Zum Inhalt springen

Elektronikfertigung und Baugruppenprüfung – Leiterplattenaufbau im Überblick erklären

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Elektronikfertigung und Baugruppenprüfung – Leiterplattenaufbau im Überblick erklären

QR-Code



Elektronikfertigung und Baugruppenprüfung – Leiterplattenaufbau im Überblick erklären

Lernkurs für die elektrotechnische Ausbildung

Schwerpunkte: Lagen, Leiterbahnen, Durchkontaktierungen, Stromlaufbilder, Signaldiagramme und Baugruppenprüfung.

Lernzeit: Etwa 60–90 Minuten in sechs kurzen Lerneinheiten zuzüglich Projektaufgaben.

Lernziel: Du kannst den Aufbau einer Leiterplatte erklären, elektrische Verbindungen im Layout verfolgen, typische Fehler erkennen und Prüfergebnisse fachlich begründen.


Sicherheit zuerst

Dieser Kurs arbeitet mit Bildern, virtuellen Schaltungen und Simulationen.

  1. Verwende ausschließlich browserbasierte Simulationen oder ausdrücklich freigegebene, berührungssichere Schulungsmodelle unter den festgelegten Ausbildungsbedingungen.
  2. Führe keine eigenständigen Arbeiten an Netzspannung, offenen elektrischen Anlagen oder unbekannten Baugruppen durch.
  3. Reale Elektroarbeiten und elektrische Prüfungen dürfen nur entsprechend qualifizierte und beauftragte Personen im Rahmen ihrer Befugnisse und der geltenden Schutzmaßnahmen ausführen.
  4. Beachte im Betrieb die Vorgaben für ESD-Schutz, Arbeitssicherheit und Prüfmittel.
  5. Quiz, Simulation und Lernnachweis erteilen keine Prüf-, Arbeits- oder Betriebsfreigabe.

Fachlicher Sicherheitsbezug: DGUV Vorschrift 3 – Durchführungsanweisungen.


Einleitung

Eine Leiterplatte trägt elektronische Bauteile und verbindet sie elektrisch. Ihre Leiterbahnen bestehen meist aus Kupfer. Mehrere Kupferlagen ermöglichen komplexere Verbindungen auf begrenztem Raum.

Eine unbestückte Leiterplatte ist noch keine funktionsfähige elektronische Baugruppe. Erst mit den vorgesehenen Bauteilen und den erforderlichen Verbindungen entsteht die bestückte Baugruppe.

Du lernst dies an einem durchgehenden Ausbildungsfall.


Dein Ausbildungsfall: Die Anzeigeplatine B17

Auftrag: Eine kleine LED-Anzeige soll nach dem Betätigen eines Schalters leuchten. Im virtuellen Fehlermodell bleibt sie dunkel.

Merkmal Vorgabe
Baugruppe B17 – vereinfachte LED-Anzeige
Aufbau Zweilagige Leiterplatte
Spannungsquelle 5 V Gleichspannung, ausschließlich simuliert
Bauteile Schalter S1, Widerstand R1, LED D1
R1 330 Ohm
Besonderheit Leiterbahnwechsel über V1
Prüfauftrag Stromlaufbild, Layout und Fehlersimulation auswerten

Leitfrage: Warum kann eine LED trotz korrekt gezeichneter Schaltung dunkel bleiben?

Der dargestellte Fall ist ein didaktisches Modell und keine freigegebene reale Prüfanweisung.


Lerneinheit 1: Aufbau und Lagen

Zeit: ca. 8 Minuten


Was gehört zur Leiterplatte?

Bildauftrag: Suche Grundmaterial, Kupfer, Lötstopplack und Bestückungsdruck.

Bestandteil Funktion
Grundmaterial Mechanischer Träger und elektrische Isolation
Kupferlage Elektrische Leiterbahnen und Flächen
Lötstopplack Schutz der Kupferoberflächen und Verringerung unerwünschter Lötbrücken
Bestückungsdruck Kennzeichnung von Bauteilpositionen und Orientierung
Pads Elektrische Anschluss- und Lötflächen

Typisches Grundmaterial ist glasfaserverstärktes Epoxidharz, häufig unter der Bezeichnung FR-4.

