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Digitale Verwaltung - Baden-Württemberg

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Digitale Verwaltung - Baden-Württemberg




Digitale Verwaltung - Baden-Württemberg


Einleitung

Digitale Verwaltung bedeutet, dass Behörden digitale Technik nutzen, um Leistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einfacher zugänglich zu machen und interne Abläufe besser zu verbinden. Dabei geht es nicht nur um ein Online-Formular. Ein gutes digitales Verfahren reicht möglichst vom Antrag über die Bearbeitung bis zum Bescheid und vermeidet unnötige Wechsel zwischen Papier und digitaler Arbeit.

In Baden-Württemberg arbeiten Land, Landkreise, Städte und Gemeinden bei dieser Aufgabe zusammen. Im März 2026 wurde eine neue E-Government-Vereinbarung geschlossen. Sie soll unter anderem einheitliche Schnittstellen, gemeinsame Vorgehensweisen und eine stärkere Ende-zu-Ende-Digitalisierung fördern. Das Land berichtete dabei von mehr als 600 Online-Diensten auf service-bw.[1]

Stand dieses Lerntextes: August 2026. Die Sprache ist bewusst klar und praxisnah gehalten. Fachbegriffe werden direkt erklärt.

Karte von Deutschland mit hervorgehobenem Baden-Württemberg


Was bedeutet digitale Verwaltung?

Digitale Verwaltung wird oft auch als E-Government bezeichnet. Gemeint ist der Einsatz digitaler Verfahren in öffentlichen Einrichtungen. Das kann eine Terminbuchung im Bürgerbüro sein, ein Online-Antrag, eine elektronische Akte oder ein digitaler Bescheid. Wichtig ist, dass der gesamte Ablauf betrachtet wird.

Ein Medienbruch entsteht zum Beispiel dann, wenn Du ein Online-Formular ausfüllst, eine Behörde die Daten anschließend aber ausdrucken und wieder von Hand in ein anderes System übertragen muss. Solche Brüche kosten Zeit und können Fehler verursachen. Deshalb ist das Ziel eine möglichst durchgängige, sichere und verständliche Bearbeitung.

Darstellung verschiedener Dimensionen von E-Government


Baden-Württemberg: Land und Kommunen gemeinsam

Verwaltung ist in Deutschland auf mehrere Ebenen verteilt. In Baden-Württemberg gibt es Aufgaben des Landes, der Landkreise, der Städte und der Gemeinden. Darum reicht es nicht, wenn nur eine einzelne Behörde digital arbeitet. Systeme müssen Daten sicher austauschen können, Zuständigkeiten müssen klar sein und Online-Dienste müssen vor Ort tatsächlich genutzt werden können.

Karte der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg

Die E-Government-Vereinbarung von 2026 betont deshalb gemeinsame Standards, technische Schnittstellen und eine bessere Zusammenarbeit. Das Ziel ist, digitale Insellösungen zu vermeiden und mehr Verfahren vom Online-Antrag bis zur digitalen Ergebnismitteilung durchgehend abzubilden.[1]

Rathaus in Kornwestheim als Beispiel für kommunale Verwaltung in Baden-Württemberg


Online-Dienste und digitale Identität

Das Serviceportal service-bw bündelt Informationen über Verwaltungsleistungen, zuständige Stellen, Formulare und Online-Dienste. Welche Leistung vollständig online möglich ist, kann von der konkreten Leistung und der zuständigen Behörde abhängen. Beispiele sind digitale Anträge in Bereichen wie Wohngeld, Gewerbe, Elterngeld oder weitere Bürgerdienste.

Für manche Online-Dienste musst Du Dich sicher ausweisen. Dafür können bundesweite Nutzerkonten und die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises eine Rolle spielen. service-bw ist an die BundID und das Mein Unternehmenskonto angebunden worden.[2]

Logo des deutschen Personalausweises

Das geänderte Onlinezugangsgesetz wird häufig als OZG 2.0 bezeichnet. Es soll digitale Verwaltungsleistungen vereinheitlichen und weiterentwickeln. Zu den wichtigen Ideen gehört das Once-Only-Prinzip: Nachweise sollen nicht immer wieder neu eingereicht werden müssen, wenn Behörden sie mit Zustimmung der betroffenen Person rechtmäßig aus Registern abrufen können.[3]


Chancen der digitalen Verwaltung

Digitale Angebote können Wege und Wartezeiten reduzieren. Du kannst einen Antrag möglicherweise unabhängig von Öffnungszeiten beginnen, den Bearbeitungsstand besser nachvollziehen oder einen Bescheid digital erhalten. Auch Beschäftigte in Behörden können profitieren, wenn Daten nicht mehrfach erfasst werden müssen und Fachverfahren sinnvoll miteinander verbunden sind.

