Digitale Grundkompetenzen im Betrieb – Versionen und Freigaben unterscheiden
Einleitung
Kurzbeschreibung: Arbeitsstand, geprüfter Stand und gültige Veröffentlichung sicher unterscheiden.
Du arbeitest im Betrieb oft mit Dateien, Anweisungen, Checklisten, Zeichnungen, Formularen oder digitalen Inhalten. Dabei reicht es nicht, nur die höchste Versionsnummer zu finden. Entscheidend ist zusätzlich der Status: Ist der Inhalt noch in Bearbeitung, wurde er geprüft oder ist er bereits für die Nutzung freigegeben und veröffentlicht?

Bildbeschriftung: Mehrere Dokumentstände können parallel existieren. Nur der festgelegte Status zeigt, welcher Stand wofür verwendet werden darf.
Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende. Du lernst in kurzen Einheiten mit einem fiktiven Ausbildungsfall. Die Begriffe können in Betrieben anders heißen. Maßgeblich sind immer die betriebliche Verfahrensanweisung, die Rollen und die Kennzeichnung im verwendeten System.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du Versionsstand und Freigabestatus getrennt prüfen, einen Arbeitsstand von einem geprüften Stand und einer gültigen Veröffentlichung unterscheiden, eine Änderungshistorie lesen, eine Freigabeentscheidung begründen und in einer sicheren Testumgebung einen einfachen Freigabeprozess nachstellen.
Sicher üben

Bildbeschriftung: Eine Sandbox steht hier für eine abgeschottete Lern- und Testumgebung.
| Erlaubt | Nicht Teil dieses Kurses |
|---|---|
| Lokale oder ausdrücklich autorisierte Testumgebung mit fiktiven Dateien und Rollen | Fremde Netze, Produktivanlagen oder fremde Konten untersuchen |
| Beispieldaten wie „Lernwerk GmbH“, „Azubi A“ und „Dokument AA-17“ | Zugangsdaten, Kundeninformationen oder echte vertrauliche Betriebsdaten verwenden |
| Änderungen nur an selbst angelegten Testdateien durchführen | Daten ungefragt an externe Dienste übertragen |

Bildbeschriftung: Vertraulichkeit, Integrität und geregelter Zugriff gelten auch bei der Arbeit mit Versionen und Freigaben.
Lerneinheit 1: Version ist nicht gleich Status
Eine Version oder Revision bezeichnet einen bestimmten inhaltlichen Stand. Ein Status beschreibt dagegen, wo sich dieser Stand im betrieblichen Ablauf befindet. Derselbe Versionsstand kann nacheinander die Zustände „in Bearbeitung“, „geprüft“ und „freigegeben“ durchlaufen.

Bildbeschriftung: Versionsverwaltung macht Entwicklungsstände und Verzweigungen nachvollziehbar. Eine technische Versionierung ersetzt aber nicht automatisch die betriebliche Freigabe.
| Prüffrage | Bedeutung |
|---|---|
| Welche Fassung ist das? | Versions- oder Revisionsstand |
| Wo steht die Fassung im Prozess? | Status |
| Wer hat geprüft? | Prüfverantwortung |
| Wer hat die Nutzung erlaubt? | Freigabe |
| Welche Fassung ist am Einsatzort bereitgestellt? | Gültige Veröffentlichung |
Die Versionsverwaltung dient dazu, Änderungen nachvollziehbar zu machen und frühere Stände wiederzufinden. Ein Commit, Snapshot oder gespeicherter Zwischenstand ist deshalb zunächst ein dokumentierter Zustand – nicht automatisch eine betriebliche Freigabe.
Merksatz
Neuester Stand ≠ automatisch gültiger Stand.
Die höchste Versionsnummer kann noch Entwurf sein. Für die Arbeit zählt die Fassung, die nach dem betrieblichen Verfahren freigegeben und gültig bereitgestellt ist.
Lerneinheit 2: Die drei Kernzustände
Arbeitsstand

Bildbeschriftung: Bearbeiten bedeutet: Der Inhalt kann sich noch ändern.
Ein Arbeitsstand ist ein Entwurf oder Zwischenstand. Er darf bearbeitet, kommentiert und verglichen werden. Er ist noch keine verbindliche Arbeitsgrundlage, wenn das betriebliche Verfahren eine Prüfung und Freigabe verlangt.
Geprüfter Stand