Der Lötstopplack ist keine für Berührungsschutz zugelassene Schutzisolierung.

Bildauftrag: Unterscheide sichtbaren Lötstopplack und freiliegende Anschlussflächen.


Einlagig, zweilagig, mehrlagig

Einlagige Leiterplatte: Eine Kupferlage.

Zweilagige Leiterplatte: Zwei Kupferlagen, beispielsweise Vorder- und Rückseite.

Multilayer: Mehrere Kupferlagen, auch im Inneren der Leiterplatte.

Wichtig: Lötstopplack und Bestückungsdruck werden nicht als elektrische Kupferlagen mitgezählt.

Videoauftrag: Beobachte beim Hersteller Eurocircuits das Ausrichten, Zusammenfügen und Bearbeiten der Lagen. Notiere zwei Arbeitsschritte.

Mini-Aufgabe – Basis: Warum isoliert das Grundmaterial benachbarte Kupferlagen?

Feedback: Deine Erklärung ist richtig, wenn Du zwischen leitfähigem Kupfer und elektrisch isolierendem Trägermaterial unterscheidest. Das Grundmaterial trennt die Kupferlagen; vorgesehene metallische Verbindungen können diese Trennung gezielt überbrücken.


Lerneinheit 2: Leiterbahnen und Layout

Zeit: ca. 8 Minuten


Elektrische Wege auf der Leiterplatte

Bildauftrag: Verfolge eine farblich dargestellte Leiterbahn von einem Anschluss zum nächsten.

Eine Leiterbahn verbindet elektrische Anschlüsse. Mehrere miteinander verbundene Anschlüsse gehören zu einem Netz.

Merke:

  1. Stromlaufplan: Zeigt, welche Anschlüsse elektrisch verbunden sein sollen.
  2. Leiterplattenlayout: Zeigt, wo Leiterbahnen, Pads und Bauteile angeordnet sind.
  3. Leiterplattenprüfung: Überprüft anhand geeigneter Verfahren, ob die Anforderungen erfüllt sind.


Von Konstruktionsdaten zur Fertigung

Die Abbildung veranschaulicht verschiedene Fertigungsdaten einer Leiterplatte. Kupferbilder, Lötstopplack und Bestückungsdruck erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Praxisfrage: Zwei Leiterbahnen kreuzen sich in der zweidimensionalen Zeichnung. Müssen sie elektrisch verbunden sein?

Feedback: Nein. Liegen sie auf unterschiedlichen isolierten Kupferlagen, sind sie ohne eine vorgesehene leitfähige Verbindung getrennt. Auf derselben Kupferlage wäre eine direkte leitende Kreuzung dagegen ein Verbindungspunkt beziehungsweise möglicherweise ein Kurzschluss.


Lerneinheit 3: Durchkontaktierungen

Zeit: ca. 9 Minuten


Wie wechseln elektrische Signale die Lage?

Eine Durchkontaktierung ist eine metallisierte Verbindung zwischen vorgesehenen Kupferlagen.

Typ Beschreibung
Durchgehende Durchkontaktierung Die Bohrung verläuft durch die Leiterplatte.
Blind Via Verbindet eine Außenlage mit mindestens einer Innenlage, ohne die gesamte Leiterplatte zu durchdringen.
Buried Via Verbindet ausschließlich Innenlagen.

Wichtig: Eine durchgehende metallisierte Bohrung berührt nicht zwangsläufig jede Kupferlage elektrisch. Entscheidend sind die vorgesehenen Kupferanschlüsse.

Eine einfache zweilagige Leiterplatte benötigt für einen Lagenwechsel üblicherweise eine durchgehende Durchkontaktierung.

Videoauftrag: Beobachte das Bohren. Warum muss die Bohrposition zu den Kupferanschlüssen passen?

Videoauftrag: Erkläre, warum eine leitfähige Metallisierung der Bohrungswand erforderlich ist.

Mini-Aufgabe – Anwendung: Die Leiterbahn von B17 beginnt auf der Vorderseite und wird auf der Rückseite fortgesetzt. Erkläre die Aufgabe von V1.

