Der Baum 1 - Heym, Georg - Gedichtanalyse
Einleitung
Der Baum 1 - Heym, Georg - Gedichtanalyse
Georg Heyms Gedicht „Der Baum“ beginnt mit „Sonne hat ihn gesotten“. Es umfasst 24 Verse in sechs Strophen. Es zeigt eine rätselhafte Gestalt, eine Eberesche, eine ungewöhnliche Landschaft und religiöse Bilder.
In diesem aiMOOC lernst Du, das Gedicht genau zu lesen und mit Verszitaten zu deuten.
Zielgruppe: Klasse 9–10 und 11–13
Thema: Gedichtanalyse, Literarische Moderne, Expressionismus
Lernziele: Du kannst Inhalt und Form beschreiben, sprachliche Bilder erkennen und eine eigene Interpretation mit Zitaten begründen.

Georg Heym (1887–1912). Historisches Porträt, Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Wichtiger Hinweis zum Gedichttitel
In verschiedenen Sammlungen erscheint der Text als „Der Baum“ oder „Der Baum II“. Ein anderes Gedicht Heyms beginnt mit „Am Wassergraben, im Wiesenland“.
Hier geht es ausschließlich um das Gedicht mit dem Anfang „Sonne hat ihn gesotten“. Der gewünschte Kurstitel bleibt unverändert.
Das Gedicht lesen
Quellfassung
Der Text ist in Georg Heyms nachgelassenem Gedichtband Umbra vitae überliefert, der 1912 veröffentlicht wurde.
Digitale Quellfassung:
Bibliotheca Augustana: Georg Heym – Umbra vitae, Der Baum
Die Bibliotheca Augustana bietet eine digitale Textwiedergabe der Sammlung, kein Faksimile des Erstdrucks.

Buch aus der Ausgabe von 1924 mit Holzschnitten von Ernst Ludwig Kirchner. The Metropolitan Museum of Art, CC0 1.0. Das Bild ist kein Faksimile des Erstdrucks von 1912.
Lesefassung
Vorhandene Gedichtseite:
Gedicht - Der Baum 1 - Heym, Georg
Lies dort das ganze Gedicht. Der Text wird hier nicht als zweiter Gedichtartikel angelegt.
Zusätzliche Lesefassung mit Verszählung:
Georg Heym: Der Baum – Textopus
Diese Fassung dient als Zitiergrundlage für die Aufgaben. Die Verse werden von 1 bis 24 gezählt.
Wichtige Textstellen:
- V. 1–2: „Sonne hat ihn gesotten, / Wind hat ihn dürr gemacht,“
- V. 3–4: „Kein Baum wollte ihn haben, / Überall fiel er ab.“
- V. 5–8: „Nur eine Eberesche / Mit roten Beeren bespickt / Wie mit feurigen Zungen, / Hat ihm Obdach gegeben.“
- V. 9–10: „Und da hing er mit Schweben, / Seine Füße lagen im Gras.“
- V. 11–12: „Die Abendsonne fuhr blutig / Durch die Rippen ihm naß,“
- V. 15–16: „Gott in dem weißen Kleide / Tat in den Wolken sich auf.“
- V. 17–20: „In den blumigen Gründen / Ringelte Schlangengezücht, / In den silbernen Hälsen / Zwitscherte dünnes Gerücht.“
- V. 21–24: „Und sie zitterten alle / Über dem Blätterreich, / Hörend die Hände des Vaters / Im hellen Geäder leicht.“
Quellenkritik: Die digitale Wiedergabe der Bibliotheca Augustana setzt in Vers 19 „[In]“, während Textopus „In“ schreibt. Auch andere Online-Abschriften enthalten Abweichungen. Übernimm für Deine Analyse die Schreibweise der gewählten Lesefassung und nenne Deine Quelle.
Übersetzung und einfache Erklärung
Originalsprache: Deutsch. Deshalb ist keine Übersetzung aus einer Fremdsprache nötig.
