Diskursiver Synkretismus 8


Diskursiver Synkretismus 8
Einleitung
Diskursiver Synkretismus ist ein didaktischer und philosophischer Arbeitsbegriff für eine Form der Orientierung, die in einer pluralen Welt unterschiedliche Traditionen, Weltanschauungen, Wissensformen, Religionen, Kulturen und Medienperspektiven nicht beliebig vermischt, sondern in einem begründeten Diskurs prüft. Der Begriff verbindet zwei Gedanken: Synkretismus meint die Verbindung verschiedener Ideen zu neuen Deutungen, während diskursiv bedeutet, dass diese Verbindung durch Argumentation, Kritik, Dialog, Quellenkritik und verantwortliches Urteilen begleitet wird.
Der folgende aiMOOC hilft Dir, diskursiven Synkretismus als Orientierungskompetenz zu verstehen. Du lernst, wie Menschen in einer Welt voller konkurrierender Deutungen zwischen Dogmatismus, Relativismus, Verschwörungstheorie, Tradition, Innovation, Religion, Wissenschaft, Ethik, Künstliche Intelligenz und Demokratie handlungsfähig bleiben können.
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Das Video führt in die Leitfrage ein: Was ist diskursiver Synkretismus und warum kann er in einer pluralen Welt Orientierung geben? Im Kurs vertiefst Du diese Frage mit Beispielen, Begriffen, Methoden und Aufgaben.

Begriff und Grundidee
Synkretismus als Verbindung von Deutungen
Synkretismus bezeichnet allgemein die Verbindung, Mischung oder Synthese verschiedener Ideen, philosophischer Positionen, religiöser Traditionen, kultureller Praktiken oder symbolischer Ordnungen. In der Religionswissenschaft wird damit häufig die Verbindung religiöser Vorstellungen beschrieben. In anderen Bereichen kann der Begriff auch für sprachliche, kulturelle, politische oder künstlerische Mischformen verwendet werden.
Für den diskursiven Synkretismus ist entscheidend: Nicht jede Mischung ist schon sinnvoll. Eine Verbindung verschiedener Deutungen wird erst dann tragfähig, wenn sie transparent begründet, kritisch geprüft und ethisch verantwortet wird.
Diskurs als Prüfung durch Gründe
Diskurs meint mehr als ein Gespräch. Ein Diskurs ist ein geregelter Austausch von Argumenten, in dem Beteiligte Aussagen prüfen, Gründe einfordern, Einwände ernst nehmen und ihre Positionen überarbeiten können. In der Diskursethik wird besonders betont, dass Normen und Entscheidungen nicht nur durch Macht, Tradition oder Mehrheitsdruck entstehen sollen, sondern durch faire Beteiligung, Verständlichkeit und begründete Zustimmung.
Für den diskursiven Synkretismus bedeutet das: Eine neue Verbindung von Gedanken darf nicht einfach behauptet werden. Sie muss sich Fragen stellen lassen: Welche Quellen werden genutzt? Welche Interessen wirken mit? Welche Menschen sind betroffen? Welche Folgen entstehen? Welche Grenzen sind zu beachten?
Diskursiver Synkretismus als Arbeitsbegriff
Diskursiver Synkretismus kann als eine Methode verstanden werden, um in einer unübersichtlichen Welt verantwortliche Orientierung zu gewinnen. Der Begriff ist besonders hilfreich, wenn mehrere Deutungssysteme gleichzeitig wirksam sind: religiöse Überzeugungen, wissenschaftliche Erkenntnisse, persönliche Erfahrungen, kulturelle Prägungen, digitale Informationen, politische Werte und mediale Erzählungen.
Dabei geht es nicht darum, alle Unterschiede aufzulösen. Vielmehr sollst Du lernen, Differenzen wahrzunehmen, Gemeinsamkeiten zu prüfen, Widersprüche auszuhalten und mögliche Verbindungen verantwortlich zu gestalten.