Feedback: V1 muss beide vorgesehenen Kupferlagen elektrisch verbinden. Ist diese Verbindung unterbrochen und existiert kein anderer leitender Weg, kann kein Strom durch den betroffenen Schaltungszweig fließen.


Lerneinheit 4: Stromlaufbild verstehen

Zeit: ca. 10 Minuten


Der LED-Stromkreis

Bildauftrag: Finde Spannungsquelle, Schalter, Vorwiderstand und LED. Die Grafik dient als Schaltungsbeispiel; die Werte unseres Ausbildungsfalls sind separat festgelegt.

Die vereinfachte Funktionsskizze der Baugruppe B17 lautet:

+5 V ── S1 ── R1 330 Ohm ──|>| D1 ── 0 V

Funktionsprinzip:

Ist S1 geschlossen und die LED richtig gepolt, fließt im intakten Modell Strom durch R1 und D1.

Der Widerstand R1 begrenzt den Strom.

Bei einer angenommenen LED-Durchlassspannung von 2 V ergibt sich näherungsweise:

I = (5 V − 2 V) / 330 Ohm ≈ 9,1 mA.

Das ist eine Modellrechnung; tatsächliche LED-Kennwerte müssen im jeweiligen Datenblatt geprüft werden.


Vom Stromlaufbild zum Layout

Bei B17 ist der Leiterweg zwischen R1 und D1 auf zwei Kupferlagen verteilt.

Vereinfachter Layout-Ausschnitt:

Vorderseite:  R1 ───── V1
                       |
                 Lagenwechsel
                       |
Rückseite:    D1 ───── V1

V1 ist ein Element der Leiterplattenkonstruktion, nicht ein zusätzliches funktionales Bauteil des Stromlaufplans.

Mini-Aufgabe – Anwendung: Erkläre, weshalb eine im Schaltplan richtige Verbindung durch einen Fertigungsfehler an V1 trotzdem ausfallen kann.

Feedback: Der Stromlaufplan beschreibt die geplante elektrische Verbindung. Er beweist nicht, dass die tatsächlich gefertigte Durchkontaktierung leitfähig ist.


Lerneinheit 5: Signaldiagramme und sichere Schaltungssimulation

Zeit: ca. 12 Minuten


Ein Schaltsignal lesen

Die Abbildung zeigt ein ideales Rechtecksignal. Für B17 verwenden wir als vereinfachte Schaltvorgabe abwechselnd 0 V und 5 V.

Zeitpunkt Eingangssignal LED im intakten Modell LED bei unterbrochenem V1
t0 0 V Aus Aus
t1 5 V An Aus
t2 0 V Aus Aus
t3 5 V An Aus

Die Tabelle ist ein idealisiertes Erwartungsdiagramm, kein tatsächlich aufgezeichnetes Messsignal. Die Eingangsspannung ist gegen den Bezugspunkt 0 V definiert.

Eine unterbrochene Durchkontaktierung verändert nicht automatisch die an der Quelle angelegte Spannung. Sie kann jedoch die Stromversorgung der LED unterbrechen.


Virtuelles Labor: CircuitJS

Simulation öffnen: CircuitJS – elektronischer Schaltungssimulator

Der Simulator ist ein virtuelles Lernwerkzeug. Es werden keine realen Leitungen, Netzteile oder Messgeräte benötigt.

Simulationsauftrag:

  1. Öffne CircuitJS und verwende die Zeichen- beziehungsweise Bearbeitungsfunktionen für Spannungsquelle, Schalter, Widerstand und LED.
  2. Stelle eine virtuelle Gleichspannungsquelle auf 5 V und R1 auf 330 Ohm ein.
  3. Verbinde die Schaltung entsprechend dem Stromlaufbild und beachte die LED-Polung.
  4. Beobachte in der Simulation den Zustand bei geöffnetem und geschlossenem Schalter.
  5. Stelle V1 zunächst als intakte ideale Verbindung dar.
  6. Unterbrich anschließend im virtuellen Modell den Leiterweg an der Position V1.
  7. Vergleiche LED-Verhalten, Stromfluss und die Spannungen an geeigneten virtuellen Knoten.

