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Den Mördern Robert Blum's - Aston, Louise - Gedichtanalyse

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Den Mördern Robert Blum's - Aston, Louise - Gedichtanalyse

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Den Mördern Robert Blum's - Aston, Louise - Gedichtanalyse


Einleitung

Louise Aston schrieb das politische Gedicht „Den Mördern Robert Blum's“. Es beginnt mit „Wenn einst der Freiheit Hymnen schallen,“ und umfasst 16 Verse in zwei Strophen.

Das Gedicht entstand im Umfeld der Revolution von 1848. Es verbindet Trauer um den getöteten Demokraten Robert Blum mit Wut, Hoffnung auf Freiheit und einer kämpferischen Warnung.

Zielgruppe: Klasse 9–10, mit Vertiefung für Klasse 11–13.

Du lernst: Verse genau zu zitieren, das lyrische Sprechen zu untersuchen, Reime und Bilder zu erkennen und eine eigene Deutung zu begründen.

Vorhandene Textseite: Den Mördern Robert Blum's – Gedichttext von Louise Aston.

Louise Aston (1814–1871). Stahlstich von Auguste Hüssener, vermutlich 1851. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Historischer Hintergrund


Wer war Robert Blum?

Robert Blum (1807–1848) war ein deutscher Demokrat und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. Er setzte sich für politische Freiheit und Mitbestimmung ein.

Während der Revolution in Wien wurde er gefangen genommen und am 9. November 1848 von kaiserlichen Truppen erschossen.

Für viele Menschen wurde Blum zum Symbol des Kampfes für Demokratie.

Robert Blum, gemalt von August Hunger zwischen 1845 und 1848. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche, 1848. Zeitgenössische Darstellung von Ludwig von Elliott, gemeinfrei.

Bildauftrag: Vergleiche das Bild des Parlaments mit Astons Gedicht. Wo steht politische Rede im Mittelpunkt, wo die Vorstellung von Kampf?

Carl Steffeck: Darstellung der Erschießung Robert Blums, 1848/49. Deutsches Historisches Museum; Reproduktion auf Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Wichtig: Das Gemälde ist eine historische Darstellung, keine Fotografie der Hinrichtung. Unterscheide auch im Gedicht zwischen Ereignis und wertender Darstellung.

Quelle zur Person: Bundeszentrale für politische Bildung: Robert Blum.


Wann erschien das Gedicht?

Der Erstdruck erschien am 22. November 1848 in der von Louise Aston herausgegebenen Zeitschrift Der Freischärler, Nummer 4.

Später wurde das Gedicht in die Sammlung Freischärler-Reminiscenzen aufgenommen. Die Buchausgabe trägt die Jahresangabe 1850.

Quelle: TextGrid Repository – Editionsdaten.


Vormärz und Biedermeier

Von 1815 bis 1848 entwickelten sich zwei wichtige literarische Richtungen.

Der Vormärz steht besonders für politische Kritik, Forderungen nach Freiheit und Widerstand gegen Unterdrückung.

Der Biedermeier wird häufig mit Familie, Privatleben, Natur und Rückzug aus der Politik verbunden. Nicht alle Werke lassen sich eindeutig einer Richtung zuordnen.

Astons Gedicht erschien bereits nach der Märzrevolution 1848. Seine kämpferische Haltung führt jedoch die politische Literatur des Vormärz weiter.

Theodor Hosemann: Barrikadenszene in Berlin 1848. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Die Revolutionen von 1848/49 in Europa. Karte von Alexander Altenhof, CC BY-SA 4.0.

Kartenauftrag: Finde Frankfurt, Berlin und Wien. Erkläre, warum die Revolution nicht nur ein Ereignis in einer einzelnen Stadt war.


Freiheit als politisches Symbol

Die Farben Schwarz-Rot-Gold waren bereits im 19. Jahrhundert mit Forderungen nach Einheit und Freiheit verbunden.

