Datenschutz – Elternkommunikation, E-Mail und Messenger
Datenschutz – Elternkommunikation, E-Mail und Messenger

Einleitung
Elternkommunikation ist oft kurz, aber datenschutzrechtlich nicht banal. Schon eine offen sichtbare Verteilerliste kann personenbezogene Daten unzulässig offenlegen. Bei individuellen Informationen über ein Kind steigen die Anforderungen an Empfängerauswahl, Übertragungsweg und Zugriffsschutz.
Ziel: Du kannst vor dem Senden in wenigen Sekunden entscheiden: Wer darf die Information erhalten? Welche Daten sind wirklich nötig? Welcher freigegebene Kanal passt zum Schutzbedarf?
Zielgruppe: Lehrkräfte, Klassenleitungen und Mitarbeitende der Schulverwaltung in Baden-Württemberg.
Quellenstand: 7. Oktober 2026. Grundlage sind insbesondere aktuelle Veröffentlichungen von IT.KULTUS-BW, IBBW und dem Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg. Maßgeblich bleiben immer die aktuellen Vorgaben deiner Schule, des Schulträgers und der zuständigen Datenschutzverantwortlichen.
Die 5-Sekunden-Prüfung vor dem Senden
| Frage | Sichere Leitidee |
|---|---|
| Empfänger? | Nur Personen, die die Information tatsächlich benötigen. |
| Inhalt? | So wenig personenbezogene Daten wie möglich. |
| Kanal? | Dienstlich, freigegeben und dem Schutzbedarf angemessen. |
| Sichtbarkeit? | Bei Rundmails Empfängeradressen nicht offenlegen. |
| Anhang? | Sensible Dateien geschützt übertragen und vor dem Versand nochmals prüfen. |

Empfängerkreise: Wer muss wirklich wissen?
Ein Klassenverteiler ist kein Freibrief für alle Informationen. Trenne konsequent zwischen allgemeinen Klasseninformationen und individuellen Angelegenheiten.
| Situation | Passender Empfängerkreis |
|---|---|
| Wandertag: Treffpunkt und Uhrzeit | Eltern bzw. Erziehungsberechtigte der betroffenen Klasse |
| Rückfrage zur individuellen Fehlzeit | Nur die zuständigen Erziehungsberechtigten und erforderliche schulische Stelle |
| Lernstand oder Note eines Kindes | Nur berechtigte Personen über einen geeigneten geschützten Kanal |
| Organisatorische Information für Elternvertretungen | Nur die tatsächlich benötigten Vertretungen |
Merksatz: Ein großer Verteiler ist bequem, aber nicht automatisch erforderlich. Datenminimierung gilt auch für Empfängerlisten.
An, CC und BCC

In Baden-Württemberg weist das offizielle FAQ zum Datenschutz an Schulen ausdrücklich darauf hin: Werden individuelle Elternadressen bei einer Rundmail in An oder CC eingetragen, sehen die Empfänger die Adressen der anderen. Das kann eine unzulässige Offenlegung sein.
| Feld | Sichtbarkeit | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| An | Für alle Empfänger sichtbar | Einzelne oder bewusst gemeinsam kommunizierende Personen |
| CC | Für alle Empfänger sichtbar | Transparente Kopie an Personen, die voneinander wissen dürfen |
| BCC | Andere Empfängeradressen bleiben verborgen | Rundmail an viele individuelle Elternadressen |
Wichtig: BCC schützt nur die Empfängeradressen. BCC macht einen sensiblen Inhalt nicht automatisch sicher.
Typischer Fehler: „Nur eine kurze Rundmail“
Fehler: 28 private Elternadressen stehen im Feld „An“.
Sichere Alternative: Empfänger in BCC setzen oder eine schulisch freigegebene Plattform mit passenden Rollen und Gruppen nutzen. Vor dem Senden Verteiler und Anhänge kontrollieren.

Anhänge und sensible Inhalte

Ein Anhang kann deutlich sensibler sein als der eigentliche Nachrichtentext. Besonders sorgfältig solltest Du mit Leistungsdaten, Förderinformationen, Konfliktfällen, Ordnungsmaßnahmen, Gesundheitsdaten oder umfangreichen Schülerlisten umgehen.
Sichere Alternativen:
- Verschlüsselter Anhang: Datei schützen; das Passwort über einen anderen Kommunikationsweg übermitteln, zum Beispiel telefonisch.
- Geschützter Plattformbereich: Nur berechtigten Personen Zugriff geben.
- Telefon oder persönliches Gespräch: Wenn ein schriftlicher Versand nicht erforderlich ist oder die Situation besonders sensibel ist.

Das offizielle BW-FAQ nennt die Verschlüsselung personenbezogener Dateien und die getrennte Passwortübermittlung ausdrücklich als mögliche Schutzmaßnahme.
Video: Aufklärung zur E-Mail-Verschlüsselung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik; der Link wird auch von einer baden-württembergischen Körperschaft des öffentlichen Rechts als BSI-Erklärvideo geführt.
Wann kann eine normale E-Mail genügen?
Nach dem offiziellen BW-FAQ kann eine unverschlüsselte dienstliche E-Mail für einfache organisatorische Kommunikation in Betracht kommen, wenn außer Absender- und Empfängeradresse keine weiteren personenbezogenen Daten übermittelt werden, zum Beispiel bei einer allgemeinen Terminankündigung oder einer Bitte um Rückruf.
| Beispiel | Entscheidung |
|---|---|
| „Elternabend am Donnerstag um 19 Uhr.“ | Dienstliche E-Mail kann passend sein; bei vielen Empfängern BCC bzw. Plattform nutzen. |
| „Ihr Kind hat heute die Note …“ | Nicht als normale unverschlüsselte E-Mail senden. |
| „Bitte rufen Sie mich wegen einer persönlichen Angelegenheit zurück.“ | Möglichst informationsarm formulieren; Details erst über geeigneten Kanal klären. |
| Ärztliches Attest oder Gesundheitsinformation | Besonders schutzbedürftig; geschützten Übermittlungsweg verwenden. |
Verteiler, Antwort an alle und Adresspflege
Ein Verteiler muss aktuell und zweckgebunden sein. Prüfe vor jedem Versand, ob alle Personen noch zum Empfängerkreis gehören.
Drei häufige Risiken:
- Veralteter Verteiler: Ehemalige oder falsche Kontakte erhalten Informationen.
- „Antwort an alle“: Eine individuelle Rückmeldung landet bei der ganzen Gruppe.
- Autovervollständigung: Das Mailprogramm wählt eine ähnlich benannte falsche Person.
Sichere Routine: Erst Text und Anhang fertigstellen, dann Empfänger hinzufügen, danach Namen und Verteiler nochmals prüfen.
Messenger

Ein Messenger ist nicht allein deshalb geeignet, weil er verbreitet oder Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist. Für dienstliche Verarbeitung müssen insbesondere Freigabe, Verantwortlichkeit, Datenschutzkonformität, Rollen, Geräte- und Zugriffsschutz sowie die konkrete schulische Nutzung geklärt sein.
IT.KULTUS-BW weist darauf hin, dass soziale Netzwerke und Messenger, die die Anforderungen der DSGVO nicht erfüllen, für dienstliche personenbezogene Kommunikation nicht geeignet sind. Die offizielle Seite nennt WhatsApp beispielhaft im Kontext problematischer dienstlicher Nutzung.
Für die Praxis: Eine private Elternanfrage über einen nicht freigegebenen Messenger ist kein Grund, dort sensible schulische Informationen weiterzuführen. Verweise freundlich auf den von der Schule vorgesehenen Kanal.
Video: c’t erläutert Sicherheitsmerkmale verschiedener Messenger. Für den Schulalltag gilt zusätzlich: Technische Sicherheit ersetzt nicht die dienstliche Freigabe.
Threema.Work in SCHULE@BW
Das Land Baden-Württemberg stellt Lehrkräften im Rahmen von SCHULE@BW Threema.Work in der Education-Variante bereit. Nachrichten, Medien und Anrufe sind nach Angaben des IBBW Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Aber: Daraus folgt nicht automatisch, dass Threema.Work an jeder Schule als Elternkommunikationskanal eingerichtet ist. Nutze es für Elternkommunikation nur, wenn deine Schule diesen Prozess ausdrücklich vorgesehen hat und Empfänger, Zugänge und Zuständigkeiten geklärt sind.
Video: Herstellerüberblick zu Threema Work. Beurteile die konkrete schulische Nutzung zusätzlich nach den Vorgaben des Landes und deiner Schule.
Lernplattformen und geschützte Arbeitsbereiche

Mit SCHULE@BW stellt Baden-Württemberg zentrale digitale Dienste bereit. Dazu gehören unter anderem Moodle BW, itslearning und der Digitale Arbeitsplatz mit dienstlicher E-Mail.
Lernplattformen können Kommunikation besser strukturieren als private Kanäle, wenn Rollen und Zugriffsrechte korrekt gesetzt sind. Entscheidend ist nicht der Name der Plattform, sondern wer welchen Bereich sehen darf.
| Prüffrage | Gute Praxis |
|---|---|
| Ist der Kurs oder Raum öffentlich? | Nur freigegebene, geschützte Bereiche für personenbezogene Kommunikation nutzen. |
| Wer ist Mitglied? | Rollen und Teilnehmer regelmäßig prüfen. |
| Gehört die Nachricht in ein Forum? | Individuelle Anliegen nicht in Gruppenforen veröffentlichen. |
| Wird ein externer Kanal benötigt? | Nur den schulisch vorgesehenen Weg verwenden. |
Beim Moodle BW setzt das Land zudem auf plattforminterne Benachrichtigungsfunktionen; für Schülerkonten sind E-Mail-Adressen in diesem Zusammenhang nicht erforderlich.
Sensible Inhalte: Ampel für die Praxis

| Stufe | Typische Inhalte | Sichere Grundentscheidung |
|---|---|---|
| Grün | Allgemeiner Elternabend, öffentliche Informationsunterlagen, Bitte um Rückruf ohne Sachdetails | Dienstlicher Standardkanal; bei Rundmail BCC oder Plattform |
| Gelb | Individuelle Fehlzeiten, persönliche Rückfragen, organisatorische Einzelinformationen | Empfängerkreis eng halten; geschützten schulischen Kanal bevorzugen |
| Rot | Noten, Förderbedarf, Konflikt- und Ordnungsfälle, Gesundheitsdaten, umfangreiche Schülerlisten | Nicht als normale unverschlüsselte Gruppen- oder Standardmail; geschützten Kanal, Verschlüsselung oder direktes Gespräch wählen |
Merksatz: Je sensibler der Inhalt, desto kleiner der Empfängerkreis und desto stärker der Schutz des Übermittlungswegs.
Typische Fehlersituationen und sichere Alternativen
| Fehlersituation | Risiko | Sichere Alternative |
|---|---|---|
| Rundmail an Eltern in „An“ | Adressen werden offengelegt | BCC oder schulische Plattform |
| Zeugnis- oder Noten-PDF unverschlüsselt angehängt | Sensible Daten können abgefangen oder falsch zugestellt werden | Geschützter Plattformbereich oder verschlüsselter Anhang mit getrennt übermitteltem Passwort |
| Einzelner Elternfall in einer Messengergruppe | Zu großer Empfängerkreis | Direktkontakt über freigegebenen dienstlichen Kanal |
| Private Messenger-Anfrage wird dienstlich weitergeführt | Unklarer dienstlicher Rahmen | Auf offiziellen Schulkanal wechseln |
| „Antwort an alle“ auf eine individuelle Nachricht | Unbeabsichtigte Offenlegung | Nur an die tatsächlich zuständige Person antworten |
| Falscher Anhang oder falscher Empfänger | Mögliche Datenschutzverletzung | Versand sofort intern melden und schulischen Datenschutz-/Meldeprozess auslösen; nicht nur auf Löschung hoffen |
Kurze Entscheidungssimulationen
Simulation 1: Elternabend
Situation: Du willst 30 Eltern denselben Termin schicken.
Entscheide: An/CC, BCC oder schulische Plattform?
Auflösung: BCC oder die freigegebene Plattform. Die Elternadressen müssen für die anderen Empfänger nicht sichtbar sein.
Simulation 2: Individuelle Note
Situation: Ein Elternteil fragt per normaler E-Mail nach der letzten Klassenarbeitsnote.
Entscheide: Direkt antworten oder Kanal wechseln?
Auflösung: Keine Note in einer normalen unverschlüsselten Antwort übermitteln. Nutze den vorgesehenen geschützten Kanal oder kläre die Information auf geeignetem direkten Weg.
Simulation 3: Passwort
Situation: Du sendest einen verschlüsselten Anhang.
Entscheide: Passwort in derselben E-Mail oder getrennt?
Auflösung: Getrennt übermitteln, zum Beispiel telefonisch.
Simulation 4: WhatsApp-Nachricht
Situation: Ein Elternteil schreibt an deine private WhatsApp-Nummer: „Warum hat mein Kind die Ordnungsmaßnahme bekommen?“
Entscheide: Dort ausführlich antworten oder wechseln?
Auflösung: Auf einen schulisch vorgesehenen Kanal wechseln und dort nur mit den tatsächlich berechtigten Personen kommunizieren.
Simulation 5: Falscher Anhang
Situation: Nach dem Senden merkst Du, dass die angehängte Liste Daten mehrerer Schülerinnen und Schüler enthält.
Entscheide: Nur eine Löschbitte senden oder intern melden?
Auflösung: Den schulischen Datenschutz-/Meldeweg unverzüglich nutzen und Schulleitung bzw. zuständige Datenschutzfunktion nach dem lokalen Verfahren einbeziehen.
Simulation 6: Plattformforum
Situation: In einem Kursforum sind viele Eltern bzw. Lernende sichtbar. Du möchtest einen individuellen Förderhinweis posten.
Entscheide: Forum oder geschützter Einzelkanal?
Auflösung: Geschützter Einzelkanal. Der Inhalt gehört nicht in einen Gruppenbereich.
Praxis-Checkliste
- Empfänger prüfen: Nur notwendige Personen auswählen.
- BCC prüfen: Bei Rundmail individuelle Adressen verbergen.
- Inhalt minimieren: Nur erforderliche Daten nennen.
- Anhang prüfen: Richtige Datei, richtige Version, Schutzbedarf klären.
- Dienstlichen Kanal nutzen: Keine privaten Konten für dienstliche Kommunikation.
- Schutz wählen: Sensible Inhalte geschützt übertragen.
- Fehler melden: Fehlversand nicht verdecken, sondern vorgesehenen Prozess nutzen.
Offizielle Quellen Baden-Württemberg
Geprüft am 7. Oktober 2026.
- IT.KULTUS-BW: Datenschutz an Schulen – zentrale aktuelle Übersichtsseite mit landesweiten Datenschutzunterlagen.
- IT.KULTUS-BW: E-Mailverkehr – Hinweise zur sicheren Übermittlung personenbezogener Daten.
- IT.KULTUS-BW: Soziale Netzwerke – dienstliche Nutzung sozialer Netzwerke und Messenger.
- IBBW: Digitale Bildungsplattform SCHULE@BW – Überblick über landesweite Dienste.
- IBBW: Digitaler Arbeitsplatz – unter anderem dienstliche E-Mail.
- IBBW: Moodle BW – zentrale Lernmanagementlösung des Landes.
- IBBW: Threema.Work – Informationen zum Messengerangebot für Lehrkräfte.
- LfDI Baden-Württemberg: Datenschutzfreundliche technische Möglichkeiten der Kommunikation – technische Schutzmöglichkeiten für digitale Kommunikation.
Hinweis: Dieser Lernkurs ersetzt keine Prüfung des konkreten Einzelfalls. Bei Unsicherheit gelten die aktuelle schulische Regelung und die Beratung durch die zuständige Datenschutzfunktion.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie versendest Du eine Rundmail an viele individuelle Elternadressen, ohne die Adressen gegenseitig offenzulegen? (BCC verwenden) (!Alle Adressen in An eintragen) (!Alle Adressen in CC eintragen) (!Die Adressen in den Nachrichtentext kopieren)
Was ist das Hauptproblem bei einem Elternverteiler im CC-Feld? (Die Empfänger sehen die Adressen der anderen) (!CC verschlüsselt die Nachricht automatisch) (!CC löscht alle Anhänge) (!CC verhindert Antworten)
Wie sollte das Passwort zu einem verschlüsselten sensiblen Anhang übermittelt werden? (Über einen getrennten Kommunikationsweg) (!Im Betreff derselben E-Mail) (!Im selben Nachrichtentext) (!Als Dateiname des Anhangs)
Welche Nachricht kann nach dem BW-FAQ grundsätzlich als einfache unverschlüsselte dienstliche E-Mail geeignet sein? (Eine allgemeine Terminankündigung ohne weitere personenbezogene Angaben) (!Eine individuelle Note) (!Ein ärztliches Attest) (!Eine Liste mit Förderbedarfen)
Welches Konto soll für dienstliche schulische E-Mail-Kommunikation genutzt werden? (Ein dienstliches E-Mail-Konto) (!Ein privates Freemail-Konto) (!Das Konto eines Familienmitglieds) (!Ein beliebiges gemeinsam genutztes Konto)
Welches Kriterium reicht allein nicht aus, um einen Messenger für dienstliche Elternkommunikation zuzulassen? (Seine weite Verbreitung) (!Eine schulische Freigabe) (!Ein geklärter dienstlicher Rahmen) (!Passende Datenschutz- und Zugriffsregeln)
Was bedeutet die Bereitstellung von Threema.Work für Lehrkräfte in SCHULE@BW für die Elternkommunikation? (Die konkrete Elternkommunikation muss trotzdem schulisch vorgesehen sein) (!Jede private Elternkommunikation über Threema ist automatisch erlaubt) (!Alle Eltern erhalten automatisch ein Threema.Work-Konto) (!Andere Datenschutzregeln gelten dadurch nicht mehr)
Wofür ist Moodle BW gedacht? (Als zentrale Lernmanagementlösung im Rahmen von SCHULE@BW) (!Als privates soziales Netzwerk) (!Als Ersatz für jede persönliche Kommunikation) (!Als öffentliches Elternadressbuch)
Was solltest Du nach einem Fehlversand mit personenbezogenen Daten zuerst tun? (Den vorgesehenen schulischen Datenschutz- und Meldeweg nutzen) (!Den Fehler ignorieren) (!Die Nachricht öffentlich erklären) (!Nur den Papierkorb leeren)
Was bedeutet Datenminimierung bei einer Elternnachricht? (Nur die für den Zweck notwendigen Daten übermitteln) (!Alle bekannten Daten mitschicken) (!Immer den gesamten Klassenverteiler verwenden) (!Jede Nachricht dauerhaft speichern)
Memory
| BCC | verbirgt Empfängeradressen |
| CC | sichtbare Kopie |
| Dienstliche E-Mail | offizieller Kommunikationskanal |
| Verschlüsselter Anhang | Schutz einer sensiblen Datei |
| Separater Kanal | Passwortübermittlung |
| Verteilerpflege | aktuelle Empfänger |
| Lernplattform | rollenbasierte Kommunikation |
| Datenminimierung | nur notwendige Angaben |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| BCC oder Plattform | Klassenrundschreiben |
| Geschützter Einzelkanal | individuelle Note |
| Telefon oder anderer separater Weg | Passwort zum verschlüsselten Anhang |
| Offizieller Schulkanal | private Messenger-Anfrage |
| Datenschutz- und Meldeprozess | Fehlversand personenbezogener Daten |
| Dienstliche E-Mail ohne Sachdetails | allgemeine Terminankündigung |
Kreuzworträtsel
| Blindkopie | Wie lautet der deutsche Begriff für BCC? |
| Verschlüsselung | Wie heißt der technische Schutz lesbarer Daten vor unbefugtem Zugriff? |
| Datenminimierung | Welches Prinzip verlangt, nur notwendige Daten zu verarbeiten? |
| Messenger | Wie heißt eine Anwendung für direkte digitale Nachrichten? |
| Moodle | Wie heißt eine in SCHULE@BW angebotene Lernplattform? |
| Empfänger | Wer muss vor dem Senden einer Nachricht besonders sorgfältig geprüft werden? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Nachrichten-Ampel: Ordne zehn selbst formulierte Elternnachrichten den Stufen Grün, Gelb oder Rot zu und begründe jeweils den benötigten Schutz.
- BCC-Check: Erstelle eine Mini-Anleitung mit drei Screens oder Skizzen, die den Unterschied zwischen An, CC und BCC erklärt.
- Sichere Formulierung: Formuliere eine zu detailreiche Elternmail so um, dass nur eine neutrale Rückrufbitte übrig bleibt.
- Kanalinventur: Liste die an deiner Schule tatsächlich freigegebenen Kommunikationswege auf und notiere, wofür sie genutzt werden dürfen.
Standard
- Versand-Checkliste: Entwickle eine kompakte Prüfliste für Empfänger, BCC, Inhalt, Anhang und Kanal, die im Kollegium vor dem Senden genutzt werden kann.
- Fehlerszenario: Analysiere einen Fall, in dem eine Rundmail versehentlich alle Elternadressen offenlegt, und beschreibe Prävention sowie angemessene interne Reaktion.
- Messenger-Regel: Entwirf eine kurze schulische Regel, wie Mitarbeitende auf dienstliche Anfragen reagieren, die über einen privaten Messenger eingehen.
- Plattformrollen: Prüfe in einer Testumgebung oder anhand eines Rollenkonzepts, welche Personen einen Gruppenbereich, ein Forum und eine Einzelmitteilung sehen können.
Schwer
- Kommunikationsmatrix: Entwickle für deine Schule eine Matrix aus Inhaltstyp, Empfängerkreis, Schutzbedarf und freigegebenem Kanal.
- Tabletop-Datenschutz: Führe mit Kolleginnen und Kollegen eine kurze Simulation zu einem falsch versendeten sensiblen Anhang durch und dokumentiere die Entscheidungswege.
- Verteiler-Audit: Entwirf ein Verfahren, mit dem Klassen- und Elternverteiler regelmäßig aktualisiert, bereinigt und zweckgebunden verwaltet werden.
- Mikrolernvideo: Produziere ein 90-Sekunden-Lernvideo „Vor dem Senden: fünf Prüfungen“, ohne reale Namen, Adressen oder andere personenbezogene Daten zu verwenden.


Lernkontrolle
- Fall Notenanfrage: Ein Elternteil fragt per normaler E-Mail nach einer Note. Begründe, welcher Kommunikationsweg geeignet ist und wie Du die Antwort datensparsam gestaltest.
- Fall Klassenverteiler: Vergleiche BCC und eine schulische Lernplattform für dieselbe allgemeine Klasseninformation. Entscheide anhand von Empfängerkontrolle, Nachvollziehbarkeit und Schutzbedarf.
- Fall Messenger: Eine Schulleitung erwägt einen neuen Messenger. Entwickle Kriterien, die über reine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hinausgehen.
- Fall Fehlversand: Ein falscher Anhang wurde an mehrere Eltern geschickt. Entwirf die ersten Schritte, ohne den Vorfall zu bagatellisieren oder öffentlich unnötig weiterzuverbreiten.
- Fall Lernplattform: Ein individueller Förderhinweis steht versehentlich in einem Gruppenforum. Erkläre, wie Rollen, Bereiche und Kommunikationswege künftig gestaltet werden sollten.
- Transfer Kommunikationsregel: Formuliere eine schulweite Grundregel, die allgemeine Informationen, individuelle personenbezogene Informationen und besonders sensible Inhalte sauber voneinander trennt.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:
- Empfängerkreise begründet eingrenzen kannst.
- An, CC und BCC sicher unterscheiden und passend einsetzen kannst.
- allgemeine von individuellen und besonders schutzbedürftigen Inhalten unterscheiden kannst.
- für Anhänge und sensible Informationen einen angemessenen Übermittlungsweg auswählen kannst.
- die Grenzen privater oder nicht freigegebener Messenger erklären kannst.
- Lernplattformen nach Rollen und Zugriffsrechten beurteilen kannst.
- nach einem Fehlversand den vorgesehenen schulischen Datenschutz- und Meldeweg kennst und einleitest.
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Mediennachweise
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