Das Medienbild der Depression - Mobbing und Cybermobbing


Das Medienbild der Depression - Mobbing und Cybermobbing
Einleitung
Das Medienbild der Depression / Mobbing und Cybermobbing verbindet drei wichtige Lernbereiche: Psychische Gesundheit, Medienbildung und Soziales Lernen. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Depression in Medien dargestellt wird, wie Mobbing und Cyber-Mobbing entstehen, welche Rollen Bystander und Upstander spielen und wie Betroffene wirksam Unterstützung erhalten können. Der Kurs eignet sich für Schule, Ausbildung, Studium, Schulsozialarbeit, Medienpädagogik und Präventionsarbeit.
Eine Depression ist keine einfache Traurigkeit, keine Charakterschwäche und kein Zeichen mangelnder Willenskraft. Sie ist eine ernst zu nehmende, behandelbare psychische Erkrankung, die Denken, Fühlen, Antrieb, Schlaf, Konzentration, Selbstwert und soziale Beziehungen stark beeinflussen kann. Mobbing und Cyber-Mobbing können psychische Belastungen verstärken, ersetzen aber keine fachliche Diagnose. Umgekehrt kann eine Person, die depressiv wirkt, nicht allein durch Beobachtung sicher eingeschätzt werden. Deshalb ist es wichtig, sensibel zu sprechen, nicht zu beschämen und früh Hilfe zu holen.
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Das Video behandelt „Das Medienbild der Depression / Mobbing und Cybermobbing“ und ordnet Mobbing und Cyber-Mobbing sachlich, verständlich und wissenschaftlich ein. Nutze es als Einstieg: Achte beim Anschauen darauf, welche Bilder, Begriffe und Beispiele verwendet werden und ob sie Betroffene stärken oder eher stigmatisieren.

Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was mit dem Medienbild einer Depression gemeint ist. Du kannst Mobbing von einem gewöhnlichen Konflikt unterscheiden und typische Merkmale von Cyber-Mobbing benennen. Du lernst, wie Stigmatisierung, Scham, Isolation und digitale Öffentlichkeit zusammenwirken können. Außerdem entwickelst Du Handlungsstrategien, mit denen Du Dich selbst und andere schützt, Beweise sicherst, Hilfe organisierst und als Upstander Verantwortung übernimmst.
Grundbegriffe
Depression
Depression bezeichnet im klinischen Sinn eine affektive Störung, die unter anderem durch gedrückte Stimmung, Interessenverlust, verminderten Antrieb, Hoffnungslosigkeit, Grübeln, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten und ein verändertes Selbstwertgefühl geprägt sein kann. Wichtig ist: Eine Depression muss fachlich abgeklärt werden. Nicht jede traurige Phase ist eine Depression, aber anhaltende Belastung sollte ernst genommen werden. Psychotherapie, ärztliche Behandlung, soziale Unterstützung, schulische Entlastung und Krisenhilfe können wichtige Bestandteile der Unterstützung sein.
Medienbild
Ein Medienbild entsteht dadurch, wie Journalismus, Film, Serie, Social Media, Influencer, Kommentarspalten, Memes und Nachrichten ein Thema darstellen. Bei Depression kann ein Medienbild hilfreich sein, wenn es erklärt, entstigmatisiert, Hilfsangebote nennt und Bewältigung realistisch zeigt. Es kann schaden, wenn es dramatisiert, Betroffene als gefährlich oder hoffnungslos zeigt, Ursachen vereinfacht, voyeuristisch berichtet oder psychische Erkrankungen als Beleidigung benutzt.
Mobbing
Mobbing ist mehr als Streit. Es geht um wiederholte, gezielte oder systematische Abwertung, Ausgrenzung, Einschüchterung oder Demütigung einer Person über einen längeren Zeitraum. Häufig besteht ein Machtungleichgewicht: Die betroffene Person kann sich nicht leicht allein wehren, weil andere mitmachen, schweigen oder die Täterposition stärken. Mobbing kann verbal, sozial, körperlich, indirekt oder digital stattfinden.
