Die Türkin - Aston, Louise - Gedichtanalyse
Einleitung
Die Türkin ist ein Gedicht von Louise Aston (1814–1871). Es beginnt mit „Leise Abendwinde necken“ (Vers 1). Der Text hat fünf Strophen mit je acht Versen, also 40 Verse. Im Mittelpunkt stehen Liebe, Zwang, Macht und die Freiheit von Frauen. Der Text nennt auch den Tod einer Frau. Wir sprechen darüber behutsam und ohne Gewaltdarstellung.
Für dich: Lies erst die bereits vorhandene Gedichtseite. Dieser Kurs ist eine Analyse, keine zweite vollständige Abschrift. Du lernst, Textstellen genau zu zitieren, den Klang zu hören und Deutungen zu begründen. Einstieg: Klassen 9–10; Vertiefung: Klassen 11–13.

Louise Aston, Stahlstich von Auguste Hüssener (um 1851). Bild: Wikimedia Commons, gemeinfrei; Quelle und Rechte.
Originaltext, Erstdruck und sichere Zitate
Textgrundlage: TextGrid, „Die Türkin“, Textansicht. Der Editionsnachweis nennt als Erstdruck den 16. Dezember 1848 in Der Freischärler, Nr. 7. Die TextGrid-Ausgabe verweist außerdem auf eine Buchausgabe von 1850. 1848 ist also der belegte Erstdruck, nicht Astons Geburts- oder Todesjahr.
Wichtig: Verszahlen zählen die 40 Gedichtzeilen ohne Zwischenüberschriften und Seitenzahlen. Zitiere nur Formulierungen, die du im Original nachlesen kannst. Abweichungen in Zeichensetzung, Großschreibung und historischer Schreibung sind bei anderen Abdrucken möglich.
Quellfassung, Lesefassung, Übersetzung, Interpretation
Quellfassung meint den historischen Wortlaut mit alter Schreibung. Lesefassung ändert vorsichtig die Schreibung für heutige Leserinnen und Leser; sie ist kein neuer Originaltext. Übersetzung beziehungsweise Übertragung erklärt den Sinn in einfachen modernen Worten. Interpretation fragt, was ein Bild oder eine Aussage bedeuten kann. Sie braucht Belege.
| Ebene | Beispiel zu Vers 19–20 | Was du beachtest |
|---|---|---|
| Quellfassung | „Morgen muß ich Dich verlassen, / Weil der Sultan mein begehrt.«“ | Schreibweise und ungewöhnliche Formulierung bleiben erhalten. |
| Lesefassung | „Morgen muss ich dich verlassen, / weil der Sultan mich begehrt.“ | Behutsam modernisiert; „mein“ wird zur verständlicheren Form „mich“ geglättet. |
| Sinngemäße Übertragung | Ich muss morgen von dir weg, weil der Herrscher mich für sich haben will. | Das ist eine Erklärung, kein Verszitat und keine Übersetzung in eine andere Sprache. |
| Interpretation | Die Frau darf nicht frei über ihre Liebe entscheiden. | Diese Deutung stützt sich auf Vers 19–20. |
Weitere kurze Quellzitate mit Lesefassung:
- V. 1–2, Quelle: „Leise Abendwinde necken / Buhlerisch den Myrthenhain,“ — Lesefassung: „Leise Abendwinde necken / buhlerisch den Myrtenhain.“ Hier ändert sich die Schreibweise von „Myrthen“.
- V. 15–16, Quelle: „Hält sie – Seufzer auf der Lippe – / Eine kurze Sclavenrast.“ — Lesefassung: „Hält sie – Seufzer auf der Lippe – / eine kurze Sklavenrast.“ Der Kontrast zu „stolzes Weib“ (V. 12) ist auffällig.
- V. 31–32, Quelle: „Hörst Du, wie das Meer jetzt wimmert, / Das ein edles Weib verschlingt? –“ — Lesefassung: „Hörst du, wie das Meer jetzt wimmert, / das ein edles Weib verschlingt?“ Das Meer erhält eine menschliche Eigenschaft.
Merksatz: Wenn du eine Lesefassung oder Übertragung nutzt, kennzeichne sie. Ein Beleg in einer Analyse kommt aus der Quellfassung und trägt eine Versangabe.
Wörterhilfe und gestufte Hilfen
- Myrthenhain (V. 2): ein Ort mit Myrtenpflanzen; die Pflanze kann mit Liebe verbunden sein.
