Die Zukunft der Demokratie - Gemeinschaftskunde


Die Zukunft der Demokratie - Gemeinschaftskunde
Die Zukunft der Demokratie - Gemeinschaftskunde

Einleitung
Demokratie bedeutet, dass politische Macht vom Volk ausgeht. In Deutschland wird dieser Grundsatz durch das Grundgesetz, freie Wahlen, Grundrechte, die Gewaltenteilung, unabhängige Gerichte und eine freie Öffentlichkeit gesichert. Demokratie ist aber kein fertiger Zustand. Sie muss immer wieder gelernt, geschützt und weiterentwickelt werden.
Die Zukunft der Demokratie hängt davon ab, wie Gesellschaften mit großen Veränderungen umgehen. Dazu gehören die Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, der Klimawandel, soziale Ungleichheit, internationale Krisen und die Frage, wie junge Menschen stärker beteiligt werden können. Neue Technik kann politische Teilhabe erleichtern. Sie kann aber auch Desinformation, Überwachung und Manipulation verstärken.
In diesem aiMOOC untersuchst Du Chancen, Gefahren und mögliche Zukunftsmodelle der Demokratie. Du lernst außerdem, wie Du selbst demokratisch handeln und politische Entscheidungen mitgestalten kannst.
Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du erklären, welche Grundbedingungen eine Demokratie benötigt. Du kannst Chancen und Risiken digitaler Beteiligung beurteilen, Desinformation erkennen und verschiedene Vorschläge zur Weiterentwicklung der Demokratie vergleichen. Außerdem entwickelst Du eigene Ideen für demokratische Beteiligung in Schule und Gemeinde.
Grundlagen der Demokratie
Volkssouveränität und Grundgesetz
Artikel 20 des Grundgesetzes legt fest, dass alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht. Bürgerinnen und Bürger übertragen durch Wahlen politische Verantwortung auf Abgeordnete. Diese treffen Entscheidungen im Parlament, kontrollieren die Regierung und beschließen Gesetze.
Eine Demokratie besteht jedoch nicht nur aus Wahlen. Sie benötigt auch den Schutz von Minderheiten, freie Meinungsbildung, politische Konkurrenz und die Bindung staatlicher Macht an Recht und Gesetz. Ohne diese Bedingungen könnte eine gewählte Mehrheit die Rechte anderer Menschen einschränken.

Kennzeichen einer stabilen Demokratie
- Freie Wahlen: Die Wahlberechtigten können ohne Zwang zwischen echten politischen Alternativen entscheiden.
- Rechtsstaat: Staatliche Entscheidungen müssen auf Gesetzen beruhen und gerichtlich überprüfbar sein.
- Grundrechte: Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und weitere Rechte schützen den Einzelnen.
- Gewaltenteilung: Parlament, Regierung und Gerichte begrenzen und kontrollieren sich gegenseitig.
- Pluralismus: Unterschiedliche Interessen, Parteien, Verbände und Meinungen dürfen öffentlich auftreten.
- Pressefreiheit: Medien können staatliches Handeln untersuchen und Kritik veröffentlichen.
Repräsentative und direkte Demokratie
Deutschland ist vor allem eine repräsentative Demokratie. Bürgerinnen und Bürger wählen Abgeordnete, die politische Entscheidungen treffen. Dieses System ermöglicht eine kontinuierliche Arbeitsteilung und die Beratung komplizierter Fragen.
Elemente der direkten Demokratie geben der Bevölkerung die Möglichkeit, unmittelbar über Sachfragen abzustimmen. Auf kommunaler Ebene und in den Bundesländern gibt es dafür unterschiedliche Verfahren. Direkte Abstimmungen können Beteiligung stärken. Gleichzeitig müssen Fragen verständlich formuliert und Minderheitenrechte geschützt werden.

Warum die Zukunft der Demokratie offen ist
Demokratien können sich verbessern, aber auch geschwächt werden. Ihre Zukunft wird nicht allein durch Technik oder politische Institutionen entschieden. Wichtig ist, wie Menschen miteinander umgehen, ob Regeln akzeptiert werden und ob politische Entscheidungen als nachvollziehbar und gerecht erlebt werden.
