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Elektrische Energieverteilung und Betriebstechnik – Energiezähler und Lastgänge auswerten

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Elektrische Energieverteilung und Betriebstechnik – Energiezähler und Lastgänge auswerten

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Einleitung

Elektrische Energieverteilung und Betriebstechnik – Energiezähler und Lastgänge auswerten

Zielgruppe: Ausbildung in elektrotechnischen Berufen

Dauer: Vier kurze Lerneinheiten à 8–12 Minuten, anschließend Übungen und Lernnachweis.

Thema: Verbrauch, Leistungsspitzen und Zeitbezug.

Du lernst, Energiezähler abzulesen, Lastgänge auszuwerten und betriebliche Leistungsspitzen zu erkennen.

Dein Auftrag: Untersuche die Energiedaten einer Ausbildungswerkstatt und schlage eine sinnvolle Verbesserung vor.

Lerneinheit Kompetenz Ergebnis
1. Energie erfassen kW und kWh unterscheiden Zählerstand verstehen
2. Stromlaufbilder Leistung und Schaltungen verstehen Sicher simulieren
3. Lastgang auswerten Viertelstundenwerte berechnen Leistungsspitzen finden
4. Lasten verschieben Maßnahmen beurteilen Verbesserung begründen


Sicherheit zuerst

Dieser Kurs ist ausschließlich für Auswertung, Simulation und berührungssichere Schulungsmodelle bestimmt.

  1. Elektrische Sicherheit: Keine Arbeiten an Netzspannung, geöffneten Zählerschränken, Anschlussklemmen oder betrieblichen Elektroanlagen.
  2. Simulation: Nutze vorzugsweise die virtuelle Schaltungssimulation. Alternativ sind von der verantwortlichen Fachkraft freigegebene, berührungssichere Schulungsmodelle mit geeigneter Schutzkleinspannung möglich.
  3. Elektrofachkraft: Reale Elektroarbeiten dürfen ausschließlich entsprechend qualifizierte und beauftragte Personen im Rahmen ihrer Befugnisse durchführen.
  4. Lernkontrolle: Quizresultate, Simulationsergebnisse und Lernnachweise erteilen niemals eine Freigabe für reale Elektroarbeiten.

Wichtig: Alle Schaltbilder in diesem Kurs dienen dem Verständnis. Sie sind keine Montage-, Anschluss- oder Arbeitsanweisungen.


Lerneinheit 1: Energiezähler verstehen

Lernzeit: 8 Minuten


Energie und Leistung

Bildauftrag: Suche die Anzeige für elektrische Energie. Welche Einheit erkennst Du?

Größe Einheit Bedeutung
Leistung P kW Wie schnell Energie umgesetzt wird
Energie E kWh Wie viel Energie in einem Zeitraum umgesetzt wird
Zeit t h Wie lange ein Vorgang dauert

Merksatz:

E=P⋅t

Beispiel: Eine Anlage benötigt konstant 4 kW während 15 Minuten.

E=4kW⋅0,25h=1kWh

Achtung: Ein kWh-Wert ist eine Energiemenge. Ein kW-Wert bezeichnet eine Leistung.


Zählerstand und OBIS-Kennzahlen

Ein Energiezähler summiert die erfasste elektrische Energie. Bei geeigneten digitalen Zählern kennzeichnen OBIS-Kennzahlen unterschiedliche Messwerte.

Kennzahl Bedeutung
1.8.0 Bezogene Wirkenergie insgesamt, kWh
2.8.0 Eingespeiste Wirkenergie insgesamt, kWh

Die tatsächlich verfügbaren Anzeigen hängen vom Zähler und seiner Konfiguration ab. Eine moderne Messeinrichtung ist nicht automatisch ein intelligentes Messsystem mit Kommunikationsgateway.

Video: Digitalen Stromzähler ablesen – Stadtwerke Schwäbisch Hall

Beobachtungsauftrag: Suche im Video Zählerstand, Einheit und Kennzahl.


Basisaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Ein virtueller Verbraucher nimmt 2 kW über 30 Minuten auf. Berechne die Energie.

Hilfe 1: Wandle 30 Minuten in Stunden um.