Bildbeschriftung: Prüfen bedeutet: Inhalt, Form oder Vollständigkeit wurden nach festgelegten Kriterien kontrolliert.
Ein geprüfter Stand hat eine definierte Prüfung bestanden. Das ist wichtig, aber noch nicht zwingend die Freigabe zur Nutzung. Prüfung und Freigabe können durch unterschiedliche Rollen erfolgen.
Gültige Veröffentlichung

Bildbeschriftung: Freigabe und Bereitstellung machen aus einem geprüften Stand eine nutzbare Fassung, sofern der betriebliche Prozess dies so festlegt.
Eine gültige Veröffentlichung ist die Fassung, die nach dem vorgesehenen Verfahren freigegeben und für die betroffenen Personen bereitgestellt wurde. Typische Kennzeichen sind Freigabestatus, verantwortliche Rolle, Versions- oder Revisionsnummer, Gültigkeitsbeginn und nachvollziehbare Historie.
Wichtig: Freigabe und Veröffentlichung können getrennt sein
In manchen Systemen führt die Freigabe sofort zur Veröffentlichung. In anderen gibt es nach der Freigabe noch einen eigenen Veröffentlichungsschritt. Deshalb prüfst Du nicht nur „freigegeben?“, sondern auch „für meinen Einsatzbereich gültig bereitgestellt?“.

Bildbeschriftung: Ein Haken ist nur dann aussagekräftig, wenn klar ist, welche Rolle, welcher Status und welcher Prozess dahinterstehen.
Lerneinheit 3: Ausbildungsfall „AA-17 Wareneingang“
Du bist Auszubildende oder Auszubildender bei der fiktiven Lernwerk Logistik GmbH. In einer lokalen Lernumgebung sollst Du die Arbeitsanweisung AA-17 Wareneingang auswählen. Du findest drei Einträge:
| Datei | Revision | Status | Freigabe | Bereitstellung | Nutzung |
|---|---|---|---|---|---|
| AA-17_R4_Entwurf.docx | Revision 4 | Arbeitsstand | Nein | Testordner | Nicht als verbindliche Anweisung |
| AA-17_R4_geprueft.pdf | Revision 4 | Prüfung bestanden | Noch ausstehend | Prüfbereich | Noch nicht als verbindliche Anweisung |
| AA-17_R3_freigegeben.pdf | Revision 3 | Freigegeben und veröffentlicht | Ja | Lernportal „gültig“ | Aktuell verbindliche Fassung |
Entscheidung: Obwohl Revision 4 neuer ist, arbeitest Du im Fall mit Revision 3, weil nur sie als gültige Veröffentlichung gekennzeichnet ist.
Warum dieser Fall wichtig ist
Der Fall zeigt zwei getrennte Achsen: Inhaltlicher Stand und Prozessstatus. Die Versionsnummer beantwortet nicht allein die Frage, ob ein Dokument verwendet werden darf.
Lerneinheit 4: Verlauf und Nachvollziehbarkeit

Bildbeschriftung: Eine Versionshistorie zeigt, wann Änderungen entstanden sind und welche Stände miteinander verglichen werden können.
Eine gute Historie beantwortet mindestens: Was wurde geändert? Wann wurde geändert? Wer war verantwortlich? Welche Prüfung fand statt? Wer gab frei? Welche Fassung wurde veröffentlicht? Welche ältere Fassung wurde ersetzt oder archiviert?