Warum das Thema heute wichtig ist
Plurale Gesellschaften
In einer pluralen Gesellschaft leben Menschen mit unterschiedlichen Religionen, Weltanschauungen, Lebensstilen, Sprachen, Werten und Erfahrungen zusammen. Diese Vielfalt kann bereichern, aber auch zu Konflikten führen. Diskursiver Synkretismus bietet eine Möglichkeit, Vielfalt nicht als Bedrohung zu verstehen, sondern als Lernanlass.

Digitale Öffentlichkeit
In der digitalen Öffentlichkeit begegnen Dir täglich Nachrichten, Meinungen, Algorithmen, KI-Systeme, Influencer, Kommentarspalten, Memes und Desinformation. Viele Aussagen wirken überzeugend, obwohl sie ungenau, verzerrt oder manipulativ sein können. Deshalb braucht diskursiver Synkretismus eine starke Medienkompetenz.
Wer diskursiv-synkretisch denkt, übernimmt Informationen nicht blind. Er vergleicht Quellen, fragt nach Interessen, prüft Belege, erkennt Unsicherheiten an und unterscheidet zwischen Fakten, Deutungen, Meinungen und Propaganda.
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Orientierung zwischen Eindeutigkeit und Beliebigkeit
Viele Menschen suchen in Krisenzeiten nach eindeutigen Antworten. Andere reagieren auf Vielfalt mit dem Satz: Alles ist relativ. Beide Extreme können problematisch sein. Dogmatismus verschließt sich gegen Kritik. Relativismus kann dazu führen, dass zwischen gut begründeten und schlecht begründeten Positionen nicht mehr unterschieden wird.
Diskursiver Synkretismus versucht einen dritten Weg: Er anerkennt Vielfalt, verlangt aber Begründung. Er respektiert Traditionen, prüft sie aber kritisch. Er nutzt neue Perspektiven, ohne jede Grenze aufzugeben.
Zentrale Prinzipien
Prinzip der Differenzwahrnehmung
Differenzwahrnehmung bedeutet, Unterschiede nicht vorschnell zu glätten. Wenn zwei Traditionen, Theorien oder Weltbilder verschiedene Begriffe verwenden, müssen diese Unterschiede genau betrachtet werden. Eine religiöse Aussage, eine naturwissenschaftliche Erklärung und eine persönliche Erfahrung können nicht einfach gleichgesetzt werden, weil sie unterschiedliche Formen von Geltung haben.
Prinzip der Begründungspflicht
Im diskursiven Synkretismus genügt es nicht zu sagen: Das fühlt sich für mich richtig an. Gefühle sind wichtig, aber sie ersetzen keine Begründung. Wer eine Verbindung zwischen Ideen vorschlägt, muss erklären, warum diese Verbindung sachlich, ethisch und praktisch sinnvoll ist.
Prinzip der Quellenkritik
Quellenkritik fragt nach Herkunft, Zuverlässigkeit, Absicht und Kontext einer Aussage. Besonders bei digitalen Informationen ist wichtig, ob eine Quelle überprüfbar ist, ob sie Fachwissen nutzt, ob sie transparent arbeitet und ob sie Gegenargumente zulässt.
Prinzip der Ambiguitätstoleranz
Ambiguitätstoleranz ist die Fähigkeit, Mehrdeutigkeit, Unsicherheit und Widerspruch auszuhalten. Sie ist für den diskursiven Synkretismus zentral, weil nicht jede Frage sofort eindeutig entschieden werden kann. Lernen bedeutet hier auch, mit vorläufigen Antworten verantwortungsvoll zu leben.
Prinzip der ethischen Grenze
Nicht jede Synthese ist legitim. Menschenwürde, Gewaltfreiheit, Schutz vor Diskriminierung, wissenschaftliche Redlichkeit und demokratische Grundrechte bilden Grenzen. Eine Verbindung von Ideen wird problematisch, wenn sie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Extremismus, Menschenfeindlichkeit oder bewusste Desinformation rechtfertigt.
