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Der Oberrhein - Baden-Württemberg

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Der Oberrhein - Baden-Württemberg




Einleitung

Der Oberrhein ist ein Abschnitt des Rheins zwischen Basel und Bingen. Für Baden-Württemberg ist besonders der Teil zwischen dem Raum Basel und dem nördlichen Oberrheingebiet wichtig. Der Rhein ist hier nicht nur ein Fluss: Er prägt eine ganze Landschaft, beeinflusst Siedlungen und Verkehr und bildet über weite Strecken die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich.

Wenn Du den Oberrhein untersuchst, kannst Du viele geographische Zusammenhänge erkennen. Die breite Ebene ist durch geologische Vorgänge entstanden. Der Fluss wurde vom Menschen stark verändert. Städte, Häfen, Verkehrswege und landwirtschaftliche Flächen nutzen den günstigen Raum. Gleichzeitig müssen Menschen mit Hochwasser umgehen und wertvolle Auen schützen. Besonders spannend ist, dass der Oberrhein ein grenzüberschreitender Lebensraum ist: Menschen wohnen auf einer Seite der Grenze, arbeiten oder lernen auf der anderen und überqueren den Rhein täglich.

Das Bild zeigt die weite Oberrheinebene in Baden-Württemberg. Im Hintergrund und am Horizont wird deutlich, wie stark die flache Landschaft genutzt wird.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie die Landschaft am Oberrhein entstanden ist, wie der Rhein früher aussah und warum er begradigt wurde. Du kannst außerdem beschreiben, warum sich viele Menschen, Betriebe und Verkehrswege in der Oberrheinebene befinden. Du lernst Beispiele für grenzüberschreitende Zusammenarbeit kennen und kannst beurteilen, warum Hochwasserschutz und Naturschutz gemeinsam geplant werden müssen.


Orientierung: Wo liegt der Oberrhein?

Der Oberrhein durchfließt die Oberrheinische Tiefebene. Sie zieht sich ungefähr von Basel im Süden bis in den Raum Frankfurt und Mainz im Norden. Auf der baden-württembergischen Seite liegen unter anderem die Räume Freiburg, Offenburg, Kehl, Rastatt, Baden-Baden und Karlsruhe in oder am Rand dieser Ebene.

Westlich der Ebene liegen die Vogesen in Frankreich, östlich erheben sich der Schwarzwald und weiter nördlich der Odenwald. Dadurch entsteht ein gut erkennbarer Landschaftsraum: In der Mitte liegt eine breite, vergleichsweise flache Ebene, an den Seiten steigen Mittelgebirge auf.

Der Rhein selbst verläuft nicht immer mitten durch die Ebene. Viele große Städte liegen einige Kilometer vom heutigen Flussbett entfernt. Das hat historische Gründe: Flussauen waren früher häufig überschwemmt und deshalb für dauerhafte Siedlungen weniger günstig.

Die historische Karte zeigt die Oberrheinische Tiefebene schon im frühen 16. Jahrhundert. Vergleiche ihre Darstellung mit einer heutigen Karte und achte besonders auf Rhein, Schwarzwald und Vogesen.


Oberrheingraben und Oberrheinische Tiefebene

Die Begriffe Oberrheingraben und Oberrheinische Tiefebene hängen zusammen, bedeuten aber nicht genau dasselbe. Der Oberrheingraben ist eine geologische Struktur. Vor vielen Millionen Jahren wurde die Erdkruste in diesem Gebiet gedehnt und zerbrach entlang von Störungen. Der mittlere Bereich sank ab, während die Randgebiete relativ herausgehoben wurden. So entstanden die Grundlage des heutigen Grabens sowie die hohen Randgebirge.

Die Oberrheinische Tiefebene ist die heutige Landschaft an der Oberfläche. Der abgesunkene Bereich wurde im Lauf der Zeit mit mächtigen Schichten aus Kies, Sand, Ton und anderen Sedimenten aufgefüllt. Flüsse aus Alpen und Mittelgebirgen transportierten diese Materialien in die Ebene.

