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Das Wiedersehn - Klopstock, Friedrich Gottlieb - Gedichtanalyse

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Das Wiedersehn - Klopstock, Friedrich Gottlieb - Gedichtanalyse

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Einleitung

Kann man einem verstorbenen Menschen innerlich nahe sein? Diese Frage steht im Mittelpunkt von Friedrich Gottlieb Klopstocks Gedicht Das Wiedersehn. Du untersuchst 24 Verse: sechs Strophen mit je vier Versen. Der Text entstand 1797 und wurde 1798 gedruckt. Er handelt von Trauer, Erinnerung, Alter, Hoffnung und dem Gedanken an ein Wiedersehen nach dem Tod.

Dein Lernziel: Du belegst jede Deutung mit Versangaben, vergleichst historische Schreibweisen und erkennst, wie Bilder und Pausen Gefühle ausdrücken. Geeignet ab Klasse 9/10, mit Vertiefung für die Oberstufe. Hier gibt es die bereits vorhandene Gedichtseite; es wird kein zweiter Gedichtartikel angelegt.

Porträt von Klopstock, Johann Caspar Füssli, gemeinfrei; Wikimedia Commons.
Porträt von Klopstock, Johann Caspar Füssli, gemeinfrei; Wikimedia Commons.

Die Textstellen stammen aus zwei ausdrücklich benannten TextGrid-Ausgaben. Eine Quellfassung gibt eine historische Edition wieder, eine Lesefassung eine später abgedruckte, leichter lesbare Textgestalt. Beide enthalten 24 Verse. Eine Übersetzung ist hier nicht nötig, weil beide Texte deutsch sind. Eine Interpretation ist eine begründete mögliche Deutung und keine weitere Textfassung.


Entstehung, persönliche Geschichte und Epoche


Klopstock und Meta

Friedrich Gottlieb Klopstock lebte von 1724 bis 1803. Seine erste Frau Margareta, genannt Meta, starb 1758. Das Gedicht von 1797 spricht sie ausdrücklich in V. 5 an. Die reale biografische Beziehung erklärt die Nähe zum Thema Trauer. Dennoch ist das lyrische Ich eine Stimme im Text: Biografie und Sprecher sind nicht einfach dasselbe.

In V. 3–4 ist vom bereits überschrittenen siebzigsten Lebensjahr die Rede. Der Sprecher empfindet das eigene Lebensende als näher gerückt. Die Aussage ist eine subjektive Empfindung, keine Rechnung über Lebenserwartung.


Aufklärung und Empfindsamkeit

Die Aufklärung betont Nachdenken und eigenständiges Urteilen. Die Empfindsamkeit stellt auch Gefühle, Naturerleben, Innerlichkeit und oft religiöse Hoffnung in den Vordergrund. Das Gedicht wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts geschrieben; es kann mit den Themen der Empfindsamkeit gelesen werden, ohne eine starre Epochenschublade zu verlangen.

Vergleichsvideo: Ein anderes Liebesgedicht Klopstocks, Das Rosenband, wird hier gesprochen. Es ist ausdrücklich nicht Das Wiedersehn. Höre auf Pausen und Betonung und vergleiche die Gefühlswirkung.

Zweiter Vortrag zum Vergleich: Das gleiche andere Gedicht Das Rosenband in einer anderen Rezitation; höre, wie die Stimme die Wirkung verändert.


Die 24 Verse: Quellfassung und Lesefassung


Quellfassung nach dem TextGrid-Abdruck von 1798

Die folgende Transkription folgt dem bei TextGrid als 1798, Leipzig ausgewiesenen Text. Ungewohnte Wörter wie Grub in V. 5 und Dir in V. 22 sind wortgetreu aus diesem Digitaltext übernommen. Sie können Editions- oder Übertragungsprobleme anzeigen. Wir korrigieren sie hier nicht stillschweigend. Beleg: TextGrid: Ausgabe von 1798.

V. 1: Der Weltraum fernt mich weit von dir,
V. 2: So fernt mich nicht die Zeit.
V. 3: Wer überlebt das siebzigste
V. 4: Schon hat, ist nah bey dir.