Hinweis: CircuitJS simuliert elektrische Schaltungen. Die tatsächliche Geometrie und metallurgische Qualität einer Leiterplatte wird damit nicht nachgewiesen.


Begründetes Feedback zur Simulation

Simulation Erwartete Beobachtung Begründung
S1 geöffnet LED aus Der Stromkreis ist unterbrochen.
S1 geschlossen, V1 intakt LED an Der geschlossene Strompfad ermöglicht LED-Strom.
S1 geschlossen, V1 unterbrochen LED aus Der Leiterweg ist an der modellierten Fehlerstelle offen.
LED verpolt LED aus im verwendeten Gleichspannungsmodell Eine LED leitet nicht in der vorgesehenen Vorwärtsrichtung.

Achtung: Das gleiche äußere Fehlerbild kann unterschiedliche Ursachen haben. Eine dunkle LED allein beweist keinen Via-Fehler.


Lerneinheit 6: Baugruppenprüfung

Zeit: ca. 10 Minuten


Von der Sichtkontrolle zur Funktionsprüfung

Bildauftrag: Betrachte den metallografischen Querschliff. Warum können innere Verbindungsfehler von außen schwer erkennbar sein?

Prüfverfahren Wozu dient es?
Sichtprüfung Erkennen äußerlich sichtbarer Schäden, Bestückungsfehler oder Auffälligkeiten
AOI Automatisierte optische Kontrolle sichtbarer Merkmale
Elektrische Netzprüfung Prüfen vorgesehener Verbindungen und unzulässiger Verbindungen an der unbestückten Leiterplatte
In-Circuit-Test Elektrische Prüfungen geeigneter Baugruppenanschlüsse mit dafür vorgesehenen Prüfmitteln
Funktionsprüfung Kontrolle definierter Funktionen unter vorgeschriebenen Prüfbedingungen
Röntgenprüfung Untersuchung geeigneter, optisch verdeckter Strukturen durch dafür qualifizierte Prüftechnik

Nicht jedes Prüfverfahren erkennt jeden Fehler. Ein bestandener Sicht- oder Layoutcheck ist kein Beweis für die vollständige elektrische Funktion.

Wichtiger Unterschied: Ein Design-Rule-Check im Layoutprogramm prüft festgelegte Entwurfsregeln. Er prüft nicht die reale gefertigte Baugruppe.


Prüfbericht zum Ausbildungsfall B17

Erstelle ausschließlich anhand der Simulation und der bereitgestellten Bilder einen virtuellen Prüfbericht.

Eintrag Beispiel
Prüfobjekt Virtuelles Modell B17
Sollfunktion LED leuchtet bei eingeschaltetem Signal
Fehlerbeobachtung LED bleibt dunkel
Fehlerhypothese Unterbrechung an V1
Virtuelle Gegenprobe Verbindung an V1 wiederherstellen
Schlussfolgerung Fehlerhypothese im Modell bestätigt, falls die Funktion wiederkehrt
Einschränkung Kein Nachweis über eine reale Baugruppe
Status Lernfall abgeschlossen – keine elektrische Freigabe

Die reale Bewertung von Baugruppen richtet sich nach den gültigen betrieblichen Prüfvorgaben, den vereinbarten Anforderungen und gegebenenfalls anwendbaren Normen wie IPC-A-610.


Gestufte Lernhilfen

Wenn Du beim Ausbildungsfall nicht weiterkommst, nutze die Hinweise nacheinander.

Hilfestufe Denkanstoß
Hilfe 1 – Orientierung Vergleiche zuerst die elektrische Verbindung im Stromlaufbild mit ihrem Verlauf im Layout.
Hilfe 2 – Eingrenzung Suche den Übergang zwischen Vorder- und Rückseite und prüfe, ob in Deinem virtuellen Modell der Strompfad geschlossen ist.
Hilfe 3 – Lösungshilfe Ersetze die Verbindung V1 im Simulator abwechselnd durch einen idealen Leiter und eine Unterbrechung. Vergleiche die Wirkung bei identischer Eingangsspannung.