Hilfe 2: Verwende E = P · t.

Lösung: 2 kW · 0,5 h = 1 kWh.

Begründetes Feedback: Das Ergebnis stimmt, weil Leistung und Zeit miteinander multipliziert werden. Der Zahlenwert 2 kW allein beschreibt keinen Verbrauch über einen Zeitraum.


Lerneinheit 2: Stromlaufbilder und Simulation

Lernzeit: 10 Minuten


Vom Stromlaufbild zum Energieverbrauch

Stromlaufbild: Virtuelle Gleichspannungsquelle, Schalter und Lampe.

Vergleich: Was verändert sich, wenn der Schalter geöffnet wird?

Messprinzip: Ein Wattmeter erfasst elektrische Leistung. Die Abbildung zeigt ein schematisches Messprinzip, keine Anleitung für Netzspannungsarbeiten.

Schaltzeichen: Historische Darstellung eines elektrischen Leistungsschreibers.

Merke: Die Leistung beschreibt einen momentanen oder gemittelten Zustand. Die Energie ergibt sich aus der Leistung über die Zeit.


Funktionsbild einer betrieblichen Energiemessung

       FUNKTIONSPRINZIP – KEIN ANSCHLUSSPLAN

  Elektrisches Netz
         |
         v
   [ Energiezähler ]
         |
         v
 [ Betriebsverteilung ]
         |
         v
 [ Werkstattverbraucher ]

  Auswertung:
  Zählerdaten -> Zeitintervalle
              -> Energie [kWh]
              -> Leistung [kW]
              -> Lastgang

Wichtig: Das Funktionsbild zeigt lediglich die gedankliche Zuordnung der Energiedaten. Es enthält keine realen Anschluss- oder Schutzdetails.


Berührungssichere Schaltungssimulation

Simulation: PhET – Stromkreise schalten: Virtuelles Gleichstrom-Labor

Urheber: PhET Interactive Simulations, University of Colorado Boulder. Für die Simulation gelten die Nutzungs- und Lizenzbedingungen von PhET; hier erfolgt lediglich eine externe Verlinkung.

Virtueller Arbeitsauftrag:

  1. Erzeuge im virtuellen Labor einen einfachen Stromkreis mit Batterie, Schalter und Lampe.
  2. Aktiviere die Schaltbildansicht und beobachte die Anzeige des Stromflusses.
  3. Vergleiche den Zustand bei geöffnetem und geschlossenem Schalter.
  4. Ermittle virtuelle Strom- und Spannungswerte. Berechne bei einem Gleichstromverbraucher die Leistung mit P = U · I.

Beispielrechnung:

P=9V⋅0,2A=1,8W

Für zehn Minuten konstant angenommene Leistung ergibt sich:

E=1,8W⋅1060h=0,3Wh

Feedback: Deine Berechnung ist nachvollziehbar, wenn Spannung, Strom, Zeit und Einheiten stimmen. Die PhET-Schaltung ist ein vereinfachtes Gleichstrommodell und bildet keinen betrieblichen Drehstrom-Energiezähler oder dessen Lastgangmessung nach.

Ein physisches Schulungsmodell darf nur unter den festgelegten sicheren Ausbildungsbedingungen eingesetzt werden. Es ist für diesen Kurs nicht erforderlich.


Lerneinheit 3: Energiezähler und Lastgänge auswerten

Lernzeit: 12 Minuten


Was ist ein Lastgang?

Ein Lastgang zeigt den Verlauf der elektrischen Leistung über die Zeit. Bei der registrierenden Leistungsmessung von Strom sind Viertelstundenwerte üblich.

Bildauftrag: Erkenne niedrige und hohe Leistungsbereiche entlang der Zeitachse.

Vergleich: Dieses Schaubild beschreibt einen schematischen Lastverlauf im Stromnetz, nicht den Verbrauch einer einzelnen Werkstatt. Das Grundprinzip der zeitlichen Darstellung ist jedoch gleich.

Formel für ein Viertelstundenintervall:

Pmittel=ΔE0,25h

Damit gilt:

Pmittel[kW]=4⋅ΔE[kWh]

Merke: Ein Lastgangwert in kW ist hier die durchschnittliche Leistung während der jeweiligen Viertelstunde. Er ist nicht automatisch die höchste kurzzeitige Momentanleistung.


