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Die apokalyptischen Reiter - Morgenstern, Christian - Gedichtanalyse

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Die apokalyptischen Reiter - Morgenstern, Christian - Gedichtanalyse

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Einleitung

Die apokalyptischen Reiter - Morgenstern, Christian - Gedichtanalyse

Klasse: 7–8 | Fach: Deutsch | Thema: Gedichtanalyse | Niveau: leicht bis mittel

Christian Morgenstern, Selbstporträt von 1906. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Kurzbeschreibung: Das Gedicht „Die apokalyptischen Reiter“ von Christian Morgenstern beginnt mit den Worten „Beim stillen Weinglas saß ich spät und spannte“. Es umfasst 37 Verse.

Ein Mensch sitzt am Abend und beschäftigt sich mit seiner Geige. Plötzlich entstehen unheimliche Bilder vor seinem inneren Auge. Am Ende erscheinen vier Gestalten: Tod, Krieg, Hunger und Pest.

Du lernst, den Text zu verstehen, sprachliche Bilder zu erkennen und Deine eigene Deutung mit Versen zu begründen.

Lernziele:

  1. Du kannst den Inhalt des Gedichts in einfachen Worten wiedergeben.
  2. Du erkennst das lyrische Ich und wichtige sprachliche Bilder.
  3. Du kannst Textbelege für Deine Aussagen nennen.
  4. Du kannst eine kurze Gedichtinterpretation schreiben.


Der Originaltext


Quelle und historische Ausgabe

Christian Morgenstern lebte von 1871 bis 1914.

Das Gedicht gehört zum Band „Auf vielen Wegen. Gedichte“. Dieser erschien erstmals 1897 in Berlin bei Schuster & Loeffler.

Quellen:

  1. Zeno.org: Die apokalyptischen Reiter – die vorgegebene Ausgangsseite.
  2. TextGrid Repository: Gedichttext – überprüfbare digitale Textgrundlage.
  3. Google Books: Auf vielen Wegen, Ausgabe von 1897 – digitalisiertes historisches Buch.
  4. Christian-Morgenstern-Gesellschaft: Werkausgaben – bibliografischer Nachweis.

Wichtig zur Textfassung: Der folgende Wortlaut richtet sich nach der TextGrid-Fassung. Deren Editionsgrundlage folgt dem Erstdruck von 1897 unter Berücksichtigung der Ausgabe von 1911. Die TextGrid-Digitalisierung beruht auf einer späteren Werkausgabe. Sie ist deshalb nicht als buchstabengetreue Abschrift des Originaldrucks von 1897 gekennzeichnet.

Die Versnummern wurden für diesen Unterricht ergänzt. Sie gehören nicht zu Morgensterns Gedicht.


Quellenfassung: Die apokalyptischen Reiter

Christian Morgenstern

01 Beim stillen Weinglas saß ich spät und spannte
02 zerrißne Saiten neu der treuen Geige –:
03 Da war's, daß mir das harte Haupt des Dante

04 erschien in meines Römers dunkler Neige:
05 Als wollte es die Lieder-Stufen höhnen,
06 auf denen ich zu meinem Ruhme steige.

07 Und alsobald begann im Zorn zu tönen
08 mein Saitenspiel von hochvermeßnen Händen
09 und füllte mein Gemach mit eh'rnem Dröhnen.

10 Und zuckend von irrlichterischen Bränden
11 zerbarst vor mir die laute Nacht in Stücke,
12 und von Gespenstern schwoll's aus fahlen Wänden ...

13 Doch wie ich rasch des Worts tollkühne Brücke
14 nach solcher Schattenflucht zu schlagen strebe,
15 entweicht es schon und lockt mit neuer Tücke ...

16 Bis endlich in die rinnenden Gewebe
17 einschlägt des Willens grollende Gewalt
18 und eins ergreift inmitten seiner Schwebe –:

19 Mit finstren Stämmen drängt empor ein Wald,
20 drin Wiesengrund im Dreieck ausgeweitet,
21 von Klumpen Mondgewölkes überballt.

22 Doch mehr mein Aug dem Dämmer noch entstreitet:
23 Vier sattelleere Rosse schau ich grasen
24 und dunkle Körper unweit hingebreitet.

25 Sind's Räuber, die die Flucht hierher geblasen?
26 Ein Mondstrahl gleißt: Dies Haupt verrät ein Weib,
27 zwei grüne Augen schillern im Verglasen.