Vertrauen und politische Wirksamkeit
Menschen unterstützen eine Demokratie eher, wenn sie den Eindruck haben, dass ihre Stimme zählt. Vertrauen entsteht durch nachvollziehbare Entscheidungen, funktionierende Behörden, glaubwürdige Informationen und die Möglichkeit, Kritik zu äußern.
Vertrauen bedeutet nicht, der Regierung immer zuzustimmen. In einer Demokratie ist begründete Kritik notwendig. Problematisch wird es, wenn politische Gegner grundsätzlich als Feinde betrachtet werden oder wenn demokratische Institutionen ohne Belege als vollständig bedeutungslos dargestellt werden.
Soziale Ungleichheit
Große Unterschiede bei Einkommen, Bildung, Zeit und politischem Einfluss können demokratische Teilhabe erschweren. Wer wenig Zeit, Geld oder Zugang zu Informationen hat, beteiligt sich oft unter schwierigeren Bedingungen.
Eine zukunftsfähige Demokratie muss deshalb nicht nur formale Rechte sichern. Sie sollte auch reale Möglichkeiten zur Beteiligung schaffen. Dazu gehören politische Bildung, barrierefreie Informationen und Angebote, die unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erreichen.
Polarisierung und Kompromisse
Politische Konflikte gehören zur Demokratie. Verschiedene Interessen dürfen sichtbar werden und miteinander konkurrieren. Demokratie verlangt jedoch, dass Konflikte friedlich ausgetragen werden und gemeinsame Regeln gelten.
Ein Kompromiss ist nicht automatisch ein Zeichen von Schwäche. Er kann unterschiedliche Interessen verbinden und gemeinsame Entscheidungen ermöglichen. Grenzen des Kompromisses bestehen dort, wo Menschenwürde, Grundrechte oder demokratische Regeln verletzt werden.
Digitale Öffentlichkeit

Das Internet hat politische Kommunikation stark verändert. Informationen können schnell verbreitet werden. Bürgerinnen und Bürger können eigene Beiträge veröffentlichen, Aktionen organisieren und direkt mit Politikerinnen und Politikern kommunizieren.
Gleichzeitig bestimmen Plattformen und ihre technischen Systeme mit, welche Inhalte sichtbar werden. Dadurch entsteht eine neue politische Macht. Für die Demokratie ist wichtig, dass diese Macht nachvollziehbar begrenzt und kontrolliert wird.
Chancen digitaler Demokratie
Digitale Angebote können den Zugang zu politischen Informationen erleichtern. Online-Petitionen, digitale Anhörungen, Beteiligungsplattformen und Livestreams politischer Sitzungen können mehr Menschen erreichen.
Digitale Werkzeuge können außerdem helfen, Vorschläge zu sammeln, Haushaltsentscheidungen zu erklären oder Bürgerinnen und Bürger an Planungen zu beteiligen. Solche Angebote ersetzen Parlamente nicht. Sie können die repräsentative Demokratie aber ergänzen.
Desinformation und manipulierte Inhalte
Desinformation bezeichnet absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Sie kann eingesetzt werden, um Menschen zu täuschen, Misstrauen zu erzeugen oder politische Konflikte zu verschärfen.
Durch künstlich erzeugte Bilder, Stimmen und Videos wird die Prüfung von Informationen schwieriger. Solche Deepfakes können glaubwürdig wirken, obwohl das dargestellte Ereignis nie stattgefunden hat.

Vor dem Teilen eines politischen Beitrags solltest Du prüfen, wer ihn veröffentlicht hat, welche Belege genannt werden und ob seriöse Quellen dieselbe Information bestätigen. Auch das Veröffentlichungsdatum und der ursprüngliche Zusammenhang sind wichtig.
Algorithmen und Aufmerksamkeit
Soziale Netzwerke sortieren Inhalte mithilfe von Algorithmen. Häufig erhalten Beiträge viel Aufmerksamkeit, wenn sie starke Gefühle auslösen. Das kann die Verbreitung zugespitzter oder empörender Inhalte fördern.
Personalisierte Empfehlungen können nützlich sein. Sie können aber auch dazu führen, dass Menschen vor allem Beiträge sehen, die zu bisherigen Interessen passen. Deshalb sind Medienkompetenz, Transparenz und eine vielfältige Nachrichtennutzung wichtige Bestandteile demokratischer Bildung.
