Der Wahnsinn - Rilke, Rainer Maria - Gedichtanalyse
Einleitung
Der Wahnsinn - Rilke, Rainer Maria - Gedichtanalyse
Zielgruppe: Klasse 9–10, mit Vertiefungen für Klasse 11–13.
Kurzbeschreibung: „Sie muß immer sinnen: Ich bin … ich bin …“ – 24 Verse über Marie, die sich als Königin erlebt. Du untersuchst ihre Worte, die Gedichtform und verschiedene Deutungen.
Lernziele: Du kannst Textstellen genau zitieren, Sprecher unterscheiden, sprachliche Bilder erklären und eine eigene Deutung begründen.

Rainer Maria Rilke um 1900. Wikimedia Commons, Fotograf unbekannt, gemeinfrei.
Das Gedicht: Quelle und Lesefassung
Quellfassung
Rainer Maria Rilkes Gedicht Der Wahnsinn steht in Das Buch der Bilder. Als gemeinsame Textgrundlage dient die zweite, stark erweiterte Ausgabe von 1906, Seite 17.
Bestehende Textseite: Gedicht - Der Wahnsinn - Rilke, Rainer Maria
Überprüfbare Quellen:
- Wikisource: Der Wahnsinn – anhand der Druckvorlage korrekturgelesener Text.
- Wikimedia Commons: Originalbuchseite – Digitalisat der Ausgabe von 1906.
- TextGrid Repository – wissenschaftliche digitale Textsammlung mit einer abweichenden Textfassung.

Originaldruck aus „Das Buch der Bilder“, 1906. Scan der Österreichischen Nationalbibliothek, Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Wichtig: Es gibt kleine Unterschiede zwischen überlieferten Textfassungen. In der hier verwendeten Wikisource-Fassung steht beispielsweise in Vers 4 „Kniee“, während andere Wiedergaben „Knie“ schreiben. Auch die Groß- und Kleinschreibung kann abweichen. Alle folgenden Versangaben beziehen sich auf die Wikisource-Fassung von 1906.
Lesefassung: 24 Verse
Die folgende Lesefassung gibt den Text der gewählten Wikisource-Vorlage mit ihrer historischen Schreibweise und Zeichensetzung wieder. Die Strophen sind zum Lesen durch Leerzeilen getrennt. Sie ist keine Neuübersetzung und keine Modernisierung.
Sie muß immer sinnen: Ich bin … ich bin …
Wer bist du denn, Marie?
Eine Königin, eine Königin!
In die Kniee vor mir, in die Kniee!
Sie muß immer weinen: Ich war … ich war …
Wer warst du denn, Marie?
Ein Niemandskind, ganz arm und bar,
und ich kann dir nicht sagen wie.
Und wurdest aus einem solchen Kind
eine Fürstin, vor der man kniet?
Weil die Dinge alle anders sind,
als man sie beim Betteln sieht.
So haben die Dinge dich groß gemacht,
und kannst du noch sagen wann?
Eine Nacht, eine Nacht, über eine Nacht, –
und sie sprachen mich anders an.
Ich trat in die Gasse hinaus und sieh:
die ist wie mit Saiten bespannt;
da wurde Marie Melodie, Melodie …
und tanzte von Rand zu Rand.
die Leute schlichen so ängstlich hin,
wie hart an die Häuser gepflanzt, –
denn das darf doch nur eine Königin,
daß sie tanzt in den Gassen: tanzt! …
Rainer Maria Rilke: „Der Wahnsinn“, aus „Das Buch der Bilder“, Ausgabe 1906, S. 17. Text gemeinfrei.
Leseauftrag: Lies den Text zweimal. Beim ersten Lesen achtest Du auf Maries Gefühle. Beim zweiten Lesen markierst Du „Ich“, „du“, „sie“, Fragen und Wiederholungen.
Übersetzung, Worterklärung und Interpretation
Quellfassung bedeutet: die überlieferte Druckfassung.
Lesefassung bedeutet: eine zum Lesen vorbereitete Textdarstellung. Hier bleiben die Originalwörter erhalten.
Übersetzung bedeutet: Übertragung in eine andere Sprache. Das Gedicht ist bereits deutsch. Deshalb wird hier keine fremdsprachige Übersetzung vorgetäuscht.
Worterklärung hilft Dir, ältere Wörter zu verstehen: „muß“ entspricht heute „muss“. „Kniee“ meint die Knie. „bar“ in „arm und bar“ verstärkt die Vorstellung von Armut und fehlendem Besitz. „Niemandskind“ lässt an ein Kind ohne Zugehörigkeit oder Anerkennung denken.