Bildbeschriftung: Historie hilft beim Nachvollziehen und Wiederfinden älterer Stände.
Mini-Check vor der Nutzung
| Prüfen | Gute Entscheidung |
|---|---|
| Versions- oder Revisionsnummer | Identifizieren, nicht allein daraus Gültigkeit ableiten |
| Status | „Entwurf“, „in Prüfung“, „freigegeben“, „veröffentlicht“ unterscheiden |
| Freigaberolle | Nur vorgesehene Rolle akzeptieren |
| Gültigkeitsbeginn | Prüfen, ob die Fassung bereits gilt |
| Einsatzort oder Zielgruppe | Prüfen, ob die Veröffentlichung für Deinen Bereich bestimmt ist |
| Vorgängerfassung | Nicht versehentlich eine abgelöste Fassung verwenden |
Lerneinheit 5: Kurze Videofälle
Videofall A: Änderung dokumentieren
Ein Team verändert eine Testdatei. Beobachte im kurzen Hochschul-Demoausschnitt den Ablauf vom Ändern über das Vormerken bis zum Commit. Frage danach: Ist ein gespeicherter Commit automatisch eine betriebliche Freigabe? – Nein. Er dokumentiert einen Stand; die Freigabe ist ein zusätzlicher Prozessschritt.
Videofall B: Historie lesen
Beobachte, wie ein Log frühere Stände sichtbar macht. Übertrage das Prinzip auf den Ausbildungsfall: Eine Historie hilft Dir, Änderungen nachzuvollziehen; welcher Stand gültig ist, entscheidet jedoch der Freigabe- und Veröffentlichungsstatus.
Videofall C: Stand markieren
Ein Tag kann einen technischen Projektstand markieren. Entscheide: Ist ein Tag automatisch die Freigabe für Produktion oder betriebliche Nutzung? – Nur wenn der betriebliche Prozess genau das verbindlich festlegt. Sonst ist es lediglich eine Kennzeichnung.
Ergänzung: Versionskontrolle in wenigen Minuten
Das folgende Video erklärt die Grundidee der Versionskontrolle. Konzentriere Dich besonders auf Änderungsverfolgung und Wiederherstellung früherer Stände.
Gestufte Übung: Basis – Anwendung – Transfer
Basisaufgabe
Aufgabe: Ordne die drei Dateien aus dem Ausbildungsfall den Zuständen Arbeitsstand, geprüfter Stand und gültige Veröffentlichung zu.
Hilfe 1: Suche zuerst nach dem Statusfeld.
Hilfe 2: „Geprüft“ beantwortet noch nicht die Frage nach der Freigabe.
Hilfe 3: Gültig ist im Fall nur die Fassung, die freigegeben und im Lernportal als gültig bereitgestellt ist.
Begründetes Feedback: R4 Entwurf ist Arbeitsstand, R4 geprüft ist geprüfter Stand, R3 freigegeben ist gültige Veröffentlichung. Die Revision allein entscheidet nicht über die Nutzbarkeit.
Anwendungsaufgabe
Aufgabe: Du sollst den Wareneingang nach Anleitung durchführen. Welche Fassung öffnest Du und warum?
Hilfe 1: Vergleiche Revision und Status getrennt.
Hilfe 2: Frage Dich, welche Fassung am Einsatzort als gültig bereitgestellt ist.
Hilfe 3: Die neuere Revision 4 ist noch nicht freigegeben.
Begründetes Feedback: Du verwendest Revision 3, weil sie im Fall als gültig freigegeben und veröffentlicht ist. Eine ungeprüfte oder nur geprüfte Revision 4 darf die verbindliche Fassung nicht ersetzen.
Transferaufgabe
Aufgabe: Entwirf für eine fiktive Checkliste „Maschinenstart“ einen Mini-Prozess von der Änderung bis zur gültigen Veröffentlichung. Nutze nur lokale Testdateien und fiktive Rollen.
Hilfe 1: Trenne Bearbeiten, Prüfen, Freigeben und Veröffentlichen.
Hilfe 2: Lege fest, wer welche Rolle übernimmt und welche Nachweise gespeichert werden.
Hilfe 3: Denke auch an die alte gültige Fassung: Was geschieht mit ihr, wenn die neue Fassung veröffentlicht wird?
Begründetes Feedback: Ein tragfähiger Ablauf enthält einen klar gekennzeichneten Arbeitsstand, eine dokumentierte Prüfung, eine berechtigte Freigabe, eine eindeutige Veröffentlichung, eine nachvollziehbare Historie und eine Kennzeichnung oder Archivierung der abgelösten Fassung.
Fachliche Quellen und Medienrechte
Der Kurs verwendet ein didaktisches Drei-Zustände-Modell. Betriebliche Statusnamen und Rollen können abweichen. Fachlich stützt sich der Kurs auf Grundlagen der Versionsverwaltung, öffentlich zugängliche Hinweise zu dokumentierter Information und auf Hochschullehrmaterial.
| Quelle oder Medium | Nutzung im Kurs | Rechtehinweis |
|---|---|---|
| Wikipedia: Versionsverwaltung | Änderungsverfolgung, Wiederherstellung, Historie | Wikipedia-Inhalte unter den dort angegebenen freien Lizenzen |
