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Der vergeßene Donner - Morgenstern, Christian - Gedichtanalyse

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Der vergeßene Donner - Morgenstern, Christian - Gedichtanalyse

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Einleitung

Der vergeßene Donner - Morgenstern, Christian - Gedichtanalyse

Klasse 7–8 | Fach Deutsch | Thema: Gedichte verstehen

Ein Gewitter zieht weiter. Doch es vergisst einen Donner zwischen den Felsen. Der Donner wartet und wird traurig. Was wie eine kleine Fantasiegeschichte klingt, erzählt vielleicht auch etwas über Einsamkeit.

Du liest ein Gedicht von Christian Morgenstern. Du entdeckst Reime, Bilder und Gefühle. Danach kannst Du eigene Texte schreiben.

Deine Lernziele: Du kannst den Inhalt erklären, Textstellen zitieren, sprachliche Mittel erkennen und eine eigene Deutung begründen.

Christian Morgenstern, Selbstporträt von 1906. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Autor und historische Ausgabe

Christian Morgenstern lebte von 1871 bis 1914. Er schrieb ernste und lustige Gedichte. Oft verwandelte er Alltägliches in etwas Fantastisches.

Wichtige Quellen:

  1. Erstdruck: Christian Morgenstern: „Der vergessene Donner“, in Die Schaubühne, 5. Jahrgang, Heft 18, 6. Mai 1909, Seite 501.
  2. Historische Buchausgabe: Christian Morgenstern: Auf vielen Wegen. Neue zusammengezogene Ausgabe von Auf vielen Wegen und Ich und die Welt, R. Piper & Co., München 1911, Seite 61.
  3. Digitaler Ausgangspunkt: Zeno.org – Der vergeßene Donner.
  4. Überprüfbare Textgrundlage: Christian-Morgenstern-Online, mit Text aus der Stuttgarter Ausgabe, Band I, Seite 192, und Nachweis der Ausgabe von 1911.

Hinweis zur Texttreue: Die folgende Quellfassung folgt der überprüfbaren Transkription bei Christian-Morgenstern-Online. Sie ist keine eigene buchstabengetreue Abschrift eines eingescannten Exemplars von 1911. Der Buchdruck von 1911 ist dort bibliografisch nachgewiesen. Die Schreibweise des Titels unterscheidet sich zwischen Quellen. Auch Vers 8 erscheint in manchen neueren Abdrucken anders. Hier verwenden wir „niemand kam's nach Haus zu holen“. Die Lesefassung ändert nur die alte Rechtschreibung, nicht den Inhalt.

Der Gedichttext Morgensterns ist in Deutschland gemeinfrei. Die verwendete Transkription und ihre Quellen werden genannt. Es handelt sich um einen deutschen Originaltext, nicht um eine Übersetzung.


Das Gedicht


Quellfassung

Christian Morgenstern: Der vergessene Donner

Historische Schreibweise nach der dokumentierten Textfassung. Die Versnummern stehen nicht im Original; zähle die Zeilen von oben nach unten.

Ein Gewitter, im Vergehn,
ließ einst einen Donner stehn.
Schwarz in einer Felsenscharte
stand der Donner da und harrte -
scharrte dumpf mit Hals und Hufe,
daß man ihn nach Hause rufe.
Doch das dunkle Donnerfohlen -
niemand kam's nach Haus zu holen.
Sein Gewölk, im Arm des Windes,
dachte nimmer seines Kindes -
flog dahin zum Erdensaum
und verschwand dort wie ein Traum.
Grollend und ins Herz getroffen,
läßt der Donner Wunsch und Hoffen,
richtet sich im Felsgestein
wie ein Bergzentaure ein.
Als die nächste Frühe blaut,
ist sein pechschwarz Fell ergraut.
Traurig sieht er sich im See
fahl, wie alten Gletscherschnee.
Stumm verkriecht er sich, verhärmt;
nur wenn Menschheit kommt und lärmt,
äfft er schaurig ihren Schall,
bringt Geröll und Schutt zu Fall...
Mancher Hirt und mancher Hund
schläft zu Füßen ihm im Schrund.

Umfang: 26 Verse. Quelle: Christian-Morgenstern-Online.


Lesefassung mit heutiger Rechtschreibung

Hier stehen dieselben 26 Verse. Nur die alte Schreibung „daß“ und „läßt“ wurde angepasst. Die verkürzten Wörter und poetischen Bilder bleiben erhalten.

