Die Hanse - Deutschland

Die Hanse - Deutschland
Einleitung
Die Hanse war eines der wichtigsten Handelsnetzwerke des europäischen Mittelalters. Kaufleute und später zahlreiche Städte arbeiteten zusammen, um Handel über große Entfernungen einfacher, sicherer und erfolgreicher zu machen. Besonders wichtig waren die Nord- und Ostsee. Von dort führten Handelswege bis nach England, Flandern, Skandinavien und weit in den Osten Europas.
Wenn in diesem aiMOOC von der Hanse in Deutschland gesprochen wird, sind vor allem Städte gemeint, die heute in Deutschland liegen. Im Mittelalter gab es Deutschland noch nicht als heutigen Nationalstaat. Viele Hansestädte gehörten damals zum Heiligen Römischen Reich oder standen in anderen politischen Zusammenhängen.
Du lernst hier, wie die Hanse entstand, welche Städte wichtig waren, wie Kaufleute handelten, welche Waren transportiert wurden und warum Schiffe wie die Kogge eine große Rolle spielten. Außerdem erfährst Du, weshalb Lübeck, Hamburg, Bremen, Rostock, Stralsund oder Lüneburg bis heute an ihre Hansegeschichte erinnern.
Schau zuerst auf die Karte: Sie zeigt vereinfacht wichtige Handelswege und Handelsorte der Hanse im Norden Europas.

Was war die Hanse?
Die Hanse war kein Staat und hatte keine feste Verfassung wie ein heutiges Land. Sie entwickelte sich über einen langen Zeitraum. Zuerst schlossen sich reisende Kaufleute zusammen. Gemeinsam konnten sie ihre Interessen besser vertreten, Informationen austauschen und sich auf gefährlichen Handelsreisen gegenseitig unterstützen.
Seit dem 12. und 13. Jahrhundert wurden die Verbindungen zwischen Kaufleuten und Städten immer enger. Aus einer Kaufmannshanse entwickelte sich schrittweise eine Städtehanse. Ein einziges genaues Gründungsjahr gibt es deshalb nicht.
Die Hansestädte handelten nicht immer geschlossen. Jede Stadt hatte eigene Interessen. Trotzdem konnten gemeinsame Regeln und Absprachen große Vorteile bringen: Kaufleute erhielten an wichtigen Handelsplätzen Privilegien, Städte unterstützten sich bei Konflikten und auf Hansetagen wurden gemeinsame Fragen besprochen.
Der erste allgemeine Hansetag wird gewöhnlich mit dem Jahr 1356 in Lübeck verbunden. Vertreter verschiedener Städte berieten dort unter anderem über Handel, Sicherheit und Beziehungen zu Herrschern. Eine dauerhafte Zentralregierung gab es jedoch nicht.
Lübeck: ein Zentrum der Hanse
Lübeck lag günstig zwischen Ostsee und den Handelswegen Richtung Westen. Die Stadt entwickelte sich zu einem besonders wichtigen Treffpunkt der Hanse und wurde später oft als „Königin der Hanse“ bezeichnet. Viele Hansetage fanden hier statt.
Das Holstentor erinnert heute an den Wohlstand und die Bedeutung Lübecks in der späten Hansezeit. Die Lübecker Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe.

Wichtige Hansestädte im heutigen Deutschland
Nicht nur Hafenstädte gehörten zur Hanse. Auch Städte im Binnenland konnten wichtige Waren liefern oder Handelswege kontrollieren. Die Mitgliedschaft und Bedeutung einzelner Orte veränderten sich im Lauf der Jahrhunderte.
| Stadt | Lage und Bedeutung |
|---|---|
| Lübeck | Bedeutender Handels- und Versammlungsort an der Ostsee; enge Verbindungen nach Skandinavien und in den östlichen Ostseeraum |
| Hamburg | Zugang über die Elbe zur Nordsee; wichtige Verbindung in Richtung Westen |
| Bremen | Handelsstadt an der Weser mit Zugang zur Nordsee; unter anderem Handel mit Bier, Getreide, Fisch und weiteren Waren |
| Rostock | Bedeutender Ostseehafen und Handelsplatz in Mecklenburg |
| Stralsund | Wichtiger Handelsort an der Ostsee; Teil des wendischen Raums der Hanse |
| Wismar | Ostseehafen und bedeutende Hansestadt mit erhaltener Backsteinarchitektur |
| Lüneburg | Bedeutende Salzstadt im Binnenland; Salz wurde unter anderem über Lübeck weitertransportiert |
| Braunschweig | Beispiel für eine bedeutende Hansestadt ohne direkten Meereszugang |
Die Altstädte von Stralsund und Wismar zeigen bis heute, wie reich einige Hansestädte wurden. Besonders auffällig ist die Backsteingotik, die im Norden Europas weit verbreitet war.

