Zum Inhalt springen

Der Knabe - Rilke, Rainer Maria - Gedichtanalyse

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Der Knabe - Rilke, Rainer Maria - Gedichtanalyse

QR-Code



Einleitung

Der Knabe - Rilke, Rainer Maria - Gedichtanalyse

Fach: Deutsch – Lyrik Zielgruppe: Klasse 9–10, mit Vertiefung für Klasse 11–13 Themen: Gedichtanalyse, Literarische Moderne, Expressionismus

„Ich möchte einer werden so wie die,“ (Vers 1).

Mit diesem Wunsch beginnt das Gedicht Der Knabe von Rainer Maria Rilke. Ein junger Sprecher stellt sich einen wilden Ritt durch die Nacht vor. Er träumt von Stärke, Freiheit und einer besonderen Rolle.

Du lernst, wie Du das Gedicht mit genauen Verszitaten untersuchst. Dabei geht es um das lyrische Ich, die Form, den Klang und die Bildsprache.

Das Gedicht umfasst 19 Verse und steht in Rilkes Sammlung Das Buch der Bilder. Die hier verwendete Textgrundlage ist die zweite, sehr vermehrte Auflage von 1906.

Rainer Maria Rilke um 1900. Fotograf unbekannt, gemeinfrei. Quelle: Wikimedia Commons.


Der Gedichttext


Quellfassung

Die Quellfassung zeigt den historischen Druck. Du kannst prüfen, wie das Gedicht 1906 gedruckt wurde.

Bibliografischer Nachweis: Rainer Maria Rilke: Das Buch der Bilder. Zweite sehr vermehrte Auflage, Axel Junker Verlag, 1906, 1. Buch, 1. Teil, Seite 30.

Originalseite mit „Der Knabe“. Digitalisat der Österreichischen Nationalbibliothek, veröffentlicht auf Wikimedia Commons. Gemeinfrei.

Historische Druckseite öffnen


Lesefassung

Eine Lesefassung macht den Text gut lesbar. Sie darf aber nicht unbemerkt Wörter des Originals verändern.

Vorhandene Textseite auf moocwiki.org:

Gedicht - Der Knabe - Rilke, Rainer Maria

Zusätzliche überprüfte Lesefassung:

Der Knabe – Wikisource

Die Wikisource-Fassung wurde anhand des historischen Drucks korrekturgelesen. Sie bildet die Grundlage für alle folgenden Versangaben und Zitate.

Achtung: Die Versnummern in dieser Analyse zählen nur die 19 Gedichtzeilen. Die im historischen Druck eingefügten Zählmarken sind keine Gedichtverse.


Übersetzung und Sprachhilfe

Das Original ist auf Deutsch geschrieben. Deshalb brauchst Du für den deutschsprachigen Unterricht keine Übersetzung.

Eine Übersetzung überträgt einen Text in eine andere Sprache. Eine Sprachhilfe erklärt schwierige Wörter. Eine Interpretation untersucht mögliche Bedeutungen.

Beispiele aus dem Gedicht:

  1. „Kahne“ (V. 5): ältere Wortform im Zusammenhang mit einem kleinen Boot.
  2. „unstät“ (V. 10): unruhig oder wechselhaft.
  3. „Rosse“ (V. 19): Pferde.

Diese Erklärungen sind keine neue Gedichtfassung. Sie ersetzen den Originaltext nicht.


Gedichtanalyse


Inhalt und lyrisches Sprechen

Das Gedicht beginnt mit einem Wunsch. Das lyrische Ich möchte zu Menschen gehören, die nachts auf wilden Pferden reiten.

In Vers 5 heißt es: „Vorn möcht ich stehen wie in einem Kahne,“

Der Sprecher sieht sich in der vordersten Position. Hinter ihm stellt er sich weitere Reiter vor. In Vers 9 nennt er „zehn Männer aus derselben Dunkelheit“.

Lyrisches Ich bedeutet: Die Stimme, die im Gedicht spricht. Sie ist nicht automatisch mit dem Dichter gleichzusetzen.

Die Wörter „möchte“ (V. 1) und „möcht“ (V. 5) zeigen, dass es zunächst um einen Wunsch geht. Der Ritt lässt sich deshalb als Vorstellung oder Traum lesen.

Später benutzt der Sprecher auch „uns“. So entsteht das Bild einer Gruppe.

Deutungsfrage: Wünscht sich der Sprecher vor allem Gemeinschaft oder möchte er selbst bewundert werden?