Ausbildungsfall: Werkstatt Nord

Betriebliche Situation:

Du unterstützt das Energiemanagement einer Ausbildungswerkstatt. Mehrere Maschinen und Nebenverbraucher werden genutzt. Zwischen 07:00 und 09:00 Uhr liegen fiktive Viertelstunden-Zählerstände vor.

Dein Ziel: Verbrauch berechnen, Leistungsspitzen bestimmen und eine mögliche Lastverschiebung beurteilen.

Uhrzeit Zählerstand in kWh Energie seit vorheriger Messung in kWh Mittlere Leistung in kW
07:00 1200,00 Startwert –
07:15 1200,50 0,50 2
07:30 1201,00 0,50 2
07:45 1201,75 0,75 3
08:00 1202,75 1,00 4
08:15 1205,75 3,00 12
08:30 1208,75 3,00 12
08:45 1209,75 1,00 4
09:00 1210,25 0,50 2

Zeitzuordnung: Jeder Differenzwert gehört zum Intervall zwischen der vorherigen Uhrzeit und der angegebenen Uhrzeit. Die erste Leistung von 2 kW gilt deshalb für 07:00–07:15 Uhr.


Signaldiagramm der Werkstatt

Modellannahme: Eine verschiebbare Presse benötigt während ihres Betriebs konstant zusätzliche 8 kW. Anlaufvorgänge werden nicht modelliert.

Intervallbeginn    07:00 07:15 07:30 07:45 08:00 08:15 08:30 08:45
---------------------------------------------------------------------
Presse EIN            0     0     0     0     1     1     0     0
P gesamt [kW]         2     2     3     4    12    12     4     2

0 = AUS       1 = EIN
Jeder Wert gilt für die folgenden 15 Minuten.

Leistungsdiagramm:

P [kW]       Lastgang als Viertelstundenmittelwerte

12 |                         ███  ███
10 |                         ███  ███
 8 |                         ███  ███
 6 |                         ███  ███
 4 |                    ███  ███  ███  ███
 2 | ███  ███  ███  ███  ███  ███  ███  ███
 0 +------------------------------------------------
     07   07   07   07   08   08   08   08
     :00  :15  :30  :45  :00  :15  :30  :45

                         Zeit ->

Berechnung eines Spitzenintervalls:

08:00 bis 08:15 Uhr:

ΔE=1205,75−1202,75=3kWh

Pmittel=30,25=12kW

Ergebnisse des Ausbildungsfalls:

Kennwert Ergebnis
Gesamtenergie von 07:00 bis 09:00 10,25 kWh
Höchster Viertelstunden-Leistungsmittelwert 12 kW
Spitzenintervalle 08:00–08:15 und 08:15–08:30
Durchschnittliche Leistung über zwei Stunden 5,125 kW


Gestufte Hilfen zur Auswertung

Hilfe 1 – Orientierung: Ein Zählerstand beschreibt die bis dahin aufsummierte Energie. Für ein Intervall benötigst Du zwei aufeinanderfolgende Messwerte.

Hilfe 2 – Rechenweg: Neuer Zählerstand minus vorheriger Zählerstand ergibt die Intervallenergie. Teile diese durch 0,25 Stunden.

Hilfe 3 – Kontrollbeispiel: Von 07:30 bis 07:45 steigt der Zählerstand um 0,75 kWh. Das entspricht 0,75 / 0,25 = 3 kW.

Hinweis zur Datenqualität: Prüfe vor realen Auswertungen die Messintervalle, Zeitzone, Sommer- und Winterzeit, fehlende Werte, Messrichtung, Zählerwechsel und gegebenenfalls Messwandlerfaktoren. Ein fehlerhafter Zeitbezug kann eine Lastspitze falsch zuordnen.


Anwendungsaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Berechne den Energieverbrauch von 08:00 bis 08:30 Uhr und die durchschnittliche Leistung in diesem Zeitraum.

