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Datenschutz – Sicher mit meinen Daten im Netz Klasse 3

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Datenschutz – Sicher mit meinen Daten im Netz Klasse 3

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Einleitung

Datenschutz – Sicher mit meinen Daten im Netz: Klasse 3 zeigt Dir, welche Informationen über Dich persönlich sind und warum Du sie schützen solltest. Du lernst mit Bildern, kurzen Videos, kleinen Fällen und interaktiven Aufgaben.

Merke: Persönliche Daten sind Informationen, die etwas über Dich verraten. Dazu können Dein Name, Deine Adresse, Deine Schule, Fotos von Dir oder Dein Standort gehören.

Schauauftrag: Welche Daten solltest Du nicht einfach an Fremde weitergeben?


Was sind persönliche Daten?

Persönliche Daten erzählen etwas über Dich. Manche sind schnell sichtbar, andere entstehen beim Benutzen von Apps, Spielen oder Internetseiten.

Beispiel Was bedeutet das?
Name Zeigt, wie Du heißt.
Foto Kann zeigen, wie Du aussiehst und wo Du bist.
Standort Zeigt, wo sich ein Gerät ungefähr befindet.
Schule Kann verraten, wo Du oft bist.
Nickname Ist ein Name fürs Netz. Er sollte möglichst wenig über Dich verraten.

Mini-Fall: Ein Spiel fragt Dich nach Deinem echten Namen, Deiner Schule und Deinem Wohnort. Braucht das Spiel wirklich alles davon? Wenn Du unsicher bist: nicht eingeben und eine vertraute erwachsene Person fragen.


Warum Apps und Spiele Daten verarbeiten

Verarbeiten bedeutet zum Beispiel: Daten sammeln, speichern, benutzen oder weitergeben.

Ein Spiel kann Deinen Spielstand speichern. Eine Karten-App kann Deinen Standort brauchen, um einen Weg zu zeigen. Eine Internetseite kann sich merken, welche Sprache Du gewählt hast.

Aber: Eine App kann auch Daten wollen, die sie für ihre Aufgabe gar nicht braucht. Darum lohnt sich die Frage:

Braucht die App diese Information wirklich?


Passwörter sind geheim

Ein Passwort schützt ein Konto. Ein gutes Passwort ist lang, schwer zu erraten und nur für dieses Konto gedacht.

  1. Passwort-Regel 1: Verrate Dein Passwort nicht an Freunde oder Fremde.
  2. Passwort-Regel 2: Nutze nicht einfach Deinen Namen, Geburtstag oder Haustiernamen.
  3. Passwort-Regel 3: Frage eine vertraute erwachsene Person, wenn Du Hilfe beim Einrichten eines Kontos brauchst.

Wichtig im Unterricht: Gib niemals ein echtes Passwort in eine Aufgabe oder ein Quiz ein.

Denkidee: Ein langer Merksatz kann leichter zu behalten sein als ein kurzes, einfaches Passwort. Verwende Beispiel-Passwörter aus dem Unterricht aber niemals für ein echtes Konto.


Fotos: Erst fragen, dann teilen

Ein Foto kann viel verraten: Dein Gesicht, Deine Kleidung, Deine Schule oder einen Ort im Hintergrund.

Vor dem Teilen gilt:

  1. Frage 1: Ist jemand anderes auf dem Bild? Dann frage diese Person.
  2. Frage 2: Ist etwas Privates zu sehen?
  3. Frage 3: Muss dieses Foto wirklich ins Netz?

Fall: Mia fotografiert ihren Freund Ben auf dem Schulhof. Bevor sie das Bild verschickt oder hochlädt, fragt sie Ben.


Standort: Wo bist Du?

Der Standort zeigt, wo ein Gerät ist oder war. Manche Apps brauchen ihn manchmal. Andere brauchen ihn nicht.

Sicherer Tipp: Erlaube den Standort nur, wenn er wirklich gebraucht wird und eine vertraute erwachsene Person die Einstellung mit Dir geprüft hat.

Fall: Eine Taschenlampen-App möchte Deinen Standort wissen. Frage Dich: Braucht eine Taschenlampe wirklich Deinen Ort?


Nicknames: Ein Name fürs Netz

Ein Nickname kann helfen, Deinen echten Namen nicht zu zeigen.

Besser: BlitzPanda

Ungünstig: Lisa2017UlmGrundschule

Ein Nickname sollte möglichst nicht Deinen echten Namen, Dein Alter, Deinen Wohnort oder Deine Schule verraten.


Weitergeben: Stopp vor dem Senden

Bevor Du etwas sendest, postest oder hochlädst, kannst Du drei Fragen stellen:

  1. Privat?: Verrät die Information etwas Persönliches?
  2. Nötig?: Muss ich das wirklich angeben?
  3. Erlaubt?: Darf ich das Foto oder die Information einer anderen Person weitergeben?