Rückmeldung: Ändert sich das Verhalten nur durch den modellierten Zustand von V1, spricht dies im virtuellen Fall für V1 als Fehlerursache. Bei einer realen Baugruppe wären weitere geeignete Prüfungen durch befugtes Fachpersonal erforderlich.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Material bildet üblicherweise die leitenden Leiterbahnen einer Leiterplatte? (Kupfer) (!Glas) (!Keramik) (!Epoxidharz)




Welche Aufgabe hat das Grundmaterial einer Leiterplatte? (Es trägt die Struktur und isoliert leitende Bereiche) (!Es ersetzt alle elektrischen Bauteile) (!Es verstärkt jedes elektrische Signal) (!Es verbindet automatisch alle Kupferlagen)




Was bedeutet zweilagige Leiterplatte? (Sie besitzt zwei Kupferlagen) (!Sie besitzt genau zwei Bauteile) (!Sie besitzt nur zwei Anschlussflächen) (!Sie besitzt zwei LEDs)




Wofür dient eine Leiterbahn? (Sie stellt eine vorgesehene elektrische Verbindung her) (!Sie verhindert grundsätzlich jeden Kurzschluss) (!Sie ersetzt den Lötstopplack) (!Sie kennzeichnet nur die Bauteilnummer)




Welche Aufgabe erfüllt eine metallisierte Durchkontaktierung? (Sie verbindet vorgesehene Kupferlagen elektrisch) (!Sie ersetzt den Vorwiderstand) (!Sie isoliert alle Kupferlagen voneinander) (!Sie dient ausschließlich der Beschriftung)




Was kennzeichnet ein Blind Via? (Es verbindet eine Außenlage mit einer Innenlage) (!Es verbindet ausschließlich Innenlagen) (!Es ist immer eine nicht metallisierte Bohrung) (!Es ersetzt die gesamte Kupferlage)




Was zeigt ein Stromlaufbild vorrangig? (Die funktionalen elektrischen Verbindungen) (!Die genaue Form der Leiterplatte) (!Die reale Qualität jeder Lötstelle) (!Die gemessene Temperatur der Baugruppe)




Was zeigt ein Rechtecksignal im Signaldiagramm? (Wechsel zwischen definierten Signalpegeln) (!Immer eine sinusförmige Spannung) (!Immer einen mechanischen Fehler) (!Ausschließlich eine konstante Spannung)




Was geschieht im virtuellen LED-Stromkreis bei einer Unterbrechung des einzigen Strompfades? (Die LED bleibt dunkel) (!Die LED leuchtet automatisch heller) (!Der Vorwiderstand verschwindet) (!Die Spannungsquelle wird zum Transformator)




Was ist nach einem bestandenen Lernquiz zulässig? (Die Lernergebnisse mit einer Fachkraft besprechen) (!Die reale Baugruppe automatisch freigeben) (!Ohne Auftrag an elektrischen Anlagen arbeiten) (!Betriebliche Prüfvorgaben außer Kraft setzen)





Feedback zum Quiz

Fragen 1–3: Kupfer sorgt für leitfähige Wege; das Grundmaterial isoliert. Die Lagenzahl bezieht sich auf Kupferlagen.

Fragen 4–6: Leiterbahnen verbinden Anschlüsse. Durchkontaktierungen ermöglichen gezielte Lagenwechsel; Blind Vias enden im Inneren.

Fragen 7–8: Ein Stromlaufbild beschreibt die elektrische Funktion. Ein Signaldiagramm beschreibt die zeitliche Änderung eines Signals.

Fragen 9–10: Eine Unterbrechung kann die Funktion verhindern. Lernresultate ersetzen keine fachgerechte Prüfung und Freigabe.


Memory

Finde die zusammengehörigen Fachbegriffe und Funktionen.