28 Und um dies Haupt welch fürchterlicher Leib!
29 Nur widerwillig gibt die fahle Nacht
30 sein Bild, daß keinem es zu treu verbleib'.

31 Und jäh erkenn' ich, wer hier Rast gemacht –:
32 Der Tod, der Krieg, der Hunger und die Pest, –
33 tiefmüde Nachtrast! Nur der Hunger wacht ...

34 Die Greisin kauert Kinn an Knie gepreßt ...
35 Der Krieg, die Stirn am Schwertknauf, atmet schwer,
36 blutüberronnen noch vom letzten Fest ...

37 In freudelosen Halbschlaf sank selbst Er ...

Textnachweis: Christian Morgenstern, Auf vielen Wegen, Erstdruck 1897. Wiedergabe nach der digitalen Textfassung des TextGrid Repository. Der Werktext ist aufgrund von Morgensterns Todesjahr in Deutschland gemeinfrei. Metadaten und Annotationen der TextGrid-Digitalen Bibliothek stehen gesondert unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und editura.de.


Lesefassung in einfacher Sprache

Hinweis: Dies ist eine vereinfachte Nacherzählung. Sie hilft beim Verstehen. Sie ist keine historische Textfassung und keine Übersetzung in eine andere Sprache.

Verse 1–9: Eine Person sitzt spät am Abend mit einem Weinglas da. Sie erneuert die Saiten ihrer Geige. Im Glas erscheint ihr das Gesicht des berühmten Dichters Dante. Die Person fühlt sich herausgefordert und spielt heftig auf der Geige.

Verse 10–18: Die Umgebung wirkt plötzlich unheimlich. Die Nacht scheint zu zerbrechen. Die Person sieht geisterhafte Bilder. Sie versucht, diese mit Worten festzuhalten.

Verse 19–30: Vor ihrem inneren Auge erscheint ein dunkler Wald. Auf einer Wiese stehen vier Pferde ohne Sattel. In ihrer Nähe liegen geheimnisvolle Gestalten.

Verse 31–37: Die Person erkennt Tod, Krieg, Hunger und Pest. Die Gestalten sind erschöpft und ruhen sich aus. Nur der Hunger ist wach. Auch der Krieg versinkt schließlich in einen Halbschlaf.

Frage zum Nachdenken: Warum beschreibt das Gedicht die gefährlichen Gestalten als müde?


Gedicht verstehen


Die erste Szene: Geige und Weinglas

Eine Geige. Foto: DannyDaWriter, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Textbeleg: „zerrißne Saiten neu der treuen Geige“ (Vers 2).

Die Geige gehört zur ersten Szene. Ihr Klang wird später als sehr laut beschrieben. Das Gedicht beginnt in einem Zimmer und führt danach in eine erfundene, unheimliche Landschaft.

Hörbeispiel aus Wikimedia Commons:

Geigenspiel einer Straßenmusikerin oder eines Straßenmusikers; Aufnahme von natalie, gemeinfrei. Keine Vertonung des Gedichts.

Mini-Aufgabe: Lies die Verse 7–9 laut. Welche Wörter passen zu einem lauten Klang?


Wer ist Dante?

Porträt Dantes nach Sandro Botticelli, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Dante Alighieri war ein italienischer Dichter. Er lebte ungefähr von 1265 bis 1321. Sein bekanntestes Werk ist die Göttliche Komödie.

Textbeleg: „das harte Haupt des Dante“ (Vers 3).

Dantes Gesicht erscheint der lyrischen Stimme. Vielleicht fühlt sie sich durch den berühmten Dichter herausgefordert. Das ist eine mögliche Deutung, keine gesicherte Aussage über Morgensterns eigenes Leben.


Was bedeutet „Römer“?

Historisches Römerglas; Foto: Daderot, CC0, Wikimedia Commons.

Ein Römer ist eine Art Trinkglas.

Textbeleg: „in meines Römers dunkler Neige“ (Vers 4).

Hier geht es nicht um einen Einwohner des alten Rom. Das lyrische Ich spricht von seinem Trinkglas. „Neige“ meint den Rest eines Getränks.


Die dunkle Landschaft

Joséphine Bowes: Moonlight in the Forest, 19. Jahrhundert, gemeinfrei. Ein Vergleichsbild, keine Originalillustration des Gedichts.

Textbeleg: „Mit finstren Stämmen drängt empor ein Wald“ (Vers 19).

