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Das Ostfränkische Reich – Vom Frankenreich zu neuen Herrschaftsstrukturen

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Das Ostfränkische Reich – Vom Frankenreich zu neuen Herrschaftsstrukturen



Einleitung

Das Ostfränkische Reich – Deutschland? Diese Frage klingt einfacher, als sie ist. Nach dem Tod Karls des Großen zerfiel das Frankenreich nicht sofort. Seine Nachfolger stritten jedoch um Macht, Erbe und Herrschaft. Im Jahr 843 wurde das Reich im Vertrag von Verdun in drei Herrschaftsbereiche geteilt. Der östliche Teil wurde zum Ostfränkischen Reich.

Aus dem Ostfrankenreich entwickelte sich später ein Reich, das eine wichtige Grundlage für das mittelalterliche Deutschland und das Heilige Römische Reich bildete. Trotzdem wäre es falsch zu sagen: „843 wurde Deutschland gegründet.“ Im 9. und 10. Jahrhundert gab es noch keinen deutschen Nationalstaat wie heute. Herrschaft beruhte vor allem auf persönlichen Bindungen, Adel, Kirche, Grundbesitz, militärischer Macht und der Fähigkeit eines Königs, Unterstützung zu gewinnen.

Die Karte zeigt das Ostfrankenreich nach der Teilung von 843. Vergleiche seine Grenzen mit dem heutigen Deutschland: Du erkennst schnell, dass mittelalterliche Reiche nicht mit modernen Staaten gleichgesetzt werden können.


Vom Frankenreich zur Teilung

Unter Karl dem Großen erreichte das Frankenreich um 800 eine enorme Ausdehnung. Karl wurde im Jahr 800 in Rom zum Kaiser gekrönt. Nach seinem Tod 814 übernahm sein Sohn Ludwig der Fromme die Herrschaft. Ludwig wollte die Einheit des Reiches erhalten, musste aber zugleich die Ansprüche seiner Söhne berücksichtigen.

Nach Ludwigs Tod 840 verschärfte sich der Streit zwischen seinen Söhnen Lothar I., Ludwig dem Deutschen und Karl dem Kahlen. Hinter dem Konflikt stand eine Grundfrage mittelalterlicher Herrschaft: Sollte ein großes Reich möglichst unter einem Herrscher zusammenbleiben oder sollten mehrere erbberechtigte Söhne eigene Herrschaftsgebiete erhalten?

Das Video zu Karl dem Großen hilft Dir, die Ausgangslage zu verstehen: Ohne das große Frankenreich lässt sich die spätere Entstehung von West- und Ostfrankenreich nicht erklären.


Der Vertrag von Verdun 843

Im August 843 einigten sich die drei Brüder im Vertrag von Verdun auf eine Teilung der Herrschaft. Lothar I. erhielt ein langgestrecktes Mittelreich und behielt die Kaiserwürde. Karl der Kahle regierte das Westfrankenreich. Ludwig der Deutsche erhielt das Ostfrankenreich.

Für die Menschen der Zeit bedeutete diese Teilung nicht sofort, dass drei moderne Staaten entstanden. Die Herrscher gehörten weiterhin zur Familie der Karolinger und verstanden sich als Teil einer gemeinsamen fränkischen Tradition. Dennoch entwickelten sich die Reichsteile langfristig unterschiedlich.

Quellenkritischer Hinweis: Dieses Bild zeigt zwar den Vertrag von Verdun, entstand aber viele Jahrhunderte später. Es ist deshalb keine unmittelbare Bildquelle aus dem Jahr 843. Du kannst daran üben, zwischen einem historischen Ereignis und einer späteren Darstellung dieses Ereignisses zu unterscheiden.


Ludwig der Deutsche und das Ostfrankenreich

Ludwig der Deutsche regierte den östlichen Reichsteil. Zu seinem Herrschaftsbereich gehörten unterschiedliche Regionen und Bevölkerungsgruppen, darunter Gebiete in Sachsen, Franken, Thüringen, Bayern und Alemannien. Eine einheitliche „deutsche“ Identität existierte noch nicht.