V. 5: Lang sah ich, Meta, schon dein Grub,
V. 6: Und seine Linde wehn;
V. 7: Die Linde wehet einst auch mir,
V. 8: Streut ihre Blum' auch mir,

V. 9: Nicht mir! Das ist mein Schatten nur,
V. 10: Worauf die Blüthe sinkt;
V. 11: So wie es nur dein Schatten war,
V. 12: Worauf sie oft schon sank.

V. 13: Dann kenn' ich auch die höhre Welt,
V. 14: In der du lange warst;
V. 15: Dann sehn wir froh die Linde wehn,
V. 16: Die unsre Gräber kühlt.

V. 17: Dann ... Aber ach ich weiss ja nicht,
V. 18: Was du schon lange weisst;
V. 19: Nur dass es, hell von Ahndungen,
V. 20: Mir um die Seele schwebt!

V. 21: Mit wonnevollen Hofnungen
V. 22: Dir Abendröthe komt:
V. 23: Mit frohem, tiefen Vorgefühl,
V. 24: Die Sonnen auferstehn!


Lesefassung nach der TextGrid-Ausgabe von 1962

Hier liest du den vollständigen Gedichttext in einer anderen belegten Ausgabe. Die Lesefassung ersetzt nicht die Quelle und ist keine selbst erfundene Übersetzung. Beleg: TextGrid: Abdruck von 1962.

V. 1: Der Weltraum fernt mich weit von dir,
V. 2: So fernt mich nicht die Zeit.
V. 3: Wer überlebt das siebzigste
V. 4: Schon hat, ist nah bei dir.

V. 5: Lang sah ich, Meta, schon dein Grab,
V. 6: Und seine Linde wehn;
V. 7: Die Linde wehet einst auch mir,
V. 8: Streut ihr Blum' auch mir,

V. 9: Nicht mir! Das ist mein Schatten nur,
V. 10: Worauf die Blüte sinkt;
V. 11: So wie es nur dein Schatten war,
V. 12: Worauf sie oft schon sank.

V. 13: Dann kenn' ich auch die höhre Welt,
V. 14: In der du lange warst;
V. 15: Dann sehn wir froh die Linde wehn,
V. 16: Die unsre Gräber kühlt.

V. 17: Dann ... Aber ach ich weiß ja nicht,
V. 18: Was du schon lange weißt;
V. 19: Nur daß es, hell von Ahndungen,
V. 20: Mir um die Seele schwebt!

V. 21: Mit wonnevollen Hoffnungen
V. 22: Die Abendröte kommt:
V. 23: Mit frohem, tiefen Vorgefühl,
V. 24: Die Sonnen auferstehn!

'Ausgaben vergleichen: V. 4 bey/bei, V. 5 Grub/Grab, V. 8 ihre Blum'/ihr Blum, V. 10 Blüthe/Blüte, V. 17–18 weiss/weiß, V. 19 dass/daß und V. 21–22 Hofnungen/ Hoffnungen sowie Dir Abendröthe komt/Die Abendröte kommt. Einige Unterschiede sind Rechtschreibung, andere betreffen ganze Wörter. Bei jeder genauen Textbehauptung gibst du Fassung und Versnummer an.

Nicht verwechseln: Eine heutige Paraphrase wie „Zwischen uns liegt eine riesige Entfernung, aber ich glaube an ein späteres Wiedersehen“ ist eine Erklärung in eigenen Worten, kein Klopstock-Zitat.


Wer spricht? Inhalt und Spannung


Vom Weltraum zur gefühlten Nähe

V. 1–4: „Der Weltraum fernt mich weit von dir“ steht neben „So fernt mich nicht die Zeit.“ Der Text stellt Raum und Zeit einander gegenüber. Die räumliche Entfernung ist riesig. Doch aus der Sicht eines alten Menschen wirkt die Zeit bis zu einem erhofften Wiedersehen kurz. Der Text behauptet damit nicht, dass eine tatsächliche Reise durch den Weltraum stattfindet.

V. 5–8: Das Ich spricht Meta an. Es sieht ihr Grab und eine Linde. Danach denkt es an das eigene künftige Grab. Die Wiederholung von Linde und mir verbindet Erinnerung und Erwartung. Natur ist hier mehr als eine Landschaftsbeschreibung.