Künstliche Intelligenz und Demokratie

Künstliche Intelligenz kann große Datenmengen auswerten, Texte zusammenfassen und Verwaltungsabläufe unterstützen. Sie könnte helfen, Gesetzestexte verständlicher zu machen oder Beteiligungsverfahren auszuwerten.
KI-Systeme können jedoch Fehler übernehmen, die in ihren Trainingsdaten enthalten sind. Sie können Entscheidungen schwer nachvollziehbar machen oder zur Überwachung eingesetzt werden. Bei staatlichen Anwendungen sind deshalb klare Regeln, menschliche Verantwortung und die Möglichkeit zum Widerspruch wichtig.
Eine demokratische Nutzung von KI verlangt Transparenz. Menschen sollten erkennen können, wann sie mit automatisch erzeugten Inhalten oder automatisierten Entscheidungen zu tun haben. Politische Verantwortung darf nicht einfach an ein technisches System abgegeben werden.
Neue Formen politischer Beteiligung
Bürgerräte
Ein Bürgerrat besteht meist aus ausgelosten Menschen. Durch die Auslosung sollen unterschiedliche Erfahrungen und Lebenslagen einbezogen werden. Die Teilnehmenden erhalten Informationen, beraten miteinander und formulieren Empfehlungen.
Bürgerräte können Parlamente unterstützen, besonders bei langfristigen oder kontroversen Fragen. Sie ersetzen gewählte Abgeordnete jedoch nicht. Entscheidend ist, dass Politik und Öffentlichkeit nachvollziehen können, wie mit den Empfehlungen umgegangen wird.
Beteiligungshaushalte und digitale Konsultationen
Bei einem Bürgerhaushalt können Einwohnerinnen und Einwohner Vorschläge zur Verwendung öffentlicher Mittel machen oder Prioritäten bewerten. Digitale Konsultationen ermöglichen Stellungnahmen zu Planungen und Gesetzentwürfen.
Damit solche Verfahren demokratisch wirken, müssen die Regeln verständlich sein. Es muss klar sein, wer teilnehmen kann, wie Ergebnisse ausgewertet werden und welchen Einfluss sie auf die endgültige Entscheidung haben.
Protest, Petition und Zivilgesellschaft
Demokratische Beteiligung findet nicht nur bei Wahlen statt. Menschen können sich in Vereinen, Initiativen, Jugendvertretungen, Parteien und Gewerkschaften engagieren. Sie können Petitionen einreichen, demonstrieren oder öffentliche Diskussionen organisieren.

Protest kann Themen sichtbar machen, die bisher wenig beachtet wurden. Er bleibt demokratisch, wenn er die Rechte anderer respektiert und friedlich erfolgt. Politische Entscheidungen werden anschließend in den vorgesehenen demokratischen Verfahren getroffen.
Junge Menschen und Demokratie
Junge Menschen sind von langfristigen politischen Entscheidungen besonders betroffen. Viele dürfen bei bestimmten Wahlen noch nicht abstimmen, können sich aber auf andere Weise beteiligen. Jugendgemeinderäte, Schülervertretungen, Verbände, Demonstrationen und Beteiligungsprojekte eröffnen politische Handlungsmöglichkeiten.
Schule ist ein wichtiger Lernort der Demokratie. Mitbestimmung sollte dort nicht nur erklärt, sondern praktisch erlebt werden. Klassenrat, Schülerparlament, Projektgruppen und transparente Schulregeln können zeigen, wie Diskussion, Abstimmung und Verantwortung zusammengehören.
Politische Bildung soll keine bestimmte Parteimeinung vorgeben. Sie soll Dich dabei unterstützen, Informationen zu prüfen, unterschiedliche Positionen zu verstehen und ein eigenes begründetes Urteil zu entwickeln.
Demokratie in Europa und der Welt

Viele politische Probleme überschreiten Staatsgrenzen. Klimaschutz, Migration, Sicherheit, Handel und digitale Plattformen können nicht allein auf nationaler Ebene geregelt werden. Deshalb werden demokratische Entscheidungen auch in der Europäischen Union getroffen.
Das Europäische Parlament wird direkt gewählt. Zugleich wirken die Regierungen der Mitgliedstaaten und weitere europäische Institutionen an Entscheidungen mit. Für die Zukunft ist wichtig, europäische Verfahren verständlich zu erklären und demokratische Kontrolle sichtbar zu machen.