Interpretation ist eine begründete Deutung. Sie muss nicht die einzige mögliche sein. Jede wichtige Aussage soll durch einen Vers gestützt werden.
Gedichtanalyse
Inhalt: Was geschieht?
Marie sagt, sie sei eine Königin (V. 3). Gleichzeitig erinnert sie sich an ihre frühere Armut: „Ein Niemandskind, ganz arm und bar“ (V. 7).
Dann berichtet sie von einer Veränderung „über eine Nacht“ (V. 15). Sie sieht die Dinge plötzlich anders. Die Straße erscheint ihr voller Musik. Sie tanzt, während die anderen Menschen ängstlich reagieren (V. 17–24).
Offene Frage: Ist Marie durch ihre Vorstellung frei geworden? Oder zeigt der Text eine schmerzhafte Entfernung von der Wirklichkeit?
Lyrisches Sprechen: Wer spricht?
Das Gedicht ist wie ein Gespräch aufgebaut. Es enthält mehrere Sprechweisen.
Zu Beginn wird Marie von außen beschrieben: „Sie muß immer sinnen“ (V. 1). Dann hören wir Maries eigene Ich-Aussagen, zum Beispiel „Ich bin … ich bin …“ (V. 1).
Eine fragende Stimme wendet sich an Marie: „Wer bist du denn, Marie?“ (V. 2). Wer diese Fragen genau stellt, bleibt offen. Auch ein innerer Dialog ist als Deutung denkbar.
Merke: Nicht jedes „Ich“ in einem Gedicht ist automatisch der Dichter. Hier ist Marie die Figur, die wichtige Ich-Aussagen macht. Die äußere Sprechstimme darf nicht einfach mit Rilke gleichgesetzt werden.
Form und Aufbau
Das Gedicht besteht aus 24 Versen in vier Strophen. Die ersten drei Strophen haben jeweils vier Verse. Die letzte ist mit zwölf Versen viel länger.
Die Reime folgen überwiegend einem Kreuzreim oder nähern sich diesem an. Gut erkennbar sind etwa „war“ und „bar“ sowie „Marie“ und „wie“ (V. 5–8).
Der Rhythmus wirkt durch Fragen, Ausrufe und wechselnde Satzlängen lebendig. Es ist sinnvoller, die Betonungen beim Vorlesen zu prüfen, als für das ganze Gedicht vorschnell ein einziges regelmäßiges Metrum zu behaupten.
Deutung: Die lange Schlussstrophe gibt Maries Erlebnis besonders viel Raum. Der Tanz scheint sprachlich immer weiterzugehen.
Die Merkhilfe: „Versmaß, Kadenzen, Reimschema & Gedichtformen erkennen“. Ein Lernvideo zur Formanalyse.
Klang und Wiederholung
„Eine Königin, eine Königin!“ (V. 3) zeigt Maries starke Selbstbehauptung.
„Eine Nacht, eine Nacht“ (V. 15) betont die plötzliche Veränderung.
„Marie Melodie, Melodie“ (V. 19) verbindet den Namen der Figur mit Musik. Die gleichen Anfangslaute von „Marie“ und „Melodie“ sind eine Alliteration.
Auch „tanzt“ wird am Schluss wiederholt (V. 24). So erhält das Ende eine bewegte, fast rhythmische Wirkung.

Animation zur Entstehung von Schallwellen. KyleThayer, Wikimedia Commons, CC0 1.0. Sie erklärt nicht das Gedicht selbst, sondern hilft beim Nachdenken über Klang.
Hörübung: Lies Vers 15 langsam und dann schnell. Welcher Vortrag zeigt die Veränderung besonders deutlich?
Bildsprache: Eine Straße wird zur Musik
„die ist wie mit Saiten bespannt“ (V. 18) ist ein Vergleich. Die Gasse erscheint wie ein Musikinstrument. Ihre Umgebung verwandelt sich in Maries Vorstellung.
„und sie sprachen mich anders an“ (V. 16) lässt die Dinge wie sprechende Wesen erscheinen. Das ist eine Personifikation.
Der Ausdruck „Marie Melodie“ (V. 19) macht aus einem Menschenbild ein Klangbild. Maries Erleben wirkt dadurch ungewöhnlich und intensiv.

Geigensaiten als Bildhilfe zu Vers 18. Providence Doucet, Wikimedia Commons, CC0 1.0.