Eine Linde als Vergleichsbild für die wiederholte Linde im Gedicht. Foto: Olyrd, CC BY-SA 4.0; Wikimedia Commons.
Eine Linde als Vergleichsbild für die wiederholte Linde im Gedicht. Foto: Olyrd, CC BY-SA 4.0; Wikimedia Commons.


Schatten, Zukunft und Unsicherheit

V. 9–12: Der schroffe Ausruf „Nicht mir!“ unterbricht den Gedanken. Der Sprecher unterscheidet zwischen dem eigenen Selbst und dem Schatten beziehungsweise Bild, auf das später Blüten fallen. So denkt er über Vergänglichkeit und ein mögliches Fortleben nach.

V. 13–16: Der wiederholte Beginn „Dann“ richtet den Blick in die Zukunft. Das Ich stellt sich ein gemeinsames Erleben jenseits des Todes vor. Die Linde erscheint erneut und kühlt nun beide Gräber. Das ist ein Hoffnungsbild, keine überprüfbare Aussage über das Jenseits.

V. 17–20: Mit „Aber ach ich weiß ja nicht“ (Lesefassung, V. 17) schränkt das Ich seine Gewissheit ein. Es weiß nicht genau, was nach dem Tod geschieht. Die „Ahndungen“ (V. 19) sind Vorahnungen. Gerade der Wechsel zwischen Hoffnung und Nichtwissen macht die Gedanken glaubwürdig und offen.


Form, Klang und Bildsprache


Strophen, Wiederholung und Satzzeichen

Du siehst sechs Vierzeiler. Ein regelmäßiger Endreim ist im vorliegenden Text nicht durchgängig erkennbar. Sprich die Verse deshalb zunächst laut, statt vorschnell ein festes Reimschema oder Versmaß zu behaupten. Pausen entstehen an Satzgrenzen, Kommas und den Auslassungspunkten in V. 17. Die Wiederholung von „Dann“ (V. 13, 15, 17) baut die Vorstellung der Zukunft auf.

Achte auf den Klang der mehrfachen Wörter Linde (V. 6, 7, 15), Schatten (V. 9, 11) und schon (V. 4, 5, 18). Gemeinsam erzeugen sie eine ruhige, nachdenkliche Bewegung. Nicht jede wiederholte Silbe ist automatisch ein Reim.

Hörversuch: Die folgende frei nutzbare Aufnahme zeigt echte Waldgeräusche, keine historische Vertonung des Gedichts. Lausche zuerst, dann lies V. 5–16 ohne Musik. Wie verändert der Naturklang deine Vorstellung?

Waldatmosphäre mit Wind und Vogelrufen, Aufnahme: nille; gemeinfrei (PDSounds/Wikimedia Commons).


Linde, Abendröte und Sonnen

Die Linde (V. 6–7, 15–16) verbindet Grab und lebendige Natur. Ihre Blüten können weiterfallen, obwohl der Mensch gestorben ist. Als Motiv der Erinnerung kann sie Trost auslösen. Denke darüber nach, ob das Bild eher traurig, beruhigend oder beides ist.

Die Abendröte (Lesefassung, V. 22) steht nahe am Tagesende. Die „Sonnen“, die „auferstehn“ (V. 24), stellen dem Ende einen neuen Anfang gegenüber. Der Plural ist auffällig: Nicht bloß ein einzelner Morgen, sondern eine größere Zukunft wird vorgestellt. Eine religiöse Deutung ist möglich; eine offenere Lesart kann von bleibender Hoffnung sprechen.

Abendrot als Bild zur Schlussstrophe. Foto: Lindenthaler Andreas, CC BY-SA 4.0; Wikimedia Commons.
Abendrot als Bild zur Schlussstrophe. Foto: Lindenthaler Andreas, CC BY-SA 4.0; Wikimedia Commons.

Bildvergleich: Die folgende Commons-Animation zeigt Erdrotation gegenüber dem Sternenhimmel. Sie ist eine moderne Illustration zu den Worten Weltraum und Sonnen, kein Bild aus dem Jahr 1797 und keine naturwissenschaftliche Aussage des Gedichts.