Der König konnte sein Reich nicht wie ein moderner Staat von einer Hauptstadt aus verwalten. Er war auf Grafen, Herzöge, Bischöfe, Äbte und andere Mächtige angewiesen. Herrschaft musste immer wieder persönlich bestätigt werden: auf Versammlungen, durch Treue, Schenkungen, Ämter, Bündnisse und gemeinsame Feldzüge.


Neue Herrschaftsstrukturen

Im 9. und 10. Jahrhundert gewannen regionale Adelsfamilien an Bedeutung. Besonders mächtig wurden Herzöge in großen Regionen wie Sachsen, Bayern, Schwaben und Franken. Im Unterricht werden diese Gebiete häufig als Stammesherzogtümer bezeichnet. Der Begriff kann aber leicht den Eindruck erwecken, dort hätten bereits feste „Völkerstaaten“ bestanden. Tatsächlich waren die politischen Verhältnisse beweglicher und stärker von einzelnen Adelsfamilien geprägt.

Wichtige Merkmale der Herrschaft waren:

  1. Reisekönigtum: Der König hatte keine feste Hauptstadt, sondern zog mit seinem Hof durch das Reich und hielt sich an verschiedenen Pfalzen und Herrschaftsorten auf.
  2. Adel: Herzöge, Grafen und andere Große verfügten über Land, Gefolgsleute und militärische Macht. Ein König musste ihre Unterstützung gewinnen.
  3. Kirche: Bischöfe und Äbte waren nicht nur religiöse, sondern auch politische Akteure. Klöster und Bistümer besaßen Land, Wissen und Verwaltungsstrukturen.
  4. Königswahl: Nach dem Ende einer Dynastie wurde die Zustimmung der führenden Großen besonders wichtig. Wahl und dynastische Nachfolge wirkten im Reich nebeneinander.
  5. Personenverband: Herrschaft beruhte weniger auf festen Behörden als auf Beziehungen zwischen Personen, Familien und Gruppen.


911: Ende der ostfränkischen Karolinger

Als Ludwig das Kind 911 starb, endete die ostfränkische Linie der Karolinger. Führende Große des Reiches wählten Konrad I. zum König. Das war ein wichtiger Einschnitt: Der neue König stammte nicht aus der karolingischen Herrscherfamilie.

Die Wahl Konrads zeigt, wie sehr ein König auf die Anerkennung mächtiger Adliger angewiesen war. Gleichzeitig blieb die königliche Herrschaft schwierig. Regionale Herzöge verteidigten ihre eigene Macht, und von außen bedrohten vor allem die Magyaren das Reich durch schnelle Raubzüge.


Heinrich I. und der Beginn der ottonischen Herrschaft

919 wurde Heinrich I. aus dem sächsischen Adelsgeschlecht der Liudolfinger zum König erhoben. Die Familie wird später meist als Ottonen bezeichnet. Heinrich versuchte nicht, alle Herzöge vollständig zu entmachten. Stattdessen setzte er häufig auf Absprachen, Anerkennung und Bündnisse.

Heinrich stärkte seine Stellung gegenüber regionalen Herrschern und bereitete die Abwehr der Magyaren vor. 933 gelang ihm bei Riade ein wichtiger Sieg. Kurz vor seinem Tod 936 ließ er die Nachfolge seines Sohnes Otto absichern.


Otto I.: König, Lechfeld und Kaiser

936 wurde Otto I. in Aachen zum König erhoben. Er knüpfte bewusst an karolingische Traditionen an, musste aber ebenfalls mit mächtigen Herzögen und Familien im Reich umgehen. Otto stärkte seine Herrschaft unter anderem durch enge Zusammenarbeit mit Bischöfen und Äbten. Im Schulunterricht wird dies oft als Teil eines Reichskirchensystems beschrieben. Dabei solltest Du beachten, dass es sich nicht um ein vollständig geplantes Verwaltungssystem im modernen Sinn handelte.