Cyber-Mobbing
Cyber-Mobbing ist Mobbing mit digitalen Mitteln. Es kann in Messenger-Gruppen, Social Media, Gaming-Chats, Videoplattformen, Klassenchats, Kommentaren, Fake-Profilen oder Direktnachrichten passieren. Typisch sind Beleidigungen, Bloßstellungen, Gerüchte, das Weiterleiten privater Bilder, Ausschluss aus Gruppen, Drohungen, Identitätsmissbrauch oder das gezielte Lächerlichmachen. Cyber-Mobbing ist besonders belastend, weil Inhalte schnell verbreitet werden, lange sichtbar bleiben, anonym erscheinen können und Betroffene auch zu Hause erreichen.

Das Medienbild der Depression
Warum Darstellungen wichtig sind
Medien beeinflussen, wie Menschen über Depression sprechen. Wenn Berichte nur extreme Krisen zeigen, kann der Eindruck entstehen, Depression sei immer sichtbar, immer eindeutig oder immer hoffnungslos. Wenn Berichte dagegen auch Behandlung, Alltag, Unterstützung, Rückfälle, Genesung und gelingende Hilfesuche darstellen, entsteht ein realistischeres Bild. Ein verantwortungsvolles Medienbild zeigt: Betroffene sind Menschen mit Würde, Rechten, Beziehungen, Fähigkeiten und Unterstützungsmöglichkeiten.
Häufige problematische Muster
Problematisch sind Darstellungen, die Depression romantisieren, lächerlich machen, auf einzelne Auslöser reduzieren oder Betroffene auf eine Krankheit festlegen. Auch Bilder von Dunkelheit, Einsamkeit und Verzweiflung können sinnvoll sein, wenn sie reflektiert eingesetzt werden; sie werden aber schwierig, wenn sie als einziges Bild übrig bleiben. Ein guter Medienbeitrag vermeidet Schuldzuweisungen, nennt Hilfsangebote, erklärt Komplexität und nutzt eine Sprache, die Betroffene nicht beschämt.
Werther-Effekt und Papageno-Effekt
Bei Berichten über Suizid und schwere psychische Krisen ist besondere Verantwortung nötig. Der Werther-Effekt beschreibt das Risiko, dass sensationsorientierte oder detailreiche Darstellungen von Suiziden Nachahmung fördern können. Der Papageno-Effekt beschreibt die mögliche schützende Wirkung von Medienbeiträgen, die Bewältigungswege, Gespräche, Krisenhilfe und Hoffnung sichtbar machen. In diesem aiMOOC werden keine Details zu Suizidmethoden vermittelt. Entscheidend ist die Präventionsbotschaft: Krisen sind ernst, aber Hilfe ist möglich.
Sprache schafft Wirklichkeit
Wörter wie „verrückt“, „Psycho“ oder „krank“ als Beleidigung verstärken Stigma. Besser ist eine respektvolle Sprache: „Eine Person lebt mit einer Depression“, „eine Person ist psychisch belastet“ oder „eine Person braucht Unterstützung“. Auch bei Mobbing ist Sprache wichtig: Wer sagt „Das war doch nur Spaß“, verharmlost möglicherweise Gewalt. Wer sagt „Das ist eine wiederholte Grenzverletzung“, benennt das Problem klarer.
Mobbing und Cybermobbing verstehen
Vom Konflikt zum Mobbing
Ein Konflikt ist nicht automatisch Mobbing. Bei einem Konflikt können beide Seiten ungefähr gleich stark sein und es geht oft um ein konkretes Problem. Bei Mobbing entsteht eine wiederholte Schädigung, bei der eine Person zunehmend isoliert wird. Es geht nicht nur um einzelne Beleidigungen, sondern um ein Muster. Dieses Muster kann leise beginnen: ein abwertender Kommentar, ein geteiltes Bild, ein Witz auf Kosten einer Person, eine heimliche Gruppe, ein Ausschluss aus dem Klassenchat.
Besonderheiten des Cybermobbings
Cyber-Mobbing verstärkt klassische Mobbingmechanismen durch digitale Medien. Inhalte können jederzeit weitergeleitet, gespeichert und kommentiert werden. Dadurch verlieren Betroffene oft das Gefühl von Kontrolle. Auch Bystander können schneller zu Mitwirkenden werden, wenn sie liken, teilen, Screenshots verbreiten oder schweigend zusehen. Gleichzeitig bieten digitale Spuren auch Chancen: Nachrichten, Links, Screenshots und Zeitangaben können Belege sein, um Hilfe zu organisieren.