Lösung:

E=1208,75−1202,75=6kWh

Pmittel=6kWh0,5h=12kW

Begründetes Feedback: Der Wert 12 kW ist korrekt, weil sich die 6 kWh auf eine halbe Stunde verteilen. Würdest Du fälschlich eine volle Stunde ansetzen, wäre das Ergebnis um den Faktor zwei zu klein.


Lerneinheit 4: Leistungsspitzen gezielt reduzieren

Lernzeit: 10 Minuten


Lastmanagement

Bildauftrag: Vergleiche eine ungleichmäßige mit einer geglätteten Lastkurve.

Lastmanagement kann zeitlich verschiebbare Verbraucher so koordinieren, dass weniger hohe Leistungsspitzen entstehen.

Video: Lastmanagement einfach erklärt – Janitza

Beobachtungsauftrag: Warum kann eine Leistungsspitze für Unternehmen relevant sein?


Transferfall: Presse früher nutzen

Vorschlag: Die im Modell mit 8 kW angesetzte Presse wird von 08:00–08:30 Uhr auf 07:00–07:30 Uhr verschoben. Alle übrigen Verbraucher bleiben unverändert.

Intervallbeginn    07:00 07:15 07:30 07:45 08:00 08:15 08:30 08:45
---------------------------------------------------------------------
Presse EIN            1     1     0     0     0     0     0     0
P gesamt [kW]        10    10     3     4     4     4     4     2
Kennwert Vorher Nachher
Höchster Viertelstundenwert 12 kW 10 kW
Energie im betrachteten Zeitraum 10,25 kWh 10,25 kWh
Veränderung der Spitzenleistung – minus 2 kW

Begründetes Feedback: Die Leistungsspitze sinkt rechnerisch, weil die Presse nicht mehr gleichzeitig mit der höheren Grundlast läuft. Der Energieverbrauch bleibt in diesem idealisierten Modell unverändert, weil die Presse dieselbe Leistung über dieselbe Dauer benötigt.

Betriebliche Einschränkung: Eine Verschiebung ist nur sinnvoll, wenn Arbeitsablauf, Personal, Produktionsqualität und zulässige Betriebsbedingungen dies erlauben. Eine tatsächliche wirtschaftliche Einsparung hängt vom Vertrag, den Abrechnungsregeln und vom maßgeblichen Abrechnungszeitraum ab.


Kurzes Erklärvideo zur Einheit kWh

Video: What is a kilowatt hour? – EnBW E-Knowledge

Reflexionsfrage: Warum kann ein Unternehmen seine Leistungsspitze senken, ohne im selben Zeitraum Energie einzusparen?


Transferaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Entscheide, ob Du die Presse verschieben würdest. Nenne einen Vorteil und zwei Bedingungen, die vorher geklärt werden müssen.

Musterfeedback: Eine nachvollziehbare Empfehlung nennt die Senkung des Viertelstundenmaximums von 12 auf 10 kW als Vorteil. Sie berücksichtigt zugleich die Verfügbarkeit von Personal und Material sowie technische oder organisatorische Einschränkungen. Eine Aussage wie „Dadurch sparen wir automatisch 2 kWh“ wäre falsch: Die Differenz von 2 kW betrifft die Leistungsspitze, nicht die gesamte Energiemenge.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Einheit beschreibt elektrische Energie? (kWh) (!kW) (!Volt) (!Ampere)




Welche Einheit beschreibt elektrische Leistung? (kW) (!kWh) (!Stunden) (!Kilowattstunden)




Wofür steht die OBIS-Kennzahl 1.8.0 bei einem üblichen Stromzähler? (Bezogene Wirkenergie insgesamt) (!Momentane Netzfrequenz) (!Eingespeiste Blindleistung) (!Aktuelle Temperatur)




Wie viele Stunden umfasst ein Viertelstundenintervall? (0,25 Stunden) (!0,15 Stunden) (!0,50 Stunden) (!1,25 Stunden)




Ein Zählerstand steigt von 1202 auf 1203 kWh. Wie groß ist die Differenz? (1 kWh) (!1 kW) (!5 kWh) (!1203 kW)




In 15 Minuten werden 2 kWh bezogen. Wie groß ist die mittlere Leistung? (8 kW) (!2 kW) (!0,5 kW) (!30 kW)