Wenn Du unsicher bist: Stopp und frag nach.


Fünf kurze Fälle

Fall Gute Idee
Ein Spiel fragt nach Deiner Adresse. Nicht eingeben. Erwachsene Person fragen.
Eine Karten-App braucht kurz Deinen Standort. Gemeinsam prüfen, ob die Freigabe nötig ist.
Du möchtest ein Foto von einer Freundin posten. Erst die Freundin fragen.
Du brauchst einen Namen in einem Spiel. Einen Nickname ohne private Hinweise wählen.
Ein Fremder fragt im Chat nach Deinem Passwort. Nichts verraten und Hilfe holen.


Quellen- und Mediencheck

Die fachlichen Kernaussagen wurden mit kindgerechten und fachlichen Angeboten von Internet-ABC, klicksafe und der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit abgeglichen.

Quelle oder Medium Prüfung
Internet-ABC: Datenschutz – das bleibt privat! Kindgerechte Grundlage zu privaten Daten und Datenspuren.
Internet-ABC: Kinder und Datenschutz Hintergrund zu Apps, Spielen, Standort und Passwörtern.
klicksafe: Smartphone-Einstellungen Fachliche Hinweise zu Standortfreigaben und Datenschutz.
BfDI: Angebote für Kinder Behördliches Informationsangebot zum Datenschutz für Kinder.
Wikimedia Commons Verwendete Dateien geprüft: User-privacy-icon.svg – CC BY 3.0; Privacy icon.svg – CC0; Padlock.svg – CC0; Icone appareil photo.svg – CC0; Map pin.svg – CC0; Avatar (72032) - The Noun Project.svg – CC0; Share arrow.png – CC0.
YouTube Die drei Videos wurden auf ihre vorhandenen Originalseiten geprüft und nur eingebettet. Die Rechte bleiben bei den jeweiligen Anbietern SRF Kids und Wiener Bildungsserver.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Beispiel für eine persönliche Information? (Deine Wohnadresse) (!Die Farbe einer Ampel) (!Die Zahl der Wochentage) (!Der Name eines Planeten)




Was solltest Du tun, wenn ein Spiel nach Deiner Adresse fragt? (Nicht eingeben und eine vertraute erwachsene Person fragen) (!Die Adresse sofort eingeben) (!Die Adresse in den Chat schreiben) (!Die Adresse an andere Spieler schicken)




Was schützt ein Passwort? (Ein Konto) (!Einen Bleistift) (!Ein Fenster) (!Einen Fußball)




Was gehört nicht in einen guten Nickname? (Dein echter Name mit Schule und Wohnort) (!Ein erfundener Tiername) (!Ein Fantasiewort) (!Ein ausgedachter Heldenname)




Was machst Du vor dem Posten eines Fotos von einer Freundin? (Du fragst sie, ob sie einverstanden ist) (!Du postest es ohne zu fragen) (!Du schickst es an Fremde) (!Du schreibst ihr Passwort dazu)




Was kann ein Standort verraten? (Wo sich ein Gerät ungefähr befindet) (!Welche Farbe ein Fahrrad hat) (!Wie viele Seiten ein Buch hat) (!Wie laut ein Lied ist)




Was bedeutet Daten verarbeiten? (Daten zum Beispiel sammeln, speichern oder benutzen) (!Nur Bilder ausdrucken) (!Nur Musik hören) (!Nur den Akku laden)




Was ist bei einem Passwort besonders wichtig? (Es bleibt geheim) (!Es steht auf Deinem Schulranzen) (!Alle Freunde kennen es) (!Es ist Dein Vorname)




Welche Frage hilft vor dem Teilen einer Information? (Muss ich das wirklich angeben oder senden?) (!Wie schnell kann ich klicken?) (!Welche Farbe hat der Bildschirm?) (!Wie laut ist das Gerät?)