Die folgende sinngemäße Übertragung in einfaches Deutsch ist eine Verständnishilfe, keine zweite Originalfassung:
Sonne und Wind haben einer nicht näher benannten Gestalt zugesetzt. Die Bäume wollen sie nicht aufnehmen. Nur eine Eberesche gibt ihr Schutz. Später erscheinen ungewöhnliche Bilder von Licht, Natur, Schlangen und Gott.
Wichtig: Der Text sagt nicht eindeutig, wer mit „ihn“ gemeint ist. Eine Übertragung darf diese offene Frage nicht einfach entscheiden.
Erste Leseaufgabe
Lies das Gedicht zweimal. Markiere beim ersten Lesen Wörter, die Du schwierig findest. Markiere beim zweiten Lesen Bilder, die Dir besonders auffallen.
Frage Dich: Wirkt die Natur eher freundlich, bedrohlich oder beides?

Eberesche mit Beeren. Foto: Steven Lek, CC BY-SA 4.0.
Gedichtanalyse
Inhalt und lyrisches Sprechen
Das Gedicht schildert zunächst Ablehnung. Die Aussage „Kein Baum wollte ihn haben“ (V. 3) zeigt, dass die Gestalt keinen Platz findet.
Die Eberesche wird zur Ausnahme: Sie gibt „Obdach“ (V. 8).
Danach verändert sich die Szene. Abendlicht, eine Landschaft und eine göttliche Erscheinung bestimmen die Bilder.
Wer spricht? Es gibt kein ausdrücklich erkennbares lyrisches Ich. Eine nicht näher bestimmte Sprecherstimme beschreibt das Geschehen in der dritten Person.
Wer ist „er“? Die Gestalt bleibt rätselhaft. Die „Füße“ (V. 10), die „Rippen“ (V. 12) und das Hängen (V. 9) können an einen menschlichen Körper denken lassen. Seine Identität und sein Schicksal werden aber nicht eindeutig erklärt.
Äußere Form
Das Gedicht besteht aus sechs Strophen mit jeweils vier Versen.
Es hat kein durchgehend einheitliches Reimschema. Es gibt aber einzelne Klangverbindungen, etwa „herauf“ und „auf“ (V. 14 und 16) sowie „Schlangengezücht“ und „Gerücht“ (V. 18 und 20).
Ein streng regelmäßiges Versmaß lässt sich nicht durchgehend sicher feststellen.
Manche Sätze gehen über das Versende hinaus. Das nennt man Enjambement. Ein Beispiel sind V. 11–12.
Die Form wirkt geordnet. Die wechselnden Klänge und ungewöhnlichen Satzverbindungen erzeugen zugleich Bewegung.
Bildsprache und sprachliche Mittel
Personifikation: „Kein Baum wollte ihn haben“ (V. 3). Bäume erhalten einen menschlichen Willen. So erscheint die Natur wie eine Gesellschaft, die jemanden ausschließt.
Vergleich: „Wie mit feurigen Zungen“ (V. 7). Die roten Beeren der Eberesche werden mit Feuerzungen verglichen. Das Bild wirkt lebendig, aber auch unheimlich.
Metapher und Farbbild: „Die Abendsonne fuhr blutig“ (V. 11). Das Sonnenlicht wird mit Blut verbunden. Das kann Schönheit und Gefahr zugleich ausdrücken.
Religiöse Bildsprache: „Gott in dem weißen Kleide“ (V. 15) und „Hände des Vaters“ (V. 23) öffnen eine religiöse Deutung.
Ungewöhnliche Sinnesverbindung: „Hörend die Hände des Vaters“ (V. 23). Die Verbindung von Hören und Händen ist auffällig. Sie kann als Synästhesie oder als bewusst fremdes Bild untersucht werden.

Rote Abendwolken. Foto: mattk1979, CC BY-SA 2.0. Vergleiche die Farben mit Vers 11.