Die Stadt und die anderen Menschen
Die anderen Menschen „schlichen so ängstlich hin“ (V. 21). Das steht im Gegensatz zu Maries Tanz.
„wie hart an die Häuser gepflanzt“ (V. 22) beschreibt die Menschen im Vergleich mit unbeweglichen Pflanzen. Sie wirken eingeengt.

Berliner Straßenleben um 1900. Unbekannter Fotograf, Wikimedia Commons, gemeinfrei. Das Bild zeigt den historischen Zeitraum, nicht die tatsächlich gemeinte Gasse des Gedichts.
Bildfrage: Welche Menschen könnten sich in einer belebten Straße frei fühlen? Wer könnte sich ausgeschlossen fühlen? Unterscheide die historische Fotografie von Maries dichterischer Wahrnehmung.
Deutungsmöglichkeiten
Deutung A – Selbstbefreiung: Marie war arm und ohne Ansehen. Als „Königin“ erlebt sie sich plötzlich als wichtig und frei. Der Tanz könnte ihre neue Selbstbestimmung darstellen (V. 19–24).
Deutung B – Veränderte Wirklichkeit: Marie beschreibt die Welt so, als würde sie zu ihr sprechen und Musik werden (V. 16–19). Das kann auf eine stark veränderte Wahrnehmung hinweisen.
Deutung C – Einsamkeit und Ausgrenzung: Marie tanzt, die anderen reagieren mit Angst (V. 20–24). Vielleicht zeigt das Gedicht auch, wie Menschen auf ungewöhnliches Verhalten reagieren.
Der Titel „Der Wahnsinn“ gibt eine Deutungsrichtung vor. Er beweist aber keine bestimmte medizinische Diagnose. Eine literarische Figur sollte nicht aus wenigen Gedichtzeilen heraus klinisch eingeordnet werden.
Wichtig: Alle drei Deutungen sind möglich. Prüfe, welche Textstellen sie unterstützen und was dabei offenbleibt.
Epochenkontext: Moderne und Expressionismus
Rilke (1875–1926) gehört zur literarischen Moderne. Das Buch der Bilder erschien 1902 und wurde 1906 stark erweitert. Das Gedicht entstand im Umfeld der Jahrhundertwende.
Für die Moderne sind innere Erfahrungen, unsichere Identität und ungewöhnliche Bilder wichtig. Rilkes frühe Dichtung steht auch in Verbindung mit Symbolismus, Impressionismus und Jugendstil.
Der Expressionismus entwickelte sich als spätere Strömung, besonders im frühen 20. Jahrhundert. Er stellt oft starke Gefühle, Angst, die Großstadt und Krisen des Ichs dar.
Vergleich: Maries ungewöhnliche Wahrnehmung und die ängstliche Stadtszene können an spätere expressionistische Themen erinnern. Dennoch sollte „Der Wahnsinn“ nicht ohne Weiteres als expressionistisches Gedicht bezeichnet werden.
STARK erklärt: „Literaturgeschichte: Expressionismus“. Zur historischen Einordnung, nicht als Analyse von Rilkes Gedicht.
How to – Deutsch: „Gedichtanalyse am Beispiel – Georg Heym: Gott der Stadt“. Eine Vergleichsmethode für die Klassen 10–13.
Hören und Vortragen
Auf Wikimedia Commons ist eine Lesung von Rilkes anderem Gedicht „Herbst“ verfügbar. Sie dient hier als Beispiel für einen lyrischen Vortrag, nicht als Tonfassung von „Der Wahnsinn“.
Rilke: „Herbst“, gelesen von Pitichinaccio. Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
Aufgabe: Höre, wie die Stimme Pausen und Betonungen einsetzt. Lies danach selbst die ersten acht Verse von „Der Wahnsinn“ und unterscheide die fragende Stimme von Maries Antworten.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – Leicht
Suche zuerst die Wörter „Königin“, „Niemandskind“ und „Melodie“. Frage Dich: Was sagt jedes Wort über Marie?
Satzanfang: „In Vers ... bezeichnet Marie sich als ... . Das könnte bedeuten, dass ... .“
Hilfe 2 – Standard
Nutze beim Schreiben drei Schritte: Behauptung – Zitat – Erklärung.
Beispiel: Maries Umwelt erscheint ungewöhnlich. Die Gasse ist „wie mit Saiten bespannt“ (V. 18). Das deutet darauf hin, dass sie die Straße wie etwas Musikalisches erlebt.