Die Wörter „finstren“, „Dämmer“ und „fahle Nacht“ erzeugen eine düstere Stimmung.

Die Landschaft kann wie ein Bild aus einem Traum wirken. Der Text sagt aber nicht ausdrücklich, dass die Person schläft.

Hörbeispiel: Wind

Naturgeräusch: Beeld en Geluid, CC BY-SA 3.0. Kein Originalton zum Gedicht.

Höraufgabe: Lies die Verse 19–24 und höre einen Teil der Windaufnahme. Wie verändert sich Deine Vorstellung vom Wald? Beschreibe sie mit zwei Adjektiven.


Die vier Reiter

Albrecht Dürer: Die vier apokalyptischen Reiter, Holzschnitt von 1498. National Gallery of Art, CC0, Wikimedia Commons.

Die vier apokalyptischen Reiter sind aus der Offenbarung des Johannes bekannt. Dort erscheinen Reiter auf verschiedenfarbigen Pferden.

Morgenstern nennt ausdrücklich Tod, Krieg, Hunger und Pest (Vers 32). Die Namen und ihre Deutung dürfen nicht einfach mit jeder biblischen Darstellung gleichgesetzt werden.

Ein wichtiger Unterschied:

Auf Dürers Bild stürmen vier Reiter vorwärts. In Morgensterns Gedicht grasen ihre Pferde, während die Gestalten rasten. Das Bild stammt nicht aus Morgensterns Gedicht und ist keine Illustration seiner Ausgabe von 1897.

Animation aus Wikimedia Commons:

Nina Paley: Apocalypse Animated – Horsemen6, 2022, CC BY-SA 4.0. Quelle: apocalypseanimated.com. Die Animation zeigt eine moderne Gestaltung des biblischen Motivs, nicht Morgensterns Gedicht.

Vergleichsfrage: Was wirkt bedrohlicher: Reiter, die angreifen, oder Reiter, die sich ausruhen? Begründe Deine Meinung.


So analysierst Du das Gedicht


Die lyrische Stimme

Das Gedicht verwendet das Wort „ich“.

Dieses lyrische Ich ist die Stimme, die im Gedicht erzählt.

Textbeleg: „Beim stillen Weinglas saß ich spät“ (Vers 1).

Merke: Der Autor ist Christian Morgenstern. Das lyrische Ich ist eine Stimme im Gedicht. Beide dürfen nicht automatisch gleichgesetzt werden.


Aufbau und Reime

Das Gedicht hat 37 Verse. Die Reime verbinden die Verse miteinander.

Beispiele:

  1. „spannte“ – „Dante“ (Verse 1 und 3).
  2. „Geige“ – „Neige“ – „steige“ (Verse 2, 4 und 6).
  3. „Wald“ – „überballt“ (Verse 19 und 21).

Ein solches Muster nennt man Kettenreim. Die Reime greifen ineinander. Bei einer Gliederung in Dreiergruppen ergeben sich zwölf Dreiergruppen und ein einzelner Schlussvers. Das erinnert an die Terzine, eine Gedichtform, die auch Dante verwendete.

Einfach erklärt: Ein Reim führt zum nächsten. So entsteht eine Verbindung zwischen den Versen.


Sprachliche Bilder

Personifikation: Etwas Abstraktes wird wie eine Person dargestellt.

Textbeleg: „Der Krieg, die Stirn am Schwertknauf, atmet schwer“ (Vers 35).

Der Krieg wird wie ein müder Mensch beschrieben. Im Alltag ist Krieg keine einzelne Person.

Metapher und Bildsprache:

Textbeleg: „zerbarst vor mir die laute Nacht in Stücke“ (Vers 11).

Die Nacht kann nicht wirklich in Stücke zerbrechen. Das Bild wirkt gewaltig und unheimlich.

Gegensatz:

Die Reiter stehen für Leid und Gefahr. Trotzdem wirken sie erschöpft.

Mögliche Deutung: Selbst die zerstörerischen Kräfte erscheinen in diesem Gedicht müde. Der Hunger bleibt jedoch wach. Das kann als Zeichen verstanden werden, dass menschliches Leid nicht einfach verschwindet.

Diese Deutung ist nicht die einzig mögliche. Entscheidend sind Deine Textbelege.