Naturbilder: Eberesche und Ölwälder
Die Eberesche ist ein wirklicher Baum mit roten Beeren. Im Gedicht kann sie zugleich ein Zeichen für Schutz sein.
Die „Ölwälder“ (V. 13) erweitern den Raum zu einer besonderen Landschaft. Zusammen mit Gott und Schlangen entsteht eine fast traumartige Szene.

Olivenhain in Katalonien. Foto: Birding In Spain, CC BY-SA 4.0. Beispiel für das Motiv „Ölwälder“, kein historischer Schauplatz des Gedichts.
Klang und Stimmung
Die ersten beiden Verse beginnen ähnlich: Sonne und Wind wirken auf dieselbe Gestalt ein. Diese parallele Form verstärkt die Härte.
Das Wort „Zwitscherte“ (V. 20) erinnert an Vogelstimmen. Zugleich macht „dünnes Gerücht“ den Klang rätselhaft.
Hörvergleich: Lausche den Naturgeräuschen. Sie sind keine Gedichtlesungen. Überlege, wie solche Geräusche die Stimmung des Gedichts verändern könnten.
Windaufnahme: W.carter, CC BY-SA 4.0.
Waldvogelstimmen: Barracuda1983, gemeinfrei.
Bewegung und Wahrnehmung
Die Bilder des Gedichts verändern sich stark. Lies die Verse 11–16 und betrachte dazu die Bewegung der Wolken.
Wolken-Zeitraffer: John Fowler, CC BY 2.0.
Video mit bewegten Blättern: Ceentia, CC BY-SA 4.0.
Beobachtungsfrage: Warum könnte ein Gedicht Bewegung besonders stark darstellen, obwohl man beim Lesen nur Wörter sieht?
Deutungsmöglichkeiten
Das Gedicht besitzt keine eindeutig festgelegte Bedeutung. Drei Lesarten sind möglich.
1. Ausgrenzung und Schutz: Die Ablehnung in V. 3–4 steht dem Schutz durch die Eberesche in V. 5–8 gegenüber. Das Gedicht könnte von Einsamkeit und Hilfe erzählen.
2. Leben, Tod und Vergänglichkeit: Das Hängen, die Füße und die Rippen in V. 9–12 können an einen verletzlichen oder toten menschlichen Körper denken lassen. Die Natur erscheint dabei zugleich schön und bedrohlich.
3. Religiöse Vision: Die Gotteserscheinung in V. 15–16 und die Vaterhände in V. 23 könnten Hoffnung, eine höhere Macht oder eine unheimliche Erfahrung ausdrücken.
Merke: Eine Interpretation ist keine beliebige Vermutung. Du musst jede Deutung am Gedicht belegen.
Epochenkontext: Moderne und Expressionismus
Georg Heym (1887–1912) gehört zu den wichtigen Autoren des frühen Expressionismus. Diese Richtung ist Teil der literarischen Moderne.
Expressionistische Gedichte nutzen häufig starke Farben, ungewöhnliche Bilder, Angst, Gegensätze und Visionen.
Auch „Der Baum“ zeigt solche Merkmale: die „feurigen Zungen“ (V. 7), die „blutig“ fahrende Abendsonne (V. 11) und die religiöse Erscheinung (V. 15–16).
Achtung: Eine Epochenzuordnung ersetzt keine Textanalyse. Begründe die Einordnung immer mit konkreten Versen. Der Band Umbra vitae erschien 1912 nach Heyms Tod. Unterschiedliche Jahresangaben in Online-Datenbanken sollten nicht mit einem gesicherten Entstehungsdatum verwechselt werden.
Studyflix: „Expressionismus Gedichte“, 2022. Lernvideo zur Gedichtanalyse und zu Merkmalen des Expressionismus.
So schreibst Du eine Gedichtanalyse
Eine Gedichtanalyse besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.