Abgrenzungen
Nicht bloße Vermischung
Diskursiver Synkretismus ist keine unkritische Collage. Wenn jemand einfach aus verschiedenen Traditionen einzelne Begriffe auswählt, ohne ihren Kontext zu verstehen, entsteht oft Missverständnis oder kulturelle Aneignung. Diskursiver Synkretismus verlangt Kontextwissen, Respekt und Prüfung.
Nicht Dogmatismus
Dogmatismus hält eine Position für unangreifbar. Diskursiver Synkretismus dagegen bleibt offen für bessere Argumente. Diese Offenheit bedeutet nicht Schwäche, sondern intellektuelle Verantwortung.
Nicht Relativismus
Relativismus kann behaupten, jede Sichtweise sei nur eine Meinung. Diskursiver Synkretismus unterscheidet dagegen zwischen gut begründeten, teilweise begründeten und unbegründeten Aussagen. Er fragt nach Evidenz, Folgen und Argumentqualität.
Nicht Assimilation
Assimilation meint oft, dass eine Gruppe ihre Eigenheit zugunsten einer dominanten Ordnung aufgeben soll. Diskursiver Synkretismus zielt nicht auf Gleichmacherei, sondern auf einen Dialog, in dem Unterschiede sichtbar bleiben und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten entstehen.
Ein Prozessmodell
Schritt 1: Wahrnehmen
Zuerst wird gesammelt, welche Perspektiven zu einem Thema vorhanden sind. Dazu gehören wissenschaftliche, religiöse, ethische, kulturelle, politische, persönliche und mediale Stimmen. In dieser Phase geht es noch nicht um schnelle Bewertung, sondern um genaue Wahrnehmung.
Schritt 2: Klären
Begriffe müssen geklärt werden. Was meint eine Person mit Wahrheit? Was meint eine Gruppe mit Tradition? Was meint eine Quelle mit Freiheit? Viele Konflikte entstehen, weil dieselben Wörter unterschiedlich verstanden werden.
Schritt 3: Vergleichen
Nun werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht. Welche Aussagen widersprechen sich? Welche ergänzen sich? Welche beziehen sich auf verschiedene Ebenen? Ein ethischer Anspruch kann zum Beispiel eine andere Funktion haben als eine naturwissenschaftliche Erklärung.
Schritt 4: Prüfen
In der Prüfphase werden Quellen, Argumente, Interessen und Folgen untersucht. Hier helfen Quellenkritik, Logik, Argumentationsanalyse, Faktencheck, Perspektivenwechsel und Ethik.
Schritt 5: Integrieren
Erst nach der Prüfung kann eine begründete Verbindung entstehen. Integration heißt nicht, alles zu übernehmen. Sie bedeutet, ausgewählte Elemente so zusammenzuführen, dass ihre Herkunft, Bedeutung und Grenze erkennbar bleiben.
Schritt 6: Verantworten
Jede Synthese hat Folgen. Deshalb muss gefragt werden: Wer profitiert? Wer wird übergangen? Welche Risiken entstehen? Welche Verantwortung haben Lernende, Lehrende, Medien, religiöse Gruppen, politische Akteure und digitale Plattformen?
Schritt 7: Revidieren
Diskursiver Synkretismus bleibt lernfähig. Neue Informationen, bessere Argumente oder Erfahrungen können dazu führen, dass eine Position überarbeitet werden muss. Diese Revisionsfähigkeit ist ein Zeichen von Stärke.
Beispiele
Interreligiöser Dialog
Der interreligiöse Dialog ist ein anschauliches Feld für diskursiven Synkretismus. Christliche, jüdische, islamische, buddhistische, hinduistische, humanistische und andere Perspektiven können gemeinsame ethische Fragen beraten, ohne ihre Unterschiede zu verleugnen. Dabei kann es um Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfungsverantwortung, Menschenwürde oder Bildung gehen.

Schule und fächerverbindendes Lernen
In der Schule begegnen Dir viele Fächer mit eigenen Methoden: Biologie, Geschichte, Ethik, Religion, Deutsch, Politische Bildung, Kunst, Informatik und Geographie. Diskursiver Synkretismus hilft, diese Perspektiven nicht gegeneinander auszuspielen, sondern bewusst zu verbinden. Eine Unterrichtseinheit zu Klimawandel kann zum Beispiel naturwissenschaftliche Daten, politische Entscheidungen, ethische Verantwortung, mediale Darstellung und persönliche Lebensführung gemeinsam betrachten.