Schwierige Wörter

Wort Einfache Erklärung
zerrißne zerrissene
Römer besonderes Trinkglas
Neige Rest des Getränks
Gemach Zimmer
Rosse Pferde
fahl blass, farblos
Greisin alte Frau
Schwertknauf Griffende eines Schwertes
Pest schwere ansteckende Krankheit
Halbschlaf Zustand zwischen Wachsein und Schlaf


Drei Hilfestufen

Hilfe 1 – Finden: Suche ein auffälliges Wort oder ein Bild im Gedicht. Schreibe die Versnummer dazu.

Hilfe 2 – Erklären: Beschreibe, was das Bild bedeutet oder welche Stimmung es erzeugt.

Hilfe 3 – Deuten: Verbinde Deine Beobachtung mit einer größeren Aussage.

Satzstarter:

  1. „In Vers ... steht ...“
  2. „Dieses Wort wirkt ...“
  3. „Das könnte bedeuten, dass ...“
  4. „Eine andere Deutung wäre ...“


Lernvideos: Gedichte untersuchen

Video 1: Wie schreibe ich eine Gedichtanalyse?

musstewissen Deutsch / funk. Das Video erklärt grundlegende Schritte einer Gedichtanalyse. Es behandelt nicht speziell Morgensterns Gedicht.

Video 2: Rhetorische Mittel erkennen

musstewissen Deutsch / funk. Das Video hilft Dir beim Erkennen sprachlicher Mittel.

Aufgabe zu den Videos: Notiere drei Tipps. Wende anschließend einen davon auf Vers 11 oder Vers 35 an.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Lies die genannten Verse vor jeder Frage. Bei jeder Frage ist genau eine Antwort richtig.

Vers 1: „Beim stillen Weinglas saß ich spät“. Wann beginnt die Szene? (Spät am Abend) (!Am frühen Morgen) (!Zur Mittagszeit) (!Bei Sonnenaufgang)




Vers 2: „zerrißne Saiten neu der treuen Geige“. Welches Instrument wird genannt? (Geige) (!Flöte) (!Trompete) (!Klavier)




Verse 3–4: Wessen Haupt erscheint dem lyrischen Ich? (Dantes Haupt) (!Das Haupt eines Königs) (!Das Haupt eines Ritters) (!Das Haupt eines Kindes)




Verse 7–9: Was erfüllt das Zimmer mit Dröhnen? (Das Saitenspiel) (!Ein Glockenschlag) (!Ein Gewitter) (!Ein Pferderennen)




Vers 11: „zerbarst vor mir die laute Nacht in Stücke“. Was wird bildhaft beschrieben? (Die Nacht zerbricht) (!Die Geige fällt um) (!Ein Fenster wird geöffnet) (!Ein Pferd schläft ein)




Verse 19–21: Welche Landschaft erscheint in der Vision? (Ein dunkler Wald) (!Eine helle Wüste) (!Eine verschneite Stadt) (!Ein sonniger Strand)




Vers 23: „Vier sattelleere Rosse schau ich grasen“. Was sieht das lyrische Ich? (Vier Pferde ohne Sattel) (!Vier Ritter im Kampf) (!Vier Wölfe im Wald) (!Vier Reiter auf der Flucht)




Vers 32: Welche vier Gestalten werden ausdrücklich genannt? (Tod Krieg Hunger und Pest) (!Mut Liebe Hoffnung und Frieden) (!Feuer Wasser Erde und Luft) (!Nacht Tag Sonne und Mond)




Vers 33: „Nur der Hunger wacht“. Wer bleibt wach? (Der Hunger) (!Der Tod) (!Der Krieg) (!Die Pest)




Verse 35–37: Was wird zuletzt über den Krieg erzählt? (Er sinkt in einen Halbschlaf) (!Er besteigt sein Pferd) (!Er verlässt den Wald) (!Er beginnt ein neues Fest)





Memory

Finde die passenden Paare.

Römer Trinkglas
Rosse Pferde
Gemach Zimmer
Dante Italienischer Dichter
Greisin Alte Frau
Schwertknauf Griffende des Schwertes
Kettenreim Verknüpfte Reime
Halbschlaf Zustand zwischen Wachen und Schlafen





Drag and Drop

Ordne jeder Textstelle ihre Bedeutung zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Das stille Weinglas Ausgangsszene
Das Haupt des Dante Erscheinung eines Dichters
Der finstere Wald Unheimlicher Schauplatz
Die sattelleeren Rosse Pferde ohne Reiter
Der wache Hunger Bedrohliche Schlusswirkung





Kreuzworträtsel

Römer Wie heißt das besondere Trinkglas im Gedicht?
Dante Welcher italienische Dichter wird genannt?
Geige Welches Musikinstrument kommt am Anfang vor?
Wald Welche Landschaft erscheint ab Vers 19?
Hunger Welche Gestalt bleibt wach?
Pest Welche schwere Krankheit wird als Gestalt genannt?