Rollen im Mobbingprozess
Bei Mobbing gibt es selten nur zwei Rollen. Neben der betroffenen Person und den aktiv mobbenden Personen gibt es Mitläuferinnen und Mitläufer, Verstärkende, Wegschauende, Verteidigende, Vertrauenspersonen und Institutionen. Bystander schauen zu, ohne einzugreifen. Upstander entscheiden sich, Verantwortung zu übernehmen: Sie unterstützen Betroffene, widersprechen respektvoll, melden Übergriffe, holen Erwachsene dazu oder helfen beim Sichern von Beweisen.
Folgen für Betroffene
Mobbing und Cyber-Mobbing können Angst, Scham, Wut, Schlafprobleme, Konzentrationsprobleme, Schulvermeidung, sozialen Rückzug, körperliche Beschwerden und ein sinkendes Selbstwertgefühl auslösen. Sie können vorhandene psychische Belastungen verstärken. Trotzdem ist wichtig: Nicht jede betroffene Person reagiert gleich, und niemand ist „selbst schuld“, wenn er oder sie unter Mobbing leidet. Verantwortung tragen diejenigen, die verletzen, verstärken oder nicht ausreichend schützen.
Zusammenhang von Depression, Mobbing und Medien
Belastungsspiralen erkennen
Mobbing kann eine Belastungsspirale auslösen. Wiederholte Abwertung führt zu Stress. Stress kann Schlaf und Konzentration stören. Schlechter Schlaf kann Stimmung und Belastbarkeit verschlechtern. Rückzug kann Unterstützung verringern. In sozialen Medien können Kommentare, Likes, Screenshots und algorithmische Verstärkung das Gefühl erzeugen, die Abwertung sei überall. Dadurch kann sich eine depressive Symptomatik verstärken oder sichtbar werden.
Keine einfachen Ursachen behaupten
Es wäre falsch zu sagen: „Mobbing verursacht immer Depression“ oder „Depression entsteht nur durch Social Media“. Psychische Erkrankungen entstehen meist aus mehreren Faktoren: biologische Verwundbarkeit, familiäre Belastungen, Stress, Beziehungserfahrungen, Lebensereignisse, Schule, gesellschaftliche Bedingungen, digitale Erfahrungen und verfügbare Unterstützung. Seriöse Medien erklären diese Komplexität, anstatt Einzelfälle vorschnell zu verallgemeinern.
Medienkompetenz als Schutzfaktor
Medienkompetenz bedeutet nicht nur, Technik bedienen zu können. Du lernst auch, Darstellungen zu prüfen, Quellen zu bewerten, Gefühle beim Medienkonsum wahrzunehmen, Kommentare einzuordnen, Grenzen zu setzen, Privatsphäre zu schützen und Hilfe zu holen. Medienkompetenz hilft, zwischen Information, Meinung, Dramatisierung, Clickbait, Werbung und persönlicher Erfahrung zu unterscheiden.
Verantwortungsvolle Medienanalyse
Leitfragen für Beiträge über Depression
| Prüffrage | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Wird Depression als behandelbare Erkrankung dargestellt? | Das verhindert Hoffnungslosigkeit und stärkt Hilfesuche. |
| Werden Betroffene respektvoll gezeigt? | Menschen dürfen nicht auf Symptome reduziert werden. |
| Werden Hilfsangebote genannt? | Medien können in Krisen eine Brücke zu Unterstützung sein. |
| Werden Ursachen zu stark vereinfacht? | Vereinfachungen fördern Schuldzuweisungen und Fehlschlüsse. |
| Werden Suizidmethoden oder dramatische Details vermieden? | Verantwortungsvolle Berichterstattung schützt gefährdete Personen. |
| Gibt es Stimmen von Fachleuten und Betroffenen? | Mehr Perspektiven verbessern Verständnis und Empathie. |
Leitfragen für Beiträge über Mobbing und Cybermobbing
| Prüffrage | Bedeutung |
|---|---|
| Wird klar zwischen Streit und Mobbing unterschieden? | Das schützt vor Verharmlosung und falscher Beschuldigung. |
| Werden Rollen wie Bystander und Upstander erklärt? | Zuschauerinnen und Zuschauer erkennen ihre Verantwortung. |
| Wird die betroffene Person geschützt? | Öffentliches Wiederholen verletzender Inhalte kann erneut schaden. |
| Werden praktische Handlungsschritte genannt? | Betroffene brauchen Orientierung, nicht nur Problembeschreibung. |
| Werden rechtliche Grenzen erwähnt? | Beleidigung, Bedrohung, Verleumdung und unerlaubte Bildverbreitung können Folgen haben. |
Handeln bei Mobbing und Cybermobbing
Erste Schritte für Betroffene
Wenn Du betroffen bist, musst Du das nicht allein lösen. Sich Hilfe zu holen ist kein Petzen, sondern Selbstschutz. Wichtig ist: Antworte nicht mit Gegenangriffen, wenn Du dadurch weiter gefährdet wirst. Sichere Belege, blockiere und melde Angriffe, sprich mit einer Vertrauensperson und suche Unterstützung bei Schule, Eltern, Schulsozialarbeit, Beratungsstellen oder Polizei, wenn Straftaten im Raum stehen.