Bewegung und Fantasie

Animation eines galoppierenden Pferdes nach historischen Bewegungsstudien von Eadweard Muybridge. Animation: Jan-Eric Nyström, CC BY-SA 2.5.

Das Gedicht enthält viele Bewegungen. Pferde rasen, Häuser scheinen zu fallen und Plätze weichen aus.

In Vers 15 steht:

„durch die wir rasen wie ein rascher Traum:“

Der Vergleich mit einem Traum macht deutlich, wie ungewöhnlich diese Welt ist.

Beobachte: Wie verändert sich Deine Vorstellung beim Lesen? Entsteht ein Gefühl von Freiheit, Gefahr oder Macht?


Form und Aufbau

Das Gedicht besteht aus 19 Versen. In der verwendeten Druckfassung bilden sie einen fortlaufenden Gedichttext ohne regelmäßig getrennte Strophen.

Es gibt mehrere Endreime. Beispiele sind:

  1. Verse 2–3: „fahren“ und „Haaren“.
  2. Verse 6–7: „aufgerollt“ und „Gold“.
  3. Verse 10–11: „sind“ und „blind“.
  4. Verse 17 und 19: „entgegen“ und „Regen“.

Die Reime stehen nicht immer direkt nebeneinander. Ein einfaches, durchgehend wiederholtes Strophen- und Reimschema liegt nicht vor.

Auch der Rhythmus ist wichtig. Die unterschiedlich gebauten Sätze und die Übergänge über Versgrenzen hinweg können den Eindruck einer bewegten, vorwärtsdrängenden Rede verstärken.

Enjambement nennt man einen Zeilensprung. Ein Beispiel findest Du zwischen Vers 7 und Vers 8: „Helm von Gold“ wird im nächsten Vers durch „der unruhig glänzt“ näher beschrieben.

Ein durchgehend gleiches Versmaß sollte nicht behauptet werden, ohne jeden Vers genau zu prüfen.

Lernvideo von Die Merkhilfe: Versmaß, Kadenzen und Reimschema. Zusatzwissen für Deine eigene Formanalyse.


Klang und Geräusche

Historische Instrumentenillustration aus dem Bestand Pearson Scott Foresman, gemeinfrei.

Der Trompetenklang spielt eine wichtige Rolle. In Vers 13 steht:

„mit der Trompete, welche blitzt und schreit,“

Ein Instrument kann nicht wörtlich schreien. Das Wort lässt den Klang besonders laut und eindringlich erscheinen. Gleichzeitig verbindet der Vers einen visuellen Eindruck mit einem Geräusch.

Hörbeispiel aus Wikimedia Commons:

Ein einzelner Trompetenton. Quelle: Wikimedia Commons, CC0.

Das Hörbeispiel ist keine Vertonung von Rilkes Gedicht.

Auch Vers 19 ist klangvoll:

„und unsre Rosse rauschen wie ein Regen.“

Die wiederholten R-Laute verbinden „Rosse“, „rauschen“ und „Regen“. Das ist eine Alliteration und unterstützt die Klangwirkung.

Die Wörter lassen Dich das schnelle Vorbeiziehen der Pferde beinahe hören.


Bildsprache

Rilke benutzt Vergleiche und Personifikationen.

Ein Vergleich verbindet zwei Vorstellungen, oft mit dem Wort „wie“. In Vers 19 werden die rauschenden Pferde mit Regen verglichen.

Eine Personifikation gibt Dingen menschliche Eigenschaften oder Handlungen.

In Vers 16 steht:

„die Häuser fallen hinter uns ins Knie,“

Häuser können nicht wirklich knien. Dadurch wirkt es, als würde die Umgebung vor den Reitern zurückweichen.

Auch Vers 18 enthält eine Personifikation:

„die Plätze weichen aus: wir fassen sie,“

Hier entsteht das Bild einer Welt, die auf die Kraft der Reiter reagiert.

Peter Nicolai Arbo: Die wilde Jagd Odins, 1872. Gemeinfreies Gemälde.

Bildvergleich: Suche im Gemälde nach Bewegung, Dunkelheit und Macht. Vergleiche die Wirkung mit den Versen 1–4.

Das Gemälde ist eine eigenständige Darstellung einer mythischen Jagd. Es ist keine nachgewiesene Vorlage für Rilkes Gedicht.


Deutungsmöglichkeiten

Es gibt mehrere mögliche Lesarten. Wichtig ist, dass Du jede mit passenden Versen begründest.

Sehnsucht nach Stärke: Der Sprecher möchte vorne stehen (V. 5). Der „Helm von Gold“ (V. 7) kann als Zeichen einer herausgehobenen Rolle gelesen werden.