Leiterbahn Kupferverbindung
Grundmaterial Isolierender Träger
Lötstopplack Oberflächenschutz
Durchkontaktierung Lagenwechsel
Stromlaufbild Funktionsdarstellung
Layout Räumliche Anordnung
Bestückungsdruck Bauteilkennzeichnung
Signaldiagramm Zeitlicher Verlauf





Drag and Drop

Ordne den Fachbegriffen die passende Funktion zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion
Kupferlage Stromführung
Grundmaterial Isolation
Lötstopplack Oberflächenschutz
Via Lagenverbindung
Pad Anschlussfläche
Bestückungsdruck Bauteilmarkierung
Sichtprüfung Fehlererkennung





Kreuzworträtsel

Kupfer Welches Metall wird für Leiterbahnen besonders häufig verwendet?
Leiterbahn Wie heißt ein leitender Pfad auf einer Leiterplatte?
Multilayer Wie nennt man eine Leiterplatte mit mehreren Kupferlagen?
Durchkontaktierung Wie heißt eine metallisierte Verbindung zwischen Kupferlagen?
Lötstopplack Welche Beschichtung schützt Kupferbereiche und reduziert unerwünschte Lötbrücken?
Kurzschluss Wie nennt man eine ungewollte niederohmige Verbindung zwischen verschiedenen elektrischen Netzen?





LearningApps

Suche ergänzende Zuordnungs- und Wiederholungsaufgaben zum Kursthema. Externe Suchergebnisse müssen vor ihrer Verwendung fachlich und rechtlich geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Leiterplatte dient als Träger für elektronische

.
Elektrisch leitende Leiterbahnen bestehen häufig aus

.
Das Trägermaterial zwischen Kupferlagen muss elektrisch

sein.
Eine Leiterplatte mit mehreren Kupferlagen nennt man

.
Eine metallisierte Verbindung zwischen Leiterplattenlagen heißt

.
Die funktionalen elektrischen Verbindungen werden im

dargestellt.
Die räumliche Anordnung der Leiterbahnen zeigt das

.
Der Vorwiderstand einer LED begrenzt den elektrischen

.
Ein Rechtecksignal wechselt zwischen definierten

.
Eine nicht vorgesehene elektrische Verbindung kann einen

verursachen.
Ein vollständig unterbrochener Strompfad verhindert den

.
Eine Simulation ersetzt keine reale fachgerechte

.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben auf Deinem Ausbildungsniveau. Dokumentiere Ergebnisse mit beschrifteten Bildern, Skizzen oder Screenshots. Alle praktischen Schaltversuche erfolgen ausschließlich virtuell oder im Rahmen ausdrücklich freigegebener, berührungssicherer Schulungsbedingungen.


Leicht – Basisaufgaben

  1. Leiterplattenaufbau: Markiere auf der Lagen-Grafik Grundmaterial, Kupfer, Lötstopplack und Bestückungsdruck.
  2. Leiterbahn: Zeichne in der Layout-Abbildung einen möglichen elektrisch zusammenhängenden Leitungsweg nach.
  3. Durchkontaktierung: Erstelle drei Skizzen für durchgehendes Via, Blind Via und Buried Via.
  4. Stromlaufplan: Beschrifte im LED-Stromlaufbild Spannungsquelle, Schalter, Widerstand und LED.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Leiterplattenlayout: Entwirf auf Papier ein Zweilagenlayout für B17 mit einem eingezeichneten Lagenwechsel V1.
  2. Schaltungssimulation: Simuliere die LED-Schaltung und vergleiche Schalter geöffnet und geschlossen.
  3. Signaldiagramm: Zeichne die idealisierte Schaltvorgabe und ergänze den erwarteten LED-Zustand.
  4. Fehleranalyse: Modelliere eine Unterbrechung bei V1 und dokumentiere Ursache, Beobachtung und virtuelle Gegenprobe.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Fehlersuche: Vergleiche drei mögliche Ursachen einer dunklen LED und entwirf eine sichere virtuelle Strategie zur Unterscheidung.
  2. Qualitätssicherung: Entwickle einen Prüfplan, der Entwurfsprüfung, Sichtprüfung, elektrische Prüfung und Funktionsprüfung sinnvoll unterscheidet.
  3. Multilayer: Vergleiche zwei- und vierlagige Leiterplatten hinsichtlich Leitungsführung, Aufwand und möglichen Vorteilen.
  4. Elektronikfertigung: Produziere ein zweiminütiges Erklärvideo oder Storyboard über den Aufbau und die virtuelle Prüfung von B17 mit Quellen- und Sicherheitshinweisen.