Symbol für Digitalisierung

Ein weiterer Vorteil liegt in standardisierten Prozessen. Wenn Datenformate und Schnittstellen zusammenpassen, können Verfahren schneller und mit weniger Übertragungsfehlern laufen. Das kann Beschäftigte von Routinearbeit entlasten. Frei werdende Zeit kann dann stärker für Beratung, schwierige Einzelfälle und persönliche Kommunikation genutzt werden.

Digitale Verwaltung kann außerdem die Zusammenarbeit zwischen Behörden verbessern. Gleichzeitig gilt: Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Ein Verfahren ist erst dann wirklich besser, wenn es verständlich, sicher, rechtmäßig, barrierefrei und für die Nutzerinnen und Nutzer hilfreich ist.


Barrierefreiheit: Zugang für alle

Barrierefreiheit ist ein zentraler Qualitätsmaßstab. Öffentliche Stellen in Baden-Württemberg sind nach dem Landes-Behindertengleichstellungsgesetz verpflichtet, ihre medialen Angebote barrierefrei zu gestalten. Dazu gehören unter anderem Webseiten, Apps und veröffentlichte digitale Dokumente. Die technischen Anforderungen orientieren sich an der BITV 2.0 und den darin einbezogenen europäischen Standards.[4][5]

Verschiedene Symbole für Barrierefreiheit und Behinderungen

Barrierefreie digitale Angebote sollen wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein. Das bedeutet zum Beispiel: Bilder brauchen sinnvolle Alternativtexte, Videos möglichst Untertitel oder Transkripte, Formulare klare Beschriftungen, Webseiten eine sinnvolle Tastaturbedienung und Dokumente eine Struktur, die von Screenreadern erkannt werden kann. Auch verständliche Sprache und eine nachvollziehbare Navigation helfen.

Barrierefreiheit hilft nicht nur Menschen mit dauerhaften Behinderungen. Auch ältere Menschen, Personen mit vorübergehenden Einschränkungen, Menschen mit wenig Erfahrung im Umgang mit digitalen Angeboten oder Nutzerinnen und Nutzer in schwierigen Situationen können von klaren und zugänglichen Angeboten profitieren. Persönliche oder telefonische Unterstützung bleibt deshalb wichtig.


Ausbildung und lebenslanges Lernen

Digitale Verwaltung verändert die Anforderungen an Beschäftigte. In der Ausbildung zur oder zum Verwaltungsfachangestellten bleiben Rechtskenntnisse, Organisation und Bürgerkontakt wichtig. Dazu kommen zunehmend digitale Kompetenzen: sichere Arbeit mit Fachverfahren, Datenschutz, Informationssicherheit, digitale Kommunikation und Verständnis für digitale Prozesse.

Für den gehobenen Verwaltungsdienst gibt es in Baden-Württemberg Studienangebote an den Hochschulen für öffentliche Verwaltung in Kehl und Ludwigsburg. Daneben gibt es Studien- und Weiterbildungsangebote zum Digitalen Verwaltungsmanagement.[6]

Grafik zum lebenslangen Lernen

Lebenslanges Lernen ist wichtig, weil sich Technik, Rechtsgrundlagen und Arbeitsweisen verändern. Fortbildungen können Themen wie service-bw, OZG, digitale Signaturen, Datenstrategien, Projektmanagement, Barrierefreiheit oder Veränderungsmanagement behandeln. Die Verwaltungsschule Baden-Württemberg bietet zum Beispiel Fortbildungen zur Verwaltungsdigitalisierung an.[7]

Auch Hochschulen und der eGov-Campus bieten Lernangebote zur digitalen Verwaltung und zur digitalen Barrierefreiheit. An der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg gibt es berufsbegleitende Weiterbildungsangebote zum Digitalen Verwaltungsmanagement.[8]


Welche Kompetenzen werden wichtiger?