955 besiegte ein Heer unter Ottos Führung die Magyaren in der Schlacht auf dem Lechfeld. Der Sieg stärkte Ottos Ansehen deutlich und beendete die großen ungarischen Raubzüge in das Reich nicht allein, war aber ein entscheidender Wendepunkt in den Auseinandersetzungen.

962 wurde Otto I. in Rom zum Kaiser gekrönt. Diese Kaiserkrönung war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Reiches, das später als Heiliges Römisches Reich bezeichnet wurde. Auch hier gilt: Das Reich entstand nicht an einem einzigen Tag, sondern in einem längeren Prozess.

Das Herrscherzeichen Ottos erinnert daran, dass mittelalterliche Herrschaft auch durch Urkunden sichtbar wurde. Schriftstücke bestätigten zum Beispiel Rechte, Besitz oder Schenkungen. Die Herstellung solcher Urkunden lag häufig in den Händen kirchlich gebildeter Schreiber.


War das Ostfrankenreich schon Deutschland?

Die kurze Antwort lautet: noch nicht im modernen Sinn. Historikerinnen und Historiker verstehen die Entstehung Deutschlands heute als einen langen Prozess. 843 entstand ein eigenständiger östlicher Herrschaftsraum. 911 endete dort die karolingische Dynastie. 919 begann die Herrschaft der Ottonen. 962 verband Otto I. das ostfränkisch-deutsche Königtum erneut mit der römischen Kaiserwürde.

Erst nach und nach verfestigten sich politische Strukturen, gemeinsame Traditionen und Bezeichnungen. Deshalb ist es sinnvoller, von einem Weg vom Ostfrankenreich zum mittelalterlichen deutschen Reich zu sprechen, statt ein einzelnes Gründungsjahr zu nennen.


Zeitleiste

  1. Karl der Große: Kaiserkrönung im Jahr 800; das Frankenreich bildet den politischen Ausgangspunkt.
  2. Vertrag von Verdun: 843 wird die Herrschaft unter den Enkeln Karls des Großen geteilt.
  3. Ludwig der Deutsche: Herrscher des Ostfrankenreichs ab 843.
  4. Konrad I.: 911 wird erstmals nach dem Ende der ostfränkischen Karolinger ein König aus einer anderen Familie gewählt.
  5. Heinrich I.: 919 beginnt die Herrschaft der Ottonen.
  6. Schlacht auf dem Lechfeld: 955 stärkt der Sieg über die Magyaren die Stellung Ottos I.
  7. Otto I.: 962 wird er in Rom zum Kaiser gekrönt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was war eine Folge des Vertrags von Verdun 843? (Das Frankenreich wurde in drei Herrschaftsbereiche geteilt) (!Das Römische Reich wurde neu gegründet) (!Deutschland erhielt eine moderne Verfassung) (!Alle Herzöge verloren sofort ihre Macht)




Wer erhielt 843 den östlichen Teil des Frankenreichs? (Ludwig der Deutsche) (!Karl der Kahle) (!Lothar I.) (!Otto I.)




Warum gilt 843 nicht einfach als Gründungsjahr Deutschlands? (Die Entstehung eines deutschen Reiches war ein längerer Prozess) (!Deutschland war bereits seit der Antike ein Nationalstaat) (!Der Vertrag von Verdun betraf nur Italien) (!Das Ostfrankenreich wurde erst 1200 gegründet)




Was geschah nach dem Tod des letzten ostfränkischen Karolingers 911? (Konrad I. wurde zum König gewählt) (!Karl der Große wurde erneut Kaiser) (!Das Reich wurde zur Republik) (!Der Papst übernahm direkt die Königsherrschaft)




Zu welcher Herrscherfamilie gehörte Heinrich I.? (Zu den Liudolfingern beziehungsweise Ottonen) (!Zu den Merowingern) (!Zu den Habsburgern) (!Zu den Staufern)




Was bedeutet Reisekönigtum? (Der König zog durch sein Reich und herrschte an wechselnden Orten) (!Der König regierte ausschließlich von Rom aus) (!Der König besaß keine politischen Rechte) (!Der König wurde jedes Jahr neu gewählt)