Zeitgeraffte Erdrotation vor Sternen: Philos2000, CC BY-SA 3.0; Wikimedia Commons.
Zeitgeraffte Erdrotation vor Sternen: Philos2000, CC BY-SA 3.0; Wikimedia Commons.


Deutungen prüfen und gestufte Hilfen

Deutung A – Trost: Das Ich spricht mit einer Verstorbenen und sieht ein Wiedersehen als mögliche Hoffnung. Belege: V. 5, 13–16 und 21–24.

Deutung B – Zweifel: Das Ich ist gerade nicht sicher, wie die höhere Welt aussieht. Belege: das unterbrochene „Dann ...“ und „ich weiß ja nicht“ (Lesefassung, V. 17) sowie die „Ahndungen“ (V. 19).

Deutung C – Natur und Zeit: Der Baum über den Gräbern überdauert die Menschen. So hält die Natur die Erinnerung wach. Belege: V. 5–12 und V. 15–16.

Hilfe 1 (Einstieg): Markiere in V. 1–4 die Wörter für Raum und Zeit. Sage in einem Satz, wie der Sprecher sich fühlt.

Hilfe 2 (mittleres Niveau): Suche ein wiederholtes Wort. Erkläre in zwei Sätzen seine Wirkung und ergänze die Versnummer.

Hilfe 3 (Oberstufe): Stelle Hoffnung und Erkenntnisgrenze gegenüber. Formuliere These, Versbeleg, sprachliche Beobachtung und Gegenargument.

Sicher schreiben: „In der Lesefassung stellt V. 17 mit ‚Aber ach ich weiß ja nicht‘ die zuvor erhoffte Gewissheit in Frage.“ Das ist ein überprüfbarer Beleg mit begrenzter Deutung, keine Behauptung über eine einzige richtige Interpretation.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Lesequiz

Prüfe zunächst die Verse und die angegebenen Textfassungen. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

Welche Spannung beschreibt V. 1–2? (Räumliche Ferne und die als geringer empfundene zeitliche Ferne) (!Das Verhältnis von Sommer und Winter) (!Eine Reise zur See) (!Die Entfernung zwischen zwei Städten)




Wen spricht das lyrische Ich in V. 5 an? (Meta) (!Fanny) (!Linde) (!Den Leser)




Welches Naturbild kehrt im Gedicht mehrfach wieder? (Die Linde) (!Der Fluss) (!Ein Berg) (!Das Meer)




Welche Aussage passt zu V. 9–12? (Das Ich unterscheidet sein Fortleben vom Bild des Schattens auf dem Grab) (!Das Ich sieht einen wandernden Wolkenschatten) (!Meta kehrt körperlich zurück) (!Die Gräber sind verschwunden)




Wie ist der sichtbare Text gegliedert? (Sechs Strophen mit je vier Versen) (!Vier Strophen mit je sechs Versen) (!Zehn gereimte Verspaare) (!Ein einziger Absatz)




Welches Satzzeichen verstärkt den Einschnitt in V. 9? (Ein Ausrufezeichen) (!Ein Fragezeichen) (!Ein Doppelpunkt) (!Ein Semikolon)




Was gibt das Ich in V. 17–20 ausdrücklich zu? (Es weiß nicht genau wie die höhere Welt beschaffen ist) (!Es kann Meta nicht erinnern) (!Es glaubt an keine Zukunft) (!Es ist sicher alles zu wissen)




Welche Bilder prägen das Ende in V. 21–24? (Abendröte und aufgehende Sonnen) (!Schnee und Eis) (!Flüsse und Meere) (!Gewitter und Stürme)




Welche Aussage zur Empfindsamkeit stimmt? (Persönliches Empfinden und Innerlichkeit spielen eine zentrale Rolle) (!Gefühle sollen vollständig vermieden werden) (!Nur technische Erfindungen werden beschrieben) (!Naturbilder sind verboten)




Wie gehst du mit den Varianten Grub und Grab um? (Du benennst die verwendete Ausgabe und belegst die Versstelle) (!Du wählst wortlos eine Lieblingsfassung) (!Du erklärst beide Formen für identisch) (!Du streichst die Stelle aus der Analyse)





Memory: Wort und Funktion

Ordne jeden Begriff seiner passenden Erklärung zu.