Beschäftigte müssen nicht alle selbst programmieren können. Sie sollten aber verstehen, wie ein digitaler Prozess funktioniert und wo Risiken entstehen. Wichtig sind zum Beispiel ein Grundverständnis für Datenschutz, Informationssicherheit, Barrierefreiheit, Datenqualität, Nutzerorientierung und Projektarbeit.

Außerdem braucht die Verwaltung gute Kommunikation. Neue digitale Verfahren verändern Zuständigkeiten und Gewohnheiten. Deshalb gehört Veränderungsmanagement ebenso zur Digitalisierung wie Technik. Wer später in der Verwaltung arbeitet, sollte lernen, Probleme aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger und aus Sicht der Sachbearbeitung zu betrachten.


Praxisbeispiel: vom Antrag bis zum Bescheid

Stell Dir vor, Du möchtest eine Verwaltungsleistung online beantragen. Ein möglichst guter Ablauf könnte so aussehen:

  1. Du findest die zuständige Leistung über ein Serviceportal.
  2. Du meldest Dich an und weist Dich bei Bedarf sicher digital aus.
  3. Du trägst die benötigten Daten in ein barrierearmes Formular ein.
  4. Die Daten werden ohne unnötigen Medienbruch an die zuständige Stelle übermittelt und dort digital bearbeitet.
  5. Du erhältst Rückfragen oder den Bescheid über einen geeigneten digitalen Kommunikationsweg.

Ein solcher Ablauf klingt einfach, ist organisatorisch aber anspruchsvoll. Fachrecht, Datenschutz, Register, Schnittstellen, Zuständigkeiten, Barrierefreiheit und IT-Sicherheit müssen zusammenpassen. Genau deshalb ist Verwaltungsdigitalisierung nicht nur ein IT-Projekt, sondern eine gemeinsame Aufgabe von Verwaltung, Recht, Organisation und Technik.


Chancen und Grenzen abwägen

Digitale Verwaltung kann Service verbessern und Beschäftigte entlasten. Gleichzeitig entstehen neue Risiken. Ein schlecht gestaltetes Formular kann Menschen ausschließen. Unsichere Systeme können sensible Daten gefährden. Unterschiedliche Software kann zu neuen Schnittstellenproblemen führen. Und wenn Beschäftigte nicht ausreichend geschult werden, kann ein technisch gutes System im Alltag trotzdem scheitern.

Deshalb sollte bei jedem Online-Dienst gefragt werden: Ist der Dienst nützlich? Ist er verständlich? Ist er sicher? Ist er barrierefrei? Ist der interne Prozess ebenfalls digital? Und gibt es Unterstützung, wenn jemand den digitalen Weg nicht selbst nutzen kann?


Quellen und weiterführende Informationen


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt digitale Verwaltung am besten? (Öffentliche Leistungen und interne Abläufe werden mit digitalen Verfahren nutzerorientiert gestaltet) (!Papierdokumente werden nur eingescannt) (!Alle Behörden arbeiten ausschließlich von zu Hause) (!Verwaltung wird durch private Firmen ersetzt)




Was ist ein Medienbruch? (Ein unnötiger Wechsel zwischen digitalen und nicht digitalen Bearbeitungsschritten) (!Eine Störung des Internets) (!Ein defekter Bildschirm) (!Ein Verbot digitaler Akten)




Welche Aufgabe hat service-bw? (Es bündelt Informationen und Online-Dienste der Verwaltung in Baden-Württemberg) (!Es ersetzt alle Rathäuser) (!Es ist eine private Lernplattform) (!Es verwaltet ausschließlich Schulen)




Wofür steht das Once-Only-Prinzip? (Nachweise sollen bei rechtlichen Voraussetzungen nicht immer wieder neu eingereicht werden müssen) (!Jeder Antrag darf nur einmal geöffnet werden) (!Online-Dienste dürfen nur einmal pro Jahr genutzt werden) (!Jede Behörde darf nur ein Fachverfahren einsetzen)




Welches Ziel gehört zur digitalen Barrierefreiheit? (Digitale Angebote sollen wahrnehmbar bedienbar verständlich und robust sein) (!Alle Webseiten sollen gleich aussehen) (!Nur mobile Apps sollen unterstützt werden) (!Formulare sollen möglichst viele Fachbegriffe enthalten)