Warum waren Herzöge und andere Adlige für den König wichtig? (Sie verfügten über regionale Macht, Land und Gefolgsleute) (!Sie waren nur für religiöse Feiern zuständig) (!Sie besaßen grundsätzlich keinen Grundbesitz) (!Sie wurden ausschließlich von Bauern gewählt)




Welche politische Rolle spielte die Kirche im Ostfrankenreich? (Bischöfe und Äbte konnten wichtige Herrschaftsaufgaben übernehmen) (!Kirchliche Einrichtungen hatten keinen Grundbesitz) (!Der König durfte nie mit Bischöfen zusammenarbeiten) (!Klöster lagen immer außerhalb des Reiches)




Welches Ereignis stärkte Otto I. im Jahr 955 besonders? (Der Sieg auf dem Lechfeld) (!Der Vertrag von Verdun) (!Die Wahl Konrads I.) (!Die Kaiserkrönung Karls des Großen)




Was geschah 962 mit Otto I.? (Er wurde in Rom zum Kaiser gekrönt) (!Er teilte das Frankenreich in drei Teile) (!Er wurde der letzte Karolinger) (!Er verlor die Königswürde an Heinrich I.)





Memory

Vertrag von Verdun Herrschaftsteilung von 843
Ludwig der Deutsche König des Ostfrankenreichs
Konrad I. Herrscherwechsel nach den Karolingern
Heinrich I. Beginn der ottonischen Herrschaft
Otto I. Kaiserkrönung in Rom
Lechfeld Sieg über die Magyaren
Reisekönigtum Herrschaft ohne feste Hauptstadt





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ludwig der Deutsche Ostfrankenreich
Konrad I. Herrscherwechsel
Heinrich I. Ottonen
Otto I. Kaiserkrönung
Reisekönigtum Pfalzen






Kreuzworträtsel

Verdun In welcher Stadt wurde die Herrschaftsteilung von 843 vereinbart?
Karolinger Wie heißt die Herrscherfamilie Karls des Großen?
Ottonen Wie nennt man die Herrscherfamilie Heinrichs I. und Ottos I.?
Lechfeld Wie heißt der Ort der bedeutenden Schlacht Ottos I. gegen die Magyaren?
Aachen In welcher Stadt wurde Otto I. zum König erhoben?
Magyaren Welche Reitergruppen bedrohten das Ostfrankenreich im 10. Jahrhundert besonders?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Im Vertrag von Verdun wurde die Herrschaft über das Frankenreich auf

Bereiche verteilt.
Den östlichen Reichsteil erhielt

.
Nach dem Ende der ostfränkischen Karolinger wurde 911

zum König gewählt.
Im Jahr 919 begann mit

die Herrschaft der Ottonen.
Ein König ohne feste Hauptstadt übte seine Herrschaft als

aus.
Der Sieg Ottos I. über die Magyaren fand auf dem

statt.
Im Jahr 962 erhielt Otto I. in Rom die Würde eines

.
Die Entstehung Deutschlands war ein

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitleiste: Gestalte eine übersichtliche Zeitleiste von Karl dem Großen bis zur Kaiserkrönung Ottos I. und markiere vier Wendepunkte.
  2. Kartenarbeit: Vergleiche die Karte des Ostfrankenreichs von 843 mit einer heutigen Europakarte und notiere drei Unterschiede.
  3. Glossar: Erkläre die Begriffe Reisekönigtum, Karolinger, Ottonen und Herzog in eigenen Worten.
  4. Bildbeschreibung: Wähle eine Abbildung aus diesem aiMOOC und beschreibe zuerst nur, was Du siehst. Erkläre danach, welche historische Aussage Du daraus ableiten kannst.