- buhlerisch (V. 2): hier etwa: verliebt oder spielerisch werbend.
- Sclavenrast (V. 16): eine kurze Pause in einem Zustand der Unfreiheit.
- Frankensohn (V. 18): eine männliche Figur, die als „fränkisch“ beziehungsweise westlich bezeichnet wird; keine sichere Nationalitätsangabe.
- Stambul (V. 27): ältere Bezeichnung für Istanbul.
- Serail (V. 30): hier ein Bereich des Herrscherpalasts.
- Satzung (V. 38): eine festgelegte Regel oder gesellschaftliche Ordnung.
Hilfe 1 – Leicht: Markiere ein Wort für Natur und ein Wort für Unfreiheit. Lies die passende Zeile laut.
Hilfe 2 – Standard: Schreibe: „In Vers … steht ‚…‘. Das zeigt …“. Trenne Zitat und deine Erklärung.
Hilfe 3 – Schwer: Prüfe eine Gegenlesart: Ist die Figur nur ein Einzelschicksal oder ein Sinnbild für viele Frauen? Vergleiche V. 19–20 mit V. 33–40.
Inhalt und lyrisches Sprechen
Strophe 1 (V. 1–8): Wind, Pflanzen und Meer formen eine ruhige Abendlandschaft. Wörter wie „necken“ und „wiegen“ geben der Natur etwas Menschliches.
Strophe 2 (V. 9–16): Eine stolze Frau tritt hervor. Sie hat nur eine „kurze Sclavenrast“ (V. 16). Das ist ein starker Gegensatz zwischen Stolz und Unfreiheit.
Strophe 3 (V. 17–24): Die Frau spricht selbst: „Morgen muß ich Dich verlassen“ (V. 19). Der Sultan fordert sie. Die Worte zeigen Zwang, nicht eine freiwillige Entscheidung.
Strophe 4 (V. 25–32): Mond, Stadt und Palast erscheinen. Die Frage nach dem Meer, „Das ein edles Weib verschlingt“ (V. 32), legt ein tödliches Ende nahe. Der Vorgang wird nicht direkt als Szene erzählt. Erst die letzte Strophe spricht ausdrücklich von „ihren Tod“ (V. 33).
Strophe 5 (V. 33–40): Die Stimme wendet sich direkt an ein „Du“ und verallgemeinert das Leid. Der Schluss „Jedes freie Weib gehöhnt!“ (V. 40) ist eine Anklage gegen Unterdrückung.
Wer spricht? Meist spricht eine beobachtende, erzählende Gedichtstimme. Nur in V. 17–20 hören wir die direkte Rede der Frau. In V. 25 („Sieh!“), V. 31 („Hörst Du“) und ab V. 33 spricht die erzählende Stimme die Lesenden an. Verwechsle diese Stimmen nicht mit der historischen Autorin.
Der Bosporus in einem Gemälde von Amedeo Preziosi, 19. Jahrhundert. Bild: Wikimedia Commons, gemeinfrei; Quelle. Es illustriert die Bildwelt, nicht den tatsächlichen Handlungsort des Gedichts.
Form, Klang und Bildsprache
Form: Fünf achtzeilige Strophen. In jeder Strophe findest du zwei Folgen von Kreuzreimen: abab cdcd. In der ersten Strophe reimen sich „necken“ / „Hecken“ sowie „Myrthenhain“ / „ein“ (V. 1–4). Lies die Verse laut: Ein überwiegend fallender, oft vierhebiger Rhythmus ist hörbar. Prüfe den genauen Rhythmus an einzelnen Zeilen, statt jede Silbe zwanghaft in ein starres Schema zu pressen. Die Versenden wechseln häufig zwischen klingendem und stumpfem Schluss.
Klang: Die ruhige Bewegung am Anfang steht im Kontrast zum harten Ende. Wiederholung macht die Botschaft stark: „Jeder Pulsschlag“ (V. 39) und „Jedes freie Weib“ (V. 40).
Personifikation: „Abendwinde necken“ (V. 1) und „Meer jetzt wimmert“ (V. 31). Wind und Wasser handeln oder klingen wie Menschen.
Bild und Gegensatz: „stolzes Weib“ (V. 12) steht der „Sclavenrast“ (V. 16) gegenüber. Das helle „Silberlicht“ (V. 26) schützt die Figur nicht vor Gewalt und Zwang.