Lyrisches Ich Sprechende Stimme innerhalb des Gedichts
Linde Wiederkehrendes Naturbild an den Gräbern
Vorahnung Empfindung ohne gesichertes Wissen
Quellfassung Wortlaut einer benannten historischen Textausgabe
Lesefassung Wortlaut einer benannten späteren Leseausgabe
Zitatbeleg Nachprüfbare Textstelle mit Versangabe





Drag and Drop: Bild und Bedeutung

Verbinde jeweils den fett gedruckten Begriff mit seiner passenden Erklärung.

Suchbegriff Erklärung
Weltraum Stellt räumliche Entfernung dar
Schatten Regt zum Nachdenken über Körper und Vergänglichkeit an
Linde Verbindet Gräber mit weiterlebender Natur
Abendröte Weckt die Vorstellung von einem Ende
Aufgehende Sonnen Öffnen ein Bild für neue Hoffnung





Kreuzworträtsel

Die Antworten sind einzelne Wörter aus dem Lernstoff.

Weltraum Wodurch ist das Ich nach dem ersten Vers weit von Meta entfernt?
Linde Welcher Baum steht im Gedicht am Grab?
Schatten Was bezeichnet das Ich in Vers neun als nicht sich selbst?
Abendröte Welche Himmelserscheinung nennt die spätere Lesefassung in Vers zweiundzwanzig?
Meta Wie heißt die direkt angesprochene verstorbene Person?
Empfindsamkeit Welche literarische Strömung rückt das persönliche Gefühl in den Mittelpunkt?





LearningApps: weitere Zuordnungsübungen

Suche nach passenden Übungen zum Gedicht und überprüfe die Ergebnisse am Originaltext. Suchergebnisse sind nicht automatisch geprüft.


Lückentext: Verstehen und belegen

Ergänze die Fachwörter.
Im ersten Vers wird der große

genannt.
Das lyrische Ich spricht die verstorbene

an.
Der wiederkehrende Baum ist eine

.
Das Gedicht hat insgesamt

Strophen.
Die Linde bildet ein Naturbild der

.
Der Ausdruck Nicht mir wird durch ein

hervorgehoben.
Das Ich gesteht sein

über die höhere Welt ein.
Die Schlussbilder lassen Raum für

.




Offene Aufgaben

Bearbeite mindestens eine Aufgabe je Niveau. Drei Schreibaufgaben sind unten ausdrücklich gekennzeichnet; die übrigen Aufgaben bieten weitere Wege zum selben Lernziel.


Leicht

  1. Schreibaufgabe – Einstieg: Verfasse sechs einfache Sätze zu Trauer und Hoffnung. Verwende mindestens ein kurzes Zitat aus V. 1–4 mit genauer Versnummer.
  2. Text markieren: Markiere in der Lesefassung die Wörter Linde, Schatten und Dann. Sammle Fundstellen in einer Tabelle.
  3. Gedicht sprechen: Lies V. 1–8 mit zwei unterschiedlichen Sprechpausen vor und erkläre in eigenen Worten, was du dabei bemerkst.
  4. Bildvergleich: Betrachte das verlinkte Lindenfoto und beschreibe, was im Gedicht wörtlich vorkommt und was nur das Foto zeigt.


Standard

  1. Schreibaufgabe – Analyse: Schreibe einen Absatz mit These, Zitat, sprachlicher Beobachtung und Wirkung zur Linde in V. 5–16.
  2. Varianten prüfen: Vergleiche die Wörter in V. 5 und V. 22 der zwei TextGrid-Fassungen. Erläutere in vier Sätzen, warum die Ausgabe genannt werden muss.
  3. Sprechvergleich: Höre die beiden Rosenband-Vorträge, notiere jeweils zwei Pausen und übertrage eine Beobachtung vorsichtig auf das Lesen von Das Wiedersehn.
  4. Epochenbezug: Erstelle eine kleine Übersicht mit jeweils zwei Belegen für persönliches Gefühl, Naturbild und begrenztes Wissen.