Welche Aussage zu barrierefreien digitalen Angeboten trifft zu? (Auch Webseiten Apps und veröffentlichte digitale Dokumente müssen berücksichtigt werden) (!Barrierefreiheit betrifft nur Gebäude) (!Barrierefreiheit betrifft nur Videos) (!Barrierefreiheit ist für öffentliche Stellen freiwillig)




Warum kann eine digitale Identität wichtig sein? (Sie kann eine sichere Identifizierung bei bestimmten Online-Diensten ermöglichen) (!Sie ersetzt automatisch den Personalausweis) (!Sie erlaubt anonyme Steuerbescheide) (!Sie verhindert jede Form von Datenschutz)




Warum ist lebenslanges Lernen in der Verwaltung wichtig? (Technik Rechtsgrundlagen und Arbeitsweisen verändern sich) (!Ausbildungen verlieren nach einem Jahr ihre Gültigkeit) (!Verwaltungsrecht wird jedes Jahr vollständig ersetzt) (!Digitale Systeme benötigen keine Schulung)




Was ist ein Vorteil eines durchgängigen digitalen Prozesses? (Daten müssen seltener mehrfach übertragen oder neu erfasst werden) (!Jede Entscheidung wird automatisch richtig) (!Persönliche Beratung ist immer verboten) (!Datenschutz wird überflüssig)




Welche Aussage beschreibt gute Verwaltungsdigitalisierung? (Technik Organisation Recht Sicherheit und Nutzerorientierung müssen zusammenpassen) (!Nur schnelle Software ist entscheidend) (!Nur die Zahl der Online-Formulare ist wichtig) (!Beschäftigte müssen nicht in Veränderungen einbezogen werden)





Memory

service-bw Serviceportal für Verwaltungsleistungen in Baden-Württemberg
Onlinezugangsgesetz Rahmen für digitale Verwaltungsleistungen
Once-Only-Prinzip Nachweise nicht unnötig mehrfach einreichen
Medienbruch Wechsel zwischen digitalen und nicht digitalen Arbeitsschritten
BundID Bundesweites Nutzerkonto für digitale Verwaltungsleistungen
Barrierefreiheit Digitale Angebote ohne vermeidbare Zugangshürden
Screenreader Software zum Vorlesen und Ausgeben von Bildschirminhalten
Weiterbildung Fortlaufender Erwerb neuer beruflicher Kompetenzen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Wahrnehmbar Inhalte sind zum Beispiel durch Alternativtexte oder Untertitel zugänglich
Bedienbar Navigation und Funktionen lassen sich auch mit Tastatur nutzen
Verständlich Sprache und Abläufe sind klar nachvollziehbar
Robust Inhalte funktionieren mit verschiedenen Browsern und Hilfsmitteln
Medienbruchfrei Antrag und Bearbeitung bleiben möglichst durchgehend digital






Kreuzworträtsel

BundID Wie heißt ein bundesweites Nutzerkonto für digitale Verwaltungsleistungen?
Medienbruch Wie heißt der unnötige Wechsel zwischen Papier und digitaler Bearbeitung?
Screenreader Welche Software kann Bildschirminhalte vorlesen?
Verwaltung Welcher Bereich organisiert und vollzieht viele öffentliche Aufgaben?
Weiterbildung Wie heißt das berufliche Lernen nach Ausbildung oder Studium?
Barrierefreiheit Wie heißt der Abbau vermeidbarer Zugangshürden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das zentrale Serviceportal des Landes heißt

.
Das geänderte Bundesgesetz für digitale Verwaltungsleistungen heißt

.
Beim

sollen Nachweise nicht unnötig mehrfach eingereicht werden.
Ein unnötiger Wechsel zwischen Papier und digitaler Bearbeitung heißt

.
Öffentliche Stellen sollen ihre digitalen Angebote

gestalten.
Ein Programm zum Vorlesen von Bildschirminhalten heißt

.
Digitale Verwaltung braucht neben Technik auch regelmäßige

.
Am Ende eines durchgängigen Verfahrens kann ein digitaler

stehen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Online-Dienst: Suche auf service-bw drei Verwaltungsleistungen aus Deinem Alltag. Notiere, welche davon online gestartet oder abgeschlossen werden können.
  2. Barrierefreiheit: Öffne eine öffentliche Webseite und versuche, wichtige Funktionen nur mit der Tastatur zu bedienen. Beschreibe zwei Beobachtungen.
  3. Glossar: Gestalte ein kleines Lernplakat mit den Begriffen Medienbruch, Once-Only-Prinzip, BundID und Screenreader.
  4. Verwaltungsberufe: Formuliere fünf Fragen, die Du einer Person in Ausbildung oder Studium der öffentlichen Verwaltung zur Digitalisierung stellen würdest.