Deutungsfrage: Warum lässt das Gedicht zuerst die Landschaft schön wirken und zeigt dann Leid? Eine mögliche Antwort ist: Der Gegensatz macht die Unfreiheit umso bedrückender. Belege diese Vermutung mit mindestens zwei Versstellen.
Höre und beobachte: Dies sind Natur- und Klangbeispiele, keine Aufnahmen des Gedichts.
Kurzes Video von Blättern im Wind, Ceentia, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Nachweis. Beobachte die Bewegung zu V. 1.
Wellen an Felsen als Tonbeispiel, Dsw4, Wikimedia Commons, CC BY 3.0; Nachweis. Vergleiche den Klang mit V. 31. Aufnahmestelle: Ontariosee, nicht Istanbul.

Animation einer physikalischen Welle, And1mu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Nachweis. Nur eine Veranschaulichung von Schwingung: Das Bild beweist kein Versmaß.
Video: Reimschema erkennen (Diego Hagen):
Video: Lyrisches Ich und Sprecherrolle (Studyflix):
Video: Versmaß und Kadenzen (Die Merkhilfe):
YouTube-Videos bleiben Werke ihrer jeweiligen Herausgeber. Hier werden sie nur per Original-Link eingebettet, nicht unter eine freie Lizenz gestellt. Keine Sofatutor-Medien.
Epochenkontext: Vormärz und Biedermeier
Vormärz: Viele Schreibende forderten politische Rechte und kritisierten Ungerechtigkeit. Der belegte Erstdruck 1848 fällt in das Revolutionsjahr. Der Schluss von Die Türkin klagt Zwang und Unterdrückung an. Damit ist eine politische, dem Vormärz nahestehende Lesart besonders plausibel.
Biedermeier: Daneben gab es in derselben Zeit oft Gedichte über Natur, Ruhe und privates Leben. Der schöne Abend am Anfang erinnert an solche Bilder. Doch der Text bleibt dort nicht stehen. Er wechselt zur Kritik an Macht und Unfreiheit. Die beiden Strömungen überlappten sich. Ein einzelnes Naturbild macht das ganze Gedicht nicht automatisch zum Biedermeier-Gedicht.

Darstellung der Berliner Märzrevolution 1848 von A. Klaus, Wikimedia Commons, gemeinfrei; Quelle. Sie zeigt die zeitgeschichtliche Umgebung, nicht eine Szene aus dem Gedicht.
Achtung bei der Deutung: Begriffe wie „Türkin“, „Frankensohn“, „Sultan“ und „Serail“ zeigen auch einen europäischen Blick auf den „Orient“ im 19. Jahrhundert. Das Gedicht ist keine verlässliche Beschreibung des damaligen Alltags aller Frauen im Osmanischen Reich. Du kannst zugleich Astons Kritik an weiblicher Unfreiheit würdigen und vereinfachende Fremdbilder kritisch prüfen.
Quellen zum Weiterdenken: Louise Aston bei Wikipedia, Epochenvergleich bei abiweb, Editionsangaben bei TextGrid.
Interaktive Aufgaben
Lesequiz: Multiple Choice mit Versbelegen
Welche Stimmung erzeugt „Leise Abendwinde“ in Vers 1 zunächst? (Eine ruhige Abendstimmung) (!Einen lauten Kampf) (!Einen Markttag) (!Eine Gerichtsverhandlung)
Wer tritt laut Vers 11–12 aus dem Dorf hervor? (Ein stolzes Weib) (!Ein König mit Soldaten) (!Ein Fischer) (!Ein Kind mit einem Brief)
Warum muss die Frau laut Vers 19–20 ihren Geliebten verlassen? (Weil der Sultan sie begehrt) (!Weil der Geliebte verreist) (!Weil sie ein Schiff kaufen will) (!Weil das Dorf unter Wasser steht)
Wen meint „Herr der hohen Pforte“ in Vers 23 im Zusammenhang? (Den Sultan) (!Den Sprecher des Gedichts) (!Den Frankensohn) (!Den Richter des Dorfes)
Welcher Ort wird in Vers 27 mit „Stambul“ bezeichnet? (Istanbul) (!Berlin) (!Leipzig) (!Wien)
Was legt das Bild vom Meer nahe, das „ein edles Weib verschlingt“ in Vers 31–32? (Das tödliche Ende der Frau) (!Eine gelungene Schiffsreise) (!Ein fröhliches Strandfest) (!Eine glückliche Hochzeit)
Wen spricht die Gedichtstimme mit „Willst Du“ in Vers 33 an? (Die angesprochenen Lesenden) (!Ausschließlich den Sultan) (!Ausschließlich die Myrten) (!Einen unbekannten Seemann)
Welche Aussage wird am Schluss in Vers 39–40 verallgemeinert? (Die Unterdrückung freier Frauen) (!Die Schönheit aller Paläste) (!Die Reise zum Dorf) (!Die Macht der Abendwinde)
Welches Stilmittel nutzt „Abendwinde necken“ in Vers 1? (Personifikation) (!Sachlicher Wetterbericht) (!Direkte Rede des Sultans) (!Zeitangabe ohne Bild)
Welches Reimmuster zeigen „necken“ und „Hecken“ sowie „Myrthenhain“ und „ein“ in Vers 1–4? (Kreuzreim) (!Paarreim) (!Reimlose Verse) (!Umarmender Reim)
Memory-Spiel
Finde zusammengehörende Fachwörter und Erklärungen.