Hilfe 3 – Schwer
Prüfe eine Gegenposition. Kann derselbe Vers sowohl eine positive als auch eine bedrückende Deutung unterstützen?
Unterscheide dabei Beobachtung und Schlussfolgerung. Was steht sicher im Text? Was vermutest Du?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Beantworte die Fragen mithilfe der angegebenen Verse. Die richtigen Antworten lassen sich direkt aus dem Gedicht ableiten.
Wie bezeichnet Marie sich in Vers 3? (Eine Königin) (!Eine Lehrerin) (!Eine Bettlerin) (!Eine Musikerin)
Wen spricht die Frage in Vers 2 mit Namen an? (Marie) (!Clara) (!Lou) (!Anna)
Welches Wort verwendet Marie für ihre Vergangenheit in Vers 7? (Niemandskind) (!Königskind) (!Wunderkind) (!Fürstentochter)
Welche beiden Aussagen stehen in Vers 1 und Vers 5 einander gegenüber? (Ich bin und Ich war) (!Ich schlafe und Ich träume) (!Ich liebe und Ich hasse) (!Ich suche und Ich finde)
Wie beschreibt Marie in Vers 15 den Zeitpunkt der Veränderung? (Über eine Nacht) (!Über ein ganzes Jahr) (!Über viele Jahrzehnte) (!Über einen langen Sommer)
Was geschieht in Vers 16 mit den Dingen? (Sie sprechen Marie anders an) (!Sie verschwinden vollständig) (!Sie zerbrechen auf der Straße) (!Sie verlieren ihre Farben)
Womit vergleicht Marie in Vers 18 die Gasse? (Mit etwas das mit Saiten bespannt ist) (!Mit einem dunklen Wald) (!Mit einem tiefen See) (!Mit einem verschlossenen Garten)
Wozu wird Marie nach Vers 19? (Zur Melodie) (!Zur Statue) (!Zur Blume) (!Zur Wolke)
Wie bewegen sich die anderen Leute nach Vers 21? (Ängstlich und schleichend) (!Fröhlich und springend) (!Ruhig und singend) (!Schnell und jubelnd)
Wer darf nach der Aussage in Vers 23 und 24 auf diese Weise in den Gassen tanzen? (Eine Königin) (!Ein Wächter) (!Ein Bettler) (!Ein König)
Memory
Finde zusammengehörige Begriffe und Vorstellungen.
| Selbstbild | Königin |
| Herkunft | Niemandskind |
| Wendepunkt | Nacht |
| Musikalischer Vergleich | Saiten |
| Namensklang | Melodie |
| Reaktion der Menge | Angst |
Drag and Drop
Ordne jedem Ausdruck die passende Bedeutung oder Wirkung zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Königin | Machtanspruch |
| Niemandskind | Ausgrenzung |
| Nacht | Veränderung |
| Saiten | Klangbild |
| Schleichen | Unsicherheit |
Kreuzworträtsel
Die Antworten sind Wörter aus dem Gedicht.
| Marie | Wie heißt die im Gedicht angesprochene Frau? |
| Königin | Als was bezeichnet sich die Frau in Vers 3? |
| Niemandskind | Mit welchem Wort beschreibt Marie ihre frühere Stellung? |
| Nacht | Welches Wort steht für die plötzliche Veränderung? |
| Saiten | Was macht die Gasse im Vergleich musikalisch? |
| Melodie | Wozu wird Marie in Vers 19? |
LearningApps
Hier kannst Du nach bereits vorhandenen Übungen zu Rilkes Gedicht suchen. Suchergebnisse sind nicht automatisch geprüfte Lernkurse.
Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite eine oder mehrere Schreibaufgaben. Verwende bei der Analyse kurze, wörtliche Zitate mit Versangaben.
Leicht
- Maries Selbstbild: Schreibe einen Tagebucheintrag aus Maries Sicht mit 100 bis 150 Wörtern. Beschreibe, wie sie sich früher fühlte und wie sie sich nun sieht. Erkläre anschließend mit zwei echten Verszitaten, welche Teile Deines Textes durch das Gedicht angeregt wurden.
Standard
- Sprachliche Gestaltung: Verfasse eine kurze Gedichtanalyse von 180 bis 250 Wörtern. Untersuche das Gespräch, eine Wiederholung und das Bild der Gasse. Verwende mindestens drei überprüfte Verszitate und erkläre deren Wirkung.