- Beweise sichern: Speichere Screenshots, Links, Namen, Datum, Uhrzeit und Plattform.
- Grenzen setzen: Reagiere nicht impulsiv auf Provokationen und schütze Deine Privatsphäre.
- Blockieren und Melden: Nutze Meldefunktionen der Plattform und blockiere Täterprofile.
- Unterstützung holen: Wende Dich an eine erwachsene Vertrauensperson, Schulsozialarbeit oder Beratung.
- Sicherheit planen: Kläre, welche Inhalte gelöscht werden müssen und wer Dich begleitet.
Was Upstander tun können
Als Upstander musst Du nicht heldenhaft allein eingreifen. Du kannst Betroffene fragen, was sie brauchen. Du kannst verletzende Inhalte nicht teilen, nicht liken, nicht weiterleiten und nicht kommentierend verstärken. Du kannst in der Gruppe klar sagen, dass die Grenze überschritten ist. Du kannst Screenshots sichern und eine Vertrauensperson einbeziehen. Besonders wichtig ist: Frage Betroffene, bevor Du etwas öffentlich machst, denn gut gemeinte Öffentlichkeit kann zusätzlich belasten.
Aufgaben von Schule und Ausbildung
Schule und Ausbildung tragen Verantwortung für Schutz, Prävention und Intervention. Dazu gehören klare Regeln, Ansprechpersonen, Klassenvereinbarungen, Medienbildung, dokumentierte Verfahren, Schutz der betroffenen Person und Arbeit mit der Gruppe. Reine Appelle wie „Seid netter zueinander“ reichen nicht. Mobbing ist ein Gruppenphänomen und braucht ein systematisches Vorgehen.
Hilfe und Krisenwege
Wenn Du selbst in einer akuten Krise bist oder Angst hast, Dir oder jemand anderem könnte etwas passieren, hole sofort Hilfe. In Deutschland erreichst Du den Notruf unter 112. Die TelefonSeelsorge ist anonym und kostenlos erreichbar unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123. Jugendliche können sich außerdem an Vertrauenslehrkräfte, Schulsozialarbeit, Eltern, Ärztinnen und Ärzte, psychotherapeutische Praxen, Krisendienste oder Beratungsstellen wenden. Dieser aiMOOC ersetzt keine professionelle Beratung oder Behandlung.