Was wird in einem Lastgang typischerweise dargestellt? (Leistungswerte im zeitlichen Verlauf) (!Nur die Seriennummer des Zählers) (!Nur der Strompreis) (!Nur die Leitungslänge)




Welche höchste Viertelstundenleistung weist die Werkstatt Nord auf? (12 kW) (!10,25 kW) (!3 kW) (!1208,75 kW)




Was bewirkt das Verschieben der Presse im Modell? (Die Spitzenleistung sinkt bei gleicher Energiemenge) (!Der Energieverbrauch sinkt automatisch auf null) (!Die Netzfrequenz wird verdoppelt) (!Jede Viertelstunde hat danach dieselbe Leistung)




Welche Aussage zur Sicherheit ist richtig? (Ein Quizresultat ersetzt keine fachliche Beauftragung) (!Ein bestandenes Quiz erlaubt Arbeiten am Zählerschrank) (!Eine Simulation befähigt automatisch zu Netzspannungsarbeiten) (!Elektrische Arbeiten sind ohne Qualifikation erlaubt)





Memory

Wirkenergie Kilowattstunde
Wirkleistung Kilowatt
Lastgang Zeitverlauf der Leistung
Leistungsspitze Höchster Intervallmittelwert
OBIS 1.8.0 Bezogene Wirkenergie gesamt
Viertelstunde Fünfzehn Minuten
Lastverschiebung Zeitliche Verlagerung eines Verbrauchers





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Zählerstandsdifferenz Energieverbrauch im Messintervall
Leistungsmittelwert Energie geteilt durch Intervallzeit
Zeitstempel Zuordnung eines Messwerts zur Uhrzeit
Lastdiagramm Grafische Darstellung des Leistungszeitverlaufs
Spitzenlastmanagement Gezielte Verringerung hoher Leistungswerte
Datenplausibilisierung Prüfung der Messdaten auf Auffälligkeiten





Kreuzworträtsel

WIRKENERGIE Welche elektrische Größe wird in Kilowattstunden angegeben?
LASTGANG Wie heißt die zeitliche Folge von Leistungswerten?
SPITZENLAST Wie nennt man eine besonders hohe Leistungsnachfrage?
ZEITACHSE Welche Diagrammachse zeigt den zeitlichen Verlauf?
STROMZAEHLER Welches Gerät erfasst die bezogene elektrische Energie?
WIRKLEISTUNG Welche elektrische Größe wird in Kilowatt angegeben?





LearningApps

Hinweis: Dies ist eine Themensuche bei LearningApps, keine Behauptung, dass bereits eine bestimmte geprüfte Übung vorhanden ist.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein elektrischer Energiezähler erfasst die umgesetzte elektrische

.
Die übliche Einheit der elektrischen Wirkenergie ist die

.
Die elektrische Leistung wird häufig in

angegeben.
Eine Viertelstunde entspricht

Stunden.
Den Energieverbrauch eines Intervalls berechnest Du aus der

.
Ein zeitlicher Verlauf von Leistungswerten heißt

.
Die höchste mittlere Intervallleistung wird als

bezeichnet.
Im Werkstattbeispiel beträgt die höchste Viertelstundenleistung

kW.
Die zeitliche Verlagerung eines Verbrauchers kann eine Leistungsspitze

.
Für die sichere Erprobung einer vereinfachten Schaltung eignet sich eine digitale

.
Ein bestandenes Quiz ersetzt keine fachliche

.




Offene Aufgaben

Bearbeite die folgenden Aufgaben zunächst selbstständig. Nutze für technische Darstellungen nur Simulationen, Zeichnungen oder ausdrücklich freigegebene berührungssichere Schulungsmodelle.


Leicht: Basisaufgaben

  1. Elektrische Energie: Gestalte eine Lernkarte, die den Unterschied zwischen kW und kWh anhand eines eigenen Rechenbeispiels erklärt.
  2. Stromzähler: Erstelle eine beschriftete Skizze eines digitalen Energiezählers anhand eines frei lizenzierten Bildes.
  3. Zeitintervall: Zeichne eine Zeitachse mit vier Viertelstunden und beschrifte Anfang und Ende jedes Intervalls.
  4. Stromlaufplan: Zeichne den virtuellen Stromkreis aus dem PhET-Labor und erkläre die Funktion des Schalters.