Was ist eine gute Reaktion auf eine unsichere Anfrage im Netz? (Stopp machen und Hilfe holen) (!Alles sofort beantworten) (!Das Passwort mitschicken) (!Den Wohnort veröffentlichen)





Memory

Passwort geheim halten
Foto vor dem Teilen fragen
Standort zeigt einen Ort
Nickname Name fürs Netz
Adresse persönliche Information
App-Berechtigung gemeinsam prüfen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
geheim halten Passwort
erst fragen Foto einer anderen Person
nur bei Bedarf erlauben Standort
keine privaten Hinweise Nickname
Stopp und Hilfe holen fremde Datenanfrage






Kreuzworträtsel

Datenschutz Wie heißt der Schutz persönlicher Informationen?
Passwort Welches Geheimnis schützt ein Konto?
Standort Welches Wort beschreibt, wo sich ein Gerät befindet?
Nickname Wie heißt ein erfundener Name fürs Netz?
Kamera Welches Gerät oder welche Funktion macht Fotos?
Privat Wie nennt man etwas, das nicht für alle bestimmt ist?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Information über Dich kann ein persönliches

sein.
Ein Passwort sollte immer

bleiben.
Vor dem Teilen eines Fotos von einer anderen Person solltest Du sie

.
Ein Standort kann zeigen, wo sich ein

befindet.
Ein Nickname sollte möglichst wenig über Deine echte

verraten.
Apps können Informationen sammeln, speichern oder

.
Wenn Du bei einer Datenanfrage unsicher bist, solltest Du eine vertraute erwachsene Person

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Datendetektiv: Suche in einer erfundenen Profilkarte drei Angaben, die Du nicht öffentlich zeigen würdest, und begründe Deine Wahl.
  2. Nickname-Werkstatt: Erfinde drei sichere Nicknames, die nichts über echten Namen, Schule, Alter oder Wohnort verraten.
  3. Foto-Ampel: Male drei Bildkarten in den Farben Grün, Gelb und Rot und ordne Beispiele zu: teilen, erst fragen, nicht teilen.
  4. Passwort-Plakat: Gestalte ein Plakat mit drei Regeln für gute Passwörter. Verwende keine echten Passwörter.


Standard

  1. App-Prüfer: Zeichne eine erfundene App und notiere, welche zwei Informationen sie wirklich braucht und welche sie nicht braucht.
  2. Standort-Fall: Erfinde zwei Situationen, in denen eine App den Standort sinnvoll brauchen könnte, und eine Situation, in der das unnötig wäre.
  3. Foto-Interview: Befrage eine erwachsene Person dazu, warum man andere vor dem Veröffentlichen eines Fotos fragen sollte.
  4. Stopp-vor-dem-Senden: Entwickle eine kleine Karte mit drei Fragen, die Kinder vor dem Senden persönlicher Informationen prüfen können.


Schwer

  1. Datenschutz-Comic: Zeichne einen Comic mit vier Bildern, in dem ein Kind eine unsichere Datenanfrage erkennt und richtig reagiert.
  2. Spieltest: Erfinde ein Online-Spiel und entscheide für fünf mögliche Datenabfragen, ob sie nötig, unnötig oder gefährlich wirken.
  3. Erklärvideo: Plane ein einminütiges Video zu Passwort, Foto, Standort oder Nickname. Verwende keine echten persönlichen Daten.
  4. Klassenregeln: Entwickle mit Deiner Gruppe fünf Datenschutzregeln für Tablets, Lernapps und Klassenchats und begründe jede Regel.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. App-Fall: Ein Malspiel möchte Zugriff auf Standort, Kontakte und Kamera. Erkläre, welche Berechtigungen Du zuerst kritisch prüfen würdest und warum.
  2. Foto-Fall: Auf einem Gruppenfoto sind mehrere Kinder zu sehen. Erkläre, welche Schritte vor einer Veröffentlichung wichtig sind.
  3. Nickname-Fall: Vergleiche die Nicknames "TigerMond" und "Lena2017GrundschuleSüd". Begründe, welcher Name weniger über die Person verrät.
  4. Chat-Fall: Eine unbekannte Person fragt nach Deinem echten Namen, Deiner Schule und einem Foto. Beschreibe eine sichere Reaktion.
  5. Passwort-Fall: Ein Kind benutzt für jedes Spiel dasselbe kurze Passwort. Erkläre das Problem und schlage eine bessere Vorgehensweise vor.
  6. Standort-Fall: Eine App braucht den Standort nur für eine einzelne Kartenfunktion. Erkläre, warum eine zeitlich begrenzte Freigabe sinnvoll sein kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. persönliche Daten wie Name, Adresse, Foto, Schule und Standort erkennst.
  2. erklären kannst, warum Apps, Spiele und Internetseiten Daten verarbeiten.
  3. sichere Grundregeln für Passwörter kennst.
  4. vor dem Teilen von Fotos an die Rechte anderer denkst.
  5. Standortfreigaben kritisch prüfen kannst.
  6. einen Nickname ohne unnötige persönliche Hinweise wählen kannst.
  7. bei unsicheren Datenanfragen Stopp machst und Hilfe holst.
  8. Deine Entscheidungen an einem neuen Beispiel begründen kannst.




OERs zum Thema

Internet-ABC: Datenschutz – das bleibt privat!

BfDI: Datenschutzangebote für Kinder



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