Kräfte übertragen. Wegeventil, Druckbegrenzung, Rücklauf und mögliche Druckspeicher müssen deshalb im Schaltbild bewusst betrachtet werden.

Transferfrage: Wenn K1 hält und Y1 elektrisch aktiv ist, der Hydraulikzylinder im Simulator aber nicht fährt, ist die Selbsthaltung zunächst nicht der Hauptverdacht. Prüfe die simulierte Ventilstellung, Druckversorgung, Rücklaufbedingungen und den Bewegungszustand.
Lerneinheit 6: Gespeicherte Druck- und Bewegungsenergie
Ein ausgeschalteter Antrieb ist nicht automatisch energiefrei. Gefährliche Energie kann nach dem Abschalten gespeichert bleiben.


Bei Pneumatik können Druckluftbehälter, abgesperrte Leitungsabschnitte und Zylinderkammern Druck speichern. Bei Hydraulik können Druckspeicher, eingeschlossene Flüssigkeitsvolumina und belastete Zylinder weiter Kräfte bereitstellen. Zusätzlich kann Bewegungs- oder Lageenergie vorhanden sein: angehobene Lasten, vorgespannte Federn, bewegte Massen oder ein Zylinder unter äußerer Last können trotz abgeschalteter Pumpe oder Druckluftquelle Bewegungen auslösen.

Für diesen Kurs gilt: Gefährliche Energie wird nur im Simulator als Zustand sichtbar gemacht. Am physischen Ausbildungsmodell arbeitest Du für diese Lernziele drucklos. Reale Druckbeaufschlagung, Druckmessung, Entlastung, Freigabe und Prüfung erfolgen nur nach der betrieblich festgelegten sicheren Arbeitsweise und unter fachlicher Freigabe und Aufsicht.
Sicherheitsentscheidung vor einer realen Arbeit
| Frage | Sichere Konsequenz |
|---|---|
| Ist eine Energiequelle getrennt? | Das allein beweist noch keine Energiefreiheit. |
| Kann Druck gespeichert sein? | Vorgeschriebene Einrichtungen und Herstellerangaben zur Druckentlastung beachten. |
| Kann sich eine Last oder ein Zylinder bewegen? | Gegen gefährliche Bewegung sichern; Gefahrenbereich nicht betreten. |
| Ist die Arbeit freigegeben? | Ohne betriebliche Freigabe keine reale Druckarbeit oder Prüfung durchführen. |
| Ist die Person fachlich geeignet und beauftragt? | Reale Instandhaltungs- und Prüfarbeit nur im zulässigen Verantwortungsrahmen durchführen. |
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback
Basisaufgabe
Aufgabe: Markiere im simulierten Stromlaufplan S0 als Öffner, S1 als Schließer, K1 als Spule und den K1-Hilfskontakt als Schließer. Sage voraus, was nach kurzem START passiert.
Begründetes Feedback: Richtig ist die Vorhersage nur, wenn Du den Parallelzweig mit dem K1-Hilfskontakt als Halteweg erkennst. Ohne diesen Zweig fällt K1 nach dem Loslassen von START wieder ab.
Anwendungsaufgabe
Aufgabe: Simuliere nacheinander einen offenen K1-Hilfskontakt und eine Unterbrechung zu Y1. Beschreibe jeweils den ersten abweichenden Signalzustand.
Begründetes Feedback: Beim offenen Hilfskontakt scheitert die Speicherung des K1-Zustands. Bei der Unterbrechung zu Y1 bleibt die Selbsthaltung korrekt, aber die Ventilspule erhält kein Signal. Die zwei Fehler liegen daher in unterschiedlichen Diagnosezonen.
Transferaufgabe
Aufgabe: Übertrage denselben Steuerkreis auf einen elektrohydraulischen Simulator. Ergänze im Diagnoseprotokoll eine Zeile für einen geladenen Druckspeicher nach abgeschalteter Pumpe.
