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Die NATO - Gemeinschaftskunde

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Die NATO - Gemeinschaftskunde




Die NATO - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Die NATO ist ein politisches und militärisches Bündnis von Staaten aus Europa und Nordamerika. Ihr Name steht für North Atlantic Treaty Organization, auf Deutsch etwa Organisation des Nordatlantikvertrags. Die Mitgliedstaaten beraten über Sicherheitsfragen und versprechen einander Schutz. Dieser aiMOOC erklärt Dir die Entstehung, die Aufgaben, die Entscheidungswege und wichtige Streitfragen der NATO.

Die Kompassrose auf der NATO-Flagge soll den gemeinsamen politischen Kurs der Mitgliedstaaten darstellen. Die NATO umfasst 32 souveräne Mitgliedstaaten. Schweden trat als bisher jüngstes Mitglied am 7. März 2024 bei.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du die NATO als internationale Organisation einordnen, Artikel 4 und Artikel 5 unterscheiden, das Konsensprinzip erklären und aktuelle sicherheitspolitische Fragen aus mehreren Perspektiven beurteilen.


Was ist die NATO?

Die NATO wurde am 4. April 1949 mit dem Nordatlantikvertrag gegründet. Sie versteht sich als Verteidigungsbündnis. Ihr zentrales Ziel ist, die Freiheit und Sicherheit ihrer Mitglieder mit politischen und militärischen Mitteln zu schützen.

Die Staaten bleiben eigenständig. Die NATO ist kein Staat und keine Weltregierung. Sie besitzt auch keine gewöhnliche eigene Armee. Die meisten Streitkräfte gehören weiterhin den Mitgliedstaaten und werden nur für gemeinsame Aufgaben bereitgestellt.

Die NATO verbindet zwei Kontinente. Kanada und die USA liegen in Nordamerika, die übrigen Mitgliedstaaten in Europa. Das Hauptquartier befindet sich in Brüssel.


Drei Kernaufgaben

Das Strategische Konzept von 2022 nennt drei miteinander verbundene Kernaufgaben:

  1. Abschreckung und Verteidigung: Ein möglicher Gegner soll erkennen, dass ein Angriff hohe Risiken hätte. Wird ein Mitglied angegriffen, soll das Bündnis verteidigungsfähig sein.
  2. Krisenprävention und Krisenmanagement: Konflikte sollen möglichst verhindert oder begrenzt werden. Dazu können Beratungen, Diplomatie, Ausbildung oder militärische Missionen gehören. Wirtschaftliche Sanktionen werden dagegen von Staaten oder anderen Organisationen beschlossen.
  3. Kooperative Sicherheit: Die NATO arbeitet mit Partnerstaaten und anderen Organisationen zusammen und kann neue Mitglieder aufnehmen, wenn alle Mitgliedstaaten zustimmen.


Entstehung im Kalten Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen die Spannungen zwischen den westlichen Staaten und der von der Sowjetunion geführten Staatengruppe. Dieser Konflikt wird Kalter Krieg genannt. Zwölf Staaten unterzeichneten 1949 in Washington den Nordatlantikvertrag: Belgien, Dänemark, Frankreich, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal, das Vereinigte Königreich und die USA.

1955 trat die Bundesrepublik Deutschland der NATO bei. Im selben Jahr gründeten die Sowjetunion und mehrere osteuropäische Staaten den Warschauer Pakt. Europa war nun militärisch und politisch in zwei Blöcke geteilt. Beide Seiten versuchten, einen Angriff durch militärische Stärke und Abschreckung zu verhindern. Gleichzeitig bestand die Gefahr eines Rüstungswettlaufs und eines Atomkriegs.

Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Auflösung des Warschauer Pakts 1991 verschwand der frühere Gegenspieler. Die NATO blieb bestehen, nahm neue Mitglieder auf und übernahm weitere Aufgaben, etwa auf dem Balkan, in Afghanistan und bei der Bekämpfung von Piraterie.