Begründetes Feedback zu den offenen Aufgaben

Aufgabe Kriterium für eine gute Lösung Begründung
Basis 1 Vier Schichten richtig unterschieden Elektrische und technische Schichten haben unterschiedliche Funktionen.
Basis 2 Leiterweg durchgehend verfolgt Ein zusammenhängendes Netz benötigt einen elektrischen Pfad.
Basis 3 Anfangs- und Endlagen korrekt dargestellt Die Via-Typen unterscheiden sich durch ihre Verbindungstiefe.
Basis 4 Bauteile und Funktion richtig erklärt Erst der funktionale Zusammenhang macht das Stromlaufbild verständlich.
Anwendung 1 V1 verbindet zwei vorgesehene Lagen Ein gezeichneter Lagenwechsel benötigt eine passende elektrische Verbindung.
Anwendung 2 Schalterzustände sinnvoll verglichen Ein geöffneter Schalter unterbricht im Modell den Stromkreis.
Anwendung 3 Signalzustand und LED-Reaktion zeitlich zugeordnet Ein Signaldiagramm beschreibt zeitliche Abläufe.
Anwendung 4 Fehlerhypothese durch virtuelle Gegenprobe geprüft Gleiche Bedingungen bei nur einer geänderten Größe erlauben einen aussagekräftigen Vergleich.
Transfer 1 Mehrere Fehlerursachen systematisch berücksichtigt Gleiche Symptome können unterschiedliche Ursachen besitzen.
Transfer 2 Prüfverfahren nach Aussagekraft getrennt Entwurfsprüfung, Sichtkontrolle und Funktionsprüfung erkennen verschiedene Fehlerklassen.
Transfer 3 Nutzen und Aufwand gegeneinander abgewogen Zusätzliche Lagen bieten Möglichkeiten, verursachen aber konstruktiven und fertigungstechnischen Aufwand.
Transfer 4 Darstellung fachlich korrekt und mit Quellen versehen Verständliche technische Kommunikation benötigt nachvollziehbare Aussagen und verantwortliche Mediennutzung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Diese Aufgaben prüfen Zusammenhänge und Transfer statt ausschließlich Faktenwissen.

  1. Leiterplattenaufbau: Eine zweilagige Platine soll zusätzliche Signalverbindungen aufnehmen. Erkläre, welche konstruktiven Möglichkeiten bestehen und welche Grenzen zu beachten sind.
  2. Fehleranalyse: Eine LED bleibt dunkel, obwohl die Schaltvorgabe korrekt ist. Vergleiche die Hypothesen Leitungsunterbrechung, LED-Verpolung und fehlende Versorgung anhand virtueller Gegenproben.
  3. Stromlaufplan: Begründe, weshalb eine elektrisch korrekte Schaltung nicht automatisch ein fehlerfreies Leiterplattenlayout garantiert.
  4. Durchkontaktierung: Ein Layoutwechsel zwischen Kupferlagen wurde vorgesehen. Entwickle eine Argumentation, weshalb eine fehlerhafte Metallisierung die Funktion beeinflussen kann.
  5. Baugruppenprüfung: Stelle einen zweckmäßigen Ablauf aus Dokumentenprüfung, visueller Kontrolle und erforderlicher elektrischer Prüfung zusammen. Ordne die Durchführung realer Elektroprüfungen den zuständigen Personen zu.
  6. Qualitätssicherung: Eine Simulation funktioniert, aber die reale Baugruppe wurde nicht geprüft. Erkläre, welche Aussagen möglich sind und warum eine Freigabe unzulässig bleibt.

Bewertungsmaßstab: Überzeugende Lösungen nennen eine technische Ursache, eine begründete Wirkung, passende Nachweismöglichkeiten und die Grenzen ihrer Aussagekraft.