Begründetes Feedback: Die elektrische Relaislogik ändert sich dadurch nicht. Die Sicherheitsbewertung ändert sich aber deutlich: Ein abgeschalteter Antrieb kann hydraulisch weiterhin unter Druck stehen und Bewegung auslösen. Deshalb ist „ausgeschaltet“ nicht gleich „energiefrei“.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aufgabe hat der K1-Hilfskontakt in der klassischen Selbsthaltung? (Er bildet nach START einen Haltestromweg für K1) (!Er entlüftet den Pneumatikzylinder) (!Er begrenzt den Hydraulikdruck) (!Er misst die Zylindergeschwindigkeit)
Wie verhält sich ein Schließer in Ruhestellung? (Er ist offen) (!Er ist geschlossen) (!Er speichert Druck) (!Er erzeugt Bewegung)
Warum liegt der STOP-Öffner typischerweise im gemeinsamen Strompfad der Selbsthaltung? (Er kann den Haltestromweg unterbrechen) (!Er erhöht den Ventildurchfluss) (!Er speichert den Startimpuls pneumatisch) (!Er macht aus dem Relais ein Druckventil)
K1 hält im Simulator korrekt, aber Y1 bleibt aus. Wo suchst Du zuerst weiter? (Im Ausgangspfad zwischen K1 und Y1) (!Im START-Taster als einzige Ursache) (!Am Hydraulikspeicher als elektrischem Kontakt) (!An der Farbe des Zylinders)
Was ist bei einer Selbsthaltung gespeichert? (Ein elektrischer Schaltzustand) (!Ein festgelegtes Druckvolumen) (!Eine mechanische Endlage unabhängig von Energie) (!Eine Ventilgröße)
Was beweist das Abschalten einer Hydraulikpumpe nicht? (Dass die Anlage drucklos und energiefrei ist) (!Dass K1 ein Relais ist) (!Dass ein Schließer öffnen kann) (!Dass ein Simulator ohne Druckluft arbeitet)
Welche Energie kann zusätzlich zur Druckenergie gefährlich gespeichert sein? (Bewegungs- oder Lageenergie) (!Nur Lichtenergie) (!Nur Schallenergie) (!Nur Datenenergie)
Was bleibt beim Übertragen der Schaltung von Elektropneumatik auf Elektrohydraulik grundsätzlich gleich? (Die elektrische Relais- und Kontaktlogik) (!Das Arbeitsmedium) (!Jede Ventilbauart) (!Jede erforderliche Sicherheitsmaßnahme)
Welches Vorgehen ist für die Fehlersuche im Kurs vorgesehen? (Simulation oder druckloses Ausbildungsmodell) (!Lösen einer Leitung unter Druck) (!Überbrücken von Schutzfunktionen an einer realen Anlage) (!Betreten des Bewegungsbereichs während eines Tests)
Was ist bei einer systematischen Diagnose besonders hilfreich? (Der Vergleich von Soll- und Istzuständen entlang des Signalwegs) (!Das gleichzeitige Verändern mehrerer unbekannter Parameter) (!Das Öffnen des Hydraulikkreises zur Sichtprüfung) (!Das Raten der wahrscheinlichsten Baugruppe)
Memory
| Schließer | in Ruhestellung offen |
| Öffner | in Ruhestellung geschlossen |
| Relaisspule | betätigt zugehörige Kontakte |
| Selbsthaltekontakt | überbrückt den START-Taster nach dem Setzen |
| Magnetspule | betätigt ein elektrisch angesteuertes Wegeventil |
| Druckspeicher | kann nach dem Abschalten hydraulische Energie speichern |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| STOP-Öffner | unterbricht den gemeinsamen Freigabepfad |
| START-Schließer | gibt den ersten Setzimpuls |
| K1-Hilfskontakt | hält den Relaiszustand nach dem Start |
| Y1-Magnetspule | bildet die elektrische Schnittstelle zum Wegeventil |
| Druckspeicher | kann Energie nach abgeschalteter Versorgung behalten |
Kreuzworträtsel
| Relais | Welches Bauteil schaltet mit einer elektrisch betätigten Spule Kontakte? |
| Schliesser | Welcher Kontakt ist in Ruhestellung offen? |
| Oeffner | Welcher Kontakt ist in Ruhestellung geschlossen? |
| Zylinder | Welcher lineare Aktor setzt Fluidenergie in Bewegung um? |
| Ventil | Welches Bauteil lenkt den Fluidstrom? |
| Druckspeicher | Welches Bauteil kann hydraulische Energie auch nach dem Abschalten speichern? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Relais: Zeichne Spule, Schließer und Öffner eines Relais und beschreibe ihre Zustände in einem Satz.
- Selbsthaltefunktion: Erkläre mit eigenen Worten, warum K1 nach dem Loslassen von START eingeschaltet bleiben kann.
- Stromlaufplan: Markiere in einem Beispielplan den gemeinsamen Strompfad und den Parallelzweig der Selbsthaltung.
- Pneumatikzylinder: Beschreibe anhand der Animation, wie ein doppeltwirkender Zylinder seine Bewegungsrichtung ändert.
Standard
- Fehlersuche: Erstelle im Simulator einen offenen K1-Hilfskontakt und dokumentiere Soll, Ist, ersten abweichenden Punkt und Fehlerursache.
- Elektropneumatik: Baue den Ausbildungsfall im Simulator auf und begründe, warum Du erst den elektrischen und dann den pneumatischen Teil prüfst.
- Wegeventil: Vergleiche die elektrische Ansteuerung Y1 mit der fluidischen Wirkung des Wegeventils und erstelle eine Signalkette.
- Arbeitssicherheit: Formuliere fünf Bedingungen, die vor einer realen freigegebenen Druckarbeit geklärt sein müssen.