Moderne Animation der schwarz-rot-goldenen Flagge von MichaelFrey, CC0/Public Domain. Kein historisches Bilddokument von 1848.


Videos zum historischen Kontext

Video 1: Die Revolution von 1848 – MrWissen2go Geschichte / Terra X

Beobachtungsfrage: Welche Forderungen der Revolution passen zu Astons Vorstellung von Freiheit?

Video 2: Warum scheiterte die Revolution von 1848? – MrWissen2go Geschichte / Terra X

Beobachtungsfrage: Warum konnte die Erschießung eines bekannten Demokraten besonders starke Gefühle auslösen?


Das Gedicht lesen


Quellfassung: Historische Schreibweise

Textgrundlage: Die folgende historische Textgestalt entspricht der Transkription im TextGrid Repository. Sie ist keine Abbildung der originalen Druckseite.

Louise Aston: Den Mördern Robert Blum's

1 Wenn einst der Freiheit Hymnen schallen,
2 Die Schwerter wieder rein von Blut;
3 Dann will ich zu der Stätte wallen,
4 Wo Robert Blum, der Edle, ruht;
5 Dann schmück' ich unter Thränen
6 In einer stillen Nacht,
7 Wenn sie mich schlummernd wähnen,
8 Sein Grab mit Blumenpracht.

9 Was soll uns jetzt die Klage frommen?
10 Mein Aug ist heiß, doch thränenleer,
11 Es wird der Tag des Kampfes kommen,
12 Die Leier nicht – es gilt den Speer!
13 Aus jeder Todeswunde
14 Ein Gott der Rache spricht:
15 Noch kennt ihr bis zur Stunde
16 Des Zornes Allmacht nicht!

Textnachweis: TextGrid Repository, Louise Aston: Den Mördern Robert Blum's.

Die Versnummern wurden hier zur Orientierung ergänzt. Die historische Schreibweise wurde beibehalten.


Lesefassung: Heutige Rechtschreibung

Diese Lesefassung ändert nur die historischen Schreibungen „Thränen“ und „thränenleer“. Die verkürzten Formen „schmück'“ und „Aug“ bleiben erhalten, damit der sprachliche Rhythmus bewahrt wird.

1 Wenn einst der Freiheit Hymnen schallen,
2 Die Schwerter wieder rein von Blut;
3 Dann will ich zu der Stätte wallen,
4 Wo Robert Blum, der Edle, ruht;
5 Dann schmück' ich unter Tränen
6 In einer stillen Nacht,
7 Wenn sie mich schlummernd wähnen,
8 Sein Grab mit Blumenpracht.

9 Was soll uns jetzt die Klage frommen?
10 Mein Aug ist heiß, doch tränenleer,
11 Es wird der Tag des Kampfes kommen,
12 Die Leier nicht – es gilt den Speer!
13 Aus jeder Todeswunde
14 Ein Gott der Rache spricht:
15 Noch kennt ihr bis zur Stunde
16 Des Zornes Allmacht nicht!

Merke: Eine Lesefassung erleichtert das Lesen. Sie ist noch keine Interpretation.


Übertragung in heutige Alltagssprache

Eine Übersetzung in eine andere Sprache liegt hier nicht vor. Stattdessen folgt eine kurze sinngemäße Übertragung.

Die sprechende Person stellt sich eine Zukunft vor, in der Freiheit herrscht und der Kampf vorbei ist. Dann möchte sie Robert Blums Grab besuchen und Blumen niederlegen.

In der Gegenwart empfindet sie Trauer und Wut. Sie glaubt, dass es erneut zu Kämpfen kommen wird. Den Verantwortlichen für Blums Tod kündigt sie starken Widerstand an.

Achtung: Diese Übertragung erklärt den Sinn. Sie ist kein wörtliches Zitat und ersetzt nicht den Originaltext.


Gedichtanalyse


Inhalt und Aufbau

Erste Strophe – Trauer und Hoffnung:

Das lyrische Ich stellt sich eine friedlichere Zukunft vor. Es möchte Blums Grab besuchen und ehren. Das zeigen die Verse 5–8.