Mitgliedstaaten und Erweiterungen

Aus den zwölf Gründungsstaaten wurden 32 Mitgliedstaaten. Eine Aufnahme ist nur möglich, wenn alle bisherigen Mitglieder zustimmen. Die Beitrittsstaaten müssen politische, rechtliche und militärische Anforderungen erfüllen. Eine automatische Aufnahme gibt es nicht.

Jahr Beitretende Staaten
1949 Belgien, Dänemark, Frankreich, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Vereinigtes Königreich, USA
1952 Griechenland, Türkei
1955 Bundesrepublik Deutschland
1982 Spanien
1999 Polen, Tschechien, Ungarn
2004 Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei, Slowenien
2009 Albanien, Kroatien
2017 Montenegro
2020 Nordmazedonien
2023 Finnland
2024 Schweden

Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 erstreckte sich die NATO-Mitgliedschaft Deutschlands auch auf das Gebiet der früheren DDR. Dies war kein eigener Beitritt eines zusätzlichen Staates.

Die Erweiterungen werden unterschiedlich bewertet. Befürworter sehen darin eine freie Bündniswahl souveräner Staaten und einen Sicherheitsgewinn. Kritiker befürchten neue Spannungen mit Russland und verweisen auf das Sicherheitsdilemma: Was eine Seite als Schutz versteht, kann die andere Seite als Bedrohung wahrnehmen.


Artikel 4 und Artikel 5


Artikel 4: Gemeinsam beraten

Nach Artikel 4 kann ein Mitglied Beratungen verlangen, wenn es seine territoriale Unversehrtheit, politische Unabhängigkeit oder Sicherheit bedroht sieht. Artikel 4 bedeutet noch keinen Bündnisfall. Die Staaten besprechen zunächst die Lage und mögliche Reaktionen.


Artikel 5: Kollektive Verteidigung

Artikel 5 ist die bekannteste Bestimmung des Nordatlantikvertrags. Ein bewaffneter Angriff auf ein Mitglied wird als Angriff auf alle betrachtet. Jedes Mitglied muss Beistand leisten.

Wichtig: Artikel 5 schreibt nicht vor, dass jeder Staat automatisch auf dieselbe Weise militärisch eingreifen muss. Jedes Mitglied ergreift die Maßnahmen, die es für erforderlich hält. Dazu kann der Einsatz bewaffneter Gewalt gehören, aber auch andere Formen der Unterstützung.

Der Bündnisfall wurde bisher nur einmal festgestellt: nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf die USA. Danach unterstützten die Verbündeten die USA auf unterschiedliche Weise.


Artikel 5 ist kein Freibrief

Auch im Bündnisfall gelten das Völkerrecht, die Verfassungen der Mitgliedstaaten und die jeweiligen politischen Entscheidungsverfahren. Die NATO kann nicht beliebig über ihre Mitglieder verfügen. Gerade deshalb ist es wichtig, zwischen politischer Solidarität, rechtlicher Verpflichtung und konkreter militärischer Maßnahme zu unterscheiden.


Aufbau und Entscheidungen

Das wichtigste politische Entscheidungsgremium ist der Nordatlantikrat. Jeder Mitgliedstaat ist dort vertreten. Die Staaten können auf Ebene ihrer Botschafterinnen und Botschafter, der Ministerinnen und Minister oder der Staats- und Regierungschefs tagen.

Entscheidungen werden im Konsens getroffen. Es gibt keine Mehrheitsabstimmung, bei der einzelne Mitglieder einfach überstimmt werden. Die Beratungen laufen so lange, bis eine Entscheidung für alle tragbar ist. Das schützt die Souveränität der Mitglieder, kann Entscheidungen aber auch verlangsamen.

Die Generalsekretärin oder der Generalsekretär leitet Sitzungen, vermittelt und vertritt das Bündnis öffentlich. Die Person kann den Mitgliedstaaten jedoch keine Politik vorschreiben.