Standard

  1. Prozessanalyse: Zeichne den Ablauf eines Verwaltungsverfahrens vom Antrag bis zum Bescheid und markiere mögliche Medienbrüche.
  2. Barrierefreies Formular: Entwirf ein kurzes Online-Formular und achte auf klare Beschriftungen, verständliche Sprache und eine logische Reihenfolge.
  3. Kommunalvergleich: Vergleiche die Online-Angebote zweier Städte oder Gemeinden in Baden-Württemberg anhand von drei selbst gewählten Kriterien.
  4. Lernplan: Erstelle für eine Beschäftigte oder einen Beschäftigten in der Verwaltung einen sechsmonatigen Lernplan zu digitalen Kompetenzen.


Schwer

  1. Service Design: Entwickle einen Prototyp für einen barrierearmen Online-Dienst und beschreibe die Nutzerreise vom ersten Aufruf bis zum Bescheid.
  2. Once-Only-Prinzip: Untersuche an einem Beispiel, welche Vorteile und Datenschutzfragen entstehen, wenn Nachweise zwischen Behörden digital abgerufen werden.
  3. Interview: Führe ein Interview mit einer Person aus Rathaus, Landratsamt, Hochschule oder Verwaltungsschule über Chancen und Schwierigkeiten der Verwaltungsdigitalisierung.
  4. Projektmanagement: Plane im Team die Einführung eines neuen Online-Dienstes. Berücksichtige Recht, IT-Sicherheit, Barrierefreiheit, Schulung, Kommunikation und Erfolgskriterien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Online-Dienst: Eine Behörde bietet ein Online-Formular an, druckt jede Eingabe danach aber aus. Erkläre, warum das noch keine durchgängige Digitalisierung ist und schlage zwei Verbesserungen vor.
  2. Barrierefreiheit im Alltag: Eine Nutzerin kann ein Formular nicht mit der Tastatur bedienen. Analysiere die Folgen für Teilhabe und Verwaltung und entwickle eine Lösung.
  3. Datenschutz und Once-Only: Bewerte einen Fall, in dem eine Behörde einen Nachweis aus einem Register übernehmen möchte. Welche Voraussetzungen und Schutzfragen müssen bedacht werden?
  4. Change Management: Eine neue Software wird eingeführt, aber viele Beschäftigte lehnen sie ab. Entwickle einen Plan, der Schulung, Beteiligung und Kommunikation verbindet.
  5. Kommunale Zusammenarbeit: Erkläre, warum gemeinsame Standards zwischen Land, Landkreisen, Städten und Gemeinden für digitale Dienste wichtig sind.
  6. Berufsbildung: Entwirf ein Kompetenzprofil für eine zukünftige Fachkraft in der digitalen Verwaltung und begründe die Auswahl Deiner Kompetenzen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du Zusammenhänge erklären und auf neue Fälle übertragen kannst.

  1. Du kannst erklären, was digitale Verwaltung und E-Government bedeuten.
  2. Du kannst den Unterschied zwischen einem Online-Formular und einem durchgängig digitalen Prozess erläutern.
  3. Du kannst die Rolle von service-bw und digitalen Nutzerkonten einordnen.
  4. Du kannst Chancen wie Zeitersparnis, bessere Datenflüsse und nutzerfreundliche Angebote erklären.
  5. Du kannst Risiken wie Medienbrüche, digitale Ausgrenzung, Datenschutz- und Sicherheitsprobleme benennen.
  6. Du kannst zentrale Merkmale digitaler Barrierefreiheit auf konkrete Beispiele anwenden.
  7. Du kannst begründen, warum Ausbildung, Fortbildung und lebenslanges Lernen für Verwaltungsdigitalisierung wichtig sind.




OERs zum Thema

  1. Serviceportal Baden-Württemberg
  2. Digitale Verwaltung des Innenministeriums Baden-Württemberg
  3. Landeszentrum Barrierefreiheit Baden-Württemberg
  4. eGov-Campus
  5. Verwaltungsschule Baden-Württemberg



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