Künstliche Intelligenz und Wahrheitssuche
Künstliche Intelligenz kann Texte, Bilder, Musik, Analysen und Vorschläge erzeugen. Dadurch entstehen neue Formen von Wissen und Unsicherheit. Diskursiver Synkretismus fragt: Welche Rolle spielt KI bei der Verbindung von Perspektiven? Welche Quellen nutzt sie? Welche Fehler können entstehen? Welche menschliche Verantwortung bleibt unverzichtbar?
Demokratie und Streitkultur
Eine Demokratie lebt davon, dass Menschen streiten können, ohne einander zu entmenschlichen. Diskursiver Synkretismus fördert Streitkultur, weil er Unterschiede nicht unterdrückt, aber nach gemeinsamen Regeln des Austauschs sucht. Dazu gehören Zuhören, Begründen, Widersprechen, Korrigieren und gemeinsames Entscheiden.
Methoden für den Unterricht
Diskurslandkarte
Eine Diskurslandkarte ordnet verschiedene Stimmen zu einem Thema. In der Mitte steht die Leitfrage. Darum herum werden Positionen, Quellen, Interessen, Werte, Belege und offene Fragen gesammelt. So wird sichtbar, dass ein Problem selten nur zwei Seiten hat.
Perspektivenmatrix
Eine Perspektivenmatrix vergleicht Sichtweisen. In den Zeilen stehen Akteure oder Traditionen, in den Spalten Begriffe wie Ziel, Menschenbild, Begründung, Risiko und offene Frage. Die Matrix verhindert vorschnelle Urteile und macht Unterschiede nachvollziehbar.
Konsens-Dissens-Protokoll
Ein Konsens-Dissens-Protokoll hält fest, worüber sich eine Gruppe einig ist und worüber nicht. Es zeigt, dass ein gutes Gespräch nicht immer völlige Einigung braucht. Manchmal ist schon ein klarer, respektvoller Dissens ein Lernfortschritt.
Quellenampel
Eine Quellenampel bewertet Quellen nach transparenten Kriterien. Grün steht für gut überprüfbare und seriöse Quellen, Gelb für teilweise brauchbare Quellen mit Klärungsbedarf, Rot für problematische Quellen mit Manipulation, fehlender Beleglage oder starker Verzerrung.
Fünf Prüffragen
- Herkunft: Aus welchem kulturellen, religiösen, wissenschaftlichen oder medialen Kontext stammt eine Idee?
- Begründung: Welche Argumente, Erfahrungen oder Belege sprechen für diese Idee?
- Grenze: Welche Teile der Idee dürfen nicht aus ihrem Zusammenhang gerissen werden?
- Verantwortung: Welche Folgen hat die Übernahme dieser Idee für andere Menschen?
- Revision: Welche neuen Informationen könnten die Verbindung verbessern oder korrigieren?