Ein Gewitter, im Vergehn,
ließ einst einen Donner stehn.
Schwarz in einer Felsenscharte
stand der Donner da und harrte -
scharrte dumpf mit Hals und Hufe,
dass man ihn nach Hause rufe.
Doch das dunkle Donnerfohlen -
niemand kam's nach Haus zu holen.
Sein Gewölk, im Arm des Windes,
dachte nimmer seines Kindes -
flog dahin zum Erdensaum
und verschwand dort wie ein Traum.
Grollend und ins Herz getroffen,
lässt der Donner Wunsch und Hoffen,
richtet sich im Felsgestein
wie ein Bergzentaure ein.
Als die nächste Frühe blaut,
ist sein pechschwarz Fell ergraut.
Traurig sieht er sich im See
fahl, wie alten Gletscherschnee.
Stumm verkriecht er sich, verhärmt;
nur wenn Menschheit kommt und lärmt,
äfft er schaurig ihren Schall,
bringt Geröll und Schutt zu Fall...
Mancher Hirt und mancher Hund
schläft zu Füßen ihm im Schrund.

Tipp: Lies das Gedicht langsam. Suche die Stelle, an der sich die Stimmung verändert.


Wörter verstehen

Wort im Gedicht Einfache Erklärung
vergehn zu Ende gehen
Felsenscharte Einschnitt zwischen Felsen
harrte wartete
Donnerfohlen Donner als junges Pferd vorgestellt
nimmer nicht mehr
Erdensaum ferner Rand des sichtbaren Horizonts
Bergzentaure erfundenes Wesen nach dem Bild eines Zentauren, halb Mensch und halb Pferd
verhärmt sehr traurig und erschöpft
äfft ahmt nach
Geröll lose Steine
Schrund tiefe Felsspalte


Die Geschichte verstehen


Anfang: Der Donner bleibt zurück

Verse 1–8

Das Gewitter zieht ab. Ein Donner bleibt zwischen Felsen stehen. Er wird wie ein junges Pferd beschrieben. Er wartet darauf, dass ihn jemand zurückholt.

Gewitterwolke. Couch-scratching-cats, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Stute mit Fohlen. US Bureau of Land Management, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Denkfrage: Warum könnte Morgenstern den Donner mit einem Fohlen vergleichen?


Mitte: Die Wolke fliegt davon

Verse 9–16

Die Wolke verschwindet mit dem Wind. Sie denkt nicht mehr an den Donner. Er fühlt sich verlassen und bleibt in den Felsen.

Textbeleg: „Grollend und ins Herz getroffen“ (Vers 13).

Blitze über einem Berg. JJ Harrison, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Originales Gewittervideo mit Blitz und Donner. KoS, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Denkfrage: Ist die Wolke im Gedicht nur eine Wolke oder spielt sie auch die Rolle einer vergesslichen Bezugsperson?


Ende: Der Donner wird einsam

Verse 17–26

Der Donner wird grau. Er sieht sich im See. Später ahmt er die Geräusche der Menschen nach. Am Ende schlafen ein Hirte und ein Hund in seiner Nähe.

Morgenlicht in den Alpen. Markus Trienke, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0.

Berg und Spiegelung im See. Vulturesong, Wikimedia Commons, CC0.

Hirte mit Hund und Schafen. Geoff Charles / National Library of Wales, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Denkfrage: Warum endet die Geschichte mit einem ruhigen Bild, obwohl der Donner so traurig ist?


Gedichtanalyse in einfachen Schritten


Form und Reime

Das Gedicht hat 26 Verse. In der verwendeten Quellfassung gibt es keine ausdrücklich getrennten Strophen.

Je zwei benachbarte Verse reimen sich. Das nennt man Paarreim.

Beispiel: „Vergehn“ – „stehn“ (Verse 1–2).

Der regelmäßige Klang lässt das Gedicht wie eine erzählte Geschichte wirken.


Sprachliche Mittel

Personifikation: Der Donner kann warten, hoffen und traurig sein. Etwas aus der Natur erhält menschliche Gefühle.

Bildhafte Sprache: Das „Donnerfohlen“ (Vers 7) macht den Donner zu einer tierähnlichen Figur.

Alliteration: In „Hals und Hufe“ (Vers 5) beginnen wichtige Wörter mit demselben Laut.