Standard

  1. Vergleich: Vergleiche die Herrschaft eines modernen Staates mit dem Reisekönigtum. Finde mindestens drei Unterschiede.
  2. Rollenspiel: Stellt in einer Gruppe eine Königswahl um 911 oder 919 nach. Verteilt Rollen wie Herzog, Bischof, Graf und Königskandidat und formuliert die Interessen der Figuren.
  3. Erklärvideo: Produziere ein zwei- bis dreiminütiges Erklärvideo mit dem Titel „Warum 843 noch nicht Deutschland entstand“.
  4. Herrschaftsnetzwerk: Zeichne ein Netzwerk mit König, Herzögen, Grafen, Bischöfen, Äbten und Gefolgsleuten. Zeige mit Pfeilen, wer von wem Unterstützung brauchte.


Schwer

  1. Quellenkritik: Untersuche das Bild zum Vertrag von Verdun von K. W. Schurig. Recherchiere seine Entstehungszeit und erkläre, warum eine spätere Darstellung nicht wie eine zeitgenössische Quelle behandelt werden darf.
  2. Historische Argumentation: Diskutiere die These „843 ist das Geburtsjahr Deutschlands“. Formuliere mindestens zwei Argumente dafür und drei dagegen und ziehe ein begründetes Urteil.
  3. Regionalgeschichte: Recherchiere, welche Orte Deiner Region im 9. oder 10. Jahrhundert bereits bestanden. Prüfe, welche Quellen oder archäologischen Funde darüber Auskunft geben.
  4. Digitale Ausstellung: Erstelle eine kleine digitale Ausstellung mit mindestens fünf Stationen vom Frankenreich bis zu Otto I. Kombiniere Karten, Bilder, kurze Texte und eigene Fragen an die Besucherinnen und Besucher.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursache und Wirkung: Erkläre, wie Erbkonflikte im karolingischen Herrscherhaus zur Teilung von 843 beitrugen und warum daraus nicht sofort drei moderne Staaten entstanden.
  2. Herrschaft vergleichen: Stelle Reisekönigtum und moderne staatliche Verwaltung gegenüber. Erkläre, welche Probleme ein reisender König beim Regieren eines großen Reiches lösen musste.
  3. Perspektivwechsel: Du bist ein mächtiger Herzog im Jahr 919. Formuliere, unter welchen Bedingungen Du Heinrich I. als König unterstützen würdest.
  4. Medienkritik: Vergleiche eine historische Karte mit einer später entstandenen Historienmalerei aus diesem aiMOOC. Welche Art von Informationen kann jedes Medium liefern, und wo liegen Grenzen?
  5. Wendepunkte bewerten: Wähle aus 843, 911, 919, 955 und 962 zwei Daten aus, die Du für besonders wichtig hältst. Begründe Deine Auswahl mit Zusammenhängen statt nur mit Fakten.
  6. Kirche und Herrschaft: Erkläre, warum die Zusammenarbeit mit Bischöfen und Äbten für einen König nützlich sein konnte. Nenne zugleich ein mögliches Konfliktpotenzial.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Jahreszahlen kennst, sondern historische Entwicklungen erklären und beurteilen kannst.

  1. Du kannst erklären, warum der Vertrag von Verdun 843 zur Entstehung des Ostfrankenreichs beitrug.
  2. Du kannst begründen, warum das Ostfrankenreich noch nicht mit dem heutigen Deutschland gleichgesetzt werden darf.
  3. Du kannst die Bedeutung von Ludwig dem Deutschen, Konrad I., Heinrich I. und Otto I. in eine Entwicklung einordnen.
  4. Du kannst Reisekönigtum, Adelsherrschaft, Königswahl und die politische Rolle der Kirche erklären.
  5. Du kannst die Bedeutung des Lechfeldsieges von 955 und der Kaiserkrönung von 962 in Zusammenhängen beurteilen.
  6. Du kannst Karten und spätere historische Darstellungen kritisch als unterschiedliche Medien untersuchen.
  7. Du kannst ein eigenes begründetes Urteil zur Frage formulieren, wann und wie sich aus dem Ostfrankenreich mittelalterliche deutsche Herrschaftsstrukturen entwickelten.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel bietet eine frei zugängliche Vertiefung zum Ostfrankenreich:



Verknüpfte Lernbereiche

Das Thema verbindet politische Geschichte, Gesellschaft, Religion, Raumvorstellungen und den Umgang mit historischen Quellen.


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