| Pro Git: Was ist Versionsverwaltung? | Technisches Grundverständnis von Versionskontrolle | Frei zugängliches Pro-Git-Lehrwerk; Lizenzangaben beim Werk beachten |
| ISO 9001:2026 – Überblick | Aktueller Rahmen für Qualitätsmanagement und dokumentierte Information | Öffentlich zugängliche ISO-Informationsseite; keine Vervielfältigung der Norm |
| ISO/TC 46/SC 11 – Documented information processes and controls | Prüfung, Freigabe, Änderungslenkung und Verfügbarkeit dokumentierter Information | Öffentlich bereitgestelltes ISO-Fachpapier; Quelle wird nur verlinkt |
| HSBI: Basics der Versionsverwaltung mit Git | Videofälle zu Änderungen, Log und Tag | Lehrseite nennt CC BY-SA 4.0 für das Werk, soweit nicht anders gekennzeichnet |
| Documents icon.svg | Einstieg | Wikimedia Commons, Public Domain |
| Revision controlled project visualization.svg | Versionsbaum | Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 und GFDL |
| Edit icon on Wikisite.svg | Arbeitsstand | Wikimedia Commons, CC0 |
| Revision.svg | Prüfung und Überarbeitung | Wikimedia Commons, GPL |
| Approval.svg | Freigabe | Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 |
| Approve icon.svg | Statussymbol | Wikimedia Commons, Public Domain |
| MediaWiki 1.21wmf3 page history screenshot.svg | Versionshistorie | Wikimedia Commons, GPL |
| History.svg | Historien-Symbol | Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 |
| Sandbox.svg | Sichere Testumgebung | Wikimedia Commons, Public Domain |
| Security lock symbol-blue.svg | Informationssicherheit | Wikimedia Commons, CC0 |
YouTube-Hinweis: Die Videos werden nur von ihren öffentlich erreichbaren YouTube-Seiten eingebettet. Für die Videos wird hier keine freie Nachnutzungslizenz behauptet. Rechte verbleiben bei den jeweiligen Anbietern; es werden keine Kopien der Videos in den Kurs übernommen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Woran erkennst Du im Ausbildungsfall die aktuell verbindliche Fassung? (Am Status freigegeben und veröffentlicht) (!An der höchsten Revisionsnummer) (!Am längsten Dateinamen) (!Am neuesten Änderungsdatum allein)
Was beschreibt ein Arbeitsstand? (Einen noch bearbeitbaren und nicht verbindlich freigegebenen Stand) (!Eine automatisch gültige Veröffentlichung) (!Eine endgültig archivierte Fassung) (!Eine ausschließlich gedruckte Fassung)
Was bedeutet ein geprüfter Stand im Kursmodell? (Die definierte Prüfung wurde bestanden, die Freigabe kann aber noch fehlen) (!Die Fassung ist immer sofort produktiv gültig) (!Die Versionsnummer wurde gelöscht) (!Die Datei darf nicht mehr verändert werden)
Welche Aussage zu Versionsnummer und Status ist richtig? (Beide Angaben müssen getrennt betrachtet werden) (!Die höchste Versionsnummer ist immer gültig) (!Der Status ersetzt jede Versionsnummer) (!Eine alte Version kann nie gültig sein)
Welche Fassung nutzt Du im Ausbildungsfall AA-17? (Revision 3 mit gültiger Freigabe und Veröffentlichung) (!Revision 4 im Entwurf) (!Revision 4 nur mit bestandener Prüfung) (!Die Datei mit dem jüngsten Zeitstempel)
Wozu dient eine Versionshistorie? (Sie macht Änderungen und frühere Stände nachvollziehbar) (!Sie erteilt automatisch jede Freigabe) (!Sie ersetzt die betriebliche Rollenregel) (!Sie veröffentlicht Dateien ohne Entscheidung)
Was ist vor einer verbindlichen Nutzung besonders zu prüfen? (Status, Freigabe und gültige Bereitstellung) (!Nur die Dateigröße) (!Nur die Anzahl der Seiten) (!Nur der Speicherortname)
Was gilt für einen technischen Tag oder Commit? (Er ist nicht automatisch eine betriebliche Freigabe) (!Er ist immer eine rechtsverbindliche Veröffentlichung) (!Er löscht automatisch ältere Fassungen) (!Er ersetzt jede Prüfung)
Wie übst Du die Abläufe sicher? (In einer lokalen oder ausdrücklich autorisierten Testumgebung mit fiktiven Daten) (!In einem fremden Firmennetz ohne Auftrag) (!Mit echten Kundendaten in einem offenen Dienst) (!Mit fremden Zugangsdaten zur Probe)