Klang: Wörter wie „Grollend“ (Vers 13) erinnern an Donnergeräusche.

Vergleich: „wie alten Gletscherschnee“ (Vers 20) macht die graue Farbe anschaulich.


Lyrische Stimme, Autor und Deutung

Autor: Christian Morgenstern hat das Gedicht geschrieben.

Lyrische Stimme: Eine erzählende Stimme berichtet über den Donner. Sie ist nicht automatisch Morgenstern selbst. Im Gedicht spricht kein lyrisches Ich.

Interpretation: Eine mögliche Deutung ist: Der Donner steht für jemanden, der vergessen wurde. Die Verse 7–14 zeigen dafür wichtige Hinweise.

Das ist eine Deutung, keine sicher nachgewiesene persönliche Aussage des Autors. Auch andere gut begründete Deutungen sind möglich.


So formulierst Du eine Deutung

Beobachtung: Der Donner wartet vergeblich.

Textbeleg: „niemand kam's nach Haus zu holen“ (Vers 8).

Deutung: Das könnte zeigen, wie schmerzhaft es ist, verlassen zu werden.

Merke: Behauptung + Textbeleg + Erklärung.


Medienlabor: Sehen und Hören


Wie klingen Donner und Blitz?

Blitzanimation von DocWoelle, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Originalaufnahme eines Gewitters. Urheber: stephan, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Hörauftrag: Höre einen kurzen Ausschnitt. Welche drei Wörter passen zum Geräusch? Vergleiche sie mit Wörtern aus dem Gedicht.


Video: Wie entsteht ein Gewitter?

SRF Kids – „Gewitter: Wie entstehen Blitz & Donner?“ Externes YouTube-Video.

Auftrag: Erkläre den Unterschied zwischen dem echten Wetter und der Fantasie im Gedicht.


Video: Was ist eine Personifikation?

Litera Theo – „Die Personifikation | Ein Stilmittel erklärt III“. Externes YouTube-Video.

Auftrag: Finde zwei Stellen im Gedicht, an denen der Donner wie ein Mensch handelt.


Video: Was ist eine Alliteration?

Language Knowledge – „ALLITERATION – schnell & einfach erklärt“. Externes YouTube-Video.

Auftrag: Lies Vers 5 laut. Wie klingt die Wiederholung des H-Lautes?

Die YouTube-Videos sind verlinkte externe Bildungsangebote. Ihre Einbettung bedeutet nicht, dass sie unter einer freien Creative-Commons-Lizenz stehen. Die eingebundenen Commons-Dateien haben dagegen die jeweils angegebene freie Lizenz oder sind gemeinfrei. Es wurden keine eigenen Medien erzeugt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

So geht's: Lies die genannte Textstelle. Wähle jeweils eine richtige Antwort. Die Fragen prüfen den Text und wichtige Lernpunkte.

Was geschieht in den Versen 1–2: „ließ einst einen Donner stehn“? (Ein Gewitter lässt einen Donner zurück) (!Ein Donner holt eine Wolke ab) (!Ein Pferd läuft vor dem Regen davon) (!Ein Hirte ruft den Wind)



Wo wartet der Donner laut Vers 3? (In einer Felsenscharte) (!In einem Dorf) (!Auf einer Wiese) (!Unter einem Baum)



Woran erinnern „Hals und Hufe“ in Vers 5? (An ein Pferd) (!An einen Fisch) (!An einen Vogel) (!An einen Baum)



Was bedeutet „niemand kam's nach Haus zu holen“ in Vers 8? (Niemand holt das Donnerfohlen zurück) (!Der Donner findet sofort seine Wolke) (!Der Wind bleibt beim Donner) (!Der Donner verlässt die Berge)



Was macht das Gewölk in den Versen 9–12? (Es fliegt fort und denkt nicht an sein Kind) (!Es bleibt beim Donner stehen) (!Es kehrt mit dem Hirten zurück) (!Es verwandelt sich in einen See)



Welches Gefühl passt zu „ins Herz getroffen“ in Vers 13? (Traurigkeit) (!Stolz auf einen Sieg) (!Freude über ein Geschenk) (!Neugier auf ein Spiel)



Was ist ein Bergzentaure in Vers 16? (Eine Fantasiegestalt mit menschlichen und pferdeartigen Merkmalen) (!Eine Art Gewitterwolke) (!Ein Gerät zur Wettervorhersage) (!Ein anderes Wort für Regenbogen)