Lernnachweis

Ein geeigneter Lernnachweis besteht aus folgenden Ergebnissen:

  1. Beschriftete Lagenskizze: Kupfer, Grundmaterial, Lötstopplack und Bestückungsdruck sind richtig zugeordnet.
  2. Stromlaufbildanalyse: Die Bauteile und ihre elektrischen Verbindungen sind fachlich nachvollziehbar erklärt.
  3. Layoutschnipsel: Ein Leiterweg über V1 zwischen zwei Kupferlagen ist korrekt eingezeichnet.
  4. Signalvergleich: Sollzustand und simulierte Fehlerreaktion sind in einem Signaldiagramm dokumentiert.
  5. Virtueller Prüfbericht: Beobachtung, Hypothese, Gegenprobe und begründete Schlussfolgerung sind festgehalten.
  6. Transferreflexion: Grenzen der Simulation, mögliche weitere Fehler und notwendige reale Prüfverfahren sind erkannt.
  7. Quellen- und Sicherheitsnachweis: Medien sind zugeordnet und die Grenzen der eigenen Befugnisse klar benannt.

Wichtig: Der Lernnachweis bescheinigt ausschließlich bearbeitete Lernleistungen. Er ist keine elektrische Qualifikationsbescheinigung und keine Arbeits-, Prüf- oder Betriebsfreigabe. Erforderliche reale Prüfungen, Bewertungen und Freigaben bleiben den zuständigen qualifizierten und beauftragten Personen vorbehalten.




OERs zum Thema


Wikipedia – Leiterplatte

Zusätzliche Informationen: Durchkontaktierung.


Geprüfte Fachquellen

  1. KiCad – Leiterplatteneditor: Kupferlagen, Netze, Leiterbahnen, Vias, Entwurfsprüfung.
  2. SparkFun – PCB Basics: Leiterplattenaufbau, Pads, Leiterbahnen und Durchkontaktierungen.
  3. Eurocircuits – Leiterplattenfertigung: Fertigungsschritte und technische Zusammenhänge.
  4. Eurocircuits – Through Holes: Metallisierte und nicht metallisierte Bohrungen.
  5. Eurocircuits – Plating: Metallisierung von Bohrungswänden.
  6. IPC – J-STD-001J und IPC-A-610J: Industrielle Anforderungen an Lötprozesse und Baugruppenabnahme.
  7. DGUV – Vorschrift 3: Zuständigkeiten, Qualifikationen und Schutzanforderungen.
  8. CircuitJS: Browserbasierte Schaltungssimulation.

Quellenhinweis: Industrieinformationen sind fachliche Ergänzungen, keine vollständigen Ersatztexte für verbindliche Normen, betriebliche Arbeitsanweisungen oder produktspezifische Prüfpläne.


Medienrechte und Bildnachweise

Alle folgenden Abbildungen wurden auf ihren Wikimedia-Commons-Dateiseiten und hinsichtlich ihrer angegebenen Nutzungslizenz geprüft. Die Abbildungen werden unverändert mit MediaWiki-Dateieinbindung angezeigt.

Bild Urheberangabe Lizenz
Layers of Single-Layer PCB Simplified Gregortiverse CC0 1.0
Pcb.jpg Humanoc CC BY-SA 4.0
Pcblayout.png Ulfbastel CC BY-SA 3.0
Gerber-layers-example Halley Gemeinfrei
Via Types M adler CC BY 3.0
Button LED schem LA2 CC BY-SA 3.0
Square waveform Renatyv CC BY 3.0
Cross-section of PCB pins Gabriela P. CC BY 4.0

Die vollständigen Lizenzbedingungen sind auf den jeweils verlinkten Dateiseiten beziehungsweise den dort angegebenen Lizenzseiten einsehbar. Bei Bearbeitung oder Weiterverwendung müssen die Bedingungen zur Namensnennung, zur Lizenzverlinkung und gegebenenfalls zur Weitergabe unter gleichen Bedingungen eingehalten werden.

YouTube-Medien: Die drei eingebundenen Videos stammen aus dem Angebot von Eurocircuits. Sie werden als externe Videos wiedergegeben, nicht als frei lizenzierte OER behauptet. Einbettung oder Verlinkung bedeutet keine Erlaubnis zum Herunterladen, Bearbeiten oder eigenständigen Weiterverbreiten.

LearningApps und CircuitJS: Die externen Angebote werden verlinkt beziehungsweise als Suchzugang eingebunden. Fremde Lernmaterialien sind vor einer Weiterverwendung gesondert auf Inhalt und Nutzungsrechte zu prüfen.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...