Schwer

  1. Schreibaufgabe – Erörterung: Formuliere eine zweiseitige textgestützte Interpretation mit der Leitfrage, ob Hoffnung oder Zweifel das Ende prägt. Nutze mindestens vier exakt verortete Versbelege und stelle eine Gegenlesart vor.
  2. Textedition: Untersuche Grub/Grab und Dir/Die mit Quellenbelegen. Trenne sichere Beobachtung von Vermutung über Druck oder Übertragung.
  3. Formanalyse: Prüfe, ob es ein durchgehendes Metrum und Reimschema gibt. Dokumentiere eigene Beobachtungen an mindestens zwei verschiedenen Vierzeilern und vermeide unbelegte Pauschalurteile.
  4. Medienkritik: Entwirf eine textbasierte Bild- und Tonfolge mit bestehenden Commons-Medien. Begründe mit Versbelegen und überprüfe alle Bild- und Tonlizenzen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Begründete Deutung: Erkläre, wie V. 1–4 den Unterschied zwischen räumlicher Ferne und erlebter Zeit aufbauen; zitiere zwei Verse korrekt.
  2. Sprachbeobachtung: Zeige an V. 9 und V. 17, wie Ausruf und Unterbrechung den Gedankengang verändern.
  3. Epochenbezug: Ordne das Gedicht der Gefühlsliteratur des 18. Jahrhunderts zu und belege auch, warum der Text nicht nur beruhigende Hoffnung zeigt.
  4. Quellenvergleich: Lege die Textvarianten V. 5 und V. 22 nebeneinander und nenne beide TextGrid-Ausgaben mit Erscheinungsdaten.
  5. Lizenzen prüfen: Wähle ein Bild und eine Tonaufnahme aus dem Kurs und erläutere Quelle, Namensnennung und erlaubte Verwendung.
  6. Transfer: Schreibe vier eigene Zeilen über Erinnerung. Kennzeichne sie ausdrücklich als eigenes Werk und erkläre zwei Unterschiede zum Klopstock-Gedicht.




Lernnachweis

Du kannst am Ende sechs Strophen und 24 Verse nachweisen, zwischen Sprecher und Verfasser unterscheiden, Quell- und Lesefassung sauber benennen und mindestens vier Deutungen mit korrekten Versbelegen prüfen. Ein geeigneter Lernnachweis besteht aus einer kurzen Analyse (mit Einleitung, zwei sprachlichen Beobachtungen und Schluss), der Variantenliste, einem ausgefüllten Quiz und einer Reflexion über Hoffnung und Nichtwissen.

Bewertungsvorschlag: Textgenauigkeit und Versbelege 40 %, nachvollziehbare Deutung 30 %, Form- und Bildanalyse 20 %, verständliche Sprache und Quellenarbeit 10 %. Die inhaltliche Zustimmung zu einem religiösen Glauben ist kein Bewertungskriterium.




OER und Wikipedia

Gedichtseiten und Textausgaben:

Medienquellen, Autor und Lizenz: Die folgende Tabelle dokumentiert die tatsächlich verlinkten Wikimedia-Commons-Dateiseiten. Bei CC BY-SA ist bei Weiterverwendung die Namensnennung mit Link zur Lizenz erforderlich; bei Änderungen sind diese kenntlich zu machen und ShareAlike ist zu beachten.

Datei im Kurs Nachprüfbare Quelle Urheber Lizenz und Rechtehinweis
File:Friedrich Gottlieb Klopstock.jpg Wikimedia Commons Johann Caspar Füssli Gemeinfrei, Public Domain Mark
File:Waldkatzenbacher Linde.png Wikimedia Commons Olyrd CC BY-SA 4.0
File:Abendrot 001.jpg Wikimedia Commons Lindenthaler Andreas CC BY-SA 4.0
File:Earth-Rotation-Milkyway.gif Wikimedia Commons Philos2000 CC BY-SA 3.0
File:20090610 0 ambience.ogg Wikimedia Commons nille Gemeinfrei, vom Urheber freigegeben

Wikipedia in deutscher Sprache: Die folgende enzyklopädische Seite stellt den Autor vor. Sie ist eine zusätzliche Informationsquelle, nicht der Wortlaut des Gedichts.



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