| Quellfassung | Historischer Wortlaut mit alter Schreibung |
| Lesefassung | Behutsam modernisierte Schreibweise |
| Sprecherstimme | Die Stimme außerhalb der Figurenrede |
| Kreuzreim | Reimfolge abab |
| Personifikation | Vermenschlichung von Dingen oder Natur |
| Deutungshypothese | Begründbare Vermutung zur Textaussage |
Zuordnen: Drag and Drop
Ordne jedes belegte Wort einer passenden Erklärung zu.
| Beleg aus dem Gedicht | Bedeutung im Zusammenhang |
|---|---|
| Leise Abendwinde | Ruhiger Einstieg durch ein Naturbild |
| stolzes Weib | Selbstbewusste Wirkung der Frauenfigur |
| Sclavenrast | Kurze Pause trotz Unfreiheit |
| Herr der hohen Pforte | Bezeichnung für den Sultan |
| Jedes freie Weib | Ausweitung auf viele Frauen am Schluss |
Kreuzworträtsel
Gesucht sind sechs einzelne Wörter. Prüfe die Begriffe am Gedicht.
| Aston | Wie lautet der Nachname der Dichterin? |
| Stambul | Wie heißt Istanbul im Wortlaut des Gedichts? |
| Serail | Wie nennt Vers 30 den Palastbereich? |
| Kreuzreim | Wie heißt die Reimart mit dem Muster abab? |
| Myrthenhain | Welches Gehölz nennt Vers 2? |
| Freiheit | Welches Recht steht dem Zwang im Gedicht gegenüber? |
LearningApps
Hier findest du vorhandene Suchergebnisse zu Louise Aston und der Gedichtanalyse. Prüfe bei fremden Übungen, ob die Zitate zum Original passen.
Lückentext
Offene Aufgaben
Drei große Schreibaufgaben stehen jeweils am Beginn eines Niveaus. Neun kurze Zusatzaufgaben trainieren die Vorbereitung. Nutze immer die vorhandene Textseite und belege deine Aussagen mit Versangaben.
Leicht
- Schreibaufgabe A – Zwei Belege: Schreibe vier bis sechs kurze Sätze zum Gegensatz zwischen friedlichem Beginn und Unfreiheit. Zitiere V. 1 und V. 16 genau.
- Laut lesen: Lies V. 1–8 langsam. Beschreibe mit drei Adjektiven, wie der Klang auf dich wirkt. Erkläre eines davon.
- Wörter klären: Erstelle ein Glossar mit vier Wörtern aus der Quellfassung und einfachen Erklärungen.
- Stimmen erkennen: Markiere in der vorhandenen Textseite die direkte Rede der Frau und eine direkte Leseransprache.
Standard
- Schreibaufgabe B – Kurzinterpretation: Verfasse etwa 120 bis 160 Wörter zur Frage, wie aus einer ruhigen Naturbeschreibung eine Kritik an Zwang wird. Verwende mindestens zwei genaue Verszitate.
- Klang prüfen: Markiere in V. 1–8 die Reimwörter, notiere das Schema und prüfe den Rhythmus an zwei Versen durch lautes Sprechen.