LearningApps

Suche nach weiteren Aufgaben zum Thema. Die einzelnen Treffer stammen von externen Anbietern und wurden nicht als Teil dieses Kurses geprüft.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Gedicht wurde von Christian

geschrieben.
Der Gedichtband erschien erstmals im Jahr

.
Der Text besteht aus 37

.
Am Anfang sitzt das lyrische Ich bei einem

.
Es erneuert die Saiten seiner

.
Im Glas erscheint das Haupt von

.
Später sieht das lyrische Ich einen dunklen

.
Dort grasen vier

.
Die vier Pferde haben keinen

.
Die Reiter heißen Tod, Krieg, Hunger und

.
Nur der

bleibt wach.
Der Krieg sinkt schließlich in einen

.
Die Verse werden durch einen

verbunden.
Die erzählende Stimme nennt man das lyrische

.




Offene Aufgaben

Diese Aufgaben haben keine automatische Bewertung. Du kannst sie allein, zu zweit oder in einer Gruppe bearbeiten. Nutze die Hilfestufen aus dem Lerntext.


Leicht

  1. Gedicht verstehen: Schreibe den Inhalt des Gedichts in fünf einfachen Sätzen auf. Beginne mit „Am Anfang ...“.
  2. Wortschatz: Suche fünf schwierige Wörter aus dem Gedicht. Erkläre sie mit eigenen Worten.
  3. Stimmung: Suche drei Wörter, die eine unheimliche Stimmung erzeugen. Notiere jeweils den passenden Vers.
  4. Lyrisches Ich: Schreibe einen kurzen Tagebucheintrag aus Sicht des lyrischen Ichs. Beginne mit „Heute Abend sah ich ...“. Kennzeichne erfundene Ergänzungen.


Standard

  1. Personifikation: Erkläre in fünf bis sieben Sätzen, warum der Krieg wie ein Mensch dargestellt wird. Verwende Vers 35.
  2. Bildbeschreibung: Vergleiche Dürers Holzschnitt mit Morgensterns Gedicht. Beschreibe zwei Unterschiede und eine Gemeinsamkeit.
  3. Kreatives Schreiben: Schreibe eine eigene Fortsetzung mit sechs bis zehn Sätzen. Was passiert nach Vers 37? Kennzeichne sie als Deine Erfindung.
  4. Gedichtinterpretation: Schreibe einen Absatz über die Bedeutung des wachen Hungers. Nutze Vers 33 und einen weiteren Textbeleg.


Schwer

  1. Kettenreim: Untersuche die Endwörter der ersten neun Verse. Beschreibe das Reimmuster und erkläre seine Wirkung.
  2. Literarische Figur: Verfasse einen kurzen inneren Monolog des Hungers. Zeige, wie sich Deine erfundene Stimme vom Originaltext unterscheidet.
  3. Vergleichende Literaturwissenschaft: Vergleiche die vier Reiter in Offenbarung 6 mit Morgensterns Gestalten. Unterscheide ausdrücklich Bibeltext, Gedicht und Deine Deutung.
  4. Argumentation: Schreibe eine begründete Interpretation zur Frage „Warum ruhen sich die Reiter aus?“. Nutze mindestens drei Versbelege und nenne auch eine andere mögliche Erklärung.

Hilfen für die offenen Aufgaben:

Leicht: Unterstreiche zuerst die Wörter, die Du bereits verstehst.

Standard: Sammle zwei Textstellen und beschreibe ihre Wirkung, bevor Du Deinen Absatz schreibst.

Schwer: Formuliere eine Deutung, belege sie und prüfe, ob es eine andere Möglichkeit gibt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Aufgaben prüfen das Verstehen und das Anwenden Deines Wissens. Sie werden nicht automatisch bewertet.

  1. Perspektive: Erkläre, warum das lyrische Ich nicht automatisch mit Christian Morgenstern gleichgesetzt werden darf. Verwende ein Beispiel aus dem Gedicht.
  2. Symbol: Untersuche, welche Bedeutung die sattelleeren Pferde haben könnten. Begründe Deine Deutung mit zwei Beobachtungen.
  3. Sprachliche Mittel: Vergleiche die Wirkung der Verse 11 und 35. Wie verändert sich die Darstellung des Unheimlichen?
  4. Medienvergleich: Erkläre, warum Dürers angreifende Reiter anders wirken als Morgensterns ruhende Gestalten. Beziehe Dich auf das Bild und den Gedichttext.
  5. Interpretation: Entwickle zwei unterschiedliche Deutungen des Satzes „Nur der Hunger wacht“. Zeige, welche Beobachtungen jeweils dafürsprechen.
  6. Transfer: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, wie eine abstrakte Gefahr durch eine Person dargestellt werden kann. Vergleiche dieses Beispiel mit der Figur des Krieges im Gedicht.




Lernnachweis

Du zeigst, was Du gelernt hast, indem Du eine kurze Gedichtanalyse verfasst.

Dein Text sollte enthalten:

  1. Einleitung: Titel, Autor, Gedichtband und Erscheinungsjahr des Bandes.
  2. Inhalt: Eine knappe Zusammenfassung der Handlung im Gedicht.
  3. Sprecher: Eine Erklärung des lyrischen Ichs.
  4. Sprache: Mindestens zwei sprachliche Bilder mit Versangaben.
  5. Deutung: Eine begründete Aussage über die vier Reiter.
  6. Schluss: Deine Einschätzung der Wirkung des Gedichts.

Umfang: ungefähr 200–300 Wörter.

Selbstkontrolle: Kannst Du mindestens drei Aussagen durch genaue Textstellen begründen? Hast Du Beobachtungen und eigene Deutungen voneinander getrennt?




OERs zum Thema


Offene Texte und weiterführende Quellen

Historischer Text:

  1. Zeno.org: Die apokalyptischen Reiter
  2. TextGrid: Gedichttext und Textnachweis
  3. Google Books: Historischer Band von 1897

Weiterführende Informationen:

  1. Christian Morgenstern – Leben und Werke.
  2. Dante Alighieri – der Dichter Dante.
  3. Apokalyptische Reiter – das biblische Motiv.
  4. Gedichtinterpretation – Methoden der Analyse.

Wikipedia: Apokalyptische Reiter

Wikipedia: Christian Morgenstern


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Alle aufgeführten Bild-, Ton- und Animationsdateien wurden als bestehende Wikimedia-Commons-Dateien recherchiert. Sie wurden für diesen aiMOOC nicht verändert. Die Lizenzangaben beziehen sich auf die jeweiligen Dateibeschreibungsseiten.

Medium Urheber und Rechte Dateiquelle
Selbstporträt Christian Morgenstern Christian Morgenstern, 1906; gemeinfrei, Public Domain Mark Commons
Violin2.jpg DannyDaWriter; vom Urheber als gemeinfrei freigegeben Commons
Dante-Porträt Nach Sandro Botticelli; gemeinfrei, Public Domain Mark Commons
Historisches Römerglas Foto: Daderot; CC0 1.0 Commons
Moonlight in the Forest Joséphine Bowes; gemeinfrei, Public Domain Mark Commons
Die vier apokalyptischen Reiter Albrecht Dürer, 1498; Digitalisat der National Gallery of Art; CC0 1.0 Commons
Apocalypse Animated – Horsemen6.gif Nina Paley / apocalypseanimated.com; CC BY-SA 4.0, keine Veränderungen. Die Lizenz ist zusätzlich auf der Website der Künstlerin bestätigt. Commons
Street musician violin.ogg natalie; gemeinfrei Commons
Wind – Beeld en Geluid.ogg Beeld en Geluid; CC BY-SA 3.0, keine Veränderungen Commons

Hinweis zur Lizenzierung: Bei CC BY-SA sind Namensnennung, Lizenzlink und die Kennzeichnung von Bearbeitungen wichtig. Bei Bearbeitungen können zusätzliche Weitergabebedingungen gelten. Die YouTube-Videos von „musstewissen Deutsch“ werden als externe Bildungsangebote eingebettet. Sie werden hier nicht als frei lizenzierte OER ausgegeben und nicht kopiert.

Hinweis zur Quellenkritik: Das Gedicht von 1897, Dürers Kunstwerk von 1498 und die moderne Animation sind unterschiedliche Werke. Die fremden Bilder und Töne dienen dem Vergleich. Sie belegen nicht, was Morgenstern persönlich gedacht oder erlebt hat.


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