Der Kaiserstuhl bei Freiburg ist eine auffällige Erhebung innerhalb der Ebene. Seine vulkanische Geschichte und das warme Klima machen ihn zu einem besonderen Natur- und Landwirtschaftsraum.

Achte im Video darauf, wie die abgesunkene Grabenzone und die höher liegenden Randgebirge zusammenhängen.


Die Flusslandschaft des Oberrheins


Der Rhein vor der Begradigung

Vor den großen Eingriffen des 19. und 20. Jahrhunderts sah der Oberrhein in vielen Abschnitten deutlich anders aus als heute. Der Fluss teilte sich stellenweise in mehrere Arme, bildete Inseln, Kiesbänke und Mäander und verlagerte sein Bett immer wieder. Bei Hochwasser wurden große Flächen überflutet.

Solche Überschwemmungsgebiete nennt man Auen. Sie sind keine nutzlosen Flächen, sondern sehr dynamische Lebensräume. Hochwasser bringt Wasser, Nährstoffe und Sedimente in die Aue. Dadurch entstehen unterschiedliche Lebensräume für Pflanzen, Vögel, Fische, Amphibien und Insekten.

Für die Menschen früherer Jahrhunderte brachte diese Flussdynamik jedoch auch Gefahren. Felder und Dörfer konnten überschwemmt werden, Ufer brachen ab und Wege wurden unpassierbar. Gleichzeitig lebten Menschen von Fischfang, Schifffahrt, Landwirtschaft und anderen Nutzungen des Flusses.


Tulla und die Rheinbegradigung

Ab 1817 begann unter Leitung des badischen Ingenieurs Johann Gottfried Tulla die groß angelegte Begradigung des Oberrheins. Flussschlingen wurden durchstochen, der Rhein wurde in ein engeres Bett gezwungen und durch Dämme stärker festgelegt. Das Wasser sollte schneller abfließen und Überschwemmungen in den angrenzenden Gebieten sollten verringert werden.

Die Maßnahmen hatten mehrere Folgen. Der Flussweg wurde kürzer, die Strömung wurde in vielen Abschnitten schneller und neue Flächen konnten für Landwirtschaft und Siedlungen genutzt werden. Gleichzeitig gingen Teile der natürlichen Auen verloren, Seitenarme wurden vom Hauptstrom getrennt und der Grundwasserhaushalt veränderte sich.

Die Rheinbegradigung ist deshalb ein gutes Beispiel dafür, dass Eingriffe in ein Flusssystem sowohl Vorteile als auch neue Probleme verursachen können.


Auen, Altrheine und Baggerseen

Auch heute findest Du entlang des baden-württembergischen Oberrheins Spuren der früheren Flusslandschaft. Dazu gehören Altrheinarme, Auenwälder und feuchte Senken. Schutzgebiete wie der Taubergießen bewahren Teile dieser besonderen Landschaft.

Viele Seen der Oberrheinebene sind dagegen keine natürlichen Seen. Sie entstanden durch den Abbau von Kies und Sand und werden deshalb oft Baggerseen genannt. Manche werden heute für Freizeit und Baden genutzt, andere sind wichtige Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen.

Die Landschaft zeigt damit deutlich, wie Naturprozesse und menschliche Nutzung ineinandergreifen.


Siedlung und Nutzung


Warum ist die Oberrheinebene dicht genutzt?

Die Oberrheinebene bietet viele Vorteile für Siedlungen und Wirtschaft. Das Gelände ist vergleichsweise flach und deshalb günstig für Straßen, Bahnstrecken, Industrieflächen und Landwirtschaft. Das Klima gehört zu den mildesten und wärmsten in Deutschland. Außerdem stehen große Grundwasservorkommen zur Verfügung.

Gleichzeitig ist nicht jede Fläche gleich gut geeignet. In hochwassergefährdeten Auen war und ist Bauen schwieriger. Viele ältere Siedlungen entstanden deshalb auf etwas höher gelegenen und trockeneren Flächen, zum Beispiel auf Terrassen, Schwemmfächern oder am Rand der Ebene.

Städte wie Karlsruhe, Freiburg und Offenburg sind wichtige Zentren. Kehl liegt unmittelbar am Rhein gegenüber von Straßburg und ist besonders stark durch seine Grenzlage geprägt.


Landwirtschaft

Das milde Klima ermöglicht eine intensive Landwirtschaft. In der Ebene werden unter anderem Getreide, Gemüse und Sonderkulturen angebaut. Am Kaiserstuhl und in anderen geeigneten Lagen spielt der Weinbau eine große Rolle.

Die Landwirtschaft profitiert von guten Böden und dem Klima, steht aber auch vor Herausforderungen. Flächenverbrauch durch Siedlungen und Verkehr, Trockenperioden, Hochwassergefahr und der Schutz von Grundwasser und Artenvielfalt müssen berücksichtigt werden.


Industrie, Häfen und Verkehr

Der Rhein ist eine bedeutende europäische Wasserstraße. Häfen verbinden die Region mit weiter entfernten Wirtschaftsräumen. Ein Beispiel ist der Rheinhafen Karlsruhe. Dort werden Güter zwischen Schiff, Bahn und Straße umgeschlagen.

Auch an Land ist die Oberrheinebene ein wichtiger Verkehrsraum. Die A5 verläuft in Nord-Süd-Richtung durch Baden-Württemberg. Bahnlinien verbinden Basel, Freiburg, Offenburg, Karlsruhe und weitere Städte. Die flache Landschaft erleichtert solche Verkehrsachsen.

Die gute Erreichbarkeit zieht Unternehmen und Menschen an. Gleichzeitig führen mehr Verkehr, Bebauung und Industrie zu Nutzungskonflikten. Flächen, die für Wohnungen oder Betriebe gebraucht werden, können zugleich für Landwirtschaft, Hochwasserschutz oder Naturschutz wichtig sein.


Der Oberrhein als grenzüberschreitender Raum


Ein Fluss als Grenze und Verbindung

Zwischen Deutschland und Frankreich bildet der Rhein über lange Strecken eine Staatsgrenze. Eine Grenze kann trennen, doch am Oberrhein ist der Fluss zugleich eine wichtige Verbindung.

Brücken verbinden Städte und Gemeinden auf beiden Seiten. Besonders deutlich wird das zwischen Kehl und Straßburg. Dort führen Straßen-, Eisenbahn-, Straßenbahn-, Rad- und Fußverbindungen über den Rhein. Seit 2017 fährt die Straßburger Tram wieder über den Rhein nach Kehl.

Überlege beim Anschauen: Welche Bedeutung hat eine grenzüberschreitende Straßenbahn für Schule, Arbeit, Einkauf, Freizeit und Begegnung?


Der Garten der zwei Ufer

Der Garten der zwei Ufer liegt auf beiden Seiten des Rheins bei Kehl und Straßburg. Die Passerelle Mimram verbindet die beiden Parkteile für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende. Der Ort ist damit nicht nur eine Grünanlage, sondern auch ein Symbol für die deutsch-französische Zusammenarbeit.


Drei Länder am südlichen Oberrhein

Im Raum Basel treffen Deutschland, Frankreich und die Schweiz aufeinander. Der Oberrhein ist deshalb nicht nur deutsch-französischer, sondern auch trinationaler Raum.

Menschen pendeln über Grenzen, Unternehmen arbeiten international zusammen und Hochschulen, Verwaltungen, Verkehrsunternehmen und Umweltorganisationen stimmen Projekte miteinander ab. Die Oberrheinkonferenz ist ein Beispiel für eine Institution, in der die beteiligten Regionen grenzüberschreitend zusammenarbeiten.

Zum Oberrhein gehören unterschiedliche Sprachen, Rechtsordnungen und Verwaltungssysteme. Gerade deshalb ist Zusammenarbeit wichtig. Hochwasser, Luftverschmutzung, Verkehr oder Naturschutz enden nicht an einer Staatsgrenze.


Hochwasserschutz und Naturschutz


Warum Hochwasser nicht nur ein lokales Problem ist

Flüsse transportieren Wasser stromabwärts. Wird Wasser in einem Abschnitt besonders schnell weitergeleitet und stehen weniger Überflutungsflächen zur Verfügung, kann sich die Hochwasserlage in weiter unten gelegenen Gebieten verschärfen.

Am Oberrhein gingen durch Begradigung, Deiche, Staustufen und andere Ausbaumaßnahmen viele natürliche Überflutungsflächen verloren. Deshalb versucht moderner Hochwasserschutz, dem Fluss bei extremem Hochwasser wieder gezielt Raum zu geben.


Polder und das Integrierte Rheinprogramm

Ein Polder ist eine eingedeichte Fläche, die bei Hochwasser gezielt geflutet werden kann. Dadurch wird vorübergehend Wasser zurückgehalten und die Hochwasserspitze im Rhein gesenkt.

Das Land Baden-Württemberg setzt dafür das Integrierte Rheinprogramm um. Zwischen Basel und Mannheim sind insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume vorgesehen. Sie liegen auf ehemaligen Überflutungsflächen.

Hochwasserschutz ist dabei nicht nur eine technische Aufgabe. Wenn Flächen zeitweise überflutet werden, hat das Auswirkungen auf Wälder, Landwirtschaft, Wege, Grundwasser und nahe Siedlungen. Deshalb müssen technische Planung, Naturschutz und die Interessen der Bevölkerung miteinander abgestimmt werden.


Raumkonflikte am Oberrhein

Am Oberrhein treffen viele Nutzungsansprüche auf engem Raum zusammen. Eine Fläche kann als Baugebiet attraktiv sein, als Acker genutzt werden, Lebensraum für seltene Arten sein oder für den Hochwasserschutz gebraucht werden.

Geographie untersucht solche Konflikte nicht nur mit der Frage „Wo liegt etwas?“, sondern auch mit Fragen wie: Wer nutzt den Raum? Wer entscheidet? Welche Folgen entstehen für andere? Welche Lösung ist langfristig nachhaltig?

Ein nachhaltiger Umgang mit dem Oberrhein versucht deshalb, Siedlung, Wirtschaft, Verkehr, Hochwasserschutz und Natur gemeinsam zu betrachten.


Merksätze

Der Oberrhein ist zugleich Naturraum, Wirtschaftsraum, Siedlungsraum und Grenzraum. Seine heutige Landschaft entstand aus dem Zusammenspiel von Geologie, Flussdynamik und menschlichen Eingriffen. Die Rheinbegradigung verringerte in vielen Bereichen frühere Überschwemmungsprobleme, veränderte aber die Auen stark. Die flache und klimatisch günstige Oberrheinebene ist dicht genutzt. Grenzüberschreitende Verkehrswege und Institutionen verbinden Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Moderner Hochwasserschutz versucht, dem Rhein wieder kontrolliert Rückhalteraum zu geben und dabei ökologische Folgen mitzudenken.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zwischen welchen Orten liegt der geographische Oberrhein ungefähr? (Basel und Bingen) (!Konstanz und Ulm) (!Hamburg und Bremen) (!Passau und Wien)




Was beschreibt der Begriff Oberrheingraben? (Eine geologische Senkungszone) (!Einen künstlichen Schifffahrtskanal) (!Ein einzelnes Hochwasserrückhaltebecken) (!Eine Gebirgskette)




Welches Gebirge liegt östlich der südlichen Oberrheinebene? (Schwarzwald) (!Vogesen) (!Harz) (!Erzgebirge)




Was ist eine Aue? (Ein regelmäßig oder zeitweise vom Fluss beeinflusster Überschwemmungsraum) (!Eine ausschließlich trockene Hochfläche) (!Ein künstlicher Tunnel unter einem Fluss) (!Ein Stadtzentrum am Fluss)




Wer ist besonders mit der Rheinbegradigung ab 1817 verbunden? (Johann Gottfried Tulla) (!Alexander von Humboldt) (!Carl Benz) (!Johannes Gutenberg)




Welche Folge hatte die Rheinbegradigung? (Der Flussweg wurde kürzer und stärker festgelegt) (!Der Rhein verschwand aus der Oberrheinebene) (!Die Vogesen wurden abgetragen) (!Der Schwarzwald wurde zum Tiefland)




Warum ist die Oberrheinebene für Verkehr günstig? (Sie ist über weite Strecken flach) (!Sie ist vollständig unbewohnt) (!Sie besteht nur aus Hochgebirge) (!Sie besitzt keine Flüsse)




Welche Städte sind durch eine grenzüberschreitende Straßenbahn verbunden? (Straßburg und Kehl) (!Freiburg und Stuttgart) (!Karlsruhe und München) (!Basel und Berlin)




Wozu dient ein Hochwasserpolder? (Er kann Wasser bei Hochwasser zeitweise zurückhalten) (!Er beschleunigt dauerhaft jedes Hochwasser) (!Er verhindert jede Form von Niederschlag) (!Er ersetzt alle Flussdeiche in Europa)




Warum ist grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein wichtig? (Weil viele Umwelt Verkehrs und Alltagsfragen mehrere Staaten betreffen) (!Weil der Rhein nur durch ein einziges Land fließt) (!Weil dort keine Städte liegen) (!Weil Staatsgrenzen Flüsse vollständig stoppen)





Memory

Oberrheingraben geologische Senkungszone
Auenwald zeitweise überfluteter Wald
Tulla Rheinbegradigung
Polder Hochwasserrückhalteraum
Kehl Grenzstadt gegenüber Straßburg
Kaiserstuhl markante Erhebung in der Oberrheinebene





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Oberrheingraben geologische Struktur
Rheinaue natürlicher Überschwemmungsraum
Rheinbegradigung menschlicher Flussumbau
Rheinhafen Verkehr und Güterumschlag
Grenztram grenzüberschreitende Mobilität





Kreuzworträtsel

Auenwald Wie heißt ein Wald, der von Hochwasser beeinflusst wird?
Maender Wie nennt man eine Flussschlinge mit einem Wort?
Tulla Welcher Ingenieur ist mit der Rheinbegradigung verbunden?
Polder Wie heißt eine gezielt flutbare Rückhaltefläche?
Kehl Welche deutsche Stadt liegt Straßburg direkt gegenüber?
Kaiserstuhl Welche markante Erhebung liegt westlich von Freiburg in der Oberrheinebene?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Oberrhein fließt durch die

. Östlich der südlichen Ebene erhebt sich der

. Westlich liegen die

. Natürliche Überschwemmungsräume eines Flusses heißen

. Ab 1817 wurde der Rhein unter Leitung von Johann Gottfried

stark begradigt. Ein gezielt flutbarer Hochwasserrückhalteraum heißt

. Die Stadt Kehl liegt direkt gegenüber von

. Die grenzüberschreitende Straßenbahn verbindet beide Städte über den

. Der Rheinhafen Karlsruhe ist ein Beispiel für die wirtschaftliche Nutzung als

. Der moderne Hochwasserschutz versucht dem Fluss wieder mehr

zu geben.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kartenarbeit: Suche den Oberrhein auf einer Karte und markiere Basel, Freiburg, Kehl, Straßburg, Karlsruhe und Bingen.
  2. Landschaftsbeschreibung: Beschreibe eines der Bilder aus dem aiMOOC mit den Begriffen Ebene, Fluss, Siedlung und Nutzung.
  3. Flusslandschaft: Zeichne eine einfache Skizze eines natürlichen Flusses mit Hauptarm, Nebenarm, Aue und Insel.
  4. Grenzraum: Erstelle eine kleine Mindmap mit Beispielen dafür, wie Menschen am Oberrhein Grenzen im Alltag überqueren.


Standard

  1. Rheinbegradigung: Erstelle eine Vorher-Nachher-Grafik zum Rhein vor und nach der Begradigung und kennzeichne mindestens vier Veränderungen.
  2. Siedlungsgeographie: Untersuche anhand einer Karte, warum größere Siedlungen häufig nicht direkt in der tiefsten Rheinaue liegen.
  3. Verkehrsgeographie: Vergleiche Schiff, Bahn, Auto und Straßenbahn als Verkehrsmittel im Oberrheinraum und bewerte ihre Funktionen.
  4. Hochwasserschutz: Baue ein einfaches Modell mit Sand, Wasser und einer Rückhaltefläche und dokumentiere, wie sich ein Polder auf eine Hochwasserwelle auswirken kann.


Schwer

  1. Raumkonflikt: Entwickle ein Planspiel zu einer Fläche am Rhein, die gleichzeitig für Naturschutz, Landwirtschaft und Hochwasserschutz interessant ist.
  2. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Recherchiere ein aktuelles deutsch-französisches oder trinationales Projekt am Oberrhein und präsentiere Ziele, Beteiligte und mögliche Schwierigkeiten.
  3. Exkursion: Plane eine geographische Exkursion an den Oberrhein mit mindestens fünf Beobachtungsstationen zu Fluss, Aue, Siedlung, Verkehr und Grenzraum.
  4. Nachhaltige Raumentwicklung: Entwirf für das Jahr 2050 ein Zukunftsbild des Oberrheins und begründe, wie Hochwasserschutz, Wohnen, Verkehr, Landwirtschaft und Naturschutz miteinander verbunden werden sollen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursache und Wirkung: Erkläre, wie die geologische Entstehung des Oberrheingrabens die heutige Form der Landschaft beeinflusst.
  2. Mensch und Fluss: Beurteile die Rheinbegradigung aus zwei Perspektiven: aus Sicht einer Siedlung im 19. Jahrhundert und aus Sicht des heutigen Naturschutzes.
  3. Siedlungsentwicklung: Begründe, warum die Oberrheinebene zugleich ein attraktiver Siedlungsraum und ein Raum mit Nutzungskonflikten ist.
  4. Hochwassermanagement: Erkläre, warum ein Polder nicht nur für den Ort wichtig ist, an dem er gebaut wird, sondern auch für Gebiete weiter flussabwärts.
  5. Grenzüberschreitender Raum: Zeige am Beispiel Kehl und Straßburg, wie Verkehrsinfrastruktur das Zusammenleben über eine Staatsgrenze hinweg verändern kann.
  6. Nachhaltigkeit: Entwickle drei Regeln für eine nachhaltige Raumentwicklung am Oberrhein und begründe jede Regel mit einem geographischen Zusammenhang.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du den Oberrhein räumlich einordnest und zentrale Orte auf einer Karte findest. Du solltest den Unterschied zwischen Oberrheingraben und Oberrheinischer Tiefebene erklären können. Wichtig ist außerdem, dass Du die frühere Flusslandschaft mit Auen und Nebenarmen beschreiben und Folgen der Rheinbegradigung erläutern kannst.

Du solltest Zusammenhänge zwischen Landschaft, Siedlung, Landwirtschaft, Industrie und Verkehr darstellen können. Außerdem gehört dazu, grenzüberschreitende Beziehungen am Beispiel Kehl–Straßburg oder des Dreiländerraums zu erklären. Schließlich solltest Du Hochwasserschutz nicht nur als technische Aufgabe sehen, sondern Zielkonflikte zwischen Schutz der Bevölkerung, Naturschutz und Raumnutzung beurteilen können.




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