- Bildsprache untersuchen: Erläutere „Abendwinde necken“ (V. 1) und „Meer jetzt wimmert“ (V. 31). Beschreibe jeweils Bild und Wirkung.
- Medienkritik: Vergleiche das Bosporus-Gemälde mit V. 25–30. Nenne zwei Unterschiede zwischen Bild, Gedicht und historischem Beleg.
Schwer
- Schreibaufgabe C – Argumentation: Verfasse etwa 220 bis 300 Wörter: Ist das Gedicht eher Naturlyrik oder politische Frauenrechtslyrik? Vergleiche Vormärz und Biedermeier, nutze drei genaue Versbelege und erläutere den europäischen Blick auf den „Orient“ kritisch.
- Sprecherrollen vergleichen: Begründe mit V. 17–20, V. 25 und V. 33, welche Stimme jeweils spricht und warum das wichtig ist.
- Deutungen prüfen: Diskutiere, ob das Meer nur Bedrohung oder auch einen letzten möglichen Ausweg darstellen kann. Trenne sichere Beobachtung und Vermutung.
- Quellenvergleich: Vergleiche drei Zeilen der TextGrid-Fassung mit einer anderen zugänglichen Fassung. Protokolliere ausschließlich tatsächliche Unterschiede und ihren möglichen Einfluss auf das Lesen.


Lernkontrolle
- Textbeleg und Schlussfolgerung: Warum reicht V. 32 allein nicht für eine genaue Schilderung des Todeshergangs? Vergleiche mit V. 33.
- Form und Bedeutung: Zeige an vier Reimwörtern, wie das Schema gebaut ist, und begründe, warum die gleichmäßige Form zur unruhigen Handlung kontrastieren kann.
- Sprechen und Macht: Unterscheide die Aussage der Figur in V. 19–20 von der Kritik der erzählenden Stimme in V. 37–40.
- Epochenvergleich: Ordne zwei Textbeobachtungen Biedermeier und Vormärz als Merkmale zu, ohne das Gedicht auf eine Schublade zu verkürzen.
- Historische Perspektive: Erkläre, weshalb ein europäisch geprägtes Sultanbild keine unabhängige Quelle über das gesamte Osmanische Reich ist.
- Transfer: Formuliere eine eigene, begründete These zur Selbstbestimmung und belege sie mit zwei genauen Zitaten.
Lernnachweis
Dein Lernnachweis enthält Wissen (Strophen, Verse, Erstdruck, wichtige Wörter), Können (Zitate prüfen, Reimschema bestimmen, Sprecherrollen unterscheiden) und ein Produkt (eine der drei Schreibaufgaben). Deine Texte zeigen deutlich, was Originalzitat, modernisierte Lesefassung, sinngemäße Übertragung und eigene Interpretation ist.
Selbstcheck: Sind deine Verszahlen richtig? Stimmen deine Zitate mit TextGrid überein? Hast du mindestens zwei Beobachtungen erklärt und nicht bloß behauptet? Hast du eigene Deutungen als solche markiert?
OER und Wikipedia
Gemeinfreier Originaltext: Louise Astons Gedicht ist wegen seines Alters gemeinfrei. Die TextGrid-Fassung macht ihn digital zugänglich; die zusätzlichen TextGrid-Annotationen stehen laut Editionshinweis unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung „TextGrid“. Für die vollständige Gedichtlektüre nutze die bestehende MOOCwiki-Textseite. Dieser aiMOOC zitiert nur ausgewählte Stellen.
Wikipedia – Biografie von Louise Aston (fremder, separat lizenzierter Inhalt):
Mediennachweise und Nutzungsrechte:
- Aston-Porträt, Auguste Hüssener, gemeinfrei.
- Bosporus-Gemälde, Amedeo Preziosi, gemeinfrei.
- Revolutionsbild, A. Klaus, gemeinfrei.
- Windvideo, Ceentia, CC BY-SA 4.0.
- Wellenton, Dsw4, CC BY 3.0.
- Wellenanimation, And1mu, CC BY-SA 4.0.
- Bei Weiterverwendung beachte die jeweilige Namensnennung, Lizenzverlinkung und gegebenenfalls die Kennzeichnung von Änderungen. Diese Materialien stammen von Wikimedia Commons; es wurden keine neuen Medien erzeugt. YouTube-Videos sind keine automatisch frei lizenzierten OER.
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