In der Einleitung nennst Du Autor, Titel, Textart und Thema. Im Hauptteil beschreibst Du Aufbau, Sprecher und Sprache. Im Schluss erklärst Du Deine Deutung.
Verwende die Reihenfolge:
Beobachtung → Verszitat → Wirkung → Deutung
Beispiel: In Vers 3 heißt es „Kein Baum wollte ihn haben“. Die Bäume erhalten einen menschlichen Willen. Dadurch wird die Natur zu einem Bild für Ablehnung. Das könnte auf gesellschaftliche Ausgrenzung hinweisen.
MOOCit The Monkey Dance: „Lyrik verstehen: Systematische Gedichtanalyse im Dialog“, 2026. Video zur Methode der Gedichtanalyse.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1: Leicht
Finde im Gedicht zuerst die Wörter „Baum“, „Eberesche“, „Obdach“ und „Gott“. Schreibe zu jedem Wort auf, was direkt im Gedicht geschieht.
Hilfe 2: Standard
Markiere drei sprachliche Bilder. Ordne sie passenden Begriffen zu: Personifikation, Vergleich oder Metapher. Schreibe jeweils die Versnummer dazu.
Hilfe 3: Schwer
Formuliere zwei unterschiedliche Deutungen. Suche für jede Deutung mindestens zwei Textbelege. Erkläre, welche Deutung Dich stärker überzeugt und welche Fragen offenbleiben.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Lies die angegebenen Verse. Alle Fragen beziehen sich auf den überprüften Gedichttext.
Welche Naturkraft wird in „Sonne hat ihn gesotten“ (V. 1) genannt? (Die Sonne) (!Der Mond) (!Ein Fluss) (!Der Regen)
Was beschreibt „Kein Baum wollte ihn haben“ (V. 3)? (Ablehnung) (!Eine Einladung) (!Eine Feier) (!Ein Gespräch)
Welcher Baum wird in „Nur eine Eberesche“ (V. 5) genannt? (Eberesche) (!Birke) (!Eiche) (!Tanne)
Welches sprachliche Mittel erkennst Du an „Wie mit feurigen Zungen“ (V. 7)? (Vergleich) (!Wörtliche Rede) (!Ironische Frage) (!Aufzählung von Orten)
Was hat die Eberesche laut „Hat ihm Obdach gegeben“ (V. 8) getan? (Sie hat Schutz gegeben) (!Sie hat ihn vertrieben) (!Sie hat ihn gesucht) (!Sie hat ihn verletzt)
Welcher Körperteil wird in „Seine Füße lagen im Gras“ (V. 10) genannt? (Füße) (!Augen) (!Hände) (!Schultern)
Welche Farbwahrnehmung legt „Die Abendsonne fuhr blutig“ (V. 11) nahe? (Rot) (!Grün) (!Blau) (!Grau)
Wer erscheint in „Gott in dem weißen Kleide“ (V. 15)? (Gott) (!Ein Soldat) (!Ein Bauer) (!Ein König)
Welches Tiermotiv gehört zu „Ringelte Schlangengezücht“ (V. 18)? (Schlangen) (!Fische) (!Hunde) (!Pferde)
Welche Wahrnehmung wird in „Hörend die Hände des Vaters“ (V. 23) ungewöhnlich verbunden? (Hören und Hände) (!Schmecken und Regen) (!Riechen und Feuer) (!Sehen und Schnee)
Memory
Ordne die Begriffe den passenden Erklärungen zu.
| Personifikation | Bäume erhalten einen menschlichen Willen |
| Vergleich | Beeren wirken wie Feuerzungen |
| Enjambement | Ein Satz läuft über die Versgrenze |
| Sprecherinstanz | Erzählt ohne ausdrückliches Ich |
| Eberesche | Gibt einer Gestalt Obdach |
| Deutungshypothese | Eine begründbare Idee zur Bedeutung |
Drag and Drop
Ordne jedem Begriff die passende Bedeutung zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Sonne | Setzt der unbekannten Gestalt zu |
| Wind | Macht die Gestalt dürr |
| Eberesche | Gewährt Obdach |
| Abendsonne | Erscheint im blutigen Farbbild |
| Gott | Zeigt sich in den Wolken |
Kreuzworträtsel
Löse das Rätsel mit Begriffen aus dem Gedicht.