Wunsch nach Gemeinschaft: Die zehn Männer (V. 9) gehören zur vorgestellten Reitergruppe. Das spätere „uns“ verstärkt diesen Eindruck.

Einsamkeit trotz Gemeinschaft: In Vers 14 erscheint eine „schwarze Einsamkeit“. Sie steht in Spannung zur Gruppe. Vielleicht ist die ersehnte Stärke auch mit innerer Isolation verbunden.

Freiheit oder Übermacht: Die Häuser und Plätze scheinen den Reitern auszuweichen (V. 16–18). Das kann befreiend, aber auch bedrohlich wirken.

Merke: Eine Interpretation ist keine sichere Aussage darüber, was Rilke persönlich dachte. Sie ist eine begründete Deutung des Gedichttextes.


Epochenkontext: Moderne und Expressionismus

Rilkes Gedicht gehört in den Zusammenhang der literarischen Moderne um 1900. In dieser Zeit beschäftigen sich viele Schriftsteller mit inneren Erfahrungen, ungewöhnlichen Wahrnehmungen und neuen Ausdrucksformen.

Der Expressionismus entwickelte sich besonders im frühen 20. Jahrhundert und hatte seine literarische Blütezeit ungefähr zwischen 1910 und 1920.

Im Expressionismus findest Du oft starke Bilder, ungewöhnliche Sprache, Großstadterfahrungen, Angst und Bewegung.

Wichtig: „Der Knabe“ liegt bereits im Druck von 1906 vor. Das Gedicht ist deshalb nicht einfach als typisches expressionistisches Gedicht einzuordnen.

Du kannst aber Ähnlichkeiten untersuchen: starke Bewegung, die ungewöhnlich reagierende Umgebung und die innere Erregung des Sprechers.

Vertiefung für Klasse 11–13: Antikoerperchen, „Literatur-Epoche des Expressionismus“. Besonders geeignet ist der Abschnitt über expressionistische Lyrik ab etwa Minute 22.

Vergleichsfrage: Welche Merkmale erscheinen in Rilkes Gedicht? Welche typischen Themen des Expressionismus fehlen?


Gedicht hören und verstehen

Rainer Maria Rilke: „Der Knabe“. Gelesen von Florian Friedrich, Veröffentlichung 2017.

Hörauftrag: Höre die Rezitation einmal vollständig. Achte danach auf die Sprechgeschwindigkeit, die Betonungen und die Pausen.

Höre die Verse 12–19 erneut. Überlege, ob die Stimme eher Begeisterung, Unruhe oder Bedrohung vermittelt.

Zusätzliche Audioquelle: So wird der Name des Dichters ausgesprochen:

Aussprache des Namens Rainer Maria Rilke. Sprecher: Jeuwre, CC BY-SA 4.0.


Gestufte Hilfen zur Gedichtanalyse


Hilfe 1: Beobachten

Beginne mit einfachen Fragen: Wer spricht? Was wünscht sich die Stimme? Was bewegt sich? Welche Geräusche hörst Du beim Lesen?

Markiere die Wörter „möchte“, „Trompete“, „Einsamkeit“ und „rauschen“ in der vorhandenen Lesefassung.


Hilfe 2: Untersuchen

Suche zu jeder Beobachtung einen genauen Versbeleg.

Du kannst beispielsweise die Personifikation in Vers 16, den Vergleich in Vers 19 und den Gegensatz zwischen Gemeinschaft und Einsamkeit untersuchen.

Frage immer: Was bewirkt dieses sprachliche Mittel?


Hilfe 3: Schreiben

Verwende diesen Aufbau:

Beobachtung – Zitat – Erklärung – Deutung.

Ein möglicher Satzanfang lautet:

„In Vers ... fällt auf, dass ... . Das sprachliche Mittel ... lässt die Szene ... wirken. Dadurch könnte ... deutlich werden.“

Achte darauf, eine mögliche Deutung nicht als bewiesene Tatsache darzustellen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zitiergestütztes Lesequiz: Alle Textzitate stammen aus der verlinkten Wikisource-Fassung. Lies den angegebenen Vers noch einmal, bevor Du antwortest.

Was drückt „Ich möchte einer werden so wie die“ in Vers 1 aus? (Einen Wunsch nach Veränderung) (!Eine Erinnerung an einen Unfall) (!Eine Beschreibung des Schulalltags) (!Eine Ablehnung aller Reiter)




Wann findet die vorgestellte Fahrt laut Vers 2 statt? (In der Nacht) (!Am frühen Morgen) (!Zur Mittagszeit) (!Im hellen Nachmittag)




Womit werden die Fackeln in Vers 3 verglichen? (Mit aufgegangenen Haaren) (!Mit weißen Wolken) (!Mit steinernen Mauern) (!Mit goldenen Münzen)




Wo möchte das lyrische Ich laut Vers 5 stehen? (Ganz vorn) (!Hinter einem Haus) (!Neben einem Baum) (!Allein am Fenster)




Welches besondere Merkmal hat der Helm in Vers 7? (Er ist von Gold) (!Er ist aus Holz) (!Er trägt Blumen) (!Er besteht aus Glas)




Wie viele Männer stellt sich der Sprecher hinter sich vor, wie Vers 9 zeigt? (Zehn Männer) (!Zwei Männer) (!Fünf Männer) (!Zwanzig Männer)




Welches Instrument wird in Vers 13 genannt? (Trompete) (!Geige) (!Flöte) (!Harfe)




Wie wird die Einsamkeit in Vers 14 beschrieben? (Als schwarz) (!Als golden) (!Als hellblau) (!Als grün)




Welches Stilmittel zeigt „die Häuser fallen hinter uns ins Knie“ in Vers 16? (Personifikation) (!Sachlicher Bericht) (!Wörtliche Wegbeschreibung) (!Direkte Figurenrede)




Womit werden die Rosse in Vers 19 verglichen? (Mit Regen) (!Mit Schnee) (!Mit Feuer) (!Mit Sternen)





Memory

Ordne die Fachbegriffe den passenden Erklärungen zu.

Lyrisches Ich Sprechende Stimme im Gedicht
Vergleich Verknüpfung zweier Vorstellungen
Personifikation Vermenschlichung von Dingen
Enjambement Satzfortsetzung über eine Versgrenze
Alliteration Gleicher Anlaut benachbarter Wörter
Interpretation Begründete Deutung eines Textes





Drag and Drop

Ordne den Begriffen die passenden Aussagen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Beobachtung im Gedicht
Trompete Ein Instrument erzeugt ein auffälliges Klangbild.
Rosse Pferde stehen für die schnelle Bewegung.
Goldhelm Die gewünschte Führungsrolle wird bildlich hervorgehoben.
Einsamkeit Ein Gefühl bildet einen Gegensatz zur Reitergruppe.
Häuser Gebäude erhalten im Gedicht menschliches Verhalten.





Kreuzworträtsel

Löse die Fragen zum Inhalt und zur Sprache des Gedichts.

Rilke Wie lautet der Nachname des Dichters?
Trompete Welches Instrument blitzt und schreit?
Fackeln Welche Gegenstände tragen die Reiter durch die Nacht?
Dunkelheit Woraus kommen die zehn Männer?
Einsamkeit Welches Gefühl wird als schwarz beschrieben?
Vergleich Welches Stilmittel steht in dem Vers über Rosse und Regen?





LearningApps

Suche nach bereits vorhandenen Lernaufgaben. Es wird keine zusätzliche Kopie eines Kurses angelegt.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Gedicht „Der Knabe“ wurde von Rainer Maria

geschrieben.
Der Text umfasst insgesamt

Verse.
Das lyrische Ich äußert am Anfang einen

.
Die vorgestellte Reitergruppe bewegt sich durch die

.
Das Ich möchte ganz

stehen.
Ein Reiter bläst in eine

.
Die Häuser fallen scheinbar ins Knie, was eine

ist.
Die Rosse werden am Schluss mit

verglichen.
Eine begründete Deutung des Gedichts heißt

.
Das Gedicht gehört in den Zusammenhang der literarischen

.




Offene Aufgaben


Leicht: Ein Bild mit Worten beschreiben

  1. Schreibe einen kurzen Text: Beschreibe die nächtliche Reiterszene in sechs bis acht eigenen Sätzen. Erkläre anschließend, welche Stimmung das Gedicht bei Dir auslöst. Nenne zwei genaue Versbelege. Nutze bei Bedarf Hilfe 1.


Standard: Eine Textanalyse schreiben

  1. Verfasse eine Analyse: Untersuche in etwa 150 bis 200 Wörtern, wie Rilke durch Klang und Bildsprache das Tempo der Reiter darstellt. Verwende mindestens drei überprüfte Versbelege und erkläre ihre Wirkung. Nutze Hilfe 2 und 3.


Schwer: Eine Interpretation entwickeln

  1. Schreibe eine begründete Interpretation: Untersuche in etwa 300 bis 400 Wörtern die Spannung zwischen dem Wunsch nach Stärke, dem Gemeinschaftsgefühl und der Einsamkeit. Vergleiche ausgewählte sprachliche Merkmale mit dem Expressionismus. Begründe auch, weshalb die Epocheneinordnung vorsichtig erfolgen muss.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Aufgaben prüfen, ob Du Zusammenhänge erklären und Wissen übertragen kannst.

  1. Lyrisches Ich: Erkläre, weshalb der Wunsch am Anfang wichtig für die gesamte Deutung des Gedichts ist.
  2. Bildsprache: Untersuche, wie sich die Wirkung verändern würde, wenn die Häuser in Vers 16 nur sachlich beschrieben würden.
  3. Klanggestaltung: Erkläre, wie die R-Laute in Vers 19 zur Wirkung des beschriebenen Ritts beitragen.
  4. Gedichtinterpretation: Vergleiche die Deutung als Freiheitsfantasie mit der Deutung als Machtfantasie. Welche Verse stützen die beiden Lesarten?
  5. Literarische Moderne: Begründe, weshalb die zeitliche Nähe zu einer Literaturepoche noch nicht beweist, dass ein Gedicht dieser Epoche angehört.
  6. Medienvergleich: Vergleiche Deine eigene Betonung der Verse 12–19 mit der verlinkten Rezitation. Erkläre, wie eine andere Betonung die Deutung verändert.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du den Text verstanden hast und Deine Aussagen begründen kannst.

  1. Du unterscheidest Quellfassung, Lesefassung, Sprachhilfe, Übersetzung und Interpretation.
  2. Du beschreibst die Wünsche und Vorstellungen des lyrischen Ichs.
  3. Du untersuchst Versbau, Reime, Rhythmus und Klang anhand von Beispielen.
  4. Du erkennst Vergleiche und Personifikationen und erklärst ihre Wirkung.
  5. Du entwickelst mindestens zwei Deutungsmöglichkeiten mit genauen Versangaben.
  6. Du ordnest das Gedicht in die literarische Moderne ein und vergleichst es vorsichtig mit expressionistischer Lyrik.
  7. Du schreibst einen klar aufgebauten Analyse- oder Interpretationstext.




OERs zum Thema

Primärquelle:

Der Knabe – Wikisource: überprüfte Lesefassung

Historischer Druck von 1906 – Wikimedia Commons

Vorhandene Lernangebote auf moocwiki.org:

  1. Gedichttext: Der Knabe
  2. Der Panther von Rilke
  3. Gedichte erschließen und analysieren
  4. Rhythmus, Metrum und Enjambement
  5. Vergleich und Metapher

Wikipedia: Hintergrund zur Gedichtsammlung Das Buch der Bilder.


Mediennachweise und Lizenzen

Alle nachfolgenden Commons-Dateien wurden über ihre Dateibeschreibungsseiten überprüft. Die Angaben beziehen sich auf die hier unverändert eingebundenen Originaldateien.

  1. Rilke-Porträt: Rainer Maria Rilke 1900.jpg. Fotograf unbekannt, 1900. Public Domain.
  2. Historische Gedichtseite: Das Buch der Bilder (Rilke) 030.jpg. Rainer Maria Rilke; Digitalisat der Österreichischen Nationalbibliothek. Public Domain.
  3. Pferdeanimation: Animhorse.gif. Jan-Eric Nyström, nach Eadweard Muybridge, CC BY-SA 2.5. Lizenz.
  4. Gemälde: Die wilde Jagd Odins. Peter Nicolai Arbo, 1872. Public Domain.
  5. Trompetenbild: Trumpet (PSF).png. Pearson Scott Foresman. Public Domain.
  6. Trompetenton: 03. F4-trumpet.ogg. ПростоУчастник, CC0 1.0.
  7. Namensaussprache: De-Rainer Maria Rilke.ogg. Jeuwre, CC BY-SA 4.0. Lizenz.

YouTube-Quellen: Die Rezitation von Florian Friedrich sowie die Lernvideos von Die Merkhilfe und Antikoerperchen werden über den YouTube-Player eingebunden. Die Videos werden nicht als frei lizenzierte OER-Dateien ausgegeben. Das Urheberrecht an den jeweiligen Aufnahmen bleibt bei den Berechtigten.

Eine Einbindung oder Verlinkung ist keine Erlaubnis zum Herunterladen und erneuten Veröffentlichen eines Videos.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...