Kompetenzen
Wer diskursiven Synkretismus übt, stärkt mehrere Kompetenzen zugleich. Du lernst, sorgfältig zu lesen, Quellen zu prüfen, Begriffe zu unterscheiden, Konflikte auszuhalten, Argumente fair zu bewerten und eigene Positionen zu überarbeiten. Besonders wichtig sind Urteilskompetenz, Medienkompetenz, Demokratiebildung, Interkulturelle Kompetenz, Religiöse Bildung, ethische Reflexion und Kritisches Denken.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was meint diskursiver Synkretismus in diesem aiMOOC am besten? (Eine begründete Verbindung unterschiedlicher Perspektiven durch kritischen Dialog) (!Eine beliebige Mischung aller Meinungen ohne Prüfung) (!Eine starre Ablehnung fremder Traditionen) (!Eine rein technische Methode der Datenverarbeitung)
Welche Rolle spielt der Diskurs beim diskursiven Synkretismus? (Er prüft Verbindungen durch Argumente und Einwände) (!Er ersetzt jede Form von Begründung) (!Er verhindert unterschiedliche Meinungen) (!Er macht Quellenkritik überflüssig)
Warum ist Quellenkritik wichtig? (Sie prüft Herkunft, Zuverlässigkeit und Absicht von Aussagen) (!Sie verbietet persönliche Erfahrungen) (!Sie entscheidet immer sofort endgültig) (!Sie ersetzt ethische Verantwortung)
Was unterscheidet diskursiven Synkretismus vom Relativismus? (Er verlangt begründete Unterscheidungen zwischen Positionen) (!Er behauptet, jede Meinung sei gleich gut begründet) (!Er lehnt Vielfalt grundsätzlich ab) (!Er verbietet Diskussionen über Wahrheit)
Was bedeutet Ambiguitätstoleranz? (Die Fähigkeit, Mehrdeutigkeit und Unsicherheit auszuhalten) (!Die Pflicht, jede Aussage zu glauben) (!Die Ablehnung aller Traditionen) (!Die vollständige Auflösung aller Konflikte)
Welche Grenze muss diskursiver Synkretismus beachten? (Die Achtung von Menschenwürde und Gewaltfreiheit) (!Die Abschaffung jeder Kritik) (!Die Bevorzugung der lautesten Stimme) (!Die Gleichsetzung von Fakten und Gerüchten)
Was leistet eine Diskurslandkarte? (Sie ordnet Positionen, Quellen, Werte und offene Fragen) (!Sie ersetzt jede eigene Urteilsbildung) (!Sie beweist automatisch die Wahrheit einer Position) (!Sie löscht alle Widersprüche aus einem Thema)
Was ist ein Konsens-Dissens-Protokoll? (Eine Übersicht über Einigkeit und offene Unterschiede) (!Eine Liste nur richtiger Antworten) (!Ein Mittel zur Unterdrückung von Minderheiten) (!Eine Sammlung unbelegter Behauptungen)
Warum passt das Thema zur digitalen Öffentlichkeit? (Weil digitale Informationen geprüft, verglichen und eingeordnet werden müssen) (!Weil im Internet immer nur wahre Aussagen stehen) (!Weil Algorithmen keine Wirkung auf Sichtbarkeit haben) (!Weil Diskussionen online grundsätzlich überflüssig sind)
Welche Haltung passt am besten zum diskursiven Synkretismus? (Offenheit für bessere Argumente bei klarer ethischer Verantwortung) (!Unkritische Zustimmung zu jeder Tradition) (!Ablehnung jeder fremden Perspektive) (!Gleichgültigkeit gegenüber Folgen des eigenen Handelns)
Memory
| Diskurs | Begründeter Austausch |
| Synkretismus | Verbindung von Ideen |
| Quellenkritik | Prüfung von Herkunft |
| Ambiguitätstoleranz | Umgang mit Mehrdeutigkeit |
| Perspektivenwechsel | Andere Sicht einnehmen |
| Revision | Position überarbeiten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Perspektivenwechsel | Andere Sicht bewusst einnehmen |
| Quellenkritik | Herkunft und Zuverlässigkeit prüfen |
| Dissensklärung | Unterschiede respektvoll benennen |
| Integration | Begründete Verbindung herstellen |
| Revision | Ergebnis nach Kritik überarbeiten |
Kreuzworträtsel
| Dialog | Wie nennt man einen wechselseitigen Austausch zwischen Personen oder Gruppen? |
| Pluralismus | Wie nennt man die Anerkennung vieler unterschiedlicher Grundpositionen? |
| Synkretismus | Wie heißt die Verbindung verschiedener Ideen oder Traditionen? |
| Respekt | Welche Haltung braucht ein fairer Umgang mit unterschiedlichen Überzeugungen? |
| Argument | Was muss eine Behauptung im Diskurs stützen? |
| Kontext | Was hilft, eine Aussage in ihrem Zusammenhang zu verstehen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffsplakat: Gestalte ein Plakat zu den Begriffen Diskurs, Synkretismus, Pluralismus und Quellenkritik. Ergänze zu jedem Begriff ein Beispiel aus Deinem Alltag.