Was verändert sich in den Versen 17–20? (Das Fell des Donners wird grau) (!Die Wolke wird zu einem Hund) (!Der See trocknet aus) (!Die Felsen verschwinden)



Was macht der Donner laut Vers 23: „äfft er schaurig ihren Schall“? (Er ahmt die Geräusche der Menschen nach) (!Er führt ein Gespräch mit dem Hirten) (!Er holt seine Wolke nach Hause) (!Er schläft im See ein)



Welches Reimschema erkennst Du an „Vergehn“ und „stehn“ in Vers 1–2? (Paarreim) (!Kreuzreim) (!Umarmender Reim) (!Kein Endreim)




Memory

Finde die passenden Begriffspaare.

Felsenscharte Einschnitt zwischen Felsen
Donnerfohlen Als junges Pferd vorgestellter Donner
Harren Geduldig warten
Personifikation Nichtmenschliches erhält menschliche Eigenschaften
Geröll Lose Steine am Berg
Paarreim Zwei benachbarte Verse reimen sich





Drag and Drop

Ordne die Begriffe der richtigen Szene zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Szene im Gedicht
Zurückgelassener Donner Das Gewitter zieht weiter
Wartendes Fohlen Der Donner hofft auf einen Ruf
Fortfliegendes Gewölk Der Wind trägt die Wolke davon
Ergrautes Fell Die nächste Frühe beginnt
Nachgeahmter Schall Die Menschen machen Lärm





Kreuzworträtsel

Gewitter Was zieht am Anfang des Gedichts davon?
Fohlen Als welches junge Tier wird der Donner beschrieben?
Wind Wer trägt das Gewölk fort?
Gletscherschnee Womit wird die fahle Farbe des Donners verglichen?
Geröll Welche losen Steine bringt der Donner zu Fall?
Paarreim Wie heißt das Reimschema zweier benachbarter Verse?





LearningApps

Hier findest Du weitere Übungen zum Thema.

Das Suchfenster zeigt passende vorhandene Angebote, sofern LearningApps solche Übungen bereitstellt.


Lückentext

Ergänze die fehlenden Wörter. Nutze bei Bedarf die Lesefassung.

Vervollständige den Text.
Am Anfang zieht ein

weiter.
Es lässt einen

zurück.
Der Donner wartet in einer

.
Er wird als dunkles

bezeichnet.
Das Gewölk fliegt mit dem

fort.
Der Donner fühlt sich ins

getroffen.
Sein Fell wird am nächsten Morgen

.
Er betrachtet sich in einem

.
Später ahmt er den

der Menschen nach.
Am Ende schlafen ein Hirte und ein

in seiner Nähe.
Die benachbarten Versenden bilden meist einen

.




Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Leicht: Suche zuerst nur die Figuren: Donner, Gewölk, Wind, Hirte und Hund. Unterstreiche ihre Handlungen.

Hilfe 2 – Standard: Teile die 26 Verse in drei Abschnitte: Zurückbleiben, Verlassenwerden und Leben in den Felsen. Notiere zu jedem Abschnitt ein wichtiges Wort.

Hilfe 3 – Schwer: Erkläre, wie eine bestimmte Textstelle eine Wirkung erzeugt. Benutze dazu den Satzanfang: „Das Wort ... in Vers ... zeigt ..., weil ...“.

Schreibtipp: Du musst keine schwierigen Fachwörter verwenden. Eine klare Erklärung mit passendem Versbeleg ist wichtiger.


Offene Aufgaben

Diese Aufgaben werden nicht automatisch bewertet. Besprich Deine Ergebnisse mit einer anderen Person oder Deiner Lehrkraft.


Leicht

  1. Lesetagebuch: Schreibe in fünf einfachen Sätzen, was mit dem Donner passiert.
  2. Wortschatz: Wähle vier unbekannte Wörter und erkläre sie mit eigenen Worten.
  3. Vorlesen: Lies sechs Verse laut. Probiere eine traurige und eine ärgerliche Stimme aus. Erkläre die Wirkung.
  4. Comic: Zeichne drei Szenen zur Geschichte und schreibe passende Versnummern dazu.