Unterrichtsideen
Dieser aiMOOC kann in Ethik, Deutsch, Biologie, Sozialkunde, Psychologie, Religion, Informatik, Medienbildung oder Klassenrat eingesetzt werden. Geeignet sind Methoden wie Think-Pair-Share, Placemat, Gruppenpuzzle, Rollenspiel, Medientagebuch, Fallanalyse, Fishbowl, Portfolioarbeit und Peer-Education. Wichtig ist ein sensibler Rahmen: Niemand muss persönliche Erfahrungen offenlegen, und belastende Inhalte werden nicht voyeuristisch gesammelt.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt der Begriff Medienbild am besten? (Die Art, wie Medien ein Thema darstellen und prägen) (!Die technische Auflösung eines Bildschirms) (!Die Anzahl der Bilder in einem Video) (!Eine private Meinung ohne öffentliche Wirkung)
Was ist ein typisches Merkmal von Mobbing? (Wiederholte Abwertung bei einem Machtungleichgewicht) (!Ein einmaliger sachlicher Streit) (!Eine faire Diskussion mit gleichen Chancen) (!Eine zufällige Meinungsverschiedenheit ohne Folgen)
Was macht Cybermobbing besonders belastend? (Inhalte können schnell verbreitet und dauerhaft sichtbar werden) (!Es findet immer nur anonym statt) (!Es passiert ausschließlich in E-Mails) (!Es betrifft nur Erwachsene)
Welche Aussage über Depression ist richtig? (Depression ist eine ernst zu nehmende und behandelbare Erkrankung) (!Depression ist nur schlechte Laune) (!Depression verschwindet immer durch Ablenkung) (!Depression ist ein Zeichen von Faulheit)
Was ist ein Upstander? (Eine Person, die Betroffene unterstützt und Verantwortung übernimmt) (!Eine Person, die verletzende Inhalte weiterleitet) (!Eine Person, die schweigend zuschaut) (!Eine Person, die Mobbing als Spaß bezeichnet)
Warum ist Sprache bei psychischer Gesundheit wichtig? (Sie kann stigmatisieren oder entlasten) (!Sie hat keinen Einfluss auf Betroffene) (!Sie ersetzt jede Therapie) (!Sie ist nur in Zeitungen bedeutsam)
Welche Handlung ist bei Cybermobbing sinnvoll? (Beweise sichern und Hilfe holen) (!Sofort mit Beleidigungen antworten) (!Alle Inhalte weiterverbreiten) (!Das Problem grundsätzlich geheim halten)
Was meint der Papageno-Effekt? (Medien zeigen Bewältigung und Hilfswege in Krisen) (!Medien beschreiben gefährliche Details möglichst genau) (!Medien machen Betroffene lächerlich) (!Medien ignorieren psychische Gesundheit vollständig)
Warum sollte man verletzende Screenshots nicht ungefragt öffentlich posten? (Weil Betroffene dadurch erneut bloßgestellt werden können) (!Weil Beweise grundsätzlich unwichtig sind) (!Weil Cybermobbing nie dokumentiert werden darf) (!Weil Plattformen keine Meldefunktion haben)
Welche Aussage beschreibt einen guten Medienbeitrag über Depression? (Er informiert respektvoll und nennt Hilfsangebote) (!Er dramatisiert und vereinfacht die Ursache) (!Er benutzt psychische Erkrankungen als Beleidigung) (!Er zeigt Betroffene nur als hoffnungslos)
Memory
| Medienbild | Öffentliche Darstellung eines Themas |
| Depression | Behandelbare psychische Erkrankung |
| Mobbing | Wiederholte gezielte Abwertung |
| Cybermobbing | Digitale Form von Mobbing |
| Bystander | Beobachtende Person ohne Eingreifen |
| Upstander | Unterstützende Person mit Zivilcourage |
| Stigma | Abwertendes Vorurteil |
| Beweissicherung | Screenshots und Zeitangaben sammeln |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Betroffene Person | Erlebt wiederholte Angriffe und braucht Schutz |
| Bystander | Sieht Übergriffe und greift zunächst nicht ein |
| Upstander | Unterstützt Betroffene und holt Hilfe |
| Beweissicherung | Dokumentiert Nachrichten, Links und Zeitpunkte |
| Medienkompetenz | Prüft Darstellungen, Quellen und digitale Risiken |
...
Kreuzworträtsel
| Depression | Wie heißt eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung mit anhaltend gedrückter Stimmung und vermindertem Antrieb? |
| Mobbing | Wie nennt man wiederholtes Schikanieren und Ausgrenzen bei einem Machtungleichgewicht? |
| Cybermobbing | Wie heißt Mobbing, das über digitale Medien stattfindet? |
| Empathie | Welche Fähigkeit hilft, Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen und respektvoll zu handeln? |
| Belege | Was sollten Betroffene bei digitalen Angriffen sichern? |
| Praevention | Wie nennt man vorbeugende Maßnahmen gegen Gewalt und Belastung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffsklärung: Erstelle ein kleines Glossar mit zehn Begriffen aus diesem aiMOOC und erkläre sie in eigenen Worten.
- Medientagebuch: Beobachte zwei Tage lang, wo Dir Darstellungen von Stress, Traurigkeit, Ausgrenzung oder psychischer Gesundheit in Medien begegnen, ohne private Inhalte anderer zu sammeln.
- Upstander-Satz: Formuliere fünf kurze Sätze, mit denen Du in einem Klassenchat respektvoll gegen abwertende Kommentare einschreiten könntest.