| Eberesche | Welcher Baum gibt der Gestalt Obdach? |
| Abendsonne | Was fährt im Gedicht blutig durch die Rippen? |
| Rippen | Durch welchen Körperteil fährt das Abendlicht? |
| Wolken | Wo zeigt sich Gott? |
| Schlangengezücht | Was ringelt sich in den blumigen Gründen? |
| Blätterreich | Worüber zittern sie alle? |
LearningApps
Hier findest Du weitere Übungen und Suchergebnisse zu passenden Literaturthemen.
Lückentext
Offene Aufgaben
Wähle einen der drei Schreibaufträge. Jeder Auftrag hat vier Arbeitsschritte. Die Aufgaben werden zunehmend schwieriger.
Leicht: Schreibauftrag 1 – Eine kurze Gedichtdeutung
- Inhaltsangabe: Schreibe in zwei Sätzen, was mit der rätselhaften Gestalt geschieht.
- Wortfeld: Sammle drei Wörter aus dem Gedicht, die eine bestimmte Stimmung erzeugen.
- Sprachliche Mittel: Suche eine Personifikation und erkläre sie mit einem Verszitat.
- Schreibübung: Verfasse einen kurzen Text mit fünf bis sieben Sätzen über Ausgrenzung und Schutz.
Hilfe: Beginne mit „Das Gedicht könnte zeigen, dass …“.
Standard: Schreibauftrag 2 – Eine begründete Analyse
- Deutungshypothese: Formuliere eine These zur Bedeutung der Eberesche.
- Strophenanalyse: Beschreibe, wie sich die Bilder im Verlauf des Gedichts verändern.
- Klanganalyse: Untersuche mindestens zwei Klangmerkmale und ihre mögliche Wirkung.
- Gedichtinterpretation: Schreibe etwa 150 bis 200 Wörter mit mindestens drei korrekten Versbelegen.
Hilfe: Verwende die Reihenfolge Beobachtung, Zitat, Wirkung und Deutung.
Schwer: Schreibauftrag 3 – Zwei Deutungen vergleichen
- Interpretationsansatz: Entwickle zwei unterschiedliche Deutungen der unbekannten Gestalt.
- Textanalyse: Suche für jede Deutung mindestens drei stützende Textstellen.
- Literaturepoche: Prüfe, welche der Bilder besonders gut zum Expressionismus passen.
- Argumentation: Schreibe etwa 250 bis 350 Wörter, vergleiche die Deutungen und benenne eine offene Frage.
Hilfe: Formuliere auch ein Gegenargument. Unterscheide deutlich zwischen dem, was im Gedicht steht, und dem, was Du daraus schließt.


Lernkontrolle
Die folgenden Aufgaben prüfen vor allem Dein Verständnis und Deine Fähigkeit, Aussagen zu begründen.
- Symbolik: Erkläre, warum die Eberesche zugleich ein wirklicher Baum und ein Zeichen für Schutz sein kann.
- Perspektive: Untersuche, wie das Gedicht wirken würde, wenn die rätselhafte Gestalt selbst in der Ich-Form spräche.
- Kontrast: Vergleiche die Ablehnung durch die Bäume mit der Erscheinung Gottes. Welche Veränderung der Stimmung ist denkbar?
- Bildsprache: Erkläre, wie die Farbe Rot sowohl Schönheit als auch Bedrohung ausdrücken kann.
- Deutungshypothese: Entwickle eine alternative Deutung der letzten vier Verse und belege sie am Text.