Standard

  1. Innerer Monolog: Schreibe acht Sätze aus der Sicht des Donners. Beginne mit „Warum hat man mich vergessen?“
  2. Tagebucheintrag: Schreibe einen kurzen Tagebucheintrag des Donners am Morgen nach dem Gewitter.
  3. Gedichtanalyse: Untersuche zwei sprachliche Mittel. Zitiere die Verse und erkläre ihre Wirkung.
  4. Perspektivwechsel: Erzähle die Geschichte aus der Sicht der fortfliegenden Wolke.


Schwer

  1. Brief: Schreibe einen Brief der Wolke an das Donnerfohlen. Überlege, wie sie ihr Verhalten erklärt.
  2. Interpretation: Ist das Gedicht eher traurig, lustig oder beides? Begründe Deine Ansicht mit drei Textbelegen.
  3. Kreatives Schreiben: Verfasse sechs bis zehn eigene Verse über ein verlassenes Naturgeräusch. Nutze mindestens einen Paarreim.
  4. Medienvergleich: Vergleiche eine echte Donneraufnahme mit dem Gedicht. Erkläre, welche Möglichkeiten die Dichtung zusätzlich hat.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Zeige, dass Du Zusammenhänge verstanden hast.

  1. Personifikation: Erkläre, weshalb ein Donner im Gedicht traurig sein kann, obwohl echter Donner keine Gefühle hat.
  2. Symbol: Begründe mit zwei Versen, warum der Donner für einen verlassenen Menschen stehen könnte.
  3. Sprache und Wirkung: Vergleiche die Wörter „scharrte“ und „verkriecht“. Wie verändert sich dadurch Dein Bild vom Donner?
  4. Perspektivwechsel: Überlege, wie sich die Geschichte verändert, wenn die Wolke statt des Donners erzählt.
  5. Interpretation: Erkläre, warum der ruhige Schluss mit Hirte und Hund auch etwas Tröstliches haben könnte.
  6. Transfer: Denke an eine andere Geschichte über Einsamkeit. Erkläre eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kleine Gedichtmappe.

Sie enthält:

  1. Eine Zusammenfassung der Handlung in sechs bis acht Sätzen.
  2. Eine Erklärung von mindestens vier schwierigen Wörtern.
  3. Zwei erkannte sprachliche Mittel mit Versangaben.
  4. Eine eigene Deutung mit mindestens zwei Textbelegen.
  5. Einen kreativen Text oder einen eigenen Comic mit kurzer Erklärung.
  6. Eine kurze Selbstreflexion: Was hast Du verstanden? Welche Frage ist noch offen?

Achte darauf: Trenne immer, was im Gedicht steht, von dem, was Du darüber denkst. Nenne bei Zitaten die Versnummer.


Quellen und Medienrechte

Textgrundlage: Christian Morgenstern, Der vergessene Donner. Erstdruck in Die Schaubühne 1909, erneut veröffentlicht in Auf vielen Wegen, München 1911, S. 61. Die hier verwendete historische Textfassung wurde anhand von Christian-Morgenstern-Online geprüft. Der ursprüngliche Ausgangspunkt ist Zeno.org.

Bibliografischer Vergleich: Christian-Morgenstern-Gesellschaft – Werkausgaben.

Medienrechte: Alle Bilder, die Animation und die Gewitteraufnahmen auf dieser Seite stammen aus Wikimedia Commons. Zu jeder Datei sind Urheber und Lizenz angegeben. Bei CC BY und CC BY-SA sind insbesondere Namensnennung, Lizenzhinweis und gegebenenfalls die Weitergabe unter gleichen Bedingungen zu beachten. Die Originaldateien wurden hier nicht verändert.

Videos: SRF Kids, Litera Theo und Language Knowledge. Die YouTube-Videos sind externe Angebote; ihre Rechte bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.

Wichtig: Naturaufnahmen zeigen echte Wetterphänomene oder Landschaften. Sie sind keine historischen Illustrationen von Morgensterns Gedicht. Die Quellfassung ist gemeinfrei; die vorliegende Lesefassung ist nur orthografisch angepasst, nicht übersetzt.


OERs zum Thema

Wikipedia – Christian Morgenstern

Weitere freie Lernquellen:

  1. Wikisource: Christian Morgenstern
  2. Wikimedia Commons: Gewitter
  3. Wikimedia Commons: Donner
  4. Gedicht
  5. Gedichtanalyse
  6. Reimschema
  7. Sprachliche Mittel


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