Handel im Norden
Die Hanse verband unterschiedliche Wirtschaftsregionen. Kaufleute versuchten, Waren dort einzukaufen, wo sie verfügbar oder günstig waren, und sie an anderen Orten mit Gewinn weiterzuverkaufen.
Typische Handelswaren waren unter anderem Salz, Hering, Stockfisch, Getreide, Holz, Wachs, Felle, Tuch und Bier. Nicht jede Ware kam aus derselben Region und nicht jede Stadt handelte mit allem.
Ein bekanntes Beispiel ist das Salz aus Lüneburg. Salz war im Mittelalter besonders wichtig, weil Lebensmittel ohne Kühlschrank haltbar gemacht werden mussten. Fisch konnte eingesalzen und dadurch über längere Strecken transportiert werden.

Auch Tuch spielte eine wichtige Rolle. Hochwertige Stoffe wurden zum Beispiel aus Flandern und England gehandelt. Aus dem Osten Europas kamen unter anderem Wachs, Felle, Holz und weitere Rohstoffe. Aus Norwegen wurde besonders Stockfisch exportiert.
Wie funktionierte ein Handelsgeschäft?
Ein Fernkaufmann musste viel organisieren. Er brauchte Geld oder Kredit, Waren, Transportmöglichkeiten und verlässliche Geschäftspartner. Außerdem musste er Preise, Maße und Gewichte kennen. Nachrichten konnten Wochen oder Monate unterwegs sein.
Vertrauen war deshalb sehr wichtig. Kaufleute arbeiteten häufig mit Verwandten, langjährigen Partnern oder Vertretern zusammen. Briefe, Verträge, Siegel und Rechnungen halfen dabei, Absprachen festzuhalten.
Das Bild des Danziger Kaufmanns Georg Gisze aus dem Jahr 1532 zeigt einen Händler im Londoner Umfeld des Stalhofs. Auf dem Gemälde sind verschiedene Gegenstände des Kaufmannsalltags zu erkennen.

Die Kogge: ein bekanntes Handelsschiff
Die Kogge ist heute eines der bekanntesten Symbole der Hanse. Sie war ein robustes Segelschiff, das besonders im Nord- und Ostseeraum eingesetzt wurde. Typisch waren ein breiter Rumpf, ein Mast und ein großes Rahsegel. Koggen konnten viel Ladung transportieren und eigneten sich deshalb gut für den Fernhandel.
Wichtig ist: Die Hanse nutzte nicht nur Koggen. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Schiffstypen verwendet. Die Kogge steht heute trotzdem besonders stark für den hansischen Handel des Mittelalters.

Die Bremer Kogge
1962 wurde bei Bauarbeiten in der Weser ein außergewöhnlich gut erhaltenes Schiffswrack entdeckt. Das Schiff wird auf die Zeit um 1380 datiert und ist heute als Bremer Kogge bekannt. Es befindet sich im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven.
Der Fund hilft Forschenden dabei, den mittelalterlichen Schiffbau besser zu verstehen. Am Original lassen sich Konstruktion, Materialien und Spuren der Nutzung untersuchen.

Handelswege, Kontore und ferne Partner
Die Hanse war ein internationales Netzwerk. Kaufleute aus Hansestädten reisten über Nord- und Ostsee und handelten an wichtigen Plätzen außerhalb ihrer Heimatstädte.
Besonders bedeutend waren große Kontore. Ein Kontor war ein auswärtiger Handelsstützpunkt, an dem Kaufleute arbeiten, Waren lagern und nach bestimmten Regeln zusammenleben konnten.
Vier besonders bekannte Kontore lagen in:
In Bergen befand sich das Hansekontor im Gebiet von Bryggen. Dort handelten niederdeutsche Kaufleute besonders mit norwegischem Stockfisch und anderen Waren.
Warum waren Wasserwege so wichtig?
Große Mengen schwerer Waren ließen sich auf Schiffen häufig leichter transportieren als auf schlechten mittelalterlichen Landwegen. Flüsse wie Elbe, Weser und Trave verbanden Binnenland und Küste. Auf See verbanden Handelsrouten die Häfen der Nord- und Ostsee.
Trotzdem war eine Reise gefährlich. Stürme, Untiefen, Schiffsschäden, Überfälle und politische Konflikte konnten Ladungen gefährden. Kaufleute mussten deshalb Risiken planen und Informationen über Häfen, Preise und Sicherheitslagen sammeln.
Hansetag, Regeln und gemeinsame Interessen
Auf Hansetagen verhandelten Vertreter von Städten über gemeinsame Probleme. Dabei konnte es um Handelsrechte, Konflikte, Bündnisse, Schifffahrt oder den Umgang mit ausländischen Herrschern gehen.
Beschlüsse waren nicht automatisch so verbindlich wie Gesetze eines heutigen Staates. Die Hanse lebte davon, dass Städte freiwillig zusammenarbeiteten und gemeinsame Vorteile erkannten. Das machte sie flexibel, führte aber auch zu Streit.
Die Hanse versuchte außerdem, günstige Handelsbedingungen zu sichern. Dazu gehörten Privilegien an ausländischen Handelsplätzen, Schutz von Kaufleuten und manchmal auch gemeinsames militärisches Vorgehen.
Piraten, Konflikte und Sicherheit
Der Seehandel war nicht immer friedlich. Kaufleute und Schiffe konnten von Seeräubern angegriffen werden. Besonders bekannt sind die Vitalienbrüder, die im späten 14. Jahrhundert im Nord- und Ostseeraum aktiv waren.
Mit ihnen wird häufig Klaus Störtebeker verbunden. Viele Geschichten über Störtebeker sind jedoch später ausgeschmückt worden. Historikerinnen und Historiker unterscheiden deshalb zwischen nachweisbaren Quellen und Legenden.
Für den Unterricht ist das ein gutes Beispiel: Geschichte besteht nicht nur aus spannenden Erzählungen. Du musst immer fragen, welche Quelle eine Aussage belegt und ob eine Geschichte vielleicht erst viel später entstanden ist.
Alltag in einer Hansestadt
Der Erfolg des Handels prägte viele Städte. In Hafenvierteln arbeiteten Schiffer, Träger, Handwerker, Händler und Schreiber. Speicher, Kaufmannshäuser, Märkte, Kirchen und Rathäuser bestimmten das Stadtbild.
Reiche Fernkaufleute konnten politisch großen Einfluss gewinnen. Gleichzeitig lebten viele Menschen unter deutlich einfacheren Bedingungen. Frauen arbeiteten zum Beispiel in Familienbetrieben, im Handwerk, im Handel oder in der Versorgung. Ihre Möglichkeiten hingen stark von Ort, Zeit, Familie und sozialem Stand ab.
Das Europäische Hansemuseum erklärt in seiner Videoreihe „Bente und die Hanse“ viele Aspekte des Handels und Alltags besonders anschaulich für junge Lernende.
Warum verlor die Hanse an Bedeutung?
Die Hanse verschwand nicht plötzlich. Ihr Einfluss nahm über einen langen Zeitraum ab. Dafür gab es mehrere Gründe.
Stärkere Königreiche und Territorialstaaten wollten Handel und Steuern zunehmend selbst kontrollieren. Niederländische und englische Kaufleute wurden zu mächtigen Konkurrenten. Neue Handelswege über den Atlantik veränderten seit dem späten 15. Jahrhundert die wirtschaftlichen Schwerpunkte Europas. Gleichzeitig hatten die Hansestädte oft unterschiedliche Interessen.
Der letzte Hansetag fand 1669 in Lübeck statt. Das bedeutet aber nicht, dass an diesem Tag die gesamte Hanse „abgeschaltet“ wurde. Einzelne Handelsrechte, Einrichtungen und Traditionen bestanden noch weiter.
Spuren der Hanse heute
Bis heute tragen Städte wie Hamburg, Bremen und Lübeck den Begriff „Hansestadt“ in ihrem offiziellen oder traditionellen Namen. Auch Rostock, Stralsund, Wismar und viele andere Orte erinnern mit Stadtbildern, Museen, Festen und Straßennamen an ihre Hansegeschichte.
Besonders deutlich wird das Erbe in den historischen Altstädten. Lübeck sowie die Altstädte von Stralsund und Wismar gehören zum UNESCO-Welterbe. Dort kannst Du noch heute Kaufmannshäuser, Rathäuser, Kirchen und Backsteinarchitektur sehen.