Politische und militärische Struktur

Die politische Ebene legt Ziele und Regeln fest. Militärische Ausschüsse und Kommandostrukturen planen die Umsetzung. Dadurch gilt das Primat der Politik: Militärische Stellen handeln auf Grundlage politischer Beschlüsse.

Die Mitgliedstaaten entscheiden selbst, welche Kräfte und Fähigkeiten sie bereitstellen. Gemeinsame Planung soll dafür sorgen, dass Soldatinnen und Soldaten, Technik und Kommunikation verschiedener Länder zusammenarbeiten können.


Deutschland in der NATO

Die Bundesrepublik Deutschland trat 1955 der NATO bei. Der Beitritt war in der jungen Demokratie umstritten. Befürworter sahen darin Schutz und die politische Einbindung Westdeutschlands. Gegner warnten vor Wiederbewaffnung und einer Verschärfung des Ost-West-Konflikts.

Heute ist die Bundeswehr in die gemeinsame Verteidigungsplanung eingebunden. Deutschland stellt Personal, Material, Infrastruktur und finanzielle Beiträge bereit. Gleichzeitig bleiben Grundgesetz und parlamentarische Kontrolle entscheidend. Bewaffnete Auslandseinsätze der Bundeswehr benötigen grundsätzlich die Zustimmung des Deutschen Bundestages. Deshalb wird die Bundeswehr häufig als Parlamentsarmee bezeichnet.

Für die Gemeinschaftskunde ist wichtig: Internationale Bündnispflichten ersetzen nicht die demokratischen Verfahren im Staat. Außen- und Sicherheitspolitik entsteht im Zusammenspiel von Bundesregierung, Bundestag, Bundesverfassungsgericht, Bündnispartnern und Öffentlichkeit.


NATO, Europäische Union und Vereinte Nationen

NATO, Europäische Union und Vereinte Nationen sind nicht dasselbe.

Organisation Hauptaufgabe Mitglieder Entscheidungslogik
NATO Gemeinsame Sicherheit und Verteidigung 32 Staaten Europas und Nordamerikas Konsens
Europäische Union Politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit, außerdem gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik Europäische Staaten Je nach Politikfeld unterschiedliche Verfahren
Vereinte Nationen Frieden, Menschenrechte und internationale Zusammenarbeit Fast alle Staaten der Welt Generalversammlung und Sicherheitsrat mit unterschiedlichen Befugnissen

Viele europäische Staaten gehören sowohl NATO als auch EU an, aber nicht alle. Österreich und Irland sind beispielsweise EU-Mitglieder, jedoch keine NATO-Mitglieder. Norwegen und die Türkei gehören zur NATO, aber nicht zur EU.

Die NATO beruft sich bei kollektiver Selbstverteidigung auf Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen. Für viele internationale Einsätze ist außerdem ein Mandat des UN-Sicherheitsrats politisch und rechtlich besonders bedeutsam.


Einsätze und Missionen

Nach dem Kalten Krieg war die NATO auch außerhalb des unmittelbaren Bündnisgebiets aktiv.

  1. Bosnien und Herzegowina: Die NATO half in den 1990er-Jahren bei der militärischen Absicherung des Friedensabkommens von Dayton.
  2. Kosovo: Seit 1999 ist die KFOR im Kosovo stationiert. Der vorausgegangene NATO-Luftkrieg ohne ausdrückliches Mandat des UN-Sicherheitsrats ist bis heute völkerrechtlich und politisch umstritten.
  3. Afghanistan: Die NATO übernahm 2003 die Führung der UN-mandatierten ISAF. Der Einsatz endete 2014; eine anschließende Ausbildungsmission wurde 2021 beendet.
  4. Weitere Aufgaben: Dazu gehören Luftraumüberwachung, maritime Sicherheit, Ausbildung, Schutz kritischer Infrastruktur und Zusammenarbeit gegen Cyberangriffe.

Diese Beispiele zeigen, dass nicht jede NATO-Aktivität ein Fall von Artikel 5 ist. Zwischen kollektiver Verteidigung, Krisenmanagement und Partnerschaft muss genau unterschieden werden.


Aktuelle Herausforderungen

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine seit 2022 hat die kollektive Verteidigung wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt. Finnland und Schweden gaben ihre langjährige militärische Bündnisfreiheit auf und traten der NATO bei. Die Ukraine wird von NATO-Staaten unterstützt, ist aber kein NATO-Mitglied. Artikel 5 gilt daher nicht für die Ukraine.

Weitere Herausforderungen sind Cyberangriffe, Desinformation, Terrorismus, die Sicherheit von Energie- und Datenleitungen, neue Waffentechnologien, der Schutz der Zivilbevölkerung und die Widerstandsfähigkeit demokratischer Gesellschaften.


Politische Debatten

Sicherheitspolitik enthält Zielkonflikte. Ein Urteil sollte deshalb Argumente, Interessen, Folgen und Werte berücksichtigen.

  1. Abschreckung oder Aufrüstungsspirale: Militärische Stärke kann Angriffe verhindern. Sie kann aber auch Misstrauen und Gegenrüstung fördern.
  2. Lastenteilung: Die Mitglieder streiten darüber, wie Kosten, Truppen und Risiken verteilt werden sollen.
  3. Nukleare Abschreckung: Befürworter sehen Atomwaffen als Schutz vor einem Großangriff. Kritiker verweisen auf humanitäre Folgen, Fehlentscheidungen und das Ziel nuklearer Abrüstung.
  4. Erweiterung: Staaten beanspruchen das Recht auf freie Bündniswahl. Russland bewertet die Ausdehnung des Bündnisses als Bedrohung. Die russische Sicht rechtfertigt jedoch keinen Angriff auf einen souveränen Staat.
  5. Einsätze außerhalb des Bündnisgebiets: Solche Einsätze können Menschen schützen oder Krisen begrenzen, zugleich aber zivile Opfer, lange Abhängigkeiten und neue Konflikte verursachen.
  6. Demokratische Kontrolle: Geheime Planungen können militärisch notwendig sein. In Demokratien müssen Entscheidungen trotzdem parlamentarisch, rechtlich und öffentlich kontrollierbar bleiben.


Zusammenfassung

Die NATO ist ein politisch-militärisches Bündnis mit 32 Mitgliedstaaten. Sie wurde 1949 im Kalten Krieg gegründet. Ihr Kern ist die kollektive Verteidigung nach Artikel 5. Die Mitglieder entscheiden im Konsens und behalten ihre staatliche Souveränität. Deutschland ist seit 1955 Mitglied und bindet militärische Entscheidungen an das Grundgesetz und die parlamentarische Kontrolle. Die NATO soll Sicherheit schaffen, bleibt aber Gegenstand politischer Debatten über Abschreckung, Aufrüstung, Erweiterung, Einsätze und demokratische Verantwortung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wofür steht die Abkürzung NATO? (North Atlantic Treaty Organization) (!Northern Alliance Treaty Office) (!National Atlantic Trade Organization) (!North American Territory Order)




In welchem Jahr wurde die NATO gegründet? (1949) (!1919) (!1955) (!1991)




Was beschreibt Artikel 5 des Nordatlantikvertrags? (Ein bewaffneter Angriff auf ein Mitglied gilt als Angriff auf alle) (!Jedes Mitglied muss dieselbe Armeegröße besitzen) (!Alle Entscheidungen werden mit einfacher Mehrheit getroffen) (!Nur europäische Staaten dürfen Mitglied werden)




Was folgt aus Artikel 5 für die Art des Beistands? (Jeder Mitgliedstaat entscheidet über die von ihm für nötig gehaltenen Maßnahmen) (!Jeder Mitgliedstaat muss automatisch Bodentruppen entsenden) (!Nur der Generalsekretär entscheidet über alle Maßnahmen) (!Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen übernimmt die NATO)