Zweite Strophe – Wut und Kampf:

Die Stimmung verändert sich. Das lyrische Ich fragt, was bloße Klage jetzt nützt. Danach spricht es von Kampf, Rache und Zorn.

Der Gegensatz zwischen beiden Strophen ist wichtig: Gedenken steht neben der Forderung nach Widerstand.


Wer spricht im Gedicht?

Das lyrische Ich ist die Stimme des Gedichts. Es darf nicht automatisch mit der historischen Autorin gleichgesetzt werden.

In Vers 3 sagt die Stimme „ich“. In Vers 9 spricht sie mit „uns“ für eine größere Gruppe. In Vers 15 richtet sie sich mit „ihr“ an die angesprochenen Gegner.

Der Titel „Den Mördern Robert Blum's“ gibt dieser Anrede eine scharfe politische Bedeutung. „Mörder“ ist die wertende Bezeichnung des Gedichts.

Deutung: Aus persönlicher Trauer wird eine öffentliche politische Anklage.


Form und Klang

Das Gedicht hat zwei Strophen mit jeweils acht Versen.

Es verwendet überwiegend Kreuzreime. Beispielsweise reimen sich „schallen“ und „wallen“ (V. 1 und 3) sowie „Blut“ und „ruht“ (V. 2 und 4).

Auch „Thränen“ und „wähnen“ (V. 5 und 7) bilden ein Reimpaar.

Längere und kürzere Verse wechseln. Die ersten vier Verse jeder Strophe wirken überwiegend vierhebig, die folgenden vier eher dreihebig. Du kannst das beim lauten Lesen prüfen.

Die regelmäßigen Reime machen das Gedicht einprägsam. Der bewegte Rhythmus passt zum kämpferischen Ton.

Sprechversuch: Lies Vers 9 langsam und fragend. Lies Vers 12 energisch. Beschreibe, wie sich die Wirkung verändert.


Bildsprache und Stilmittel

Freiheitshymnen und Schwerter:

„Wenn einst der Freiheit Hymnen schallen,“ (V. 1) entwirft ein Bild der erhofften Freiheit.

„Die Schwerter wieder rein von Blut;“ (V. 2) deutet auf ein mögliches Ende der Gewalt.

Grab und Blumen:

„Sein Grab mit Blumenpracht.“ (V. 8) zeigt Trauer und ehrendes Gedenken. Die Blumen können als Zeichen der Erinnerung verstanden werden.

Leier und Speer:

„Die Leier nicht – es gilt den Speer!“ (V. 12) stellt zwei Gegenstände gegenüber.

Die Leier kann für Kunst und Dichtung stehen. Der Speer steht für Kampf und Gewalt. Das lyrische Ich fordert damit mehr als bloße Worte.

Rache und Zorn:

„Aus jeder Todeswunde / Ein Gott der Rache spricht:“ (V. 13–14) ist eine starke bildhafte Darstellung. Die Todeswunde scheint eine Stimme zu bekommen. Das kann als Personifikation oder als Teil einer umfassenden Metapher gedeutet werden.

„Des Zornes Allmacht nicht!“ (V. 16) übertreibt bewusst die Macht des Zorns und verstärkt die Drohung.


Deutungsmöglichkeiten

Als Trauergedicht: Der Tod Robert Blums wird beklagt. Das Grab und die Blumen zeigen Erinnerung und Verehrung.

Als politisches Gedicht: Das lyrische Ich kritisiert Gewalt gegen Demokraten und kündigt weiteren Widerstand an.

Als problematischer Aufruf zum Kampf: Der Speer und die Rachebilder können Gewalt als Mittel des Widerstands aufwerten. Das lässt sich kritisch diskutieren.

Deutungsthese: Louise Astons Gedicht verbindet die Erinnerung an einen getöteten Demokraten mit der Warnung, dass die Forderung nach Freiheit nicht verstummen werde.