Was geschieht typischerweise mit einer abgelösten gültigen Fassung? (Sie wird nachvollziehbar archiviert oder als ungültig gekennzeichnet) (!Sie bleibt unmarkiert neben der neuen Fassung) (!Sie wird zur neuen Entwurfsfassung) (!Sie erhält automatisch die höchste Versionsnummer)
Memory
| Arbeitsstand | Noch in Bearbeitung |
| Geprüfter Stand | Definierte Kontrolle bestanden |
| Freigabe | Erlaubnis durch berechtigte Rolle |
| Veröffentlichung | Bereitstellung für die vorgesehene Nutzung |
| Version | Bestimmter inhaltlicher Stand |
| Historie | Nachvollziehbare Folge von Änderungen |
| Archiv | Ablage abgelöster Fassungen |
| Sandbox | Sichere Lern- und Testumgebung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Entwurf | Arbeitsstand |
| Fachlich geprüft | Geprüfter Stand |
| Berechtigt freigegeben | Freigabe |
| Am Einsatzort bereitgestellt | Gültige Veröffentlichung |
| Frühere Fassung gekennzeichnet abgelegt | Archivierung |
Entscheidungssituationen
| Situation | Deine Entscheidung | Begründetes Feedback |
|---|---|---|
| Revision 8 ist Entwurf, Revision 7 ist freigegeben und veröffentlicht. | Revision 7 verwenden. | Gültigkeit schlägt bloße Neuheit. Revision 8 ist noch Arbeitsstand. |
| Revision 5 ist geprüft, Freigabe steht aus. | Noch nicht als verbindliche Fassung verwenden. | Prüfung und Freigabe sind getrennte Schritte. |
| Ein als freigegeben markiertes Dokument ist nur in einem internen Prüfbereich sichtbar, der Veröffentlichungsschritt steht noch aus. | Betriebliche Regel prüfen und auf gültige Bereitstellung warten. | In Prozessen mit getrennten Schritten ist Freigabe nicht automatisch Veröffentlichung. |
Kreuzworträtsel
| Entwurf | Wie heißt ein noch nicht verbindlich freigegebener Arbeitsstand? |
| Freigabe | Wie heißt die Erlaubnis durch eine berechtigte Rolle? |
| Historie | Wie heißt die nachvollziehbare Folge früherer Stände? |
| Version | Wie heißt ein bestimmter inhaltlicher Stand einer Datei? |
| Archiv | Wo werden abgelöste Fassungen nachvollziehbar aufbewahrt? |
| Prüfung | Wie heißt die kontrollierte Bewertung nach festgelegten Kriterien? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Versionsstatus erkennen: Erstelle mit fiktiven Daten drei Dateikarten für Arbeitsstand, geprüften Stand und gültige Veröffentlichung.
- Dateinamen verbessern: Entwirf ein klares Benennungsschema für fünf lokale Testdateien und erkläre, welche Information nicht allein aus dem Dateinamen abgeleitet werden darf.
- Statussymbole gestalten: Zeichne drei einfache Symbole für Bearbeitung, Prüfung und Veröffentlichung und beschrifte sie eindeutig.
- Mini-Erklärvideo planen: Schreibe ein 45-Sekunden-Drehbuch, in dem Du erklärst, warum die höchste Versionsnummer nicht automatisch gültig ist.
Standard
- Freigabeprozess modellieren: Baue in einer lokalen Testumgebung mit fiktiven Rollen einen Ablauf aus Bearbeiten, Prüfen, Freigeben und Veröffentlichen nach.
- Fehleranalyse: Erstelle einen fiktiven Fall, in dem eine ungeprüfte neuere Fassung versehentlich genutzt wird, und beschreibe zwei mögliche Folgen sowie eine Vorbeugung.
- Historie auswerten: Lege fünf fiktive Änderungsstände an und dokumentiere, welche Informationen eine Kollegin oder ein Kollege später zur Nachvollziehbarkeit benötigt.
- Interviewleitfaden: Formuliere sechs Fragen an eine ausbildende Person zur betrieblichen Dokumentenlenkung, ohne nach Zugangsdaten, Kundendaten oder sicherheitskritischen Systemdetails zu fragen.
Schwer
- Rollen- und Rechtekonzept: Entwickle für eine fiktive Lernfirma ein Rollenmodell mit Erstellen, Prüfen, Freigeben, Lesen und Archivieren und begründe die Trennung.
- Transfer auf Medieninhalte: Übertrage die drei Zustände auf einen fiktiven Social-Media-Beitrag oder eine Produktbeschreibung und erkläre, wann veröffentlicht werden darf.
- Audit-Spur entwerfen: Definiere für eine Testanwendung, welche Metadaten pro Änderung und Freigabe gespeichert werden sollen, damit Entscheidungen später nachvollziehbar sind.
- Prozess verbessern: Analysiere den Ausbildungsfall AA-17 und entwirf einen verbesserten Ablauf, der veraltete Fassungen am Einsatzort möglichst zuverlässig verhindert.


Lernkontrolle
- Gültigkeit begründen: Du findest Revision 12 als Entwurf, Revision 11 als geprüft und Revision 10 als veröffentlicht. Begründe, welche Fassung Du für eine verbindliche Tätigkeit nutzt und welche Zusatzinformation Du vorab prüfen würdest.
- Prozesslücke erkennen: Ein Betrieb dokumentiert Prüfungen, aber nicht, wer freigegeben hat. Erläutere das Risiko und schlage eine nachvollziehbare Lösung vor.
- Statuswechsel beurteilen: Ein geprüfter Stand wird nach der Prüfung nochmals inhaltlich geändert. Entscheide, ob die alte Prüfung ausreicht, und begründe Deine Entscheidung anhand des Prinzips der Nachvollziehbarkeit.
- Veröffentlichung trennen: Erkläre an einem Beispiel, warum eine Freigabe und eine Veröffentlichung zwei unterschiedliche Prozessschritte sein können.
- Altversion handhaben: Entwickle eine Regel, wie eine abgelöste Fassung gekennzeichnet, archiviert und am Einsatzort ersetzt werden sollte.
- Sicherer Transfer: Plane eine Übung zum Thema Versionen und Freigaben, die vollständig mit fiktiven Daten und lokalen Dateien funktioniert, und begründe, warum keine echten Betriebs- oder Kundendaten erforderlich sind.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis ist wichtig, dass Du die folgenden Leistungen nachvollziehbar erbringst:
- Begriffe sicher unterscheiden: Arbeitsstand, geprüfter Stand, Freigabe, Veröffentlichung, Version und Historie korrekt erklären.
- Ausbildungsfall lösen: Im Fall AA-17 die gültige Fassung auswählen und die Entscheidung mit Status statt nur mit Versionsnummer begründen.
- Prozess darstellen: Einen einfachen Ablauf von Bearbeitung über Prüfung und Freigabe bis zur Veröffentlichung darstellen.
- Risiken erkennen: Mindestens zwei Risiken aus der Nutzung ungeprüfter oder abgelöster Fassungen erläutern.
- Sicher üben: Nachweisen, dass alle Übungen nur mit fiktiven Daten in einer lokalen oder ausdrücklich autorisierten Testumgebung durchgeführt wurden.
- Transfer leisten: Das Prinzip auf einen anderen betrieblichen Dokumenttyp oder digitalen Inhalt übertragen.
OERs zum Thema
Pro Git – Was ist Versionsverwaltung?
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