Weltweit bestehen sehr unterschiedliche politische Systeme. Demokratische Rechte können ausgebaut, aber auch eingeschränkt werden. Eine freie Presse, unabhängige Gerichte, faire Wahlen und eine aktive Zivilgesellschaft sind zentrale Schutzfaktoren.
Mögliche Zukunftsszenarien
Zukunftsszenarien sind keine sicheren Vorhersagen. Sie helfen dabei, mögliche Entwicklungen zu vergleichen.
Szenario einer widerstandsfähigen Demokratie
In diesem Szenario werden politische Entscheidungen verständlicher erklärt. Beteiligungsverfahren erreichen unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Medienbildung wird gestärkt, digitale Plattformen werden transparent kontrolliert und staatliche Institutionen bleiben handlungsfähig.
Konflikte verschwinden nicht. Sie werden jedoch friedlich, faktenbezogen und innerhalb gemeinsamer Regeln ausgetragen.
Szenario einer erweiterten Beteiligungsdemokratie
Wahlen und Parlamente bleiben das Zentrum politischer Entscheidungen. Zusätzlich werden Bürgerräte, Jugendvertretungen, digitale Konsultationen und lokale Beteiligungsprojekte häufiger genutzt.
Die Stärke dieses Modells liegt in mehr Austausch. Eine Gefahr entsteht, wenn Beteiligungsangebote unübersichtlich werden oder nur ohnehin politisch aktive Menschen erreichen.
Szenario einer geschwächten Demokratie
In diesem Szenario sinkt das Vertrauen in Institutionen. Desinformation verbreitet sich, politische Gegner werden entmenschlicht und unabhängige Medien oder Gerichte geraten unter Druck.
Eine Demokratie kann schrittweise geschwächt werden, auch wenn weiterhin Wahlen stattfinden. Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf Wahltage zu achten, sondern auch auf Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit und die Freiheit öffentlicher Debatten.
Wie Demokratie gestärkt werden kann
- Politische Bildung: Menschen lernen, Quellen zu prüfen, Konflikte auszuhalten und eigene Urteile zu begründen.
- Transparenz: Entscheidungen, Zuständigkeiten und Interessen werden verständlich offengelegt.
- Teilhabe: Beteiligung wird frühzeitig, barrierefrei und für unterschiedliche Gruppen ermöglicht.
- Medienkompetenz: Manipulation, Werbung, Desinformation und automatisch erzeugte Inhalte werden erkannt.
- Soziale Gerechtigkeit: Menschen erhalten reale Chancen, ihre Rechte wahrzunehmen und sich einzubringen.
- Demokratische Streitkultur: Kritik bleibt möglich, ohne Menschen abzuwerten oder Gewalt anzudrohen.
- Rechtsstaatlichkeit: Gerichte, Parlamente und Kontrollorgane bleiben unabhängig und wirksam.
- Europäische Zusammenarbeit: Grenzüberschreitende Probleme werden demokratisch und gemeinsam bearbeitet.
Zukunftswerkstatt: Deine Demokratie 2040
Stell Dir vor, Deine Gemeinde plant neue Formen der Beteiligung. Schülerinnen und Schüler sollen Vorschläge einreichen können. Ein ausgeloster Jugendrat berät diese Vorschläge. Eine digitale Plattform zeigt Argumente und Kosten. Der Gemeinderat muss anschließend öffentlich begründen, welche Ideen übernommen werden.
Prüfe dieses Modell mit vier Fragen: Wer darf teilnehmen? Wer entscheidet am Ende? Wie werden Minderheiten geschützt? Wie wird verhindert, dass falsche Informationen oder technische Hürden einzelne Gruppen benachteiligen?
Die Zukunft der Demokratie ist nicht nur eine Frage staatlicher Institutionen. Sie hängt auch davon ab, ob Menschen zuhören, Verantwortung übernehmen, Informationen prüfen und die Rechte anderer achten.