- Diskurs-Tagebuch: Notiere eine Woche lang Situationen, in denen unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen. Beschreibe, ob begründet diskutiert wurde.
- Medienvergleich: Wähle zwei Beiträge zu einem gesellschaftlichen Thema und vergleiche, welche Begriffe, Bilder und Quellen verwendet werden.
- Perspektivenkarte: Erstelle eine einfache Karte zu einer Streitfrage und trage mindestens vier unterschiedliche Sichtweisen ein.
Standard
- Konsens-Dissens-Protokoll: Führe mit einer Gruppe ein Gespräch über ein kontroverses Thema und halte fest, worin Einigkeit und worin begründeter Dissens besteht.
- Quellenampel: Prüfe drei digitale Quellen zu einem Thema und ordne sie mit einer Ampelbewertung ein. Begründe jede Farbe.
- Interreligiöser Dialog: Recherchiere ein Beispiel für interreligiösen oder weltanschaulichen Dialog und erkläre, welche Chancen und Grenzen sichtbar werden.
- Argumentationsanalyse: Analysiere einen Kommentartext. Markiere Behauptungen, Begründungen, Beispiele, Werturteile und mögliche Schwachstellen.
Schwer
- Diskurslandkarte: Entwickle eine ausführliche Diskurslandkarte zu einer aktuellen ethischen Frage, zum Beispiel KI in der Schule, Klimagerechtigkeit oder religiöse Symbole im öffentlichen Raum.
- Forschungsessay: Schreibe einen Essay zur Frage, ob diskursiver Synkretismus einen Ausweg zwischen Dogmatismus und Relativismus bieten kann.
- Projektvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du das Prozessmodell Wahrnehmen, Klären, Vergleichen, Prüfen, Integrieren, Verantworten und Revidieren an einem Beispiel darstellst.
- Moderierter Dialog: Plane und leite eine moderierte Diskussion, in der verschiedene Perspektiven fair zu Wort kommen und am Ende ein Konsens-Dissens-Protokoll entsteht.

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Lernkontrolle
- Fallanalyse: Erkläre an einem selbst gewählten Konflikt, wie diskursiver Synkretismus helfen kann, ohne Unterschiede zu verschweigen.
- Transferaufgabe: Übertrage das Prozessmodell auf ein Thema aus Biologie, Ethik, Religion, Geschichte oder Politische Bildung.
- Grenzen der Synthese: Diskutiere, wann die Verbindung verschiedener Ideen problematisch wird und welche ethischen Grenzen gelten müssen.
- Digitale Öffentlichkeit: Analysiere, wie Algorithmen, Kommentarspalten oder KI-Systeme die Verbindung von Perspektiven fördern oder verzerren können.
- Urteilsbildung: Entwickle ein begründetes Urteil zu der Frage, ob Vielfalt eher Orientierungslosigkeit oder Lernchancen erzeugt.
- Reflexion: Beschreibe eine Situation, in der Du Deine Meinung durch ein besseres Argument verändert hast, und erkläre, was daran diskursiv war.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zum Thema Diskursiver Synkretismus ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe wiedergeben kannst, sondern begründet handelst. Geeignet ist ein Portfolio, das eine Diskurslandkarte, eine Quellenanalyse, ein Konsens-Dissens-Protokoll, eine eigene Reflexion und ein Transferbeispiel enthält. Zusätzlich kann eine Präsentation oder ein Erklärvideo zeigen, wie Du unterschiedliche Perspektiven fair vergleichst, ethisch bewertest und zu einer verantwortbaren Synthese kommst.
OERs zum Thema
Da es keinen etablierten Wikipedia-Artikel speziell zu Diskursiver Synkretismus gibt, helfen die folgenden offenen Hintergrundartikel zu zentralen Teilbegriffen.
Links
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Schulfach+


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THE MONKEY DANCE





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