- Hilfekarte: Gestalte eine anonyme Hilfekarte für Deine Schule mit Ansprechpersonen, Notruf und Beratungswegen.
Standard
- Medienanalyse: Analysiere einen Artikel, ein Video oder einen Social-Media-Beitrag über Depression anhand der Leitfragen aus dem Kurs.
- Fallbeispiel: Entwickle ein fiktives Fallbeispiel zu Cybermobbing und beschreibe, welche Schritte Betroffene, Upstander und Schule unternehmen sollten.
- Klassenvereinbarung: Entwirf fünf Regeln für einen fairen Klassenchat und begründe jede Regel mit einem Schutzgedanken.
- Interview: Befrage eine Fachperson aus Schule, Beratung oder Medienpädagogik zu Prävention und Hilfe, ohne persönliche Fälle erkennbar zu machen.
Schwer
- Präventionskampagne: Plane eine schulische Kampagne gegen Mobbing und Cybermobbing mit Plakat, Kurzvideo-Idee, Gesprächsimpuls und Hilfswegen.
- Podcast: Produziere ein Skript für eine zehnminütige Podcastfolge über das Medienbild der Depression und achte auf sensible Sprache.
- Forschungsfrage: Untersuche, wie unterschiedliche Medien Depression darstellen, und vergleiche mindestens drei Darstellungsformen anhand eigener Kriterien.
- Schutzkonzept: Entwickle ein Konzept für eine Schule oder Jugendgruppe, das Prävention, Intervention, Dokumentation und Nachsorge bei Cybermobbing verbindet.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre an einem fiktiven Beispiel, wie aus einem scheinbar harmlosen Klassenchat ein Cybermobbing-Prozess entstehen kann, und nenne drei frühzeitige Gegenmaßnahmen.
- Medienkritik: Vergleiche zwei Darstellungen von Depression und beurteile, welche Darstellung verantwortungsvoller ist. Begründe mit Sprache, Bildauswahl, Quellen und Hilfsangeboten.
- Rollenmodell: Beschreibe, wie Bystander zu Upstandern werden können, ohne sich selbst zu gefährden oder Betroffene zusätzlich bloßzustellen.
- Präventionsplan: Entwickle für eine Klasse einen Vier-Wochen-Plan zur Stärkung von Empathie, digitaler Verantwortung und sicherer Meldekultur.
- Ethik: Diskutiere, warum öffentliche Aufmerksamkeit bei Mobbingfällen zugleich helfen und schaden kann.
- Handlungskette: Entwirf eine realistische Handlungskette für eine betroffene Person: Beweise sichern, Unterstützung holen, Plattform melden, Schule informieren, Nachsorge organisieren.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis erstellst Du ein Portfolio, das aus einer Medienanalyse, einer reflektierten Handlungsstrategie und einem Präventionsprodukt besteht. Dein Portfolio soll keine echten verletzenden Inhalte verbreiten und keine privaten Fälle identifizierbar machen. Bewertet werden Sachrichtigkeit, Sensibilität, Quellenbewusstsein, Transferleistung, klare Sprache und die Fähigkeit, konkrete Hilfewege zu benennen.
- Portfolio: Sammle Deine Ergebnisse aus Medienanalyse, Glossar, Fallbeispiel und Präventionsidee.
- Reflexion: Schreibe eine Seite darüber, welche Rolle Du als Bystander oder Upstander in digitalen Räumen übernehmen kannst.
- Produkt: Erstelle ein Plakat, Audio, Kurzvideo-Konzept oder eine Infokarte, die Betroffene stärkt und Hilfswege nennt.
- Präsentation: Stelle Deine Ergebnisse vor, ohne persönliche Erfahrungen anderer offenzulegen.
- Selbstbewertung: Prüfe, ob Deine Arbeit respektvoll, hilfreich und frei von Stigmatisierung ist.
OERs zum Thema
Quellen und Vertiefungen
- Cyber-Mobbing: klicksafe: Cybermobbing - was tun?
- Jugendmedienschutz: jugendschutz.net: Cybermobbing - Was tun?
- WHO: WHO/Europe: One in six school-aged children experiences cyberbullying
- Depressionshilfe: Stiftung Deutsche Depressionshilfe: Berichterstattung bei Suizid
- TelefonSeelsorge: TelefonSeelsorge Deutschland
- Wikipedia: Depression
- Wikipedia: Mobbing
- Wikipedia: Cyber-Mobbing
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