Schwer
- Elektrohydraulik: Übertrage die Selbsthaltung auf einen elektrohydraulischen Simulator und kennzeichne, welche Elemente unverändert bleiben.
- Druckspeicher: Entwickle einen Simulationsfehler, bei dem die Pumpe aus ist, aber ein Speicher noch Druck liefert, und erkläre die sichere Diagnose.
- Fehlerdiagnose: Entwirf eine Diagnosematrix für drei elektrische und drei fluidische Fehler, ohne reale Schutzfunktionen zu umgehen.
- Transfer: Erstelle ein kurzes Lernvideo oder eine Bildschirmaufnahme, in der Du den Unterschied zwischen ausgeschaltet und energiefrei an einem Simulator erklärst.


Lernkontrolle
- Signalweg: Ein Zylinder bewegt sich nicht, obwohl START betätigt wurde. Entwickle eine Diagnosefolge vom elektrischen Eingang bis zur simulierten Bewegung und begründe die Reihenfolge.
- Selbsthaltefunktion: Vergleiche zwei Schaltungen, von denen nur eine einen funktionsfähigen K1-Haltezweig besitzt. Erkläre die unterschiedlichen Beobachtungen nach dem Loslassen von START.
- Elektropneumatik und Elektrohydraulik: Zeige, welche Elemente des elektrischen Steuerkreises übertragbar sind und an welchen Stellen sich der Leistungsteil fachlich unterscheidet.
- Gespeicherte Energie: Beurteile die Aussage „Hauptschalter aus, also sicher“ für eine elektrohydraulische Anlage mit Druckspeicher und für eine pneumatische Anlage mit abgesperrter Zylinderkammer.
- Fehlersuche: Begründe, warum das gleichzeitige Verändern mehrerer Parameter eine Diagnose verschlechtert, und entwickle eine bessere Vorgehensweise.
- Arbeitssicherheit: Formuliere aus einem simulierten Fehlerfall eine sichere Entscheidung, welche Tätigkeiten Auszubildende selbst simulieren können und welche real nur freigegeben und beaufsichtigt stattfinden dürfen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- Kontaktlogik: Schließer, Öffner, Spulen und Parallelzweige sicher liest.
- Selbsthaltefunktion: Setzen, Halten und Rücksetzen fachlich erklären kannst.
- Systematische Fehlersuche: Soll-/Ist-Zustände entlang eines Signalwegs vergleichst.
- Elektropneumatik: elektrischen Steuerteil und pneumatischen Leistungsteil unterscheiden kannst.
- Elektrohydraulik: die elektrische Logik übertragen und hydraulische Besonderheiten benennen kannst.
- Gespeicherte Energie: Druck-, Lage- und Bewegungsenergie auch nach dem Abschalten erkennst.
- Sicheres Arbeiten: Simulation und druckloses Modell von freigegebener realer Druckarbeit klar trennst.
Fachliche Quellen und Medienrechte
Fachquellen, geprüft am 06.10.2026:
- Festo Learning Experience – Electropneumatic Fundamentals: Grundlagen, Relaissteuerungen und elektropneumatische Komponenten.
- Festo Learning Experience – Basics of Electropneumatics: Lernbereich „Signal storage by means of electrical self-latching loop“.
- DGUV Information 209-070 – Sicherheit bei der Hydraulik-Instandhaltung: Druckabbau, Entlasten von Druckspeichern, Sicherung gegen Wiedereinschalten und sichere Instandhaltung.
- Betriebssicherheitsverordnung § 10: sichere Instandhaltung und Beseitigung gespeicherter Energien nach der Trennung von Energiequellen.
- BAuA – TRBS 1112 Instandhaltung: Technische Regel für sichere Instandhaltungsarbeiten.
- Wikipedia – Selbsthaltefunktion: Grundprinzip von START, Relais, Hilfskontakt und STOP.
- Wikipedia – Elektropneumatische Steuerung: Verbindung von elektrischer Steuerung und Pneumatik.
- Wikipedia – Elektrohydraulik: Verbindung von elektrischen und hydraulischen Komponenten.
Wikimedia-Commons-Medien:
- Relais Animation.gif – Stefan Riepl, CC BY-SA 2.0 DE.
- Relais-circuit DE.svg – MikeRun, CC BY-SA 4.0.
- Pneumatic cylinder (animation).gif – Kamarton, CC BY 3.0 bzw. GFDL laut Dateiseite.
- Doppelwirkender Zylinder Funktionsprinziep.gif – Public Domain laut Dateiseite.
- Hydraulic circuit schematic directional control.png – GFDL laut Dateiseite.
- Hydraulic accumulator.svg – MasterTriangle12, CC BY-SA 4.0.
- Hydraulic accumulator in operation.png – Grobenm, CC BY-SA 4.0.
- Uproszczony schemat blokowy systemu sprężonego powietrza.jpg – Kdarek561, CC BY-SA 3.0.
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