Quellen und Vertiefung
- Deutscher Bundestag: Grundgesetz
- Deutscher Bundestag: Bürgerräte
- Bundeszentrale für politische Bildung: Desinformation
- Bundeszentrale für politische Bildung: KI und Demokratie
- Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: Digitale Demokratie
- Council of Europe: Jugend und demokratische Beteiligung
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welcher Grundsatz steht im Zentrum von Artikel 20 des Grundgesetzes? (Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus) (!Die Regierung bestimmt alle Gerichte) (!Medien müssen staatliche Positionen vertreten) (!Politische Parteien dürfen nicht kritisiert werden)
Welche Aufgabe hat die Gewaltenteilung? (Staatliche Macht zu begrenzen und zu kontrollieren) (!Alle Entscheidungen an eine Person zu übertragen) (!Wahlen durch Gerichtsverfahren zu ersetzen) (!Politische Konflikte vollständig zu verhindern)
Was kennzeichnet Desinformation? (Sie wird absichtlich falsch oder irreführend verbreitet) (!Sie ist immer ein unbeabsichtigter Schreibfehler) (!Sie kommt ausschließlich in gedruckten Zeitungen vor) (!Sie darf nur von staatlichen Stellen verbreitet werden)
Welche Funktion kann ein Bürgerrat haben? (Er berät politische Fragen und formuliert Empfehlungen) (!Er ersetzt dauerhaft alle gewählten Parlamente) (!Er entscheidet ohne öffentliche Regeln über Gesetze) (!Er besteht nur aus Mitgliedern politischer Parteien)
Welche Chance bietet digitale Beteiligung? (Mehr Menschen können Vorschläge und Stellungnahmen einbringen) (!Politische Entscheidungen benötigen keine Begründung mehr) (!Minderheitenrechte werden automatisch überflüssig) (!Alle Informationen im Internet werden dadurch wahr)
Warum können Algorithmen für die Demokratie bedeutsam sein? (Sie beeinflussen mit, welche politischen Inhalte sichtbar werden) (!Sie verbieten grundsätzlich jede politische Diskussion) (!Sie werden ausschließlich bei Wahlen eingesetzt) (!Sie können niemals von Menschen verändert werden)
Was ist bei staatlich genutzter künstlicher Intelligenz besonders wichtig? (Transparenz und menschliche Verantwortung) (!Geheime Entscheidungen ohne Widerspruchsmöglichkeit) (!Die Abschaffung unabhängiger Gerichte) (!Eine automatische Übernahme jeder Empfehlung)
Welche Aussage über politische Konflikte ist richtig? (Sie gehören zur Demokratie und sollen friedlich ausgetragen werden) (!Sie müssen durch das Verbot verschiedener Meinungen verhindert werden) (!Sie zeigen immer das vollständige Scheitern einer Demokratie) (!Sie dürfen nur innerhalb einer Regierungspartei stattfinden)
Welche Rolle hat eine freie Presse? (Sie informiert, recherchiert und kontrolliert politische Macht) (!Sie veröffentlicht ausschließlich Regierungsentscheidungen) (!Sie ersetzt Parlamente und Gerichte) (!Sie entscheidet selbst über die Gültigkeit von Gesetzen)
Was stärkt eine zukunftsfähige Demokratie? (Politische Bildung, Teilhabe und Rechtsstaatlichkeit) (!Die Einschränkung friedlicher Kritik) (!Die Abschaffung öffentlicher Debatten) (!Die Übergabe politischer Macht an unbekannte Algorithmen)
Memory
| Volkssouveränität | Staatsgewalt geht vom Volk aus |
| Rechtsstaat | Staatliches Handeln ist an Recht gebunden |
| Pluralismus | Verschiedene Interessen und Meinungen sind erlaubt |
| Bürgerrat | Ausgeloste Menschen beraten politische Fragen |
| Desinformation | Absichtlich verbreitete Irreführung |
| Deepfake | Künstlich erzeugte oder veränderte Medienaufnahme |
| Pressefreiheit | Medien dürfen unabhängig berichten |
| Kompromiss | Ausgleich zwischen unterschiedlichen Interessen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Grundrechte | Schützen Freiheit und Würde des Einzelnen |
| Gewaltenteilung | Begrenzt staatliche Macht durch gegenseitige Kontrolle |
| Bürgerhaushalt | Bezieht Einwohner in finanzielle Prioritäten einer Kommune ein |
| Medienkompetenz | Hilft beim Prüfen und Bewerten von Informationen |
| Jugendvertretung | Bringt Interessen junger Menschen in politische Beratungen ein |
| Transparenz | Macht Verfahren und Entscheidungen nachvollziehbar |
Kreuzworträtsel
| Pluralismus | Wie heißt das demokratische Prinzip, das verschiedene Meinungen und Interessen zulässt? |
| Bürgerrat | Wie heißt ein ausgelostes Gremium zur Beratung politischer Fragen? |
| Pressefreiheit | Welches Recht schützt unabhängige Berichterstattung? |
| Grundrechte | Wie heißen die grundlegenden Freiheits- und Schutzrechte? |
| Kompromiss | Wie heißt eine gemeinsame Lösung zwischen unterschiedlichen Positionen? |
| Teilhabe | Welcher Begriff bezeichnet politische und gesellschaftliche Mitwirkung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Demokratie im Alltag: Fotografiere oder zeichne drei Situationen, in denen Menschen gemeinsam Regeln festlegen oder Entscheidungen treffen, und erkläre den demokratischen Bezug.