Die Hanse zeigt, wie stark Handel Menschen und Regionen verbinden kann. Gleichzeitig macht ihre Geschichte deutlich, dass wirtschaftliche Zusammenarbeit immer von Regeln, Vertrauen, Interessen, Macht und politischen Bedingungen abhängt.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was war die Hanse am ehesten? (Ein Netzwerk von Kaufleuten und Städten) (!Ein mittelalterlicher Nationalstaat) (!Ein Ritterorden) (!Eine einzelne Handelsfirma)
Welche Stadt war ein besonders wichtiger Treffpunkt der Hanse? (Lübeck) (!München) (!Heidelberg) (!Nürnberg)
Wofür wurde eine Kogge vor allem genutzt? (Für den Transport von Waren) (!Für den Bau von Stadtmauern) (!Für den Salzabbau) (!Für das Schreiben von Handelsbriefen)
Warum war Salz für den Hansehandel wichtig? (Es half beim Haltbarmachen von Lebensmitteln) (!Es ersetzte jedes andere Zahlungsmittel) (!Es wurde nur als Schmuck genutzt) (!Es diente ausschließlich als Baustoff)
Was war ein Kontor? (Ein auswärtiger Handelsstützpunkt) (!Eine mittelalterliche Schiffswerft) (!Ein Stadttor) (!Eine Waffe auf einem Handelsschiff)
Wo befand sich ein bedeutendes Hansekontor? (Bergen) (!Madrid) (!Athen) (!Rom)
Welche Ware kam unter anderem aus Lüneburg? (Salz) (!Seide) (!Kaffee) (!Kakao)
Wozu dienten Hansetage? (Zur Beratung über gemeinsame Fragen) (!Zur Wahl eines deutschen Königs) (!Zur Ausbildung von Matrosen) (!Zur Herstellung von Segeln)
Warum nahm die Bedeutung der Hanse ab? (Mehrere wirtschaftliche und politische Veränderungen wirkten zusammen) (!Ein einzelner Sturm zerstörte alle Hansestädte) (!Alle Handelswaren verschwanden gleichzeitig) (!Die Ostsee trocknete aus)
Wann fand der letzte Hansetag in Lübeck statt? (1669) (!1066) (!1492) (!1815)
Memory
| Hanse | Handelsnetzwerk |
| Lübeck | wichtiger Hansestandort |
| Kogge | Frachtschiff |
| Kontor | auswärtiger Handelsstützpunkt |
| Lüneburger Salz | Konservierung von Fisch |
| Bryggen | Hansekontor in Bergen |
| Hansetag | Versammlung von Städtevertretern |
| Backsteingotik | typische Baukunst vieler Hansestädte |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Lübeck | wichtiger Ort für Hansetage und Ostseehandel |
| Lüneburg | bedeutende Salzstadt |
| Bergen | Standort eines großen Hansekontors |
| Kogge | bekanntes mittelalterliches Handelsschiff |
| Hansetag | Beratung über gemeinsame Interessen |
Kreuzworträtsel
| Lübeck | Welche Stadt wurde oft als Königin der Hanse bezeichnet? |
| Kogge | Wie heißt ein bekanntes mittelalterliches Handelsschiff? |
| Kontor | Wie heißt ein auswärtiger Handelsstützpunkt der Hanse? |
| Hering | Welcher Fisch wurde häufig mit Salz haltbar gemacht? |
| Lüneburg | Welche Stadt war besonders für ihre Salzgewinnung bekannt? |
| Bryggen | Wie heißt das historische Hanseviertel in Bergen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hansekarte: Zeichne eine einfache Karte mit Lübeck, Hamburg, Bremen, Bergen und Nowgorod. Markiere mögliche Seewege.
- Handelswaren der Hanse: Gestalte sechs Warenkarten zu Salz, Hering, Stockfisch, Tuch, Wachs und Holz. Notiere jeweils Herkunft, Verwendung und Transport.
- Kogge: Zeichne eine Kogge und beschrifte Rumpf, Mast, Segel, Ladung und Steuer.
- Hansestadt: Wähle eine heutige deutsche Hansestadt und erstelle ein kurzes Stadtporträt mit drei Spuren der Hanse.
Standard
- Reisetagebuch eines Hansekaufmanns: Schreibe drei Tagebucheinträge einer erfundenen Handelsreise von Lübeck nach Bergen. Baue Wetter, Waren, Risiken und Preise ein.
- Quellenanalyse: Suche ein historisches Bild einer Hansestadt oder eines Kaufmanns. Beschreibe zuerst genau, was Du siehst, und trenne Beobachtung von Deutung.
- Mittelalterlicher Markt: Plant in einer Gruppe einen Hansemarkt im Klassenraum. Legt Waren, Herkunftsorte, Preise und Transportwege fest.
- Exkursion zur Hanse: Besuche ein Stadtmuseum, Hafenmuseum oder eine historische Altstadt in Deiner Region. Falls das nicht möglich ist, plane eine virtuelle Exkursion und dokumentiere Deine Funde.
Schwer
- Handelsnetzwerke im Vergleich: Vergleiche die Hanse mit einem heutigen internationalen Wirtschaftsnetzwerk. Zeige Gemeinsamkeiten und Unterschiede, ohne beide gleichzusetzen.
- Störtebeker und Quellenkritik: Untersuche eine bekannte Erzählung über Klaus Störtebeker. Welche Teile lassen sich historisch belegen und welche gehören eher zur Legende?
- Digitale Hansekarte: Erstelle eine digitale Karte mit mindestens zehn Handelsorten. Verknüpfe jeden Ort mit einer typischen Ware oder Funktion.
- Podcast zur Hanse: Produziere einen fünf- bis achtminütigen Podcast zur Frage: „War die Hanse vor allem Zusammenarbeit oder vor allem wirtschaftliche Macht?“ Nutze mindestens zwei unterschiedliche Quellen.