Standard: Anwendungsaufgaben

  1. Lastganganalyse: Übertrage die Werkstattdaten in eine Tabellenkalkulation, berechne die Intervallleistungen und erstelle ein Diagramm.
  2. Energieverbrauch: Entwirf einen vergleichbaren Datensatz mit sechs aufeinanderfolgenden Zählerständen und überprüfe die Einheiten.
  3. Signaldiagramm: Erstelle für zwei modellierte Verbraucher ein gemeinsames Ein-Aus-Signaldiagramm und leite daraus einen möglichen Leistungszeitverlauf ab.
  4. Energiemanagement: Führe ein Gespräch mit einer ausbildenden Fachkraft über die Bedeutung von Lastgängen im Betrieb. Beschränke Dich auf organisatorische Fragen und die Auswertung bereits bereitgestellter Daten.


Schwer: Transferaufgaben

  1. Spitzenlastmanagement: Entwickle zwei alternative Zeitpläne für die Werkstatt Nord und vergleiche Spitzenleistung, Energieverbrauch und betriebliche Voraussetzungen.
  2. Messdatenanalyse: Ergänze den Beispieldatensatz um einen fehlenden Messwert und entwickle ein Verfahren, um die Datenlücke kenntlich zu machen, ohne einen Messwert als gesichert zu erfinden.
  3. Wirtschaftlichkeitsrechnung: Untersuche anhand ausdrücklich fiktiver Arbeitspreise und Leistungspreise, wann sich eine Lastverschiebung finanziell auswirken könnte. Lege Deine Tarifannahmen offen.
  4. Projektpräsentation: Erstelle ein kurzes Erklärvideo oder eine digitale Präsentation für neue Auszubildende. Erkläre Energie, Leistung, Zeitbezug, Lastgang und Sicherheitsgrenzen anhand einer selbst erstellten Simulation.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die Lernkontrolle prüft Zusammenhänge und die Anwendung auf neue Situationen, nicht nur auswendig gelerntes Faktenwissen.

  1. Messwertinterpretation: Ein Betrieb verbraucht innerhalb einer Viertelstunde 4 kWh. Berechne die mittlere Leistung und erkläre, warum der Wert nicht als Momentanmaximum interpretiert werden darf.
  2. Lastprofilvergleich: Zwei Betriebe verbrauchen in zwei Stunden gleich viel Energie, haben aber unterschiedliche Leistungsspitzen. Entwirf zwei passende Lastgänge und erläutere den Unterschied.
  3. Fehleranalyse: Eine Auswertung verwendet für 15 Minuten versehentlich 0,15 Stunden. Erkläre die Auswirkung auf den berechneten Leistungswert.
  4. Datenqualität: In einem Lastgang fehlen zwei Viertelstunden. Beschreibe, welche Aussagen weiterhin möglich sind und welche nicht sicher getroffen werden dürfen.
  5. Produktionsplanung: Bewerte eine geplante Verschiebung eines elektrischen Verbrauchers anhand von Produktionsablauf, Sicherheit, Spitzenleistung und Energiebedarf.
  6. Technischer Transfer: Erkläre, warum ein virtuelles Gleichstromexperiment zum Grundverständnis beiträgt, aber keine reale Messung oder Arbeitsfreigabe an einem betrieblichen Drehstromsystem ersetzt.

Bewertungshinweise: Eine überzeugende Bearbeitung verwendet richtige Einheiten und Intervalle, erläutert ihre Annahmen, trennt gemessene von angenommenen Daten und berücksichtigt die Sicherheitsgrenzen. Die Rückmeldung dient der Kompetenzentwicklung und nicht als Berechtigung zu Elektroarbeiten.