Welches Gremium ist das wichtigste politische Entscheidungsorgan der NATO? (Der Nordatlantikrat) (!Der Europäische Rat) (!Der Internationale Gerichtshof) (!Die Generalversammlung der Vereinten Nationen)




Wie werden politische Entscheidungen in der NATO getroffen? (Im Konsens) (!Durch Losentscheid) (!Mit einfacher Mehrheit) (!Allein durch die USA)




Wie viele Mitgliedstaaten hat die NATO? (32) (!12) (!27) (!50)




Welcher Staat trat der NATO zuletzt bei? (Schweden) (!Österreich) (!Ukraine) (!Irland)




Seit wann ist die Bundesrepublik Deutschland Mitglied der NATO? (1955) (!1945) (!1961) (!1990)




Welchen Status hat die Ukraine gegenüber der NATO? (Die Ukraine ist kein NATO-Mitglied) (!Die Ukraine ist ein Gründungsmitglied) (!Die Ukraine trat 2024 der NATO bei) (!Die Ukraine entscheidet im Nordatlantikrat mit)





Memory

NATO North Atlantic Treaty Organization
Artikel 4 Beratungen bei einer Bedrohung
Artikel 5 Kollektive Verteidigung
Nordatlantikrat Wichtigstes politisches Entscheidungsgremium
Konsens Einigung ohne Mehrheitsabstimmung
Brüssel Sitz des NATO-Hauptquartiers
Abschreckung Angriff durch glaubwürdige Verteidigungsfähigkeit verhindern
Parlamentsarmee Bundestag kontrolliert bewaffnete Auslandseinsätze





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Kollektive Verteidigung Gemeinsamer Schutz der Bündnismitglieder
Krisenmanagement Konflikte verhindern oder begrenzen
Kooperative Sicherheit Zusammenarbeit mit Partnern und Organisationen
Konsensprinzip Eine Entscheidung muss für alle Mitglieder tragbar sein
Souveränität Staaten bleiben rechtlich selbstständig
Sicherheitsdilemma Schutzmaßnahmen einer Seite wirken auf die andere bedrohlich






Kreuzworträtsel

Washington In welcher Stadt wurde der Nordatlantikvertrag unterzeichnet?
Brüssel In welcher Stadt befindet sich das NATO-Hauptquartier?
Konsens Wie heißt das Entscheidungsprinzip ohne Mehrheitsabstimmung?
Beistand Was schulden die Mitglieder einem angegriffenen Bündnispartner?
Schweden Welches Land trat zuletzt der NATO bei?
Abschreckung Wie heißt die Strategie, einen Angriff durch glaubwürdige Gegenwehr zu verhindern?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Nordatlantikvertrag wurde 1949 in

unterzeichnet. Die NATO umfasst

Mitgliedstaaten. Ihr politisches Hauptquartier liegt in

. Das wichtigste politische Entscheidungsgremium heißt

. Entscheidungen werden dort durch

getroffen. Artikel 4 ermöglicht gemeinsame

. Artikel 5 regelt die

. Deutschland trat dem Bündnis im Jahr

bei. Finnland wurde im Jahr

Mitglied. Schweden folgte im Jahr

. Die Ukraine ist derzeit

der NATO. Bewaffnete Auslandseinsätze der Bundeswehr benötigen grundsätzlich die Zustimmung des

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. NATO-Begriffe: Erstelle ein Glossar mit acht wichtigen Begriffen und erkläre jeden Begriff in einem eigenen Satz.
  2. Mitgliedstaaten der NATO: Markiere die NATO-Mitglieder auf einer stummen Europakarte und kennzeichne Finnland und Schweden besonders.
  3. Artikel 4 und Artikel 5: Gestalte zwei Symbolkarten, die den Unterschied zwischen Beratung und Beistand sichtbar machen.
  4. Nachrichtenanalyse: Suche eine aktuelle Nachricht zur NATO und notiere Quelle, Thema, beteiligte Akteure und offene Fragen.