Lernkontrolle
- Lübeck und seine Lage: Erkläre, warum die geografische Lage Lübecks für den Handel zwischen Ostsee und westlichen Handelsräumen günstig war. Nutze eine Karte zur Begründung.
- Salz und Hering: Erkläre die wirtschaftliche Verbindung zwischen Salzgewinnung, Fischfang, Haltbarkeit und Fernhandel.
- Kogge und Handel: Beurteile, welche Vorteile ein großes Frachtschiff für den Handel hatte und welche Risiken bei einer Seereise trotzdem bestanden.
- Regeln und Vertrauen: Erkläre, warum gemeinsame Regeln, Briefe, Verträge und verlässliche Partner für Fernkaufleute wichtig waren.
- Städte als Quellen: Wähle ein Bauwerk in Lübeck, Stralsund oder Wismar und erläutere, was es über Wohlstand, Handel oder politische Bedeutung der Stadt verraten kann.
- Niedergang der Hanse: Entwickle ein Wirkungsdiagramm mit mindestens vier Faktoren, die den Bedeutungsverlust der Hanse erklären. Zeige dabei, dass es nicht nur eine einzige Ursache gab.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Fakten nennen kannst. Du solltest Zusammenhänge erklären und historische Quellen kritisch nutzen können.
- Du kannst erklären, warum die Hanse ein Netzwerk von Kaufleuten und Städten und kein moderner Staat war.
- Du kannst wichtige Hansestädte im heutigen Deutschland räumlich einordnen.
- Du kannst typische Handelswaren mit Herkunft, Nutzung und Handelswegen verbinden.
- Du kannst die Bedeutung der Kogge für den mittelalterlichen Transport erklären.
- Du kannst die Funktion von Kontoren und Hansetagen beschreiben.
- Du kannst erklären, warum Vertrauen, Regeln und Informationen im Fernhandel wichtig waren.
- Du kannst mehrere Ursachen für den Bedeutungsverlust der Hanse miteinander verknüpfen.
- Du kannst zwischen historisch belegbaren Aussagen und späteren Legenden unterscheiden.
- Du kannst Bilder, Karten oder Bauwerke als historische Quellen untersuchen.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
NEWSLernweltNOAH fragen