Diese These ist eine Interpretation. Sie muss mit Versen begründet werden und ist nicht die einzig mögliche Lesart.


Gestufte Hilfen zur Analyse


Hilfe für den Einstieg

Frage Dich: Wer spricht? Um wen trauert die Stimme? Welche Gefühle erkennst Du?

Achte besonders auf die Wörter „Thränen“ (V. 5), „Kampfes“ (V. 11) und „Zornes“ (V. 16).


Hilfe für die Standardanalyse

Suche Gegensätze im Gedicht: Gegenwart und Zukunft, Trauer und Wut, Leier und Speer.

Benutze den Satzanfang: Das Bild von ... in Vers ... kann bedeuten, dass ...


Hilfe für die Vertiefung

Unterscheide die Absicht der sprechenden Stimme von Deiner eigenen Bewertung.

Prüfe, ob das Gedicht eher erinnern, warnen, mobilisieren oder zu Gewalt aufrufen will. Mehrere Antworten können gleichzeitig begründet werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Lesequiz mit zehn Fragen. Die Fragen beziehen sich auf die belegten Verse der Quellfassung.

Welche Hoffnung vermittelt „Wenn einst der Freiheit Hymnen schallen,“ in Vers 1? (Die Hoffnung auf eine freie Zukunft) (!Die Rückkehr zur Monarchie) (!Die Freude über eine gewonnene Schlacht) (!Den Wunsch nach einem ruhigen Familienleben)



Was bedeutet das Bild der von Blut gereinigten Schwerter in Vers 2 am ehesten? (Die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt) (!Die Herstellung neuer Waffen) (!Die Vorbereitung einer militärischen Parade) (!Die Abschaffung aller Lieder)



Was verbindet sich mit den Versen 5 bis 8 über das Grab Robert Blums? (Trauer und ehrendes Gedenken) (!Die Planung einer Wahlversammlung) (!Die Freude über einen militärischen Sieg) (!Die Beschreibung eines Festes)



Welche Funktion hat „Was soll uns jetzt die Klage frommen?“ in Vers 9? (Eine rhetorische Frage nach dem Nutzen der Klage) (!Eine genaue Ortsangabe) (!Eine Bitte um eine schriftliche Antwort) (!Eine Beschreibung der Landschaft)



Wie lässt sich „Mein Aug ist heiß, doch thränenleer,“ in Vers 10 verstehen? (Die Stimme ist aufgewühlt und weint dennoch nicht) (!Die Stimme empfindet überhaupt nichts) (!Die Stimme freut sich über den Tod) (!Die Stimme beschreibt ausschließlich das Wetter)



Welche Zukunft wird in „Es wird der Tag des Kampfes kommen,“ in Vers 11 angekündigt? (Ein kommender Kampf) (!Eine sofortige Versöhnungsfeier) (!Ein friedlicher Urlaub) (!Eine vergangene Kindheitserinnerung)



Welcher Gegensatz bestimmt „Die Leier nicht – es gilt den Speer!“ in Vers 12? (Dichtung und Kampf) (!Sommer und Winter) (!Stadt und Land) (!Jugend und Alter)



Was geschieht bildlich in „Aus jeder Todeswunde / Ein Gott der Rache spricht:“ in Vers 13 und 14? (Die Wunde erhält eine mahnende Stimme) (!Die Wunde heilt sofort) (!Ein Arzt behandelt die Verletzten) (!Ein König hält eine Friedensrede)



Wen spricht das „ihr“ in Vers 15 im Zusammenhang mit dem Titel an? (Die vom Gedicht angeklagten Gegner) (!Ausschließlich die Blumen am Grab) (!Die Lesenden eines Schulbuchs) (!Die Sänger der Freiheitshymnen)



Welche Wirkung hat „Des Zornes Allmacht nicht!“ in Vers 16? (Die Warnung wird durch Übertreibung verstärkt) (!Die Wut wird vollständig zurückgenommen) (!Eine genaue historische Zahl wird genannt) (!Das Gedicht endet als Liebeserklärung)





Memory

Verbinde die Textbegriffe mit ihren Bedeutungen.