Standard

  1. NATO-Zeitstrahl: Erstelle einen Zeitstrahl von 1949 bis heute mit mindestens zehn Wendepunkten.
  2. NATO und EU: Entwirf ein Vergleichsplakat zu Mitgliedschaft, Aufgaben und Entscheidungsverfahren beider Organisationen.
  3. Konsensprinzip: Simuliere in einer Kleingruppe eine NATO-Beratung, bei der alle Staaten einer gemeinsamen Erklärung zustimmen müssen.
  4. Politische Rede: Verfasse eine kurze Rede aus Sicht eines kleinen Mitgliedstaats über Erwartungen an das Bündnis.


Schwer

  1. Sicherheitsdilemma: Analysiere an einem selbst gewählten Beispiel, wie defensive Maßnahmen von einer anderen Seite als Bedrohung verstanden werden können.
  2. NATO-Erweiterung: Führe eine strukturierte Debatte mit Pro- und Contra-Positionen und bewerte anschließend die stärksten Argumente.
  3. Parlamentsarmee: Untersuche, wie Bundestag und Bundesregierung bei einem bewaffneten Auslandseinsatz zusammenwirken, und erstelle ein Schaubild.
  4. Planspiel Nordatlantikrat: Entwickle ein Krisenszenario mit Rollenprofilen, Informationskarten und einer abschließenden Pressekonferenz.




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Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Artikel 4: Ein Mitglied meldet wiederholte Drohnenflüge an seiner Grenze. Erkläre, warum zunächst Artikel 4 und nicht automatisch Artikel 5 relevant sein könnte.
  2. Fallanalyse Artikel 5: Entwickle drei unterschiedliche Formen des Beistands, die ein Staat nach einem festgestellten Bündnisfall leisten könnte, und begründe ihre Eignung.
  3. Konsens und Handlungsfähigkeit: Beurteile, ob das Konsensprinzip eher Stärke oder Schwäche der NATO ist. Berücksichtige Minderheitenschutz, Geschwindigkeit und Verantwortung.
  4. NATO EU UN Vergleich: Ordne drei fiktive Krisen den Organisationen zu, die jeweils besonders wichtig wären, und begründe Deine Zuordnung.
  5. Sicherheit und Freiheit: Entwickle Kriterien, mit denen demokratische Staaten geheime Sicherheitsmaßnahmen kontrollieren können.
  6. Urteilsbildung NATO-Erweiterung: Formuliere ein ausgewogenes Urteil zur Bündniserweiterung, das Selbstbestimmungsrecht, Sicherheitsinteressen und mögliche Eskalationsrisiken einbezieht.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis sind folgende Punkte wichtig:

  1. Du erklärst Entstehung, Ziele und Kernaufgaben der NATO sachlich richtig.
  2. Du unterscheidest Artikel 4, Artikel 5 und sonstige NATO-Missionen.
  3. Du beschreibst Nordatlantikrat, Konsensprinzip und staatliche Souveränität.
  4. Du ordnest Deutschlands Mitgliedschaft und die parlamentarische Kontrolle ein.
  5. Du vergleichst NATO, Europäische Union und Vereinte Nationen.
  6. Du analysierst mindestens eine politische Kontroverse aus mehreren Perspektiven.
  7. Du verwendest nachvollziehbare Quellen und trennst Fakten, Argumente und eigenes Urteil.
  8. Du überträgst Dein Wissen auf ein neues sicherheitspolitisches Fallbeispiel.




OERs zum Thema

  1. NATO-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung: Überblick zu Geschichte, Struktur und Debatten.
  2. Der Nordatlantikvertrag: Offizieller Vertragstext.
  3. NATO-Mitgliedstaaten: Aktuelle Übersicht der Mitgliedsländer.
  4. Wikimedia Commons: Freie Bilder, Karten und historische Dokumente zur NATO.



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