- Quellencheck: Wähle einen politischen Beitrag aus einem sozialen Netzwerk und prüfe Autor, Datum, Belege und weitere Berichte.
- Klassenregeln: Untersuche Eure Klassenregeln und formuliere zwei Vorschläge für mehr Mitbestimmung und Transparenz.
- Begriffskarte Demokratie: Gestalte eine übersichtliche Begriffskarte mit Grundrechten, Wahlen, Rechtsstaat, Teilhabe und Pressefreiheit.
Standard
- Interview zur Demokratie: Befrage mindestens zwei Personen verschiedener Altersgruppen dazu, was sie an der Demokratie schätzen und verbessern würden.
- Bürgerrat im Klassenzimmer: Plant einen ausgelosten Klassenrat zu einem schulischen Thema und dokumentiert Beratung, Argumente und Empfehlung.
- Deepfake-Prüfung: Entwickle eine Checkliste, mit der Jugendliche verdächtige Bilder, Videos und Tonaufnahmen überprüfen können.
- Jugendbeteiligung vor Ort: Recherchiere Beteiligungsmöglichkeiten in Deiner Gemeinde und bewerte, wie leicht Jugendliche sie nutzen können.
Schwer
- Demokratie 2040: Entwickle ein begründetes Zukunftsszenario und beschreibe Institutionen, Beteiligungsformen, Medienregeln und Schutzrechte.
- Plattformrat: Entwirf ein demokratisch kontrolliertes Verfahren für Regeln in einem sozialen Netzwerk und verteile Zuständigkeiten.
- Kommunale Anhörung: Organisiere eine simulierte öffentliche Anhörung zu einem umstrittenen Projekt mit Rollen, Quellen und Abschlussbericht.
- Verfassungswerkstatt: Formuliere einen zusätzlichen Verfassungsartikel zur digitalen Demokratie und begründe Chancen, Grenzen und Kontrollmechanismen.


Lernkontrolle
- Demokratische Stabilität: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, warum Wahlen allein noch keine vollständige Demokratie garantieren.
- Digitale Beteiligung bewerten: Vergleiche eine Online-Petition mit einem Bürgerrat und beurteile, welches Verfahren sich für welche politische Frage eignet.
- Konfliktanalyse: Analysiere einen politischen Streit und unterscheide zwischen legitimer Kritik, Zuspitzung und demokratiefeindlicher Abwertung.
- KI-Entscheidung: Beurteile, ob ein KI-System über die Vergabe eines öffentlichen Zuschusses mitentscheiden sollte, und entwickle notwendige Schutzregeln.
- Jugend und Repräsentation: Entwickle ein Modell, mit dem Jugendliche an kommunalen Entscheidungen beteiligt werden, ohne gewählte Gremien zu ersetzen.
- Zukunftsszenarien vergleichen: Stelle zwei mögliche Entwicklungen der Demokratie gegenüber und erkläre, welche politischen Entscheidungen den Unterschied ausmachen könnten.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du die Grundprinzipien der Demokratie erklären und auf ein aktuelles oder selbst entwickeltes Beispiel übertragen können. Du solltest Chancen und Risiken digitaler Öffentlichkeit unterscheiden, die Bedeutung von Grundrechten und Rechtsstaatlichkeit begründen sowie ein Beteiligungsverfahren kritisch bewerten können.
Ein guter Lernnachweis enthält eine klare Fragestellung, nachvollziehbare Argumente, geprüfte Quellen und eine begründete eigene Position. Außerdem sollte sichtbar werden, dass Du Gegenargumente berücksichtigst und zwischen Fakten, Bewertungen und Zukunftsszenarien unterscheidest.
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