Schwer
- Zwei Sichtweisen: Schreibe einen argumentierenden Interpretationstext von 300 bis 400 Wörtern. Prüfe, ob Maries Tanz eher Befreiung oder Ausgrenzung zeigt. Entwickle zwei verschiedene Deutungen, belege jede mit mindestens zwei Versstellen und begründe am Schluss Deine eigene Position.


Lernkontrolle
- Perspektive: Erkläre anhand von Vers 1–8, warum es wichtig ist, äußere Sprechstimme, Fragen und Maries Antworten zu unterscheiden.
- Bildsprache: Untersuche, wie die musikalische Gasse Maries Wahrnehmung verändert. Verknüpfe Vers 16–20 mit einer begründeten Aussage über ihre Gefühle.
- Kontrast: Vergleiche Maries Tanz mit der Reaktion der anderen Menschen in Vers 20–24. Was zeigt dieser Gegensatz über Freiheit und gesellschaftliche Erwartungen?
- Literarische Moderne: Prüfe, welche Merkmale der Moderne im Gedicht sichtbar werden. Erkläre außerdem, warum eine direkte Einordnung als Expressionismus problematisch wäre.
- Argumentation: Entwickle eine Deutung des Titels „Der Wahnsinn“. Nenne mindestens zwei echte Textbelege und bespreche eine mögliche Gegeninterpretation.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis sollst Du zeigen, dass Du das Gedicht selbstständig verstehen und untersuchen kannst.
- Textverständnis: Du kennst Maries Geschichte und kannst zentrale Gegensätze erklären.
- Sprecheranalyse: Du unterscheidest die verschiedenen Sprechweisen und Perspektiven.
- Formanalyse: Du beschreibst Strophen, Verse, Reime, Klang und auffällige Wiederholungen.
- Sprachanalyse: Du erkennst und erklärst mindestens drei sprachliche Mittel.
- Deutung: Du entwickelst eine nachvollziehbare Interpretation und beachtest weitere Möglichkeiten.
- Kontext: Du ordnest das Werk begründet in die Moderne ein und unterscheidest es vom späteren Expressionismus.
- Quellenarbeit: Du nutzt die ausgewählte Textfassung, zitierst genau und gibst die passenden Verszahlen an.
OERs zum Thema
Frei zugängliche Texte und Informationen:
- Der Wahnsinn auf Wikisource – historische Textfassung, gemeinfrei.
- Digitalisierte Buchseiten auf Wikimedia Commons – historische Druckvorlage, gemeinfrei.
- Der Wahnsinn im TextGrid Repository – digitale wissenschaftliche Textressource. Der zugrunde liegende Rilke-Text ist gemeinfrei; für zusätzliche TextGrid-Daten gelten eigene Lizenzangaben.
- Rainer Maria Rilke auf Wikipedia – Leben, Werk und literaturgeschichtlicher Kontext.
- Expressionismus in der Literatur – Vergleich mit der späteren Strömung.
- Peter Maiwald: Zu Rilkes Gedicht „Der Wahnsinn“ – weiterführender Deutungstext. Nicht als freie OER-Lizenz ausgewiesen.
Hinweis: Frei im Internet zugänglich bedeutet nicht automatisch frei lizenziert. Wikipedia-Texte haben eigene freie Lizenzen; externe Kommentare und YouTube-Videos dürfen nicht ohne passende Rechte übernommen werden.
Mediennachweise und Lizenzen
Alle verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateibeschreibungen ausgewählt. Die Medien bleiben unverändert.
- Rilke-Porträt, 1900: Fotograf unbekannt, Public Domain Mark, gemeinfrei.
- Originalbuchseite: Rainer Maria Rilke, Ausgabe 1906, Scan einer historischen Druckvorlage aus der Österreichischen Nationalbibliothek, gemeinfrei.
- Berlin um 1900: Fotograf unbekannt, veröffentlicht im „Album von Berlin“, 1904, gemeinfrei.
- Geigensaiten: Providence Doucet, CC0 1.0.
- Schallwellenanimation: KyleThayer, CC0 1.0.
- Audio „Herbst“: Sprecher Pitichinaccio, CC BY-SA 3.0, unverändert. Bei Weiterverwendung sind Namensnennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Änderungsangaben erforderlich.
YouTube-Nachweise: Die eingebundenen Lernvideos stammen von „Die Merkhilfe“, „STARK erklärt“ und „How to – Deutsch“. Sie werden als bestehende YouTube-Videos eingebettet, nicht kopiert oder als frei lizenziert ausgegeben. Es gelten die jeweiligen Rechte der Anbieter. Es wurden keine eigenen Medien erstellt.
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