Lernnachweis

Für einen nachvollziehbaren Lernnachweis reichst Du folgende Ergebnisse ein:

  1. Fachbegriffe: Eine eigene Erklärung von Leistung, Energie, Zählerstand und Lastgang.
  2. Berechnung: Einen überprüfbaren Rechenweg für mindestens zwei Viertelstundenwerte mit korrekten Einheiten.
  3. Lastdiagramm: Ein selbst erstelltes Diagramm mit beschrifteten Achsen und Zeitintervallen.
  4. Signaldiagramm: Eine modellhafte Darstellung der Betriebszeiten mindestens eines Verbrauchers.
  5. Lastmanagement: Einen begründeten Verbesserungsvorschlag mit einem rechnerischen Vorher-Nachher-Vergleich.
  6. Reflexion: Eine Beschreibung möglicher Datenfehler, Modellgrenzen und betrieblicher Voraussetzungen.
  7. Arbeitssicherheit: Eine Erklärung, warum die Lernaufgaben keine Berechtigung zur Durchführung realer Elektroarbeiten begründen.

Nachweisform: Digitales Lernportfolio, Tabellenkalkulation, Präsentation oder Fachgespräch.

Keine Freigabewirkung: Der Lernnachweis bewertet ausschließlich Lernleistungen. Qualifikation, Beauftragung, Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsfreigaben sind davon unabhängig.




OERs zum Thema

Wikipedia: Stromzähler

Wikipedia: Lastprofil


Fachlich geprüfte Ausgangsquellen

  1. Bundesnetzagentur – Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme: Unterscheidung von Messsystemtypen und Messfunktionen.
  2. OBIS-Kennzahlen-System: Zuordnung von Wirkenergie, Wirkleistung und Zählerstandskennzahlen.
  3. Bundesnetzagentur – Erhebung im Messwesen vom 21.09.2026: Fachlicher Bezug zu Viertelstundenwerten intelligenter Messsysteme.
  4. DGUV Regel 103-011: Fachliche und organisatorische Anforderungen bei elektrischen Arbeiten.
  5. Wikipedia – Lastprofil: Begriff, Zeitbezug und Verlauf der Leistung.
  6. Wikipedia – Stromzähler: Wirkenergiemessung, Zählertechnik und Messdaten.

Fachlicher Hinweis: Die Werkstattwerte sind eigens erstellte didaktische Beispieldaten und keine Messdaten eines realen Betriebs. Der Lastverschiebungsvergleich beruht auf den angegebenen Modellannahmen.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Die folgenden Bilddateien wurden anhand ihrer Wikimedia-Commons-Dateiseiten hinsichtlich Herkunft und Lizenz ausgewählt. Sie werden im Kurs unverändert mit Dateinamen eingebunden.

Medium Urheber Lizenz
Digitaler Energiezähler RobbieIanMorrison CC BY 4.0
Intelligentes Messsystem Franziska Fahrbach CC BY-SA 4.0
Einfacher Stromkreis MikeRun CC BY-SA 4.0
Stromkreis mit Schalter Rob Kam CC BY 4.0
Wattmeter-Schaltung Crochet.david CC BY-SA 3.0
Schaltzeichen MovGP0 CC BY-SA 2.0 DE
Lastprofil Peter Gerstbach / Paeh CC BY-SA 3.0
Tagesverlauf des Stromverbrauchs Seisofrei CC0 1.0
Lastmanagement-Diagramm Freshman404 CC BY-SA 4.0

Videonachweise:

  1. Digitale Stromzähler ablesen – Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH
  2. Lastmanagement einfach erklärt – Janitza
  3. What is a kilowatt hour? – EnBW E-Knowledge

YouTube-Videos werden als externe Videos eingebettet und nicht als frei nachnutzbare OER-Dateien ausgegeben. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Für den Einsatz gelten die YouTube-Einbettungsbedingungen.

Die PhET-Simulation wird extern verlinkt, nicht kopiert oder auf moocwiki.org neu gehostet. Gemäß der aktuellen PhET-Lizenzseite ist die nichtkommerzielle Nutzung unter CC BY-NC 4.0 geregelt; mögliche kommerzielle Nutzung bedarf gesonderter Klärung.

Technischer Hinweis: Die direkte Anzeige von Wikimedia-Commons-Dateien setzt eine entsprechende Commons-Anbindung des Wikis voraus. Die verlinkten Originaldateiseiten enthalten die maßgeblichen Lizenzinformationen.


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