Hymnen Feierlicher Gesang
Blumenpracht Ehrendes Gedenken
Leier Dichtung und Kunst
Speer Kampf und Gewalt
Tränenleer Ohne sichtbare Tränen
Todeswunde Gewaltsamer Tod





Drag and Drop

Ordne jedem Begriff seine Bedeutung zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Lyrisches Ich Sprechende Stimme im Gedicht
Kreuzreim Abwechselnde Reimfolge
Metapher Bildhafter sprachlicher Ausdruck
Rhetorische Frage Frage ohne erwartete Antwort
Personifikation Zuschreibung menschlicher Eigenschaften





Kreuzworträtsel

Finde die gesuchten Wörter aus dem Gedicht.

Blum Wie heißt Robert mit Nachnamen?
Hymnen Was soll nach Vers 1 eines Tages schallen?
Leier Welches Musikinstrument wird in Vers 12 genannt?
Speer Welche Waffe steht in Vers 12 der Leier gegenüber?
Rache Welches Wort folgt in Vers 14 auf Gott der?
Blumenpracht Womit soll das Grab laut Vers 8 geschmückt werden?





LearningApps

Hier kannst Du nach bereits vorhandenen Lernübungen zu Louise Aston und Robert Blum suchen. Es wird keine neue LearningApp angelegt.


Lückentext

Ergänze die zentralen Begriffe zur Gedichtanalyse.

Vervollständige den Text.
Louise Aston schrieb das Gedicht über den Demokraten Robert

.
Der erste Druck des Gedichts erschien im Jahr

.
Das Gedicht besteht aus zwei Strophen mit jeweils

Versen.
Die abwechselnde Reimfolge nennt man

.
Die sprechende Stimme in einem Gedicht heißt lyrisches

.
Die Leier steht sinnbildlich für die

.
Der Speer ist ein Bild für den

.
In den letzten Versen warnt die Stimme vor der Macht des

.




Offene Aufgaben

Bearbeite eine Aufgabe auf Deinem Niveau. Verwende bei der Textanalyse immer genaue Versangaben.


Leicht – Klasse 9–10

  1. Gefühle im Gedicht: Schreibe einen Text mit etwa 100 bis 150 Wörtern. Erkläre, welche Gefühle in den beiden Strophen vorkommen. Verwende mindestens zwei genaue Verszitate.


Standard – Klasse 9–13

  1. Perspektivwechsel: Verfasse einen fiktiven Brief einer Person aus dem Jahr 1848. Die Person hat von Robert Blums Tod erfahren. Beschreibe ihre Reaktion und beziehe Dich auf mindestens zwei Verse des Gedichts. Kennzeichne deutlich, dass der Brief erfunden ist.


Schwer – Klasse 11–13

  1. Erörterung: Schreibe eine begründete Stellungnahme zur Frage „Kann ein Gedicht Freiheit fordern und zugleich Gewalt befürworten?“ Untersuche besonders Vers 12 und Vers 16. Beziehe die politischen Ziele der Revolution und den Unterschied zwischen damals und heute ein.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Diese Aufgaben prüfen, ob Du Zusammenhänge erkennen und selbstständig deuten kannst.

  1. Textbelege: Begründe anhand zweier Verse, warum das Gedicht sowohl Trauer als auch eine politische Warnung enthält.
  2. Sprachwirkung: Erkläre, wie sich die Wirkung von Vers 12 verändert, wenn er leise oder kämpferisch gesprochen wird.
  3. Historischer Kontext: Erkläre, warum Blums Hinrichtung dem Gedicht eine besondere politische Bedeutung gibt.
  4. Vergleich: Vergleiche das Freiheitsmotiv in Astons Gedicht mit dem Lied „Die Gedanken sind frei“. Nenne eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied.
  5. Quellenkritik: Unterscheide an einem selbst gewählten Beispiel zwischen einem historisch belegbaren Ereignis, einem Verszitat und einer Interpretation.
  6. Urteilsbildung: Diskutiere, ob der Aufruf zum Kampf im Gedicht heute eher als Protest, Drohung oder Gewaltaufruf verstanden werden kann. Begründe Deine Entscheidung.


Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis solltest Du Folgendes zeigen können:

  1. Du kannst Autorin, Titel, Erstdruck und historischen Anlass richtig nennen.
  2. Du kannst den Aufbau und die wichtigsten Merkmale der Gedichtform erklären.
  3. Du kannst mindestens drei Originalverse korrekt zitieren und ihre Wirkung erläutern.
  4. Du kannst lyrisches Ich, Metapher und Kreuzreim sinnvoll anwenden.
  5. Du kannst Vormärz, Biedermeier und Revolution von 1848 zeitlich unterscheiden.
  6. Du kannst eine eigene Deutung formulieren und mit Textbelegen begründen.
  7. Du kannst historische Fakten, Übertragung und Interpretation auseinanderhalten.




OERs zum Thema

Wikipedia – Louise Aston:

Weitere bestehende Texte und Lernangebote:

  1. Vorhandene Textseite des Gedichts auf moocwiki
  2. TextGrid Repository – gesicherter Gedichtvolltext
  3. TextGrid Repository – Edition und Angaben zum Erstdruck
  4. Brigham Young University – Freischärler Reminiscenzen
  5. Bundeszentrale für politische Bildung – Revolution 1848/49
  6. ZDF goes Schule – Robert Blum und die Revolution
  7. Wikipedia – Vormärz
  8. Wikipedia – Biedermeier


Quellen, Medienlizenzen und Namensnennung

Gedichttext: Louise Aston (1814–1871), gemeinfreies literarisches Werk. Historische Transkription: TextGrid Repository, Digitale Bibliothek, 2011. TextGrid stellt die zugehörigen Editionsdaten und Annotationen unter CC BY 3.0 Deutschland mit Namensnennung bereit. Die Lizenz der Annotationen ist vom Urheberrechtsstatus des historischen Gedichts zu unterscheiden.

Wikimedia-Commons-Medien:

  1. Louise Aston: Auguste Hüssener, vermutlich 1851, Public Domain.
  2. Robert Blum: August Hunger, zwischen 1845 und 1848, Public Domain.
  3. Frankfurter Nationalversammlung: Ludwig von Elliott, 1848, Public Domain.
  4. Robert Blums Hinrichtung: Carl Steffeck, 1848/49; fotografische Reproduktion Anagoria / Deutsches Historisches Museum, Public Domain laut Commons.
  5. Berliner Barrikadenszene: Theodor Hosemann, Public Domain.
  6. Europakarte 1848/49: Alexander Altenhof, CC BY-SA 4.0, unverändert eingebunden.
  7. Flaggenanimation: MichaelFrey, CC0/Public Domain, moderne Animation von 2020.
  8. Historisches Notenbild: Melodie und Liedtext aus der Volksliedüberlieferung, Druck von 1842, Public Domain.
  9. MIDI-Hörbeispiel: Satz und MIDI-Datei von Peter Gerloff, 2018, CC0 1.0.

YouTube-Videos: Beide eingebetteten Geschichtsvideos stammen von „MrWissen2go Geschichte | Terra X“. Sie werden als bestehende externe YouTube-Videos verlinkt und eingebettet. Eine freie Lizenz zur eigenen Bearbeitung oder Weiterverbreitung wird nicht behauptet.

Die Lizenzangaben beziehen sich auf die jeweiligen Wikimedia-Commons-Dateiseiten. Bei einer späteren Weiterverwendung sind die dortigen Hinweise zu prüfen. Es wurden keine neuen Bild-, Audio- oder Videodateien erzeugt.


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