- Quellenkritik: Erläutere, warum Textabweichungen zwischen Quellfassung und Lesefassung vor dem Zitieren überprüft werden müssen.
Lernnachweis
Dein Lernnachweis kann aus einem kurzen Analyseaufsatz oder einem Portfolio bestehen.
Wichtig sind eine sachlich richtige Inhaltsangabe, die Beschreibung von Sprecher und Form, mindestens drei untersuchte sprachliche Mittel und eine begründete Gesamtdeutung.
Bewertungsschwerpunkte:
- Textverständnis: Du unterscheidest sichere Beobachtungen von Vermutungen.
- Formanalyse: Du beschreibst Strophen, Verse, Klang und Rhythmus.
- Sprachanalyse: Du erklärst die Wirkung sprachlicher Bilder.
- Interpretationskompetenz: Du begründest mindestens eine Deutung.
- Zitiertechnik: Du nutzt richtige Versangaben und genaue Zitate.
- Quellenkompetenz: Du nennst die verwendete Textfassung und erkennst Textabweichungen.
OERs zum Thema
Weiterführende freie Lern- und Informationsquellen:
- Georg Heym: Informationen über Leben und Werk.
- Expressionismus: Einführung in die literarische Epoche.
- Gedichtanalyse: Aufbau und Methoden.
- Bibliotheca Augustana: Digitaler Text der Sammlung Umbra vitae von 1912.
- Textopus: Lesefassung mit Verszählung, Quellenhinweis und Lizenzangabe CC BY-SA 4.0.
- Deutsches Historisches Museum: Biografie Georg Heyms.
- Wikisource: Der Baum: Ein anderes Baum-Gedicht Heyms, beginnend mit „Am Wassergraben“. Nur zum Vergleich verwenden.
Wikipedia – Georg Heym:
Mediennachweise, Lizenzen und Namensnennung
Die folgenden Medien stammen von Wikimedia Commons. Sie werden unverändert eingebunden. Ihre Namen, Quellen und Lizenzen sind auf den verlinkten Dateiseiten dokumentiert.
- Porträt Georg Heym: Georg Heym.jpg. Historische Aufnahme, Urheber nicht ausgewiesen; auf Commons als gemeinfrei gekennzeichnet.
- Buchabbildung: Umbra vitae, 1924. Buchgestaltung Ernst Ludwig Kirchner; The Metropolitan Museum of Art, CC0 1.0.
- Eberesche: Sorbus aucuparia berries.jpg, Steven Lek, CC BY-SA 4.0.
- Abendwolken: Red clouds at sunset, mattk1979, CC BY-SA 2.0.
- Olivenhain: Olive grove.jpg, Birding In Spain, CC BY-SA 4.0.
- Wind-Audio: Wind in Swedish pine forest, W.carter, CC BY-SA 4.0.
- Vogelstimmen-Audio: Birds forest.ogg, Barracuda1983, gemeinfrei.
- Wolken-Zeitraffer: Clouds time lapse.webm, John Fowler, CC BY 2.0.
- Bewegte Blätter: Wind blowing.ogg, Ceentia, CC BY-SA 4.0.
- YouTube – Expressionismus Gedichte: Studyflix, 20.06.2022, https://www.youtube.com/watch?v=hK4KTtHD11w
- YouTube – Lyrik verstehen: MOOCit The Monkey Dance, 27.03.2026, https://www.youtube.com/watch?v=rwla7oyfKFw
Lizenzhinweis: Die Creative-Commons-Lizenzen gelten für die entsprechend gekennzeichneten Commons-Dateien. Die YouTube-Videos werden lediglich über ihre externen Player eingebettet. Daraus folgt keine allgemeine Erlaubnis zur Weiterverbreitung der Videos.
Der Originaltext Georg Heyms ist in Deutschland aufgrund des Todesjahrs 1912 gemeinfrei. Moderne Textaufbereitungen können eigene Lizenzbedingungen haben.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen