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Das magische Viereck - Gemeinschaftskunde 1

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Das magische Viereck - Gemeinschaftskunde 1




Das magische Viereck - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Das magische Viereck beschreibt vier zentrale Ziele der staatlichen Wirtschaftspolitik:

  1. Preisniveaustabilität: Die Preise sollen im Durchschnitt möglichst stabil bleiben.
  2. Hoher Beschäftigungsstand: Möglichst viele Menschen sollen eine bezahlte Arbeit haben.
  3. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht: Die wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland sollen dauerhaft ausgeglichen sein.
  4. Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum: Die Wirtschaftsleistung soll sich ohne starke Schwankungen entwickeln.

Die Ziele wurden 1967 im Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft, kurz Stabilitätsgesetz, festgeschrieben. Bund und Länder sollen ihre wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen so gestalten, dass sie zum gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht beitragen.

Das Viereck heißt magisch, weil die vier Ziele nicht immer gleichzeitig erreicht werden können. Eine Maßnahme kann ein Ziel fördern und ein anderes Ziel gefährden. Deshalb müssen politische Entscheidungen abgewogen, begründet und demokratisch diskutiert werden.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. die vier Ziele des magischen Vierecks erklären.
  2. wichtige Messgrößen den Zielen zuordnen.
  3. zwischen Zielharmonie und Zielkonflikt unterscheiden.
  4. wirtschaftspolitische Maßnahmen aus verschiedenen Perspektiven beurteilen.
  5. die Bedeutung des magischen Vierecks für Politik und Gesellschaft erläutern.
  6. begründen, warum Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit häufig als zusätzliche Ziele gefordert werden.


Gesetzliche Grundlage

Das magische Viereck beruht vor allem auf § 1 des Stabilitätsgesetzes. Danach sollen Bund und Länder bei ihren Maßnahmen gleichzeitig zu stabilen Preisen, hoher Beschäftigung, außenwirtschaftlichem Gleichgewicht sowie stetigem und angemessenem Wachstum beitragen.

Auch das Grundgesetz nennt das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht als wichtige Orientierung für die Haushaltswirtschaft von Bund und Ländern. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Ziel jederzeit vollständig erfüllt werden kann. Politik muss auf Krisen, internationale Entwicklungen und gesellschaftliche Interessen reagieren.

Die Ziele geben der Politik eine Richtung vor. Sie liefern aber nicht automatisch eine eindeutige Lösung. Über konkrete Maßnahmen wird politisch gestritten.


Die vier Ziele


Preisniveaustabilität

Preisniveaustabilität bedeutet nicht, dass jeder einzelne Preis gleich bleibt. Einige Produkte können teurer und andere billiger werden. Entscheidend ist, dass das durchschnittliche Preisniveau nicht stark und dauerhaft steigt oder fällt.

Ein wichtiger Messwert ist die Inflationsrate. Sie zeigt, wie sich die Verbraucherpreise gegenüber einem früheren Zeitraum verändern. Eine starke Inflation verringert die Kaufkraft des Geldes. Eine anhaltende Deflation kann ebenfalls problematisch sein, weil Haushalte Käufe verschieben und Unternehmen weniger investieren könnten.

Für die Geldpolitik im Euroraum ist vor allem die Europäische Zentralbank zuständig. Sie beeinflusst mit ihren Leitzinsen die Bedingungen, zu denen Banken Geld aufnehmen und Kredite vergeben. Auch staatliche Ausgaben, Steuern, Energiepreise, Löhne und internationale Krisen können die Preisentwicklung beeinflussen.

Die folgende historische Grafik zeigt, dass sich Inflationsraten im Zeitverlauf deutlich verändern können. Für eine aktuelle politische Bewertung müssen immer neue Daten verwendet werden.


Hoher Beschäftigungsstand

Ein hoher Beschäftigungsstand bedeutet, dass möglichst viele Menschen, die arbeiten können und arbeiten möchten, eine passende Beschäftigung finden. Häufig werden die Arbeitslosenquote, die Zahl der Erwerbstätigen und die offenen Stellen betrachtet.

Vollbeschäftigung bedeutet nicht zwingend eine Arbeitslosenquote von null Prozent. Menschen wechseln ihren Beruf, ziehen um, beenden eine Ausbildung oder suchen vorübergehend eine neue Stelle. Außerdem unterscheiden sich Regionen, Berufe und Qualifikationen.

Ein hoher Beschäftigungsstand ist gesellschaftlich bedeutsam. Arbeit ermöglicht Einkommen, soziale Teilhabe und die Finanzierung der Sozialversicherungen. Längere Arbeitslosigkeit kann dagegen zu Armut, Unsicherheit und geringeren Chancen führen.

Mögliche politische Maßnahmen sind Investitionen, Weiterbildung, Unterstützung bei der Arbeitssuche, bessere Kinderbetreuung oder eine Stärkung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Jede Maßnahme hat Kosten und mögliche Nebenwirkungen.


Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum

Wirtschaftswachstum liegt vor, wenn die in einem Land erzeugte Menge an Waren und Dienstleistungen zunimmt. Als Messgröße wird meist die Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts verwendet.

Stetig bedeutet, dass starke Auf- und Abschwünge vermieden werden sollen. Angemessen bedeutet, dass Wachstum nicht nur möglichst hoch sein soll. Es soll zur wirtschaftlichen Lage, zur Leistungsfähigkeit und zu gesellschaftlichen Zielen passen.

Wachstum kann Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Investitionen fördern. Es sagt allein jedoch wenig darüber aus, wie Einkommen verteilt sind, wie Menschen leben oder wie stark die Umwelt belastet wird.

Die folgende Grafik zeigt eine historische Entwicklung des deutschen Wirtschaftswachstums. Schwankungen gehören zur Konjunktur. Negative Wachstumsraten können auf eine wirtschaftliche Krise hinweisen.


Außenwirtschaftliches Gleichgewicht

Deutschland handelt intensiv mit anderen Staaten. Unternehmen exportieren und importieren Waren sowie Dienstleistungen. Ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht soll verhindern, dass über längere Zeit sehr große Ungleichgewichte entstehen.

Ein wichtiger Messwert ist der Außenbeitrag. Er ergibt sich vereinfacht aus dem Wert der Exporte abzüglich des Werts der Importe. Ein Überschuss bedeutet, dass mehr exportiert als importiert wird. Ein Defizit bedeutet, dass die Importe überwiegen.

Ein Überschuss ist nicht automatisch gut und ein Defizit nicht automatisch schlecht. Dauerhaft große Ungleichgewichte können jedoch wirtschaftliche und politische Spannungen auslösen. Die Bewertung hängt unter anderem von Investitionen, Wechselkursen, Wettbewerbsfähigkeit und internationalen Lieferketten ab.


Warum ist das Viereck magisch?

Die vier Ziele beeinflussen sich gegenseitig. Dabei gibt es unterschiedliche Zielbeziehungen.


Zielharmonie

Eine Zielharmonie liegt vor, wenn eine Entwicklung mehrere Ziele gleichzeitig unterstützt.

Ein Beispiel: Steigt die Nachfrage nach Waren, können Unternehmen mehr produzieren und zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Dadurch können Wachstum und Beschäftigung gleichzeitig zunehmen.

Auch Investitionen in Bildung, digitale Infrastruktur oder klimafreundliche Technik können langfristig Produktivität, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit fördern.


Zielkonflikt

Ein Zielkonflikt liegt vor, wenn die Förderung eines Ziels ein anderes Ziel erschwert.

Ein Beispiel: Der Staat erhöht in einer Krise seine Ausgaben. Dadurch können Nachfrage, Wachstum und Beschäftigung steigen. Wenn die Wirtschaft aber bereits stark ausgelastet ist, können zusätzliche Ausgaben die Inflation verstärken.

Ein weiteres Beispiel: Eine Zentralbank erhöht die Zinsen, um die Inflation zu senken. Kredite werden dadurch meist teurer. Unternehmen und Haushalte investieren eventuell weniger. Das kann Wachstum und Beschäftigung bremsen.

Zielkonflikte sind nicht immer dauerhaft. Eine Maßnahme kann kurzfristig Nachteile und langfristig Vorteile haben. Deshalb müssen Zeitraum, Ausgangslage und betroffene Gruppen berücksichtigt werden.


Zielneutralität

Bei einer Zielneutralität beeinflusst eine Maßnahme ein anderes Ziel kaum oder gar nicht. In der Realität ist eine vollständige Neutralität selten, weil wirtschaftliche Entscheidungen oft viele Bereiche berühren.


Typische Zielbeziehungen

Entwicklung oder Maßnahme Mögliches gefördertes Ziel Mögliches gefährdetes Ziel
Staatliche Investitionen in einer Wirtschaftskrise Wachstum und Beschäftigung Preisstabilität oder Staatsfinanzen
Höhere Leitzinsen Preisniveaustabilität Wachstum und Beschäftigung
Starke Exportförderung Wachstum und Beschäftigung Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
Schneller Ausbau erneuerbarer Energien Langfristiges Wachstum und Umweltschutz Kurzfristig Preisstabilität bei hohen Umstellungskosten
Lohnsteigerungen Nachfrage und Lebensstandard Preisstabilität bei zu starkem Kostendruck

Die Tabelle zeigt mögliche Wirkungen. In einer konkreten Situation können die Folgen anders ausfallen. Wirtschaftspolitik arbeitet deshalb mit Daten, Prognosen und unterschiedlichen Modellen.


Akteure der Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik wird nicht von einer einzigen Institution bestimmt.

  1. Bundestag: beschließt Gesetze, Steuern und den Bundeshaushalt.
  2. Bundesregierung: entwickelt wirtschaftspolitische Programme und setzt Gesetze um.
  3. Bundesländer und Kommunen: entscheiden über Bildung, Infrastruktur, Verwaltung und regionale Förderung.
  4. Europäische Zentralbank: gestaltet die Geldpolitik im Euroraum.
  5. Europäische Union: setzt gemeinsame Regeln für Binnenmarkt, Wettbewerb und wirtschaftliche Zusammenarbeit.
  6. Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände: verhandeln Löhne und Arbeitsbedingungen.
  7. Sachverständigenrat: untersucht die wirtschaftliche Lage und veröffentlicht Gutachten.
  8. Bürgerinnen und Bürger: wirken durch Wahlen, Verbände, Demonstrationen, Konsumentscheidungen und öffentliche Debatten mit.

Wirtschaftspolitische Entscheidungen sind deshalb immer auch Entscheidungen über Interessen, Werte und Prioritäten.


Instrumente der Wirtschaftspolitik


Finanzpolitik

Zur Finanzpolitik gehören staatliche Einnahmen und Ausgaben. Der Staat kann zum Beispiel investieren, Steuern verändern oder Transfers zahlen.

In einer Krise kann eine expansive Finanzpolitik Nachfrage und Beschäftigung stützen. In einer Hochkonjunktur kann eine zurückhaltende Finanzpolitik eine Überhitzung begrenzen.


Geldpolitik

Die Geldpolitik wird im Euroraum von der Europäischen Zentralbank und den nationalen Zentralbanken des Eurosystems gestaltet. Ein wichtiges Instrument ist der Leitzins.

Niedrigere Zinsen können Kredite, Investitionen und Nachfrage fördern. Höhere Zinsen können die Nachfrage bremsen und dadurch den Preisdruck senken.


Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik

Arbeitsvermittlung, Weiterbildung, Berufsorientierung, Kinderbetreuung und Bildungsangebote können die Chancen auf Beschäftigung verbessern. Solche Maßnahmen wirken häufig erst nach einiger Zeit.


Außenwirtschafts- und Strukturpolitik

Handelsabkommen, Infrastruktur, Forschungsförderung und Wettbewerbspolitik beeinflussen die internationale Stellung einer Volkswirtschaft. Strukturpolitik unterstützt Regionen oder Branchen beim wirtschaftlichen Wandel.


Das magische Viereck in einer Demokratie

In einer Demokratie müssen wirtschaftspolitische Maßnahmen öffentlich begründet werden. Parteien können dieselbe Lage unterschiedlich bewerten.

Eine Partei kann mehr staatliche Investitionen fordern, um Beschäftigung und Wachstum zu stärken. Eine andere Partei kann vor steigenden Preisen oder Schulden warnen. Gewerkschaften, Unternehmen, Umweltverbände und Verbraucherorganisationen vertreten ebenfalls unterschiedliche Interessen.

Für eine sachliche Bewertung solltest Du fragen:

  1. Welches Ziel soll erreicht werden?
  2. Welche Maßnahme wird vorgeschlagen?
  3. Wer profitiert von der Maßnahme?
  4. Wer trägt mögliche Kosten?
  5. Welche kurzfristigen und langfristigen Folgen sind zu erwarten?
  6. Welche Alternativen gibt es?
  7. Auf welche Daten und Annahmen stützt sich die Entscheidung?


Vom Viereck zum Vieleck

Das ursprüngliche magische Viereck enthält keine ausdrücklichen Ziele zur Verteilungsgerechtigkeit oder zum Umweltschutz. Deshalb wird es häufig zu einem magischen Sechseck oder magischen Vieleck erweitert.

Mögliche zusätzliche Ziele sind:

  1. Umweltschutz und ökologische Nachhaltigkeit.
  2. gerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen.
  3. tragfähige Staatsfinanzen.
  4. Lebensqualität und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
  5. sichere Energie- und Rohstoffversorgung.

Die Erweiterung macht wirtschaftspolitische Entscheidungen realistischer, aber auch komplexer. Mehr Ziele führen zu mehr möglichen Konflikten.


Fallbeispiel: Das Land Ökonomika

Im fiktiven Land Ökonomika steigen die Verbraucherpreise deutlich. Gleichzeitig sinkt die Produktion, und mehrere Unternehmen entlassen Beschäftigte. Die Importe von Energie sind teuer, während die Exporte zurückgehen.

Die Regierung diskutiert drei Maßnahmen:

  1. Ein großes staatliches Investitionsprogramm soll Unternehmen Aufträge geben und Arbeitsplätze sichern.
  2. Die Zentralbank soll die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bremsen.
  3. Haushalte mit niedrigen Einkommen sollen einen befristeten Zuschuss zu Energiekosten erhalten.

Keine Maßnahme löst alle Probleme gleichzeitig. Das Investitionsprogramm könnte Wachstum und Beschäftigung fördern, aber auch Preise erhöhen. Höhere Zinsen könnten die Inflation bremsen, aber Investitionen erschweren. Der Zuschuss könnte soziale Härten verringern, ohne die Ursache der hohen Energiepreise vollständig zu beseitigen.

Das Beispiel zeigt: Wirtschaftspolitik erfordert Abwägung, Datenanalyse und politische Entscheidungen.


Merksätze

  1. Das magische Viereck besteht aus Preisstabilität, hoher Beschäftigung, außenwirtschaftlichem Gleichgewicht und stetigem sowie angemessenem Wachstum.
  2. Die Ziele sind im deutschen Stabilitätsgesetz verankert.
  3. Ziele können sich unterstützen, behindern oder kaum beeinflussen.
  4. Wirtschaftspolitische Maßnahmen haben häufig Nebenwirkungen.
  5. Politische Entscheidungen enthalten immer auch Werturteile und Interessenabwägungen.
  6. Für aktuelle Bewertungen müssen aktuelle und verlässliche Daten genutzt werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche vier Ziele gehören zum magischen Viereck? (Preisstabilität hoher Beschäftigungsstand außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges angemessenes Wachstum) (!Niedrige Steuern hohe Löhne geringe Staatsausgaben und freie Wechselkurse) (!Vollständige Gleichheit Umweltschutz direkte Demokratie und Exportüberschuss) (!Hohe Zinsen niedrige Importe Schuldenfreiheit und Privatisierung)




Warum wird das Viereck als magisch bezeichnet? (Weil die vier Ziele nicht immer gleichzeitig vollständig erreicht werden können) (!Weil die Ziele nur von Fachleuten verstanden werden können) (!Weil jede wirtschaftspolitische Maßnahme sofort wirkt) (!Weil die Ziele keine Messgrößen besitzen)




Welche Messgröße wird häufig für Wirtschaftswachstum verwendet? (Die Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts) (!Die Zahl der Ministerien) (!Die Höhe einzelner Produktpreise) (!Die Länge der Arbeitswoche aller Beschäftigten)




Was beschreibt eine Zielharmonie? (Eine Entwicklung unterstützt mehrere Ziele gleichzeitig) (!Ein Ziel wird vollständig abgeschafft) (!Eine Maßnahme hat nur negative Folgen) (!Zwei Staaten schließen ein Handelsabkommen)




Was ist ein möglicher Zielkonflikt höherer Leitzinsen? (Die Inflation kann sinken während Wachstum und Beschäftigung gebremst werden) (!Die Exporte und Importe werden automatisch gleich groß) (!Die Arbeitslosenquote fällt immer sofort auf null) (!Das Bruttoinlandsprodukt wird nicht mehr gemessen)




Was bedeutet Preisniveaustabilität? (Das durchschnittliche Preisniveau verändert sich nicht stark und dauerhaft) (!Jeder einzelne Preis bleibt für immer gleich) (!Alle Produkte kosten gleich viel) (!Der Staat legt jeden Preis fest)




Was zeigt der Außenbeitrag vereinfacht? (Die Differenz zwischen Exporten und Importen) (!Die Zahl der ausländischen Beschäftigten) (!Die Summe aller Steuern) (!Die Veränderung des Leitzinses)




Welche Institution gestaltet die Geldpolitik im Euroraum? (Die Europäische Zentralbank) (!Der Deutsche Bundestag allein) (!Die Bundesagentur für Arbeit) (!Der Europäische Gerichtshof)




Welches Ziel wird häufig zum magischen Sechseck ergänzt? (Umweltschutz) (!Abschaffung aller Importe) (!Einheitliche Preise für alle Waren) (!Verbot wirtschaftlicher Schwankungen)




Welche Aussage über wirtschaftspolitische Entscheidungen ist richtig? (Sie erfordern häufig eine Abwägung zwischen Zielen Interessen und Folgen) (!Sie können immer nur ein Ziel beeinflussen) (!Sie beruhen niemals auf politischen Werturteilen) (!Sie haben keine langfristigen Folgen)





Memory

Preisniveaustabilität geringe und stabile Veränderung des durchschnittlichen Preisniveaus
Hoher Beschäftigungsstand möglichst viele Menschen haben Arbeit
Wirtschaftswachstum Zunahme der preisbereinigten Wirtschaftsleistung
Außenwirtschaftliches Gleichgewicht dauerhaft tragfähige Beziehungen zwischen Exporten und Importen
Zielharmonie mehrere Ziele werden gleichzeitig unterstützt
Zielkonflikt die Förderung eines Ziels erschwert ein anderes
Finanzpolitik staatliche Einnahmen und Ausgaben
Geldpolitik Steuerung monetärer Bedingungen durch die Zentralbank





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Inflationsrate Preisniveaustabilität
Arbeitslosenquote Hoher Beschäftigungsstand
Reales Bruttoinlandsprodukt Wirtschaftswachstum
Außenbeitrag Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
Leitzins Geldpolitik
Staatsausgaben Finanzpolitik




Ordne nun Zielbeziehungen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Beispiel
Zielharmonie Wachstum fördert zusätzliche Beschäftigung
Zielkonflikt Höhere Zinsen bremsen Inflation und Investitionen
Zielneutralität Eine Maßnahme berührt ein anderes Ziel kaum
Kurzfristige Wirkung Ein Zuschuss stabilisiert sofort das Einkommen
Langfristige Wirkung Bildung erhöht später die Beschäftigungschancen





Kreuzworträtsel

Inflation Wie heißt ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus?
Wachstum Wie heißt die Zunahme der wirtschaftlichen Leistung?
Export Wie heißt die Ausfuhr von Waren oder Dienstleistungen?
Import Wie heißt die Einfuhr von Waren oder Dienstleistungen?
Leitzins Welches geldpolitische Instrument beeinflusst Kreditkosten?
Harmonie Wie heißt eine Beziehung bei der sich Ziele gegenseitig unterstützen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das magische Viereck enthält vier Ziele der staatlichen

. Die Stabilität des durchschnittlichen Preisniveaus wird häufig mit der

untersucht. Ein hoher Beschäftigungsstand wird unter anderem mit der

beurteilt. Für das Wirtschaftswachstum wird meist die Veränderung des realen

verwendet. Die Differenz zwischen Exporten und Importen wird vereinfacht als

bezeichnet. Unterstützen sich zwei Ziele gegenseitig liegt eine

vor. Erschwert die Förderung eines Ziels ein anderes Ziel spricht man von einem

. Staatliche Einnahmen und Ausgaben gehören zur

. Die Steuerung der monetären Bedingungen gehört zur

. Im Euroraum wird sie vor allem von der

gestaltet. Das ursprüngliche Viereck wurde im deutschen

festgeschrieben. Umweltschutz und Verteilungsgerechtigkeit können das Modell zu einem magischen

erweitern.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsplakat: Gestalte ein Plakat mit den vier Zielen und je einem passenden Beispiel aus Deinem Alltag.
  2. Preise beobachten: Vergleiche die Preise von fünf Alltagsprodukten in zwei Geschäften und beschreibe mögliche Gründe für Unterschiede.
  3. Nachrichtencheck: Suche eine aktuelle Wirtschaftsnachricht und ordne sie einem Ziel des magischen Vierecks zu.
  4. Beispiel finden: Formuliere eine Situation, in der sich Wachstum und Beschäftigung gegenseitig unterstützen.


Standard

  1. Konfliktgrafik: Zeichne ein Wirkungsdiagramm zu höheren Leitzinsen und zeige mögliche Folgen für Preise, Wachstum und Beschäftigung.
  2. BIP kritisch prüfen: Erkläre in einem kurzen Text, was das BIP misst und was es nicht misst.
  3. Handelsanalyse: Untersuche, welche Vorteile und Risiken ein dauerhaft hoher Exportüberschuss haben kann.
  4. Parteienvergleich: Vergleiche wirtschaftspolitische Aussagen von zwei Parteien und ordne sie den Zielen des magischen Vierecks zu.


Schwer

  1. Krisenkabinett: Entwickle für das Fallbeispiel Ökonomika ein Maßnahmenpaket und begründe jede Maßnahme.
  2. Modell erweitern: Entwirf ein eigenes magisches Vieleck und begründe, welche zusätzlichen Ziele aufgenommen werden sollten.
  3. Podiumsdiskussion: Organisiere eine Diskussion mit Rollen für Regierung, Gewerkschaft, Unternehmen, Umweltverband und Verbrauchervertretung.
  4. Datenprojekt: Sammle aktuelle Daten zu allen vier Zielen, visualisiere sie und bewerte die wirtschaftliche Lage Deutschlands.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Maßnahmenanalyse: Eine Zentralbank erhöht die Zinsen deutlich. Erkläre mögliche Auswirkungen auf alle vier Ziele des magischen Vierecks.
  2. Entscheidungsaufgabe: Eine Regierung verfügt über zusätzliche Einnahmen. Vergleiche die Wirkungen von Steuersenkungen, Investitionen und Schuldentilgung.
  3. Perspektivwechsel: Beurteile einen hohen Exportüberschuss aus Sicht eines deutschen Unternehmens, eines Importlandes und von Beschäftigten.
  4. Bewertungsaufgabe: Diskutiere, ob Wirtschaftswachstum ohne zusätzliche Kriterien ein ausreichender Maßstab für gesellschaftlichen Fortschritt ist.
  5. Transfer: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, wie Umweltschutz mit Wachstum in Konflikt oder Harmonie stehen kann.
  6. Politische Urteilsbildung: Entwickle Kriterien, mit denen Bürgerinnen und Bürger ein wirtschaftspolitisches Programm prüfen können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du benennst und erklärst die vier Ziele des magischen Vierecks.
  2. Du ordnest geeignete Messgrößen den Zielen zu.
  3. Du unterscheidest Zielharmonie, Zielkonflikt und Zielneutralität.
  4. Du analysierst wirtschaftspolitische Maßnahmen mit ihren möglichen Nebenwirkungen.
  5. Du berücksichtigst kurz- und langfristige Folgen.
  6. Du beziehst unterschiedliche gesellschaftliche Interessen ein.
  7. Du begründest ein eigenes Urteil mit nachvollziehbaren Argumenten und Daten.
  8. Du erklärst die Erweiterung zum magischen Sechseck oder Vieleck.




Quellen und Hinweise

  1. § 1 Stabilitätsgesetz: Gesetzliche Formulierung der vier Ziele.
  2. Artikel 109 Grundgesetz: Verfassungsrechtlicher Bezug zum gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht.
  3. Bundeszentrale für politische Bildung: Erklärung des magischen Vierecks.
  4. Statistisches Bundesamt: Statistische Darstellung der vier Ziele.
  5. Deutsche Bundesbank: Unterrichtsmaterial zur Preisstabilität.

Für politische Bewertungen sollten stets aktuelle Daten aus amtlichen Statistiken verwendet werden. Historische Grafiken in diesem aiMOOC dienen der Veranschaulichung von Entwicklungen.


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